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[00:00:05]

Herzlich willkommen zu den Top-Themen unserer Stadt. Am Ende dieser Woche. Ich bin Oliver Wittke. Hallo?

[00:00:11]

Das wäre ein Riesenfortschritt für den Klimaschutz in Hamburg und in ganz Deutschland.

[00:00:15]

Hamburgs grüner Umweltsenator Jens Kerstan ist nie so richtig warm geworden mit dem Kohlekraftwerk in Moorburg. Nun kommt das Ende womöglich schneller als erwartet. Das ist gleich unser Thema Nummer eins. Außerdem schauen wir auf den Hamburger Autokonzern, wo mehr als 800 Mitarbeiter entlassen werden. Und wir schauen den Athleten vom Triathlon schon mal beim üben im Stadtpark sie zu.

[00:00:38]

Das alles und mehr von heute, Freitag, den 4. September, der Tag, die Stadt, die Infos von neunzig komma drei.

[00:00:47]

Für Hamburgs Umwelt und Klimaschützer ist das vermutlich die Nachricht des Tages. Das umstrittene Kohlekraftwerk in Moorburg steht vor dem Aus. Und das vermutlich sogar schneller als erwartet. Der Betreiber Vattenfall selbst möchte den Ausstieg und ist darüber in Gesprächen mit der Bundesnetzagentur. Da läuft im Augenblick so eine Art Auktion über die Ausstiegs, Möglichkeiten oder Ausstiegs. Das ist ein bisschen kompliziert. Andreas Gärtner Worum geht es da?

[00:01:17]

Bei dieser Auktion geht es darum um den Ausstieg aus der Kohlekraft und der Konzern, der die geringste Entschädigung dafür fordert. Der kriegt den Zuschlag. Kriegt das Angebot von Vattenfall den Zuschlag, dann macht es Moorburg mit der Kohleverstromung dicht.

[00:01:33]

Und was muss bis dahin noch passieren? Die Bundesnetzagentur muss entscheiden. Die hat ja diese Gebote eingeholt. Und im Dezember guckt sie sich an. Bis Dezember guckt sie sich an Wer verlangt die geringsten Entschädigungen und entscheidet danach?

[00:01:47]

Ich fasse es mal so zusammen Wenn Vattenfall möglichst wenig Geld für die Stilllegung bekommen will, dann kriegen die den Zuschlag und können dichtmachen.

[00:01:55]

Genau danach entscheidet die Bundesnetzagentur und danach, wie effizient dieses Kraftwerk ist. Das könnte noch dagegen sprechen. Moorburg ist ja ein relativ neues Kraftwerk, erst fünf Jahre alt und hat eine ganz gute CO2-Bilanz im Vergleich zu dem, was an Kohle verfeuert wird. Wenn das dagegen spricht, dann bleibt Moorburg weiter in Betrieb.

[00:02:14]

Und warum könnte Vattenfall das Ding überhaupt loswerden wollen? Weil Vattenfall damit eigentlich nur ärGer hat. Schon von Beginn an haben Umweltschützer geklagt. Wir haben diese Woche berichtet, dass es um das Wasserrecht gibt. Dann hat der BND recht bekommen. Vattenfall darf nicht mit günstigem Elbwasser kühlen, und Moorburg kostet Vattenfall eigentlich fast mehr Geld, als es einnimmt.

[00:02:35]

Trotzdem gibt es viele Menschen, die in der Stadt sich darüber freuen. Und dazu gehört auch der Umweltsenator. Der ist heute auf Neuwerk auf Hamburgs Außenposten in der Elbmündung und hat da ein Statement abgegeben.

[00:02:48]

Ja, das ist in der Tat eine überraschende Nachricht. Aber wenn es wirklich so sein sollte, dass Vattenfall bei der Auktion des Bundes den Zuschlag bekäme, dann würde der Koloss Moorburg sehr viel schneller vom Netz gehen können als bisher gedacht. Das wäre ein Riesenfortschritt für den Klimaschutz in Hamburg und in ganz Deutschland. Die angedachte Umrüstung des Kraftwerks auf das wäre damit hinfällig. Wir können an dem Standort weiterhin innovative Energiepolitik betreiben mit grünem Wasserstoff, Elektrolyse oder Hoch Temperatur, Speicher also Freude bei Hamburgs grünem Umweltsenator Jens Kerstan.

