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Die ganze Welt des Wissens Podcast von Bayern 2.

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An einem Freitag, dem 13., brach die Katastrophe über die Tempelritter herein. Im Morgengrauen des 13. Oktober 1707 schwärmten in ganz Frankreich Verhaftungen Trupps aus. In zahlreichen Burgen dasselbe Spiel. Man überrumpelte die Wachen, holte die schlaftrunken in Ritte aus den Betten, legte sie in Ketten und führte sie ab. Genau so hatte es der König seinen Justizbeamten in versiegelten Briefen befohlen, die bei Todesstrafe erst am Morgen dieses Tages geöffnet werden durften. Wie viele Tempelritter an diesem schwarzen Freitag in die Kerker des Königs geworfen wurden, lässt sich nicht mehr genau feststellen.

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Verhört hat man in den folgenden Monaten jedenfalls an die 900. Aber was heißt da verhört? Die Krone hat er angeordnet.

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Die Wahrheit ist genau und nötigenfalls mit der Folter zu erforschen. Was das bedeutete, lässt sich erahnen, wenn man die Aussagen der so Behandelten im späteren Gerichtsverfahren liest.

[00:01:22]

Man hat mir die Hände so auf den Rücken gebunden, dass das Blut aus den Nägeln lief. Dann warf man mich in eine Grube für ungefähr eine Stunde, so der Ritter pro Gysi.

[00:01:35]

Sein Mitbruder im Orden jira. Die Passage berichtet, man habe seinen Körper hochgezogen und an die Gliedmaßen und Geschlechtsteile Gewichte gehängt, bis er ohnmächtig geworden sei.

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Weshalb diese Torturen? Was sollten die Ritter geschehen? Gotteslästerer, Handlungen, die Anbetung von Götzen, Kontakte zu Geheimbünde und muslimischen Bruderschaften und besonders pikant homosexuelle Praktiken, wozu sich unter der Folter tatsächlich nicht wenige bekannten Götzendienst, Ketzerei, Sodomie.

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Ausgerechnet die Tempelritter der Elite Orten des Mittelalters, dessen Mitglieder im Heiligen Land zu Hunderten für ihren Glauben gestorben waren. Es ist eine sonderbare und traurige Geschichte.

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Diese Geschichte beginnt im Jahre des Herrn 11 120 in Jerusalem. Da sprechen neun Ritter aus Burgund und der Champagne unter der Führung eines gewissen Papillon bei König Baudouin, dem zweiten, vor. Sie erläutern in ihrer Absicht, eine Gemeinschaft zu gründen, um die Pilger auf ihrem Weg zu den heiligen Stätten vor Räubern und Wegelagerer zu schützen. Eine bewaffnete Truppe, die aber nach dem Vorbild frommer Stifts Herren in Armut, Keuschheit und Gehorsam zusammenleben soll.

[00:02:53]

König Boudoir ist begeistert. Er schenkt den Franzosen spontan einen Teil seines Palastes in Jerusalem, der auf den Fundamenten des salomonischen Tempels steht. Dort baut die Gemeinschaft ihre erste Niederlassung neben dem Felsendom, der heutigen Al-Aksa-Moschee, und daher bekommt sie ihren Namen. Die Ritter vom Tempel Salomons, die Templer.

[00:03:15]

Neun Jahre später erhalten die Tempelritter auf der Synode von Troia ihre kirchliche Anerkennung. Bald sind sie nicht nur in Palästina, sondern in allen Teilen Europas präsent. In England, Norditalien, Deutschland, Böhmen, Ungarn, Polen.

[00:03:30]

Anfang des 14. Jahrhunderts, als die große Verhaftungswelle durch Frankreich rollt, dürfte es im ganzen Abendland an die 4000 Templer gegeben haben. Sie sind berühmt für zwei Dinge für ihren Kampfgeist und ihre disziplinierte, asketische Lebensweise. In Palästina schützen sie längst nicht mehr nur die Pilger Wege, sondern führen Kriege mit islamischen Truppen. 11 167 heißt es in einem für Pilger bestimmten Traktat. Die Templer sind ausgezeichnete Ritter, die in der Schlacht einen weißen Mantel mit Rotem Kreuz tragen. Sie sind die ersten, die in die Schlacht gehen, und die letzten, die zurückkommen.

