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[00:00:05]

Herzlich willkommen zum Nachrichtenportals Ende neunzig komma drei. Mein Name ist Malka Nielsen.

[00:00:11]

Hallo, Stigmatisierten, ein Stück weit. Ich möchte mich jetzt nicht auf die Straße stellen und die Geschichte erzählen. übrigens ist die Klasse meines Sohnes geschlossen worden.

[00:00:22]

Ja, was passiert, wenn Eltern eine Nachricht aus der Schule bekommen? übrigens Da gibt es ein Kind, das am Covic 19 erkrankt ist. In der Klasse Ihres Kindes. Darum geht es heute bei uns außerdem. Es gibt ein neues, ein weiteres Coruna, Testzentrum am Hamburger Flughafen. Und der Hamburger Triathlon kann doch stattfinden. Allerdings nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt haben. Heute ist Montag, der 17. August 2020 der Tag, die Stadt, die Infos von NDR neunzig komma drei.

[00:00:56]

Als ich vor ein paar Wochen am Hamburger Flughafen war, da dachte ich echt, mich trifft der Schlag. So leer habe ich den Hamburger Flughafen wirklich noch nie erlebt. Geschäfte waren geschlossen, es war kein Mensch unterwegs. Die Terminals kamen mir vor wie kleine Geisterstädte. Ganz anders am vergangenen Wochenende. Da war es voll voll mit Menschen, die sich angestellt haben, um sich auf Covic testen zu lassen. Denn seitdem Spanien und Mallorca zum Risikogebieten erklärt wurde, war das notwendig.

[00:01:27]

Seit heute gibt es einen Probelauf für ein neues Testzentrum. Und für wen das ist, das hat uns der Sprecher des Zentrums erklärt, Volkmar WSA.

[00:01:36]

Wir wenden uns an alle diejenigen, die ein Risiko Land oder woanders hin fliegen wollen und für diese Reise ein Attest brauchen oder aber auch aus privaten Gründen einen PCA Test brauchen, weil sie vielleicht mit anderen wieder Sport treiben wollen oder andere Dinge. Wir bieten zwei verschiedene Varianten an einmal unsere Standards Prozessführung. Da bekommen Sie das Ergebnis innerhalb von 24 Stunden. Der kostet 59 Euro. Zum zweiten ein Test war das Ergebnis innerhalb von sechs Stunden vorliegt. Der kostet 139 Euro.

[00:02:09]

Und einer, der es wirklich erlebt hat, wie es am Wochenende zugegangen ist, ist mein Kollege Dietrich Lehmann, der sich jetzt auch viel mit den Testzentrum beschäftigt hat. Dietrich Schildere doch mal, wie der aussah am Wochenende.

[00:02:22]

Es war wirklich eine sehr, sehr lange Schlange, die sich vor dem Terminal Tango bis in die eigentlichen Terminal Bereiche hineinzugehen. Mehrere Leute hintereinander wird die Familie mit Kind und Kegel und Koffer in mehrstündigen Flug hinter sich hatten und dann auch noch einmal zwei, drei, manchmal auch vier Stunden dort stehen mussten und warteten auf ihren Coruña Test. Besonders dramatisch da war es wohl auch am Abend. Dann war absehbar, dass Coruña testzentrum muss, irgendwann aus Arbeitsschutz Gründen auch zumachen bis 23 Uhr normalerweise geöffnet.

[00:02:54]

Aber es wurde auch noch länger aufgehalten. Und da man immer noch Menschen vor der Tür hat, das Rote Kreuz dann vertrösten müssen, morgen wiederkommen. Heute geht es leider nicht mehr.

[00:03:02]

Nun ist das Geschehen in der Stadt, wenn man sich nur mal die Zahlen anguckt, heute 14 Neuinfektionen, nicht sonderlich dramatisch im Vergleich zur Vorwoche. Aber diese Zahlen müssen wir immer so ein bisschen mit Vorsicht genießen. Am Montag, weil nicht alle Gesundheitsämter der Behörde gemeldet haben und weil es da noch dieses Software-Update gab, das ein bisschen die Meldung verzögert. Aber sag mal, deine Einschätzung Kann das durch ein neues Testzentrum, wie es jetzt am Hamburger Flughafen installiert wird und privat bezahlt werden muss, wieder eindämmen?

[00:03:33]

Ja und nein.

[00:03:34]

Ein Teil mag sicherlich sein. Wobei man auch beachten muss Die Reise Rückkehr machen. Nur einen Bruchteil der wirklichen Neuinfektionen der nachgewiesenen Neuinfektionen aus. In der vergangenen Woche war es ungefähr so ein Drittel Bahnreise. Rückkehrer und die anderen haben sich hier vor Ort irgendwie angesteckt, häufig bei Familienfeiern oder in Familienverbänden.

