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Deutschlandfunk Hintergrund. Atomkraft trotz Fukushima, Japan zehn Jahre nach der Reaktorkatastrophe eine Sendung von Kathrin Erdmann. 14 Uhr 46 11. März 2011 der Nachrichten Raum des Lokalsender Fukushima TV Die Bildschirme wackeln, Mitarbeitende verstecken sich unter den Tisch, draußen brechen Straßen auf. Aus manchen Häusern fallen Bruchstücke herab. Deutschland wacht da gerade auf. Japans Osten wird von dem schwersten Beben seiner Geschichte heimgesucht. Der Deutsche Jürgen Ober Bäumer merkt an jenem 11. März sofort Das ist keines der üblichen Leben. Es ist stärker, länger.

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Der heute 66-Jährige lebt rund 30 Kilometer südlich des Kernkraftwerks Fukushima. Damals unterrichtet er gerade eine englische Schülerin.

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Hier stand mein Auto auf dem Parkdeck. Da bin ich hin. Das war ungefähr fünf Minuten nach dem Beben. Zwischendurch haben wir noch oben in der Schule alles ein bisschen klargemacht. Wir hatten schön ein großes Aquarium gehabt, das umgekippt war oder geborsten. Die Fische sind da alle verstorben, erstickt. Das hab ich gar nicht bemerkt. Er springt ins Auto, will nach Hause fahren zu seiner Frau. Im Haus angekommen ist von der Ehefrau keine Spur. Er zögert nicht, greift in Windeseile ein paar Dinge und läuft los.

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Wir gehen jetzt die Treppe hoch, die ich damals mit meinem kleinen Rucksack und Wertsachen auf dem Rücken gegangen bin. Dies ist ein Hügelchen über über meinem Haus. Da ist ein kleiner Tempel und das war meine Idee. Gestern mal rauf. Da bist du sicher. Eine richtige Entscheidung des Ostwestfalen aus dem Kreis Herford. Auch einige Japaner haben dort Zuflucht gesucht. Durch die Bäume kann man das Meer sehen. Alle gucken ängstlich dorthin.

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Dann sagte einer von denen Das ist mir unvergesslich. Jetzt ist es gekommen da unten bis zur Augenklinik. Es war schon ziemlich bedrückt. Die Stimmung.

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Nee, nicht alle haben so viel Glück wie der Deutsche.

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Der Tsunami wird insgesamt etwa 20000 Menschen in den Tod reißen. Tausende müssen ihre Heimat verlassen. Auch im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi spielen sich derweil dramatische Szenen ab. 50 Minuten nach dem Seebeben trifft die gewaltige Flutwelle auf das Kraftwerk. Der komplette Strom in den drei Reaktoren, die zurzeit am Netz sind, fällt aus. Mitarbeiter von Tepco haben die Szene später nachgestellt. Als das Unglück passiert, sind sie völlig überfordert. Eine solche Situation haben sie nie simuliert. Radioaktivität tritt aus.

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Alle Häuser im Umkreis von drei und zehn Kilometern werden evakuiert. Japans damaliger Regierungschef, der Demokrat Naoto Kan, fliegt zum Atomkraftwerk Rango.

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Nach den Wasserstoff Explosionen in Block 1 und 3 steht Block 4 in Flammen. Die Radioaktivität in der Umgebung ist ziemlich hoch.

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Aber die Frage nach der Evakuierung Radios wird auf 20 Kilometer ausgeweitet. Betroffen sind 160 000 Menschen. In Deutschland wird die Katastrophe der Anfang vom Ende der Atomkraft sein, in Japan nicht. Wer sich über die aktuelle Lage in dem Atomkraftwerk einen Eindruck verschaffen will, kann das im Informationszentrum des Kernkraft Betreibers Tepco tun. Nur wenige Kilometer vom AKW entfernt an Bord zu werfen.

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Soviel hatte den ersten Überblick über das damalige Geschehen gibt dein Film.

