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[00:00:05]

Herzlich willkommen vom Nachrichtenportals von Ende neunzig komma drei. Mein Name ist Mike Nielsen in Halle. Das ist ein sehr guter Tag. Ein Tag, an dem man dankbar sein kann. Ein Tag, auf den man stolz ist. Und ich bin beides dankbar und stolz.

[00:00:19]

Und mit diesen guten Gefühlen starten wir heute in unseren Podcast. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Kanzler Maschine bei Airbus abgeholt. Außerdem sprechen wir heute über das Für und Wider von Homeoffice. Und beim HSV gibt es wahrscheinlich richtig Streit. Heute ist Donnerstag, der 20. August 2020 der Tag, die Stadt, die Infos von NDR neunzig komma drei.

[00:00:48]

Als es losging mit der Coruna Krise und es sich so langsam abzeichnete, dass das auch Auswirkungen haben würde auf Beschäftigte in der Luftfahrtbranche. Da habe ich persönlich sogar mitbekommen, weil Nachbar von mir bei Lufthansa Technik arbeitet und eine andere Freundin bei Airbus. Und dann kamen die Hiobsbotschaften von Airbus 2200 60 Stellen sollen allein in Hamburg abgebaut werden. Aber heute gab es mal so richtig gute Nachrichten für die Luftfahrt Beschäftigten. Denn Annegret Kramp-Karrenbauer hat sozusagen die Merkel Air Force geholt. Ein A 350 aus der Airbus Familie und mein Kollege Dietrich Lehmann war dabei.

[00:01:28]

Wie waren deine Eindrücke von der Feier?

[00:01:29]

Corona Bedingt ist natürlich alles heutzutage, mit Abstand mit Masken. Und das ist schon ein bisschen skurril. Wenn dann, da die Luftwaffengeneral und die Piloten der Luftwaffe da sitzen, mit ihren blauen Uniformen und alle Masken tragen. Und dann war das Marine Musikkorps dann auch nur ein abgespeckter Besatzung spielt. Aber immerhin gab es ein lustiges Lied bei der übergabe. Ich fand es skurril, nämlich die Titelmusik aus Die tollkühne Männer in den fliegenden Kisten gleich erinnert sich einige noch an den Film.

[00:01:59]

Das wurde zum Höhepunkt der ganzen Zeremonie gespielt.

[00:02:03]

Ja, die alten Flieger der Bundeswehr haben ja auch schon mal für ordentlich gespitzt gesorgt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist mal mit einer Maschine in Afrika gestrandet. Bundeskanzlerin Angela Merkel kam zu spät zu einem Termin. Aber wenn man das Lob von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hört, dann möchte man doch davon ausgehen, dass sich so etwas nicht mehr wiederholt.

[00:02:24]

Ich freue mich auf jeden Fall auf diesen neuen Flieger. Er wird die modernsten Standards auch an Anforderungen an Umwelt Anforderungen erfüllen. Wir sind damit in der Lage, nonstop zu allen Hauptstädten der G20-Staaten zu fliegen. Wir sind damit die Bundesregierung, die Staatsregierung, die das modernste Flugzeug der Welt in ihrer eigenen Flotte hat. Das ist ein sehr guter Tag, ein Tag, an dem man dankbar sein kann. Ein Tag, auf den man stolz ist. Und ich bin beides dankbar und stolz.

[00:02:54]

Du hast ja auch mit einem Piloten gesprochen, und der Pilot hat die Maschine wie folgt beschrieben.

[00:03:00]

Man sieht also eine Generation weiter, wenn Sie sich ein neues Auto kaufen und das nächste Modell davon zwei Generationen Sprünge kann man ungefähr vergleichen zwischen den beiden Luftfahrzeugen.

[00:03:09]

Die Hiobsbotschaften, die wir aber in letzter Zeit aus der Luftfahrtbranche gehört haben, werden die durch so einen Großauftrag jetzt abgemildert. So sieht es jetzt besser aus für die Luftfahrt Beschäftigten dadurch, dass es diesen Großauftrag gibt.

[00:03:23]

Diese Regierungsmaschine und die Luftwaffe hat ja erst letzte Woche nochmal zwei andere Maschinen dazu geordert, die auch für Evakuierungspläne eingesetzt werden. Die machen jetzt insgesamt nicht so viel beim Volumen aus. Bei Airbus ist das erfreulich. Man ist ganz froh, wenn man da irgendwie mal so einen Auftrag dazwischen hat. Und Lufthansa Technik hat auch durchaus länger mit einer zu tun. Da wird auch mal anderthalb Jahre daran gearbeitet. Aber es ist jetzt nicht so, dass das wirklich sehr viel Beschäftigung sichert an diesem geplanten Stellenabbau sowohl bei Airbus als bei Lufthansa Technik wird das nicht viel ändern.

