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[00:00:01]

Dieser Podcast wird präsentiert von der Deutschen Bahn. Die Deutsche Bahn hat das Ziel, während der aktuellen Lage das Reisen im Nah und Fernverkehr für alle Fahrgäste durch verschiedene Maßnahmen so sicher wie möglich zu gestalten. Auch die Reisenden können durch einen rücksichtsvollen Umgang und das Tragen einer Mund, Nase, Bedeckung dazu beitragen, sicher reisen. Gemeinsam geht das. Weitere Informationen und alle Maßnahmen gibt es unter Bahn Punkt D. Slash Sicher Reisen.

[00:00:34]

Ein Hinweis, bevor es losgeht Diese Folge alles gesagt, wurde schon am 4. Mai aufgenommen. Drei Wochen vor dem gewaltsamen Tod von George Floyd in Minneapolis.

[00:00:48]

Intellektuelle Stimme der jungen Schwarzen in Deutschland Sie selbst nennt sich schwarze Frau und schreibt Schwarz mit Großem. Sie ist Journalistin, Autorin und podcaster.

[00:00:58]

Von der Kritik gefeierten Buch Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollte weiße Menschen, dass es eine eigene Gruppe, die anders als alle anderen nicht wissen, dass sie eine Gruppe sind, weil sie immer als Norm gelten. Habe ich gelernt Leute fragen, wo ich herkomme. Das ist nicht meine Herkunft ging, sondern ging um mein Schwarz-Weiss. Ist Deutschland bereit für eine schwarze Kanzlerin? Natürlich habe ich. Das weiße Menschen auf einmal so eine Empörung haben, so eine Empörung, die schwarze Menschen gar nicht mehr haben will, wehrt Maser Tuesday.

[00:01:40]

Wissen Sie das schon? Sehr viel länger nervt nicht.

[00:01:45]

In Brandenburg aber besonders. Und hier ist ein Hase und Nazi, und hier ist noch ein Nazi, wenn das heißt So okay, das ist jetzt der neue heiße Scheiß. Dann sind wir noch nicht weit genug gekommen. Auch ein Jan Böhmermann hat, zeige ich mal, eine limitierte Perspektive auf diese Wette.

[00:02:05]

Das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte meines Erachtens ist weiße Vorherrschaft. Wir dürfen heute alle Kinder Fragen stellen Ich finde es super, dass es so freundlich erklärst. Ich habe noch so eine Frage.

[00:02:35]

Herzlich willkommen zu alles gesagt im unendlichen Podcast, der genau so lange dauert, bis unser Gast findet, nun sei alles gesagt. Heute mit der Journalistin Alice Hastings eine der wichtigsten Vordenker ihrer Generation. Herzlich willkommen, danke schön.

[00:02:52]

Hallo! Was für eine Ehre.

[00:02:53]

Im Titel zu werden, weiß ich gar nicht, was ich noch sagen soll. Christoph stellt unsere Gäste hin, gleich noch ein bisschen ausführlicher vor. Vorher die übliche Hinweis Beschwerden darüber, dass ich wieder Chips esse, während das Mikro alles bitte an alles gesagt hat, zeit.de.

[00:03:09]

Dort kann man auch ja Jochen, der Chips ist. Ja, das bin ich auch für mich aber ein großes technisches Missverständnis. Jochen Jochen hat die Chips gegessen. Die andere Stimme im Podcast Außer unserer Gäste ist Christoph Amend, der Chefredakteur des ZEITmagazins.

[00:03:26]

Und die Stimme, die sie gerade gehört habe, ist die Stimme von Jochen Wegner, dem Chefredakteur von Zeit ONLINE. Gastgeber von Alles gesagt, und man kann sich auch andere Vordenker wünschen, wenn man an alles gesagt, ihr zeit.de schreibt. Und dann möchte ich noch kurz erwähnt haben, bevor es jetzt losgeht, dass wir einen Swag schorb haben unter folgender Internetadresse schopp. Punkt. Breguet, Punkt D Slash alles minus gesagt. Schopp, Spreadshirt, Punkt D Slash alles minus gesagt.

[00:03:51]

Und bevor es jetzt losgeht, muss Alice das noch ein Schlusswort wählen. Haben Sie unseren Podcast eigentlich mal gehört?

[00:04:00]

Ja, habe ich. Ich habe nicht viele Fragen gehört, und ich glaube, ich habe Carolin Emcke zu Ende gehört.

[00:04:09]

Aber ich finde alle, die in unserem Podcast noch nie gehört haben. Es ist Tradition und die Ehre des Gastes, ein Schlusswort festzulegen. Wenn dieses Wort irgendwann im Podcast vom Gast der Gäste hin ausgesprochen wird, endet abrupt die Sendung.

[00:04:25]

Und Maria Lorenz, unsere Produzentin, die auch wieder dabei ist, schãler Maria das Band ab, wie ich immer sage So, so ein Lapsus P3, super Hyper Recorder.

[00:04:38]

Glaubst du, das versteht überhaupt das Wort Band? Versteht überhaupt noch jemand deswegen?

[00:04:41]

Ich sage das einfach so MAZ ab und an läuft, und so etwas finde ich toll, so das Schlusswort. Wie lautet das Schlusswort? Christoph, möchtest du noch einen Hinweis geben, was man auf keinen Fall nehmen sollte?

