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Hallo und herzlich willkommen zu Handelsblatt Today, dem börsentäglich Podcast aus unserem Newsroom in Düsseldorf. Wir sprechen von Montag bis Freitag über die wichtigsten Nachrichten des Tages und darüber, was sie für die Finanzwelt bedeuten. Heute ist Dienstag der 18. August, und ich bin Lena Puja.

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Gold ist nutzlos. Es arbeitet nicht, vermehrt sich nicht und ist eigentlich nur schön anzusehen. Diese überzeugung hat Warren Buffett jahrelang in der öffentlichkeit vertreten. Er zog den Rohstoff regelrecht ins Lächerliche.

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Gegenüber dem britischen Nachrichtensender CNBC sagte er 2012 zum Beispiel, dass hier wegen Buffetts unverblümt der Meinung war Eigentlich immer klar In seinem Portfolio hat das Edelmetall keinen Platz. Aber auch ein Investor kann man offensichtlich umstimmen. Der Chef des Konglomerats Berkshire Hathaway ist ganz frisch in den weltgrößten Gold Bergbaukonzern Barrick eingestiegen. Insgesamt hat Bergsteiger 564 Millionen Dollar in die Hand genommen, um rund zwölf Millionen Aktien zu kaufen. Was also macht Gold plötzlich so attraktiv? Und was könnte den Goldrausch beenden?

[00:01:52]

Das und mehr bespreche ich gleich mit Hans-Günter Ritter, dem Leiter des Edelmetall Handels von Heraeus. Im Anschluss spreche ich mit unserem hauseigenen Rohstoffexperten Jakob Blume über die Chancen und Risiken von Goldminenaktien.

[00:02:09]

Aber zuerst klären wir natürlich, was heute die Märkte beschäftigt. Dazu schalten wir jetzt nach Frankfurt, in die Finanz Redaktion, zu meiner Kollegin Mareike Müller. Mareike der Essern P5 hätte in den letzten Wochen schon ein paar Mal beinah seinen Rekord von drei tausend drei hundert drei und neunzig Punkten geknackt. Wie sieht die Lage heute aus?

[00:02:30]

Genau das ist natürlich die Zahl, auf die alle geblickt haben heute. Denn letzte Woche war der På schon einmal bis auf 0,4 Prozent an diesen Rekord herangerückt. Und jetzt liegt er tatsächlich, kurz bevor wir gesprochen haben. Lehner Bei 3300 95, also knapp darüber, was aber auch ganz spannend ist. Dann ging's wirklich im Anschluss im Minutentakt wieder nach unten. Zuletzt Stand 16 Uhr ungefähr auf drei tausend drei hundert acht und achtzig Punkte.

[00:03:02]

Aber immerhin Wir haben die Marke geknackt. Nun sind die USA ja heftig von Coruna betroffen. Die Stimmung im Land ist daher schon ein bisschen angespannt. Woher kommt das Hoch am Markt?

[00:03:14]

Zunächst muss man dazu sagen, dass die Märkte ja auch sehr lange die gleiche Reaktion gezeigt haben wie wir auch. Und das ist erst einmal Unsicherheit. Im Februar war auch der CPE noch relativ hoch, und zu Beginn der Coruna Krise brach er dann wirklich auf ungefähr 2200 Punkte ein. Dass es jetzt so hochgeht, liegt mit Sicherheit auch an dem allgemeinen Anlagenotstand, den wir auch in den USA sehen. Sehr viele Anleger sehen in Aktien momentan einfach den einzigen sicheren Hafen für ihr Geld, weil sie auf andere Weise kaum Renditen erzielen können.

[00:03:48]

Dazu kommt dann auch noch, dass die USA trotz aller politischen Schwankungen und Unsicherheiten in vielen Ländern noch als institutionell sehr sicher und stabil gesehen werden.

[00:04:00]

Jetzt gab es heute schon ein paar Schwankungen. Was meinst du? Bleibt es beim Hoch, oder wird es wieder bergab gehen?

[00:04:06]

Gerade jetzt kam eine Umfrage der Bank of America heraus. Unter institutionellen Investoren, also ungefähr 200 Firmen, wurden da befragt. Und da kam heraus, dass nur noch ein Drittel eine Bärenmarkt sehen. Und der Rest, also die große Mehrheit, glauben daran, dass das größte Coruna tief jetzt wirklich überwunden ist und dass es nicht mehr zurück geht an den Märkten, sondern weiterhin, wenn auch vielleicht langsam. Danke dir, Mareike!