[00:03:25]

Wann genau das Kohlekraftwerk Moorburg nun wirklich dicht macht, das steht noch nicht fest. Aber dieser Termin könnte deutlich näher liegen als bisher erwartet. Und der Umweltsenator hat für diesen früheren Zeitpunkt offenbar auch schon ein paar Ideen in der Tasche.

[00:03:43]

Gestern am frühen Abend war es soweit Da gab die Hamburger Otto Group rund um den Versandhändler und seinen Paketdienst Hermes die Entscheidung bekannt, dass Hamburger Retouren Center soll dichtgemacht werden. 840 Jobs gehen nach Polen und nach Tschechien. Firmenintern war darüber in den vergangenen Monaten schon spekuliert worden. Trotzdem gab es bei der Belegschaft heute Morgen am Werkstor noch große Ratlosigkeit.

[00:04:10]

Es tut schon weh, aber ich habe leider dabei nichts. Das ist schade. Ich finde das schon traurig. Gerade viele Frauen sind ja auch darauf angewiesen.

[00:04:19]

Der Wettbewerb ist einfach hart, und ich glaube, da muss es Einschnitte geben. Man muss sich anpassen.

[00:04:25]

Es tut mir leid für die Frauen, weil es für die sicherlich schwer sein wird, neue Arbeit zu finden und das es wirtschaftlich wahrscheinlich die richtige Entscheidung war, die sich heute früh am Werkstor geäußert haben.

[00:04:35]

Das sind natürlich Beschäftigte aus allen möglichen Bereichen des großen Autokonzerns. Für die direkt Betroffenen sieht die Lage natürlich deutlich düsterer und ernster aus. Mein Tilke Latte kam von der Gewerkschaft Ver.di, und sie kritisiert gerade soziale Verantwortung und ökologische Verantwortung zeigt sich hier überhaupt nicht.

[00:04:54]

Jetzt wird die Ware von Deutschland nach Polen und wieder zurück nach Deutschland gebracht. 40 Kolleginnen und Kollegen und ihre Familien sind jetzt in ihrer finanziellen Existenz bedroht. Und hier wird ein Akt gemacht, freiwillig oder ohne Druck. Die Arbeitsplätze nach Polen und Tschechien zu verlegen, also mitten in der Coruna.

[00:05:12]

Krise gehen für Hamburg wieder einmal ganz viele Jobs verloren. Mein Kollege Peter Feda hat heute Wirtschaftssenator Michael Hagemann getroffen. Was sagt der dazu?

[00:05:22]

Er war richtig überrascht, wie die Mitarbeiter gestern offenbar auch. Er hatte jetzt auch noch nicht so richtig die Hintergründe meinte auch nur das, was wir wissen dass das wegen der geringeren Kosten jetzt, dass die Jobs vorverlegt werden.

[00:05:35]

Das ist schade, weil ich glaube, ganz wichtig ist, dass wir dann als Antwort haben. Wir müssen weitere Unternehmen hier in Hamburg ansiedeln. Dass wir diese Arbeitsplätze jetzt hier verlieren, ist schon für den Standort bitter. Diese neuen Firmen, die wir nach Hamburg holen will. Die sollen aus der innovativen Branche kommen. Damit meint er ja sein Steckenpferd Green Energy unheimlich viel Wasserstoff, Geschichten, und so möchte er nach Hamburg holen. Als Ersatz hilft aber ja den überwiegend Teilzeitkräften in der Branche jetzt auch nicht so richtig.

[00:06:08]

Da muss man trotzdem noch nochmal nachfragen. Es gibt Branchen, die leiden unter der Coruna Krise, und da werden Leute auf die Straße gestellt. Es gibt andere, die boomen regelrecht. Und Versand gehört ja eigentlich im Moment zu den Profiteuren der Krise.