[00:04:52]

Giovanni Es hat diese Geschichte nicht.

[00:04:59]

Ein Wort, das Sie normalerweise nie verwenden würden. Ich sage. Fehlbaum. Lavendel Baum nicht schlecht. Ich sehe vor mir die ganze Passage über Gardinen streichen, die ich mir zurechtgelegt hatte. Aber gut, es sei nicht das Wort vergessen, sonst hört es nie auf hier.

[00:05:27]

Und Christoph stellt unseren Gast nochmal ausführlich vor.

[00:05:33]

Ich musste gerade Chips und Chips. Denken wir darüber ein andermal. Ja, es gibt heute auch wieder Chips. übrigens, haste gesehen?

[00:05:40]

Habe ich. Ich freue mich schon. Ich reiße das Mikro weit auf.

[00:05:43]

Bevor ich Sie also seit Ihrem von der Kritik gefeierten Buch Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten, ist sie die intellektuelle Stimme der jungen Schwarzen in Deutschland. Sie selbst nennt sich schwarze Frau und schreibt Schwarz mit Großem. Warum? Es bezieht sich nicht auf die tatsächliche Farbe meiner Haut, sagt sie. Schon gar nicht auf eine biologische Rasse. Es ist meine Selbstbezeichnung, Teil meiner Identität. Sie ist Journalistin, Autorin und podcaster. Geboren 1989 in Köln, dort aufgewachsen.

[00:06:15]

Sie hat in München an der Journalistenschule studiert, für jetzt von der Süddeutschen Zeitung und dem Tagesspiegel geschrieben, lebt heute in Berlin, arbeitet für den RBB und für die Tagesschau.

[00:06:26]

Stimmt es für die Tagesschau noch? Ja. Was machen Sie bei der taz? Ich hab nämlich versucht herauszufinden, was genau Sie bei der Tagesschau machen. Ich habe in irgendeinem Podcast gehört, dass sie da auch tickte. Videos machen. Aber ich weiß nicht, ob das stimmt.

[00:06:38]

Echt habe ich das schon mal irgendwo gesagt. Ich habe bei der Tagesschau der erste, das letzte Praktikum von der Schule ausgehend, und dann bin ich direkt quasi da rein da geblieben. Und ich hab da in der Social Media Redaktion gearbeitet, zuerst frei, dann fest, jetzt wieder frei und jetzt eher projektbezogen, weil ich andere Sachen ja mittlerweile auch noch mache.

[00:07:05]

Also es stimmt auf jeden Fall, dass es gut geht, unter anderem auch Zickzack. Aber hauptsächlich habe ich für Instagram gearbeitet.

[00:07:13]

Die Stimme, die Sie gerade gehört haben, ist Ihren Fans schon seit vier Jahren mindestens vertraut. Denn seit 2016 hat sie einen eigenen Podcast. Einmal im Monat trifft sie sich mit ihrer Freundin Maximilian Hacke, um über alles zwischen Politik und Popkultur zu sprechen. Und das Magazin Edition hat über ihren Podcast Feuer und Flamme geschrieben. Zwei kluge junge Frauen, die ihre Weltanschauung teilen.

[00:07:36]

Jetzt möchte ich aber kurz sagen Mein Podcast ist Feuer und Brot. Feuer und Flamme. Das wusste der Christoph. Aber das hat er jetzt nur überlesen. Er hat seinen eigenen Text falsch vorgelesen.

[00:07:50]

Das kommt mir irgendwie bei mir auch bekannt vor.

[00:07:53]

Ihr Buch ist in fünf Kapitel aufgeteilt Alltag, Schule, Körper, Liebe und Familie. Und über all das wollen wir heute mit ihr reden. Herzlich willkommen nochmal. Alice hasst das.

[00:08:04]

Herzlich willkommen in vielen, vielen Dank. Ich danke für die schöne Einleitung. Ich habe eigentlich, hatte irgendwas. Stimmt. Jetzt habe ich nicht recht. Meine Texte wurden auf jetzt.de veröffentlicht, aber eigentlich habe ich für kleine 3.8 geschrieben. Die haben dann, die haben dann die Texte veröffentlicht.

[00:08:24]

Wir spielen hier manchmal so ein bisschen Wikipedia, dann können wir das hier Stelle noch korrigieren. Wir haben neulich eine Sendung aufgenommen, die, während wir das hier aufnehmen, noch nicht veröffentlicht ist. Und haben wir uns schon öfter gefragt Hat Coruna eigentlich die Eigenschaft, alle großen anderen Themen zu verdrängen? Also können wir, können wir immer nur ein Problem bearbeiten?

[00:08:49]

Ich glaube, nee, ich sehe das nicht so. Ich habe das Gefühl, Corona dürfte gerade ganz im Gegenteil. Coruna wirft gerade alle großen Themen auf den Tisch, und man hat das Gefühl, alles ist durcheinander, und alle Leute versuchen sich da in irgendeiner Form, fühlen da durch. Teilweise kommen da sehr verwirrte Sachen bei raus. Aber ich glaube, teilweise kommt da auch sehr wichtige und kluge Gedanken bei raus. Aber ich habe das Gefühl, dass Coruña jetzt gerade alles auf alles aufs Tablett wirft.

[00:09:29]

Sozusagen ganz im Gegenteil.

