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[00:00:03]

Okay, Aufnahme l├Ąuft. So sind wir bei Teil 3, richtig. Unser dritter Podcast. So schnell kann es gehen. Guten Morgen alle zusammen. Also bei uns ist gerade morgen. Ja, denn wir wollten eigentlich gestern Abend schon den Podcast aufnehmen. Aber unsere Baustelle leben dran. Wir k├Ânnen uns leider nicht beschweren. Es ist unsere eigene Baustelle. Aber die Baustelle nebendran. Die haben am Boden ger├╝ttelt und es war so laut, dass es einfach nicht mehr ging.

[00:00:29]

Und dann mussten und dann wollten wir. Nach der Baustelle gab es um 18 19 Uhr hatten die die Baustelle fertig werden.

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Dann haben aber noch Abend gegessen und dann wollten wir mit den Kids gespielt und da war es irgendwie im Bett waren um 21 Uhr. Da sie morgen Schule haben, was ziemlich sp├Ąt und ich jetzt noch gerne gemacht, weil ich ich rede gern mehr mit ihr abends.

[00:00:51]

Ich wei├č, du bist n├Ąmlich ein Morgenmuffel. Genau, weil ich morgens keine Menschen sind. Jetzt hab ich da mit meiner Frau auch noch das ist ja Wahnsinn, oder?

[00:00:59]

Ja und bei mir ist halt so. Ich pauer den ganzen Tag durch. Das f├Ąngt an morgens um halb sieben. Da stehe ich auf, mach die Kids fertig und dann geht es halt bis zum Abend. Ich habe keine Pause. Ich muss die ganze Zeit sprechen. Oder ich spreche die ganze Zeit und mach Storys und bin immer pr├Ąsent. Und abends um acht bin ich halt kaputt. Also ich bin echt kaputt.

[00:01:17]

Aber ich, ich kann ja, weil ich finde immer du mich abends emotionaler. Und morgens bist du einfach so, so wahr. Da gibt's bis jetzt nur bei dir, weil du so rein. Dir sagen, es ist wirklich bewiesen, was auf. Und zwar folgendes h├Ârt zu es ist soundm├Ą├čig wichtig. Merkt euch das. Trefft keine Entscheidungen nach abends. 20 Uhr. Und keine Entscheidung vor morgens 10 Uhr. Das ist eine goldene Regel will Abends bist du so emotional?

[00:01:46]

Wie oft hast du mich? Du hast abends ├╝ber Dinge nachgedacht, wo du morgens aufgestanden bist. Und hast du gedacht Boah, was f├╝r ein Schei├č hab ich gestern Abend gedacht?

[00:01:54]

Man sagt ja auch Schlaf man eine Nacht dr├╝ber. Genau. Genau. Genau.

[00:01:57]

Also ganz, ganz wichtig in einem Berufsleben und im Leben. Nicht nach 20 Uhr und nicht vor Uhr morgens. Das ist ├╝brigens auch so eine goldene Regel von Rehagel Regel.

[00:02:09]

Frank Underwood Way.

[00:02:10]

Bei Ding Stern und House of Cards. O.k. Ich hab's. Aber ich kann die Regel schon formen. Ich glaube sogar, er hat die Regel auch von mir. Ich muss auch echt sagen, ich war gestern. Ella war gestern bei ihrer Freundin und als ich sie abgeholt habe bei der Mama, haben wir nochmal dr├╝ber geredet ├╝ber Serien. Und es ist halt immer so Wir landen immer am Ende bei Serien. Also egal mit wem wir uns treffen, ob Gesch├Ąftspartner, ob Freund, ob Familie, ob Schulkollegen.

[00:02:36]

Am Ende ist immer das Gespr├Ąch. Was schaut er euch an? Und ich muss sagen, seit drei oder vier Monaten haben wir so fast gar nichts mehr geguckt, au├čer zwischendurch mal vor. Oder wir haben es dann nicht weiter geguckt, weil es einfach too much wurde. Aber irgendwie landet es ja immer nur allein.

[00:02:52]

Die Serie Twenty voraus nee, die ist notwendig, hei├čt sie nur.

[00:02:57]

Und es ist ja diese Serie, in der 24 folgen und jeweils drei die jeweils eine Stunde. Und es ist halt immer auf Echtzeit. Es ist schon spannend.

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Und dann gibt es acht Staffeln. Ja, das ist es. Sp├Ąt wissen dann wirklich, du wirst es nicht acht Tag volle Tage durchschauen m├╝ssen. Oder nachher wirklich wahrscheinlich zwei Wochen deiner Lebenszeit. Also ja, das ist brutal.

[00:03:19]

Also ich w├╝rde das niemals da. Ich finde, du lebst das Leben von anderen Menschen.

[00:03:24]

Ja, und deswegen muss ich sagen, so seit drei Monaten ungef├Ąhr gucken wir fast gar nichts mehr abends, weil irgendwie. Wir gehen dann lieber fr├╝h ins Bett. Ja, wir sind voll und sind morgens trotzdem die Sweets nicht fertig. Wir sind so geworden, wie wir eigentlich nie werden wollten. Ja also ja, ich wohl immer die so dieser typische Papa werden, wei├čte? Dann bei├čt so so so finde ich mal gerade l├Ąsst, verstehe ich. Und abends noch voll Ding ist.

[00:03:49]

Und jetzt merke ich einfach Bruche.

[00:03:50]

Es ist einfach 20 Uhr Schluss. Da geht gar nichts mehr. Becky. Also ganz ehrlich. Es ist furchtbar. In der T├╝rkei sehe ich das immer wieder. Da sind die Menschen noch bis zum 12. und nachts wach. Aber man muss wissen, dass sie auf den D├Ąchern und grillen und was wei├č ich. Und wie in Deutschland.

[00:04:07]

Also ehrlich. Ich ziehe ja mich dazu.

[00:04:09]

Ja, aber nach 9 Uhr ins Bett. Und du lebst in Kr├Ąuselt.

[00:04:13]

Und wenn ich jetzt mal eins sagen darf. Also ich war jetzt vor kurzem in M├╝nchen und danach war ich in K├Âln. Und in der Stadt ist das Leben ein bisschen anders als auf dem Land l├Ąuft kandidieren und ich bin hier allein Platz? Nein, aber es war halt schon so, da trifft man sich da mal nach Feierabend in der Stadt zum Essen und da sind die Menschen schon bissle mehr drau├čen. Du bist pauschalisiert, nicht? Das war K├Ąuze Leben, mit dem in ganz Deutschland vielen Menschen so geht.

[00:04:37]

Ja, es gab auch ne ich glaube mal so in seinem Alltag drinnen und dann. Und ich muss halt auch sagen, ich gebe am Tag, wenn ich ich gehe von morgens bis abends 200 prozent und dann darf ich glaub ich am Abend auch kaputt sein.

[00:04:47]

Ich darf mich korrigieren. Es gibt immer nur 100 prozent. Ja, ich wei├č schon aus Beton und ich wollte ├╝bertreiben und betonen das ist falsch. Okay. Also letztes Mal haben wir ja so ein bisschen ├╝ber das Studium geredet und viele haben mich diesmal gefragt, wie ich denn zum Wacken gekommen bin. Ich muss echt sagen, das ist so die h├Ąufigste Frage Wie kam es zum Backen und zum Backen? Bin ich gekommen? Also. Klar, auch durch meine Mama, weil sie mir so das Leben in der K├╝che so vorgelebt hat.

[00:05:14]

Meine Mama war, w├╝rde ich jetzt sagen, die perfekte Hausfrau und Mutter. Sie hat gearbeitet, hat f├╝nf Kinder gro├čgezogen und hat dann, nach dem ich als viertes Kind auf die Welt kam, hat sie immer noch gearbeitet. Also echt total, die Flei├čige, mein Papa genauso. Und die beiden, die haben echt ihren Ruhestand verdient, weil sie einfach immer flei├čig waren. Und bei der Mama habe ich es gesehen. Die hat dann immer gekocht, immer gebacken.

[00:05:37]

Bei uns gab's jeden Tag ein Kuchen. Ob es dann die Mama gemacht hat oder auch mal Geschwister von mir. Also bei uns war einfach Kuchen jeden Tag da.

[00:05:45]

Bei mir gabs das gar nicht, weil ich es ohne jetzt bei mir eine Familie gab es nie Kuchen. Meine Mutter hat noch nie Kuchen gebacken. Wir haben uns nicht mal mit ihren Kuchen backen. Nein, doch. Komm, da freut sie sich doch, oder? Nie war weiter, denn Mama hat einen anderen Geschmack. Oftmals schmeckt ihr das gar nicht. Ich mache die Frage, ob ich sie vergiften will.

[00:06:04]

Nee, nee, das gab's ohne Spa├č. Es ist eine Kindheit ohne Kuchen. Ich habe eine Kindheit ohne Trauring.

[00:06:10]

Mein Gott, halt. Und jetzt hast du einen tÃtigen geheiratet. Aktie, Herzchen.

[00:06:17]

Jedenfalls habe ich das von Mama und Papa so mitbekommen. Also dieses Selbermachen. Jeden Tag kochen, jeden Tag backen. Und ich glaube, da w├Ąchst du halt auch in einem Kind. Einfach dieses Interesse und die Leidenschaft. Und bei meiner Mama war es halt echt gut. Die hat mich schon. Mit 8 9 Jahren hat die mich in die K├╝che gelassen und hat gesagt Du kannst machen, was du willst. Ich wollte auch ein vern├╝nftiges Kind. Sie wusste ich stelle ne stellt nix an und sagt Mach was du m├Âchtest, aber r├Ąum danach wieder die K├╝che auf.

