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[00:00:04]

Das Erste deutsche Fernsehen mit der Tagesschau. Heute im Studio Susanne Downer. Guten Abend, meine Damen und Herren, ich begrüße Sie zur Tagesschau. Mit Blick auf die steigenden Infektionsraten haben sich Bund und Länder auf neue Coruna Maßnahmen verständigt. Bei Verstößen gegen die Masken Pflicht soll bundesweit ein Mindest Bußgeld von 50 Euro gelten. Nur Sachsen-Anhalt lehnt dies ab. Großveranstaltungen, bei denen die Hygiene Auflagen nicht garantiert werden können, bleiben zunächst bis Ende des Jahres verboten. Zudem sollen unter anderen die Regeln für Reisende aus Risikogebieten verschärft werden.

[00:00:51]

Das Robert-Koch-Institut meldete heute 1507 Neuinfektionen in Deutschland. Bei der Videokonferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten sollten am Ende möglichst einheitliche Maßnahmen im Kampf gegen Coruna herauskommen.

[00:01:07]

Doch nach fünfeinhalb Stunden Sitzung wurde die einheitliche Sicht zwar oft beschworen.

[00:01:12]

Doch schon beim Vorschlag, ein einheitliches Bußgeld von mindestens 50 Euro für Masken Verweigerer im öffentlichen Personenverkehr einzuführen, scherte ein Bundesland aus. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident begründete sein Nein nicht nur mit dem geringeren Infektionen geschehen in seinem Bundesland.

[00:01:29]

Bei uns haben wir ja ein wesentlich schärfere Schwert. Uns gibt es ein Bevölkerungs Verbot und ohne Anschutz.

[00:01:37]

Die Runde einigte sich heute auf eine neue Test Strategie für Reise Rückkehrer. Die bislang kostenlosen Tests soll es ab dem 15. September nicht mehr geben. Möglichst ab 1. Oktober gelten neue Quarantäne.

[00:01:49]

Regeln Reise Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich unverzüglich in eine 14 tägige Quarantäne begeben. Frühestens durch einen Test ab dem fünften Tag ist eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne möglich, wenn der Test negativ ausfällt. Ich bin sehr froh, dass es auch gelungen ist, über die Test Strategie im Hinblick auf Raise Rückkehrer wirklich eine einheitliche Sicht herzustellen.

[00:02:15]

Doch der bayerische Ministerpräsident fürchtet, dass die Quarantäne nicht streng genug kontrolliert werden kann, weshalb Bayern vorerst nicht auf kostenlose Coruna Tests für alle Reisen Rückkehrer verzichten wird.

[00:02:27]

Die Kanzlerin stellte klar, dass bewusstes Reisen in einen Risikogebieten auch finanzielle Konsequenzen haben muss.

[00:02:34]

Wer aber eine vermeidbare Reise in einem schon vor Reiseantritt feststehendes Risikogebieten antritt, da wollen wir die rechtliche Regelung so treffen, dass es heute im Infektionsschutzgesetz nicht angelegt. Aber da wollen wir die Regelung so treffen, dass dafür kein Compensation mehr ist.

[00:02:51]

Verdienstausfall möglich sein wird, heißt konkret keine Lohnfortzahlung bei selbst verschuldeter Quarantäne. Großveranstaltungen, die bestimmte Vorgaben nicht erfüllen können, sind bis 31. 12. weiterhin nicht erlaubt. Keine Einigung gab es für eine Personen Obergrenze bei privaten Feiern.

[00:03:08]

Damit ist keine abschließende Regelung für alle getroffen. Aber alle sind sich bewusst, dass das ein Thema ist.

[00:03:14]

Ein wenig aufatmen können Eltern, deren Kinder zum Beispiel wegen Erkältung Symptomen nicht zur Schule dürfen und zu Hause betreut werden müssen. Dass Kinder Krankengeld wird um fünf Tage pro Elternteil beziehungsweise zehn Tage für Alleinerziehende aufgestockt. Zudem haben die Kultusminister heute aus dem Kanzleramt die Aufgabe erhalten, vergleichbare Maßstäbe für Hygiene Vorschriften im Schulbetrieb zu entwickeln.

[00:03:38]

Zu den Beschlüssen von Bund und Ländern jetzt live aus Berlin.