[00:09:32]

Und das macht es auf der anderen Seite aber wieder so schwierig, weil es vielleicht auch verlangt, dass wir das machen müssen, was wir eigentlich schon längst hätten machen müssen, was ja auch teilweise schon passiert. Und zwar, dass die Themen miteinander zu verknüpfen und die nicht als kleine, abgepackte Boxen zu sehen, sondern zu sehen, wie die sich auch gegenseitig beeinflussen. Und die Frage ist halt, wo wir anfangen mit der Lösung. Das ist, glaube ich, eher, das ist eher die große Frage.

[00:10:11]

Okay, wenn wir das mal durchgehen Was sind große Themen, die durch Coruna nochmal völlig neu auf den Tisch kommen? Ich fange. Ich mache meinen Vorschlag. Da würde ich sofort zustimmen. Soziale Ungleichheit wird noch einmal ist wird zu herauspräpariert. Plötzlich natürlich trifft es alle irgendwie gleichermaßen. Aber es passieren mit unterschiedlichen Menschen völlig unterschiedliche Dinge, je nachdem, in welcher Sphäre der Gesellschaft, die sich gerade befinden. Oder?

[00:10:38]

Ich sage immer Coruña trifft alle, aber nicht alle gleich, weil das einfach unterschiedliche Konsequenzen für unterschiedliche Menschen bedeutet. Und die Menschen? Was Coruna zum Beispiel für mich persönlich gemacht hat, ist nochmal wirklich darzustellen, dass ich sehr privilegiert bin, dass ich denke, ich kann. Ich habe eine Wohnung, ich habe eine Wohnung, die groß genug ist damit ich. Ich wohne mit meinem Freund zusammen, und wir können uns sehr gut aus dem Weg gehen. Und wir können auch sehr gut uns treffen in dieser Wohnung.

[00:11:13]

Das macht mein Leben schon so viel einfacher. Ich habe einen Beruf, dem ich nachgehen kann, auch jetzt in Zeiten von Coruña. All diese Dinge werden mir sehr, sehr bewusst, weil ich natürlich auch nochmal mir sehr viel bewusster wird, dass es nicht für alle gilt und dass ich deshalb auch sehr schnell zurückgerudert. Was heißt zurückgerudert? Dass ich sehr schnell gab es ja am Anfang diesen Gedanken so kommt zur Ruhe. Entspannt euch einfach so lustlos, weil das vielleicht für mich, die eigentlich auf Lesetour gehen sollte, zu der Zeit eigentlich nur unterwegs sein sollte.

[00:11:53]

Vielleicht, das ist, was mir was für mich persönlich geht. Aber auch so eine absolut privilegierte Position ist zu denken Okay, ich kann mich jetzt. Also, ich habe auch die Kapazitäten, und ich habe überhaupt die Mittel, mich auszuruhen oder mich. Irgendwie mache ich mir, einen Tee zu machen und ein Buch zu lesen. Das geht ja nicht für alle Leute. Von daher denke ich auch, es macht mir meine Situation sehr bewusst, und ich denke sehr viel über die Position anderer Leute nach.

[00:12:24]

Und das bewegt mich auf jeden Fall, die ja sehr viel schon über Privilegien und Diskriminierung und so weiter nachdenkt, nochmal intensiver darüber nachzudenken.

[00:12:36]

Waren Sie überrascht von dem Gedanken, dass Sie selber plötzlich als Privilegierte gefühlt haben? Nee, gar nicht.

[00:12:42]

Eigentlich. Ich rede ja über Rassismus. Wenn wir über Rassismus reden, dann gehöre ich selbst da auch teilweise je. Aus welcher Perspektive man das sieht, könnte man auch sagen, dass ich selbst in diesem ganzen Spektrum Rassismus auch Privilegien erhalte. Aber da gehöre ich natürlich erst mal zu den Diskriminierten. Aber das? Durch unterschiedliche Komponenten meiner Identität ist es mir sehr bewusst gewesen, schon immer, dass eine Identität aus einer Ansammlung von Diskriminierungsfreien und Privilegieren zusammengesetzt ist und man selten fast nie, werde ich sagen, nur eine Sache ist.

[00:13:28]

Können Sie uns erzählen, aus welchen Teilen Ihre Identität zusammengesetzt ist?

[00:13:32]

Wir haben ja Zeit. Wenn wir etwas haben, dann Zeit.

[00:13:39]

Ich glaube, es ist ein bisschen Kontext abhängig. Was also, was wird deutend ist in meiner Identität?

[00:13:52]

Ich glaube schon, dass in meinem Schreiben, auch in meinem Denken, wie ich auf die Welt schaue, mich sehr stark diese Komponenten schwarze Frau habe. Man müsste auch sagen schwarze, heterosexuelle Frau. Also ich weiß nicht, ob man den Hörenden dieses Podcast noch begriff nahebringen muss. Es ist quasi kann nie schaden, wenn man sich mit dem Geschlecht identifiziert, was bei der Geburt zugewiesen worden ist. Ich habe mich immer als Frau identifiziert, und andere Leute habe ich auch schon immer identifiziert.