[00:03:56]

Dazu muss man vielleicht auch noch dazusagen So ein Test, wenn man zurückkommt. Alleine bei der Rückkehr, wenn man direkt aus dem Flieger steigt, der sagt doch zumindest relativ wenig aus. Er sagt In diesem Moment hat man keine Infektion, aber man kann sich ja wirklich auch erst vielleicht auf dem Rückflug oder bei der Abschiedsfeier mit Freunden vor dem Rückflug angesteckt haben. Und dann dauert es aber ein paar Tage, das wirklich nachweisen kann. Deswegen gibt es auch die Forderungen von verschiedenen ärzteverbände, die sagen Eigentlich müsste man nach fünf Tagen nochmal testen.

[00:04:26]

Aber das ist bislang nicht vorgesehen.

[00:04:28]

Vielen Dank Dietrich Lehmann. Wir haben es gerade gehört. Auch Tage nach der Rückkehr kann man natürlich noch positiv getestet werden. Und das ist eine Sorge, die jetzt auch viele Eltern umtreibt. Bei Marie Rösch, Fachärztin für Innere Medizin, steht jedenfalls das Telefon nicht mehr still.

[00:04:45]

Die haben einfach Angst, dass ihr Kind krank ist und deswegen jetzt nicht nur kleine, sondern auch relativ viele so 15, 16 jährige irgendwie gehabt, die einfach so ein bisschen Hals kratzen haben. Dann kommen sie sofort alle.

[00:05:00]

Ja, und mein Kollege Nils Kinkel. Mutter gesprochen, deren Schule in der Nähe liegt. Sie wurde von der Schule gewarnt, dass ein Kind in der Klasse ihres Kindes an Covic 19 erkrankt wäre. Die Kinder der gesamten Klasse haben dann auf dem Schulhof gewartet, dass ihre Eltern sie abholen kommen. Das Kind wurde getestet. Alles gut. Aber ein mulmiges Gefühl, das hat die Mutter meinem Kollegen erzählt. Das bleibt trotzdem aus mehreren Gründen.

[00:05:27]

Das stigmatisiert so ein Stück weit. Ich möchte mich jetzt nicht auf die Straße stellen und die Geschichte erzählen. übrigens ist die Klasse meines Sohnes geschlossen worden, weil ich ziemlich sicher wäre, dass alle zwei Schritte zurücktreten, ohne dass es einer weiß, wie es richtig funktionieren kann.

[00:05:43]

Diese Unsicherheiten, die viele Eltern jetzt bewegt, in dieser Zeit so richtig nachvollziehen, kann Schulsenator Ties Rabe aber nicht.

[00:05:51]

Wir haben den Schulen mittlerweile Richtlinien, Regeln auch für den Fall A und B und C und D an die Hand gegeben. Ich glaube, insgesamt sind da 1000 Seiten, und wir haben Fragen erörtert von der Frage Wie groß ist der Abstand beim Blockflöten? Unterricht zwischen den Kindern? Und wie hält es sich mit der Maske, wenn man draußen auf dem Pausenhof ein Butterbrot isst und so weiter und so weiter?

[00:06:13]

Maske auf dem Pausenhof und das bei diesen Temperaturen? Ich weiß, es muss sein. Aber die Schüler tun mir echt leid. Ich gehe jetzt mal rüber zu meinen Kollegen vom Sport, genauer gesagt zu Matthias Steiner. Denn ich habe gehört, der hat eine ganz tolle Nachricht.

[00:06:32]

Mensch, bei dir ist das ja auch so heiß, dass es echt unfassbar, aber dafür funktioniert hier der Flurfunk, wenn schon nicht die Klimaanlage und der Ventilator. Ich habe gerade von einer Kollegin erfahren, sie hatte sich im Garten gesehen, und du hast eine ganz tolle News. Und jetzt muss ich echt sagen, dass schockt mich.

[00:06:48]

Naja, wir Sportler sind echt froh, dass es doch noch irgendwas gibt, was stattfindet. Und wir haben gerade aus einer wirklich sicheren Quelle erfahren, dass der Triathlon zumindest der Profis am 1. September Wochenende im Hamburger Stadtpark stattfinden soll. Das Ganze natürlich ohne Zuschauer. Wo man das machen kann. Der Ort karrten sie wurde ausgemessen, ob man das da machen kann. Aber man hat sich jetzt wohl mit der Stadt geeinigt, dass das im Stadtpark funktioniert, das im Stadtpark See geschwommen wird, das am Südring Rad gefahren wird und das um den Stadtpark herum die Profis, nur die Profis dann laufen dürfen.