[00:04:14]

Erklingt die Trompete, um den Befehl zum Vorrücken zu geben? Singen Sie fromm diesen Psalm Davids Nicht uns, nicht uns, sondern deinem Namen gibt die Ehre, legen die Lanzen ein und stürzen sich auf den Feind. Einen Rückzug erlauben sie sich nie. Entweder werfen sie den Feind ganz nieder, oder sie sterben.

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Sie müssen tatsächlich ausgesprochen tapfere Krieger gewesen sein, als sie 11 187 bei Hatin in Galiläa eine Niederlage erleiden. Stellt Sultan Saladin 230 gefangene Templer vor die Alternative, zum Islam überzutreten oder zu sterben? Alle 230 Ritter ziehen es vor, sich köpfen zu lassen. Um 12 19 entert eine Sarah szenische übermacht vor damits, ein Schiff der Templer. Kurz entschlossen schlagen sie das eigene Schiff leck und gehen zusammen mit den Feinden unter.

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willder als Löwen und sanfter als Lemma nennt sie der mystische Theologe und Kreuzbergs Prediger Bernhard von Clairvaux und trifft damit die andere Seite des Templer Lebens. In ihren Burg eheähnlichen Abteilen leben sie wie Mönche, wenn sie sich auch mehr um ihre Waffen und Pferde kümmern müssen als um die Landwirtschaft oder das Abschreiben der Bibel, wie es andere Ordensleute tun. Das Kuhr Gebet pflegen sie genauso intensiv, und ihre Armut beeindruckt viele Beobachter.

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Jeder bekam ein gleiches Maß Wein, je zwei Asen von einem Teller, um sich gegenseitig zur Mäßigung anzuhalten. Freitags fasste jeder, mit Ausnahme der Kranken. In diesem Zusammenhang gehört auch das Siegel der Templer, das zwei Ritter hintereinander auf einem Pferd sitzend zeigt. Als man ihnen den Prozess macht, führt man diese Darstellung als Beweis für homosexuelle Verirrungen an. Die Forschung ist sich aber ziemlich sicher, dass das Siegel die Armut der Tempelritter illustrieren soll, von denen sich zwei jeweils ein Pferd teilen.

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Geistliche Autoren wie Petrus Vina Rabelais haben ihnen jedenfalls ins Stammbuch geschrieben, sie sollten nicht nur gegen Heiden und Strauch bekämpfen, sondern auch gegen die Versuchungen des eigenen Blutes. Ihr seid Mönche in euren Tugenden, Ritter in euren Taten.

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In dieser ungewöhnlichen Doppelrolle des Mönchs und Kriegers liegt die Faszination des neuen Ordens, aber auch sein Verhängnis. Die Templer sind immer ein wenig anders als der kirchliche Mainstream. Wenn man so sagen will, sie pflegen ihre Eigenheiten und scheinen unberechenbar. Das vermutet zumindest der Journalist und Buchautor Franjo Teilhard, der die Geschichte des Ordens erforscht hat. Kämpfende Mönche?

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Mönche? Ja, man kann fast sagen So ausgeblasen Ninja Krieger im japanischen Mittelalter. Das ist schon sehr ungewöhnlich. Das ist die eine Geschichte des Temperaments. Der andere ist, dass sie das Christentum doch sehr anders gesehen haben. Wenn man Texte liest, dass sie ja auch bestimmte Stellen des Neuen Testaments stellen aus dem Alten Testament völlig anders ausgelegt, eben nicht christlich ketzerisch. Das finde ich sehr spannend, dass Sie sich das getraut haben. Im Mittelalter traute sich niemand, freiheitlich zu denken.

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Der Templer Orden baut eine gewaltige Macht auf, sammelt Grundbesitz und Privilegien, rüstet eine eigene Flotte aus, betreibt Geldgeschäfte im großen Stil. Doch damit beginnt auch sein Untergang. Die frommen und zugleich wehrhaften Mönche, die die Pilger, Wege und Handelsstraße im Heiligen Land schützen, fördern die politischen Mächte eine Zeit lang. Als die Templer aber zu Kauf Herren und Bankiers werden, erscheinen sie als gefährliche Rivalen.