[00:14:36]

Das war nie anders. Und diese ganzen Dinge beschäftigen mich viel, weil mich Feminismus und Rassismus bzw. Antirassismus und Feminismus oder Rassismus und Sexismus auch als Themen sehr interessieren. Und dann gibt es aber noch andere Sachen wie Herkunft Afroamerikanerin Köllner.

[00:15:02]

Sehr wichtig, sehr wichtig. Aber hört man, hört es gar nicht, habe ich gedacht. Aber es kann. Es kommt aber auch manchmal darauf. Ja.

[00:15:12]

Was sind zur kölsche Wörter, die da manchmal so raus oder so Sounds raus rutschen?

[00:15:19]

Nee, nee, das ist halt völlig anders. Ist es irgendwie komisch? Das hat auch etwas mit der Umgebung zu tun. Wenn ich jetzt mit meinen Kölner Freundinnen bin, dann würde ich sagen Kommt mehr raus. Wer weiß, vielleicht kommt das gegen Ende dieses Fradkow auch noch mal raus? Ich weiß nicht, aber es kann manchmal, wenn ich mich aufrege, kann das sein, dass was passiert?

[00:15:51]

Fluchen Sie auf Kölsch anders? Nee, ich fluche gar nicht auf Kölsch. Aber es gibt so eine. Es gibt auch so einen Singsang, den man dann. Und der kommt auch manchmal raus.

[00:16:03]

Ich habe gestern, ich habe gestern locker 20 Minuten. Ich hab nämlich mal in Kalk gewohnt, was wenige wissen. Das ist aber schändlich, und ich habe es total vergessen. Nippes ist ja auf der richtigen Seite. Richtig. Es ist cool, und ich habe auf der extrem coolen Seite gewohnt. Aber Kalk ist mittlerweile auch, glaub ich, im Kommen. Jetzt ist es im Kommen. Es ist im Zuge der Gentrifizierung das Füllhorn des Wedding von Köln.

[00:16:31]

Ich glaube, liebe Kalker. Ich war seit Jahrtausenden nicht mehr da, ich weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur, damals war es krass.

[00:16:38]

Das ist ja in Nippes aufgewachsen. Nippes, Nippes, Köln-Nippes.

[00:16:46]

Ich habe auch sehr viel Liebe. Findet das auch wenn ich das natürlich auch im Viertel ist, es sich sehr schnell verändert oder immer, wenn ich da bin, ich wieder zurückkommen, wieder in Köln bin, manchmal ganz ein bisschen missmutig und irritiert auf so neue Läden gucke, die aufgemacht haben. Ebenso typische Gentrifizierung. Läden sind da bin ich manchmal. Warum es hier ein Biomüll beladen? Da, wo der Teppich König früher? Keine Ahnung. Aber das gehört ja auch dazu.

[00:17:19]

Aber ich bin irgendwie sehr verwurzelt in Nippes. Es ist ja auch oft so, dass Menschen mit sogenanntem Migrationshintergrund oft so eine hyper lokale Identität haben, weil Deutschsein sich nicht so richtig anfühlt, weil es einem immer ein bisschen verwehrt worden ist, man sich aber sehr oft sehr mit dem. Vielleicht geht es nur Fish der einen. Für Leute, die aus einer Stadt kommen, ist das auf jeden Fall. Ich glaube, dass so Leute aus Berlin sein. Ich bin ich.

[00:17:52]

Ich bin Berliner, ich bin Berlinerin und Frankfurt, Hamburg, das kenne ich total. Und für alle geht. Ich habe das Gefühl, für Menschen aus Bayern geht das. So extrem die lieben ihre Bundeswehr ihren Freistaat total. Warum wir?

[00:18:13]

Die Kölner sind doch sehr Lokalpatriotismus. Total.

[00:18:17]

Aber auch ich wollte einfach nur sagen, dass Menschen das People of Color oft auch total haben, dass sie sich nicht als Deutsche identifizieren, aber sehr mit der Stadt, aus der sie kommen.

[00:18:28]

Es gibt ein ganz tolles Lexikon in Ihrem Buch, aber auch da wieder Wir sind ein bildungsprozesse Ossi. Was ist das nochmal genau? Bitte Lexikon Achtung, Planetary!

[00:18:41]

Sie ist ein Begriff, den ich verwende, den auch viele andere Menschen verwenden, um nicht weiße Menschen zu beschreiben. Das heißt, der kommt aus dem Englischen und steht für Black Indigenas People of Kalla. Und damit sind alle Menschen gemeint, die nicht weiß sind, quasi von Rassismus betroffen sind.

[00:19:03]

Ja, der Anglizismus hat sich hier auch durchgesetzt, weil es kein gutes deutsches Wort gibt.

[00:19:10]

Also ich sage manchmal auch nicht weiße Menschen. Das hört sich dann aber manchmal auch so ein bisschen defizitär an, als ob irgendwas fehlt.

[00:19:19]

Wenn wir kurz abschweifen dürfen Wir haben jetzt schon die dritte Klammer aufgemacht. Ich führe genau Buch, da habe ich einen interessanten Punkt. Weil Sie ja auch Journalistin sind. Würde mich. Ich habe das alles gelesen, hab Ihr Buch gelesen, und trotzdem würde ich das gern nochmal fragen. Es gibt ja so ein Trade off zwischen. Je nachdem, welches Wort ich wähle, stoße ich an eine bestimmte Zahl von Lesern, von Kopf, die es noch nie gehört haben.

