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[00:00:16]

Liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhörer, herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts Zeit Verbrechen. Heute habe ich das große Vergnügen, zwei Frauen gegenüber zu sitzen. Aber wir wollen über Männer reden. üBer vier Männer beziehungsweise über zwei Mal zwei Männer. Man könnte diese Folge überschreiben. Zwei Männer begegnen sich, oder Sabine hat etwas vorgeschlagen. Drei Minuten Hass.

[00:00:45]

Sabine Aber bevor wir uns drei Minuten Hass widmen, stelle ich dich erst einmal kurz vor stellvertretende Chefredakteurin der Zeit, Herausgeberin von Zeit, Verbrechen. Dazu kommen wir gleich. Langjährige Gerichtsreporter in der Zeit und meine mir allerliebste Gesprächspartnerin.

[00:01:03]

Oh, danke, schön. Du bist Andreas Tschentscher, Chef des Wissenschaftsressort und Herausgeber des Magazins Zeit Wissen, bevor wir zu unserem Gast kommen, den wir schon sehr schätzen und lieben.

[00:01:20]

Will ich noch ganz kurz was über das Kriminal Magazin sagen, das dieser Tage an den Bahnhofs, Kiosken und allen anderen Orten, wo es Zeitschriften gibt? Drei Minuten Magazin? Genau.

[00:01:32]

Unser neues Magazin, die Nr. 7, beschäftigt sich in Ihrer Titelgeschichte mit dem rätselhaften Tod und dem Gift der ungeklärten Fälle. Also ich habe ja in meiner langen Zeit als Kriminal Reporterin unglaublich viele Briefe bekommen, und viele davon waren von Hinterbliebenen, die mich auf Fälle aufmerksam machen wollten oder auch gemacht haben. Einigen bin ich ja dann tatsächlich nachgegangen. Von umgekommenen Verwandten, von Verschwundenen und anderen schrecklichen Schicksalsschlägen in der eigenen Familie. Und Sie haben dahinter Verbrechen vermutet. Oder es gab Verbrechen, die nicht aufgeklärt worden waren, und das vergiftet ganze Familien über unabsehbare Zeit.

[00:02:19]

Und diesem Phänomen widmen wir uns in unserer Titelgeschichte. Und da berichten eben ganz normale Menschen über ganz entsetzliche Dinge, die sich in ihrem unmittelbaren Umfeld zugetragen haben. Einige davon haben uns geschrieben. Also haben sie sich an uns gewandt, an unser Kriminal Magazin.

[00:02:37]

Man kann uns ja anschreiben Verbrechen, zeit.de heute wahrscheinlich weniger per Post, sondern per E-Mail. Genau. Verbrechen Zeitpunkt D. Und da haben uns Leute geschrieben, unter anderem eine Frau, die gefragt hat Wer ermordete meine Großmutter? Ihre Großmutter wurde in der Nähe von Hamburg zerstückelt aufgefunden, und der Fall ist bis heute nicht geklärt. Unsere Reporterin familias mich auf Sky ist dieser Sache nachgegangen. Es gibt noch mehrere Verwandte, die sich bei uns gemeldet haben. Aber das muss man dann selber lesen.

[00:03:12]

Da müssen wir ja noch etwas offen lassen. Genau. Und wir haben einen tollen Fall aus Frankfurt. Den hat die Reporterin Rachel Erdmann für uns geschrieben, einen sensationellen Bericht. Da lese ich jetzt einfach mal die Ankündigung vor.

[00:03:27]

Sie ist schön, jung und reich. Er ist auch schön, nicht mehr ganz jung und vor allem nicht so reich, wie alle denken. Um einen Teil der Frankfurter Heyse Seite zu bleiben, sieht er nur noch einen Weg. Er muss Irina töten. Und diese Geschichte berichtet Rachel Erdmann aus Frankfurt. Ja, und dann haben wir noch ein paar wirkliche Hingucker.

[00:03:51]

Zum Beispiel die Geschichte von den Urlaub machenden Kriminal, Schriftstellern mit wunderbaren Bildern von Friedrich Dürrenmatt und Agatha Christie. Im Urlaub, aber auch noch vielen anderen. Und die Schilderung, wo sie da Urlaub machen und wie sie Urlaub machen für die schöne Sommerzeit. Und wir haben etwas Neues, nämlich ein Rätsel.

[00:04:12]

Es gibt ja das berühmte Rätsel in der Zeit um die Ecke gedacht Ja, schon vier Jahre Ihre Anhängerschaft. Wir haben jetzt auch ein Rätsel, das sich mit Kriminal Sachen beschäftigt und das heißt um die Ecke gebracht.

[00:04:27]

Man kann sich jetzt auch bei uns lange mit dem Blatt beschäftigen. Wir haben natürlich noch vieles, vieles mehr. Aber das kann ich jetzt aus Zeitgründen nicht alles vortragen.

[00:04:36]

Minuten sind längst um.

[00:04:38]

Ja, ich war auch schon auf Sabine. Vielen Dank. Aber jetzt nehmen wir uns die Zeit, unseren Gast einmal richtig anzukündigen.

[00:04:48]

Es ist Ursula März. Hallo? Eigentlich eine Autorin aus dem Feuilleton, die hier vor kurzem auch schon gewesen ist mit der tollen Geschichte vom Geruch des Todes. Jetzt hat sie eine andere Geschichte dabei, und ich habe sie eingeladen, weil ich fand, dass diese Geschichte etwas. Eigentlich fällt es aus dieser Reihe heraus. Es ist eine sehr, sehr ungewöhnliche Geschichte beziehungsweise zwei ungewöhnliche Geschichten. Aber jeder kennt sie.

[00:05:17]

Und ich finde, keine andere Geschichte zeigt die dünne Linie zwischen dem ganz normalen Leben und dem tödlichen Verbrechen, das in uns allen lauert. So gut wie diese Geschichte. Ihr habt ja vorhin schon einen Titel genannt, nämlich drei Minuten Hass. So war auch der Titel der Reportage, die ich geschrieben haben, vor vier Jahren. Und als ich sie schrieb Die eine Geschichte ist aus dem Jahr 2014, die eine andere schon von 2001. Beide Male geht es um Aggression, um Hass.

[00:05:51]

Da hätte man kaum geahnt, dass dieses Wort mit den vier Buchstaben Hass eine derartige gesellschaftliche Karriere machen wird.

[00:06:00]

Vielleicht sind diese wirklich sehr, sehr kleinen Geschichten und absolut unspektakulären Geschichten dennoch aktuell und auch bedeutsam. Vielleicht darf ich sozusagen die große Fan-Gemeinde dieses Podcasts, die an große, spektakuläre Verbrechen gewöhnt sind. Die müssen jetzt ein bisschen geduldig sein. Es sind zwei Geschichten, die ich persönlich interessant finde. Aber es passiert fast nichts, fast nichts. Doch es passiert unfassbar viel. Da kommt niemand ums Leben, das verraten.

[00:06:31]

Es wird niemand. Doch nicht einmal jemand berührt äußerlich.

[00:06:37]

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[00:07:13]

Ich fange man mit der einen Geschichte einfach an. Bitte!

