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Grenzenlos Bayern 2! Montag bis Freitag die ganze Welt des Wissens. Kurz nach neun Uhr und 15 Uhr. Zwischen den dichten Blättern ist nur noch die helle Sohle eines nackten Fußes zu sehen. Dann verschwindet auch der Fuß gehört zu, der sein Geld seit 30 Jahren als Pflücker verdient. Der Kenianer steigt in Baobab Bäume und erntet deren Früchte. Auf diesen Baum ist einiges zu holen, wie das anhaltende Rascheln verrät. Ein paar goldbraun längliche Früchte fallen ins Gras. Dann taucht auch Kiesabbau wieder auf.

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Er ist barfuß und trägt einen schwarzen Kunstleder Mantel. Der 51-Jährige hat schon ein paar graue Strähnen auf dem Kopf und dem Bart. Seine Hände sind kräftig. Sein Körper ist muskulös. Das Ernten der Früchte ist harte Arbeit. Ist seit drei Jahrzehnten daran gewöhnt.

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Ich brauchte Geld, und so hatte ich damals die Idee, auf die Bäume zu klettern, bis ich üBUNG hatte. Beigebracht hat mir das niemand.

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Seitdem lebt Kiesabbau vom Baobab botanischer Name. Der mächtige Baum, dessen Krone die meiste Zeit des Jahres keine Blätter trägt, zählt zu den bekanntesten Bäumen der afrikanischen Savanne. Er gehört zu den meisen Gewächsen und ist mit dem Baum verwandt, dessen Fasern auch in Europa als Füllmaterial in Kissen und Backwaren verwendet werden.

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Verdankt dem Baobab Vielen Dank der Früchte dieses Baumes konnte er seine sieben Kinder großziehen und verdiente sogar genug, um sie alle in die Schule zu schicken. An der kenianischen Küste, wo Lietzau lebt, ist das nicht selbstverständlich. Viele Eltern können sich eine Schulausbildung für ihre Kinder finanziell nicht leisten. Dagegen bekommt inzwischen sogar ein festes Gehalt dafür, dass er auf die Bäume steigt. 9000 kenianische Schilling im Monat, umgerechnet rund 80 Euro mehr bekommt in Kenia auch ein Grundschullehrer nicht.

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Sein Gehalt erhält Kiesabbau von einer kenianischen Firma, die Baobab Produkte unter anderem in Deutschland vermarkten will. Die längste Zeit seines Lebens hat Kiesabbau die Früchte allerdings auf dem lokalen Markt verkauft.

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Mit dem Buschmänner schlägt Kiesabbau auf einen der Früchte ernten, jetzt im hohen Gras liegen. Ihre Oberfläche ist samtig weich, aber die Schale darunter ist hart. Schließlich bricht sie Knackende auf, ist enttäuscht. Im orangenen Fruchtfleisch sind braune Flecken.

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Die Frucht ist verdorben. Da ist Regenwasser eingedrungen.

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Die ist sehr lecker, sehr, sehr lecker.

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Neben ihm hockt Alex Kulig im Gras. Kuby ist Berater der kenianischen Firma Living Resources, die kenianische Naturprodukte vermarktet zum Beispiel Aloe Vera. Zurzeit prüft das Unternehmen, ob sich Baobab Früchte in größeren Mengen ernten lassen, ohne den Bestand der Bäume zu gefährden. Schon in dieser Testphase bezahlt die Firma Kiesabbau und ein paar weitere Pflücker.

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Wenn sie auch ein Stück nehmen, würden sie das leicht Säuerliche schmecken, das die Baobab Früchte auszeichnet. Die Menschen hier mischen das Fruchtfleisch und verkaufen es dann als Süßigkeit an lokale Händler. Das ist der kürzeste Vermarktungs weg. Für den überregionalen Markt ist der Herstellungsprozess etwas aufwendiger. Wir entfernen die Fasern aus der Frucht, mahlen dann das Fruchtfleisch zu Puder, mischen es mit Sirup und pressen es schließlich zu Bonbons. Diese Bonbons gehören zu den Baobab Produkten, die wir bei Living Resources bereits verkaufen.