[00:19:43]

Und ich hatte, ich glaube, ich habe es schon in irgendeiner anderen Podcast erzählt. Wir hatten mal bei Zeit ONLINE plötzlich eine Headline, wo People of color in der Schlagzeile oben drin standen, und ich hab mich dann tatsächlich beschwert, weil ich der Meinung war Das wisst ihr jetzt alle vier Berliner Hipster Redaktion, was damit gemeint ist. Aber es gibt Leute in Bretten, die überhaupt lesen, dass zum ersten Mal den Nippes in ne weiße Heidelberger Dialekt. Es gibt aber auch mal gewohnt ne andere Geschichte.

[00:20:17]

Es war sehr schön in Heidelberg. Entschuldigung, ich wollte einfach nur fragen Wie geht man professionell damit um? Es gibt einen Drift. Es gibt immer, wenn ich das jetzt aus meiner laienhafte Sicht sagen darf, auch alle paar Jahre ändert sich natürlich auch das Wort oder die Worte. Es gibt neuen Wortschatz, der dazu kommt, und das ist im Angelsächsischen, das haben Sie auch toll in Ihrem Buch beschrieben, viel einfacher. Und im Deutschen sitzt man so als deutscher Nerd davor.

[00:20:44]

Schon wieder neues Wort.

[00:20:45]

Was wollen die jetzt schon wieder sagen? Und wie geht man als Profi damit um? Also kann man in der Headline auf Zeit ONLINE. Ich sage mal Von Millionen gelesen, kann man heute voraussetzen, dass People of Caller bedeutet. Und jetzt gibt's schon wieder den nächsten Begriff. Wie macht man das als Profi?

[00:21:03]

Das Gute ist ja Bei Zeit ONLINE kann man ja ziemlich davon ausgehen, dass die Lesenden einen Internet-Anschluss haben.

[00:21:09]

Es ist richtig, dass man deshalb auch Zugang zu einer Suchmaschine fand. Sie könnten deshalb auch sehr leicht herausfinden, wenn man nicht genau einfach ein Glossar vielleicht irgendwie zur Verfügung gestellt, oder? Innerhalb des Artikels kann man aber auch davon ausgehen, dass die Menschen das herausfinden könnten, was people of color bedeutet.

[00:21:37]

Und vor allen Dingen habe ich auch das Gefühl, dass man Sprache nur verändern kann, indem man sie auch ein bisschen raus setzt. Also irgendjemand muss diese Sprache sprechen, und irgendwer muss ja eine Selbstverständlichkeit bekommen, damit sie auch tatsächlich umgesetzt wird. Und ich glaube auch, man darf nicht so Angst haben vor bestimmten Begriffen. Und ja, vielleicht weiß es erst nur eine kleine Gruppe, was People of Caller ist. Aber nachdem diese Headline bei Zeit ONLINE stand, wissen es dann vielleicht mehr.

[00:22:13]

Und deshalb finde ich das eigentlich. Ich glaube, man muss Sprache. Wenn man sie verändern möchte, muss man sie einfach auch anders sprechen.

[00:22:24]

Warum? Warum? Warum sind die?

[00:22:26]

Sind diese Begriffe eigentlich so wichtig, damit man Dinge auch sichtbar macht? Ich glaube, Sprache ist so wichtig, weil sie unser ist. Es gibt ganz erstaunliche Forschung über Sprache, gab auch viel davon. Zeit ONLINE hat ja auch viel dahingehend auch veröffentlicht. Aber es gibt ja diese, dass man je nachdem welche wie man Dinge ausspricht. Ich glaube, es gibt zum Beispiel dieses Wir sagen ja, ich habe mir meinen Arm gebrochen, und in anderen Sprachen ist es aber activa.

[00:23:05]

Irgendwie passiv formuliert ist. Und anscheinend gibt es ein gefährliches Halbwissen, was ich hier verbreite, aber ich glaube selbst, dass sie die ganze Zeit selbst beeinflusst.

[00:23:20]

Wenn man sagt, ich habe mir meinen angebrochen oder Brockmeyer Arm oder glaub, ich wurde irgendwie mit der anderen Sprache, nicht mit Englisch verglichen. Auf jeden Fall beeinflusst das Wie wenn man, wenn man einen, wenn man einen Unfall als Zeugin oder als Zeuge beobachtet, beeinflusst das wie man, was man daran beobachtet. Je nachdem, wie man sagt, wie jemand verletzt worden ist, ob das jemand selbst tut oder ob das jemand angetan wird oder so. Aber oder zum Beispiel ob eine Brücke weiblich oder männlich.

[00:23:55]

Also wir sagen ja die Brücke. Benennen wir die eher mit geschwungen, elegant und so weiter. Und bei Sprachen, wo es der ist, da wird es anders. Da ist stark und keine Ahnung, was das sind ne Point. Meine Sprache beeinflusst unser Denken. Das ist das, was ich sagen möchte, und deshalb brauchen wir auch Bezeichnungen, oder? Deshalb ist es auch wichtig, selbst Bezeichnungen zu finden oder auch Namen zu finden, um einen Diskurs über Identitäten und Rassismus führen zu können.

