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Deutschlandfunk war eine Stunde mit Maike Rosenblätter an der Nazi-Zeit gibt's vieles, was ich nicht verstehe wie so etwas geschehen konnte, zum Beispiel, warum es überhaupt geschehen ist und wie Menschen so grausam sein konnten, so grausam.

[00:00:18]

Nicht allein sechs Millionen Menschen wegen ihres Glaubens zu töten, sondern ihnen außer ihrem Leben auch ihr Vermögen, ihre Existenz und ihre Würde zu nehmen.

[00:00:28]

Erst wurden sie in Viehwaggons getrieben wie Schweine auf dem Weg zur Schlachtbank. Dann wurden sie ausgenommen bis hin zu ihren Haaren und den Goldzähne. Und dann wurden sie getötet, zusammengepfercht mit Hunderten, nackt und ohne dass sie eine Chance auf Rettung hatten.

[00:00:44]

Oder sie mussten hart arbeiten, nur für etwas dünne Suppe und ein geteiltes Lagerbäck.

[00:00:49]

Oder sie mussten als Versuchskaninchen herhalten für ärzte wie Josef Mengele, der schon immer fasziniert war von Zwillingen. Oder sie mussten ihre Bewacher und Mörder belustigen in Orchestern oder indem sie für sie geboxt haben.

[00:01:05]

In Auschwitz nämlich gab es eine Gruppe von zirka 30 Häftlingen, die an den arbeitsfreien Sonntagen in den Ring steigen und gegeneinander kämpfen mussten zur Belustigung der SS-Leute. Einen davon stellen wir in dieser einen Stunde vor. Aus den prall gefüllten Schatzkammern der Menschheitsgeschichte. Historiker Matthias Matthias Auschwitz ja, das größte Vernichtungslager der Nationalsozialisten.

[00:01:36]

Haben die das denn auch gebaut? Nein.

[00:01:38]

Die Geschichte dieses Lagers beginnt sehr viel früher, eigentlich schon. Im Jahr 1916 nämlich errichtete die Stadt Auschwitz ein Lager für die sogenannten Sachsen Ganga. Das waren deutsche Landarbeiter, die aus den agrarisch geprägten Osten des damaligen Kaiserreichs stammten, die das Land dort verlassen haben, um im Westen bessere und vor allem auch besser bezahlte Arbeit zu finden. Und Auschwitz gehörte damals noch zur kaiserlich königlichen k.u.k. Monarchie österreich-ungarn.

[00:02:04]

Das heißt, das Lager hatte es schon vorher gegeben. Wann wurde es denn dann umgewandelt in ein Vernichtungslager der deutschen Nationalsozialisten?

[00:02:12]

Am 1. September 1939 überfiel die deutsche Wehrmacht Polen. Direkt hinter der Wehrmacht kamen Kommandos und Gestapo. Die suchten Kommunisten, Gewerkschafter, Sozialdemokraten und natürlich auch Juden. Nach sechs Wochen war der Krieg vorbei. Polen wird besetzt im Westen von Deutschland, im Osten von der Sowjetunion. Das haben sie gemacht, gemäß des berühmt berüchtigten Hitler-Stalin-Pakt. Den haben wir auch schon mal eine Sendung gemacht.

[00:02:37]

1939 regte der deutsche Inspekteur der Sicherheitspolizei in Warschau an, man möge doch ein KZ, also ein Konzentrationslager in Auschwitz, auf dem Gelände des ehemaligen Lagers für Sachsen bauen. Der Befehl, das zu tun, der kommt am 1. Februar 1940 vom in Anführungsstrichen Reichsführer SS Heinrich Himmler. Nach diesem Befehl beginnen die Bauarbeiten für das Stammlager Auschwitz Stammlager Auschwitz.

[00:03:06]

War es noch mehr gab?

[00:03:08]

Ja, das ist tatsächlich so. Es gibt insgesamt drei Lager zu diesem ganzen Komplex Auschwitz. Das erste Auschwitz wurde es auch genannt. Das war die Verwaltung des gesamten Komplexes. Dort wurde hin und her verschoben, was Arbeitskräfte bedurfte, also wo eine Baustelle war, wo gearbeitet werden musste oder wo einfach nur Steine geklopft werden sollten. Da wurden die Menschen hingeschickt. Zu den Lagern waren nämlich bestimmte Betriebe zugeordnet, und die brauchten eben eine bestimmte Menge von Arbeitskräften und auch Leute, die bestimmte Qualifikationen hat.

[00:03:37]

Das zweite Lager Auschwitz II Birkenau, das war drei Kilometer entfernt vom Stammlager in der Gemeinde. Birkner wurde 1941 gebaut, aber dort standen die Krematorien und die Gaskammern. Von den insgesamt sechs Millionen ermordeten Juden Du hast es erwähnt ist hier mehr als eine Million ums Leben gekommen.

