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[00:00:15]

Der Seuche. Das Virus, das die Welt verändert Frühlingsfest in Shanghai.

[00:00:33]

Radio und Podcast Serie von Lena girtler. China ist nicht perfekt. Wenn ich nicht im Ausland wär, China so gut, wir haben alles richtig gemacht. Aber was ganz anderes. Aber wir sind wirklich stolz, dass wir Chinesen sind, besonders im Ausland und Kanada.

[00:01:06]

Ich komme nicht gerne hier. Jedes Mal, wenn ich herkomme, muss ich an den erbärmlichen und grausamen Tod meines Vaters denken. Ein unerträglicher Anblick. Die Informationen, die es über den rätselhaften Krankheits Ausbruch gibt, sind sehr spät, hat das Sicherheitsnadel für Infektionskrankheiten eine Stufe höher gesetzt. Immer mehr Fälle im In und Ausland sein richtete einen solchen Center. Wie gefährlich die Lungenkrankheit genau ist, ist unklar. Coruna geht um die Welt Von China kam das Virus über Italien und Ischgl nach Deutschland.

[00:02:01]

Wir erleben eine Herausforderung von historischem Ausmaß. So hat es Bundeskanzlerin Angela Merkel am 18. März 2020 gesagt. Der Zug der Seuche wird jetzt in einer Art TV-Dokumentationen mit drey Material von Korrespondenten und Korrespondenten aus der ganzen Welt nachgezeichnet. Ich kann das Material in diesem Podcast verwenden, indem ich die chinesisch Lehrerin Ting begleite. Ich bin Lena girtler, Reporterin bei NDR Info.

[00:02:38]

Identifier.

[00:02:48]

Bis jetzt noch keine Minute activa. Wir sind am 25. Dezember nach China geflogen. Aber da war gar nichts. Danach haben wir erst mal gefahren. Oh, da war schon los. Also Ende Dezember? Genau. Da war gar nichts. Wir haben normal gelebt in Shanghai, raus und so. Begonnen haben wir ganz spontan. Ich habe mit meine damalige Kommilitonen getroffen, Schulfreunde beim Essen. Da hat eine gerade gesagt Habt ja mal die Nachrichten von Peking gehört, dass Lungenentzündung.

[00:03:36]

Das war 19. Januar, weiß ich ganz genau. Da war letztemal Treffen überhaupt mit Freunden.

[00:03:44]

Ting Sei lebt seit elf Jahren in Hamburg. Sie ist 33 Jahre alt, und ich habe sie über den deutsch chinesischen Kindergarten kennengelernt. In denen geht ihr kleiner Sohn Julius DS3. Bei unserem ersten Treffen da zeigt mir Ting Fotos, auf denen der kleine Julio ausgelassen durch leere Straßen in Shanghai läuft. Das chinesische Frühlingsfest, das es am 24. Januar in diesem Jahr auf den Geburtstag ihres Sohnes, das Frühlingsfest, hat sie mir gesagt, dass so etwas wie Weihnachten in Deutschland, viel Gutes essen, eine große Gala Show im Fernsehen.

[00:04:14]

Und darum ist sie mit Julio nach Shanghai geflogen. Sie wollte feiern, zusammen mit ihren Eltern, denn die leben dort. Aber stattdessen saß sie in der 75 Quadratmeter Wohnung ihrer Eltern.

[00:04:23]

Fest ging gar nichts mehr. 90 Prozent der Restaurants sind geschlossen, sogar selber die größte Gala Show für das Fest. Auch teilweise berichtet, wie die Situation gerade ist. Ein bisschen Bilder von die ganz viele verschiedene Städte aus. Die ärztin, die Krankenschwester sind über mehrere Wochen begleitet.

[00:04:54]

Einiges von dem, was sie sagt. Das hat mich wirklich überrascht. Manchmal, ehrlich gesagt, auch erst im Nachhinein. Als ich sie im Juni das erste Mal treffe, ist die Welt durch Coruna eine andere geworden.

[00:05:06]

Wenn sich in Deutschland Kitas auf die Wiedereröffnung vorbereiten und Menschen ihren Urlaub in Frankreich oder Spanien planen, explodieren gerade die Inflationszahlen in Brasilien und in den USA.