[00:04:39]

Der Goldpreis hat erst kürzlich sein Allzeithoch von über 2000 Dollar pro Feinunze erreicht. Wer zu Beginn des Jahres Geld gegen Gold getauscht hat, hat bislang mehr als 30 Prozent an Gewinn gemacht. So relevant war der Rohstoff seit 2011 nicht mehr. Deshalb spreche ich jetzt mit Hans-Günter Gitter. Er ist der Leiter Edelmetall Handel beim Technologiekonzern Helios. Herr Liter, Gold gibt es jetzt nicht erst seit gestern. Warum ist das Edelmetall ausgerechnet jetzt so stark?

[00:05:07]

Da gibt es eine ganze Reihe von Faktoren, die derzeit für Gold sprechen. Und ich glaube, einer der ganz wesentlichen Faktoren der Gold. In vielen Fällen in der Vergangenheit unattraktiv gemacht hat, ist der Zins. Gold ist ein zinsloses Instrument, und derzeit hat Gold eben aufgrund der niedrigen Zinsen eben wenig Wettbewerb durch, zum Beispiel die Anleihemärkte.

[00:05:34]

Trotzdem ist der Preis jetzt neuerlich innerhalb von zwei Tagen um etwa zehn Prozent noch einmal eingestürzt. Was war denn der Auslöser dafür?

[00:05:42]

Ja, der Auslöser. Natürlich war Gold sehr stark voran gelaufen. Und hier haben Sie natürlich auch neben langfristigen Investoren im Goldmarkt auch Investoren, die kurzfristig investieren. Es kam zu Gewinnmitnahmen, und es kam eben auch wieder Stichpunkte Zins zu einem kurzfristigen leichten Anstieg der Renditen für Bonds. Was den einen oder anderen Anleger institutionellen Anleger dazu veranlasst hat, eben auch mal Gewinne mitzunehmen.

[00:06:16]

Einige Verschwörungstheoretiker glauben ja, dass die Notenbanken den Goldpreis drücken und geben jetzt der Fed ein bisschen die Schuld. Was kann man dazu sagen?

[00:06:25]

Von diesen ganzen Verschwörungstheorien halte ich relativ wenig. Offen gesagt, denn ich glaube ganz einfach, dass hier die Marktkräfte sich auf den Goldpreis ausgewirkt haben. Und es sind ja nun mal auch Notenbanken weiterhin im Goldmarkt aktiv und haben in der Vergangenheit auch insbesondere 2009/10 mit Rekordvolumen zusätzlich Gold für die Währungsreserven erworben.

[00:06:55]

Zahlreiche Analysten sind in ihren Prognosen weiterhin sehr bullish. Um es mal in Börsen zu sagen Frank Holmes zum Beispiel. Das ist der CEO der Investmentfirma US Global Investors. Er schätzt, dass der Preis sogar noch bis auf 4000 US-Dollar pro Feinunze steigen wird. Nun sind Sie an der Reihe. Gehören Sie auch zu den Gold Bullen?

[00:07:16]

Ich würde mal sagen, ich bin vorsichtig optimistisch. Auch hier diese extremen Preis vorhersagen. Es sind keine Vorhersagen, mit denen ich mich anfreunden kann. Ich glaube, man muss hier einfach auch etwas realistisch bleiben. Auch in der letzten starken Phase von Gold 2011. Sie erwähnten, es sind natürlich Vorhersagen am Markt gewesen, die von noch weiteren deutlichen Preisanstiege gesprochen haben. Die Story passt wieder für Gold. Ein Preisniveau von 3000 oder auch 4000 Dollar sehe ich derzeit als nicht realistisch an.

[00:07:58]

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[00:07:59]

Ist denn absehbar, wie lange diese Gold Rally noch anhalten wird? Ich denke, dass wir weiterhin in diesem positiven Umfeld uns bewegen werden. Denn zum einen ist aus meiner Sicht nicht absehbar, dass die Zinsen sich nachhaltig in den wichtigen Regionen wieder erhöhen werden. Es bleibt die wirtschaftliche Schwäche in einigen Regionen, und hinzu kommen auch Spannungen im internationalen Gefüge. Man sollte hier einfach immer wieder daran denken. Die Beziehungen USA, China. Da gibt es sicher einige Punkte, die kontrovers diskutiert werden.

[00:08:39]

Und dann haben wir die US-Wahlen, die in wenigen Monaten stattfinden werden, die auch immer wieder Grund geben werden, zu hoher Verunsicherung. Und wenn hohe Verunsicherung entsteht, dann ist das in der Regel ein Feld, in dem Gold von profitieren kann.

