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Herzlich willkommen Lage der Nation Ausgabe Nr. 198. Die dritte und letzte Sommerlager, die wir euch in diesem Sommer präsentieren. Am Mikrofon natürlich, wie immer. Philip Banse Das bin ich. Und am anderen Ende der Leitung sitzt Urs Meier.

[00:00:17]

Herzlich willkommen auch von meiner Seite, und wir springen mitten hinein in eure Fragen. Wir haben ja quasi einen zweiten Blog AMA ask me! Noch relativ spontan ins Programm genommen, einfach weil er so viele spannende Fragen gestellt habt, dass das in einem Blog ein bisschen zu lang geworden wäre. Und beispielsweise gibt's immer wieder Fragen dazu, wie eigentlich die Lage entsteht, und gerade auch zum technischen Equipment. Viele Leute fragen Philipp, vielleicht magst du dazu mal was sagen? Zum Beispiel?

[00:00:46]

Fragt nämlich Yuki, wie sind die audio technischen Hintergründe bei der Lage der Nation? Wie z.B. laufen die Aufnahmen editiert und so weiter ab, und zwar besonders, auch wenn Ihr Rimbauds Wie machen wir das?

[00:00:59]

So ist es so, dass wir das jetzt zum Beispiel auch machen. Dann nutzen wir eine Software, die nennt sich Rapa. Das ist so eine Audio Software kostet 50 Euro. Ich glaube, wir haben sogar 300 bezahlt. Commercial leistet es. Aber wenn man das so privat macht zum Hobby, dann kostet es irgendwie 50 Euro, und dazu muss man sich installieren. Ultraschall, das ist ein Software, sagt man so ein Add on zu dieser Software, die das ganze zu einer echten Podcast Maschine macht?

[00:01:29]

Das hat eine gewisse Lernkurve, das Ding, aber wenn man sich ein bisschen damit beschäftigt, kann man damit wunderbare Podcast Aufnahmen machen, Kapitel machen, diverse Audio Regulierung durchführen und man kann sich relativ einfach über die Ferne verbinden und das läuft dann direkt rein in die Software. Das machen wir mit einer Software. Die nennt sich Studio Link, die es bei Ultraschall und Repol schon mit eingebaut, und du musste dann auf der anderen Seite auch noch so ein kleines Programm installieren und erst mal eigentlich relativ fix in sehr guter Qualität mit sehr geringer Latenz verbunden.

[00:02:07]

Und dann nehmen wir aber trotzdem so Sicherheit auf. Das heißt, ich nehme hier mich auf und Ulf, wie er hier ankommt. Und Ulf nimmt sich auf seiner Seite auch nochmal auf, weil es dann manchmal doch kleine Aussetzer gibt und die lokale Aufnahme einfach doch einen Tick besser noch ist. Dann schickt er oder lädt das hoch und legt das dann an. Wir machen Meersburg Aufnahmen. Das ist zum Beispiel eine Sache, die Podcast und Podcast mittlerweile STANDARD ist im öffentlich rechtlichen Rundfunk.

[00:02:36]

Und so ist das alles überhaupt nicht der Fall. Deswegen sind viele Aufnahmen von Podcasts, Podcasts mittlerweile audio. Technisch finde ich deutlich qualitativ besser als die vom öffentlich rechtlichen Rundfunk, weil wir eben die Möglichkeit haben, was ich spreche. Ulf hustet oder knackt am Mikrofon. Da kann man das auf der anderen auf der einen Spur ausschneiden, und dafür kriegt man eine bessere Soundqualität hin.

[00:02:57]

An Mikrofonen haben wir die Schuhe im 7b. Das sind Mikrofone, die finde ich sehr gut, klingen vor allen Dingen auch in Räumen, die jetzt akustisch nicht so ganz so optimal sind. Also mal irgendwas brummt und zischt und hallt und der Nachbar doch irgendwie an der Wand rum rumpelt oder so. Dafür sind diese Mikrofone, finde ich ziemlich gut, weil die unter diesen nicht optimalen Bedingungen, finde ich, einen ziemlich guten Klang machen.