[00:07:17]

Also, wir sind am 5. November 2014 in Berlin, in der S-Bahn, in einem Waggon, und zwar in der S-Bahn. Also klar Berliner, die jetzt zuhören, die wissen es, aber alle anderen im Lande nicht so genau. Eine wichtige S-Bahn nämlich, die die Passage quer von Ost nach West durch die Stadt fährt. Sie fährt am Alexanderplatz vorbei. Friedrichstraße, Hauptbahnhof. Von da an weiter zum alten Bahnhof Zoo und nach Potsdam.

[00:07:51]

Es ist der 5. November 2014. Später Vormittag, 10 Uhr 45. Alle sitzen auf ihren Bänken. Und dann geschieht etwas, was jeder von uns, der irgendwie mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, schon mal erlebt hat. Die Türen schnappen zu. Mit diesem kleinen Schmatz geräusch. Die Bahn fährt an, und plötzlich donnert eine laute Stimme durch den Waggon. Fahrkarten, Kontrolle. Und wir wissen auch, wie alle etwas zusammenzucken und die, die eine ein Ticket haben, decken schnell raus, Holster rausholen, hoffentlich an der richtigen Stelle.

[00:08:30]

Und die, die keines haben, versuchen, sich irgendwie so klein zu machen. Es geht so hinter den anderen zu verschwinden. Und haben irgendwie die Hoffnung, dass die Fahrkarten Kontrolleure einen erwischen, mit dem sie so lange beschäftigt sind, dass sie an der nächsten Haltestelle raus schlüpfen können.

[00:08:48]

Es sind drei Kontrolleure in den Waggon gekommen, die übrigens in Zivil sind, in Zivil, sondern so richtig durchschnittlich angezogen, sodass man sie vorher auch nicht erkennt. Nicht identifiziert.

[00:09:03]

Sonst würde ja jeder Schwarzfahrer schon raus schlüpfen. Ein Mann von 43 Jahren EMM. Eine Frau, die in der Geschichte eine Rolle spielen wird. Frau K. von 32 Jahren und eine dritte Kontrolleurin, die keine Rolle spielen wird in dieser Geschichte. Und deswegen, dass sich sie auch mal weg damit, die kleinen Details nicht zu unübersetzt.

[00:09:30]

Sagen wir mal, die findet nur Fahrgäste mit Fahrkarten. Ja, ganz genau.

[00:09:34]

Der Waggon hat drei Türen, bei jeder Tür ist ein Kontrolleur reingegangen. Die 32 jährige Frau K. lässt sich Fahrkarten zeigen und kommt zum 64 jährigen Herrn R. H..

[00:09:52]

Poltert sofort los. Es gibt ja ganz unterschiedliche Arten zu reagieren auf so einen Fall Kostenkontrolle die einen ein bisschen unterwürfig, die anderen gelangweilt. Aber eines kann man vielleicht schon mal vorausschicken. Niemand hält einen Fahrkarten. Kontrolleur in der S-Bahn oder U-Bahn? Für jemand, der einen tollen Beruf hat. Und fast niemand kann sich das Gesicht merken. Das sind gestaltend, die irgendwie Furcht verbreiten, aber die anonymisiert wahrnehmen.

[00:10:23]

Aber es gibt auch andere, die sich sofort aufgerufen fühlen, zu poltern, zu schimpfen, die sofort in einem hohen Erregungszustand sind, mit Vorliebe dann, wenn sie keinen gültigen Fahrschein haben und sind. Dieser Fraktion gehört Herr Herre, erst 64 Jahre alt. Wie gesagt, und er ist Rentner.

[00:10:45]

Erst nachdem die Kontrolleurin C&A ihn mehrmals auffordert, kramt er aus dem Rucksack einen Fahrschein hervor, gibt ihm widerwillig hin.

[00:10:57]

Sie guckt ihn an. Sie sieht Der Fahrschein ist schon zweimal abgestempelt. Der ist gar nicht gültig. Hier sitzt ein Schwarzfahrer.

[00:11:05]

Dieser Schwarzfahrer poltert und schreit und macht ein riesiges Theater und Zinnober. Einige Zitate dessen, was er da geschrieben hat, kamen in dem späteren Prozess auch vor. Er schrieb beispielsweise sofort Hier muss man mal mit der Kalaschnikow durchgehen. Das Wort Kalaschnikow lässt auf. Seine biografische Vergangenheit kam nicht aus West-Berlin schließen. Er kam nicht aus West-Berlin und nicht aus Hamburg. Noch deutlicher ist, dass ein Stasi-Methoden, das den Stasi-Methoden und so weiter, noch ein deutlicheres Zeichen.

[00:11:40]

Der Kontrolleur, der der Chef dieser Dreiergruppe Kroh ist, merkt, dass seine Kollegin in Schwierigkeiten und nicht richtig zu Rande kommt. Mit dem etwas aufsässigen älteren Herren und eilt ihr zu Hilfe. Er geht dorthin. Jetzt fängt das Gepolter von dem Rentner H. R. aber erst richtig los. Jetzt hat er ein eigentliches, nämlich männliches Gegenüber. Diese junge Frau, über die hat er nur so hinweg gebrüllt. Aber jetzt kommt die richtige Aggression in ihm auf.

[00:12:15]

Es kommen also noch schlimmere Sprüche, kann ich später noch zitieren. Aber, und zur Chefkontrolleur ich nenne ihn jetzt mal so, bleibt auch nicht ruhig.

[00:12:26]

Der hat es richtig satt. Dessen Tag besteht darin, sechs Stunden, sieben Stunden, acht Stunden im vergangenen Rom zu fahren, sich entweder dem Blödsinn der Schwarzfahrer anzuhören. Ja, meine Oma muss Lore, und ich hab ja nur und so weiter und zuhause. Oder es bezeugen, die renitenten Gestalten zu tun zu haben. Er sagt nichts, er schreit nicht zurück, sondern die S-Bahn nähert sich jetzt der Haltestelle Hauptbahnhof. Dieser Ort ist nicht unwichtig. Er sagt nur Aussteigen.

[00:12:59]

Sie kommen mit. Er greift ihn am Oberarm. Diesen älteren Herrn, den Rentner, und zwar das Sagen, zeugen etwas fest. Ich meine, es sind ja. Es sind ja drei Leute, die jetzt nicht sanft am Arm.

[00:13:12]

Nicht ganz.

[00:13:13]

Er sagt nicht Kommen Sie mit oder Die beiden nehme ich so ein. Er packt ihn an. Der wird jetzt. Er hat nichts davongetragen. Aber man könnte sagen doch ein bisschen Lurup, bisschen Kopf, subtile Aggression.

[00:13:27]

Sie stehen jetzt.

[00:13:30]

Auf Gleis 16 ist sein oberes Gleis am Berliner Hauptbahnhof Obergeschoss im Obergeschoss ein sehr sozusagen. Die Fläche zwischen den Gleisen ist sehr breit. Das ist wichtig.

[00:13:42]

Sie stehen jetzt zu dritt. Der Kontrolleur steht, was im Prozess auch gesagt würde, nicht ganz sinnvoll mit dem Rücken zum Gleisbett. Der erwischte Schwarzfahrer Rentner. Er steht an einem Geländer im Rücken zu einem Geländer auf der Plattform.