[00:08:58]

Und wenn wir das Ganze einmal umdrehen? Was könnte diese Rally stoppen?

[00:09:02]

Wir haben natürlich im Moment eine Situation, die man auch auf dem Radarschirm haben muss. Die Rally ist sehr stark getrieben von Investoren, von Anlegern. Wichtige Stützen, die den Goldmarkt üblicherweise unterstützen, fehlen derzeit. Das ist die Nachfrage aus China und aus Indien, wo hier insbesondere natürlich die Wirtschaft gelitten hat. Indien als wichtiger, als wichtiges Zentrum für den. Auch hier ist durch die Lock down Maßnahmen und eine schwache Wirtschaft gleichzeitig mit einem. Historisch hohen Goldpreis die Nachfrage stark eingebrochen und das sollte man immer auf dem Radar haben, das traditionelle Länder, die üblicherweise den Goldpreis durch ihre Verbräuche stützen.

[00:09:54]

Das fehlt nahezu, sodass weiterhin die Investoren benötigt werden, um das Momentum aufrechtzuerhalten.

[00:10:01]

Jetzt scheint es zwischenzeitlich fast so, als befänden wir uns in einer Gold Blase. Kann Gold bzw. der Goldpreis denn überhaupt überbewertet sein?

[00:10:09]

Nun, Gold ist ja ein Ausdruck von ich würde mal sagen Misstrauen gegenüber anderen Werten. Und Gold wird ja vielfältig auch als Währung betrachtet. Und in diesem Moment ist Gold einfach den Ausdruck einer starken Währung und gleichzeitig ein Misstrauen gegenüber anderen Währungen. Und das sieht man im Moment sehr stark an Misstrauen, möglicherweise gegen den US-Dollar. Denn im Gegenzug hat ja auch der Euro etwas an Wert gegen den Dollar gewonnen, was möglicherweise damit zusammenhängt, dass Europa etwas besser durch die Krise gekommen ist und auch der Zins Unterschied zwischen Euro und Dollar sich verringert hat.

[00:10:56]

Das deute ich mal als Ja. Gold kann also überbewertet sein? Richtig.

[00:11:01]

Gold kann natürlich auch in ein Stadium überbewertet gelangen. Das sehe ich derzeit nicht, wenngleich was wir eingangs schon mal besprochen hatten. Diese größere Korrektur stattgefunden hat und diese Korrektur möglicherweise auch noch nicht ganz zu Ende gekommen ist. Selbst sollte der Preis auch unter 9900 fallen, halte ich durchaus die Faktoren, die Gold unterstützen, für derzeit nach wie vor sehr stark.

[00:11:34]

Während Anleger sich ums Gold reißen, passiert aber auch bei Silber gerade ganz viel. Der Silberpreis ist noch viel stärker gestiegen als der Goldpreis und notiert aufs Jahr gesehen sogar mit fast 45 Prozent im Plus. Das ist ordentlich, würde ich sagen. Sollte ich jetzt mein Gold gegen Silber tauschen?

[00:11:52]

Ich glaube zum derzeitigen Zeitpunkt sicher nicht mehr. Silber hatte mit Sicherheit einiges an Nachholbedarf. Silber folgt in vielen Fällen der Bewegung von Gold, ist aber auch deutlich marktenge. Das heißt, man braucht hier deutlich weniger Geld von Anlegern, um den Silberpreis zu bewegen. Und das äußert sich typischerweise auch in einer deutlich größeren Volatilität beim Preis. Denn die Korrektur Bewegung, die bei Gold stattfand, war noch stärker ausgeprägt, dann eben bei Silber. Hinzu kommt, dass Silber eben doch noch eine deutlich stärkere industrielle Komponente hat.

[00:12:36]

Und wenn aufgrund der Coruña Entwicklung der industrielle Verbrauch von Silber sinkt, dann fehlt eben auch hier eine wichtige Unterstützungs Komponente.

[00:12:50]

Dann lassen Sie uns zum Schluss gerne nochmal auf Platin und Palladium blicken. Die beiden Edelmetalle haben nur um 1,7 und 14 Prozent zugelegt. Das ist jetzt im Vergleich zu Gold und Silber nicht so vielversprechend. Zumindest klingt es nicht so, und trotzdem gelten Sie als heimliche Hoffnungsträger. Warum ist das denn so?

