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Das Handelsblatt Morning Briefing von Hans-Jürgen Jakobs. Guten Morgen allerseits! Heute ist Montag der 24. August. Und das sind heute unsere Themen. Showdown in Weißrussland. Nawalny schwer bewacht Trump. Schwester Donald ist grausam.

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Fußball? Manchmal wollen Menschen nicht über die großen Fragen der Welt reden, sondern einfach ein stummes Fest feiern. So war es gestern Abend, als der FC Bayern München nach der deutschen Meisterschaft und dem DFB-Pokal Sieg die europäische Champions League gewann. Zu den Geschichten, die man sich noch Jahre später erzählen wird, gehört, dass das Sieg bringende 1:0 gegen Paris Saint-Germain ausgerechnet jener französische Nationalspieler Kingsley Coman erzielte, der in der Jugend bei PSG ausgebildet worden war. Die Münchner feierten mit Autokorso und Feuerwerk das Triple, das noch im November so realistisch erschien wie eine Weißwurst auf den Champs-élysées.

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üBer die Soft Power Fußball freut sich im übrigens ganz besonders die katarische Herrscherfamilie al-Thani. Sie besitzt PSG und gehört mittelbar zu den Großsponsoren des FC Bayern. Hier spielt das Kapital immer auf der richtigen Seite.

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Belarus Wie alle Konflikte ist auch der Kampf um Belarus ein Krieg der Bilder. Die Version des Diktators Alexander Lukaschenko, publiziert in regierungstreuen Kanälen, ist die eines souveränen Staatschefs. Der fliegt im Hubschrauber über die leeren Straßen von Minsk, kommentiert das Fehlen der Demonstranten rüde mit Davongelaufen wie die Ratten und zeigt sich mit kugelsichere Weste und Kalaschnikow. Der Rest der Welt sieht, dass sich erneut hunderttausend Bürger zum nicht genehmigten Protest zusammenfanden, eingerahmt von einsatzbereiten Soldaten. Die Botschaft der Massen konzentriert sich immer wieder auf ein Wort Jody, hau ab!

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Das aber dürfte schwierig werden.

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Alexej Nawalny Tag für Tag werden in dieser Woche Neuigkeiten über den russischen Patienten in der Berliner Charité die Welt in Aufregung halten. Man erwartet medizinische Bulletins und Gewissheiten. Ob der Oppositionsführer Alexej Nawalny in Sibirien vergiftet wurde? Der im Koma liegende Politiker war am Samstag nach Deutschland ausgeflogen worden. Die Untersuchungen würden einige Zeit in Anspruch nehmen, sagen die ärzte. Womöglich gibt es jedoch schon heute mehr. Dass hier jedes Wort genau überlegt sein will, gehört zur politischen Brisanz dieser Medizinball Sache.

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Das Bundeskriminalamt hat den Schutz Nawalnyj übernommen.

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Coronavirus Als die Pandemie Deutschland schockte, arbeiteten Bund und Länder eng zusammen. In dieser Woche diskutieren die Verantwortlichen wieder, ob man nicht mehr einheitliche Regeln braucht. Immer mehr Politiker von CDU und CSU wollen eine allgemeine, obligatorische Masken, Pflicht zum Beispiel für Arbeitsplätze sowie für den Unterricht in Schulen. Wo Nordrhein-Westfalen einsamer Vorreiter ist. Dagegen fordern zum Beispiel Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow von den Linken oder Anja Piel, Vorstandschef des Deutschen Gewerkschaftsbundes, keinen blinden Aktionismus, sondern gezielte Investitionen in Gebäude und Technik.

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Der designierte FDP-Generalsekretär Volker Wissing wiederum lehnt eine allgemeine Masken Pflicht mit Blick auf den Föderalismus ab, will aber bundesweit 50 Euro Bußgeld bei Masken, Verstößen in Bus und Bahn. Die Politik diskutiert zudem über einheitliche Obergrenzen für private Feiern. In Hamburg dürfen sich bis zu 25, in Berlin bis zu fünf Personen auf eigenem Gelände treffen. Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern lehnen das dagegen ab. Dort sind die Infektionen Zahlen niedriger als in den Metropolen und im Süden der Republik. Wenn die Fallzahlen so hoch wie in Frankreich wären, bald 5000 Neuinfektionen pro Tag, fände die Kakophonie ein schnelles Ende.