[00:03:57]

Und deshalb ist das ja auch das bekannteste. Genau das ist das bekannteste. Aber nicht minder schlimm war Auschwitz III. Das liegt wiederum sechs Kilometer entfernt von Auschwitz 1, also dem Stammlager und unmittelbar neben den Buna Werken der IG Farben. Das war eine große chemische Industrieanlage, und es war das erste KZ, das von einem privaten Industrieunternehmen geplant und auch vollständig finanziert war. Es handelt sich um ein groß angelegtes Tauschgeschäft Die IG Farben lieferten Zement und andere Rohstoffe an die auslieferte Arbeitskräfte.

[00:04:31]

Und die wurden dann in den Lagern bis zum Tode ausgebeutet.

[00:04:34]

Und Auschwitz wie auch viele andere Konzentrations und Vernichtungslager war ja richtiggehend organisiert. Du hast eben gesagt, es gab ein Verwaltungsgebäude mit Planen, wie das abzulaufen hat.

[00:04:46]

Wer war dafür verantwortlich?

[00:04:48]

Naja, also in allererster Linie natürlich diejenigen Menschen, Personen, Individuen, die andere Menschen zu Freiwild erklärt haben. Das steht ja sozusagen als Meta-Ebene ganz oben drüber. Es war die Jagd auf Andersdenkende, Andersgläubige, Andersfarbige und so weiter, und diese Ideologie stammte eben von Menschen Köpfen. Davon abgesehen aber liefen die Fäden der Konzentrationslager insgesamt zusammen. Dort gab es eine Inspektion der Konzentrationslager und ab 1942 die sogenannte Arbeitsgruppe de Wirtschaftsverwaltung Hauptamt und ein Lager insgesamt war sehr streng organisiert.

[00:05:24]

Ein Lagerkommandant stand ganz oben und dann abgestuft immer weiter in der Hierarchie nach unten bis zu den sogenannten Stuben. Führern und manche Jobs wurden innerhalb dieser Konzentrations und Vernichtungslager an sogenannte funktions Häftlinge vergeben. Das waren Leute, die sozusagen Hilfsdienste leisteten. Die bekamen keine Prügel, die bekamen etwas besseres Essen, und sie mussten keine körperliche Schwerstarbeit leisten. Das bedeutete Deren überLebenschancen waren etwas höher als die der anderen.

[00:05:51]

Und das haben auch einige von den Boxern von Auschwitz gesagt, dass nämlich ihre überlebenschance durch das Boxen größer geworden ist.

[00:06:00]

Unser Thema in dieser Hysterie war der Mann, um den es in dieser einen Stunde geht. Heißt Harry Haft oder Haft, später auch Herschel Haft?

[00:06:12]

Je nachdem, in welchem Teil seines Lebens man sich befindet, wechseln seinen Namen seine Geschichte. Aber die bleibt immer dieselbe. Schlammig wurden von den Wachen angewiesen, den leblosen Körper ins Feuer zu werfen. Kurz bevor sie dem Mann ins Gesicht. Seine Augen waren offen. Er war noch nicht tot. Auschwitz 1941 ist 16 Jahre alt, als ihm frisch verhasste Männer, Frauen und Kinder vor die Füße geworfen werden. Er muss im KZ im Krematorium arbeiten. Die leblosen Körper in den Ofen werfen.

[00:06:53]

An diesem grausamen Ort wird sich sein zukünftiges Leben entscheiden. Begonnen hat seine Geschichte in einer polnischen Kleinstadt in der Nähe von Lodz. Hier wurde er am 28. Juli 1925 als achtes Kind einer armen jüdischen Familie geboren. Als die Wehrmacht einmarschiert ist und Juden abtransportiert hat, landete Herzog in einem Konvoi nach Posen und Monate später in Auschwitz zur Arbeit am Verbrennungsöfen. Das Bild, wie dieser Mann verbrannte, war zu viel für Herz. Am nächsten Tag, als es Zeit war, zum Krematorium zu gehen, brach er wie ein Kind zusammen.

[00:07:32]

Er konnte es nicht mehr tun. Er war bereit, die Konsequenzen zu tragen, selbst wenn sie seinen Tod bedeuteten. An diesem Tag tritt Schneider in sein Leben, ein hochrangiger Offizier, der ihn unter seine Fittiche nimmt, ihn beschützt. Er hat einen Grund dafür. Wenn ich dafür sorge, dass du lebst von meiner Schuld. Ich möchte nicht, dass man mich nach dem Krieg umbringt und du wirst mir dabei helfen. Du kannst bezeugen, dass ich nicht so wie die anderen war.