[00:03:41]

Tina Hassel hat heute kräftig geknirscht beim Versuch, sich wieder auf mehr gemeinsame Regelungen zu verständigen. Dabei soll es teilweise emotional und gereizt zugegangen sein, haben uns mehrere Teilnehmer bestätigt. Zu unterschiedlich ist die Verbreitung des Virus in den einzelnen Bundesländern. Und die sind nun mal zuständig für den Infektionsschutzgesetz. Die Kanzlerin kann nur moderieren und appellieren. Und da hat sich Merkel heute bei zentralen Punkten nicht durchsetzen können. Zum Beispiel bei einer verbindlichen Teilnehmer Begrenzung für private Feiern oder klare Regeln für die Masken.

[00:04:16]

Pflicht in Schulen. Dennoch Einig sind sich alle bei der Bewertung, die Lage sei ernst. Entsprechend deutlich Der Appell handelt verantwortlich. Wer das nicht tut, soll stärker sanktioniert werden. Denn bei allen föderalen Unterschieden noch einmal soll das Land nicht heruntergefahren werden. Und diesmal haben Kitas und Schulen Vorrang, zum Beispiel bei der Zuteilung von Test Kapazitäten. Auch das war unstrittig. Zurück zu Susanne Dauner. Einen überblick über die heutigen Beschlüsse von Bund und Ländern finden Sie auf tagesschau.de.

[00:04:48]

Außerdem sendet das erste zur Coruna Lage ein Arta extra gleich im Anschluss an diese Sendung. Bund und Länder haben sich auf erste Projekte beim Strukturwandel in den Braunkohle Regionen verständigt. Eine entsprechende Vereinbarung wurde in Berlin unterzeichnet. Damit können ab sofort Gelder abgerufen werden, die der Bund zur Verfügung stellt. Aus Gründen des Klimaschutzes soll in Deutschland bis spätestens 2038 keine Braunkohle mehr zur Stromerzeugung verbrannt werden. Stattdessen soll in innovative Technologien investiert werden. So könnte Ausbildung in Industriefirmen künftig häufiger aussehen.

[00:05:29]

Die Agentur owa Lab in Leipzig hat mit Hilfe virtueller Technik einen schaltschrank in einem Umspannwerk nachgebaut. Zukunftstechnologie Made in Germany unter anderem das will die Politik künftig stärker fördern.

[00:05:43]

Hier dagegen soll bald weniger gefördert werden und ab 2038 gar nichts mehr. Deutschland steigt aus aus der klimaschädlichen Braunkohle. Für die betroffenen Regionen heißt das Strukturwandel.

[00:05:55]

Dafür stellt der Bund bis zu 38 Milliarden Euro bereit. Bis zu sieben und zehn komma zwei Milliarden für das Lausitzer Revier, vier und zehn komma acht für das rheinische und bis zu acht Milliarden Euro für das mitteldeutsche Revier, für Breitbandausbau, Zugstrecke, Straßen, Zukunftstechnologien, Forschungseinrichtungen und vieles mehr. Erste konkrete Projekte wurden heute beschlossen bei der Auftakt Sitzung des zuständigen Bund, Länder, Gremiums.

[00:06:20]

Wir werden ein Kompetenzzentrum wärmeliebende in Halle machen. Das soll eine bundesweite Anlaufstelle für die Kommunen und private Unternehmen zum Thema Erneuerbare haben sollen.

[00:06:31]

Infrastruktur Projekte sind auch wichtig. Eisenbahnverbindung ist angesprochen worden von Berlin über die Lausitz nach Breslau. Für uns ein wichtiges Thema. Wir wollen ja zusammen mit Sachsen, dass wir da mal mit dem ICE fahren können.

[00:06:44]

Bund und Länder unterzeichneten heute eine Vereinbarung. Ab sofort kann Geld für den Strukturwandel in die Braunkohle Regionen fließen.

[00:06:52]

Russlands Präsident Putin hat sich grundsätzlich bereit erklärt, Belarus mit Einsatzkräften zu unterstützen. Man werde seinem Nachbarn und Verbündeten beistehen, falls die Situation außer Kontrolle gerate, so Putin in einem TV-Interview. Währenddessen gingen in Belarus die Menschen erneut gegen Präsident Lukaschenko auf die Straße. Sie werfen dem seit 26 Jahren autoritär regierenden Staatschef Wahlbetrug und Polizeigewalt vor. Demonstration heute Abend auf dem Unabhängigkeitsplatz in Minsk. Einige hundert sind gekommen. Die Situation ist angespannt. Die Polizei ist diesmal sehr präsent. Im Unterschied zu den letzten Tagen.