[00:14:05]

Zwischen ihnen an der Seite steht die Kontrolleurin K.

[00:14:11]

üBer Ihnen eine Art Wie soll ich sagen die Kanzel der Inspekteuren? Also Kontrolleure des Bahnhofs?

[00:14:18]

Einfacher ist es auch wichtig, dass der Kontrolleur mit dem Rücken zum Gleisbett. Er hat den Blick auf sein elektronisches Gerät gerichtet. An dem tippt er die Daten des Rentners ein. Ich habe etwas vergessen. Der Rentner hat ihm seinen Ausweis gegeben, nachdem er mehrmals aufgefordert wurde. Die Personalien und Personalien nimmt die Personalien auf. Das hat den Rentner, der es jetzt immer wütender, weil er sieht Jetzt führt nichts mehr dran. Vorbei an den 40 Euro erhöhtes beförderungsentgelt, wie es so schön heißt.

[00:14:55]

Und es kocht, es kocht in ihm. Der Kontrolleur guckt nach unten, schweigend, verbissen. Er tippt die Daten ein. Seitlich steht die Kontrolleurin so.

[00:15:10]

Jetzt wird es wichtig und unübersichtlich und unentschuldbar. Und es führt zu einem Prozess vor dem Landgericht Berlin. Du hast ja vorhin gesagt, es wird niemand berührt. Was dann für den Verlauf selber zutrifft. Aber es führt zu einem Prozess vor dem Landgericht Berlin. Also nicht irgendein kleines Beleidigung? Vor dem Amtsgericht, sondern jetzt passiert etwas lebensbedrohlich versuchter Totschlag.

[00:15:35]

Um es vorwegzunehmen, ist die Anklage, von der wir gleich sprechen werden. Aber die Szene, auf die sich dieser versuchte Totschlag stützt, sieht so aus, dass der Kontrolleur sieht nichts. Er guckt nach unten. Aber die Kontrolleurin, die zwischen den beiden steht, sieht, dass der Rentner oder ist sich sicher gesehen zu haben, was man mal so sagen dass der Rentner mit dem Arm ausholt und ihn nach vorne stößt, gestreckt mit der Faust gegen den Kontrolleur um ihn, so will sie das interpretiert haben, auf das Gleis zu stoßen.

[00:16:17]

Und in diesem Moment sei die nächste S-Bahn auf dem Gleis angekommen, auf Gleis 16. Sie sagt Sie hat gesehen, dass der Rentner der Schwarzfahrer ausholte mit dem gestreckten Arm und die Faust gegen den Chefkontrolleur, den Kontrolleur. Und sie hätte sofort reagiert, und er hätte praktisch mit ihrem Arm so drunter gefasst und diesen versuchten Hieb nach oben abgelenkt.

[00:16:45]

Er hätte einem inneren Mord Impuls zu sagen. Sie hat das gesehen? Genau.

[00:16:50]

Ja, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, schade, dass sie nichts sehen konnten. Ursula mehr, als jede einzelne der beschriebenen Bewegung hier vorgeführt hat. Ich habe zwischenzeitlich die Augen geschlossen, um für sie nachzuvollziehen, ob sie nachvollziehen können, was wir hier erzählen. Die Szene ist unfassbar plastisch geworden. Es kommt jetzt. Wozu? Was ist der nächste Schritt? Was macht Frau K. nach Ihrer Boba ganz fix?

[00:17:18]

Es kommt noch ein wichtiges Detail, ohne dass nie dieser Prozess entstanden wäre. Die Sandra K. behauptet nicht nur, dass sie den Heb des Rentners abgelenkt hätte, sondern gleichzeitig rief sie ihrem Chef, dem Kontrolleur zu. Pass auf der bildidee ins Gleis schmeißen. Pass auf, hat sie gerufen. Daraufhin guckt der hoch. Ja, sie guckt ihn an.. Sozusagen alarmiert Pass auf, der Rentner ist gefährlich und ruft ihm zu Der wollt ihr nicht ins Gleis werfen. Und sie sagt wohl auch Der wollte dir was tun.

[00:17:56]

Jetzt ist es so, es gibt offensichtlich irgendwie.

[00:18:00]

Das kann ich nur vermuten. Wirklich nur vermuten. Es gibt irgendwie wahrscheinlich auch Vereinbarungen, dass, wenn die S-Bahn Kontrolleure Schwierigkeiten haben mit Kunden oder mit den Kontrollierten, dass die dann noch oben mal so deuten zu der Kanzel Buddys Personal des Bahnhofs SIDS und sagen Hallo, hallo, wir brauchen hier mal schnell irgendwie Hilfe.

[00:18:20]

Mahnwache, Bahn, Bãcher.

[00:18:22]

Denn er macht offensichtlich ein Zeichen. Und oben diese Bahn Wache, ruft nun die Bundespolizei. Für den Hauptbahnhof ist die Bundespolizei zuständig. Die haben am Hauptbahnhof eine große Wache. Also, da ruft es alltags geschehen, dass irgendeiner, sagt Coma hier, dass man Betrunkener aus Jena. Das ist jetzt nichts Besonderes. Zwei Minuten später sind Beamte der Bundespolizei da.

[00:18:51]

Und jetzt ist sozusagen die Frage Wie konnte daraus ein Prozess vor dem Berliner Landgericht werden? Mit der Anklage des versuchten Totschlags ist jetzt auch die Kommunikation und die einzelnen Hürden. Die sind jetzt auch wichtig. Wer jetzt was sagt, welche Instanz das jetzt übernimmt, ist sehr, sehr wichtig. Jetzt kommen die Bundespolizisten, die sagen Was ist hier los? Dann sagt der Kontrolleur Der wollte mich umbringen, der wollte mich ins Gleis spritzen, sagt der Bruder. Hat es jemand gesehen?

[00:19:28]

Sagt seine Kollegin. Ich hab's gesehen, der hat wollte ihnen ins Gleisbett stoßen.

[00:19:33]

Unser Rentner aber, von dem ich schon erzählt habe, dass er wirklich ein Poltergeist ist und eine ungeheure Quasselstrippe. Ich habe ihn im Gerichtssaal erlebt.

[00:19:44]

Also, auf der Bühne wäre der Mann perfekt, schildert das unfassbar plastisch Hörerin toben.

[00:19:49]

Der Mann redet sich um Kopf und Kragen, als er von den Bundespolizisten mitgeschöpfe. Ich will nicht lachen, aber zur Wache. Und die beiden erst beim Gewahrsam sind. Und er erfährt, dass ihm vorgeworfen wird, den dort eventuell rein geworfen haben zu wollen. Da hat er nichts Besseres zu tun, als auf der Wache zu rufen. Hätte ihm nicht geschadet. Kann man im Rollstuhl sitzen? Hätte er gemerkt, wohin er mit seinen Stasi-Methoden kommt? Dieser Satz schlug natürlich Monate später im Gerichtssaal um die Ohren, weil man es als Totschlags Absicht auslegen könnte.

[00:20:27]

Ich hab jetzt mal eine ganz naheliegende Frage Ich bin öfter am Berliner Hauptbahnhof, und da gibt es jede Menge, jede Menge Kameras.