[00:08:04]

Herz Crus Leben hängt an Schneiders Gunst. Aber welchen preiswerter zahlen müssen? Vor den Unterkünften hat man vier Pfosten in den Boden gerammt, ein Seil darum gespannt. Das ist sein Ring. Die Stühle dahinter sind voll besetzt mit Soldaten. Sie essen, trinken, lachen. Es herrscht Jahrmarkt, Atmosphäre. Dann wird der erste Gegner gebracht. Ein Mann, bis auf die Knochen abgemagert, mehr Gerippe als Mensch. Was hatte Schneider gesagt? Der Kampf ist es dann zu Ende, wenn einer der Boxer nicht weiterkämpfen kann.

[00:08:41]

Also kämpft Herz an diesem Sonntag gegen fünf Juden. Und jedes Mal um sein Leben.

[00:08:48]

Er ist inzwischen im Lager. Immer hat Schneider für ihn gesorgt. Er hat ihn aber auch als seinen Gehilfen eingesetzt. Jetzt macht der Herzog zu seinem Gladiator, der an Sonntagen die SS-Offiziere mit Boxkämpfen unterhalten soll. Die Offiziere johlen. Sie wollen kein schnelles K.o. Und so beginnt Herzog mit seinen Gegnern zu spielen, bevor er ihnen den entscheidenden Schlag versetzt. Mein Vater betrachtete sich selbst als Helden, denn er hatte es geschafft zu überleben. Er war ein Mann, der wirklich alles getan hätte, um zu überleben.

[00:09:26]

Der älteste Sohn hat die Lebensgeschichte seines Vaters aufgeschrieben. Man erfährt darin das Herz. Sonntag für Sonntag in den Ring steigt, die Offiziere den Namen das jüdische Biest geben, die halbtoten Herausforderer schlägt.

[00:09:40]

Und dann, so liest man, kommen eines Tages Generäle aus Berlin, die einen eigenen Kämpfer dabeihaben, einen französischen Juden, angeblich ehemaliger Schwergewichts, Meister und alle Offiziere aus Wetten auf.

[00:09:57]

Nach vier oder fünf Runden um die Augen herum mit stark blutenden Kaz gezeichnet. Sein Leben stand auf Messers Schneide, und er geriet in Panik. Verzweifelt lockte er den Franzosen Ecke mit aller Kraft und Wut trommelte er Schlag, Umschlag. Grusa, wie man den Franzosen aus dem Ring zog und brachte inmitten des Jubel der Menge glaubte er zwei Schüsse zu hören. Aber er war sich nicht sicher.

[00:10:33]

Schließlich wurden die Menschen, gegen die er antrat, nach dem Kampf entweder direkt ermordet oder in einen Transport nach Auschwitz gesteckt, um dort vergast zu werden. Die Erfahrungen, die er im Lager machen musste, haben ihn nie losgelassen. Die Alpträume, die Wut, die Gewalt, die er im Lauf seines Lebens erfahren hat das alles hat ihn niemals losgelassen. 1948, drei Jahre nach dem Krieg, wandert Hertz Co. zu einem Onkel in die USA aus. Er ist 22 Jahre alt, nennt sich jetzt Harry und hofft auf den großen Durchbruch.

[00:11:10]

Daraus wird aber nichts.

[00:11:11]

Im April 2007 wird Harry Haft in die Hall of Fame jüdischer US Sportler aufgenommen. Ein halbes Jahr später stirbt er mit 82 Jahren. Christine Werner war das Sie hat uns einen der Boxer von Auschwitz vorgestellt. Ein Comic über den Holocaust? Das klingt erst einmal überhaupt nicht passend. Dass es aber doch funktioniert, das hat Reinhard Kleist bewiesen. Er ist Grafikdesigner und Comiczeichner und hat einen Comic, eine Graphic Novel über den Boxer von Auschwitz gemacht.

[00:12:06]

Klar ist ja Hallo aus Berlin.

[00:12:08]

Dass es Menschen gab, die in Auschwitz um ihr Leben geboxt haben, das ist ja gar nicht so bekannt. Wie sind Sie auf die Geschichte von Harry Haft aufmerksam geworden?

[00:12:20]

Das war im Grunde nicht klassisch Ich war mein Lieblingsbuch und hat die Biografie von dem Sohn von Harry hast. gesehen, dem Buch über das Leben seines Vaters geschrieben, und auf dem Cover konnte man schon sehen Es hat etwas mit Boxen und Holocaust zu tun, und das bringe ich jetzt irgendwie nicht zusammen. Ich nehme das Buch mal mit, und ich habe es dann durchgelesen, war auch ziemlich begeistert von der Geschichte. Ich habe aber gemerkt Es ist eine sehr, sehr schwierige Geschichte.

[00:12:49]

Man hat es erst mal beiseite gelegt, und dann hat sich aber im Laufe der Zeit immer weiter herauskristallisiert, was mit dieser Geschichte machen muss. Aber ich muss einen bestimmten Zugang dazu finden.

[00:13:01]

Und den haben Sie dann durch Ihre Graphic Novel gefunden?