[00:07:35]

Bereits vor Beginn der Demonstration wurden viele Journalisten festgenommen. Hier ein Handyvideo. Berichterstattung ist nicht erwünscht. Auf dem Unabhängigkeitsplatz werden die Demonstranten eingekesselt. Viele werden festgenommen. Einen Dialog, wie ihn die Opposition fordert, lehnt Präsident Lukaschenko nach wie vor ab.

[00:07:56]

Er macht erneut das Ausland verantwortlich. Verunsicherte Nachbarländer von Belarus reden nicht offen von Neuwahlen. Sie beginnen, sich in unsere Angelegenheiten einzumischen.

[00:08:08]

Unterstützung sucht und bekommt Lukaschenko in Moskau von Präsident Putin.

[00:08:16]

Lukaschenko hat mich gebeten, eine Polizei Reserve zu schaffen.

[00:08:19]

Das habe ich gemacht. Wir sind uns einig, dass diese nur eingesetzt wird, wenn die Situation außer Kontrolle gerät.

[00:08:31]

In Minsk eskaliert die Situation. Demonstrationen, auch wenn sie friedlich sind, werden nicht mehr geduldet. Die neue Polizeitaktik. Sie soll einschüchtern. Bevor am kommenden Wochenende die nächste Großdemonstration stattfinden soll, wieder mit über 100 000 Menschen, hofft die Opposition. Die Situation in Belarus war auch Thema am ersten Tag des Treffens der EU-Außenminister in Berlin. Dabei wurde noch keine Verständigung über mögliche Sanktionen erzielt. Strittig blieb auch der Umgang mit der Türkei nach den Erdgas Erkundungen vor griechischen Inseln.

[00:09:10]

Bundesaußenminister Maas forderte von Griechenland und der Türkei ein Ende der Militärmanöver im Mittelmeer. Dies sei eine Voraussetzung, um die Gebietsansprüche der beiden Nato-Partner zu klären.

[00:09:24]

Erleichterung bei Angehörigen und Freunden der Opfer in Neuseeland Dort ist der Attentäter von Christ Church heute zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ohne die Möglichkeit, vorzeitig entlassen zu werden. So bösartig sei das Verbrechen gewesen, begründete der Richter die Entscheidung. Es ist das härteste Urteil der neuseeländischen Justizgeschichte. Der 29 jährige Rechtsextremist hatte im vergangenen Jahr bei Anschlägen auf zwei Moscheen 51 Menschen getötet.

[00:09:55]

Keine Reue und keine Erklärung. Teilnahmslos folgt der rechtsextreme Attentäter der Urteilsbegründung. Der Richter beschreibt detailliert, mit welcher Brutalität und Kaltblütigkeit! Die Gläubigen in zwei Moscheen getötet hat. Der Täter sei nicht nur ein Mörder, sondern ein Terrorist, so der Richter.

[00:10:16]

Die Ansichten, mit denen sie ihre Gewalttaten rechtfertigen, beruhen auf religiösen und ethnischen Ressentiments und Intoleranz. Der Hass ist zentral für ihre Feindseligkeit gegenüber einer bestimmten Gruppe, die sie in diesem Land ermorden wollten. Der Hass hat hier keinen Platz, er hat nirgendwo Platz.

[00:10:36]

Tief sitzender Hass gegen Muslime. Das Motiv des Australiers, der sein Attentat hier aus der Al Nur Moschee auch noch live ins Internet übertragen hatte. Mehr als 90 Opfer und Angehörige haben in den vergangenen Tagen vor Gericht von ihrem Leid berichtet. Nun Erleichterung, dass der Täter für immer im Gefängnis bleibt.

[00:10:58]

Heute habe ich gemerkt, dass nach Neuseeland einzuwandern die beste Entscheidung meines Lebens war. Wegen der Gerechtigkeit, die uns in dieser Sache widerfährt.

[00:11:11]

Wir sind eins, heißt es hier. Das Land steht zu seinen Muslimen. Das Attentat hatte die Nation 2019 in tiefe Selbstzweifel gestürzt. Das Urteil heute ein Bekenntnis. Neuseeland verteidigt seine Werte wie Weltoffenheit und Toleranz.