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Ansonsten geht es in der Ausstellung um die aktuellen Herausforderungen in dem havarierten Kraftwerk etwa die mehr als 1000 Tanks mit Tritium belasteten Wasser auf dem Gelände. Es ist das Kühlwasser aus den geschmolzenen Reaktoren. Nächstes Jahr werden die Tanks voll sein. Doch wohin damit? Die Regierung kam zu dem Schluss, die günstigste Variante sei ein Ablassen ins Meer. Ausstellungs leiter jun zuo Marina no kuni törchen düster.

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Von den zwei Möglichkeiten der Wasser Entsorgung, es verdunsten oder verdünnt ins Wasser abzulassen, glauben wir nach der wissenschaftlichen Untersuchung, dass es den Menschen weniger schadet und die realistischere Variante ist es, ins Meer einzuladen. Aber natürlich bereitet das den Fischerei Betrieben Sorgen, die um ihren Absatz bahner. Deshalb wird darüber noch diskutiert.

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Bücher die Runde gemacht. Da haben recht.

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Eigentlich hatte die Regierung ihre Entscheidung bereits bekannt geben wollen, diese dann jedoch kurzfristig zurückgezogen, ohne einen neuen Termin zu nennen. Nach Informationen des ARD Hörfunks gibt es jetzt auch die Option, weitere Tonks aufzustellen, obwohl das bislang nie zur Debatte stand.

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Ruhig schaukeln die Schiffe im Hafen von Ona Hammer, heute sind nur die Küsten Fischer rausgefahren, deshalb ist der Fisch Verarbeitungs Halle nicht viel los.

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Um Punkt 11 wird mit der Glocke gebummelt. Dann versammeln sich rund ein Dutzend Männer um die blauen und orangefarbenen Kisten. Toshi, Hüte. Ono hat ein Unternehmen für Fisch Verarbeitung und leitet auch eine entsprechende Genossenschaft. Dass die Regierung ihre Entscheidung über das Wasser nochmals vertagt hat, sieht er als gutes Zeichen.

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Hugo, der heute in Uganda lautet, das Bademode.

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Wir waren ja auch erst davon ausgegangen, dass sich die Regierung schon entschieden hat. Aber im Laufe der Gespräche haben sie gemerkt, dass der Widerstand gegen das Ablassen des Wassers größer ist, als sie erwartet hatten. Vielleicht besinnen sie sich deshalb noch nicht. Doch. Und selbst wenn es eingeleitet würde, möchte er, dass man statt von Kontaminierte von behandelt im Wasser spricht. Andernfalls würde der Ruf Fukushima noch schlechter, sagt er. Denkt Nein.

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Wenn es sich nicht vermeiden lässt, dann sollte das Wasser von unabhängigen Experten nachgeprüft werden, z.B. von den Vereinten Nationen. Denn weder wir Fischer noch die Bevölkerung haben ausreichend wissenschaftliche Kenntnisse, um die Qualität des Wassers zu beurteilen. Deshalb braucht es da eine Kontrollinstanz.

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Das sagt auch Florian Gehring vom Deutschen Bundesamt für Strahlenschutz. Zur Not müsse es nach gereinigt werden. Dann aber sieht er kein Problem für ein Einleiten des Wassers. Auch weil die Küste vor Fukushima steil und tief abfallen.

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Der Stoff Tritium wurde schnell verdünnt, reichert sich nicht groß im menschlichen Körper an. Er hat keine großen Wirkungen und ist deswegen relativ ungefährlich. Man sieht es auch Jedes Kernkraftwerk auf der Welt hat Tritium Ableitungen.

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Würde Japan das Wasser über einen Zeitraum von zehn Jahren einleiten, wäre die Belastung zu vernachlässigen, so Gehring vom Bundesamt für Strahlenschutz.

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We want to the next to think ordnend. Neben der Frage, was mit dem Tritium haltigen Wasser passiert, steht Kernkraft. Betreiber Tepco auch beim Rückbau des AKW vor enormen Herausforderungen. Unter anderem muss die Kernschmelze Masse untersucht und dann irgendwann entfernt werden. Zuletzt versuchten Mitarbeiter am AKW herauszufinden, wie es um die nicht geschmolzenen Brennstäbe steht, so der Leiter, der es Tepco Informationszentrum zog.

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Dazu gehören sich Dutzende dominierender Tokio.