[00:06:45]

Und das Highlight war immer, wenn der Papa gesagt hat Okay, komm, ich geb dir sogar noch Geld und du kannst dir noch Zutaten holen. Und dann sieht man zum Globus Gefahren hab ich noch Zutaten holen d├╝rfen und das war so meine Kindheit. Und immer wenn ich bei Freunden war, Aufsatz bei Jana war oder bei Anna oder bei Katja, also bei Schulfreundin von mir. Wir haben eben mal gekocht und gebacken. Wir haben uns manchmal zu zehnt getroffen.

[00:07:05]

Zehn M├Ądels bei der Anna zum Beispiel. Die Mama war mittags immer arbeiten.

[00:07:08]

Was hattest du f├╝r eine Kindheit? Voll. Sch├Ân. Hoch gebacken. Wirklich? Wir haben geklaut. Gestohlen. Ist weggerannt, ne?

[00:07:15]

Und es war halt echt cool, weil Annas Mama hat halt auch mittags weg gearbeitet. War halt nicht zuhause. Und dann haben uns da getroffen. Haben irgendwie 3 Kilo Hefeteig geknetet und haben uns alle Pizza gemacht. Danach noch Kuchen. Dann haben wir noch was gemacht, um es wieder mit in die Schule zu nehmen. Also wir haben immer gekocht und bei Jana war es z.B. so. Da waren auch beide Eltern berufst├Ątig und die hatten drei Kinder und Jana war die ├Ąlteste Tochter und andere waren zwei Jungs und haben auch mittags einfach das Mittagessen gekocht f├╝r die Familie und die Mama war halt echt mega cool.

[00:07:45]

Die hat alles f├╝r uns gekauft, alle Zutaten. Ich komme, ich komme mich da voll ausleben. Also wenn meine Mutter irgendwann gesagt hat Okay, es reicht, jetzt machen wir kochen und backen. Mehr Kuchen k├Ânnen wir nicht essen, bin ich einfach zu Freundinnen also ausgewichen und hab dort W├âlder gekocht und gebacken. Und die Eltern haben sich gefreut, weil es immer was Leckeres zum Mittagessen gab oder zum Abendessen. Und ich konnte mich so ausleben. Und zu meiner Zeit, als ich Kind war, gab's noch kein Internet und gab's vielleicht auch.

[00:08:10]

Aber wir hatten es nicht. Und wenn wir dann weg waren und zu Gastinger waren wir mit meinen Eltern. Musstest du das auch machen? Diese Pflicht besuche, wenn deine Eltern irgendwo hingehen und dann musst du mitgehen.

[00:08:21]

Ich bin voll schockiert. Nicht deine Kindheit merke ich gerade, dass ich keine hatte. Oh ehrlich, da die Geschichte h├Ârt sich gerade an wie die Kinder von Bullerb├╝. Wie haben wir es in die Turnhalle eingebrochen? Wir haben die ihnen im Dorf die Lampen kaputt geschlagen. Wir sind weggerannt. Wir haben im Lidl geklaut.

[00:08:38]

Aber hier kann ich nicht aufh├Âren zu erz├Ąhlen, sie sei gemacht. Hatte ich mir. Buro, wo ist die?

[00:08:42]

Das sei sehr nett mit euren Eltern. Also bei uns war das echt immer Pflicht, dass man zu Verwandten unserer Familie gehen. Und dann mussten wir halt als Kind immer mit.

[00:08:49]

Das w├Ąre die H├Âlle f├╝r meine Eltern. Mussten sie mitgenommen immer auch noch die ganzen S├╝├čigkeiten am Tisch mit gegessen.

[00:08:55]

Und wenn ich Gl├╝ck hatte, dann gab's halt auch Kinder in meinem Alter. Und wenn ich kein Gl├╝ck hatte, halt nicht. Aber dann hab ich halt immer gefragt, ob sie irgendwo B├╝cher haben. Und dann bin ich halt ans B├╝cherregal und hab mir kochend B├╝cher rausgesucht und hab da die Rezepte raus geschrieben.

[00:09:09]

Unsere Eltern haben uns versteckt. Ja, aber wenn ich das jetzt so Mourad, es ist ja schon traurig.

[00:09:14]

Nee, wirklich nicht. Ich es so h├Âhne nicht mein Buch. Was hat die eine Kindheit gehabt, die eine ganz normale. Ehrlich bin ich jetzt nicht unnormal? Nat├╝rlich auch normal nicht.

[00:09:23]

Ich bin froh, dass ich nicht kriminell geworden bin oder irgendetwas anderes. Ja, ja, muss ich ehrlich sagen. Ich sage ich bin echt hart. Ich hatte auch. Aber es war f├╝r mich irgendwie auch sch├Ân. Meine Kindheit. Ja, wie hast du deine Kindheit verbracht?

[00:09:34]

Ohne. Ohne? Ohne Kuchen nat├╝rlich. Aber ich war wie gesagt, wir waren die. Ich f├╝hle mich jetzt nicht immer die einzige t├╝rkische Familie drauf. Und Mama? Papa hat immer arbeiten, von morgens bis abends. Und wir waren auch f├╝nf Kinder oder die Kinder Silbermann.

[00:09:51]

Ihr seid 6 Jahre. Ihr seid 6 6 6 Jahre. Okay. Nur gez├Ąhlt. So war es bei uns. Das Problem ist immer, wenn wenn einer auf die Welt gekommen ist, die Schule ausgezogen.

[00:10:02]

Platzwechsel ja, genau so, ja wei├č. Ich wei├č, ob es geplant hatten.

[00:10:06]

Nee, bei uns war es nicht so. Wir waren zu siebt zuhause. Bis irgendwann. Meine Schwester geheiratet hat und irgendwann dann die Gr├Â├čeren ausgezogen sind zum Studium, oder? Ja, also vielfach hat meine Mutter gearbeitet, also Bama Paar. Beide Analphabeten, beide Kunden kein Deutsch sprechen bis heute noch nicht wirklich nichts. Nach 40 Jahren Deutschland k├Ânnte ich meine Mutter nicht mal ein Brot holen schicken, muss ich ehrlich sagen.

[00:10:26]

Hat aber einen Vorteil, wenn die Mama da ist und wir wollen mal kurz was besprechen, was du nicht verstehen, sondern reden nur kurz auf Deutsch. Oder wenn ich zu Murat sagt Murat, ├╝bertreib's mal wieder.

[00:10:34]

Und ich hatte nat├╝rlich null P├Ądagogik. Naja, also wir w├╝rden auch geschlagen. Oh ja, jetzt hab mal kurz wehgetan, aber mir ging es wieder.

[00:10:45]

Ich glaube, dass generell so eine Diskussion, was fr├╝her okay war, es heute so genau ist, fatal ist.

[00:10:51]

W├╝rde ich aushauchen. Total tabu. Aber ich muss fr├╝her gab's ├╝berleg mal in der deutschen P├Ądagogik. Also der Struwwelpeter. Sorry, aber ich w├╝rde mein Kind nicht den Struwwelpeter lesen lassen. H├Ąnsel und Gretel, die werden allein im Wald ausgesetzt. Warum? Ich finde es alles cool. Rotk├Ąppchen darf als Seeley du bist. Du bist ganz anders aufgewachsen. Ich wei├č gar nicht. Ich bin echt anders. Ich wei├č gar nicht, was ein Ponyhof du kommst. Ja, und dann hab ich auch noch P├Ądagogik studiert und dann hat man sowieso einen anderen Blick.

[00:11:16]

Aber ich w├╝rde z.B. wenn ich mit Ella oder Samira M├Ąrchen anschau, dann muss ich echt sagen, dass ich da das ich das denen dann auch erkl├Ąre. Also ich sag, ich w├╝rde euch niemals im Wald aussetzen, weil es Ella dann die guckt dann nur mit so gro├čen Augen und sagt fast. H├Ąnsel und Gretel, die Eltern haben sie im Wald ausgesetzt, weil sie kein Essen mehr hatten. Und das sag ich Ella. Ich w├╝rde das niemals machen, weil die bezieht also die, die zieht es gleich auf sich und nimmt es pers├Ânlich.

[00:11:42]

Und ich finde es sowas von abschreckend.

[00:11:44]

Aber mal ganz ehrlich ich habe auch Gro├čen p├Ądagogisch f├╝r mich. Ja, also bei mir, bei uns war es eine Angst. P├Ądagogik muss ich ganz, ganz ehrlich sagen. Aber man muss es in Relation setzen. Meine Eltern, beides Analphabeten, beide nur die Grundschule besucht mich schon. Billing bin ich. Du bist zu finden. Lassen nicht schulen und danach bist du auf den Feldern. Ich habe das.

[00:12:02]

So war mein Papa auch mein Papa? Habe ich mein Papa am Gymnasium noch weiterdenken. Sehr lieben. Mein Papa ist nochmal 10 Jahre ├Ąlter als dein Papa. Ja, das stimmt. Und es macht schon viel aus, ob du jetzt nach 50 geboren bist oder vor 50, es macht schon viel aus.

[00:12:17]

Mein Papa ist sechsundvierzig geboren. Echt ehrlich. Krass mit Papa. Ich vierundvierzig geboren.