[00:20:36]

Der nächste Schritt wäre doch jetzt zu sagen Okay, gucken uns die Szene nochmal an Sabine, du erinnerst dich an einen Mord. Auch die Begegnung zweier Männer, zweier junger Männer. Auf einem Hamburger Bahnsteig ja, das war die Folge Tödliche Begegnung.

[00:20:51]

Da hat ein junger Mann einen anderen getötet und wurde nur dadurch identifiziert, dass die Kamera eines aufgezeigte die ganze Tat im Detail in dieser Aufzeichnung sehen.

[00:21:01]

Es war ein, zwei Sekunden Hass. Ursula, wie war es denn hier? Das haben wir doch bestimmt auch einmal gesehen.

[00:21:09]

Manches hat zu Irritationen geführt im Prozess, unter anderem auch, dass die Kameras blinde Flecken haben, blinde Ecken haben.

[00:21:20]

Das ist sozusagen Ecken, wo nicht aufgezeichnet wird und das, was sich hier abgespielt haben soll. Diese Szene fällt in ein solches blindes Eck.

[00:21:31]

Ganz berühmte Szene in der Serie House of Cards. Da wird von dem Hauptübel Täter, dargestellt von Kevin Spacey, eine junge Journalistin umgebracht, und zwar genau auf diese Weise. Die steht auf einer Plattform, er hat sich dort mit ihr verabredet.

[00:21:47]

Sie hat was über ihn herausgefunden, und er sucht genau den Ort, wo die Kameras nicht hingucken, und stößt sie dann im entscheidenden Moment vor die S-Bahn.

[00:21:55]

Der Unterschied, liebe Sabine, ist nur, dass die Person, die Kevin Spacey darstellt, so raffiniert ist, dass er weiß, dass es da ein blindes ergibt. Unsere Protagonisten sind harmloser, das wussten sie gar nicht. Es war reiner Zufall. Es führt aber dazu, dass es eine einzige Person gibt, die glaubt, gesehen zu haben, dass der Rentner den Arm ausstreckte. Und das ist die junge Kontrolleurin von 32, ja, sonst niemand. Aber wie gesagt, keine Videoaufzeichnung.

[00:22:23]

Ich bin jetzt in Vorbereitung auf diesen Podcast in die Dokumentation gelaufen und habe dort gefragt Könnt ihr mir mal die Fälle raussuchen, in denen jemand vor U-Bahn S-Bahn gestoßen worden ist in letzter Zeit? Das ist der Packen, den ich da bekommen hab. Ganz oft kommt das gar nicht in die Presse. Okay, das sind die Fälle, dichter bekommen habe. Es sind nicht wenige, und es passiert eigentlich dauernd, dass Leute aus einem momentanen Hassgefühle heraus viele Musi dazu sagen.

[00:22:52]

Viele der Täter sind psychisch krank, hören Stimmen, die sagen Ja, schubst diesen Menschen vor die U-Bahn. Aber eben nicht alle, sondern, sagen wir mal, die Hälfte nicht. Und die tun das aus einem spontanen Hassgefühle heraus, weil sie sich gerade eben mit jemandem gestritten haben auf der U-Bahn oder weil sie ihr nachgelaufen sind, über den sie sich sowieso schon geärgert haben. Oder weil sie es einfach mal ausprobieren wollten. Weil der sog. Souk. Es ist so einfach, man gibt einen Schubs und hat jemanden vernichtet.

[00:23:24]

Und dieser Sog, dieser Versuchung Jemand steht auf einem Berggipfel. Ich muss ihm nur einen kleinen Schubs geben, und schon habe ich eine nicht entdecktes Tötungsdelikt begangen.

[00:23:35]

Das reizt manche Leute, buchstäblich naheliegende.

[00:23:38]

Es ist buchstäblich Najat.

[00:23:41]

Ich würde, auch wenn ich das Ende vorwegnehmen. Meine persönliche Meinung ist keine. Ich halte beides für möglich. Ich halte es für möglich, dass die Kontrolleurin sich etwas eingebildet hat. Der Rentner hat übrigens gesagt, er hätte nur den Arm bewegt. Einfach mal irgendwie so. Hätte sich nach vorne gebeugt, um zu gucken, wann die nächste S-Bahn kommt, und hätte den Arm bewegt. Nie im Leben hätte er den Kontrolleur schubsen wollen, und sie sagt was anderes.

[00:24:09]

Kontrolleur Wieder einmal. Ich halte in einer derart irrational aufgeladenen Situation, wo es um einen Fahrschein geht, gut 40 Euro und 40 Euro. Aber wir reden von einem Fahrschein.

[00:24:23]

Aber eine Situation, die so aufgeladen ist von so viel Aggressionen und übertreibungen? Innerlich ja, bei allen halte ich alles für möglich.

[00:24:36]

Du bist in diesem Gerichtssaal, und du schildert auf eine wunderbare Art und Weise diese beiden sehr unterschiedlich redenden Männer. Ja immer so knapp ist, dass du sagst, er reduziert Sätze auf das absolut grammatikalisch Notwendige.

[00:24:54]

Er, den du ja gerade schon geschildert hast, der aus dem Reden gar nicht mehr rauskommt. Wie verläuft denn dieser Prozess? Das war ein Richter.

[00:25:03]

Der hatte es mit beiden nicht ganz einfach mit dem Herrn EMM, dem 43-Jährigen. Bei denen sollte man jetzt mal dazusagen Der war oder ist eigentlich von Beruf Heizungs, Installateur. Das ist ja ein sehr guter Beruf. Aber die Firma, bei der er arbeitete, als Heizungs Installateur, hatte Pleite gemacht. Er fand keine neue Stelle, und wenn ich es mir erlauben darf zu sagen Fahrkarten, Kontrolleur in der S-Bahn wird man nicht, weil man es toll findet, wenn man ein Handwerker Beruf gelernt hat, sondern das ist das, wo das Arbeitsamt irgendwie nach einem Jahr oder so sagt.

[00:25:41]

Wie wärs denn? Das ist ein Kursus von vier Wochen. Und immerhin.

[00:25:46]

Aber stressresistent muss man schon sein, denn man hat ja den ganzen Tag mit Menschen zu tun. ähnlich wie bei einer Polizistin, die in der Verkehrsüberwachung tätig ist und Falschparker mit Knöllchen bestückt. Die lebt ja auch den tödlichen Hass der Bevölkerung jeden Tag. Man muss schon eine innere Panzerung haben, um diesen Job halbwegs plausibel auszuüben.

[00:26:08]

Also einerseits muss man innere Panzerung haben, aber ich meine das Wort sagt es. Was macht es mit jemanden, dessen Beruf darin besteht, innerlich gepanzert zu sein? Der ist natürlich auch entsprechend frustriert, fühlt sich verachtet, ob zu Recht oder nicht. Und sicherlich kommt er auch durch seinen Berufsalltag, indem er auch ein Stück zurück verachtet. Das merkte man ihm an. Er hat keinen einzigen vollständigen Satz gesagt, wenn man ihn fragte Ja, wann war das denn? Wann haben Sie denn irgendwie zum letzten Mal Heizungs Installateur gearbeitet?