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Schon seit langem werden Produkte des Baobab in Afrika gegessen und genutzt. Weil der Baum auf so unterschiedliche Weise verwendbar ist, wird er auch die Mutter Dessay gelernt. Der Gartenbau Wissenschaftler Jens Gebauer ist seit Jahren vom Bau fasziniert. Ursprünglich forschte Gebauer zu Birne, Apfel und Pflaume, aber bei einer Sudan Reise lernte er vor vielen Jahren den Baobab kennen. Seitdem lässt dieser Baum ihn nicht mehr los. Inzwischen lehrt Gebauer an der Universität Rhein-Waal und forscht immer noch über den Bau vap oder den afrikanischen Affen Brotbacken.

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Diesen Beinamen hat der Baum, weil auch Affen seine Goldbraun in länglichen Früchte schätzen.

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Wir können die Blätter von einer relativ kurzen Zeit des Jahres vorhanden sind Essen, hoher Vitamin C, Gehalt. Andere Vitamine sind hier enthalten. Aber wir können eben auch die Früchte verwenden. Daraus werden Getränke hergestellt, wird als Beimischung verwendet. Die Frucht bei verschiedenen Bareiß, die in Afrika auch konsumiert, werden die Samen verwendbar. Die Frucht Scharl sind verwendbar. Die Rinde ist sehr bedeutend für die Faser Herstellung und damit letztendlich zur Produktion von Seilen bis hin zu Taschen und Hüten.

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So kann die Liste noch ergänzen. Die Küstenbewohner gewinnen aus den Früchten neben Saft auch ein Mittel zur Bekämpfung von Moskitos. Dafür müsse man die Früchte nur verrotten lassen, sagt Gossau. Anschließend vertreibe ihr Geruch die gefährlichen Insekten, die in heißen Gegenden wie der Küste auch Malaria verbreiten.

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Außerdem ernte ich die Wurzeln, die Rinde und die Blätter. Die Rinde nutzen wir für medizinische Zwecke. Die Blätter verwenden wir, um Dämonen auszutreiben.

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Wenn jemand besessen ist. Dafür werden die Blätter in Wasser getrunken. Das Wasser wird dann im Rahmen einer Zeremonie auf den besessenen Menschen gespritzt.

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Bure. Selbst das Ritual zur Austreibung der Dämonen, sondern stellt nur die Blätter für die Zeremonie zur Verfügung, und zwar unentgeltlich. Auch die Rinde verkaufe er nicht, sagt der Pflücker, sondern gebe sie einfach denen, die Heilung brauchten. Bisweilen verwendet er die Rinde selbst. Vorher muss sie verarbeitet werden.

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Ja, ich mache daraus Medizin.

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Dazu zerkleinern wir die Rinde im Mörser und mischen das Pulver anschließend mit etwas Wasser. Die Mischung tragen wir auf die Wunde auf.

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Es ist kein Zufall, dass Austreibung und Heilung erzählt. Der Baobab gilt vielen afrikanischen Völkern, auf deren Gebiet er wächst, als ganz besonderer Baum. Das Volk der Guerilla-Marketing ist für diese Vorstellungen besonders empfänglich.

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Der Baum ist heilig. Wenn man tagsüber in seine Nähe kommt, riecht man manchmal einen Duft wie ein Parfüm. Man hat den Eindruck, jemand sei hin und wieder die Dämonen im Baum. Sie schreien manchmal wie Kinder.

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Man guckt sich um, sucht die Stimme aus dem Baum, weil seiner Vorstellung nach Dämonen im Baum wohnen. Vor der Ernte bestimmte Rituale der Bewohner. Man muss die Geister gnädig stimmen. Sie wollen ein Opfer, etwas, das sie glücklich macht. Kiesow empfiehlt deshalb, vor dem Besteigen des Baumes einen Schluck Gin auf den Boden zu gießen. Kommt diese Opfergabe entgegen? Der Pflücker räumt freimütig ein, dass er selbst das eine oder andere Gläschen Gin nicht verschmäht. Offenbar weiß er mit den Geistern sehr gut umzugehen.

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In den 30 Jahren, in denen er jetzt schon als Pflücker arbeitet, sei noch nie ein Unfall passiert. In Kisuaheli in Ostafrika weit verbreiteten Sprache gibt es folgendes Sprichwort Jeder Geist hat seinen eigenen Baobab.

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Auch der Wissenschaftler Jens Gebauer ist bei seiner jahrelangen Beschäftigung mit dem Baobab auf die unterschiedlichsten Legenden und Mythen gestoßen, die sich um diesen charakteristischen Baum Afrikas ranken.

