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Das Handelsblatt Morning Briefing von Hans-Jürgen Jakobs. Guten Morgen allerseits! Heute ist Montag der 31. August. Und das sind heute unsere Themen. Lehrstunde vor dem Reichstag Händler meutern gegen Amazon Faktur James Bond bei Wirecard.

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Berlin Lassen Sie uns die Woche mit einem kleinen Ausflug in das Gelände der deutschen Verfassung beginnen. Die Pöbel offensive rechtsextremer Berliner Corvey Demonstranten vom Wochenende zwingt gerade dazu also zum Staat. Zu den im Grundgesetz garantierten Freiheiten gehört vieles, aber nicht die Freiheit, den Verfassungsstaat abzuschaffen. Im Artikel 20 Absatz 4 1968 eingefügt, heißt es ausdrücklich, alle Deutschen hätten gegen Feinde der parlamentarischen Demokratie sowie des sozialen und föderalen Rechtsstaats das Recht zum Widerstand, wenn andere Hilfe nicht möglich ist. Artikel fünf sichert allgemeine Meinungsfreiheit zu, fügt aber auch an, dass diese Rechte zum Beispiel ihre Schranken fänden in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze.

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Eine Ewigkeit Klausel des Artikels 79 Absatz 3 gibt eine Bestandsgarantie für verfassungspolitische Grundsatzentscheidungen. Demnach ist eine änderung des Grundgesetzes in wesentlichen Fragen unzulässig.

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Versuchte Sturm auf den Reichstag. Am Samstag haben letztlich drei Polizisten einen Mob, der unter anderem Reichs Flaggen trug, vor dem Sturm des Reichstags schützen müssen. Rechtsradikale hatten einfach die angemeldete Demonstration der Querdenker gekapert. Bilanz des Tages 316 Festnahmen, 131 Strafanzeigen, 33 verletzte Beamte. Nach all den Hinweisen auf vereinzelte Neonazi Umtriebe im Polizei Milieu während der letzten Monate ist es gut, einen Freund und Helfer der Verfassung in Aktion zu erleben. Wer hätte angesichts dieser aktuellen Umstände kein Verständnis für die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts von gestern Abend?

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Das bestätigte das Verbot eines Protestcamps von Gegnern der Coruna Politik. Geplant war eine Dauer Mahnwache in Berlin bis zum 14. September, die wohl sehr schnell zu einer Dauer Mahnwache geworden wäre.

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Amazon im Visier des Kartellamts Zu Fronleichnam gehört eine Prozession, bei der eine Monstranz unter einem Stoff Baldachin hochgehalten wird die Monstranz der politischen Diskussion unter dem Himmel des Wohlstands. Ist die Marktwirtschaft. Die Marktwirtschaft muss jedoch ganz offenbar gegen ihre Kraftmeier wischten Eroberer am stärksten verteidigt werden. Zu diesem Kreis gehört unzweifelhaft das Amazon Imperium des Jeff Bezos. Drei Händler, die ihre Waren auf dessen Plattform anbieten, beschweren sich beim Bundeskartellamt darüber, dass der Gigant aus Seattle in der Coruna Krise seine Machtstellung zunehmend ausnutzte.

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Behördenchef Andreas Mundt bestätigte gegenüber dem Handelsblatt. Uns erreichen immer wieder Beschwerden von Händlern, darunter auch solche mit kartellrechtlich relevanten Vorwürfen. Gegenwärtig geht es darum, dass Amazon etliche Artikel sperrt, die überhaupt nichts mit Corona zu tun haben. Dabei verweist der Konzern auf angebliche preis. Buchara. Erwischt hat es zum Beispiel den Unternehmer Sven Piper. Eins seiner Produkte ist die gestrickte Mütze für die klopapierrolle auf der Hutablage im Auto.

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Seit April versucht Piper vergeblich, mit Amazon zu kommunizieren. Das vernichtende Urteil der Amerikaner über deutschen Toilettenpapier Schutz, verbotenes Produkt.