[00:03:21]

Das ist jetzt quasi die optimale Situation, wenn wir im Studio sind. Wenn wir Grimaud sind, haben wir nicht immer die Schuhe. Dann haben wir Beispiel auch häufiger mal ein Headset an oder so. Da habe ich zum Beispiel ein relativ simples, eigentlich von Sennheiser, das aber trotzdem ganz gut klingt. überraschenderweise. Und wir haben aber auch so Profi HZDS. Wie heißen die nochmal, Philipp?

[00:03:41]

97. Es wechselt nur ein bisschen was an Hardware einsetzen, aber viel hat die Software ja gerade genannt. Aber genau das sind so die Bestandteile.

[00:03:53]

Wir exportieren dann halt die einzelnen Spuren aus der Software und schicken sie nochmal durch einen Dienst, den alle kennen sollten, die sich irgendwie mit Audio und Audio bei Video beschäftigen. Dann nennt sich auch Fonic. Da kann man diese Audio Spuren schicken und auf Fonic macht daraus den gleichen Level und es wird so ein bisschen rauschen wird rausgenommen und die Spuren, wo nichts gesagt wird, werden halt runter geregelt, sodass insgesamt der Hintergrund sich deutlich reduziert. Damit kriegt man dann nochmal einen ordentlichen Push, was die Audio Qualität angeht.

[00:04:25]

Ja und dann veröffentlichen und das mit WordPress Plugin und dem Publisher der Welt, das eigentlich zum Kern unseres Roloff und vielleicht noch Stichwort Audio Qualität.

[00:04:38]

Die Frage von Andreas Warum steigt Ihr Versprecher und Falschinformation im nächsten Satz korrigiert werden, nicht rausfinden. Wieso machen wir das teilweise? Versprecher, reine Versprecher. Manchmal kannst du dir sogar rausnehmen. Aber wieso machen wir das teilweise auch bewusst nicht? Da gibts ja gute Gründe dafür. Also ich denke. Ich denke, der Hauptgrund ist, dass es einfach wesentlich Podcasting. Es ist halt einfach die Idee, der Anspruch bei der Lage ist ja, das ist, wie in der allerersten Folge mal formuliert haben.

[00:05:06]

Ein gutes Gespräch über Politik, und zu einem guten Gespräch gehört es auch, dass nicht jeder gleich druckreif sprechen kann. Also ich persönlich finde sogar, dass die Lage gerade dadurch an Authentizität gewinnt. Und wie soll ich sagen an Zugänglichkeit gewinnt, dass wir eben auch nicht perfekt sind? In jeder Hinsicht nicht. Dazu gehört natürlich auch, dass wir uns mal versprechen, was wir empfindest. Du das?

[00:05:28]

Ja. Ich schneide das ja hinterher. Es gibt so ein paar Sachen, zum Beispiel? Neulich hab ich irgendwie gesagt Tröpfchen sind gleich Aerosol. Was falsch ist, und du hast das dann korrigiert. Also, ich finde das erst mal, fällt in diese Kategorie.

[00:05:43]

Es hat ein Gespräch, und man korrigiert das dann aber auch akustisch gar nicht so richtig vernünftig herauszuschneiden, ohne dass man sich fragt, was so?

[00:05:54]

Ja, das ist ja dann auch mal die Frage Kriegt man das rausgeschnitten, ohne dass man da irgendwie Wesentliches wegschneiden und die Leute drüber stolpern, beim Schneiden hinterher? So die groben Sachen denkt, die mache ich eigentlich schon immer raus. Ich schaffe es halt nicht jedes Mal, weil diese Produktion ja dann doch recht aufwendig ist, sondern wir sitzen ja einfach dann schon, wenn wir uns morgens um neun treffen. Und um 17 Uhr ist die Aufnahme fertig, und sich dann nochmal zwei, drei Stunden hinzusetzen und zu schneiden, das schaffe ich einfach nicht jedes Mal.