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Hintergrund dieser Erzählungen, so vermutet Gebauer, sind nicht zuletzt die Erfahrungen der Bewohner Große, offene Graser, Vander Nomaden, reisende Touristen durchqueren dieses Gebiet, suchen Schutz, suchen übernachtungsmöglichkeit, suchen vielleicht auch Schatten, gerade in der heißen Zeit. Und dann wurde eben oftmals so ein Baobab angesteuert, der auch als Landmarke fungierte. Man hat sich da getroffen, hat gesagt Da an den Baobab, da treffen wir uns an den Baobab, da müssen sie rechts abbiegen. Und wenn man dann unter seinem Baobab sitzt und noch einmal diese unglaubliche Masse und diese beeindruckende Struktur sieht, dann fallen einem viele Geschichten ein, viele Dinge, die bei so einer Pause oder einer übernachtung in den Kopf kommen.

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Eine dieser mythischen Geschichten erzählt davon, wie der bauböck zu seinem Aussehen kam, als die Götter begannen, das Leben auf der Erde zu erschaffen. War der Baobab ein Baum wie jeder andere? Eines Tages rastete eine Familie unter dem Baum, der damals noch im Wald wuchs. Der Löwe schüttelte seine mächtige Mähne und brüllte hinauf in die dichte grüne Baumkrone. Du hast zwar eine mächtigere Mähne als ich, aber dafür sorge ich dafür, dass ringsum alle Bewohner des Waldes vor Ehrfurcht und Staunen verstummen.

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Das kannst du nicht mit deinem einfallslosen Grünen phantasielos in den Himmel reckt. Diese Worte ärgerten den Baum maßlos. Er vergaß, dass er so vielen Tieren Schutz und Schatten spendete und dafür geliebt wurde. In seinem ärGer wandte er sich an die Götter. Nahezu jedes afrikanische Volk, auf dessen Gebiet der Baobab wächst, hat seine eigenen Baobab Mythen ranken sich um das Aussehen des Baumes, wenn man ihn so sieht in den Savannen.

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Diese riesigen Ausmaße, dieser große Baum, der aber auch sehr unterschiedlich aussehen kann, ist erst mal sehr beeindruckend und bleibt bei vielen anderen auch Afrika-Reise im Hinterkopf und ist immer wieder beeindruckend und faszinierend. Deswegen wird er zum Beispiel auch bezeichnet als eine Art hölzerner Elefant oder vegetativ eher pflanzlicher Elefant, weil er eben zu groß ist.

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In den trockenen Weiten Afrikas steht der Baobab in der Regel alleine oder in Kleingruppen, weil um ihn herum aufgrund der Trockenheit nur dürres Gras wächst. Wirkt der Bauer noch mächtiger, als er tatsächlich ist? Bei einer Höhe von bis zu 25 Metern können die äste ein Dach mit über 20 Metern Durchmesser bilden. Auch sein Stamm ist ausgesprochen mächtig. Von einer graubraunen Rinde bedeckt. Sein Name entstand aus dem arabischen Begriff Bourguiba. Er bedeutet in etwa Frucht mit vielen Samen. Der Baum kann mehrere tausend Jahre alt werden.

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Die ältesten bekannten Exemplare sind 2000 Jahre alt. Er wollte anders sein und bat die Götter um mehr Platz zum Wachsen. Der Wunsch wurde ihm erfüllt, und er bekam seinen Platz in der Savanne. Jetzt ragte er weithin sichtbar über die spärlichen Pflanzen in der Savanne hinweg und hatte viel Platz, um sich auszudehnen. Wieder kamen die Löwen familie. vorbei und rastete unter dem Baum. Der Löwe ließ seinen Blick in die Krone des Baumes gleiten. Ich kenne dich doch aus dem Wald, sagte er zum Baubetrieb.

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Du hast jetzt zwar eine noch mächtigere Krone, aber mit deinem Stamm kannst du nach wie vor niemanden beeindrucken. Nachdem die Löwen Familie ihren Mittagsschlaf beendet hatte, ging sie ihrer Wege und ließ einen Baum zurück, der sich ärgerte. Der Baum wandte sich erneut mit einem Wunsch an die Götter. Jetzt wollte er einen mächtigeren Stamm haben, um sich von jedem anderen Baum zu unterscheiden. Dieser Wunsch wurde erfüllt.