[00:26:46]

Sagte fünf Jahre. Er hat nicht gesagt, dass es fünf Jahre, fünf Jahre. Erzählen Sie uns doch mal ein bisschen über eure Jugend. Was haben Sie denn? Hatten Sie denn Hobbys? Haben Sie den Sport ausgeübt? Ja. Welchen Sport? Fußball? Ja, so was haben Sie denn im Fußball Linksaußen nicht? Ich habe als Linksaußen gespielt, sondern nur so, und wenn man ihn jetzt wiederum betrachtet, was sein Berufsalltag ausmacht, als flackerten Kontrolleur, dann war das der Schlüsselbegriff, der bei ihm immer wieder viel Eskalation.

[00:27:20]

Ich will nur eine Fahrkarte sehen und diese Leute gegenüber betreiben. Eskalation, sind renitent, schreien Eskalation. Immer kommt ja Eskalation. So hat er geredet. Das war, wenn ich ehrlich bin. Es ist nicht angenehm, ihm zuzuhören. Redete Wie würde er die Sätze so knapp abschießen? Aber es war auch beklemmend, jetzt wiederum der Rentner, der auch strapaziös zuzuhören. Jede Frage. Die Richter oder die Beisitzer oder wer auch immer ihm gestellt hat, führte eine verbale Orgie hinter sich her.

[00:28:04]

Wenn man ihn fragte Wo wohnen Sie? Dann kam erstes Mal die Adresse, sagen wir mal sowieso Nr. 46. Das sind drei Stocke, weil Sie sich das vorstellen. Sie gehen vornherein, da gehen sie ins dritte Stockwerk, könnten aber auch hinten rein. Dann kommen Sie aber. Keller Vornherein klar ist mehr Licht. Ist ja logisch. Jetzt ist aber im dritten Stock, wo neue Leute sind, vor drei Wochen eingezogen. Die kamen pritschen. Ich hätte den Pritschen nicht gemietet, mir so ohne Ende.

[00:28:33]

Die waren wahnsinnig gegensätzlich, aber wie es auch oft ist bei Pat und Patterson oder bei Dick und Doof oder wie auch immer, überlegt man zwangsläufig Was ist denn eigentlich die Gemeinsamkeit? Warum haben denn gerade die beiden sich so in drei Minuten Hass verheddert? Und es macht eben genau das Spiegelbildliche. Das glaube ich nicht vorwegnehmen darf.

[00:28:56]

Denn jetzt verraten wir noch Er war, bevor er Rentner wurde, auch Handwerker, Klempner.

[00:29:03]

Doch ein guter, guter Handwerker.

[00:29:05]

Die hätten auch gemeinsam auf zwei leeren Bierkisten sitzen können. Und ihr Frühstück? Brodersen?

[00:29:08]

Irgendwann hätte das so sein können nach der Wende. Denn wie man es sozusagen an seinen Wörtern. Er kam aus der ehemaligen DDR.

[00:29:17]

Vielleicht muss man auch dazu sagen, dass seine monatliche Rente sehr begrenzt ist, was sein Hass vielleicht gesteigert hat. Denn 8,30 Euro sind für Herrn viel Geld.

[00:29:26]

Seine Rente betrug 800, 40 Euro. Das ist nicht viel für unser Empfinden erholsamer. Davon leben viele, viele Rentner. Es ist nicht die absolute Ausnahme. Es ist sehr wenig, zu wenig vielleicht, aber davon leben viele. Aber natürlich, wenn man davon 8,50 Euro hergeben muss, das ist puuh, ein Zwanzigstel oder im Monat. Dann kann man schon sehr wütend werden.

[00:29:52]

Wie haben denn die anderen Gäste im Waggon reagiert?

[00:29:55]

Das hat nicht nur ich mich gefragt, sondern irgendwann. Der Prozess dauerte zwei Termine im Lauf des zweiten Termins. Es kamen keine Zeugen. Niemand sagte nur Ich habe nichts gesehen, aber der Waggon muss voll gewesen sein.

[00:30:09]

Aus dem einfachen Grunde, weil im November 2014 die Gewerkschaft GDL gestreikt hat und der S-Bahn-Verkehr sehr unregelmäßig kam. Und die S-Bahnen, die kamen, waren immer ganz voll. Berufspendler an der Bagan dürfte ziemlich voll gewesen sein. Aber niemand hat irgendetwas gesagt. Kein einziger Zeuge war da, auch aus dem Waggon. Doch ich habe eine junge Frau, die sagte Ja, die hat gesehen, dass der Kontrolleur den Rentner ein bisschen fest anpackte. Aber es war niemand im Waggon, der gesagt hätte gemerkt hätte.

[00:30:47]

Gemerkt haben es ja alle Horts, wird aber komisch hier schreit der mit seiner Kalaschnikow, der schreit mit Kalaschnikow, und der andere kommt dermaßen verbissen angerannt und packt ihn fest an..

[00:31:02]

Das sind Situationen, die kennen wir alle, die hier sitzen, und jeder, der uns zuhört, würde ich mal sagen Man ist auf der Postmann irgendwo. Die Stimmung ist gerade mal schlecht oder gereizt. Oder es ist Coruña oder irgendetwas, und das öffentliche Leben ist überreizt. Und dann begegnen sich zwei und sind sich gegenseitig ein Ventil. Da kann man natürlich ein bisschen was machen. Also man kann. Ich will mich jetzt nicht als so eine Heldin darstellen. Ich habe auch schon oft hinterher gedacht, mir sowas den Mund nicht auf gekriegt.

[00:31:34]

Aber man kann versuchen, diese böse Wolke irgendwie auf sich zu lenken und zu dem Rentner zu sagen Hören Sie mal, der Mann, der Controller geht hier nur seinen Beruf nach. Er hat mit Stasi jetzt bitte nichts zu tun und zu dem Kontrolleur zu sagen Entschuldigen Sie. Sie müssen den älteren Herrn es aber nicht so fest anpacken, sodass zumindest beide merken, sie sind nicht allein auf der Bühne, auf dem das Stück Drei Minuten Hass gespielt wird, sondern es gibt ein Publikum, und dieses Publikum guckt und korrigiert und kritisiert.

[00:32:10]

Aber da war niemand. Es war niemand als Publikum. Und das finde ich schon. Naja, auch insofern aktuell Wir haben es im Moment gerade mal wieder mit dem Phänomen der schweigenden Mehrheit zu tun. Warum schweigt die Mehrheit?

[00:32:27]

Du hast in deinem Text, den ich sehr zum Nachlesen empfehle, ein für mich sehr überraschendes und völlig nachvollziehbares Gedankenexperiment gemacht Wir sind ja im November 2014, und du hast jetzt diese Szene einfach mal vorverlegt, und zwar in den Juli 2014, Juli 2014. Viele erinnern sich WM in Brasilien Tolle Stimmung. Ein Spiel nach dem anderen wird gewonnen. Also Deutschland im Sommer? Rausch quasi.

[00:32:59]

Ich erinnere mich tatsächlich an diese Stimmung. Also, ich bin jetzt nicht der absolute Fußballfan. Ich gucke so wie viele. Alle vier Jahre bin ich dann auch dabei.

[00:33:08]

Ich bin so ein gefühltes Fußballfeldes.