[00:12:22]

Ja, ja, mein Papa ist nicht so viel j├╝nger als dein Papa. Deine Mama ist glaub ich so alt wie mein Papa. Echt? Ok, jetzt wissen wir es. Aber ich glaube, es kommt auch so. Ab Sommer hab ich die Geschichte meiner Kindheit erz├Ąhlt.

[00:12:35]

Weltm├Ąnnischen erz├Ąhlt das Dorf, auf dem Bullerb├╝ aufgewachsen ist, hei├čt es Bullerb├╝ oder wie ich wei├č, sind die Kinder von L├Ânneberga erz├Ąhlt. Deine Geschichte ist also versaut. Ich war die einzige. Also wir waren die einzige t├╝rkische Familie auf und und meine Eltern dauernd arbeiten und auf mich hatte mir meine Schwester oder der ├Ąltere Bruder aufgepasst. Und dann das Problem, wenn meine Eltern dauernd arbeiten waren. Sami ist ja unter uns gewesen und wir sind ja eigentlich im Fernsehen aufgewachsen.

[00:13:04]

Ich muss ganz, ganz ehrlich sagen, wenn ich heute sagen w├╝rde mich erzogen. Damit ich sagen ARD, ZDF und 3sat hat mich echt erzogen. Ja, zum Gl├╝ck nicht sehr. Das gab es damals, au├čer noch kein Geld daf├╝r. Kabel musst du extra bezahlen. Und wir hatten damals das Geld nicht. Karl fand ich eine sau coole Geschichte. Ich will nicht wissen, wenn er Teil 2 gewesen w├Ąre, was heute aus mir geworden w├Ąre. Aber ich hatte eine Kindheit Dorff und du kannst da nicht im Einkaufszentrum abh├Ąngen.

[00:13:27]

So wie heute oder bei McDonald's oder an der Tankstelle. Tankstelle gab's auch keine. Und dann sind wir halt in die Vereinen gro├č geworden. Du w├╝rdest automatisch integriert, also du warst. Ich war immer der erste T├╝rke im Fu├čballverein, der erste T├╝rke im Schach Verein, der erste T├╝rkinnen der Freiwilligen Feuerwehr und es gab nur Verein und war es finde ich jetzt wiederum richtig.

[00:13:47]

L├Âbel Ja, nat├╝rlich, aber das ist doch total sch├Ân, dass sie einen Verein holt.

[00:13:51]

Aber das Ding war jetzt ohne Spa├č. Ich habe voll des T├╝rkisch vergessen zu sprechen. Ist das voll in Grund? Die Eltern haben nat├╝rlich, wir haben kein t├╝rkisches Fernsehen gehabt, hat damals auch Geld gekostet. Und die Eltern haben halt kaum mit uns geredet, weil die am Abend fix und fertig waren.

[00:14:06]

Was ich auch verstehe, ich wei├č, ich bin ja nicht sauer deswegen und weil ich finde es halt krass. Meine Mama hat f├╝nf Kinder daheim und geht Vollzeit arbeiten und die spricht kein Deutsch. Die musste immer im Haus. Gegen├╝ber war die Bushaltestelle und dann musste sie mir eine Bushaltestelle auf den Bus warten und dann ist dann ohne deutsche Sprache Luca. Ich war 20 km im Bus gefahren. Jeden Tag ne Stunde, eine Stunde zur├╝ck, du fix und fertig war.

[00:14:30]

Und ich kann mich so eine Geschichte erinnern.

[00:14:33]

Wir haben ein Haus gehabt und in diesem Haus wohnt ein alter Mann. Das war der Herr Otto und dieser alte Mann, der hat immer das war auch so ein ├Ąlterer Mann, ├Ąltere deutsch, der immer Pantoffel nach uns geworfen, nach den Kindern. Der war auch so auch nur P├Ądagogik, der immer geschrieben und Sachen nach uns geworfen und denen seine Kinder hatten nicht auf ihn aufgepasst. Und ich habe in diesem Haus gewohnt und er war halt uralter Mann und hat immer nach uns geschrien.

[00:14:57]

Meine Mama hat mir immer das Essen gemacht, meine Schwester da auf ihn aufgepasst und als der Mann gestorben ist. Es war richtig krasse Geschichte. Dann hatte er noch zwei Kinder und hat alle seine Kinder. Hat hat er ins Erbt und hat uns das Haus vererbt. Oh der dieses Haus geschenkt. Kein Spa├č.

[00:15:12]

Grinst das ganze Haus geschenkt, weil wir dann auf ihn aufgepasst haben und er war am.

[00:15:17]

Am Anfang war er so voll, so so misstrauisch und allem drum und dran auch sp├Ąter ganz voll geliebt. Die ganze Familie ist gestorben, aber und meine Schwester am meisten Geld, weil sie ihm was zu essen gemacht hat mit allem drum und dran und der das Haus eigentlich nicht meinen Eltern vererbt, sondern meine Schwester und so. So waren wir schon relativ fr├╝h Eigenheimbesitzer. Voll sch├Ân. Ja, eine coole Geschichte, ja. Aber das ist halt in unserer Kultur ist die ├älteren pflegen, was ganz ganz wichtig ist.

[00:15:44]

Aber seine Kinder sind einfach weggezogen, haben ihn einfach so dagelassen und die haben auf ihn aufgepasst. Aber wie gesagt zu eine Geschichte. Ich hatte tolle Kindheit. Ich war in Vereinen. Die beste Art und Weise immer zu integrieren ist ├╝ber Verein. Ja, definitiv. Und ich war immer so im Dorf war ich der kleine Prinz.

[00:16:00]

Aber ich war der einzige Weg und ich war der einzige. So braun heute. Und ich habe mein kleiner Junge.

[00:16:07]

Ja, h├╝bsch war ich auch. Ich war echt h├╝bsch. Ich habe ein einziges Kinderfotos von dir. Ja. Soll ich heute jemand, der dich noch kennt, der Kinderfotos von dir hat? Aus einer? Ne. Sagt das nichts. Das war so sch├Ân. Es soll mich. Nee.

[00:16:21]

Aber wenn man eine wundersch├Âne Kindheit gehabt, voll beh├╝tet. Auch im Dorf muss ich ganz ganz ehrlich sagen. So so Rabauken Sachen. Das macht glaub jeder heutzutage.

[00:16:28]

Zumal weil sie haben bei Lidl geklaut. Ja, das sage ich jetzt. Sie haben uns wie bl├Âd kann man sein.

[00:16:34]

Also ehrlich, wenn ich so klute kaufe ich bei Edeka, da ist Teuscher gehen zu laden und klauen ja auch noch die Eigenmarken. Wie dumm kann man dann sein?

[00:16:41]

Dann hol noch die Varta Batterien an, was machen wir, wenn wir klauen die Eigenmarke? Ja aber das war dann nur um. Du merkst es auch. Niemand w├╝rde Eigenmarke was klauen. Das war nur um allgemein klaut man nicht.

[00:16:52]

Ja, mir w├╝rde ich auch sagen nur allgemein.

[00:16:54]

Aber es war einfach nur f├╝r den Kick mal zu wissen, wie es ist.

[00:16:58]

Ja, das haben mir meine Eltern haben die die das nicht gesagt, dass man das nicht darf?

[00:17:01]

Aber wir waren doch aus dem Dorf. Wir kannten uns. Solche Kriminellen sahen wir aus dem Fernsehen, wollten Dinge aus. Er wollte nur mal erkl├Ąren.

[00:17:08]

Wir haben sogar erst mal gemacht haben. Wir haben Bambus genommen und haben Bambus geraucht.

[00:17:12]

Ah ok, Kimura, das schweift jetzt gerade echt in deine kriminelle Vorgeschichte ein. A Was hei├čt diskriminiere? Hei├čt es, dass ich immer noch. Nein, das war einfach so mit meinen Kids im Dorf.

[00:17:22]

Ja, aber da muss ich jetzt sagen, so Vereine. Ich war in der dritten Klasse, da hab ich gesehen, dass es da gab es dann Listen, wo man sich. Tragen konnte und ich habe mich zum Turnen eingetragen, weil ich unbedingt auch in den Verein wollte. Mein kleiner Bruder war in einem Fu├čballverein da, war bei den Bambini und sp├Ąter in der Jugend. Aber da muss ich sagen, war mein Elternhaus nicht so krass hinterher. Das habe ich so ein bisschen verpasst.

[00:17:42]

Ich h├Ątte auch gerne ein Instrument gelernt oder bei einem Musikverein oder. Aber das hat alles Geld gekostet. Ich war nun frei in eine Zelle. Ich war. Es hat nichts gekostet bei uns auf sie. Das brauchst du. Ein Instrument. Ja, das.

[00:17:53]

Aber das Turnen und so weiter. Und Fu├čball, das hat ja nichts.

[00:17:55]

Bei uns war es echt so. Ich war und darf ich noch etwas sagen? Es war mir voll wichtig. Ich habe niemals Geb├╝hren bezahlt. Ich h├Ątte zwar machen m├╝ssen, aber das hab ich erst letztes Jahr gemacht. Hab ich die ganzen Vereinskollegen nicht die ganzen Jahre in meiner Jugend hatte zur├╝ckbezahlt?

[00:18:11]

Stimmt. Ich noch, wo man was gespendet hat. Genau das war mir so wichtig. Und wirklich. Es war echt. Letztes Jahr war. Siem├╝ssen mein Vorschlag. Ich habe wirklich 5 Weihnachten. Ja, 15 Jahre sp├Ąter. Bin hingegangen. Hab dann alle meine. Meine Geb├╝hren, die ich die ganzen Jahre nicht bezahlen konnte, bis meine Eltern das Geld nicht habe an Verein zur├╝ckbezahlt. Was saum├Ą├čig wichtig. Naja. Ok. Ah ne. Und bei uns war das halt nicht so.