[00:05:21]

Als Ting im Dezember 2019 nach China fliegt, war die Möglichkeit einer weltweiten Epidemie für die meisten unvorstellbar.

[00:05:30]

Ich will nur Chinesisch lehren. Konfuzius Institut Ting ist selbstständige chinesische Lehrerin. Sie arbeitet unter anderem für das Konfuzius Institut. Konfuzius Institute gibt es angedockt an Universitäten in ganz Deutschland. Es gibt Kritiker, die sagen, dass durch diese Institute, gesteuert von Chinas Bildungsministerium, Propaganda betrieben werde. Es gibt aber auch Befürworter, die betonen, es gehe um Austausch, Kooperation und den kritischen Dialog zwischen Chinesen und Deutschen.

[00:05:58]

Ich komme aus Schanghai. Eigentlich komme ich gar nicht aus Shanghai, sondern ich komme aus China. Der Unterschied Shanghai bedeutet, und Shanghai ist der Name unserer Partnerstadt. Die Beisel klingt fast gleich, nur die Töne machen den großen Unterschied.

[00:06:23]

Ja, das ist so ein kleiner Chinesisch Crashkurs von Ting auf YouTube. Eine winzige Nuance macht den Unterschied. Jetzt hat ein Virus, ein winziges Virus, alles verändert. Zeit, mal kurz stehenzubleiben, zurückzublicken und drauf zu blicken. Was ist da eigentlich passiert in den vergangenen Monaten in China, in Europa, auf der ganzen Welt? Ein Versuch, das alles zu erfassen und zu begreifen. Zusammen mit Ting, die ständig zwischen zwei Welten wechselt.

[00:06:55]

16. Dezember 2019 Ein Patient mit ungewöhnlichen Lungen Problemen wird im Huan Central Hospital eingeliefert.

[00:07:03]

27. Dezember Die ärztin berichtet gegenüber Kollegen von einem Patienten mit Lungen Problemen.

[00:07:11]

Ein paar Tage später teil der Augenarzt Li Liang.

[00:07:14]

Diese Nachricht in sozialen Netzwerken.

[00:07:17]

31. Dezember China informiert die WHO über eine neuartige Lungenentzündung.

[00:07:23]

Der Ausnahmezustand rückt leise näher bis Dezember. Signor Planende in Huan.

[00:07:38]

Am 31. Dezember des vergangenen Jahres erfährt das Regionalbüros der Weltgesundheitsorganisation WHO in China durch ihr Warnsystem, dass in Wuhan Fälle einer unbekannten Lungenentzündung auftreten.

[00:07:51]

Silvie Briand, Leiterin der Abteilung zur Bekämpfung von Infektionen bei der Weltgesundheitsorganisation Schweiz Rüde Mulally ITS not, Warnow nun Vary. Kiesbett notiert Diagnose tut not.

[00:08:19]

2009 bekämpfte Brilon mit der WHO das H1N1-Virus, besser bekannt als die Schweinegrippe. Damals fing es ähnlich an. Ein paar kleine Meldungen von tödlichen Lungenentzündungen in Mexiko. Nach den Berichten aus Wuhan versucht die WHO damals, das Virus zu identifizieren. Dann wird aber klar Es ist bislang unbekannt.

[00:08:42]

Denn, nun ja.

[00:08:51]

Anfang Januar fängt man an, sich richtig Sorgen zu machen bei der WHO. Von Deutschland aus gesehen, schien das Virus damals ein rein chinesisches Problem. Hätte an diesem Punkt die Ausbreitung von Coruna vielleicht noch gestoppt werden können?

[00:09:06]

9. Januar In Wuhan stirbt offiziell der erste Mensch an den Folgen der Viruserkrankung. 13. Januar Thailand berichtet über einen ersten aus Wuhan importierten Infektionen. Ein paar Tage später reist der erste Erkrankte aus Wuhan in die USA. Auch Japan meldet an den ersten erkrankten 20. Januar.

[00:09:27]

Chinas Staatsführung bestätigt die Mensch zu Mensch übertragbarkeit. Weltweit sind inzwischen fast 300 Fälle gemeldet.