[00:06:20]

Ich finde es aber auch keinen Gewinn. Ganz ehrlich Der Andreas hat als Beispiel hier den Punkt genannt, dass wir das hier mal in irgendeiner Form gesagt haben, dass die Europäische Zentralbank Steuergelder ausgibt. Und das haben wir dann korrigiert, weil das ja eine Zentralbank ist, die selber das Geld Anführungsstrichen druckt.

[00:06:37]

Und da würde ich zum Beispiel sagen, das wäre überhaupt kein Gewinn gewesen, das herauszuschneiden. Ganz im Gegenteil. Das ist ja vielleicht eine fel Vorstellung, die auch viele Hörerinnen und Hörer haben, z.B. Steuergelder ausgibt. Insofern ist doch diese, wie soll ich sagen, dieser Versprecher oder dieses Vertun, das wir dann korrigieren, ist doch sogar viel spannender, als wenn wir es von vornherein nur richtig sagen würden, weil das zum einen natürlich erklingt und zum anderen quasi ganz aktiv mal mit einer fel Vorstellung aufgeräumt wird.

[00:07:05]

Insofern, finde ich, gibt es auch inhaltliche Gründe, jedenfalls solche Dinge drin zu lassen. Was anderes sind ja irgendwie so Sachen oder sowas, oder? Husen Oder so. Ich meine, das ist halt einfach. Das stört halt einfach. Das bringt niemandem was häufig raus, wenn die Zeit ist.

[00:07:18]

Ja, das ist halt so eine, auch so eine philosophische Frage. Na also. Viele amerikanische Formate sind ja mega durch produziert. Neulich habe ich gehört, der Michael Barbarossas von The Daily Mail, was im Kontext war. Aber da habe ich so einen Mitschnitt gehört, wo er dieses Wort today und das hat er 10, 15 Mal eingesprochen, was er hat.

[00:07:47]

Der Produzent hat ihm erst mal gesagt Ich kann's nicht wirklich.

[00:07:57]

Der hat das Quali. Jetzt kann ich. Aber das war eine legitime Aufnahme, wo ich gemerkt habe Die Leute, also das ist mir einfach zu viel Energie und zuviel Zeit für eine Sache, wo ich denke, das braucht keiner so, und das mag dann sein, dass wir dann vielleicht manchmal ein bisschen zur anderen Ecke aus.

[00:08:18]

Reißen ja, wo das dann vielleicht mal ein bisschen zu hin und her und zu chaotisch und unsauber ist. Aber ich denke, das ist einfach unser Format, das sind wir. Das denke ich nämlich auch.

[00:08:29]

So empfinde ich das ja noch genau.

[00:08:33]

Wie wichtig ist Twitter als Barometer für gesellschaftliche Diskurse? Wie repräsentativ ist das Medium?

[00:08:41]

Wie soll ich das sagen? Natürlich ist das eine Blase. Bei Twitter kuratiert man sich die Leute zurecht, denen man folgt, und deren Nachrichten sieht man in der Regel klar. Dann kommt auch mal manchmal ein bisschen was anderes rein. Aber man kuratiert sich da schon so ein bisschen seine Blase in ganz erheblichem Maß zurecht. Barometer Ich nutze das schon. Ich nutze eine App, die nennt sich nasale Nutze.

[00:09:04]

Da hab ich meine Twitter eingegeben, und der saugt mir quasi alle Links zu Publikationen raus, die so durch den Stream gehen.

[00:09:13]

Also Artikel, Links zu Artikeln auf irgendwelchen Zeitungen, Blogs wie auch immer, YouTube und so. Das ist sozusagen ein Medium Kondensat, was da Twitter filterblase generiert wird. Und das finde ich schon interessant. Das hat schon ein Barometer Charakter. Also wo ich denke okay, bei den tausend Leuten, die ich jetzt folge, da sind diese 15, 15 Artikel. Das sind einfach die, über die gerade alle reden. Und die lese ich dann, dass ich würde.