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USA das friendly fire aus der Trump Familie gegenüber Donald hält an. Mary Trump, Nichte des US-Präsidenten, hat nicht nur ein Enthüllungsbuch geschrieben, sondern auch brisante Gespräche aufgezeichnet. Zum Beispiel mit Marianne Trump Berry. Die klagt über die gottverdammte Tweets und Lügen ihres Bruders Donald Trump und seine restriktive Einwanderungspolitik. Er will nur seine Basis ansprechen. Er hat keine Prinzipien, keine zusammengefasst, bescheinigt Trump Barry, dem Mann im Weißen Haus. Verlogenheit und sagt Donald ist grausam. Mit solchen unappetitlichen Zeiten beginnt heute der Konvent der Republikaner, auf dem Trump unter Aufbieten möglichst vieler Stars and Stripes Fahnen freudig zum Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im November ausgerufen wird.

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Wirtschaft Die Konkurrenz aus den USA ist stark IBM, Microsoft und Google haben es auf den Zukunftsmarkt der Quantencomputer abgesehen. Doch obwohl die amerikanischen ITIL Elefanten trampeln, will die Bundesregierung dennoch hier das Gras besonders hoch wachsen lassen. Zwei Milliarden Euro hat sie im Konjunkturpaket eingeplant, was natürlich angesichts der Aufgabe ein Klacks ist, aber immerhin ein Anfang. Thomas Jarzombek, Beauftragter des Wirtschaftsministeriums für digitale Wirtschaft, sagt uns Was wir jetzt machen, wird darüber entscheiden, ob wir die industrielle Kompetenz der deutschen Wirtschaft erhalten können.

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Berlin hat also einen neuen Wachstumstreiber gefunden und zugleich die Konzerne Trumpf, NXP und Bosch eingespannt. Quanten, Technologien werden Sensoren, Computer und Sicherheit, wie wir sie kennen, verändern, dringt aus dem Stuttgarter Bosh Zentrum Zukunft.

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Olaf Koch am gestrigen Sonntag endete ohne viel Tamtam und im Gefühl gegenseitiger Erleichterung die Dienstfahrt des Olaf Koch. Ende 2020 hört er auf. Neun Jahre war Koch, CEO im Großhandels, Konzern Metro, einer Wirtschaftswunder Legende und hatte dort zunächst mit viel Handwerker Stolz montiert und demontiert. Kaufhof und Real verkauft Media Markt und Saturn in den Artefakt Economy ausgelagert. Digitalisierung angeschoben. Doch der Aktienkurs lahmt weiter, und Handels Kompetenz wird vermisst. Offenbar vor allem von Großaktionär Daniel Kreatin SCI, der jene prägende Rolle einnimmt, die früher der Familie Haniel oblag.

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Mit einem Take over ist der Tscheche schon mal gescheitert. Doch nun erscheint der Weg frei für ihn.

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Irland und dann ist da noch der irische EU-Handelskommissar Phil Hogan, der sich als viel zu feiern freudig erwiesen hat. Der 60-Jährige nahm vor mehreren Tagen in seiner Heimat an einem Dinner der Parlamentarischen Golf Gesellschaft mit mehr als 80 Gästen teil. Obwohl kurz zuvor das Limit für solche Meetings in geschlossenen Räumen Irland auf sechs Personen festgesetzt wurde. Der liberale Politiker entschuldigt sich mit Verzögerung uneingeschränkt und vorbehaltlos. Er habe den Iren unnötigen Stress zugemutet. Die Frage ist nur, ob sich der Stress nicht noch weiter steigert, weil Hogan beharrlich mit Hinweis auf seine Gutgläubigkeit in dieser Sache den Rücktritt verweigert.

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Wie formulierte einst national Schriftsteller James Joyce, der Erfinder der Notlüge Liebte den Frieden mehr als die Wahrheit? Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche.

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Es grüßt sie herzlich. Hans Jürgen Jakobs. Sie hörten das Handelsblatt Morning Briefing von Hans-Jürgen Jakobs, gesprochen von Peter Hoffmann. Kennen Sie schon unseren neuen Podcast? Ab 17 Uhr sprechen wir bei Handelsblatt Today über alle Themen, die die Finanzwelt bewegen. Das kann auch das Thema Nachhaltigkeit sein, das in allen Bereichen unseres Lebens immer wichtiger wird und längst auch in der Finanzwelt angekommen ist. Denn immer mehr Anleger achten bei ihren Investments auf Nachhaltigkeit und stellen höhere Anforderungen an Unternehmen.

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Dieses und andere Themen präsentiert von unserem Initiativ Partner der Hypo-Vereinsbank, Kriwet, Weinkellern.