[00:24:30]

überhAUPT, das ist ja auch ein bisschen das Problem in Deutschland, dass wir gerne sagen wollen Rassismus. Und dieses ganze Ding mit diesen Identitäten und so. Das ist ja alles vollkommener Quatsch. Das gibt es alles gar nicht. Ist alles ein Konstrukt. Deshalb müssen wir auch gar keine Wörter dafür finden, dass es oft, glaube ich, denke, die mir oft begegnet. Aber das ist insofern falsch, weil dieses Konstrukt wurde sehr lange über Jahrhunderte aufgebaut und hat unsere Welt massiv geprägt.

[00:25:00]

Das heißt, wir brauchen auch Wörter, um weiterhin darüber sprechen zu können und diese Identitäten benennen zu können, weil sie halt existieren. Aber sie existieren halt und zu einem komischen Mysterium nicht sein, wenn man sie, wenn man keinen Namen dafür findet, dass es da auch ein sichtbar machen im Sinne von ihr, beachtet uns eigentlich gar nicht.

[00:25:20]

Deshalb werden jetzt Begriffe so auch gefunden, die natürlich auch ein bisschen quer in der Sprache drin stehen und dass man sie ja beachten muss.

[00:25:29]

Also eine Abkürzung wie Black in DJ's, people of color. Das muss also, das ist ja im Sprachbild eine sehr ungewöhnliche Abkürzung.

[00:25:37]

Ja, da stolpert man ja automatisch drüber. Muss man da drüber stolpern?

[00:25:41]

Ich glaube, dass die Sache ist. Dass diese Begriffe natürlich erst mal sehr Akademisierung und intellektuellen Ecke kommen, genauso wie @tiku oder TBT Couplets, sodass es ist ja eigentlich das gleiche Prinzip, dass man eine Gruppe identifiziert mit einer Aneinanderreihung von Anfangsbuchstaben. Und sicherlich gäbe es auch andere Methoden. Ich habe manchmal das Gefühl, Sprache wird vor allen Dingen von zwei Richtungen beeinflusst. Einmal sag ich mal von dieser intellektuellen Seite und dann einmal von so einer einfach gesprochenen, gelebten Art und Weise.

[00:26:26]

Das, was man dann Umgangssprache zuerst nennt oder so. Ich glaube, das sind diese zwei Ebenen, und ich glaube, man hätte das auch umgangssprachlich aus der Umgangssprache her nehmen können. Das Wort Es ist aber keins gekommen, oder es ist kalt, es hat sich ganz durchgesetzt, keins. War es jetzt nicht irgendwie mit einer feindlichen Konnotation, irgendwie ja davon befreit ist. Und deshalb gibt es jetzt eben diese, diesen etwas sperrigen Begriff.

[00:26:56]

Ich muss auch sagen Ich bin nicht, ich will jetzt nicht super happy mit diesem Begriff. Ich hätte auch gerne einen Kriegerinnen Begriff, und ich sehe auch, dass auch da es Imitationen gibt, dass es auch in diesem Begriff bestimmte Dinge nicht geklärt sind oder Machtverhältnisse nicht richtig geklärt sind. Bei People of Caller ist dann so eine Masse und auch in dieser Gruppe People of Color und natürlich auch so viele Menschen mit so unterschiedlichen Verhältnissen zueinander benannt. Und dann sind oft die Leute, die sich sehr unsicher sind, wie sie sehe, da diese ganzen Rassismus Debatte so rein kommt und oft Leute, die polnische, russische oder osteuropäische Wurzeln haben, die auch ganz expliziten Rassismus erfahren, die aber weiß sind.

[00:27:51]

Und wie passen die da rein? Wie passen Roma und Sinti da rein? Solche Sachen sind auf jeden Fall, müssen wir noch klären, vielleicht das People of Kala oder PPC auch nur ein übergangs begriff und. Irgendwann mal noch einen anderen, besseren. Ich finde es nicht so schlimm, wenn Sprache sich ändert, wie öfter in diesem Podcast schon erwähnt. Ich bin sehr alt. Mir fällt auf, dass die Begriffe und die Bq und welches Suffix gerade noch dranhängen.

[00:28:21]

Ich sage das hier zu sagen. Mir ist schon klar. Gerade weil ich so schwer. Nein, es ist mir klar.

[00:28:26]

Nur wenn man es etwas länger schon beobachtet, stellt man fest, dass das driftet, halt die ganze Zeit. Das Schöne an Sprache ist In dem Fall ist es ja eine Art, wie Sie schon sagten, auch ein bisschen aus einem fast schon akademischen Diskurs geboren, eine Art von Sprache, die da, die da eine Rolle spielt. Diese Begriffe driften. Und man guckt mal fünf Minuten nicht. Und dann ist tatsächlich, ich würde mal sagen, eine akademische Gruppe oder eine Gruppe von Leuten hat sich dann überlegt, dass der Begriff heißt.

[00:28:58]

Gestern war es noch Pixie, heute ist es bipolar, und morgen ist es so, und dann steht morgen steht auf Zeit ONLINE Headline, Aufmacher, Pock machen irgendwas, und ich stehe da wie ein Mensch. Jetzt haben wir drei Viertel der Leute einfach abgestoßen. Dadurch, dass sie gar nicht mehr wissen, was wir da meinen. Und ich hatte meinen Job, unseren Job, muss ich ja sagen, auch ein bisschen als ein wahrgenommen, wo wir versuchen, neue Dinge zu erklären, näherzubringen.