[00:18:34]

Also Turnen. Da bin ich halt hin, weil ich mich daf├╝r eingesetzt haben gesagt hab, ich m├Âchte jetzt zum Turnen. Aber ich war dann ab der dritten Klasse turnen und musste mit mit 12 13 das wei├č noch US-Waffen auf der Weihnachtsfeier des Turniers von unserem Verein. Da musste ich dann aufh├Âren und sagen ich darf jetzt nicht mehr kommen, weil mein Papa dann halt einfach sagt So ja, turnen sch├Ân und gut, aber ich meine, es bringt dich jetzt auch nicht weiter.

[00:18:57]

K├╝mmer dich lieber um die Schule. Und dann durfte ich einfach nicht mehr hin. Ich wei├č nicht. Habe Rotz und Wasser geheult an der Weihnachtsfeier.

[00:19:03]

Du w├Ąrst auch eine schlechte, tollere bei deiner Gr├Â├če. Nein, ich war ne gute Turnerinnen bei deiner Gr├Â├če. Halt Aufschwung und auf dem Barren. Die hatten alle immer so so schlank, lange Beine. Recht. Naja ich wei├č keine Leistungs Turnerin, aber das war meine Schwester, die eingeschr├ânkt die dort halt damals dann auch nicht. Ich hab da aber eine Parallele zu dir. Muss ich auch kurz erz├Ąhlen. Ich wei├č es. Obs es vielleicht wirklich dann, ob das dann an der Tradition liegt.

[00:19:24]

Mein Papa wollte dann auch nicht. Das muss man halt auch sagen, der da sagt es ist halt so zeitaufw├Ąndig dich immer hinzufahren. Aber er wollte mich auch nicht alleine im Fahrrad schicken, weil der Verein ist halt im Wald und dann hat er Angst entf├╝hrt werden und keine Ahnung und dann duftig. Ich durfte es einfach nicht und ich musste es einfach akzeptieren. Und es gab auch nicht wirklich eine Begr├╝ndung und ich war todtraurig, weil ich das echt voll gern gemacht hat.

[00:19:45]

Und jetzt bin ich gerade bei uns. Wir hatten kein Auto, das wollte ich auch noch erz├Ąhlen. Also wie hast du es kam? Papa hatte kein Auto, kein Dorf.

[00:19:53]

Also in der Stadt ist er normal, aber nichts passiert.

[00:19:55]

Es ist Kassiber. War man. Wir sind ja, wir mussten ja noch einkaufen. Und im Dorf gab es zwar zwei Tante Emma L├Ąden, aber mit eine sechsk├Âpfige Familie. Wohin gehst einkaufen in in Aldi? Ja, damals gab es kein Lidl. ├ťbrigens ohne Spa├č.

[00:20:09]

Wir hatten auch immer fr├╝her nun Aldi, ja und jetzt Passau. Und jetzt war es so, dass man unseren Eltern Zimmer in Aldi in die n├Ąchste Stadt sind dann auch wieder 20 km nach Balingen gefahren. Jetzt haben die im Lidl einem Aldi eingekauft. Also heute im Lidl. Dann haben sie dort eingekauft und haben dann den ganzen so ein Karton gehabt. Am Schluss kannst du so einen Karton bekommen kostenlos und haben den ganzen Karton mit den ganzen Lebensmittel voll gehauen. Okay, und dann haben wir den Karton genommen auf die eine Seite Mama, auf die andere Seite Papa oder wir Kinder.

[00:20:38]

Und dann haben wir diesen riesen Karton oder mehrere Kartons in den Bus getragen. Oh Mann, das ist das Gr├Â├čte. Peinlichkeit war am Anfang war andere. Andere habens gesehen. Und es sah aus wie wei├č Mama. Kopftuch. Papa. So und dann die Kinder. Und dann drei, vier Kinder war ich. Und heute wird zumindest heute sehen. W├╝rde ich. Dann w├╝rde ich ohne Spa├č. Beispiel Sie sagen, es schaut ├╝ber die Asoziale ohne. Jetzt wird es deutlich zu sagen Ich bin ganz sehr, dass es vorher Menschen sagen w├╝rden.

[00:21:05]

Und jetzt Hochstuhl, das ist reifer als zivilisiert. Genau.

[00:21:09]

Und jetzt das Krasse Ich ist schon mal vor. Der Bus ist voll mit Leuten. Okay und alle sehen genau, was du gekauft hast. Die sagen Oh mei, Wurst im Angebot gekauft oder Aaaaah, haben wir Sp├╝lmittel im Angebot gekauft und was wei├č ich. Und es war mir am Anfang, wo ich klein war, gar nicht bewusst. Aber sp├Ąter war es mir voll peinlich. Muss ich ganz ehrlich sagen. Ich hab gedacht, was denken die Menschen ├╝ber uns und wir haben.

[00:21:31]

Wir sind dann mit diesen Taschen und T├╝ten durchs Dorf gelaufen, mit diesen Aldi. Theresa May hat so typisch Mohameds heute dr├╝ber Witze macht Eiche bei Ikea bei Aldi ist, da haben wir ich meine Mutter hei├čt bin ich Eiche ohne schwarze Null. Und weil ich Pawe┼é hei├čt. Mourad hei├čt ja auch Mourad, der Mann, der Opa hie├č er auch so und der Opa hie├č so und mein Bruder Recep. Ach so, ich dachte an Okay, also es hat nichts mit IM zu tun.

[00:21:54]

Ich wollte nur sagen, das ist nun in den Jahren so. Es war mal, nahmen wir beide Seiten und und Papa, Mama hat gesagt dein Papa. Nee, Papa hat gesagt, deine Mutter hat mich so sehr geliebt, dass sie unbedingt meinen Namen an dich weitergeben wollte. Ja, es war eine einzige romantische, was ich jemals von meinem Papa geh├Ârt habe. Auf jeden Fall.

[00:22:14]

Was sage ich und ich finde ich. Und nach Samira Erstgeburt wollte sie ├╝brigens, dass Samira Ayse hei├čt. Wir sagten Ja, das w├Ąr cool gewesen. Nee, doch die Papa hat dann Ela gesagt, die Ela kriegt den Zweitnamen auch gesagt. Nee, aber ganz ehrlich wir noch einen Sohn bekommen w├╝rde ich schon. Schunke Murat Nein durchringen. Murat hei├čt das Kinder Thema vom B├╝rgersteig. Auf jeden Fall keine Autos dahin gefahren und die ganze Stadt und das ganze ganze Dorf hat man uns immer angeschaut.

[00:22:40]

Und ich, ich ich bin ich heut r├╝ckblickend draufschaut. Verstehe ich. Ich war ja auch auf der Hauptschule. Hab ich schon erz├Ąhlt. Nein. Doch ich war auch auf der Hauptschule und zwar vorhin. Ich bin der zweiten Klasse sitzen geblieben. Ohne Spa├č. Ja, jetzt hau raus, raus! Ich bin echt in der 2. Klasse sitzen. Sela.

[00:22:56]

Aber ich verstehe es, weil deine Eltern sicher nicht irgendeine Schulbildung hast. Das hei├čt, du hast dir alles selber erarbeiten m├╝ssen und gerade in der Grundschule, wenn da keiner hinterher ist. Klar muss ein Kind auch selbstst├Ąndig lernen, aber du als Elternteil muss ja auch daf├╝r sorgen, dass es das kann und dass es Leute diese lernatmosph├Ąre hart und Hausaufgaben vollst├Ąndig und Stifte und Werkzeug. Und wenn du das nicht hattest, dann verstehe ich das auch, dass du sitzen geblieben bist.

[00:23:18]

Ich will in zwei Glas sitzen bleiben, aber das war nicht, weil ich jetzt doof farbloses. Aber Wikileaks sagt, ich hatte diesen R├╝ckhalt nicht. Also dieses sprachliche Barriere, die war jetzt nicht so stark. Da will ich ja im Kindergarten schon relativ schnell Deutsch gelernt habe und T├╝rkisch vergessen habe. Aber ich hatte null Unterst├╝tzung von den Eltern, weil die Eltern wissen, wie die Pflege meine Eltern war. Die war einfach so morgens T├╝r auf. So alle raus, so und abends T├╝r auf und alle wieder rein.

[00:23:42]

Das war.

[00:23:42]

Das war aber wirklich keine schlimme Kindheit. Und ich bin meinen Eltern nicht b├Âse deswegen, dass mir das und das nicht geben konnten. Ich verstehe es. Man muss.

[00:23:52]

Aufgrund deiner Vergangenheit bist du ja auch der Mensch, der du heute bist. Genau genommen hat er auch viel gelernt und weisst darum k├Ąmpfen.

[00:23:58]

Und ich hatte auch Sally. Ich war zwei Jahre alt, nehme ich zwei Jahre alt. Tschuldigung. Ich war in der zweiten Klasse. Wir hatten damals einen Videorekorder und wir haben uns Filme angeschaut. Tanz der Teufel. Der war auf dem Index. Wir haben Geisterstadt der Zombies angeschaut, solche Dinge angeschaut. Aber meine Eltern hat es nicht interessiert, weil wir mal unsere zwei Welten.