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Derzeit werden aus den Reaktoren 1 und 2 die Trümmer entfernt, die durch die Explosion entstanden sind und es wird die radioaktive Belastung untersucht. Das dient der Vorbereitung, um die Brennstäbe herauszuholen.

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Tote ICI Niveau.

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Läuft alles nach Plan? Soll das 2027 passieren und bis 2031 abgeschlossen sein? Wer mit dem Auto in Fukushima unterwegs ist, wird sich garantiert mindestens einmal verfahren. So viele Straßen sind neu entstanden, dass die Navigationsgeräte kaum hinterherkommen und einige Ortsteile sind wegen hoher Strahlenwerte nach wie vor Sperrzone. Zu den Orten, in denen erst in den letzten beiden Jahren überhaupt Teile freigegeben wurden, gehört Oh Kuma, rund 7 Kilometer südwestlich vom Atomkraftwerk Fukushima Daiichi.

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Im Supermarkt sind die Regale vor allem mit zwei Dingen gut gefüllt. Alkohol und Instant, Suppen, Nudeln. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass in Kuma vor allem männliche Singles leben. Konkret sind das 600 Arbeiter von Tepco, die den kontaminierten Müll entsorgen. Insgesamt leben in ganz Kuma nicht einmal 1 000 Menschen. Vor der Katastrophe waren es zehnmal so viel. Und auch hier zurückgekommen sind vor allem ältere Menschen. So wie die Ja zu Mazur Nager und seine Familie. Er hat durch den Tsunami sein altes Haus am Meer verloren und nun in Oklahoma statt neu gebaut.

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Im Garten wachsen Gemüse und Mandarinen, in einem Teich schwimmen koi Karpfen.

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Coconut mal schön.

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Sicher, früher haben wir an der Küste gewohnt am Meer. Aber andererseits fühlen wir uns inzwischen auch hier wohl. Wir haben einen Fluss in der Nähe, so wie früher.

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Also es ist doch Heimat geworden.

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Sickerten Modo dran. Coruña Ich galt über das Nukem gut befinden.

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Obwohl hier ja zu früher selbst politisch für die Liberaldemokraten, die Japan seit Jahrzehnten fast durchgängig regieren, aktiv war, fühlt er sich in gewisser Weise betrogen.

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No, no.

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Wir sind aufgewachsen in dem Glauben, dass ein AKW eine super sichere Sache ist. Das war sozusagen wie eine Art Gehirnwäsche. Bloß diese Sicherheit ist zusammengebrochen. Heute sage ich Dieses Wundermittel Atomkraft von Null auf sofort sehr viel Energie zu produzieren, ist vielleicht attraktiv, aber die Sicherheit geht vor. Das sollten wir laut weitersagen nicht tun.

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Es sei schon verrückt, dass Deutschland danach den Atomausstieg erklärt habe und Japan immer noch weiter auf Atomenergie setze, findet der 68-Jährige. Das sehen seine Freunde Hideo und Hierro Metha Cabana, die gerade zu Besuch sind.

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Ähnlich hinunterging Jorgo Gegenstücken. Die nationale Energiepolitik setzt auf Atomkraft. Dennoch Trotz dieses Unfalls hat sich die Regierung bis heute nicht bei uns entschuldigt. Ich habe kein Vertrauen mehr in die Regierung, sondern oder?

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Diese hat auch viel zu wenig getan, um das Image der Region zu verbessern. Die Menschen seien weiter misstrauisch.

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Da kann man doch nicht in der Dakini, sagt Pfitzmann.

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In einem Gemüse Geschäft lagen zwei Sorten Paprika nebeneinander. Die einen kamen aus China und die anderen aus Fukushima. Letztere waren sogar billiger. Aber ein Kunde sagte trotzdem A aus Fukushima. Nein, danke, ich nehme lieber Paprika aus China zurück.

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Na prima. Immer noch sind die Vorbehalte innerhalb der japanischen Bevölkerung gegenüber Lebensmitteln aus Fukushima groß, obwohl Japan inzwischen Produkte fast überall hin exportieren darf. Georg Steinhauser ist Professor für Radio Ökologie an der Leibniz Universität Hannover.