[00:13:05]

Ja, ich habe mir Gedanken darüber gemacht. Wie kann ich diese Geschichte erzählen? Dass der Leser mitfiebert, weil die Hauptfigur ist ein extrem negativer Charakter. Der ist nicht besonders sympathisch. Und dann gab es noch die Schwierigkeit, dass die Geschichte eigentlich in zwei Teile zerfällt, nämlich in den Teil des überlebenskampfes in den Konzentrationslagern und dann seine spätere Karriere als Profiboxer in Amerika. Und ich habe versucht, diese beiden Teile mit einer Klammer zusammenzufügen. Da hat mir eine harmlose Liebesgeschichte geholfen, die es in dem Buch auch hauptsächlich geht.

[00:13:44]

Wollte ja ein Mädchen heiraten in seinem Dorf in Polen. Dann wurde er verhaftet, dann viereinhalb Jahre in verschiedenen Konzentrationslagern gewesen, und in Amerika hat er dann versucht, sie wiederzufinden. Das ist dann wirklich die große Klammer, die diese beiden Teile zusammenfügt.

[00:14:02]

Was wissen Sie sonst noch über den Mann? Sie sagen, er ist nicht sonderlich sympathisch.

[00:14:06]

Ja, Alan schreibt. Vor allem in dem Nachwort von seinem Buch beschreibt er diesen Vater als einen sehr tyrannischen Vater, der nie wirklich über das geredet hat, was ihm widerfahren ist. In der Zeit, wo er inhaftiert war, und er hat sehr viel von seiner Aggressionen aufgestauten ängsten, hat er in seiner Familie ausgelassen. Diesen Teil beschreibe ich auch in dem Buch, aber ich wollte ihn nur an, weil es nicht mehr dazu, sehr ins Detail zu gehen, bis zum Ende seines Lebens hatte sehr, sehr damit gekämpft, auch anerkannt zu werden.

[00:14:45]

Er hat versucht, mit dem Boxsport Anerkennung zu finden und auch seine große Liebe wiederzufinden. Das hat nicht wirklich geklappt. Und im Grunde genommen, wenn man sich sein Leben anguckt, er hätte allen Grund, sehr stolz auf sich zu sein, hat eine wunderbare Familie. Ich habe mehrere seiner Kinder auch kennengelernt, Kinder und Enkelkinder und ganz tolle Familie und hätte eigentlich wirklich Grund gehabt, stolz auf mich zu sein. Aber das ist es ja nie gewesen.

[00:15:15]

Wie kam es eigentlich dazu, dass er in Auschwitz geboxt hat? War er schon vorher Boxer gewesen?

[00:15:20]

überhAUPT nicht. Er war ein sehr, sehr, sehr Boxer. Er hat sich überall mal ganz schön durchgekämpft, und er ist dann in einem Außenlager von Auschwitz, von einem Mann, der von ihm in dem Buch Schneider genannt wird, aber wahrscheinlich nicht entdeckt worden. Und der hat ihn quasi zum Boxer ausgebildet. Also nicht unbedingt zum Profiboxer, aber hat ihm das Boxen beigebracht, und mich hat das dann auch geschafft, sich da durchzuboxen. Und er hat einige Häftlinge, andere Häftlinge, ins Shao geboxt.

[00:15:57]

Er hat sich dann auch in den Kreisen einen Namen erkämpft und wurde sehr hoch gehandelt. Und das hat ihm wahrscheinlich auch vor der Gaskammer gerettet.

[00:16:08]

Sie haben eben gesagt, nach dem Krieg hat er dann in den USA weiter geboxt, als er nach Amerika gekommen ist.

[00:16:15]

Hatte er schon auch den Entschluss gefasst, dieses Mädchen suchen, was er eigentlich heiraten wollte und von dem er wusste, dass sie nach Amerika gegangen ist und weil er nichts anderes konnte, als 16-Jähriger inhaftiert worden? Hat er sich gedacht Naja, dann versuche ich halt, hier mit Boxen bisschen Geld zu machen. Und gleichzeitig wollte er seinen Namen so groß wie möglich irgendwo in den Zeitungen platzieren oder auf Plakate, sogar damit das Mädchen, was er gesucht hat, ihn finden würde.

[00:16:47]

Diese sehr romantische Klammer in der Geschichte. Hat das denn geklappt? Das mag ich gar nicht verraten. Nein, es hat nicht so geklappt, wie er sich das vorgestellt hat. Aber Sie haben sich irgendwann wieder getroffen. Wie ging es danach weiter?

[00:17:02]

Hat er dann sein Leben lang weiter geboxt? Oder gab es dann irgendwann ein Ende der Karriere?