[00:11:29]

Die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA haben jetzt auch landesweit den Spitzensport erfasst. Vier Tage nachdem ein Polizist einen schwarzen Familienvater niedergeschossen hatte, weigerte sich das Basketball, Spitzenteam der Milwaukee Bucks anzutreten. Zahlreiche Profi, Mannschaften aus diversen Sportarten schlossen sich dem Ausstand an. Die anhaltenden Proteste im Land überschatten den Nominierungsparteitag der Republikaner. Ein großer Auftritt für Mike Pence. Letzte Nacht auf dem Parteitag der Republikaner. Der Vizepräsident empfiehlt die Regierung von Donald Trump als Garant gegen Gewalt und Chaos.

[00:12:11]

Die Unruhen im Land müssten enden.

[00:12:15]

Viele Helden sind für die Verteidigung unserer Freiheit gestorben. Um nun zu sehen, wie Amerikaner aufeinander losgehen. Wir werden Recht und Ordnung schaffen für jeden, egal welche Rasse, Religion und Hautfarbe er hat. Beifall vor Ort. Das Pentz jedoch nicht auf die Opfer in Wisconsin eingehen, kritisieren viele. Auch in Canossa. Dort protestieren die vierte Nacht in Folge Menschen gegen Rassismus und nun auch gegen die Regierung in Washington. Wenn jemand tatsächlich zwei Menschen tötet, dann sind die Politiker nicht zu sehen und haben das Wort Gewalt vergessen.

[00:12:55]

Check up Places Schicksal hat die neuen Proteste ausgelöst. Ein Polizist hatte den Mann sieben Mal in den Rücken geschossen. Daraufhin gab es gewaltsame Proteste. Dienstagnacht schoss ein Jugendlicher, der mit einer Art Bürgerwehr unterwegs war, mutmaßlich zwei Menschen und verletzte einen dritten schwer. Inzwischen ist der 17-Jährige verhaftet. Wieder kommt das Land nicht zur Ruhe. Hochrangige Sportler solidarisieren sich mit den Protesten. Die Basketball Mannschaft Milwaukee Bucks aus Wisconsin boykottierte gestern ein Spiel. Wir fordern Gerechtigkeit für Blake.

[00:13:32]

Die Polizisten müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Andere folgen. Football-Spieler in Detroit brechen ihr Training ab. Ihre Botschaft Wir werden nicht schweigen. Ein Protest, für den die Sportler aus dem Weißen Haus kritisiert werden. Hurrikan Laura ist in der Nacht auf die Golfküste der USA getroffen. Im US-Bundesstaat Louisiana ist der Hurrikan mit einer Geschwindigkeit von 240 Kilometern pro Stunde übers Land gefegt. Mindestens ein Mensch kam ums Leben. In einer Chemiefabrik brach Feuer aus. Hunderttausende waren ohne Strom.

[00:14:08]

Inzwischen hat sich der Sturm abgeschwächt. Die Behörden warnen aber weiterhin vor überschwemmungen. Auf seinem Weg hatte der Hurrikan in der Karibik viele Orte verwüstet. Mindestens 25 Menschen starben. Und nun die Wettervorhersage für morgen Freitag, den 28. August. Ein Atlantik TIFF bescherte uns wechselhaftes Wetter, vor allem an den Alpen muss zudem mit ergiebigen Regenmengen gerechnet werden. Von Nordwesten und Westen breiten sich heute Nacht Wolken mit Schauern und Regen Richtung Osten aus. Im Südosten bleibt es teilweise klar, und dort beginnt der Tag recht freundlich.

[00:14:46]

Sonst mal Sonne, mal dichte Wolken, gebietsweise regnet oder schauerte es. Auch einzelne Gewitter sind dabei. Im Süden setzt später länger anhaltende Regen ein, zum Teil mit Blitz und Donner. Im südöstlichen Bergland heute Nacht wieder ziemlich frisch. Sonst bleibt es recht mild. Im äußersten Norden morgen unter 20 Grad, im Osten und Süden teilweise nochmal sommerliche Werte. Auch am Samstag wechselhaft und im Süden weiterhin ergiebige Regenfälle. ähnliches Wetter auch am Sonntag. Die neue Woche beginnt dann etwas ruhiger, aber auch noch ein wenig kühler.

[00:15:19]

Die Tagesthemen um 22 Uhr 35 beleuchten die schwierige Suche nach einem einheitlichen Vorgehen gegen Coruna Ingo Zamperoni im Gespräch mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Haseloff und virtuelle Games kommen wie Corona die Lust auf Computerspiele verändert.