[00:29:29]

Zunächst mal Leute in so eine Geschichte reinzuholen. Und ich habe den Eindruck, dass immer neue Wortschöpfungen auch eine Abstoßungsreaktion sein können außerhalb der Gruppe, die sich sehr gut überlegt hat, warum sie diesen Begriff wählt.

[00:29:42]

Aber ich glaube, ganz viele Hocks zum Beispiel haben ja auch diese Erfahrung, dass sie mit der Sprache, die als allgemein bekannt vorausgesetzt wird, dass Sie bestimmte Begriffe nicht kennen, weil sie vielleicht aus einem Elternhaus kommen, wo Deutsch nicht die erste Sprache war und bestimmte Begriffe einfach so nicht genutzt worden sind, bestimmte Redewendungen so nicht genutzt worden sind? Und das musste man sich ja auch alles aneignen. Man hat dann irgendwie da irgendwelche Artikel gelesen, oder man saß im Klassenraum, und Leute werfen dann mit Dingen um sich, und man denkt Okay, ich weiß nicht, was das bedeutet.

[00:30:21]

Und dann findet man halt irgendwie raus. Entweder man fragt, oder wenn es einem unangenehm ist zu fragen, dann findet man schon seine Wege. Aber man musste selber auch sozusagen einfach hinterherkommen, weil es einfach irgendwie klar war. Hier wird vorausgesetzt, dass man diese Dinge kennt und diese Sprache kennt und so weiter.

[00:30:43]

Und das heißt, ich glaube, es ist immer so, dass Sprache bestimmte Leute abholt und andere Leute ein bisschen ausschließt. Ich glaube, manche sind es mehr gewohnt, auch mal zu den Ausgeschlossenen zu gehören und dann auch zu wissen, was man tun muss, damit man irgendwie, dass man das bedeutet. Man muss sich vielleicht ein bisschen. Man braucht ein bisschen Eigeninitiative, ein bisschen eigene Arbeit, damit man versteht, was dahinter steckt. Aber Sprache ist sind Codes für Zugehörigkeit, und wenn man quasi inklusiver sein möchte.

[00:31:28]

Zeit online und auch mal andere Leute zu Wort kommen lassen möchte, dann muss man auch damit leben, dass andere Begriffe leitendes stehen und dass man eine bessere Ansprache hat. Das ist, glaube ich, dass das so sein muss. Vor allen Dingen muss man auch sagen Mein Mann liebt es doch für alle. Alle Medienhäuser lieben es, wenn irgendwie eine Intellektuelle oder ein Intellektueller irgendwie. Ein Gastbeitrag formuliert mit Sachen, die halt echt auch nicht jeder rafft.

[00:32:02]

Dann aber kämpfen wir immer um Verständlichkeit.

[00:32:10]

Und ich finde es auch überhaupt kein Problem, wenn, wenn Jochen nehme ich jetzt mal, ich bin Bonsai, Experte und verwende jetzt Begriffe, von denen wir noch nie gehört. Und das finde ich in seinem Gast Beitrag oder in so Fach, Text oder Soziologe würde jetzt aus meinem Forschungsgebiet der Pflanzen Soziologie berichtet, was auch immer. Das finde ich ja alles in Ordnung.

[00:32:32]

Wobei ich auch sagen würde Aber bitte nicht so viele Fachbegriffe und bitte immer gleich erklären, weil ich kenne mich mit Bonsels nicht aus.

[00:32:39]

Die alte Lehre im Journalismus wäre ja schon. Ich versuche, eine möglichst große Gruppe von Leuten zu erreichen, natürlich mit Grenzen. Natürlich wollen wir nicht alle erreichen, aber wir haben so ein bestimmtes Bild vor Augen. Ich kann es nicht besser ausdrücken von der großen Gruppe, von Menschen, die wir. Wir versuchen, Millionen von Lesern, Leserinnen und Lesern zu erreichen. Und wenn ich jetzt davon ausgehe, dass. X Prozent, also eine überwiegende Zahl den neuesten Begriff, der jetzt gerade wichtig ist, nicht kennt, finde ich es nicht so schlimm, den erstmal zu erklären.

[00:33:15]

Und wie wäre es jetzt auch im Dienste der Sache? Würde ich, würde ich erst einmal sagen Wir klären, das muss, ich muss auch nicht googeln. Das heißt übrigens Folgendes Und du musst dich dran gewöhnen, weil es so wird, dass sie ab sofort genannt. Und diese Transferleistung versuchen wir den Leuten abzunehmen. Das kann man natürlich kritisieren. Es gilt aber ehrlich gesagt Wenn wir es über Quantenphysik schreiben würden, würde man auch versuchen, viel zu erklären und nicht so viel voraussetzen.

[00:33:38]

Ich versuche einfach, meinen Punkt nochmal zu machen. Viel von dem unserem Beruf ist ja auch übersetzung und Erklärung und Hintergrund zu bieten. Zu Dingen und mir war es aufgefallen. Manchmal driften die Begriffe so schnell, dass ich davon ausgehe. Sagen wir es so Wer wusste, vor 20 Jahren wusste aus technischen Gründen niemand, was ein Millennials ist. Heute weiß meine Mutter, was ein Millennials ist und wahrscheinlich bei einer Straßenumfrage sich die 70Prozent wissen jetzt, was das komische Tier ist, von dem man vor zehn Jahren noch nicht gehört hatte.