[00:09:40]

Ich würde auch sagen, dass Twitter einfach deswegen ein sehr gutes Barometer ist, weil doch die allermeisten Fragen, die irgendwie gesellschaftlich diskutiert werden, irgendwie bei Twitter aufpoppen. Du hast natürlich völlig recht. Man kann sich theoretisch auch irgendwie in einer Twitter Blase einmauern, wenn man das will. Aber ich glaube, es erfordert schon einen erheblichen Aufwand, wirklich relevante gesellschaftliche Diskussionen gar nicht mitzubekommen auf Twitter. Also ich finde, das ist schon ein sehr schönes und sehr schöner Nachrichten Kondensator, wo man ein aggregator.

[00:10:09]

Und ich habe darüber jedenfalls schon sehr, sehr viele spannende Dinge mitbekommen. Ich würde nie behaupten, alles mitzubekommen, aber deswegen verlassen wir uns ja auf Twitter auch nicht alleine. Ich lese die Süddeutsche Zeitung sehr aktiv. Ich lese in York Times ziemlich aktiv. Wir gucken aber auch in viele andere Dinge immerhin nochmal rein. Und ich denke, in der Summe kriegen wir jedenfalls sehr vieles mit.

[00:10:29]

Na klar kann man mal was übersehen, aber das ist, denke ich mir, schon ein ganz guter Schnitt, so durch die aktuelle Diskussion.

[00:10:35]

Ich würde die Analogie ziehen zu diesen sogenannten Agenturen, also Journalisten, Journalistinnen, die so in etablierten Häusern arbeiten. SPIEGEL, Deutschlandfunk etcetera. Die Nachrichten, Redaktionen arbeiten. Die haben halt eine Anwendung offen, wo die Meldungen der Agenturen eingehen, die dieses Medium abonniert hat. DPA AFP, reuters et. Und da sitzen die halt so davor und gucken immer so. Was geht denn so, was es denn gerade so eine Eilmeldung. Was ist das Thema, für das ich mich interessiere?

[00:11:06]

Und die Analogie bei uns ist halt Twitter. Habe ich das Gefühl, die schauen halt, was macht? DPA Was macht Reuters? Was macht AFP? Wer meldet da was gerade? Und was wird da gerade groß debattiert? Worüber? Worauf müssen wir reagieren? Wozu müssen wir heute Abend eine Nachrichtensendung machen? Bei uns ist das eher so Twitter, wo man so guckt. Worüber reden die Leute? Ist es wichtig, nicht wichtig? Interessant? Muss man nochmal recherchieren?

[00:11:30]

Kann man dem glauben? Interessanter Artikel. Inspiration würde ich mir, so würde ich es auch nennen.

[00:11:36]

Und dann ist es natürlich auch so, dass wir inzwischen in den Kommentaren zur Lage einfach sehr viele spannende Tipps bekommen.

[00:11:42]

Deswegen ist klar Twitter ist auch immer schön und gut. Aber es ist für uns deutlich schwieriger zu händeln. Wenn ihr uns inhaltliche Tipps geben wollt, freuen wir uns vor allem über einen Kommentar. Wir haben jetzt gerade die Kommentarfunktion deutlich aufgemöbelt und müssen jetzt noch ein bisschen Erfahrungen damit sammeln, wie gut das funktioniert. Aber haben da eine neue Software online gestellt? Discours und versprechen uns davon, dass die Kommentare auch irgendwie noch reger genutzt werden. Also wenn ihr eine gute Idee habt, dann kommentiert sie am besten direkt in dieser Rubrik themenvorschläge bei uns in den Kommentaren auf Lage der Nation Punkt.

[00:12:16]

Org oder direkt Talk, Punkt, Lage der Nation. Punkt. Genau. Genau.