[00:07:21]

Und diese Profis? Ich kann mir vorstellen, dass viele von denen auch Angst haben, tatsächlich bei solchen Großveranstaltungen zu sein. Wie sichern die sich denn jetzt ab?

[00:07:28]

Die Profis selber haben, glaub ich, überhaupt keine Angst, weil die Nachverfolgung ist ja komplett möglich, weil die alle gemeldet sind. Es werden ja nur ganz, ganz wenige Menschen da sein, eben nur die Profis, keine Zuschauer. Und von daher ist das für die, glaub ich, überhaupt kein Problem. Und die sind alle unheimlich froh, dass sie wenigstens ein Wettkampf in diesem Jahr machen können.

[00:07:46]

Keine Zuschauer. Aber für uns Hamburger irgendwie nicht so wirklich wichtig, ob der hier stattfindet oder nicht.

[00:07:52]

Aber ich glaube schon, denn das Fernsehen wird live übertragen. Die ARD wird live am Start sein, und dadurch werden natürlich unheimlich. Tolle Bilder aus dem Stadtpark vom Triathlon im Stadtpark, von der Profi Weltmeisterschaft im Mixed und von den Sprintrennen bei den Frauen und bei den Männern in die Welt übertragen.

[00:08:10]

Der Triathlon kann doch in Hamburg stattfinden, und zwar im Hamburger Stadtpark. Ich danke dir für diese Information.

[00:08:19]

Es wird wieder neue Fahrradwege geben.

[00:08:21]

Fahrradstraßen, so nennt sie die Verkehrsbehörde an der Außenalster im Stadtteil Uhlenhorst werden sie abhalte gebaut. Das heißt, auf 1,3 Kilometern Länge stehen deswegen Stück für Stück Vollsperrung für den Autoverkehr an. Außerdem wird ab heute die S-Bahn-Station Ottensen gebaut. Für 27 Millionen Euro entsteht ein zusätzlicher Halt zwischen Altona und Bahrenfeld. Auf der Linie 1. Schwierig wird es für Autofahrer, denn ab heute wird die Bahrenfeld der Straße am S-Bahnhof Bahrenfeld voll gesperrt. Bis zum November. Und eine ganz andere Meldung betrifft den Sport.

[00:09:01]

Die Initiative Unser Fußball hat heute in Frankfurt eine Erklärung abgegeben. Sie fordern, dass das Fußball Profigeschäft reformiert wird. Unter anderem sollen die Spielergehälter begrenzt werden, und Investoren sollen weniger Einfluss nehmen. So wie vor der Krise soll es auf keinen Fall weitergehen, fordern sie. Justus Pelzer, der die Fans beim FC Sankt Pauli betreut, betont ebenfalls, dass die Vereine jetzt ganz dringend handeln müssen.

[00:09:26]

Es ist schon so, dass wir da zusammen ein Papier mit dem Verein erarbeitet haben, wo wir denken, dass der Fußball moderner oder besser oder vor allem gerechter werden kann. Man sieht ja schon, es wenden sich schon Leute von dem Fußball ab oder vom Fußball gar nicht, sondern vom Profifußball und gehen eher in die unteren Ligen, weil sie sich da irgendwie noch mehr den echten Fußball versprechen.

[00:09:52]

Jeden Morgen, wenn ich zur Arbeit fahre ich unter der Hamburger Stirn, drücke durch, und ich denke mir jedes Mal. Sie sieht eigentlich alt aus, aber auch schön. Ich mag sie. Und ähnlich scheint es auch Hamburgs Denkmal Rat der Denkmal Vereinen und der Bund Deutscher Architekten zu sehen. Denn die wollen die Brücke erhalten. Jetzt gibt es auch ein Gutachten, das heute präsentiert auf einer denkwürdigen Pressekonferenz in Wien, mein Kollege Reinhard Posselt gerade gesagt hat. Was besagt das Gutachten?

[00:10:21]

Unter der Brücke wurde uns das Gutachten gezeigt. Es stammt von der Kulturbehörde aus dem Jahr 2018. Es ist ein städtisches Gutachten, und da steht tatsächlich drin, dass die Brücke nicht komplett abgerissen werden muss, sondern dass man viele Teile ersetzen kann. Und dann wurde es ein bisschen kurios, weil die Initiatoren der Pressekonferenz, Christina Sassen, die Chefin vom Denkmal Verein, die sagte uns, die Brücke könne noch 50 Jahre so stehenbleiben, das stehe im Gutachten drin. Nur ein Gutachten reingucken?

[00:10:50]

Dann stand er wörtlich. Im Ergebnis wurden für die Träger eine Nutzungszeit von 17 Jahren ermittelt und für die am meisten beanspruchte Stelle der Brücke. Das ungünstigste Ergebnis sei nur eine Nutzungsdauer von neun Jahren.