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Lebensmittelsicherheit in Fukushima ist eines seiner Spezialgebiete.

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Ein verzehrende Produkte in Fukushima ist meines Erachtens völlig unproblematisch. Die Lebensmittelsicherheit in Japan hat ein Maß an Sicherheit erreicht, dass es weltweit wahrscheinlich kein zweites Mal gibt.

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Doch es gibt auch immer wieder Ausreißer. So wurden im Februar bei einer Fischart fünffach erhöhte Cäsium Werte festgestellt. Das Misstrauen gegenüber der Regierung und dem Energie Betreiber Tepco und anderen aus der Branche sind aufgrund zahlreicher Versäumnisse groß. Die Wahrheit wurde manches Mal erst auf öffentlichen Druck hin bekannt. Immer wieder kamen Bestechung, Skandale ans Licht. Fukushima wiederzubeleben ist da doppelt schwer. Die Bevölkerungszahl in den Gemeinden rund um das havarierte AKW liegt weit unter der von 2011. Die Regierung pumpt deshalb Milliarden in die Region.

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Ab diesem Frühjahr zahlt sie Umzugs willigen Prämien von bis zu 16 000 Euro. Und sie setzt auf Spitzentechnologie. Damit Fukushima zu dem wird, was der Name bedeutet Glücks, Insel oder Insel der Freude für Ataka. Jeder Mazur ist die Region. Das schon auf gewisse Art und Weise. Er hat hier auf dem Roboter Testfeld beste Bedingungen für seine Firma Terra Labor gefunden.

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Rocky Horror so groß gehen wir, entwickeln Drohnen, Flugzeuge und um die zu testen, braucht es eine Landon Startbahn von einer bestimmten Länge. Und die gibt es für industrielle Zwecke in ganz Japan nur in Fukushima. Deshalb haben wir uns direkt nachdem es ausgeschrieben war, beworben und den Zuschlag bekommen.

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Der Kuckucke Annexionen. Ob unsere Guide etwaige Woronin gemastert?

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Als das Roboter Testfeld 2018 eröffnet wurde, war es das erste weltweit mit einem drohenden Testgelände auf der 500 Meter langen Startbahn wartet bereits der Stolz von 40! Chef Matura. Ein Dronen Flugzeug hebt ab. Der Prototyp kann bis zu 140 Kilometer pro Stunde erreichen. Ist aus Verbund Werkstoff und wiegt keine 20 Kilo.

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Teilnehmer Basso Konia Wir bekommen Zuschüsse von der Stadt, von der Präfektur.

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Es sind Fördermittel für den Wiederaufbau von Fukushima vorhanden und es gibt weitere sehr günstige Bedingungen für uns. Und da wir jetzt hier sind, können wir auch leichter neue Investoren suchen und finden.

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Ich hatte am Tag seines Gallimard mit dem. Ähnlich ist die Situation bei Fukushima Hydrogen Energy Research Field Auf einer Fläche von 22 Hektar wird dort zur Wasserstoff Produktion geforscht. Fünf Unternehmen haben sich unter dem Dach der staatlichen Organisation für Forschungs und Entwicklungsprojekte, kurz Nido, zusammengeschlossen. Alles ist streng geheim. Die Anlage darf nur von außen besichtigt werden. Aguirre arbeitet bei Nido. Er hat den etwas umständlichen Titel Generaldirektor der Abteilung Battery für die nächste Generation und Wasserstoff.

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Er führt herum und bleibt vor mehreren Tanks stehen. Bowling tank, we have help. Das sind Speicher Tanks. Wir haben acht davon. Jeder ist 18 Meter hoch und kann etwa bis zu fünf Kilo Wasserstoff aufnehmen.

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Auf zwei Kilogramm. Heidrich kann sich dort das System.

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Die Anlage, die erst vor einem Jahr eröffnet wurde, gilt als Leuchtturmprojekt. Sie passt gut zu den Klimazielen Fukushima. Bis 2040 soll sämtliche Energie erneuerbar gewonnen werden. Die Präfektur nimmt in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle in Japan ein und der Ausbau des Wasserstoffs ist eines der zentralen Ziele der japanischen Regierung. Oh Jira fährt in Japanisch fort Mada no, no, no!