[00:12:20]

Was haben wir ja noch gefragt, wo wir gerade beim Thema Kommentare und Vorschläge für die Lage sind. Was sind eure Pläne in der Lage, zukünftig kontroverser zu diskutieren? Das ist ja auch irgendwie so ein bisschen so ein Dauerbrennern kontroverser werden. Oder sind wir euch nicht vielleicht sogar schon kontrovers?

[00:12:38]

Also wie soll ich das sagen? Ich finde, kontrovers ist kein Wert an sich und dieses Format, so wie wir das jetzt machen. Das hat als architektonisches Grundgerüst uns beide und die Werte, die uns wichtig sind und an denen wir uns orientieren und an denen wir die Realität, wie sie uns so begegnet, messen. Das ist unsere Messlatte, die wir anlegen, um zu gucken Was finden wir denn jetzt? Gut, schlecht, verwerflich, unterstützenswert. Und so ist es natürlich so, das kann man, glaube ich.

[00:13:13]

Das ist kein Geheimnis, dass unsere Werte, mit denen wir so durch die Welt. Schon sehr ähnlich sind. Es gibt eine große Deckung und das ist für ein kontroverses Format, wenn man das denn machen will, wahrscheinlich ein bisschen schwierig und nicht die beste Konstruktion. Ich finde aber, dass aus dem, was da entsteht, dass das jetzt nicht so super kontrovers ist, sondern eher so ein konstruktiv kursive ist. Wir erklären uns so ein bisschen, was wir so sehen Format, dass das durchaus genauso großen Wert hat wie ein Format, bei dem wir quasi nur miteinander diskutieren, mit uns nie einig werden.

[00:13:54]

Da würde auch Erkenntnisse herausfallen. Aber aus unserem Format fallen auch Erkenntnisse raus. Und ich glaube, es ist nichts problematischer als jetzt, künstlich Kontroverse zu konstruieren.

[00:14:04]

Wobei man natürlich sagen muss, dass wir uns ja durchaus auch sehr darum bemühen, andere Sichtweisen im Podcast zu holen. Wir sind zum Beispiel beide Männer. Deswegen versuchen wir systematisch Frauen einzuladen, um eine weibliche Perspektive einzubringen. Wir haben uns jetzt genau. Wir haben auch zum Beispiel versucht, Leute von allen Parteien mal in die Lager zu holen. Wir hatten im Herbst oder im Winter ein ausführliches Interview, zum Beispiel mit Marco Luczak von der CDU zum Thema. Vor allem zum Thema Familienpolitik.

[00:14:34]

Vieles von dem haben wir in der Lage auch durchaus schon mal etwas anders beleuchtet und versuchen aber, dadurch die Lage insgesamt zu einem kontroversen Format zu machen. Das ist natürlich, wie soll ich sagen, work in progress. Da werden wir jetzt nie an den Punkt kommen, wo wir sagen Die Lage, die Lage ist, ist ein Streit Format.

[00:14:52]

Aber da hat Philipp ja auch schon gesagt, warum das eigentlich sein muss. Ich finde, wichtig ist nur, dass das, was wir so darstellen, einfach die wesentlichen inhaltlichen Aspekte bringt. Aber das tun wir ja auch. Da zitieren wir dann eben Menschen aus den verschiedensten Parteien, sodass diese Sichtweise jedenfalls auch vorkommt im podcaster. Und wir müssen sie ja nicht notwendigerweise teilen.

[00:15:12]

Den Unterschied will ich auf jeden Fall auch machen. Ich würde ein Unterschied machen zwischen ausgewogen, bunt und kontrovers.

[00:15:20]

Wir bemühen uns natürlich, die Argumente alle darzubringen und darzulegen.

[00:15:24]

Aber ich finde, unter kontrovers verstehe ich es so, dass du sagst Was weiß ich? Impfpflicht für Masern? Auf jeden Fall. Und ich sage auf gar keinen Fall. Oder die Staatshilfen für Coruna, die ausgeschüttet wurden. Milliarden über Milliarden. Du sagst wunderbar, halte ich für richtig.