[00:24:19]

Keto hat es so eine Kindheit. Die Eltern war ich im zweiten und du hatte eigentlich so niemand, der nicht so richtig erzogen hat. Aber heute ist der typische Gastarbeiterkind Leben und du bist der totale K├Ąmpfer geworden. Also so selber Macher, eigene Ideen und ich z.b. Ich hatte auch die beh├╝tete Kindheit. Ich durfte nicht so viel machen, damit mir auch nichts passiert und ich durfte nicht wegfuhr. Mein Gott, damit ich nicht verloren gehe und dass mich keiner entf├╝hrt, wenn mir was passiert.

[00:24:45]

Wenn mal gesagt Mist, jetzt ist Kindergeld auch noch weg und ich bin z.B. so ein Mensch, ich sehe alles immer positiv. Ich wahrscheinlich, weil ich toi toi toi noch nie in meinem Leben was so schlimmes gesehen habe. Wei├čt du, ich kann m├╝ssen, will ich v├Âllig verschiedene Menschen. Aber ich habe mich v├Âllig f├╝reinander Planeten aufeinander komme. Ich wei├č, was ich alles mal im Leben mitgemacht habe, ohne Spa├č. Aber das hat mich alles gepr├Ągt. Ich hatte nie ein Fahrrad.

[00:25:08]

Ich wei├č zum Beispiel, dass alle meine deutschen Freunde, muss ich jetzt sagen, in allen Fahrad, die sie mit den ├älteren zugefahren Hey, was haben wir gemacht? Willst du mich verarschen? Ehrliche Zahlw├Ârter sagen wir als sch├Ân.

[00:25:19]

Wir m├╝ssen mich ver├Ąppeln. Nein, wir sind im Zug. Dann nach Karlsruhe zum Zoo gefahren. Oder. Oder in Weisenrat. Ich habe es echt nicht ohne. Ich wohne direkt in Warenh├Ąusern, das hei├čt zwischen Karlsruhe und man und wir konnten ├╝berall hin.

[00:25:32]

Ich musste den Fahrr├Ądern hinterherlaufen. Ich war mit meinen Eltern noch nie im Zoo. Ich war mit meinen Eltern nirgends, aber auf der Polizeiwache und beim Elternabend.

[00:25:41]

Aber bei uns war es so. Wir hatten auch. Wir haben sie nicht. Wir hatten. Wir haben eine gro├če Familie. Das hei├čt, wenn meine ├Ąlteste Cousine ein Fahrrad hatte, dann wurde das halt durchgegeben hat. Sie ist dann der Bruder, dann die Schwester, dann meine drei ├Ąlteren Geschwister. Und dann hatte ich es. Also es war schon so, wir haben immer alles geteilt und wir hatten auch viele deutsche Freunde. Meine Eltern haben auch unter den Familien immer die Kleider hin und her getauscht und wir hatten nie was so krass Neues, muss ich sagen.

[00:26:06]

Also Marken, Sachen. Ich hatte auch nie eine Playstation oder so. Erst sp├Ąter dann, als es dann alles g├╝nstiger wurde. Aber wir hatten immer alles, weil wir halt immer so hin und her getauscht haben und ne gro├če Community hatten. Damals schon. Ich hatte auch keine Blasio bis meine hatte. Dann hat sich eine neue.

[00:26:22]

Na ja, war eigentlich soweit ich wei├č. Jetzt schreiben wieder alle ich liebe es, wenn ihr abschweift.

[00:26:27]

Aber eigentlich waren wir beim Thema hab ich zu backen gefunden. Also mein Gott vorneweg. Aber das moralisch ist halt die totale Rechsteiner.

[00:26:34]

Ich kann dann in die Vergangenheit zur├╝ck. Du lernst jetzt auch f├╝r mir Sachen, die du nicht wusstest. Ja, ja. Ehrlich. Echt so? Und wenn ich. Wenn ich so mit ihm da sitzt, unser Erz├Ąhl doch mal was macht. Da gibt's nichts zu erz├Ąhlen.

[00:26:45]

Aber jetzt mal ganz ehrlich wenn jetzt Messieurs, was mal meine Vergangenheit war, was denkst du dann? Okay, cool. Oder denkst okay, das erkl├Ąrt so einiges. Das erkl├Ąrt so ein. Ich hab gewusst, dass ich sage, ich habe nicht gewusst, dass es so sagt. Ohne Spa├č. Ja, ich hab immer mein Leben k├Ąmpfen m├╝ssen. Ehrlich. Ich habe echt immer k├Ąmpfen m├╝ssen. In meinem ganzen Leben schon. Ich wei├č noch, wo ich in der Schule war.

[00:27:06]

Es war die vierte Klasse, da hab ich meinen Lehrer vor gerufen und ich hab mich ganz ehrlich, ich hab mich nicht als T├╝rke gef├╝hlt. Ich habe mich einfach als Mensch gef├╝hlt. Weder als T├╝rke noch als Deutscher. Einfach als Mensch. Aber die wurde immer gesagt, dass du, dass du kein Deutscher bist. Also mir wurde es immer gesagt z.b. Ich war Celli. Lass mich 13 Jahre alt gewesen sein. Dann spiel ich auf dem Fu├čballfeld spiele ich und da haben fr├╝her die Eltern immer zugeschaut, au├čer meine Eltern.

[00:27:30]

Meine Eltern haben nie zugeschaut. Papa hat immer zu mir gesagt es gab im Fu├čball sagt nein. Also dann lass es.

[00:27:36]

Aber das war bei uns zum Beispiel anders. Meine erste war bei Toni Mein Gott. Woher kommen deine Eltern? Was ist los? Also ehrlich und wirklich ohne Spa├č. Pass auf, mein Papa hat auch 3 Schicht gearbeitet.

[00:27:46]

Da war da die Partien. Ein extrem talentierter Fu├čballer. Ganz ehrlich, ich war extrem talentiert. Meine Eltern haben kein Auto. Kommt mich nicht. Oh, hinfahren. Zur Probetraining bin ich zu Fu├č gelaufen. Ohne Spa├č. Nun ja, und wir haben mir damals ging ja eine ganz, ganz gro├če Mannschaft gespielt und wir wussten, dass wir verlieren. Das waren in Reutlingen wir als kleines Dorf dort in Hausen 1500 Einwohner von Reutlingen Meisch und das war einfach so ein Benefiz Spiel.

[00:28:12]

Und wir wussten, dass in Berlin vier Liegen ├╝brigens waren. Und ich habe Papa sagt Bitte Papa, komm! Das ist voll wichtig. Guck dir das mal an. Und es war einfach. Es war stolz, ging Reutlingen zu spielen. Meisch und Harmos sechs Tore reingeben. 6 0 verloren. Na komm, mein Papa zu mir. Und deswegen bin ich jetzt gekommen, wo das war. Und zu mir gesagt Verdient Geld mit Fu├čball. Da sage ich Nein, Papa!

[00:28:36]

Dann lass es. Also echt traurig. Ja, aber es ist so gewesen. Was ich meine. Es war einfach einfach heftig. Hast ja eine ganz, ganz andere Kindheit als du gehabt. Ja, da muss man zum Beispiel sagen Da hat mein Papa meinen kleinen Bruder, hat das sehr gepusht im Fu├čball, als da wollte hat ihn ├╝berall hingefahren. Wir waren auf jedem Vereins fest, wir waren auf jedem Sportfest. Aber mein Bruder hat irgendwann einfach aufgeh├Ârt, weil er keine Lust mehr hatte.

[00:28:58]

Mein Papa da. Echt. Und wir? Mach weiter, mach weiter und dann einfach aufgeh├Ârt hat, sondern er hatte keine Lust dran. Aber bei mir war es dann aber verboten. Wei├čt ich doch dann gar nicht mehr zum Turnen. Das war total unfair. Also wir waren beim Thema, dass man ihm irgendwann gesagt hat, dass ich kein nicht deutsch bin. Also wie gesagt, 13 Jahre alt. Wir spielen wir alle Fu├čball, Jungs, Kumpels, was wei├č ich was.

[00:29:17]

Und dann war es dann so und da waren immer die Eltern dabei. Wie gesagt, aus meiner eigenen. Und dann? Und dann schreibt ein Vater von der gegnerischen Mannschaft, schreit dann ins ins Feld rein hauen um die schwarze Sau. Ja ehrlich, hau ihn um die schwarze Sau. Das ist echt heftig, weil schon 13 Jahre alt. Schatz, alles in Ordnung. Und jetzt schon die Pulle auch so eine Realit├Ąt raus. Das hat mich dann gezeigt, dass ich anders bin.

[00:29:41]

Was ich meine.

[00:29:43]

Oder war schon krÃftig.

[00:29:45]

Gerade habe ich gedacht Komm jetzt Conrady trinken gleich aus. Phase grad. Ja, aber das war es dann nicht. Pass auf. Und andere krasse war dann als wir. Wir waren bei so einem Geburtstag. Waqf, 14 Jahre alt, 15 Jahre alt und haben wir Flaschendrehen gemacht. Ok. Und nat├╝rlich bin ich der Einzige.

[00:30:01]

Wir sind Dorf und da waren die M├Ądels und Jungs haben wir Flaschendrehen gemacht und beim Flaschendrehen war's dann so! Dann hat dann jemand mich k├╝ssen m├╝ssen, wei├č und es war dann so, das wollte das. Ja, das wollte sie nicht. Also das war dann v├Âllig komisch. Und dann. Und dann wollte mich das M├Ądchen nicht k├╝ssen. Will ich, will ich halt anders spielen. Wei├č, was ich meine. Und das Krasse war dann, dass ich ein anderes M├Ądchen drangekommen und und und.