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Habe ich mir. Die Forschung zu Wasserstoff sind ja schon mehrere Jahre alt, aber unsere Technologie steckt immer noch in den Kinderschuhen.

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Gildo. Ziel müsse es zudem sein, grünen Wasserstoff zu produzieren. Das bedeutet Wasserstoff, der durch Wasser Spaltung aus erneuerbaren Energien wie Wind oder Sonnenenergie oder Wasserkraft gewonnen wird.

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Energy Transition Hi nein, um die Energie Struktur eines Landes zu verändern braucht es Jahrzehnte.

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Forschung und Entwicklung ist die eine Sache. Aber wir müssen auch das Vertrauen der Bevölkerung für Wasserstoff gewinnen und es müssen junge Leute ausgebildet werden, die unsere Systeme weiterentwickeln können.

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Mutter Daisy Gekündigte Lagertor machen wie bei einem Roboter Testgelände geht es auch beim Wasserstoff Zentrum momentan weniger darum, Arbeitsplätze zu schaffen und Menschen dauerhaft an die Region zu binden. Vielmehr müsse das angekratzte Image Fukushima aufpoliert und das Bild der Reaktorkatastrophe durch etwas Neues, Fortschrittliches ersetzt werden, sagt Oh Jira. Dabei sollen im Sommer die Olympischen Spiele helfen.

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Ich grüße Matto Sozialgelder. Wir hoffen, dass für die Sommerspiele unser Wasserstoff für das Olympische Feuer verwendet wird. Gerade weil er hier in Fukushima mit Strom aus erneuerbaren Energien produziert wird, hat jeder Budo sterben müssen.

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Das wäre sicher ein wichtiges Signal für die Menschen in Fukushima. Olympia. So wird die japanische Regierung nicht müde zu betonen, soll ein Zeichen für den gelungenen Wiederaufbau zehn Jahre nach der Katastrophe sein. Ob diese Rechnung aufgegangen ist, darüber gehen die Meinungen der Menschen in und um Fukushima auseinander. Der Rentner vom Miyagi Kono aus dem vom Tsunami schwer getroffenen Riku Senta Cata ist skeptisch.

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Spekulationen Die Olympischen Spiele finden ja alle vier Jahre statt. Aber die Region hat sich von den Tsunami dieser Größe noch nicht erholt. Und überhaupt ist auch kein Olympia in Japan, sondern in Tokio. Und das hat mit uns nichts zu tun. Im Gegenteil Durch Olympia hat sich der Aufbau hier sogar verlangsamt und ist doppelt so teuer geworden, weil Gelder und Arbeiter erst einmal nach Tokio gegangen sind.

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Immer für immer Land, die machen. Das sieht seinen Namensvetter Makoto von der Stadtverwaltung ein bisschen anders.

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Grußkarte So Kioto sind Crêpe. Und wir hatten zunächst die Sorge, dass sich durch Olympia alles nur noch um Tokio und die damit verbundenen Neubauten dreht. Doch von diesem ganzen negativen Effekt haben wir Gott sei Dank relativ wenig gespürt. Unsere Stadt wird Athleten aus Singapur aufnehmen und darauf freuen wir uns alle.

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Manche durchschütteln kann sie.

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Ob das so kommt, wird man erst noch sehen. In der japanischen Bevölkerung gibt es große Vorbehalte gegen Olympia. Eine Mehrheit ist dagegen, ebenso wie gegen die Fortführung der Atomkraft. Dennoch wird sie mit aller Macht vorangetrieben. Kurz vor Jahresende gab der Gouverneur einer der am schlimmsten vom Tsunami betroffenen Regionen grünes Licht für das wieder Anfahren eines AKW im kommenden Jahr. Japan hat viel geschafft in den zehn Jahren seit dem 11. März 2011. Aber eines hat sich nicht geändert Was die Bevölkerung will, interessiert die Regierung wenig.

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Sie macht einfach weiter. Wie immer. Das war der Hintergrund.

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Atomkraft trotz Fukushima. Japan zehn Jahre nach der Reaktorkatastrophe. Eine Sendung von Kathrin Erdmann. Redaktion Norbert Weber.