[00:06:21]

Das ist schon fast schizophren. Ist ein Unternehmen jetzt genau sagen? Wir verlegen das Ganze ins Ausland, weil wir mehr zu tun haben, weil die Kosten für die Retouren bei uns steigen. Und dieses Paket Zentrum in Hamburg sich aber nicht mehr, rechnet der Sprecher von Otto Mit dem hatten wir telefoniert. Der sagte Ja, das Ganze ist eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Wir haben uns das nicht leicht gemacht. Wir hatten den Mitarbeitern allerdings auch schon, so die Unternehmensführung, zumindest letztes Jahr angekündigt, dass es da eine Entscheidung geben wird.

[00:06:54]

Es waren natürlich noch mehr los in Hamburg heute. Die Polizei hat drei Tage lang Autofahrer auf Drogen getestet. Und sie sagt Immer mehr Hamburger setzen sich unter Drogen ans Steuer. 1500 Autos wurden angehalten in diesen drei Tagen, vier Fahrer waren betrunken und 117 hatten andere Drogen genommen. Eine gute Nachricht für viele kleine Unternehmer oder solo Selbstständige. Der Hamburger Senat will sich für vereinfachte Regeln bei den Coruna Hilfen des Bundes stark machen. Das haben heute Wirtschafts und Finanzsenator angekündigt, weil von 25 Milliarden Euro bisher weniger als eine Milliarde Euro abgerufen und bewilligt wurden.

[00:07:36]

Was ganz anderes Vor dem Hamburger Michel liegt seit heute eine Gedenktafel für den verstorbenen Schauspieler Jan Fedder. 150 Fans waren da und auch Witwe Marion Fedder.

[00:07:47]

Es ist eine ganz, ganz große Ehre für Jan, dass er heute diese Tafel bekommt. Denn es gibt bis jetzt 200 Tafeln, die 200 erste Tafel bekommen und dass aller Teufel daran ist, dass er direkt seine Tafel neben der von Helmut Schmidt bekommt. Das war zeit seines Lebens.

[00:08:04]

Sein Idol und Umzug geglückt. Walross. Antje, das alte Maskottchen und inzwischen ja ausgestopft, steht seit heute in der Kunsthalle als Teil der Ausstellung. Die absurde Schönheit des Raums und Alexander Klaar von der Kunsthalle, der findet schön, macht sich fantastisch.

[00:08:24]

Das ist irgendwie das tolle Malerei Ausstellung, in die ein Präparat ist, und dann beginnt man, darüber nachzudenken, was Malerei alles ist. Und es ist eben nicht nur einfach ein Bild, was gegen eine Wand hängt, sondern das ist etwas, was in den Raum wirkt, durch Farbe, Geschichten erzählt. Und hier wird halt der Malerei noch ein Element hinzugefügt, das eine super Geschichte erzählt.

[00:08:43]

Eigentlich sollte im Moment ja schon richtig Volksfeststimmung herrschen Am Jungfernstieg und am Wochenende sollten Bilder von der Binnenalster und vom Hamburger Rathaus um die Welt gehen. Aber wie bei so vielem ist auch beim Triathlon in diesem Jahr alles ganz anders. Die WM findet fast versteckt statt, im Stadtpark, hinter Zäunen, Absperrungen und Sichtblenden. Doch das Training der Athleten heute wird sich wohl gar nicht so sehr unterscheiden von dem Wettkampf, der dann am Wochenende stattfindet. Unser Reporter Carsten Second hat schon mal vorbeigeschaut.

[00:09:17]

Den Triathleten ist es auf jeden Fall nicht zu kalt. Hier im Stadtpark See 18 19 Grad sinds wohl ungefähr.

[00:09:23]

Viele internationale Sportler mit dabei zum Beispiel ein Däne, den Backofen bei Temperaturen wie im benachbarten Dänemark und auch aus dem westlichen Ausland sind Top Sportler hier, wie zum Beispiel opale aus Luxemburg, Stefan Brachiosaurus, Luxemburg, sogar angenehmem Hamburg, hier von seiner besten Seite.