[00:15:44]

Und ich bin einfach fundamental anderer Ansicht und sage Das ist Geldverschwendung. Die Leute sollen was, der Markt wird es regeln. Das verstehe ich. Würde ich unter kontroverser stehen, und das können wir einfach nicht konstruieren.

[00:15:57]

Ich glaube trotzdem, dass das glaube ich auch, zumal wir ja an manchen Stellen auch wirklich anderer Meinung sind. Und das sind ja auch irgendwie spannende Stellen.

[00:16:04]

Aber Stichwort Stichwort Diversität in der Lage. Da kam die Frage noch von Ben. Ben fragt Wann können wir Hörerinnen mit mehr Frauen Beteiligung bei der Lage rechnen?

[00:16:15]

Ja, würde ich auch sagen, bemühen uns. Da ist noch viel Luft nach oben.

[00:16:20]

Aber wir bemühen uns tatsächlich darum, wir Wer würden wir zwei oder drei Personen haben, die wir einladen könnten? Und davon ist eine eine Frau? Würden wir die im Zweifel einladen, oder Philipp?

[00:16:32]

Das machen wir jetzt schon so. Es ist je nach Themengebiet unterschiedlich leicht, eine Frau zu finden. Aber wir geben uns jedenfalls große Mühe.

[00:16:40]

So viel kann ich sagen Ja, was haben wir noch für Fragen? Spannende Fragen.

[00:16:46]

Wer wird Merkels Nachfolger Olaf Scholz?

[00:16:50]

Inzwischen hat sich ja jetzt hier so als staatsmännischer Finanzierer, der sich auch finanziell flexibel zeigt, von der schwarzen Null zum dicken Minus. Es sei durchaus in der Lage und hat das bisher ja so ganz gut gemacht.

[00:17:05]

Aber welche? Welche Mehrheit soll den Olaf Scholz tragen? Also mal ganz ehrlich Nach allem, was wir sehen, werden die Grünen im nächsten Bundestag jedenfalls die stärkere Fraktion haben als die SPD.

[00:17:15]

Ja, so sieht es auf jeden Fall aus. Nein, das war nur die Zeit zum großen Artikel dazu. Deswegen Ich fand es jetzt auch nicht so überzeugend.

[00:17:24]

Ich sehe. Olaf Scholz hin oder her. Ich sehe ihn ja vor allem aufgrund mancher rechtsstaatlicher Defizite kritischer Aufarbeitung G20 in Hamburg. Und so hat er ziemlich ziemlich versagt. Finde ich habe von vornherein geleugnet, dass es überhaupt sowas gegeben hätte wie Polizeigewalt. Und das ist für mich als wie soll ich sagen, der sich mit seinem wahrscheinlich wichtigsten Hobby, der Gesellschaft für Freiheitsrechte, für Grundrechtsschutz einsetzt? Einfach eine völlig indiskutabel Position. Da kann man natürlich anders sehen, kann ich sagen.

[00:17:54]

Für mich ist viel spannender, was er jetzt als Finanzpolitiker macht.

[00:17:57]

Aber ich sehe halt einfach nicht, welche parlamentarische Konstellation dazu führen soll, dass die SPD den Kanzler stellt. Das würde ja bedeuten, dass es eine irgendwie geartete Koalition geben müsste, in der die SPD die stärkste Kraft ist. Und das sehe ich einfach nicht oder jedenfalls nicht. Wenn da jetzt nicht irgendwann die SPD irgendwie. Total durch die Decke geht und Olaf Scholz ist sicher auch nicht der totale Rockstar im Wahlkampf, der so etwas bewirken könnte.

[00:18:23]

Es wird ja einer von der CDU sein. Ich meine so viel. Da müssen wir uns jetzt mal keine Illusionen machen, dass die CDU einen Grünen zum Bundeskanzler wählt.

[00:18:33]

Das können wir haben, wenn die CDU die stärkere Fraktion ist oder die CDU CSU.