[00:11:03]

Das hat sie also so formuliert beziehungsweise in dem Gutachten geschrieben. Vielleicht auch, weil sie die Brücke ja eigentlich erhalten möchte.

[00:11:11]

Genau das ist natürlich durchaus Interesse geleitetes Verhalten, wie man so schön sagt. Sie möchte die Brücke halten, und das Gutachten ist ja auch spannend. Es wurde bisher unter der Decke gehalten. Aber man kann nicht sagen, alles kann sich 50 Jahre noch halten, sondern Teile müssen eben ausgebaut werden. Und das ist sicher auch für den Verkehr ein Problem. Auch da etwas Kurioses Ganz bei Pressekonferenzen kann man normalerweise alles fragen, was man will. Aber hier hat Christina Sassen scheint, wie gesagt, vom Denkmal Verein gesagt.

[00:11:38]

Es gibt zwei Punkte, über die reden wir hier, nicht über die Verkehrs Sperrung, wenn die Brücke neu gebaut oder saniert wird. Und wir reden auch nicht über die Idee der Stadt, eine riesen Brücke aus Stahl dahin zu bauen. Da wollen wir nicht drüber reden. Also so eine Art Sprechverbot.

[00:11:52]

Und noch etwas anderes meinte vor kurzem Vorbeigehen. Was auch ein bisschen komisch ist, gehört wahrscheinlich jetzt dazu. Zu Coruna Zeiten, wie es die abgelaufen. Die Pressekonferenz ist immer noch. Man sitzt da, und dann sitzt ein Redner und erzählt anderen Alles ist jetzt nicht so. Oder?

[00:12:06]

Nein, wir bekamen ein paar Zettel in die Hand gedrückt, mit Stellungnahmen. Und dann hieß es. Suchen Sie sich mal ein Ansprechpartner. Sie waren natürlich alle da. Das waren auch hervorragende Ansprechpartner vom Bund der deutschen Architekten, vom Denkmal Rat, vom Denkmal Verein, von der Hafencity Universität. Aber wir mussten eben selber von Mensch zu Mensch gehen. Mit unseren Mikrophonen stangen. Man darf sich nicht zu nahe kommen und dann die Dinge abfragen.

[00:12:27]

Von Mensch zu Mensch, was du da so erfahren hast, kannst du daraus eine Einschätzung ableiten, ob diese Brücke jetzt erhalten bleibt oder nicht?

[00:12:33]

Ich glaube, das ist wirklich eine der schwersten Antworten, fast so schwer, wie die Lottozahlen vorauszusagen. Aber eins steht fest Die Brücke muss nicht unbedingt abgerissen werden. Das hat uns die Bahn und hat uns die Verkehrsbehörde als Journalisten noch vor drei, vier Monaten gesagt. Und es gibt immer mehr Zweifel daran und vor allen Dingen Die Verkehrssteuerung werden wohl länger. Dankeschön für diese Einschätzung. Reinhard prustet.

[00:12:58]

Schön frisch war es genau heute vor 60 Jahren, als die Beatles ihren ersten Auftritt in Hamburg hatten. Regnerisch, bewölkt, 14 Grad so kann man sich das vorstellen, als die Jungs aus Liverpool über den Kiez zum Indra gingen und dann versuchten, die einzige Regel zu beherzigen, die ihnen Berns Koschmieder mitgab.

[00:13:18]

Macchia macht. Schaut Sidney Show ab, sagte der Geschäftsführer des Clubs. Die Leute hereinkam und guckten, was das Bier kostete, sollte sie eine irre Bühnenshow anlocken. Also sprang und humpelte wir die ganze Zeit rum.

[00:13:32]

Wir machten im Anschluss an die Show, mussten die armen Jungs zurück in ihre Absteige, ins Bambi Kino neben das herrenclub.

[00:13:41]

Der Rest ist Legende. Das ist morgen in Hamburg los. Der handfeste Streit um ein Chemicals im Kleingarten landet als Anklage wegen Körperverletzung vor Gericht. Außerdem diskutiert Bürgermeister Peter Tschentscher mit der Norddeutschen Wohnungswirtschaft über das Bauen in Coruna Zeiten. Und Olivia Jones stellt einen neuen Bus vor. Ja, das war es mit unserem Podcast Hamburg heute. Ich hoffe, es hat Ihnen gefallen. Wenn Sie wollen, können Sie mir schreiben. Anregungen und Kritik, Ideen, themenvorschläge. An Hamburg holte er Punkte.

[00:14:15]

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Montagabend bis morgen.

[00:14:19]

Hamburg, heute von NDR neunzig komma drei.

[00:14:22]

Wir sind Hamburg.