[00:13:08]

Platin hat sehr stark in der Folge oder auch getrieben von Gold zulegen können. Es wurde als unterbewertet betrachtet gegenüber Gold. Und man muss auf der anderen Seite sehen Die Aufwände, Platin zu produzieren, sind sicher deutlich höher als diese für Gold. Aber negativ für Platin ist das Verbrauchs Szenario. Platin wird sehr stark in die Diesel getriebene Antriebstechnologien als Katalysator Metall verwendet. Hier haben wir einen deutlichen Rückgang des Marktanteils gesehen in den vergangenen Jahren aufgrund der Diesel Krise. Der zweite wichtige Markt für Platin ist der Schmuck Markt und hier im wesentlichen getrieben auch wieder aus China.

[00:14:03]

Auch hier haben wir deutliche Rückgänge beim Verbrauch gesehen, sodass Platin derzeit von der fundamentalen Seite eher in einer Situation ist, dass mehr produziert als verbraucht wird.

[00:14:17]

Das klingt ja nun doch nicht so hoffnungsvoll. Ist bei Palladium vielleicht mehr zu erwarten für Palladium?

[00:14:23]

Gilt ein anderes Szenario Hier wird im Wesentlichen das Metall in Katalysatoren von Benzin, Fahrzeugen, aber auch von Hybridfahrzeugen eingesetzt. Hier kam es am Anfang des Jahres. Zu der Situation, dass sich die Autoindustrie ja praktisch eine Vollbremsung hingelegt hat im gleichen Zuge wurde aber auch die Produktion in den südafrikanischen Minen zurückgefahren, die zum Teil etwa vier Wochen geschlossen waren, sodass beide Komponenten, die Nachfrage und der Verbrauch deutlich zurückgegangen sind. Jetzt fängt die Autoindustrie an, sich langsam wieder zu erholen.

[00:15:11]

Man geht aber trotzdem davon aus, dass die Verbraucher zahlen oder die Verkaufszahlen für Fahrzeuge 20 bis 25 Prozent zurückgehen in 2020, während die Produktion von Palladium nicht so stark fallen wird aufgrund der Krise.

[00:15:31]

Damit würde ich sagen Herzlichen Dank für das Interview. Wenn jemand über seine Investition in Gold spricht, meint er für gewöhnlich, dass er sich gerade physisches Gold gekauft hat, also Barren oder Münzen.

[00:15:45]

Oder aber, dass er sich Papier Gold zugelegt hat. Das sind wohl die klassischen Arten, in Gold zu investieren. Man kann es aber auch so machen wie Warren Buffett und Goldminenaktien kaufen. Und genau darüber spreche ich jetzt mit dem Handelsblatt. Rohstoffexperten Jakob Jacob. Klassische Gold, Investition oder Minenaktien? Für wen eignet sich denn was?

[00:16:06]

Minenaktien sind auf jeden Fall etwas für Anleger, die mehr Risiko vertragen können, die aber auch höhere Gewinne erzielen wollen. Und Gold ist eher was für Anleger, die ihr Vermögen schützen wollen, die sich vielleicht gegen einen Crash am Aktienmarkt absichern wollen. Da helfen Goldminenaktien insofern nicht, weil wenn die Investoren sich aus allen Aktien zurückziehen, dann verkaufen sie meistens auch Goldminenaktien.

[00:16:36]

Nun sagt man ja, das Goldminenaktien wesentlich rentabler sein können, als direkt in Gold zu investieren. Anteilsscheine von solchen Goldminen Unternehmen verfügen nämlich über einen sogenannten Goldpreis Hebel. Kannst du erklären, wie der funktioniert?

[00:16:50]

Das hängt damit zusammen, dass wirklich die wichtigste Einnahmequelle für die Goldminenaktien oder für die Goldminen Konzerne natürlich der Goldpreis ist. Das bedeutet, dass sich die Goldminenaktien genau mit dem Goldpreis nach oben oder unten bewegen, aber eben um einen stärkeren Faktor. Das heißt, wenn der Goldpreis um ein Prozent steigt, dann verteuern sich die Minenaktien um 1,5 bis drei Prozent. Aber es geht natürlich auch in die gleiche Richtung nach unten. Deswegen muss man als Investor in Goldminenaktien höhere Verluste ertragen können.

[00:17:24]

Das heißt ja, wo viel Rendite ist, ist meistens auch viel Risiko und Risiken. Hast du gerade schon kurz angesprochen? Gibt es etwas, worauf ich bei Goldminenaktien besonders achten muss?