[00:30:28]

Die hat mich dann gek├╝sst beim Flaschendrehen. Und pl├Âtzlich wollten mich alle k├╝ssen, weil sie der Anfang war, weil sie den Anfang gemacht haben. Pl├Âtzlich wollten alle bis alle k├╝ssen. Alle wollten hassen. Schlie├člich wurden sie alle k├╝ssen und es war damals meine erste Freundin.

[00:30:42]

Aber darf ich dir das erz├Ąhlen? Ja, ja, darfst du. Ja. Ich finde, deine Geschichte will gar nichts wissen. Ich w├╝rde nur gerne wissen, wie alt ihr da wart. Wir waren 15 so frischer. Er war nur ein Kuss auf den Mund. Also da hatte ich noch nicht mal Interesse an Jungs. Ehrlich? Ja, okay. Aber es war damals. In einem Dorf war es. Samira darf diesen Podcast niemand sehen. Ich wei├č, ich w├╝rde ja wirklich ausflippen.

[00:31:04]

Und ich macht das ja nicht. Und das, was ich auch gemerkt habe in der vierten Klasse, wo ich weiter bin. Er sagt, mein Lehrer gibt mit mein Zeugnis und sagt H├Âr mal zu machen. Du musst bei. Mein deutscher Lehrer sagt es zu mir und sagt Du musst immer besser sein als Deutsch. Hey, warum will ich das? Ist es deutsch? T├╝rkisch noch gar nicht kannte? Verstehe ich das? Sage ich warum? Dann sagte mir der T├╝rke bist bin.

[00:31:26]

Ich bin ein Deutscher. Kommt mit 2,0 und T├╝rke mit 2,0. Dann nehmen sie einen Deutschen. Das muss immer besser sein. Und was ist dir mit auf den Weg gegeben? Hat er mir auf den Weg gegeben und hat es aber wie gesagt nie gest├Ârt. Und irgendwann Meisch. Du hast auch so so so so ich wollte nicht mehr t├╝rkisch sein, weil er sich meine, weil ich immer, wenn mir das immer so ging. Bist du auch so super schw├Ąbisch geworden?

[00:31:48]

Ja, weil.

[00:31:49]

Weil das Ding war, immer nicht t├╝rkisch zu sein war. Immer. War immer cooler. Weil er sich meine, wenn ich immer.

[00:31:54]

Ich wollte immer so sein wie die anderen. Versch├Ąrfe sich meine. Das ist das Ich, das ich bin.

[00:32:00]

Ein Junger bin. Mein Junge. Schwarz. Ich in sehr jungen Jahren. Der m├Âchte immer wei├č sein. Wenn, dann nur mit wei├čen zusammen. Ich verstehe, was ich meine, bis er irgendwann in ein Alter kommt und sagt Hey, ganz cool schwarz zu sein. Ich bin was Besonderes. Und so war es dann so mit 18, als als ich den ersten T├╝rken auf der Berufsschule kennengelernt habe und da merkte ich, es gibt noch andere, so wie krass, oder?

[00:32:23]

Da ich aber das Krasse war versaut, als ich die ersten anderen T├╝rken kennengelernt habe. Sie haben kein richtiges Deutsch gesprochen. Verstehe was ich meine. Okay, weil die dann unter sich waren und haben kein richtiges Deutsch. Jetzt komme ich als T├╝rke, spreche aber kein T├╝rkisch, aber mein Deutsch perfekt versteht was ich meine.

[00:32:40]

Und das ist und es waren dann so und immer nur Eltern interessiert sich mehr f├╝r deine Dutzen, f├╝r dich mehr T├╝rkisch zu lernen verstehst das? Aber heutzutage wei├č B ich bin weder deutsch noch T├╝rkisch. Ich bin irgendwo dazwischen in so einer Parallelwelt. Aber ich finde, das ist das Geniale. Eben das ist das Geniale. Ich bin so froh, dass ich jetzt T├╝rkisch spreche.

[00:32:59]

To Schutzgesetze schon.

[00:33:01]

Ja, ja und und und.

[00:33:04]

Ich bin richtig, richtig. Ich bin gl├╝cklich, dass ich, dass ich beide Welten kennenlerne. Ich. Ich bin dabei. Kalker wie bei Bley. Celli Kennst du es? Das Black Bateman Vampir, wenn den Film kennt. Der Vampir konnte aber an Tageslicht laufen. Es war. Er war in zwei Welten. Es war ein Dworkin. Und ich. Ich bin DeMarco. Ich laufe in beiden Welten parallel.

[00:33:23]

Ja, bei uns war es so, als als ich ein Kind war. Ich hatte ja auch keine t├╝rkischen Freunde. Ich hatte nur eine Familie und deutsche Freunde. Es war echt lange. Sodass ich die einzige T├╝rkin in der Klasse war. Aber ich hatte nat├╝rlich ein wahrsch. Auch auf dem Gymnasium. Was wir schon da erwarten. Ja, aber ich hatte wirklich einen Hammer. Wie viele T├╝rken waren auf dem Gymnasium damals?

[00:33:41]

Aber ich hatte am Wochenende, wenn ich in der Koranschule in der Moschee war, hatte ich schon Kontakt zu den anderen hier im Ort. Aber die waren nicht auf der gleichen Schule und da war es schon so. Da hab ich das auch gemerkt. Ok. Du darfst halt nicht so viel wie deine deutschen Freunde. Mein Papa war da echt super streng. Muss ich sagen. Und das hat mich gest├Ârt. Also wenn die auf Stra├čenfest Verlosung k├Ąmen und keine Ahnung irgendwo ├╝bernachten durften.

[00:34:03]

Ich durfte das halt nie. Und das hat mich gest├Ârt, dass da sehe ich das genauso wie du. Da wollte ich auch immer so nicht t├╝rkisch sein. Aber wenn es ums Essen ging, haben wir uns alle gefeiert. Meine Mutter hat dann B├Ârek gemacht und Sarah und Baklava. Und dann haben sie uns auch Familienfesten auf Firmen, Festen oder auch in der Schule echt gefeiert, weil wir das beste Essen immer hatten oder gar nicht. Meine Schulfreunde, die kamen dann nach Hause zu mir und wir haben zusammen Z├ârcher gemacht und mit meiner Mama zusammen B├Ârek gemacht.

[00:34:30]

Das war schon immer der Hammer. Aber da muss ich halt sagen, hab ich irgendwann mit 15 16, also wei├čt, bist du sowieso in der Pubert├Ąt. Du willst in die Welt raus, du willst was erleben. Und wenn du dann st├Ąndig nur Verbote kriegst du darfst das nicht, du darfst dies nicht, darfst das nicht. Dann willst du das auch nicht mehr, diese Kultur. Und da bin ich kurzzeit echt bissel weggekommen davon. Und als ich dann aber 19 war 19 ja so ungef├Ąhr.

[00:34:55]

Und angefangen habe zu studieren, da hab ich wieder ein bisschen rein gefunden und dann fand ich es sch├Ân, weil ich gesehen habe okay, auch so der muslimische Hintergrund und dann hab ich mich eigentlich aber erst sp├Ąter und ich hab's dann auch studiert sogar. Ich hab n├Ąmlich irgendwann wird mit 14 15 hab ich geht's nicht mehr in die Koranschule. Ich mache das nicht mehr jedes Wochenende. Vor allem jedes Wochenende in. An jedem Ferientag auch. Das hei├čt, ich hatte ja nie frei.

[00:35:18]

Ich hatte niemals so ein Wochenende, wo ich ausschlafen konnte, weil ich da mein Fahrrad hin musste. Bei jedem Wetter. Und das hat mich mega gest├Ârt, weil es immer so ein so ein Muss war. Es war immer Du musst es machen und du musst dahin.

[00:35:27]

Du musst es lernen, aber das hat dich aush├Ąlt. Aber ich hatte es viele Brutalo. Meine Eltern haben immer gesagt ich wei├č es noch. Es war so furchtbar. Ich musste in die Koranschule. Okay. Wir wollten aber nicht. Wir wollten aber nicht. Und hat Papa mich gehauen oder hat uns gehauen? Und wir sollten gehen. Wir sollten gehen. Und das Ding war immer. Wir haben auch immer gesagt Wenn du nicht, wenn du nicht in die Koranschule gehst, wenn du den Koran nicht lernst, dann musst du in der H├Âlle verbrennen.

[00:35:54]

Ach du, wir steinigen. So eine Flasche reingesteckt. Ich wei├č es noch.

[00:35:57]

Whiting Ja, ja, so Events machen, weil alle nackt in eine Flasche reingesteckt, allerdings nicht gelernt haben, alle Ungl├Ąubigen und dann werdet ihr brennen.

[00:36:05]

Und da wurde uns Angst gemacht. Immer wenn man heute die P├Ądagogik nimmt. Du kannst nur etwas nachahmen, wenn du es liebst. Ja, weich.

[00:36:14]

Und wenn du es hier sag, schon spielerisch. Bei genauem Hinsehen. Wenn du, wenn du denn deinen Kindern gesagt, wenn sie uns gesagt h├Ątten Hey, das ist voll sch├Ân und Gott liebt euch, weil er sich mal Edla, Allah, legt euch. Macht es toll und und und wenn ihr seinen Weg findet und was wei├č ich und Flugplatzes spielerisch Westland, dann dann du das auch beistand, denn dann machst du es auch.