[00:09:34]

22. Januar Die WHO ruft dazu auf, den Ausbruch ernst zu nehmen.

[00:09:40]

23. Januar Wuhan wird abgeriegelt.

[00:09:44]

24. Januar Drei Infektionsquelle in Frankreich. 26. Januar Die WHO warnt vor einem hohen Infektionsrisiko weltweit.

[00:09:56]

Für China hingegen spricht die WHO von einem sehr hohen regionalen Risiko. Das war eine neue Virus. Ganz schnell wissen wir alle, dass dieser Virus durch irgendwelche Tiere verbreitet wurde und dass es sehr schlimm, weil schon viele Leute, sogar die ärzte, Krankenschwestern angesteckt wurde. Da wurde schon. ähnliche Virus wie SARS da haben wir dann sofort Alarm SARS, das Schwere Akute Atemwegs Syndrom von 2002 2003, ausgelöst von einem damals unbekannten Virus, und es gilt als erste Pandemie des 21.

[00:10:37]

Jahrhunderts. Innerhalb eines halben Jahres starben daran mehr als 700 Menschen weltweit. Damals hatte Ting noch kein Handy. Das war ganz anders. Ende Januar 2020. Sie bekommt in Shanghai Nachrichten im Sekundentakt. In Shanghai ziemlich ruhig. Noch nie so ruhig denke ich mal, die Straße ziemlich leer, wenn man rausgeht. Manchmal mache ich ein paar Fotos oder Videos, wenn wir kurz rausgehe, bisschen Sport machen oder so poste ich im Wicked viele Leute sofort reagieren. Bleib doch mal zu Hause.

[00:11:12]

Warum muss hier unbedingt Hause rausgehen? Weißt du, wie schlimm aussieht? Sehr, sehr gespannt. Diese Stimmung. überfüllte Krankenhaus, Flure in Wuhan, schwer atmende, sterbende Menschen das sind die Bilder, die in den sozialen Medien wie Twitter kursieren. Auch Ting sieht solche Bilder auf ewz. Das ist eine Art chinesisches WhatsApp. Sie erinnert sich auch daran, wie sich der Augenarzt Lee Liang in Chinas Nachrichtensendung für seine Warnung vor dem Virus im Dezember entschuldigen muss.

[00:11:55]

Der Wildtier Markt von Wuhan, von dem das Virus ausgehen soll, ist seit 1. Januar geschlossen. Doch das Gesundheitsamt von Wuhan informiert nur über wenig Infizierte, spricht von 44. Später wird aber klar Schon im Dezember sollen es 266 gewesen sein. Es gibt Berichte über chinesische Regierungs Unterlagen, die den ersten Infizierten aus der Provinz Hubei schon auf November datieren. Die gibts erst im Nachhinein. Und hätte Liu Pavianen von dem mysteriösen Virus schon Anfang Januar gehört? Würde sein Vater wahrscheinlich noch leben aus Kanada.

[00:12:34]

Ich komme nicht gerne her. Jedes Mal, wenn ich herkomme, muss ich an den erbärmlichen und grausamen Tod meines Vaters denken. Ein unerträglicher Anblick. Er steht, begleitet von einem Reporter, vor einem Krankenhaus in Wuhan. Am 6. Januar kam sein 78 jähriger Vater hierher für eine Routineuntersuchung.

[00:12:57]

Nach den Ergebnissen der Untersuchung zu urteilen, also zum Beispiel der Lunge und des Herzens, war eigentlich alles okay. Es ging ihm gut. Nach unserer Einschätzung hätte er ohne Probleme noch zehn Jahre leben können.

[00:13:21]

Am 15. Januar soll er entlassen werden. Aber er bekommt Fieber, das tagelang steigt.

[00:13:32]

Am Morgen des 20., als ich wieder ins Krankenhaus bin, hat der Arzt meine Mutter und mich zu sich ins Büro zitiert. Da hat man uns zum ersten Mal gesagt, dass der Zustand meines Vaters kritisch sei. Seine beiden Lungen seien in der EU-Aufnahme beide komplett weiß wie Milchglas. Die Symptome entsprächen dem neuartigen Coronavirus.

[00:13:59]

Das hat meine Mutter und mich extrem mitgenommen und überrascht. Denn damals hatten wir noch gar keine Ahnung, dass das Coronavirus so schlimm sein würde. Dann sollte der Vater in ein anderes Krankenhaus verlegt werden.