[00:33:12]

Aber ich erinnere mich daran, weil die deutsche Nationalmannschaft in Brasilien unglaublich viele Sympathien gewonnen hat, weil sie sich wirklich toll benommen hat. Also zum Beispiel? Die haben viele Siege damals errungen, aber sie haben nicht irgendwie so teutonisch triumphiert. Es war auch da. Müssen die junge Mannschaft, die Klopp, Lambach schon dabei, Schweinsteiger, intelligente Leute, die auch irgendwie politisch irgendwie informiert waren. Was ich sagen will Es war hier eine tolle Stimmung, weil wir so eine tolle Weltpresse hatten.

[00:33:50]

Die Deutschen können cool.

[00:33:52]

Unfassbar. Eine Sache muss. Es gab dieses Spiel, dieses Spiel überhaupt. Nein, nicht das Finale.

[00:33:59]

Es kommt ja, wo die deutschen Spieler bei jedem Tor ein bisschen leiser gejubelt haben, und das war größer.

[00:34:06]

Das hat uns viele Pluspunkte eingebracht. Man hätte bei diesem Sieg, wo der Gegner ja wirklich entsetzlich abgestraft werden könnte. Wir haben leise gemacht. Und wenn du dich erinnerst? Am Ende sind. Ich sage jetzt unsere Jungs auch in die Cowell der Fans, der Gegner Mannschaft und haben sich verbeugt.

[00:34:28]

Das war cool, und er kam einfach diese Stimmung. Wir reden hier von sozialer, von gesellschaftlicher Atmosphäre. Und es war ein Sommer, in dem die Deutschen sich mochten.

[00:34:39]

Und jetzt tragen wir diese Stimmung in diesen Tagen. Zu diesem Zeitpunkt, zu diesem Zeitpunkt.

[00:34:44]

Und dass die zwei hoch. Aber vielleicht werden sie gar nicht so aggressiv gewesen. Unser Kontrolleur Fußballfeld. Hätte es ihnen auch irgendwie auf so eine, auf eine weichere Welle gebracht, und er hätte zu dem Prettner gesagt Nach Sie Kalaschnikow. Bisschen übertrieben.

[00:35:03]

Sie haben kein Ticket. Jetzt gehen wir mal nach draußen und beruhigen uns. Und die anderen Gäste haben gesagt, die anderen Mitfahrer hätten eingegriffen. Weil alle gute Stimmung hatten, und wollten sich die nicht. Aber so war es nicht. Der Sommer da brasilianisch deutsche Sommer war vorbei.

[00:35:20]

Wenn man ihn so nennen wollen, der war vorbei. Wir sind im November 2014, und diese Zeit hat ein bestimmtes Stimmungswandel stattgefunden. Wir sind kurz vor dem Protestmärschen, einer Verbindung, einer Gemeinschaft, die Pegida heißt. Es ist gar nicht so lange her, und da kam eine völlig andere Stimmung in die Gesellschaft. Und wenn man so will, kann man manchmal, gerade bei so ganz kleinen Kriminalfällen, die sind wie Seismographen. Deswegen finde ich sie spannend.

[00:35:58]

Du schreibst, dass du in einer Hauptverhandlung sitzt und nicht weißt, ob man es hier mit einer Bagatelle zu tun hat oder mit einem Kapitalverbrechen. Das ist das Rätsel Dieses Flatz ist ist im Grunde eine Bagatelle, hat sich Juristischer hochgeschaukelt? So gar nicht gekommen. Es muss ja irgendein Staatsanwalt gegeben haben, der sagte Ja, der Staatsanwalt war ja dann auch sehr unzufrieden mit der Ermittlungen der Polizei.

[00:36:24]

Aber jetzt gleich darauf. Aber es gibt natürlich im Straßenverkehr muss ich auch gerade dran denken, jeden Tag solche Situationen, wo es aus Bagatellen aggressionen. Im Straßenverkehr hab ich auch schon selber erlebt, dass ich den Eindruck hatte, der wollte mich jetzt töten. Also aus einer momentanen Laune heraus, weil ich ihn überholt habe oder sonst was. Da war eine Tötungsabsicht dahinter, die werde ich niemals beweisen können.

[00:36:49]

Aber ich habe es gespürt. Die Luft brennt danach, die Luft brennt, die Luft brennt nach Verdichtung des das Capitale an dem Kleinen. Die Luft brennt. Die Staatsanwaltschaft war aber überzeugt, dass da was dran ist.

[00:37:02]

Nur zu Anfang, ja. Als ich dann ganz klar herausstellte bei der Beweisaufnahme, dass der Kontrolleur selber das potenzielle Opfer überhaupt nichts gesehen hat, weil er auf sein elektronisches Gerät guckte, der konnte gar nichts beitragen. Und die einzige Zeugin die einzige, die diesen Hieb gesehen haben will. Die war als Zeugin wirklich mehr als überfordert und wackelig. Die rutschte auf ihrem Stuhl rum, antworte nicht, und man wusste hinterher Man hatte das Gefühl, fühlte sich unter Druck, da etwas auszusagen.

[00:37:38]

Ihrem Chef zuliebe? Ja, was nicht ganz stimmt. Man hat den Eindruck, sie traut sich. Das, was sie bei der Polizei Monate vorher gesagt hat, könnte er jetzt selber so ein bisschen über den Kopf. Und sie traut sich das aber auch nicht zurückzunehmen.

[00:37:54]

Und die war eine sehr schlechte Zeugin im Sinne der Staatsanwaltschaft. Und so wurde das immer, immer, immer weniger juristisch. Und irgendwann war nicht mehr zu halten. Versuchter Totschlag. Es kam eine kleine Bewährungsstrafe wegen Beleidigung und Bedrohung raus.

[00:38:12]

120 Tagessätze à 28 Euro, die das ausgelöst haben.

[00:38:16]

Wir ahnen es, wir ahnen es unserem Angeklagten. Anstatt also er, hätte er froh sein können, dass es so gut wegkommt. Aber er war auf dem Flur und hatte es so verstanden, dass man diese Tagessätze entweder bezahlt oder dass man die in Haft absitzt. Und dann schrie er noch Der setzt sich auf einer Arsch Backe ab, da geh ich ins Gefängnis und so weiter. Und irgendjemand sagte immer, Sie können es aber auch mit Arbeit ableisten.

[00:38:45]

Das hat ihr schon nicht mehr erreicht. Zu einem Furor. Liebe Hörerinnen und Hörer, die aktuelle Ausgabe des Magazins Zeit Verbrechen ist jetzt ONLINE Shop bestellbar und im bundesweiten Presse Handel erhältlich. Sie wollen keine Ausgabe mehr verpassen? Dann abonnieren Sie das Magazin zum Vorteil Preis. Unter dem Link www. Zeit.de slash Verbrechen minus abo. Ich möchte von diesen beiden Männern zu zwei anderen Männern gehen. Auch hier eine Begegnung im öffentlichen Verkehrsraum. Eine Begegnung an einem Sonntagmorgen im Frühherbst 2001 auch in Berlin, auch in Berlin.

[00:39:33]

Werner Ell ist mit dem Fahrrad unterwegs.