[00:17:08]

Es gab ein recht schnelles Ende der Karriere. Er hat nicht wirklich geschafft, sich einen Namen im Boxsport zu machen. Auch Mitschuld trägt ja wohl auch sein. Manage falsch eingesetzt hat er sich wirklich gut geschlagen, hat verloren, weil zu schnell zu groß werden wollte. Das ist natürlich ein ganz großer Fehler im Boxsport gewesen, und seinen letzten Kampf hat er dann tatsächlich gegen Rocky umstrittenes Ende gehabt. Und dann hat er die Boxhandschuhe an den Nagel gehängt und dann beschlossen Gemüseladen.

[00:17:53]

Das lief dann wohl auch ganz gut. Was ich später von der Familie erfahren habe, war, er tatsächlich mehrere Läden hatte. Eigentlich hätte es der Familie gutgehen müssen, aber er hat leider auch einen Hang zum Spielen gehabt. Da ist ganz viel Geld rausgegangen.

[00:18:10]

Der Grafikdesigner Reinhard Kleist hat einen Comic über den Boxer von Auschwitz gemacht und von dem Menschen dahinter Harry Haft erzählt. Danke Ihnen dafür!

[00:18:21]

Dankeschön!

[00:18:23]

Matthias Es gab ja auch noch andere Amüsements der SS-Leute, die Sie von den Gefangenen verlangt haben. Das habe ich vorhin schon mal erwähnt, in einigen Lagern auch Orchester.

[00:18:34]

Es gab sogenannte Häftlings, Orchester, so hießen die tatsächlich, und sie spielten auf, um irgendetwas anderes zu überdecken oder eben auch, um die Lager, Bewacher und die Lagerkommandanten irgendwie zu amüsieren. Im Vernichtungslager Treblinka etwa spielte ein heftiges Orchester auf, um die Schreie aus den Gaskammern zu übertönen. Die mussten spielen, wenn die Züge angekommen sind, damit niemand Verdacht schöpfte und sich dann auch ohne Gegenwehr und ohne schlechte Gedanken sozusagen in die Gaskammern schicken ließ. Das war jedenfalls die Idee dahinter.

[00:19:02]

Ob das wirklich so gewesen ist, wage ich zu bezweifeln.

[00:19:04]

Ich finde das absolut grauenhafte Vorstellung. War das denn zumindest für diejenigen, die das machen mussten, die eben Musik machen mussten oder eben auch Boxen irgendwie von Vorteil. Gab's dafür wenigstens irgendeine Belohnung?

[00:19:16]

Ja, das muss man so sagen. Da gab es eine Belohnung. Es war eine bessere Versorgung, versprochen auf der Krankenstation. Sie mussten nicht körperliche Schwerstarbeit bis zum Tode leisten. Aber dafür mussten wir in Auschwitz ein Mädchen Orchester aufspielen, um den laga Arzt Mengele zu unterhalten. Das muss man wirklich immer wissen. Am nächsten Tag weiter seine tödlichen Experimente an Menschen machte. Sie mussten ausspülen, um Gäste über den wahren Sinn und die Absicht und den Zweck des Lagers in Auschwitz zu täuschen.

[00:19:43]

Im KZ Buchenwald etwa mussten Roma und Sinti beim Appell und beim Ausrücken zur Arbeit aufspielen. Im KZ Neuengamme wurden die Häftlinge nach der Arbeit von einem Orchester empfangen. Ich kann dazu nur sagen Alles in allem Doppelpunkt, widerlich.

[00:19:57]

Da stimme ich dir voll und ganz zu. Deutschlandfunk Stunde.

[00:20:04]

Auschwitz war das größte Konzentrationslager, und hier sind auch die meisten Menschen ermordet worden. Aber es war weder das einzige Konzentrationslager noch das einzige Vernichtungslager.

[00:20:16]

Nikolaus Wachsmann ist Historiker am Bruchweg College London und hat ein Buch geschrieben über die Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager.

[00:20:28]

Wie viele Lager hat es denn während des NS-Regimes überhaupt gegeben?

[00:20:32]

Nun, es kommt drauf an, wie man Lager definiert oder welche Lager man meint. Nazideutschland war ein Land der Lager, Lager, verschiedene Gruppen, darunter nicht angepasste Jugendliche, ausländische Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene, Sinti und Roma und viele andere Lager, die den Geist des Nationalsozialismus wie keine andere verkörpert haben. Das waren die Konzentrationslager, die sogenannten KZs, Orte Gesetzlose grenzenloser Gewalt, in denen sich fast alle der Obsessionen widergespiegelt haben. Von der Schaffung einer sogenannten Volksgemeinschaft durch die Ausschaltung von politischen, sozialen oder rassischen Außenseitern bis zur Herrschaft über Europa, durch die Versklavung oder Kolonisierung fremder Nationen von Deutschland selbst aus und hat sich dann im Lauf des Zweiten Weltkriegs über einen großen Teil des Kontinents ausgebreitet mit dem Naziterror, und zwar vom Baltikum im Osten bis zur englischen Kanalinsel.