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Neben seiner Größe fällt auch die Form seiner Krone auf. Die meiste Zeit des Jahres trägt der Baobab keine Blätter. In den Legenden heißt es immer wieder, seine Krone erinnere an Wurzelwerk, der Baobab stehe sozusagen falsch herum. Und im Märchen gibt es dafür auch eine Erklärung.

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Einige Zeit später rasten Antilopen unter dem Baum. Sie bestaunten den großen Baum und bewunderten ihn wegen seiner ausladenden äste, des satten Grüns, der samtenen Früchte, der zarten Rinde und wegen seines dicken Stammes. Eine Antilope sagte. Wenn er jetzt noch Blüten hätte, die golden in der Sonne leuchten, dann gäbe es nichts Vergleichbares auf dieser Erde. Das hörte der Baum und bat wiederum die Götter, ihm noch einen Wunsch zu erfüllen. Allerdings wünschte er sich nicht Blüten, die in der Sonne leuchten würden, sondern gleich goldene Blüten, um sich aus allen Bäumen in der Savanne hervorzuheben.

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Jetzt zog sich der Bub den Zorn der Götter zu. Sie rissen ihn aus der Erde und setzten ihn verkehrt herum wieder ein. Das prächtige Grün verschwand in der Erde, und die Wurzeln regten sich gen Himmel. Von nun an schwieg der Baobab und hatte keine Wünsche mehr. Bis zum heutigen Tag können wir ihn beobachten, wie er sein bizarres Wurzelwerk in die Luft streckt.

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Ein Baobab voller Blätter wie das Exemplar, dessen Früchte Kiesabbau erntet, ist die Ausnahme. Viele Reisende erkennen den Baum mit Blättern Schmock gar nicht wieder. So sehr gelten die kahlen äste normalerweise als Erkennungszeichen. Dass der Baum meist nackt ist, hat mit der Trockenheit in den Regionen zu tun, in denen der Baum besonders gut wächst. Gartenbau Wissenschaftler Jens Gebauer üBer die Blätter wird viel Wasser abgegeben. Das wird er als Transpiration bezeichnet. Das heißt, wir haben hier einen Verlust über die landoberfläche von Wasser, weil die dem Sonnenlicht direkt ausgesetzt sind.

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Und um die Abgabe möglichst zu minimieren, wirft er in der Trockenheit seine Blätter ab. Damit ist die Verdunstung Oberfläche reduziert, stark reduziert. Photosynthese betreiben mit seinen grünen Zweigen und ästen, und damit ist das ein großer Schutz. Gegen Austrocknung in feuchteren Regionen kann es dagegen durchaus vorkommen, dass der Bau über das ganze Jahr über grün ist. Dort muss er ja die Verdunstung über die Blätter nicht aus überlebensraten minimieren. Für das überLeben im Trockenen hat der Baum noch einen weiteren Mechanismus entwickelt.

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Der hat erst einmal einen Wurzel Teppich, der die Baumkrone weit darüber hinaus führt, und kann dann alles Wasser aufnehmen kann, dieses dann im Schlamm einlagern und einlagern zu können. Im Stamm benötigt er natürlich Platz. Deswegen auch diese großen Ausmaße des Stammes. Der Stamm dient also im Wesentlichen dafür, dass hier Wasser eingespeichert ist, und so kann er dann diese lange Trockenperioden überdauern. Und damit ist er ein überlebenskünstler in extrem trockenen Regionen, insbesondere in Afrika.

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So gut er mit extremer Trockenheit klarkommt. So sehr schadet ihm große Feuchtigkeit, staut sich nämlich schnell an seinen Wurzeln. Deshalb wächst der Baum in den zentralafrikanischen Regenwäldern nicht. Während der Regenzeit, die in seinem Verbreitungsgebiet zwischen sechs Wochen und fünf Monaten andauert, saugt ein Baum mit seinen schwammigen Fasern bis zu 140 000 Liter Wasser auf. Das Wasser speichert er für die Trockenzeit. Der Stamm kann sich aufgrund der Wasserspeicher während der Regenzeit um mehrere Zentimeter verdicken. Das muss man sich wie ein Schwamm vorstellen.