[00:39:37]

Ursula Schulze Uns Werner kurzvor Werner Ell, habilitierter Physiker, hat im Leben in jeder Hinsicht zu viel gebracht. Er ist Ende 40, beruflich eine tolle Karriere. Privat klappt auch alles. Er lebt in einer wunderschönen Villa Außenbezirk von Berlin, mit einem großen Garten, der, die er sich leisten kann. Er ist glücklich verheiratet, er hat zwei Kinder. Alles klappt, und alles klappt zum richtigen Zeitpunkt. Denn er ist ein Mensch, der sehr gerne, sozusagen auch abstrakt denkt.

[00:40:19]

Und so hat er sich es erzählt im Prozess, dass es dazu den Prozess auch ganz absurd oder noch absurder, dass er mit 40 die Familie gegründet hat und es doch im Grunde perfekt die Mittelachse der erwartbaren Lebenszeit mit 30 zu jung, mit 50 zu alt? Nein, er hat es genau richtig gemacht. Mit 38! Volltreffer für den Füße.

[00:40:41]

Volltreffer! Alles ist der Freundeskreis ist ein Volltreffer. Und so weiter. Alles ist ziemlich perfekt, und so ist auch die Planung eines Sontags bei ihm perfekt, nämlich. Er steht sehr früh auf Sonntags, um Brötchen zu holen fürs Familien Frühstück. Er guckt morgens nur ein paar Mails an, sonntags ist für die Familie, so sieht es auch im Bilderbuch des gelingenden Lebens. Mehr arbeitet er nicht. Aber er zog vorher, noch bevor er die Brötchen holt, und zum Zocken fährt er mit dem Fahrrad.

[00:41:10]

Auch der Körper soll perfekt sein.

[00:41:11]

Ja, er esse morgens zwischen sieben und acht mit dem Fahrrad unterwegs im Stadtwald, wo er wohnt, und es regnet nicht an diesem Tag. Aber es ist feucht. Er kennt das, gesundet Feuchtigkeit in der Luft und jeden Herbst morgen, früh, Herbst morgen genommen und erfährt auf eine ganz leer. Also kein Verkehr, nichts erfährt auf eine Kreuzung und macht ganz kurz die Augen zu, macht die Lider so runter, um die Feuchtigkeit von den Liedern zu wischen, und als er sie aufmacht, sieht er drei Meter vor sich ein rotes Auto direkt auf ihn zufahren.

[00:41:51]

Auf der Kreuzung. Der Fahrer scheint ihn nicht zu sehen, und er tritt ganz scharf in die Bremse, reißt das Lenkrad rum und kann so verhindern, dass er und das Auto zusammenkrachen.

[00:42:05]

Zittern kann man sich vorstellen, man zittert nach so was, ja, er kann sich gerade noch umdrehen und merkt sich das Kennzeichen des roten Autos ein Audi oder Audi.

[00:42:16]

Der fährt weiter, als wäre nichts passiert. Ist einfach weg. Aber er hat das Kennzeichen im Kopf. Und dann kommt das Adrenalin. Dann kommt. Drei Meter und du wärst tot, Du wirst darauf geknallt. War das eine rechts vor links Situation? Er ist gerade ausgefahren. Nicht er ist abgebogen, sondern der rote Audi ist vor ihm abgebogen.

[00:42:41]

Hat ihm die Vorfahrt genommen, hat ihm die Vorfahrt in eine Kreuzung, die Will jetzt nicht nennen, noch einmal auf einem beliebten digitalen Instrument angesehen? Ja, es ist eigentlich keine Kreuzung, sondern eine Einmündung einer kleineren Straße in eine große Straße. Die geht so leicht. Schräg gehen diese beiden Straßen ineinander über.

[00:42:59]

Das Auto hat ihm die Vorfahrt genommen. Darin heißt Es gibt kein Zweifel Auch da gibt es gar keinen Zeugen, nur ihn. Und er kommt jetzt mit den Brötchen nach Hause und ist absolut außer sich. Was dieser Mensch in dem roten Audi sich einbildet, davon zu fahren, obwohl er ihn fast getötet hätte. Und er kann sich nicht beruhigen. Verkürztes Mal, er kann sich nicht beruhigen. Nicht an einem Tag, nicht in einer Woche, nicht in Monaten, sondern er ist besessen von der Idee, seinen fast Mörder, den er innerlich manisch beschimpft, zu jagen und vor Gericht zu bringen.

[00:43:41]

Irgendwann gelingt ihm das auch.

[00:43:43]

Aber er selber bis dahin leidet extrem. Auch körperlich, leidet unter Schlafstörungen, er leidet unter Konzentrationsstörungen. Früher war er bei seinen Kollegen völlig unauffällig. Jetzt fragen die mal nach irgendwas. Es ist so richtig spürbar, dass es kocht.

[00:44:01]

In Koolhaas Geschichte. Jemand, der um sein Recht. Aber bei Koolhaas hatte recht, bei ihm weiß man sich sozusagen sich selber eigentlich mehr oder weniger zugrunde richtet, nicht ganz zugrunde. Aber die Ehe hat Probleme, weil die Ehefrau es nicht mehr aushält, dass er nach einem halben Jahr Tag für Tag noch mit diesem Fall beschäftigt ist. Er hat schon den zweiten Anwalt. Es gibt einen Schlichtung, Termin, nichts.

[00:44:28]

Kannst du dir das erklären, dass jemand nach einer solchen Schock Situation, die man ja eigentlich auch kennt, wenn man irgendwie mal Straßenverkehrs Teilnehmer war man oder Radfahrer oder Fußgänger sogar.

[00:44:40]

Man kennt ja solche Situationen, wo man sich zu Tode erschrickt und denkt Um Gottes willen, fast wäre ich tot gewesen. Kannst du dir erklären, dass er darüber nicht hinweg kommt? Was schlummert denn da drin?

[00:44:51]

Also ich muss es schwieriger gewesen sein als er. Der Prozess hat über eine halbe Stunde gedauert. Das war schnell zu Ende. Deswegen habe ich von ihm nicht so viel mitbekommen. Aber es muss bei ihm irgendwie eine massive Kränkung Bereitschaft gegeben haben. Also, wenn du dich ein halbes Jahr nicht von dem Hass löst auf einen Autofahrer? Ja, er muss da was sein, so wie manche Menschen irgendwie 30 Jahre alten Liebeskummer nicht überwinden oder eine Scheidung nicht überwinden. Es war aber auch sozusagen der extrem gekränkte Stolz, dass ihn sein perfektes Leben so ich sag jetzt mal das Wort Arschloch buchstäblich rein fährt.

[00:45:31]

Ja, so ein moralisch heruntergekommenes Subjekt.

[00:45:36]

War der Audi-Fahrer denn so beschaffen? Es gab natürlich. Bevor so ein Fall vor Gericht kommt, gibt's ein paar Instanzen. Hier ist wirklich gar nichts passiert. Es gab einen schlichter Termin, eine sehr sinnvolle zivile Einrichtung, wo sich Nachbarn sich streiten, treffen. Es gab ein Drittel der Hecke oder gab ein schlichter Termin in einem Anwaltsbüro. Die beiden Anwälte machen es dann aus. Ein schlichter Termin. Unser habilitierter Physiker ist also eines Morgens drei Monate später in einem Anwaltsbüro morgens um zehn zu dem Termin und weiß, dass er jetzt zum allerersten Mal den Fahrer des roten Audis sieht.