[00:21:45]

Insgesamt hat die in der Zeit des Regimes über zwei Dutzend KZs Stammlager errichtet, Stammlager wie das erste Lager Dachau über 1100 Außenlager, die diesen Stammlager angegliedert waren und meist weiter entfernt aufgebaut worden sind, oft bei Baustellen oder Fabriken, wie zum Beispiel bei der IG Farben bei Auschwitz.

[00:22:11]

Das ist ja eine unglaubliche Zahl. Weiß man denn, wie viele Menschen in diesen Lagern umgekommen sind?

[00:22:17]

Man kann schätzen. Insgesamt etwa zwei komma drei Millionen Männer, Frauen und Kinder in diese Konzentrationslager verschleppt worden sind die meisten von ihnen. Ich würde sagen, geschätzt über 1,7 Millionen kamen in dem KZ ums Leben. Hier sind zwei Punkte, denke ich, zentral. Erstens Mal starben fast alle von diesen Opfern während des Krieges. Die KZs waren von Anfang an äußerst brutal. Aber in der Vorkriegszeit haben die meisten Gefangenen die Lager noch überlebt. Erst im Krieg haben sich die Lager zu Orten der Massenvernichtung entwickelt.

[00:23:01]

Zweitens starben mehr als die Hälfte aller Opfer der KZs in einem einzigen Lager, und dieses Lager war Auschwitz. Der Grund dafür ist, dass Auschwitz das einzige KZ war, das auch eine zentrale Rolle im Holocaust gespielt hat. Das heißt, in der systematischen Vernichtung der europäischen Juden während des Krieges 1942 ist es nämlich zu massiven Deportationen von Juden nach Auschwitz gekommen. Das Lagerbestand 938 ist 942 waren die meisten Gefangenen polnische politische Gefangene. Das änderte sich mit den Deportationen von Juden nach Auschwitz und Auschwitz wurde nun zu einer ungewöhnlichen Mischung aus Arbeits und Todeslager.

[00:23:50]

Die meisten jüdischen Opfer wurden gleich nach der Ankunft als nicht arbeitsfähig selektiert und in den Gaskammern ermordet. Die anderen wurden zur Vernichtung durch Sklavenarbeit ausgewählt und im Lager mit anderen, darunter auch nichtjüdischen Gefangenen, registriert. Insgesamt kamen in Auschwitz mindestens 1,1 Millionen Menschen ums Leben, darunter rund eine Million Juden.

[00:24:17]

Sklavenarbeit klingt danach, als hätte es so etwas gegeben wie ein Alltag in so einem Todeslager wie Auschwitz-Birkenau. Wie lief da so ein Tag ab?

[00:24:27]

Kein Tag war genau, wie der davor oder danach kam. Trotzdem gab es natürlich eine bestimmte Routine, und ein Tag begann für die Gefangenen meist und endete meist auf den Pritschen der Baracken, auf engstem Raum zusammengepfercht, mit kaum Luft zum Atmen, voller Gestank, gequält von Hunger, von Krankheiten, von Verletzungen, von Ungeziefer. Die Gefangenen wurden dann am frühesten Morgen oft, wenn es draußen noch dunkel war, aus ihren Pritschen getrieben. Mit Schreien und Gewalt von Capus und Wasser zum Trinken oder zum Waschen gab es in Auschwitz kaum, zum Essen gab es auch fast nichts.

[00:25:11]

Dann mussten die Gefangenen zum Appell marschieren, auf dem Appellplatz immer ein Ort der Qualen. Dann marschierten sie meist zur täglichen Schinderei für Sklavenarbeit, oft außerhalb des Lagers, die oft durch Gewaltausbrüche unterbrochen wurden. Wer von den Gefangenen dann abends wieder zum Lager zurückkam, nach einem weiteren Appell, der manchmal Stunden dauern konnte, der kam in den Block zurück und auf die Pritsche, und dem war es gelungen, einen weiteren Tag in Auschwitz zu überleben. Aber selbst in der Nacht konnte er oder sie mit Ruhe kaum rechnen, weil die Höllenqualen von Auschwitz haben, nie aufgehört hört.

[00:25:54]

Die waren unerlässlich. Auch nachts und nach einer Nacht wurden die Gefangenen dann wieder geweckt, und ein neuer Tag der Torturen hat angefangen. Wir sprechen ja heute über den Boxer von Auschwitz hat es noch andere ähnliche Schicksale wie die dieses Mannes gegeben?

[00:26:14]

In den Konzentrationslagern hat kein Schicksal genau einem anderen geglichen. Wir kennen ja die Fotos von Gefangenen in den gestreiften Uniformen, die oft identisch aussehen. Aber unter diesen Uniformen hat doch jeder das Lager anders erlebt, geprägt von ganz verschiedenen Faktoren wie Nationalität, Geschlecht, Religion, Alter, Politik und eben auch dem Beruf oder anderen Fähigkeiten oder Talenten, die Gefangene von ihrem Leben draußen ins Lager gebracht haben, die es ihnen vielleicht ermöglichen konnten, eine bessere Stellung zu erlangen oder etwas mehr Essen zu bekommen und so vielleicht ihr Leben etwas zu verlängern.