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Sie haben sich über ganz Europa ausgebreitet, haben eine Struktur geschaffen, eine logistische Struktur, die es ihnen ermöglichte, Nachrichten damals in sehr kurzer Zeit über mehrere Länder hinweg zu transportieren. Sie haben den Scheck erfunden, wenn man so will, den Euro shek. Das heißt, wenn ein Kaufmann in England sagt Ich reise ins Heilige Land, aber ich will mein Geld nicht mitnehmen, aber ich will doch trotzdem etwas kaufen. Was mache ich denn nun? Die Templer gesagt Hier hast du einen Brief von uns, einen Scheck.

[00:08:30]

Darauf zahlst du dein Geld ein, sagen wir mal, die Summe. Und wenn du dort in Jerusalem bist, dann kannst du sie vorlegen, und dann zahlen wir das Geld wieder aus.

[00:08:37]

Zum Verhängnis wird den Templer auch, dass ihr Orden international agiert, von einer Art christlichem Völkerbund träumt und sich der Kontrolle durch die Nationalstaaten und ihre Könige mehr und mehr entzieht. Die Tempelritter machen so ziemlich alle Fehler, die man machen kann. Sie treten arrogant auf, zeigen ihre Schätze her, weil sie meinen, dass man sich an eine so reiche Truppe nicht heranwagen würde. Statt sich mit den anderen Ritterorden zu verbünden, verstricken sie sich in Rivalitäten und führen blutige Bruderkrieg.

[00:09:10]

Das bringt ihnen viele Feinde. In unmittelbarer Nachbarschaft der Pariser Templer Burg residiert der Mann, dem diese Entwicklung ausgesprochen gelegen kommt. König Philipp, der Schöne, fromm, aber eiskalt und mit allen Anlagen zum Tyrannen, hat sich für seine vielen Kriege hoch verschuldet, unter anderem bei den Tempelritter. Die Steuern hat er schon erhöht, die Währung abgewertet, den Besitz der französischen Juden konfisziert. Jetzt bietet sich eine Gelegenheit, den sagenhaften Templer Schatz in die Finger zu bekommen.

[00:09:43]

Philipps engster Berater Guillaume de No-Go-Areas sammelt seit Monaten eifrig belastende Aussagen käuflicher Denunzianten und aus dem Orden verstoßene Tempelritter. Am 13. 10. 1707 ist seine Stunde gekommen.

[00:09:58]

Die Macht der Kirche haben nur Garri und sein König nicht zu fürchten. Papst Clemens, der Fünfte, ist ein verzagte Charakter und abhängig von Philipp. Außerdem kann man Papst Clemens, dessen Privatleben nicht gerade sauber ist, mit einem Konzil drohen, das ihn absetzen könnte. Schwach, wie er ist, stellt er sich nicht entschieden genug gegen den König.

[00:10:21]

Hat sie denn niemand gewarnt? Vor der großen Verhaftung Aktion? Haben die Templer keine Freunde am Königshof? Oder sind sie so blind, arrogant oder auch treuherzig, dass sie die drohende Gefahr nicht sehen wollen? Zwei Tage nach der Massenverhaftungen soll König Philipp dem Ordens Großmeister Juckte Moorleiche einen Deal vorgeschlagen haben Er werde Moorleiche entkommen lassen.

[00:10:45]

Seine Flucht freilich als Schuldeingeständnis an die große Glocke hängen. Molare Ordensbrüder raten ihm, die Chance zu nutzen, ausländische Monarchen und dem Papst zu Hilfe zu rufen. Doch der Großmeister antwortet ebenso redlich wie naiv.

[00:11:00]

Es liegt kein Grund zur Flucht vor, denn wir sind ohne Schuld, und der Orden ist gut und ehrenhaft. Verzweifelt nicht, Brüder! Währenddessen läuft in den Gefängnissen bereits die Folter Maschinerie an. König Philipp lässt die Ordens Schätze Inventarisierung scheinheilig. Er nennt er sich selbst zum Treuhänder aller Templer. Güter in seinem Reich behauptet, man werde sie für den nächsten Kreuzzug verwahren. Papst Clemens braucht Wochen, um gegen die offensichtlichen Verstöße gegen kirchliches und weltliches Recht zu protestieren, und wird brüskiert.