[00:03:54]

Dankeschön! Dietrich Lehmann Airbus ist von der Krise ordentlich durcheinandergewirbelt worden. Wie überhaupt jedes Unternehmen weltweit. Bei neunzig komma drei haben auch viel darüber diskutiert, wie wir eigentlich arbeiten wollen, wollen und können wir zu Hause bleiben, brauchen den Austausch mit den Kollegen. Ich persönlich finde ja. Aber das muss natürlich auch jeder für sich selbst entscheiden. Und die Unternehmen müssen es möglich machen, weil uns das immer wieder beschäftigt hat, haben wir heute mal eine Umfrage durchgeführt? Wir haben Zuhörerinnen und Zuhörer aufgerufen, sich dazu zu melden.

[00:04:28]

Und wir haben auch eine Umfrage in der Stadt gemacht.

[00:04:31]

Ich muss sagen, es hat beides seine Vorteile. Zu Hause spart man sich natürlich den Arbeitsweg zur Arbeit, je nachdem, wie weit die Entfernung dann natürlich ist da der persönliche Kontakt mit den Kollegen, zum anderen natürlich Geschäftspartnern, weswegen ich doch schon ganz froh bin, wieder ins Büro zu können, weil ja auch die Ausstattung im Büro wesentlich angenehmer ist.

[00:04:53]

Bei mir kommt es zu 90 Prozent nicht in Frage, da ich am Empfang sitze und wir natürlich schlecht die Tätigkeiten am Empfang zu Hause ausführen können.

[00:05:02]

Beim. Zwei Tage zuhause, weil man zusammen mit Menschen arbeiten kann, im Büro sich austauschen kann und gleichzeitig die Vorteile vom Homeoffice hat.

[00:05:11]

Ich finde, das ist eine tolle Sache, die jetzt bis Ende des Jahres bei uns genehmigt, zuhause mobil zu arbeiten. Dennoch ist natürlich der Küchentisch und Stuhl nicht das optimale Arbeiten. Aber ich finde das schon gut, so flexibel zu sein.

[00:05:25]

Ich bin kein großer Freund vom Homeoffice, und ich glaube, es wird auch auf Dauer keine große Zukunft haben. Es wird sicherlich Teile geben, die immer gerne den Fahrweg sparen wollen. Viele haben es aber auch genutzt, um ihre Garage fertig zu machen, ihren Garten zu machen, dann doch mal irgendwie nebenbei die liegengebliebenen Zimmer zu streichen. Diese Zeiten sind vorbei. Es gibt auch genügend Leute, die im Endeffekt ja schon wieder zurückkehren, weil sie vereinsamen. Ich glaube nur nicht, dass jetzt alle einfach immer zuhause bleiben.

[00:05:54]

Das wird nicht funktionieren. Die Hamburger Klima Aktivistin Luisa Neubauer hat heute bei Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgesprochen. Ihre Kritik Deutschland ist nicht auf dem Weg, das Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Die Klimakrise, meinte sie schon im Vorfeld, wird nirgendwo richtig ernst genommen.

[00:06:13]

15 Jahre lang regiert, das wäre ein Zeitraum gewesen, den wir gebraucht hätten, um die Emissionen zu reduzieren und Deutschland auf Paris zu bringen. Jetzt ist die große Frage Was kann in diesem letzten Jahr noch gemacht werden? Und das müssen wir diskutieren.

[00:06:25]

Und gemeinsam mit Greta, Trümmerberg und zwei belgischen Klima Aktivistinnen fordern sie, dass europäische Regierungen jetzt handeln müssen, um gegen ein Problem vorzugehen, das ihrer Meinung nach mehr Jobs gefährdet als die Coruna. Krise? Ceta? Timmerberg hat übrigens ein kleines Jubiläum heute zu feiern. Heute, vor genau zwei Jahren, hat sie sich zum ersten Mal vor den Reichstag in Stockholm gestellt und gegen den Klimawandel protestiert.

[00:06:52]

Und jetzt eine Nachricht für Menschen, die gern Urlaub machen wollen oder die gern Konzerte besuchen. Wir haben heute nachgefragt, wie man sich am besten verhalten soll, wenn man eine Reise in ein Land gebucht hat, das im Nachhinein als Risiko Gebiet eingestuft wurde. Die Verbraucherzentrale Hamburg rät Urlauber, die jetzt stornieren wollen, sollen auch hartnäckig bleiben und sich im Zweifel nicht mit Gutscheinen abwimmeln lassen. Außerdem sind ja ganz viele Konzerte und Veranstaltungen ausgefallen. Auch hier dürfen die Veranstalter einen Gutschein ausstellen.