[00:17:35]

Wenn ich in einzelne Unternehmen investiere, muss ich natürlich die gleichen Dinge beachten, die sich auch bei jedem anderen Aktieninvestments beachten muss. Ich muss mich mit dem Unternehmen auseinandersetzen. Ich muss vielleicht schauen, wer im Management was hat der für eine Strategie, wieviel Gewinn gemacht? Wie viel Gewinn werden Sie erwirtschaften? Schütten Sie eine Dividende aus? Das wird übrigens bei Goldminenaktien noch sehr relevant. Und gerade wenn ich nicht nur den Index kaufe, sondern einzelne Familienkonzern herauspicken, so wie Warren Buffett das gemacht hat, muss ich mich sehr intensiv mit den Risiken dieses einzelnen Unternehmens beschäftigen.

[00:18:12]

Was sind denn da gerade die großen Namen unter den Goldminen Betreibern?

[00:18:15]

Wenn man sich den Index für Goldminenaktien anschaut, dann sieht man, dass der im Wesentlichen aus fünf größeren Unternehmen besteht. Baric Warren Buffett, jetzt eingestiegen, ist einer. Die anderen heißen newmont Anglo Gold, Ashanti, Franco, Nevada, Ross Gold. Das sind so die großen Namen, die viele Anleger kennen und mit denen sich noch mehr Anleger vielleicht in Zukunft beschäftigen werden.

[00:18:43]

Nun ist Gold nur begrenzt auf der Erde verfügbar. Das ist kein Geheimnis. Das macht es unter anderem ja ebenso wertvoll. Könnte es noch zu einem Problem werden, neue Goldvorkommen zu finden in Zukunft?

[00:18:55]

Tatsächlich ist es so, dass in den letzten zehn Jahren keine sehr großen Gold mehr gab. Das heißt, es gibt natürlich noch Gold irgendwo. Es wird nur zunehmend schwerer, welches zu fördern oder das überhaupt zu finden. Das hängt damit zusammen, dass man vielleicht tiefer bohren muss, je nach Region, das in den Regionen vielleicht auch stärkere, strengere Umweltauflagen gelten als für die Minen. Konzerne verteuern. Nach Gold zu suchen. Das alles trägt dazu bei, dass es teurer wird.

[00:19:28]

Gleichzeitig merkt man auch, dass nach der Krise 2011 bei den Goldminen nach 2011 sollen in den Jahren 2013 bis 2016. Die Bereitschaft vieler Goldminen Konzerne zurückgegangen ist, große Risiken in Kauf zu nehmen, um neue Goldvorkommen zu erschließen. Deswegen sehen wir eine Stagnation bei den Goldreserven.

[00:19:54]

Ich würde zum Schluss noch deine Meinung zu Warren Buffett Seitenwechsel interessieren. Der hat ja jahrelang quasi Gold verteufelt als Investition. Was glaubst du, warum er sich jetzt anders entschieden hat und doch in Goldminen macht?

[00:20:07]

Ich glaube, das hat damit zu tun, dass die Goldminen Konzerne beim aktuellen Goldpreis unheimlich profitabel sind und deswegen in der Lage sein werden, anders als früher vor Jahren noch Dividenden auszuschütten. Und das ist ja etwas, was wollen Buffett auch zählt und schätzt, wenn ein Konzern Dividende ausschütten kann. Und man muss sich einfach überlegen, wie die großen Goldminen Konzerne können zwischen Kosten zwischen 900 bis 1000 Dollar die Unze Gold fördern. Alles andere, was darüber hinausgeht, ist einfach Reingewinn.

[00:20:43]

Das heißt, der Goldpreis ist gerade fast doppelt so hoch wie die Förderkosten vieler Gold Konzerne. Das ermöglicht es, den Aktien zurückzukaufen, Dividenden auszuschütten und ihre Aktionäre zu beglücken. Das wird sicherlich dazu beigetragen haben, dass ich auch Warren Buffett auf einmal sehr intensiv mit Goldminenaktien beschäftigt.

[00:21:03]

Jakob Herzlichen Dank für deinen Input und liebe Grüße nach Frankfurt. Danke!

[00:21:13]

Und damit sind wir schon am Ende der heutigen Folge von Handelsblatt Today angelangt. Redaktionsschluss war heute um 16 Uhr. Wenn Sie abschließend noch Fragen haben. Lob oder Kritik mit uns teilen möchten? Dann schreiben Sie uns gerne. Sie erreichen uns unter Today Handelsblatt Group. Punkt kommen. Damit verabschiede ich mich und wünsche Ihnen einen entspannten Feierabend.

[00:21:35]

Bis morgen.