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Blendwerk der Nation In Sachen Wirecard geht es am heutigen Montag im Bundes Finanzausschuss um Verwicklungen mit etlichen Geheimdiensten. Zentral ist dabei die Rolle des geflüchteten Ex-Vorstand Jan Marsa Lek, der nach unseren Informationen auf einem Anwesen westlich von Moskau untergebracht ist. Der Mann steht dort nicht mehr unter Aufsicht des Militärgeheimdienstes gfu, sondern unter der Aufsicht des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR. Musalek habe die Zusicherung erhalten, nicht ausgeliefert zu werden. Dass den russischen Geheimdiensten nahestehende Blatt Persia sieht nicht das Ende, sondern den Anfang einer großen Spionage.

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Geschichte mit dem österreicher Marseillaise als Westentasche. James Bond Ich bin vollkommen unbesorgt, solange ich kein Blut weine. Zitat aus einem Bond-Film.

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Proteste in Belarus Der Unabhängigkeitsplatz in Minsk war gesperrt, also hatten sich die mehr als 100 000 Demonstranten gegen die Diktatur in Belarus kurzerhand an mehreren Stellen der Hauptstadt versammelt. Immer wieder wurden dabei einzelne Gruppen von Polizisten eingekesselt. Etwa 140 Protestler wurden festgenommen. Staatschef Alexander Lukaschenko ließ sich in dieser ernsten Lage erneut mit kugelsichere Weste und Sturmgewehr fotografieren. In den nächsten Wochen wird der 66-Jährige nach Moskau reisen und dort den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen. Putin lässt gerade eine Reserve Truppe aus Polizisten, Militärs und Geheimdienstlern entstehen.

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Die Gruppe soll, falls nötig, dem bedrängten Lukaschenko helfen. Es sieht nicht danach aus, als käme es zu freiheit. Siegen am Ostrand von Europa.

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Erneut ein Toter bei Protesten in den USA. Der US-Wahlkampf zwischen Fans und Gegnern des Präsidenten Donald Trump ist eine Sache auf Leben und Tod geworden. Bei Demonstrationen in Portland im Bundesstaat Oregon ist ein Mann erschossen worden. Nach ersten Informationen gehörte er einer rechten Gruppierung namens Patriot Prayer an. Er soll Trump regelrecht verehrt haben. Vorige Woche wiederum hatte ein Mitglied einer rechtsgerichteten Bürgerwehr zwei Familienväter in der US-Stadt Kinojahr im Bundesstaat Wisconsin erschossen. Die beiden Opfer waren vor Ort, um gegen Trumps Politik zu protestieren.

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Sowohl Trump als auch sein Kontrahent Joe Biden wollen sich mit Statements zu solchen Krawallen so oft wie möglich einbringen. Der Faktor Gewalt könnte diese Wahl entscheiden.

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Aus der Kunstwelt. Und dann ist da noch Ivan wird. Er ist weltweit einer der größten und einflussreichsten Galeristen. Der vierfache Schweizer Familienvater hat sich lange mit meiner Kollegin Susanne Schreiber unterhalten. Seine Firma Hauser Wirth hat zehn Galerien in Europa, Asien und den USA, ein Verlagshaus und sogar eine britische Farm für Kunst und Biogemüse. Allein die Farm hat seit dem Jahr 2005 750 000 Menschen angelockt. Auf der Baleareninsel Menorca entsteht derzeit in einem restaurierten historischen Militärkrankenhaus ein weiteres Kunstzentrum.

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Wird sympathische Philosophie?

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Kunst wollen wir durchaus gerne verkaufen, aber auch mit allen Teilen. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche. Happy Vendée, The Morning Sun. Wie ein Werk des Musikers Stevie Wonder und des deutschen Künstlers Blinky Palermo heißt es grüßt sie herzlich. Hans Jürgen Jacobs.

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Ab 17 Uhr sprechen wir bei Handelsblatt Today über alle Themen, die die Finanzwelt bewegen. Das kann auch das Thema Nachhaltigkeit sein, das in allen Bereichen unseres Lebens immer wichtiger wird und längst auch in der Finanzwelt angekommen ist. Denn immer mehr Anleger achten bei ihren Investments auf Nachhaltigkeit und stellen höhere Anforderungen an Unternehmen. Dieses und andere Themen präsentiert von unserem Initiativ Partner der Hypo-Vereinsbank, Kriwet, Bancé. Das war das Handelsblatt Morning Briefing von Hans Jürgen Jacobs, gesprochen von Peter Hoffmann.