[00:14:16]

Da habe ich gefragt, ob er denn unbedingt verlegt werden müsse. Sie haben dann zu mir gesagt, dass das die Anweisung von oben sei und er unbedingt verlegt werden müsse. Alle Patienten mit Fieber und solchen Symptomen müssten verlegt werden. Mein Vater hat nur gesagt Okay, mein Vater war ein Loyal, ist Mitglied der Kommunistischen Partei. Er hat sein Leben lang gehorcht. Wenn man ihm sagt, dass seine Verlegung eine Anweisung von einer höheren Instanz ist, dann wird das ebenso gemacht.

[00:15:06]

Das neue Krankenhaus, so erzählt es Leo Payerne, hat 18 Stockwerke, jedes Stockwerk eine Isolierstation, zu wenig ärzte, zu wenig Krankenschwestern, keine intubation Geräte aber. Am 29. Januar stirbt der Vater von Dopern. Wäre schon Anfang Januar bekannt gewesen, dass ein unbekanntes Virus Menschen in Wuhan infiziert hat, dann wäre Leos Vater niemals zu diesem Check up in die Klinik gegangen. Doch die Behörden, so Liu Payerne, hätten viel zu lange versucht, den Ausbruch zu vertuschen.

[00:15:56]

So viel Zeit vor dem 20. Januar hatte die Gesundheitskommission von Yuan etwa 14 15 Tage lang keine Daten über Neuinfektionen und Todeszahlen veröffentlicht.

[00:16:12]

In allen Medien hieß es, dass es keine Mensch zu Mensch übertragung gäbe und dass der Ausbruch vermeidbar und kontrollierbar ist.

[00:16:25]

Die wussten schon im Dezember, dass SARS ähnliches Virus gibt, und haben dennoch allen gesagt, dass es keines gäbe.

[00:16:32]

Tabuzonen Ho, ho, ho Leo!

[00:16:37]

Pavianen veröffentlicht einen Nachruf auf seinen Vater in der New York Times. Daraufhin bekommt er dann mehrmals Besuch von der Polizei und Beamte. Die verfolgen ihn auch bei den Filmaufnahmen für dieses Interview. Doch er will keine Ruhe geben. Er will, dass die Wahrheit über den Ausbruch erzählt wird in einem Land, das das Virus anscheinend schnell im Griff hat. Während die Zahlen weltweit steigen.

[00:17:04]

27. Januar Erste Infektion in Deutschland. 30. Januar Stuft Ihr Warnsystem auf gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite. 31. Januar Die USA verbietet allen, die in den vergangenen 14 Tagen in China waren, die Einreise. Jeden Tag bekommen wir diese Zahl übers Handy. Wie viele sind heute angesteckt? Und wo? Welche Bereich genau? In Shanghai, wo wir wohnen. Oh, das genau gegenüber von uns in der Nähe vom Supermarkt eine entdeckt. Wenn wir in Shanghai leben, dann gibt's eine extra.

[00:17:51]

Eine Website. Kann man gucken, welcher Bezirk, wie viele Personen sind, heute infiziert wurde und wo genau? Das kann man genauso sehen.

[00:18:00]

Alles unter Kontrolle. Woran? Abgeriegelt von der Außenwelt? Gesunde und Kranke getrennt. Ein Krankenhaus, in Windeseile fertiggestellt. ärzte aus dem ganzen Land dorthin geschickt. Die Weltgesundheitsorganisation lobt Chinas Maßnahmen ausdrücklich.

[00:18:24]

Dazwischen geraten aber immer wieder Bilder von zusammenbrechenden Krankenschwestern. Und von Menschen, die gegen ihren Willen aus ihren Wohnungen geschleppt werden. Die erste haben wir auch ein paar blöde gesehen.

[00:18:54]

Sogar ein Video hat jemand auch privat alles geschickt auf dem Netz? Es war ein Arzt. Er hat es beim Telefonat geweint oder geschrien. Dieses Telefonat sollte an seinen Chef aus. Ich kann nicht mehr bitte schicken mehr Leute zu uns. Wir haben keinen Platz mehr. Es sind einfach zu viele Tote. Wir haben auch Bilder gesehen. Die Leute müssen ja komplett anziehen, die Klamotten ganz eng, komplett das Gesicht zudecken, wenn sie einmal auf Toilette. Da muss man sofort komplett auswechseln und dann wieder neu anziehen.