[00:09:49]

Die Sonne scheint, und es regnet fast im Hochsommer. Ich denke, wir freuen uns, wieder mal ein Rennen zu haben ist auch gleich Weltmeisterschaft und wird schon ein gutes Rennen werden.

[00:09:57]

Die Vorfreude ist groß, geschwommen wird auch schon jetzt. An den Start geht die deutsche Nationalmannschaft.

[00:10:03]

Mit dabei Annika Koch. Die Stimmung ist auf jeden Fall gut, weil wir haben alle lang kein Rennen mehr gemacht, und deswegen sind wir alle motiviert. Und dann bin ich jetzt auch das erste Mal hier im Stadtpark und sehe die ganzen Absperrungen und den Sichtschutz. Ich denke, wir freuen uns alle, endlich wieder ein Triathlon machen zu dürfen. Und dann noch hier in unserer Heimat. Wir sind auf jeden Fall spannend.

[00:10:23]

Ich bin Lena Meißener, und ich würde sagen, wir Deutschen sind gut drauf. Ich glaube, wir haben alle gut trainiert, und wir freuen uns, dass wir in der Heimat ein Rennen machen können. Hoffen wir, dass Sie morgen in sportlich fairen Wettkampf erleben dürfen?

[00:10:32]

Ganz bestimmt. Wobei, der Sportler hat es schon angesprochen. Der Wettkampf findet weitgehend unter Ausschluss der öffentlichkeit statt. Die Stadtpark Spaziergänger werden von der Laufstrecke kaum etwas mitbekommen. Dafür sorgen Eisengitter und schwarze Sichtschutz. Folie ist also alles abgetrennt. Hier und da gibt es mal ein kleines Loch, wo man zum Beispiel auf den Stadtpark gucken kann. Aber Publikum wie sonst Fehlanzeige, weiß auch dieser Trainer hier.

[00:11:00]

Ich bin Trainer in Holland. Hamburg ist natürlich sehr begannen, seine Wege seien unglaubliche Atmosphäre. Das wird jetzt ganz anders sein. Jetzt werden wahrscheinlich 30 Trainer rumlaufen, und das war's. Dann könnten die Sportler sich auf ihren eigenen Wettkampf konzentrieren. Aber etwas anders aus, da raus. Aber wir sind sehr dankbar zur Stadt Hamburg, dass das alles hier möglich gemacht haben und nicht nur irgendein Wettbewerb.

[00:11:25]

Es ist die Triathlon Weltmeisterschaft.

[00:11:30]

Und das wird am Wochenende interessant in Hamburg. Viele haben sich ja während der Coruña Zeit gerne mal aufs Fahrrad gesetzt. Wer jetzt ein neues Gefährt braucht, findet es vielleicht bei der Börse. Die beginnt morgen um 10 auf dem Spielbudenplatz. Die Nacht der Kirchen beginnt am Sonnabend um 18 Uhr, allerdings ohne offene Türen in den Kirchen. Stattdessen gibt es einen Film zu sehen im Internet. Ganz spannend und mit dabei mein Kollege Daniel Kaiser. Am Nachmittag spielt der HSV gegen Hertha BSC und anschließend am Sonntag kommt der neue Trainer Daniel Kuhn zu seinem ersten großen Interview.

[00:12:08]

Sonntag um 18 Uhr bei neunzig komma drei. Was sonst noch alles passiert am Wochenende erfahren Sie rund um die Uhr immer aktuell in Hamburg ab und über Anregungen, Kritik, Anmerkungen. Freuen wir uns natürlich per E-Mail an Hamburg. Heute war es für diese Woche. Ich wünsche Ihnen ein bezauberndes Wochenende, und in der kommenden Woche ist meine Kollegin Meike Nielsen wieder für Sie da. Und die wird am Montag ganz viel zu erzählen haben. üBer die Rückkehr der Peking nach Hamburg bis dahin alles Gute, viel Spaß und schönes Wochenende.

[00:12:43]

Hamburg, heute von neunzig komma drei.

[00:12:46]

Wir sind Hamburg.