[00:46:19]

Der kommt sieben Minuten zu spät. Sieben Minuten. Man lässt einen Physiker so, dass wenn ein lässliche bist du auch Kennwerte. Man lässt einen Professor nicht sieben Minuten warten, nachdem man ihn fast ermordet hätte. Da ist er fast schon fertig. Aber jetzt kommt's. Er hatte im Grunde heimlich gehofft, dass ihm so ein Preuße irgendwie begegnet. Also einer, der sonntags morgens eh immer besoffen rum fährt, der kein Schopp hat und alles. Aber der Fahrer des roten Audi ist sozusagen sein Spiegelbild, wenn auch parodistisch.

[00:47:00]

Er hat auch einen akademischen Grad, einen Doktortitel.

[00:47:04]

Er ist Arzt. Auch Villenbesitzer. Er hat erwachsene Söhne, wahrscheinlich genau die gleiche Steuerklasse, und das ist für unseren Fahrradfahrer jetzt wirklich die Höhe. Dass er gezwungen wird, den als gesellschaftlich gleichberechtigt auf Augenhöhe zu sehen. Und da sagte ZAG Nein, keine Schlichtung. Ich will ein Gerichtsprozess.

[00:47:28]

Allerdings ist ja optisch das genaue Gegenteil. Ob? Es kommt dazu. Das hab ich dann, wenn man die beiden Männer gesehen hat, sozusagen von den gesellschaftlichen Daten, die spiegelbildlich, aber als Phänotypen oder überhaupt als Typen entgegengesetzt. Also unser Bernal Fahrradfahrer, sehr gestreckt, sehr strukturiert. Der andere Herr Doktor mit dem roten Audi. So ein bisschen bei rund ein bisschen Hallo, guten Tag. Verbindlich.

[00:48:00]

Und dann gabs als Satz in diesen Prozess, den er machte, und sein Ankläger völlig wahnsinnig. Er wurde vom Richter gewählt. Wo waren Sie denn morgens zwischen 7 und 8 mit dem Auto unterwegs? Da sagte er. Ich fuhr nach Hause, morgens um acht. Von wo fährt man denn morgens um halb acht nach Hause? Doch von irgendwo feiern. Und das alles war so Munition für unseren doch sehr neurotisch hasserfüllten Fahrradfahrer und Physiker.

[00:48:33]

Auch Physiker haben Fantasie. Werner Ell malt sich jetzt aus, wo sein Gegner, sein beinahe Mörder hergekommen ist. Wie schon gesagt, Familienfeier könnte gewesen sein. Aber Begriffe wie Puff. Irgendwie musste er ja anders sein. Irgendwie kann das ja nicht auf Augenhöhe stattfinden. Irgendwie muss er doch dieses Gegenüber irgendwie anders einsortieren.

[00:48:54]

Es macht er moralisch, natürlich. Er hat ja schon die Erfahrung, dass der Mann moralisch nichts wert ist, weil er ihm die Vorfahrt genommen hat und die Minuten zu spät kommt. Und nun erfährt er, dass er morgens um halb acht nach Hause kam. Wo kommt man nach Hause? Von einem gesetzten Abendessen unter akademischen Kollegen? Eher nicht. Sondern irgendwie von einer Sause, von einer Sause im weitesten Sinne. Oder soll man mal? Andere Freuden sind auch nicht ausgeschlossen, und von da fantasiert er weiter.

[00:49:27]

Wie lebt denn so einer, so ein Vorkommender? Wie geht der Tag bei dem weiter? Na ja, erst mal duschen, die Nacht ab, duschen, bisschen schlafen. Und was kommt dann?

[00:49:37]

Brunch, der Inbegriff des Haltlosen, das man zu einer Mahlzeit hat? Merklich. Ich mir Brunch, der Inbegriff eines Haltlosen. Das Leben Branche ist doch verbunden damit, dass man für 25 Euro in irgendeinem Restaurant so viel zu sich nehmen kann. All you can eat, die die Branche. Das ist aber oft mit Brot. Das hat unser Physiker im Kopf, während er Vollkorn Brötchen morgens holt. Mit dem Fahrrad fährt er jetzt zum Schlemmen und macht ihn noch nebenbei platt und hätte ihn fast noch nebenbei niedergemäht.

[00:50:12]

Aber in unserem Physiker, das findest du ganz schön, ist schon vor diesem Gerichtsprozess eigentlich etwas passiert.

[00:50:17]

Er betrachtet die Tat, die Tat aus seiner Sicht natürlich jetzt anders.

[00:50:22]

Nämlich plötzlich bereichert sie sein Leben in gewisser Art und Weise.

[00:50:26]

Ich habe ihn wie gesagt, der Prozess war nach einer halben Stunde oder nach 40 Minuten oder etwas zu Ende. Ich meine, was soll er da rauskommen? Er sagt Es ist nichts passiert, niemand. Dabei muss man sagen Es gibt auch Prozesse, gerade in dieser Größenordnung, wo die Richter auch genervt sind, dass sie sich damit beschäftigen müssen.

[00:50:45]

Und ich habe ihnen dann noch ganz kurz Nein, ich bin nicht gesprochen, den Physiker. Aber ich habe ein bisschen gelauscht, einem Gespräch wiederum, das er beim Rausgehen mit seinem Anwalt irgendwie führte. Da hab ich gemerkt, dass ihm das bestätigt. In seiner perfekten Lebens Konstruktion. Er hat es so umgedeutet als eine Herausforderung sozusagen. Ich habe den Anschlag überlebt.

[00:51:10]

Mitten im Leben sind wir vom Tode. Es klingt, die Kategorien klingen, die ich so aufwache. Die klingen alle sehr merkwürdig, aber ich meine, dafür ist es Gerichtswesen auch da, dass man. Antrifft, die sich in anderen oder verschobenen Kategorien bewegen und diese beiden Fälle scheinen mir dafür prädestiniert, wird eine enorme übersteigerung des Durchschnittlichen und damit die Sichtbarmachung des Jahrzehnts, genau die Sichtbarmachung.

[00:51:40]

Und man muss vielleicht auch mal sagen Es sind auch Fälle, wo man auch an sich selber denkt. Man hat Tage, kommt man nach Hause. Irgendwie hatte man morgens gesagt Kann die Bitte jemand die Geschirrspülmaschine ausräumen? Kommt man abends um sechs nach Hause, hat gearbeitet, ist kaputt. geschirrspülen nicht, gibt's einen Tag? Das schreit Manos, bin ich hier der Idiot? Wieso räumen die niemand? Dann gibt's andere Tage, sagt man Süßer, aber du machst es noch vom Abendessen.

[00:52:06]

Ja, und alles. Oder lass uns essen gehen, essen gehen? Genau.

[00:52:09]

Man weiß selber, man kann in Stimmung kommen, die sind nicht so richtig gut. Man kann in Stimmung kommen, da ist man eine Gefahr für andere. Würdest du auch sagen Natürlich jeder.

[00:52:19]

Jetzt gehe ich aber schnell. Heute ist draußen 38 Grad. Aber bevor du gehst, sagen wir Danke sehr gerne.

[00:52:30]

Mach's gut, danke schön, dass du da.