[00:19:38]

Schweiß, alles drin. Das ist mir körperlich sehr anstrengend. Und ich denke, immer noch ist diese Seele, dass die das nicht mehr tragen, alles so müde auf diese Katzenhaus. Alle schlafen einfach Stuhl oder so. Wenn ich jetzt, so hab ich nur Gänsehaut. Das ist zu belastet. Solche Bilder haben wir auch gesehen.

[00:20:07]

Aber Ting sind natürlich auch die Bilder im chinesischen Staatsfernsehen. Die Erfolgsmeldungen des Landes im Kampf gegen Korona.

[00:20:17]

Ich bin froh, wenn ich jetzt im Sommer mit Ting darüber rede, ist sie stolz darauf, wie ihr Land das Coronavirus unter Kontrolle bekommen hat. Das irritiert mich. Warum kommt da nicht mehr Kritik angesichts dessen, worüber wir gesprochen haben? Angesichts der Berichte über zögerliche chinesische Beamte, den Augenarzt Lewan Liang, der erst die Welt warnte und dann am 7. Februar am Coronavirus starb, und angesichts der Bilder der vielen Leichensäcke in Wuhan.

[00:20:56]

Wieso gibts da bei ihr eigentlich nicht mehr Irritation? Nach elf Jahren Deutschland mit deutschem Mann und ihrem kleinen Sohn Julio, der hier gerade auf einem Klettergerüst handelt. Wahrscheinlich ist das Landliebe Patriotismus. Das merke ich hier. Na ja, wir sind auch so großgezogen, so gezogen worden.

[00:21:38]

Also es gibt so viele chinesische Lieder für die Kinder, auch für Erwachsene immer. Hier nennt man Propaganda Lieder. Aber das heißt solche Lieder, um unser Land zu zeigen, wie schön unser Land ist. Wie schön, dass wir hier sind, wie schön oder Partei. Nur hier habe ich erst mal gemerkt, dass es unser Erziehungs patriotismus hier in Deutschland nicht. Wir sind so stolz, dass es ganz andere Bildungssystem oder HDJ. Wenn Ihr Sohn in die Schule kommt.

[00:22:17]

Belting zurück nach China. Nach mehr als einem Jahrzehnt Deutschland, bevor es zu spät ist. Wie soll ich sagen Ich fühle mich manchmal nicht mehr hundertprozentig Chinesen, so denksystem. Gewohnheit darf nicht zu viel verlieren. Ich werde schon sehr viel Kontakt, zum Beispiel die Fähigkeit, wickle noch dazu leben. Das verliere ich. Wahrscheinlich muss es lesen. Sein Leben darf nicht als eine europay, oder eine Ausländer soll sich verhalten. Du musst nicht jedes Mal sauer sein, weil das Auto nicht auf dich geachtet.

[00:23:01]

Du weißt, was Fußgänger bist, weil da ist halt keine Warthe. Aber jetzt bin ich so aufgeregt oder halt in der öffentlichkeit. Die anderen Leute keine Rücksicht geben muss schon sehr gut handeln können. Katzenliebhaber so naiv sein? Bist du eingedeckt? Ja, bei mir schon. Jedes Mal, wenn ich ehrlich bin. Deswegen sagen die alle meine, wollen wir nur mal nach China kommen. Wir sehen schon, ob du für Bluttest.

[00:23:37]

Wo ringt um eine Haltung? Wochenlang. Erst Ende Januar, als Wuhan längst abgeriegelt ist, ruft die WHO eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite aus. Nun sollten eigentlich alle Länder gewarnt sein und ihre Epidemie Krisen, Pläne aktivieren.

[00:24:14]

Doch irgendwie, sagt Silvia Bryant von der WHO, waren viele wohl Pandemie müde. Die Schweinegrippe Pandemie 2009 verlief mild. Warum sollte es diesmal nicht genauso gut laufen? Alles im Griff wie bei einer Grippewelle?

[00:24:29]

Ein Beginning Mini, kein Rekord. So wie die During the Dog.

[00:24:39]

Nun mal zur Einordnung an einer Grippe Wenn sie schwer verläuft, sterben in Deutschland bis zu 20 000 Menschen im Jahr nicht, um was zu verharmlosen, sondern um das richtig einzuordnen, sagt Jens Spahn, deutscher Gesundheitsminister.