[00:18:36]

Ja, gut, aber danach sieht es im Moment aus. Davon müssen wir ausgehen. Das kann sich alles noch ändern. Aber wir machen das ja auf der Prognose auf der Basis von heute. Und da würde ich sagen Merkel macht es nicht nochmal raus. Dann ist die Frage Wer macht das Rennen um den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet, Armin Laschet oder Jens Spahn?

[00:18:56]

Also wenn du, wenn das tatsächlich so kommt wie du, es gerade gesagt, dass, dass die Union im nächsten Deutschen Bundestag die stärkste Fraktion stellt und auch tatsächlich mit der Union eine Regierungskoalition gebildet wird? Das sind ja zwei Fragezeichen. Hinter der ersten These ist vermutlich eher ein ganz kleines Fragezeichen. Ich tippe auch darauf, dass die Union stärkste Fraktion wird. Aber ob die Union auch tatsächlich beteiligt sein wird an einer Regierungskoalition? Das hängt ja sehr davon ab, insbesondere mit wem die Grünen sich zusammentun im nächsten Bundestag.

[00:19:25]

Ja, klar. Aber wenn die Union tatsächlich in eine Regierungskoalition anführt, dann würde ich denken Laschet oder sparen. Ich sehe jedenfalls noch nicht, dass sich Söder so weit profiliert.

[00:19:38]

Aber das wäre der dritte Mann, oder Herr Merz? Ja, Herr Merz, also weiß ich nicht, wie du das wahrnimmt. Ich habe den Eindruck, dass Friedrich Merz in den letzten Monaten auch in der öffentlichen Wahrnehmung deutlich, aber auch innerhalb der Union irgendwie ein bisschen ein bisschen abgerutscht ist. In seiner Bewohner ist nicht sein Ding.

[00:19:56]

Und auch sonst so? Er ist halt einfach ein Vertreter eines neoliberalen Kurses, und die gegenwärtige Krisensituation verlangt eben nach höheren staatlichen Ausgaben, nach größerem staatlichen Engagement. Er ist quasi quasi einfach nicht der Mann der Zeit. Der Zeitgeist ist gerade ein anderer. Und Friedrich Merz mit seiner, mit seiner These eines minimalste passt da einfach nicht mehr in die Landschaft meiner Wahrnehmung. Insofern, glaube ich, hatte die kuroda Zeit nicht für ihn gewirkt.

[00:20:24]

Das ist auch mein Eindruck, ist alles ein bisschen unter Vorbehalt, was ich das alles so schnell ändert und was danach kommt. Aber Stand heute würde ich das auch so sehen.

[00:20:34]

Da haben wir noch die Frage kommt auch öfter Erhaltet ihr Drohung aufgrund eure Arbeit politische Kommentare?

[00:20:40]

Wie gehen Sie damit um? Fragt Susanne. Drohung Nein. Ich erhalte keine Drohungen. Nee, nee, muss man wirklich sagen. Ich bekomme das. Das freut mich natürlich sehr. Auch aus dem Kollegenkreis. Sehr viel Anerkennung, also gerade auch aus der Justiz, bekomme ich sehr viel Lob dafür, dass wir die Lage machen und wie wir die Lage machen. Klar, ich meine, die Justiz kommt bei uns auch. Grundsätzlich glaube ich relativ gut weg, weil wir einfach häufig erklären, wie die Justiz funktioniert.

[00:21:07]

Aber da gibt es sehr, sehr viel Feedback. Das muss man ehrlich sagen, was mich positives Feedback, was mich natürlich sehr freut.

[00:21:13]

Ich habe jetzt neulich für einen Tag, um genau zu sein, eigentlich so den Kommentar bisher in meinem Leben bekommen. Da hab ich getwittert Ich habe die Coruna waren App installiert. Bitte macht das auch. Danke. Und dann hat einer zurückgeschrieben Fick dich! Deine Eltern hätten beim Ficken mal besser aufpassen sollen.