[00:26:59]

In sehr seltenen Einzelfällen konnten diese Talente sportliche Talente sein wie Boxen. Sehr viel häufiger waren es andere berufliche Erfahrungen, wie zum Beispiel in Fällen von Medizinern in Auschwitz und anderen Lagern hat im Laufe des Krieges immer mehr Häftlinge als Pfleger und ärzte herangezogen. Diese Arbeit als Häftlings, Arzt oder Erste war selbstverständlich furchtbar wegen der katastrophalen Verhältnisse und wegen dem tödlichen Terror. Gleichzeitig hat sie aber doch den Gefangenen selbst eine sehr viel größere Chance zum überLeben geboten und auch die Möglichkeiten, möglicherweise anderen Mitgefangenen zu helfen.

[00:27:42]

Mussten Sie denn auch an Experimenten wie den von Herrn Mengele mitarbeiten?

[00:27:48]

In seltenen Fällen war dies der Fall. Die meisten Gefangenen aber haben in der Ambulanz gearbeitet. In anderen Räumen der sogenannten Häftlinge bauten sie fast ohne Medikamente und unter der brutalen überwachung der erste Versuchen mussten, wenigstens einige Leben zu retten, sagt Nikolaus Wachsmann.

[00:28:15]

üBer die nationalsozialistischen Konzentrationslager gesprochen Danke Ihnen für diese eindrücklichen Informationen.

[00:28:22]

Henry Maske ist einer der deutschen Boxer, die diesen Sport hier bei uns in den 1990er Jahren so richtig berühmt und beliebt gemacht haben. Er ist unter anderem Olympiasieger im Mittelgewicht und Boxweltmeister im Halbschwergewicht und ist damit sozusagen prädestiniert dafür, mit uns über den Boxer von Auschwitz zu reden.

[00:28:41]

Herr Maske, schönen guten Tag, hallo.

[00:28:44]

Kannten Sie die Geschichte von Harry Haft? Und wenn ja, hat Sie die berührt?

[00:28:49]

Ich kannte sie bis zu einem gewissen Zeitpunkt nicht. Sie haben mich darüber aufgeklärt, und selbstverständlich habe ich mich damit auch beschäftigt und habe es auch als ausgesprochen empfunden, schon weil man kennt es ja von Wettkämpfen. Man kann das früher von den Gladiatoren ja auch so beschrieben, dass er, um zu überleben, den Kampf gewinnen musste. Geglücktes aber vielen anderen nicht.

[00:29:18]

Haben Sie aus diesen Gladiatoren kämpfen oder kämpfen in Ihrer Karriere irgendwelche Rückschlüsse gezogen?

[00:29:26]

Nein, das hat er überhaupt keine Zusammenhänge für mich persönlich. Für mich war mein Sport, den ich betrieben habe, immer Sport oberhalb der Gürtellinie. Selbstverständlich gehört auch eine gewisse Härte dazu. Selbstverständlich wird man dabei auch getroffen, was man grundsätzlich vermeiden will. Um zu gewinnen, muss man den anderen treffen. Na klar. Und da passieren Dinge, die nicht immer so geplant sind. Aber das ist mir wichtig. Steht ein Mann, der Dritte im Bunde, im Ring mit einem weißen Anzug im Zweifel und achtet darauf, dass alles legitim bleibt?

[00:30:03]

In der Regel passiert das auch genauso. Hat nichts mit dem zu tun, was auch ein Harry Haft sicherlich erfordert.

[00:30:11]

Aber wenn sie dann getroffen werden, dann kann es ja auch mal zu extremen Verletzungen kommen. Ist das immer so ein bisschen bei Ihnen im Hinterkopf gewesen?

[00:30:21]

Nein, das ist nicht vordergründig und auch nicht im Hinterkopf gewesen. Selbstverständlich. Diese Verpflichtung hat man als jemand, der irgendwann mal Dinge tut, wo Gefahren lauern könnten. Hat man die Verpflichtung, dafür zu sorgen, sich bestmöglich vorzubereiten? Natürlich. Die Vergangenheit zeigt es immer wieder. Man hat keine Garantie, aber die Chance, dass es passiert, so gering wie möglich zu halten, das ist keine Verpflichtung. Und je nach Leistungsniveau, muss man ja gestehen, passiert es immer seltener.