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Ein Schwamm kann auch viel Wasser aufnehmen und viel Wasser abgeben.

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Diese Lebenskunst des Baubooms, nicht nur dem Baobab hilft dieser Mechanismus beim überLeben. Das wurde von den Menschen in der Vergangenheit intensiv genutzt. Der Barbar hat auf der einen Seite oftmals Hohlräume im Stamm, auf der anderen Seite hat man dann auch Hohlräume in dieser Stamm Stämme geschnitzt oder eingehüllt und hat Wasser dort aktiv gespeichert, in der Regenzeit also aufgesammelt, und man sagt, dass es für viele, viele Monate noch genießbar war.

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Bei ihren weiten Wegen durch den Ciel steuerten Nomaden Baubooms an und bedienten sich aus dem Wasserspeicher in deren Stämmen. Manchmal brachen sie auch kleine Holzstücke aus dem Stamm und kauften das Holz, um, sodass Wasser daraus zu extrahieren. Und auch Elefanten bedienen sich an den Flüssigkeitszufuhr Rettendes Baobab. Sie brechen mit ihren Stoßzähnen große Stücke aus dem Holz, um das Wasser zu genießen. Auf der anderen Seite bedeutet das aber auch, dass dieses Holz durch diese schwammige Struktur relativ wenig fest ist und damit als Möbel, Holz oder für andere Baumaterialien ungeeignet ist.

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Sehr, sehr weich, verrottet auch sehr schnell. Aber das hat vielen Baobab Bäumen auch in Afrika das Leben ein Stück weit gerettet. Denn man muss sich vorstellen, diese riesigen Stämme, diese riesigen Ausmaße. Da ist natürlich viel Holz drin. Wenn dieses Holz gut geeignet gewesen wäre oder für Möbel zum Beispiel, dann hätte man da sicherlich auch Raubbau betrieben.

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Lange Zeit wurde der Bau nur für den lokalen Markt genutzt. In jüngster Zeit wächst aber das internationale Interesse an seinen Produkten. Das spürt auch das kenianische Unternehmen. Wallt Living Resources?

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Hassan Scharouns arbeitet ebenso wie Kiesabbau für die Firma.

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Er schlägt auf eine der Baobab Früchte ein, in großen Säcken regelmäßig liefert. Vor dem kleinen Laden des Unternehmens führt er vor, wie aus der länglichen Frucht das orangefarbene Vitamin C haltige Pulver wird, das als Ausgangsmaterial für viele weitere Produkte gilt, wie zum Beispiel Süßigkeiten und Getränke. Der Laden ist ein länglicher Bau mit einem traditionellen Barghuti, also einem Dach aus gebundenen Palmwedeln. Auf dem Boden stehen Säcke mit Baobab Früchten, in den Regalen Baobab, Massageöl, Tiegel mit Kosmetik aus Aloe Vera und viele andere Produkte.

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Hassan legt die geöffnete Frucht auf eine saubere Matte, löst die Fasern heraus und zerstört dann das Fruchtfleisch in einem Mörser. Sehr vorsichtig, um die dunklen Kerne nicht zu beschädigen. Die nämlich werden für das Massageöl gebraucht, um sie zu öL zu verarbeiten. Werden die Kerne vorher gemahlen? Anschließend wird das Pulver noch gesiebt. Dann kann es in Dosen verpackt und als Pulver verkauft oder zu Bonbons gepresst werden.

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Wissenschaftler aus Kenia und Deutschland erforschen, ob es möglich ist, den Bau BAB auf Plantagen in größerem Stil anzubauen. Dann könnte man die Erntemenge erhöhen, ohne den Bestand zu gefährden. Traditionelles Wissen und aktuelle Forschungsergebnisse sollen sich ergänzen, um der afrikanischen Bevölkerung ein zusätzliches Einkommen zu ermöglichen und die wachsende Nachfrage nach bauböck Produkten in Europa zu befriedigen. Der Baobab soll auch weiterhin eine natürliche Quelle für Gesundheit und Wohlbefinden sein, sowohl für Menschen in Afrika als auch anderswo. Sie hörten Baobab.

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Der Baum der Geister von Bettina Röhl. Sprachen Caroline Ebner, Katja Schildt und Heinz-Peter. Technique Cordula van Schurer, Regie Susi Baumer. Eine Sendung von Radio wissen..