[00:07:22]

Wir haben nochmal nachgefragt bei dem großen Hamburger Konzertveranstalter und Funke Media Karsten Jahnke und Scorpio. Und die haben uns bestätigt. Inzwischen haben sie für die meisten Konzerte Ersatz, Termine organisiert, und die Tickets behalten ihre Gültigkeit. Und jetzt noch eine Nachricht aus dem Hamburgischen Oberverwaltungsgericht Das hat entschieden, dass Abschiebungen aus Flüchtlingsheimen ohne richterlichen Beschluss illegal sind. Die kirchliche Hilfestellung Fluchtpunkt hatte 2009 nämlich im Fall eines irakischen Ehepaars und seiner zwei Kleinkinder gegen genau dieses Vorgehen geklagt und recht bekommen.

[00:07:59]

Das Gericht begründete das Urteil damit, dass auch eine Flüchtlingsunterkunft eine Wohnung ist. Und diese steht unter dem Schutz des Grundgesetzes.

[00:08:08]

Was wäre der HSV ohne Grabenkämpfe? Die Spielzeit hat noch nicht mal angefangen, und trotzdem gehts jetzt schon zur Sache. Ich frage mal meine Kollegin Britta Kieran, die sich seit vielen Jahren nochmal.

[00:08:20]

Ach ja, ich glaube, es sind schon fast 30 Jahre, 30 Jahre. Oki, seit 30 Jahren beschäftigst, und ich bin immer noch normal. Ich bin nicht verrückt. Was ist da diesmal los?

[00:08:35]

Ja, es geht um ganz viel Geld.

[00:08:37]

Der HSV hat es sich wie viele andere Vereine in diesen Zeiten auch nicht. Aber was macht der HSV jetzt? Ich muss das vielleicht erst mal ein bisschen erklären. Wie sieht es da aus?

[00:08:45]

Er hat verkauft, Anteile an Investoren.

[00:08:49]

Der Hauptinvestor ist Klaus-Michael Kühne. Der hält ja allein über 20 Prozent. Und dem HSV scheint es so schlecht zu gehen, dass jetzt öffentlich darüber nachgedacht wird, nämlich vom Vorstand und auch vom Aufsichtsrat. Sollen wir weitere Anteile verkaufen?

[00:09:04]

Das heißt für mich jetzt so als normale Hausfrau, Zuschauerin. Der HSV hat Geldsorgen, Anteilseigner könnte mir Geld zuschießen. Aber wo liegt das Problem?

[00:09:13]

Das Problem ist, dass der HSV sich selber eine Grenze auferlegt hat, nämlich vier und zwanzig komma neun Prozent.

[00:09:19]

Nun wollen sie versuchen, das zu ändern und zu öffnen für weitere Investoren. Aber das wollen ganz viele nicht. Und deshalb dieser Stress. Und warum wollen die das nicht?

[00:09:28]

Sie fühlen sich unter Druck gesetzt vom Vorstand, der sagt Wir sind in so einer schlechten finanziellen Lage, dass uns vielleicht nichts anderes übrig bleibt, als Anteile zu verkaufen. Da ist jetzt für die Mitglieder die Situation. Wollen Sie nachher als diejenigen darstellen, die mögliche Insolvenz des HSV da vorangetrieben haben, indem sie sich verweigern? Weiteren Investoren? Und jetzt gehts richtig los.

[00:09:49]

Aber wovor haben Sie denn genau Angst, wenn Klaus-Michael Kühne mehr Einfluss nimmt?

[00:09:53]

Es ist ja nicht nur Klaus-Michael Kühne, aber jeder Investor, der sehr, sehr viele Anteile am Club hat, der möchte dann auch mal bestimmen Der wird neuer Trainer, der Spieler wird geholt.

[00:10:03]

Der muss in Aufsichtsrat und so weiter und so fort. Und das soll verhindert werden?

[00:10:08]

Du hast eben gesagt, jetzt gehts richtig los. Was meinen Sie damit? Die Oppositionsgruppen haben sich längst gebildet. Ob in dieser großen, riesengroßen Fangruppe, den Supporters oder auch sonstwo. Gut möglich, dass diese Gruppe nur ein Ziel hat, nämlich vielleicht sogar den jetzigen Aufsichtsrat durch neue Mitglieder zu ersetzen. Und auf alle Fälle zu verhindern, dass weitere Anteile verkauft werden.

[00:10:36]

Zumindest mit Johannes Oerding heute Abend im Stadtpark. Dort geht der Hamburger Sänger sein erstes von 15 Konzerten, insgesamt tausend Zuschauer werden erwartet. Morgen erfahren wir, wie attraktiv Hamburg für Touristen ist. Das Statistische Landesamt gibt die Zahlen bekannt. Außerdem demonstrieren Bauarbeiter auf dem Heiligengeistfeld. Ja, und ich würde mich freuen, wenn sie mir schreiben. Und da? Hamburg Heute hat er Punkte. Weitere Nachrichten gibt es bei uns immer frisch und rund um die Uhr auf unserer kostenlosen Hamburg App.

[00:11:11]

Ich wünsche Ihnen jetzt noch einen schönen Donnerstagabend bis morgen.

[00:11:15]

Tschüss Hamburg, heute von vier und neunzig komma drei Cent Hamburg.