[00:11:37]

Seine Legaten werden am Pariser Königshof gar nicht erst vorgelassen. Als Papst Clemens den französischen Großinquisitor absetzt, der sich als Philips willfährigen Werkzeug erwiesen hat, kanzelt ihn ein königlicher Minister beim Reichstag in Thur unverschämt ab.

[00:11:54]

Dem König verdankt die Kirche mehr als euch. Wenn also König, Prälaten und Barone dazu das ganze Volk auf rasche Erledigung dieses Geschäfts drängen, dann beeilt euch gefälligst. Sonst müssen wir mit euch eine andere Sprache reden.

[00:12:11]

So verschwinden die Templer in den Folterkeller des Königs. Erst nach mehr als zwei Jahren rafft sich der Papst auf. Er appelliert an die Templer, sich vor seiner Kommission zu verteidigen. überraschenderweise öffnen sich die Gefängnisse. Hunderte von Folteropfern strömen nach Paris, um endlich für die Wahrheit Zeugnis abzulegen.

[00:12:32]

Die Anklagen sind sinnlos, schändlich, ehrlos und unerhört. Sie sind eine Lüge. Alle Brüder des Tempels, die solche Lügen anerkannt haben, sagten aus Angst vor dem Tode aus.

[00:12:44]

Obwohl die Professoren der berühmten Sorbonne dem König das Recht bestreiten, über die Ordensritter zu urteilen, obwohl ähnliche Verfahren im Ausland, in Mainz, in Zypern, in Ravenna mit der glänzenden Rehabilitierung der Templer zu Ende gehen, verurteilt eine eilends einberufenen Bischofssynode unter dem Vorsitz Marias in Paris 54 Tempelritter zum Feuertod. Begründung Mit dem Widerruf ihrer Geständnisse hätten sie sich als Rückflüge Ketzer erwiesen. Die übrigen Templer kommen zurück in ihre Gefängnisse, noch einmal zwei Jahre päpstlichen Schweigens. Dann erklärt Clemens am 3.

[00:13:28]

April 1812 in der Bulle Vox in Excelsior den Orden für aufgehoben. Die gerade zum Konzil von Wien versammelten Kardinäle und Bischöfe stimmen zu. Die Vorwürfe gegen den Orden seien zwar unbewiesen, aber seinen Ruf habe durch den langen Prozess so gelitten, dass man ihnen im Interesse der Kirche lieber aufheben solle. König Philipp höchstpersönlich ist mit einer schwer bewaffneten Truppe in Wien erschienen, um auf die Kirchenväter Druck auszuüben. Eine interessante Noirs, die päpstliche Bulle, enthält keine Verurteilung. Der Orden wird nicht einmal aufgelöst, sondern lediglich per Verwaltungsakt suspendiert.

[00:14:08]

Den Besitz der Templer überschreibt der Papst zwar dem Konkurrenz Orden der Johanniter. Doch Phillip und seine Berater wissen sich Rat. Sie stellen eine astronomische Rechnung für den Unterhalt der gefangenen Tempelritter auf und kassieren nach einigem Feilschen und Schachern tatsächlich fast das ganze Eigentum des in Ungnade gefallenen Ordens. Noch einmal zwei Jahre unwürdiger Prozesse Der Großmeister der Templer, Jack the Moorleiche, hat alle Folter, Orgien überlebt. Am 18. März 1714 soll der Schuldspruch fallen, öffentlichkeitswirksam vor dem Portal von Notre Dame.

[00:14:46]

Als man ihn zum Scheiterhaufen auf einer kleinen Sane Insel schleppt, bittet er seine Henker, ihn mit dem Gesicht gen Notre Dame anzubinden. Die Gottesmutter soll das letzte sein, das seine Augen sehen. Wenige Wochen danach stirbt Papst Clemens. Ein umstürzende Leuchter steckt seinen kather Falck, also das schwarz verhängte Gerüst, auf dem sein Sarg steht, in Brand. Im November fällt König Philipp einem Unfall zum Opfer für das abergläubische Volk. Lauter Anzeichen eines Gottesurteil?