[00:30:55]

Und die, die möglicherweise nicht die Qualität haben, kommen auch nicht ins Ziel bzw. oben an. Und nochmal Es hat nichts mit dem zu tun, was ein Hintergrund war. Beispielsweise in der Zeit, die Harry liebte, und er selbst ausgebildet durch einen Trainer, dann irgendwann in dieser Zeit, in dieser Auseinandersetzung. Ich will nicht Wettkampf, das ist ja eine Auseinandersetzung im Zweifel oder im wahrsten Sinn des Wortes um Leben und Tod.

[00:31:24]

Sie würden ja in der DDR geboren und haben dort auch Ihre Karriere begonnen. Wurden Sie da auch noch einmal in besonderer Weise mit der jüngeren deutschen Geschichte konfrontiert?

[00:31:34]

Das sind zwei verschiedene Sachen. Natürlich habe ich in der DDR das Leben als Sportler genießen können. Ich hab damit begonnen, habe die Möglichkeiten gehabt und habe auch die Chance bekommen, anhand von geschaffenen Voraussetzungen international erfolgreich zu sein.

[00:31:53]

Das, was Sie fragen, hat ja nichts mit dem Sportler und Sportlerinnen der DDR zu tun, sondern wir sind alle zu DDR-Zeiten sehr wohl gerade zu diesem Thema sehr sensibilisiert worden. Da gab es eine Schule, Unterricht zuhauf, Nachmittage, Appelle, Auschwitz, Besuche und dergleichen. All die Dinge gab es, und natürlich hat man auch über Juden gesprochen. Sehr sensibilisiert auf uns gewirkt, und es ist nicht nur bei mir nachhaltig etwas sehr intensiv geblieben.

[00:32:27]

Wie war das damals für Sie, als Sie in Auschwitz waren? Das war ja der Ort, an dem Harry Haft eben auch geboxt hat.

[00:32:34]

Ich glaube, ich war nicht der einzige. Atem stockte, wo man nicht ARD konnte, wo man Unverständnis hatte. Je nach Alter, ja nachvollziehen überhaupt versucht wurde. Wie kann es möglich sein, dass der Mensch, der ich bin, dazu befähigt ist? Genau in dieser Art zu handeln? Vielleicht am Anfang, überraschend später mit dem Bewusstsein, es wieder zu tun. Und? Es zu unterstützen und zu begleiten, dass Menschen wie Sie und ich derartig dahinvegetieren bis zum Lebensende manche haben es geschafft, gehört dazu und hat eine Geschichte in sich, die mit einem Menschenleben nun wirklich gar nichts zu tun hat.

[00:33:26]

Der ehemalige Weltmeister und Olympiasieger im Boxen, Henry Maske, hat uns von seiner Verbindung zwischen der jüngeren deutschen Geschichte und dem Boxen erzählt. Vielen Dank Ihnen für die persönlichen Einblicke sehr gerne.

[00:33:43]

Jetzt ist der Nationalsozialismus ja eine Epoche in der Geschichte, die wirklich behandelt wird. Zu Recht? Meiner Ansicht nach. Und auch wir haben schon einige Sendungen zu Themen aus der Zeit gemacht und uns dann auch gefragt, ob wir dieses Kapitel in unserer Gesellschaft ausreichend diskutiert und verarbeitet haben.

[00:34:03]

Matthias Haben wir die Vernichtungslager und den Holocaust denn auch ausreichend behandelt?

[00:34:10]

Wenn du mich persönlich fragst, ich würde das mit Ja beantworten. Es gibt Leute, die sagen, wir haben es viel zu viel gemacht. Es gibt also Leute, die sagen, wir haben viel zu wenig gemacht. Wird man vermutlich nie auf einen Nenner kommen. Aber ich will mal so sagen Ein Staat, der mit allen seinen exekutiven Legislative und Judikative und das ist in der Summe eine ganze Menge Jagd macht auf eine vorher definierte Gruppe von Menschen. Das ist derartig unvorstellbar auch heute für uns unvorstellbar, selbst wenn wir Leid und Elend und Diktaturen in anderen Ländern heute sehen.

[00:34:40]

Da fehlt uns jede Form von Begründung. Wir können das tatsächlich nicht nachvollziehen, weil es vollkommen willkürlich ist, und deswegen stehen wir vor einem großen Rätsel. Und deshalb weiß ich nicht, ob man das überhaupt verstehen kann, das, was da passiert ist. Aber darüber reden müssen wir auf jeden Fall.

[00:34:55]

Da bin ich ganz bei dir. Ich bin eine von denen, die es nicht verstehen kann. Aber das hab ich ja schon gesagt. In der nächsten Sendung sprechen wir wieder von positiveren Dingen, von einer Entspannung im Kalten Krieg, von Annäherung und friedlicher Konfliktlösung. Es geht dann um die Schlussakte von Helsinki, die 1975 unterzeichnet wurde und die Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit OSZE in Europa etabliert hat.

[00:35:24]

Das nächste Mal war eine Stunde. Jeden Montag um 20 Uhr auf Deutschlandfunk.