[00:24:52]

Kurz nachdem die WHO den globalen Gesundheits Notstand ausgerufen hat.

[00:24:56]

Masern zum Beispiel sind deutlich deutlich ansteckender als das, was wir derzeit über den Coronavirus sehen. Und wir bekommen auch einen Masern Ausbruch in Deutschland mit deutlich milderen Maßnahmen in den Griff, als wir sie derzeit in China sehen.

[00:25:12]

Ganz anders als Taiwan. Chinas Nachbarn.

[00:25:15]

Schon am 31. Dezember 2019 hat das Land eine E-Mail an die WHO geschickt mit Fragen zum Virus.

[00:25:22]

Die Schlüsselfrage für die Gefährlichkeit des Virus ist, ob es von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Die WHO wird diese Frage erst drei Wochen später klar bejahen. Dass es Zeit, in der sich das Virus auf der ganzen Welt ausbreitet, während bei Ting der Alltag langsamer läuft mit ihren Eltern und ihrem Sohn mitten in Shanghai.

[00:25:43]

Doch auch wenn Ende Januar Anfang Februar China noch immer das Epizentrum des neuen Coronavirus ist, fühlt sich Ting dort sicher.

[00:25:51]

Und da die Menschen da Wenn du da siehst, die Arbeiter, Mitarbeiter, da sind alle mit Weißen. Ich sag mal Schutz, Klamotten. Fibo wurde sowieso immer überall gemessen. Vor dem Supermarkt Bank sowieso, überall. Wenn du über 38, dann darfst du nicht rein. Das war auch sehr stressig, fand ich auch sehr gut. Hier habe ich noch nicht gesehen, diese Maßnahme. Jedes Mal, wenn du rein gehst, muss er immer entweder einmal messen, still stehen.

[00:26:20]

Einmal messen Temperatur und bei, manche sogar muss man einmal auftragen wie der Name Temperatur. Wenn du raus gehst, dann wieder nochmal auftragen. Ich finde das sehr gut, natürlich. Es gab auch selten Fehler, die Leute wollen das nicht. Aber sehr, sehr selten Anfang Februar.

[00:26:41]

In Deutschland gibt es erste Meldungen, dass das Tübinger Institut Fuhrwerk in wenigen Monaten einen Impfstoff entwickeln könnte.

[00:26:51]

Mitte Februar wird in Gangel im Kreis Heinsberg Karneval gefeiert. China meldet mehr als 66 000 400 Infizierte und 1500 Tote. Erste Tote in Frankreich, Taiwan, Italien. Das Virus erreicht ägypten, Israel, Iran. In Mailand sehen 44 000 Menschen ein Champions-League-Spiel im Stadion. Einige Tage später gibt es nirgends so viele Kona Infektionen wie in Italien. Ich mir Fotos, wie wir nach Hause geflogen sind. Das ist Flughafen. Am 20. Februar fliegt Ting mit ihrem kleinen Sohn zurück nach Deutschland.

[00:27:29]

Da sind nur Mutter aller Mitarbeiter. Sie zeigt mir Handyfotos von dem fast menschenleeren Flughafen in Shanghai. Nur Mitarbeiter in weißen Schutzanzügen. Und da in Frankfurt waren wir beide als einzige, glaub ich, mit Mundschutz rumlaufen, weil aus China gerade ist. Gesundheit für uns. Ohne Mundschutz. Maassen. Der Zeitpunkt ist wie nackt gelaufen. Habe ich das Gefühl unsicher.

[00:27:59]

Ting ist zurück aus China, dem Epizentrum der Krise, zurück in Europa, genau in dem Moment, als der Zug der Seuche beginnt, Europa zu überrollen. Solche. Und das Virus, das die Welt verändert? Folge 1 Frühlingsfest in Shanghai Radio und Podcast Serie von Lena girtler. Mit Sandra Borgmann und Samuel Weiss technische Realisation, Friederike Wigger Redaktion, Tilo Gurkhas und Christoph Brüstle. Eine Produktion des Norddeutschen Rundfunks 2020 in der ARD und überall da, wo Sie Podcasts abonnieren.

[00:28:51]

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