[00:36:34]

Aber wenn deine Eltern die Angst machen ich hab nur Angst, die wussten halt, die wussten halt nicht was sie Angst P├Ądagogen genau. Und bei uns war es dann aus. War halt dann so, dieses Strenge und das hat mich echt gest├Ârt. Und mit 15 hab ich sage ich geh da jetzt nicht mehr hin. Nee, hab dann immer irgendwelche Ausreden gefunden und es war dann okay. Und als ich dann an der Hochschule angefangen habe zu studieren ich hab das ja schon mal erz├Ąhlt, dass ich dann zum ersten Mal auch mehrere t├╝rkische Freunde hatte und viele mit muslimischen Hintergrund.

[00:36:59]

Und die haben dann auch gesagt Wir studieren jetzt islamische Theorie und dann seht ihr, macht ihr das mal Theologie, macht ihr das mal? Ich halt mich da raus, dass es so gar nicht mein Ding, obwohl du ja nicht perfekt lesen.

[00:37:10]

Ja, ja und ich hab euch auch ganz viel auswendig. Also wirklich. Ich hab gesagt, man muss auch sagen, ich habe nicht die ganze Zeit ├╝ber nicht gemocht. Das war wirklich auch abh├Ąngig vom Lehrer. Also vom Hodscha. Und wir hatten einen Hodscha, da war vier oder f├╝nf Jahre da. Ich hab ihn geliebt. Es war Ramazan Hodscha, der hat mir sogar beigebracht, Arabisch zu schreiben. Und bei ihm war es n├Ąmlich so Ich muss euch also, wenn ich euch das mal erkl├Ąren darf, im Holzbrett auf die Finger hauen.

[00:37:35]

Ja, und da hatten wir einen. Den mochte meine Schwester ganz arg. Emin Hodscha. Und der hat. Der hat so streng. Ich hatte da. Als Kind bin ich hin. Und ich war f├╝nf Jahre alt. Und ich hatte roten Nagellack drauf, weil ich vorher bei meiner Cousine war. Und ich wollte schon Jahre weg sein, so eine t├╝rkische S├Ąngerin. Die hatte immer so rote N├Ągel und ein Pony und eine M├╝tze verkehrt rum auf und hat das so mit mir geschimpft, dass ich keinen Nagellack tragen darf, wenn ich in die Koranschule komm.

[00:37:58]

Ich habe so geweint und ich war f├╝nf Jahre alt, als ich so alt wie Ela ungef├Ąhr. Und er hat mir richtig Angst gemacht. Und dann kam der Ramazan Hodscha und der hat einfach der hat mir immer alles erkl├Ąrt, wenn ich ihn gefragt habe Warum muss ich jetzt ein Kopftuch tragen? Weil ich den Koran lese, hat er mir es erkl├Ąren k├Ânnen. Da konnten wir die Sachen ├╝bersetzen. Er hat selber Arabisch perfekt gesprochen und das hat mich eigentlich am meisten gest├Ârt, dass ich was lese oder was auswendig lerne und vor mich hin bete, was ich nicht verstehe.

[00:38:23]

Und die meisten haben es mir einfach nicht erkl├Ąrt und er hat es mir erkl├Ąrt. Und ich hab sogar das wei├č noch mein 13. Geburtstag in der Moschee gefeiert. Freiwillig am Kuchen gebacken. Ich habe Pizza gebacken, habe sie auf meinen Gep├Ącktr├Ąger gepackt, aufs Fahrrad, bin in die Moschee und habe mit ihm dort und mit den anderen Sch├╝lern Geburtstag gefeiert, weil es so ein cooler Hodscha war, der uns da haben wir echt die ganzen Sommerferien dort verbracht, weil da so und das war so ein Toller merkt's.

[00:38:46]

Man muss es Menschen einfach wie in der Schule. Es ist wie in der Schule. Es kommt auf den Lehrer an..

[00:38:50]

Ich wusste, dass es klasse war, da wir im Dorf waren. Und da ich im Reli Unterricht war ich bauma. Ich brenne Unterricht, weil meine Eltern es nicht gut. Japan wo ich war war ich halt im reli unterricht. Und immer. Ich kannte die ganzen geschichten von jesus, von den ganzen Aposteln und alles. Ich kannte mich. In der christlichen religion. Bis heute. Perfekt aus. Wirklich. Ist ja auch. Wichtig. Voll. Sauschlecht.

[00:39:09]

Im judentum. Auskennen. Muss ich. Christentum. Ich kenne. Des islams. Vaterunser.

[00:39:13]

Ich wei├č zb. Aber auch. Deutsch geschichte. Ich wei├č z.B. dass sie. Josef. Gucken muss, die deutsche nationalhymne geschrieben hat und und und. Josef und haiden hat sie komponiert und das wusste keiner. Nur der T├╝rke, der wusste es.

[00:39:27]

Also ich meine. Otto Fischer sah interessiert und interessiert Interessierte in einer Geschichte. Verstehe ich. Und wenn du ├Ąlter bist, verfolgst du eine eigene Worte, das hei├čt vom Glauben her oder die t├╝rkische Geschichte und sowas. Und erst jetzt bin ich viel sp├Ąter dazugekommen, auch viel, viel intensiver verstehen, was ich meine. Du hast vollkommen recht. Es ist wirklich wie wenn man ein Kind etwas beibringt. Bringt es mit Liebe bei oder zwingt man das Kind, wenn man das Kind zwingt, dann kann es seines Kindes hassen.

[00:39:53]

Genau. Und was du Hass bist.

[00:39:54]

Wenn ich sp├Ąter dann alleine wieder dazu findet, dann dann Liebstes. Und wie gesagt, ich hab dann auch angefangen das zu studieren, weil ich Interesse pl├Âtzlich dran hatte. Weil unser Professor n├Ąmlich nicht t├╝rkisch war, so wie es immer war, sondern weil es ein Deutscher war, einfach konvertiert ist. Und da hat das Ganze, er hat es gelebt, hat es geliebt. Er hat es uns erkl├Ąrt, aufgekl├Ąrt im Randt Schr├Âder hie├č ja J├Ârg einSchritt. Das war und das war ein Fach neben Hauswirtschaft aus dem Fach Islamische Theologie hab ich das meiste f├╝r mein Leben mitgenommen und es hat mich pl├Âtzlich.

[00:40:28]

Also ich habe es geliebt, weil er sagte Du musst das Judentum verstehen, Christentum verstehen, um den Islam zu verstehen und es baut alles aufeinander auf. Und dann hab ich auch angefangen, das alles so richtig zu verarbeiten. Und dann hab ich echt so wieder die Liebe dazu gefunden, muss ich sagen.

[00:40:43]

Ja, und gerade bei mir immerhin in meiner Jugend noch. Ich wei├č, wir haben schon ein bisschen ├╝berzogen. Ich glaube mir, es ist bei bei wieviel sie lesen, bei 40 oder bei 40 Minuten. Aber egal.

[00:40:53]

Bei mir war es dann auch so. Irgendwann nach der Hauptschule bin ich dann halt immer ich. Ich darf ich das sagen? Ich wurde immer intelligenter. Ja, ja, ja. Ich hab immer mehr, mehr, mehr gemerkt, wie die P├Ądagogik funktioniert, wie alles funktioniert.

[00:41:08]

Und dann hab ich meine Eltern, war es immer wichtig. Die haben zu mir gesagt Geh ins B├╝ro, Papa hat Nutzen gesagt, mein Sohn đ╣đżđ│đż betonplatte Sylbe. Der meinte damit also auf Deutsch ├╝bersetzt Sohn, guck, dass du nicht auf, auf, auf der Baustelle Apex lernen was Gescheites.

[00:41:26]

Und dann sind wir zum Schlipstr├Ąger, genau so einem Handwerker. Meine Br├╝der vor mir haben meine Eltern gezwungen, eine Ausbildung zu machen und einen Job zu suchen und sofort zu arbeiten, damit sie Geld nach Hause bringen. Die haben alle gerne nach Hause gebracht und bei mir haben sie das erste Mal die Ausnahme gemacht, haben gesagt Mach irgendwas, das du im B├╝ro landest, ja nicht auf der Stra├če auf einem Betonbau wei├čt, was ich meine. Und da hab ich die Wirtschaftsschule gemacht und das erste Mal in meinem Leben, das mich.

[00:41:51]

Soll ich mal gehen? Alle Kinder hatten einen Laptop oder ne, kein Laptop gab's noch massig an Computern PC. Und erst einmal wei├č sie noch bin ich mit meinem Papa bin ich zum Real gefahren und hab mir die erste Schreibmaschine gekauft. Oh ja, echt.

[00:42:09]

Ich schreib mich an die Schreibmaschine zu Zeiten gekauft, wo jeder schon Computer hatte.

[00:42:14]

Ich habe auch eine elektrische schreibt. Wenn jemand zuh├Ârt, dann denken die wahrscheinlich wir sind 50 und 45 Jahre, ehrlich. Aber es ist wirklich so, es ist einfach sp├Ąter bei uns alles gewesen. Und nochmal was ich jetzt echt was ich jetzt voll wichtig erw├Ąhnen m├Âchte Ja, meine ├Ąlteste, die wundervollsten Menschen der Welt. Naja, sind sie wirklich? Also dein Papa habe ich ja leider nie kennengelernt. Er ist leider Mascher 2007 gestorben mit 63, ich hatte wirklich die wundervollsten Eltern der Welt und ich hatte ja eine wundervolle Kindheit.