[00:21:29]

Leider bist du jetzt stark genug. Muss da auch lachen.

[00:21:33]

Das ist bisher so, dass das das übelste, was ich bekommen habe. Und das erklärt, dass wir da auf einer Insel der Seligen leben. Denn andere Leute haben in der öffentlichkeit und auf Twitter ganz, ganz andere Sachen auszustehen. Insofern ich würde sagen total harmlos.

[00:21:53]

Also, das finde ich auch. Dass es das ist, finde ich auch wirklich sehr erfreulich. Auch gerade so aus bestimmten politischen extremen Kreisen gibt es da bislang keinen Gegenwind. Das finde ich auch sehr, sehr schön. Das könnte natürlich auch theoretisch ganz anders sein. Und ich weiß das auch von Freundinnen, die z.B. so in der antifaschistischen Arbeit aktiv sind, dass sie da ganz andere Dinge erleben. Das ist schon, das ist schon erfreulich. Ich hoffe, es bleibt so.

[00:22:18]

Wobei uns das sicherlich auch nicht abhalten würde, den Podcast weiterzumachen. Ganz im Gegenteil. Im Gegenteil Es würde mich eher motivieren, wenn wir jetzt irgendwie keine rechtsradikale Ecke da Gegenwind bekommen würden. Ich würde dann im Zweifel sagen Jetzt erst recht, aber klar. Interessante Frage. Noch stellt Max nochmal eine politische Frage Warum gibt es eigentlich keine große Partei zwischen Linken und SPD? Philipp Finde ich eine interessante Frage.

[00:22:44]

Was denkst du zwischen Linken und SPD? Genau das dachte ich nämlich auch, habe sich soweit überlappen oder weil die sich so überlappen.

[00:22:53]

Ich hätte er gefragt Warum gibt's keine zwischen Grünen und Union, oder?

[00:22:58]

Da gibts ja irgendwie die SPD und irgendwie auch noch die Linke.

[00:23:00]

Die FDP FDP wäre was. Ich habe nicht das Gefühl, dass da in unserem Spektrum was fehlt.

[00:23:08]

Ich will das genauso. Ich finde es ganz genauso sehen. Ich habe eher das Gefühl, wir haben in dem politischen Spektrum von sehr links bis rechts. In Deutschland haben wir einfach eine sehr breite Abdeckung. Das fängt im demokratischen Bereich bei der linken an. Das überlappt sich dann mit der SPD und dann irgendwie die FDP und die Union und die Grünen sind da finde ich auch sehr, sehr breit. Also man kann da gar nicht mehr sagen, die stehen zwischen, sondern ich denke, die Grünen überlappen sich in Teilen mit den Linken, in breiten Teilen, mit der SPD, in manchen Teilen aber auch mit der Union und mit der FDP.

[00:23:41]

So einfach ist das einfach gar nicht mehr. Aber jedenfalls eine Lücke zwischen Linken und SPD vermag ich persönlich auch nicht zu erkennen.

[00:23:49]

Wenn ich ganz ehrlich bin Ja, ich habe 25 Minuten genau.

[00:23:55]

Ich würde sagen, das war die zweite Folge. Fragen zur Lage der Nation als Podcast und frei Fragen zur Weltlage. Ganz herzlichen Dank, dass ihr so viele spannende Fragen eingeschickt habt. Wir hoffen, es hat euch gefallen und wünschen euch auf dem Endspurt noch ein paar schöne Sommertage, bis es wieder eine ganz normale Lage gibt. Das wird dann die 99 sein.

[00:24:19]

Das stimmt. 199 Haben wir gerade nochmal die Kurve gekriegt, im Sommer beendet, bevor dann die €200 ansteht. Auch von mir ganz herzlichen Dank für eure Aufmerksamkeit. Ganz herzlichen Dank für das Interesse. Bleib gesund, noch einen schönen Sommer und wir hören uns dann schon. In wenigen Tagen ist bald Schluss.