[00:15:22]

Die Liquidierung des Templer Ordens war ein Justizskandal, ein durchsichtiger Trick, seine Macht zu brechen und an seine Schätze zu kommen. Da sind sich viele Forscher wie Andreas Beck sicher, und deswegen sollten sie nachträglich rehabilitiert werden, meint Andreas Beck.

[00:15:39]

Das Urteil stand von vornherein fest. Ich will euer Geld. Der Papst war zu schwach, sich dagegen zu wehren. Die Templer selbst waren innerlich ausgehöhlt und konnten sich auch nicht wehren. Wenn sie zusammengehalten hätten, hätten sie den Philipp dem Schönen ohne weiteres das Fürchten lehren können. Aber man sollte diesen Prozess wieder aufrollen, weil er unrecht war. Papst Johannes Paul II. Hat sich bei allen möglichen Menschen entschuldigt, bei den zangs Bekehrung und bei den Inquisition, bei allen möglichen, aber nicht bei den Templer.

[00:16:06]

Dem Papst könnte es die Rehabilitierung der Opfer erleichtern. Dass die Historikerin Barbara fãhle 2007 im Vatikanischen Geheime Archiv hoch brisantes Aktenmaterial entdeckt hat Aufzeichnungen mehrerer Kardinäle über den Prozess und vor allem ihre abschließende Entscheidung, die ausdrücklich im Namen und mit der Autorität des Papstes erfolgte. Daraus geht hervor Die Templer hatten ihre Treue zur Kirche bekannt und für alles, was man ihnen vorgeworfen hatte, Vergebung erbeten.

[00:16:37]

Daher ordnen wir an, dass sie losgebrochen und weder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen werden.

[00:16:44]

Warum Papst Clemens das entlastende Dokument damals nicht veröffentlicht hat? Das kann Barbara Frey allerdings auch nicht erklären. Sie vermutet, König Philipp habe ihn eingeschüchtert und bedroht. Immerhin ließ der Papst dem Orden ein Hintertürchen offen, indem er ihn nur suspendierte, nicht auflöste. Was wurde aus den überlebenden Tempeln, aus denen, die nach einem erzwungenen Widerruf aus den Gefängnissen entlassen wurden oder die sich der Verhaftung durch Flucht entzogen hatten? Hart hat eine ganz bestimmte Vermutung.

[00:17:19]

Wenige Tage vor diesem berühmten Freitag hat sich eine Flotte von Schiffen von La Rochelle am Atlantik der Reserven der Templer abgesetzt, und diese Flotte wurde nie mehr gesehen. Da ist die Frage Wo ist diese Flotte geblieben? Alle Schiffe untergegangen? Nein, ich denke, sie werden nach Schottland gesegelt sein, denn es gibt dort etwas Faszinierendes. Ich habe mir das angeschaut auf einer großen Halbinsel. Von dort aus kann man wunderbar nach Nordirland. Da finden sich Gräber dieser Templer, die damals dorthin geflohen sein müssen.

[00:17:55]

Es ist schon davon auszugehen, dass die Schotten die Templer aufgenommen haben und dass sich einige Templer dorthin flüchten konnten.

[00:18:02]

Die These vom Weiterleben der Templer in Schottland wird von etlichen durchaus seriösen Historikern vertreten. In Portugal und Spanien soll der Orden ebenfalls überlebt und bei der Reconquista, der Rückeroberung christlichen Territoriums, von den Mauren hervorragende Arbeit geleistet haben. Das Rote Templer Kreuz leuchtete von den Schiffen von Vasco da Gama und Christoph Kolumbus. All die anderen spannenden Theorien von Geheimgesellschaften und im Untergrund agierenden Ritter bündeln von einem mysteriösen Orden namens Prior, reduzieren von verschütteten Krypton und erpresserischen Albees. All diese Geschichten gehören vermutlich ins Reich der Fantasie, ebenso wie die immer wieder aufflammenden Spekulationen, die Templer hätten esoterisches und magisches Geheimwissen gehütet.

[00:18:54]

Deshalb habe man sie liquidieren müssen. Stoff auf jeden Fall genug für hartnäckige Verschwörungstheorien und Legenden.