[00:42:41]

Ich wei├č, es ist v├Âllig anders und wenn man das h├Ârt Papa hat ihn geschlagen und allem drum und dran. Papa hat einem mit seinem nie gelernt. Papa war nie f├╝r einen da. Das h├Ârt sich alles schlimm, aber ich m├Âchte ja, man muss auch immer. Ich kann man meinen Eltern niemals, niemals egal was ich mache, das zur├╝ckgeben, was sie f├╝r mich gemacht haben. Ja und es ist halt so. Also bitte dann auch kein Verurteilen oder Beurteilen, weil die kennen sie ja auch nicht anders.

[00:43:08]

Sei es dein Papa, der gut erzogen von einem anderen Papa, der noch weniger mit P├Ądagogik zu tun hatte und noch weniger mit Erziehung. Da ging es halt um ganz andere Dinge, da ging es ums ├ťberleben, um kann ich meinem Kind sauberes Wasser geben oder oder was zu essen. Und genauso sehe ich das auch. Meine Eltern sind auch die wundervollsten Eltern und klasse ich heute alles aus mit anderen Augen. Ja, man sieht es immer viel anders. Und.

[00:43:31]

Will es auch anders machen. Aber ich muss echt sagen, ich bin froh, wenn ich meine zwei T├Âchter so erzogen bekomme, wie meine Eltern mich erzogen. Genau. Ich war brav. Ich hab nichts Schlimmes angestellt. Ich war Verantwortung. Ganz selten.

[00:43:45]

Ich war ganz ehrlich. Ich war z.B. mit Omi. Sagt ich war noch nie bei der Polizei. Ganz ehrlich, ich war mal eine ganze Jug, nicht einmal bei der Polizei. Okay, das hat auch damit zu tun, dass sie mich nie erwischt haben. Aber. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe meine Eltern nie so Sorgen gemacht, dass das ich dann war, da sie, dass sie irgendwie sich sch├Ąmen.

[00:44:05]

Ich meine, wir sind f├╝nf Kinder und jedes der f├╝nf Kinder ist unterschiedlich. Also beim einen hat es bissle besser geklappt, beim anderen bisschen weniger. Ist halt so. Jeder Mensch ist unterschiedlich, aber man darf da keinen verurteilen. Ich wei├č auch noch z.B. f├╝r alles, f├╝r alles muss man F├╝hrerschein machen, obwohl heute schon Erziehung nicht auf der Hauptschule.

[00:44:20]

Ob ich jedes Jahr eine Belobigung bekommen? Ja, sehr gut. Und meine Eltern? Als ich dann geh├Ârt haben, dass ich in der Zeitung steht, immer eine Belobigung bekommen.

[00:44:28]

Was ich das dann ist. Im Amtsblatt haben Sie wahrscheinlich gedacht. Genau da haben andere Leute mal meine Eltern erz├Ąhlt. Dein Sohn hat eine Belobigung bekommen und das ganze Dorf. Wie genial ist das! ├ťberleg mal, du bekommst die gelogene Preis und das ganze Dorf redet dar├╝ber. Naja, krasses Beispiel. Bist du ein bisschen Gott oder der ist gar nicht so dumm, der Kleine sich. Und es hat meine Eltern voll Stolz gemacht, weil ich meine Eltern. Wir haben kleine Dinge stolz gemacht.

[00:44:52]

Die wissen heute meine Mama wei├č bis heute nicht, was ich mache. Das wei├č ich.

[00:44:56]

Aber sie wei├č, dass so ein intelligentes B├╝chele ist. Ja, sagt sie auch immer, dass du immer so eine Schlaueste war und dann beleidigt sie mich dann beleidigt sind. Vielleicht nicht immer, aber das ist ihre Art dich zu lieben. Genau deswegen. Aber wenn jetzt z.b. Ne.

[00:45:10]

Ne Mama hat, die euch alleine erzieht. Komm mir jetzt. So so so schwer. Verstehe was ich meine.

[00:45:15]

Ein Mensch, der ein kind alleine. Erziehen muss. Und bringt euch hoch. Der witz. An sachen film. Ich mir. Wirklich. Ein. Unglaublich viel. Sachen. Gefehlt. An liebe. P├Ądagogik. Zuneigung. Ermunterungen. Alles was heute. Selbstverst├Ąndlich ist. Aber trotzdem mag ich meine Eltern. Geliebt, weil ich wusste, die m├Âglichkeit war nicht angesteuert.

[00:45:35]

Ich denke, das muss man an der Stelle vielleicht auch sagen. Man h├Ârt viel, man liest, will, man kennt viele Menschen. Und ich denke, man sollte seinen Eltern dankbar sein f├╝r alles. Und man muss immer so ein bisschen auch die Vergangenheit der Eltern ber├╝cksichtigen. Warum haben sie das gemacht? Und sie haben es eben auch schwer. Wenn ich eine alleinerziehende Mutter hatte. Klar hat sie vielleicht nicht so viel Freizeit wie jetzt jemand, der zu zweit ist.

[00:45:58]

Und es gibt mit Sicherheit auch F├Ąlle, bei denen Zuschauer sagen werden Ja, er hat uns alles auch toll und Eltern durch Geliebter. Meine Mutter hat mich nicht geliebt. Ich lese es auch immer mal wieder. Aber auch da muss man dazu sagen Ich glaube vom Grundauf, von Natur aus liebt jeder Mensch sein Kind. Und ich denke, es sind die Umst├Ąnde, die ├Ąu├čeren Umst├Ąnde, die vielleicht verursachen, dass es so aussieht, als w├╝rde eine Mutter ihr Kind nicht lieben oder ein Papa und deswegen weggeben.

[00:46:22]

Aber sich. Naja, es gibt halt schwierige Umst├Ąnde und ich glaube, man sollte trotzdem, wenn man sp├Ąter erwachsen ist und gro├č ist, einfach f├╝r seine Eltern da sein und f├╝r sie sorgen. Und ich bin so ein Mensch. Bei mir geht es nicht Auge um Auge, Zahn um Zahn, sondern wenn mir jemand was b├Âses tut, dann denke ich mir so komm, ich zeig ihm einfach Liebe. Dann sieht er auch wie es anders geht und Sprit ist auch ne.

[00:46:45]

Ist auch in der P├Ądagogik so wenn du sagst, eigentlich h├Ątte jetzt das Kind die gr├Â├čte Auflage des Lebens verdient, dann musst du ihm Liebe schenken. Und so kriegst du auch eigentlich das Beste aus.

[00:46:55]

Menschen raus ist nicht immer einfach, aber ich kenne noch so viele Sachen aus meiner Kindheit.

[00:47:00]

Ich wei├č, aber wir haben noch ein paar Folgen. Ja, wir sind wieder mega abgeschweift.

[00:47:04]

Aber ehrliches Mutsch was backen erz├Ąhl ich wei├č. Aber dann hast du irgendwas Marktanteils und ich hab dich nicht unterbrechen wollen, weil ich glaube f├╝r dich tut das tut dir alles.

[00:47:11]

Tut mir gut. Ohne jetzt zu sprechen. CD Sachen. Ganz ehrlich erz├Ąhlt. Ich wusste. Wusste sie gar nicht. Ganz ehrlich. Das wusste ich so alles.

[00:47:19]

Dieser Mann da ist so verschlossen. Ja. Mann. Der. Du bist mir grey. Christian sei froh, dass ich noch.

[00:47:26]

Bei meiner Kindheit musste ich froh sein, dass ich noch kein Flugzeugentf├╝hrer oder moralisch echt wie Christian Grey Shades of Grey. Und man erf├Ąhrt nur nach und nach etwas macht dir nichts aus seiner Frau. Also ich freue mich schon auf das n├Ąchste Mal. Macht's gut. Bis dann. Und falls ihr Themen und W├╝nsche habt, dann schreibt sie uns gerne Sota.

[00:47:44]

Vergiss nicht. Ihr k├Ânnt das Ding echt abonnieren. Ihr k├Ânnt. Ihr k├Ânnt es anderen Leuten sagen. H├Ârt euch das an. Vielleicht ist es echt cool so ich sag mal bei der Fahrt anzuh├Âren.

[00:47:53]

Es geht im Prinzip Asana. Viele werden jetzt vielleicht sagen die Seeley Backenknochen. Aber hey, ganz ehrlich unser Podcast, das ist unser ganzes Leben. Wir sprechen alles an, ja.

[00:48:02]

Aber hey, ich sehe nur mal ein paar Sachen aus meiner Kindheit. Da gibt's so coole Sachen zu erz├Ąhlen. Ich habe Sachen erlebt. Das glaubt mir gar nicht.

[00:48:09]

Ja, das glaubt man echt manchmal gar nicht. Das ist echt hart und ist nicht erfunden.

[00:48:12]

Ohne Spa├č und abonniert.

[00:48:14]

Diesen Kanal empfehlen weiter und wir sehen uns wieder bis zum n├Ąchsten Donnerstag Jassy. Bis dann Joes Spread lag. Ja, ich f├╝hle mich wie so eine Radiosprecher, wenn ich mich f├╝hle.

[00:48:25]

Ich finde, ich finde immer. Ich glaube, ich wei├č, warum wir. Zusammen sind. Es. Unterschiedliche. Gar nicht geht. Du bist so eine Wolke auf die Erde gekommen, verstehe ich. Und ich bin aus der H├Âlle in Polnisch im Import gesperrt. Also hier nochmal diskutieren.

[00:48:39]

Bis Antis.