[00:34:11]

Und da frage ich mich Ab welchem Punkt verlieren wir einfach Leute? Aber wir reden jetzt schon sehr lang über Sprache.

[00:34:18]

Ich wäre ja, man kann auch Ewigkeiten über Sprache reden, weil ich die Sprache eine der wichtigen Frage ist. Man redet ja oft auch so.. Bei Kämpfen um Gleichberechtigung umso. Gerade beim Feminismus. Und jetzt ist auch die Frage Geht es nicht mehr? Davor ging es auch sehr viel um Gesetze, also Dinge, die man dann kennt. Ihr bitte das Gesetz schreiben, dass man dann gleichberechtigt sind und so weiter. Oder auch beim Civil Rights mussman ging es ja tatsächlich darum, ins Gesetz geschriebene Segregation aufzulösen.

[00:34:52]

Was machen wir? Diese Gesetze stehen, aber Ungerechtigkeit gibt es ja weiterhin. Das heißt, wir kämpfen ja eigentlich darum, dass diese Dinge wirklich das denken und das die Umsetzung. Wir fordern eine tatsächliche Umsetzung, eine tatsächliche, gelebte, gelebten Strukturwandel. Und der beginnt natürlich auch. Da ist Sprache ein riesiges, ein riesiges Feld, auch ein sehr umkämpftes Feld. Wie oft habe ich zum Beispiel in meinem Buch? Habe ich deshalb extra habe ich das Wort nicht mehr thematisiert, weil ich habe es einfach zensiert und habe einfach gesagt Ich spreche es nicht mehr aus.

[00:35:38]

Das sind einfach. Das habe ich einfach vorausgesetzt. Und ich glaube, weil ich auch denke, es sind genug Texte darüber formuliert worden, und ich setze das jetzt einfach voraus, damit man auch mal ein bisschen weiterkommt. Und natürlich ist für manche Menschen das noch überhaupt nicht einfach gesetzt, und für ganz viele Menschen ist das überhaupt noch nicht. Wie? Diese Debatte wird ja trotzdem noch geführt. Und deshalb denke ich manchmal, ich weiß es nicht. Ich glaube, man kann Ewigkeiten darüber.

[00:36:12]

Man kann sich Ewigkeiten daran festhalten, dass Sprache sich schnell ändert. Und wenig schließen wir ein wenig, schließen wir aus, aber auf der anderen Seite, glaube ich. Am Ende muss man es auch. Irgendwie muss man die Sprache, die man sprechen möchte, auch einfach leben. Ich bleibe dabei, dass es Zeit, auch wenn es sie, auch wenn manche Leute zuerst da stehen. Witzig, weil auch mit Anwort wissen viele Leute nicht, was gemeint ist.

[00:36:41]

Das können die Menschen. Ich lade die Menschen dazu ein, die jetzt gilt es, die Endgeräten genau Google. Aber davon auch so? Natürlich, weil ich nämlich irgendwann bei einer Veranstaltung war und dann auch im Vorgespräch war, in der Schule. Der Schuldirektor lehnt sich auch so rüber, während ich irgendwie spreche und ich höre, was heißt.

[00:37:03]

Ich habe mich entschieden, das zu ignorieren. Also erst mal hier dahinten könnt das gerne mal klären. Aber genau. Ja, ich meine, das ist das tolle Leben in einer Zeit, wo Informationen so schnell zugänglich sind für diejenigen, die Zugang zum Internet haben. Und deshalb, denke ich, sollte man es auch nutzen. Diese Man kann das alles, man kann. Sprachliche Barrieren kann man viel schneller herunterbrechen.

[00:37:31]

Heutzutage ist es eigentlich auch ein Generations Thema, also die Coates.

[00:37:36]

Definitiv war es aber auch schon immer so. Es ist ja Sprache, hat sich immer mit der neuen Generationen verändert. Ich weiß auch noch wie meine Eltern. Da habe ich auch letztens mit meiner guten Freundin und Podcast Kollegin Maxi drüber gesprochen. Klasse, liebe Grüße. Gehen raus!

[00:37:56]

Feuer und Flamme. Ich möchte natürlich, dass die Leute keine Scherze über. Na ja, aber auf jeden Fall kennen wir uns beide noch gut daran erinnern, dass unsere Eltern das total komisch fanden, dass wir immer voll gesagt haben Voll cool, voll doof oder so. Und mittlerweile wundert es niemanden mehr. Da ist niemand mehr irritiert. Außerdem haben es meine Eltern teilweise auch übernommen, aber das war etwas absolut unmöglich. Solche Sachen gab es halt auch schon vorher, bevor es politisierte Begriffe.

[00:38:40]

Na, ich frage es auch deshalb, weil ich manchmal den Verdacht habe, dass es natürlich auch hier um Popkultur geht.

[00:38:48]

Es geht natürlich in dem Moment, wo ich mir die Definition von Jugendkultur ist ja, glaube ich bop.

[00:38:58]

Was so explizit? Es gibt in dem Podcast, den wir eben schon erwähnt haben. Gibt es das coole Element? Sie hatte es neulich. In der letzten Folge fand ich supercool. Klick. Entschuldigung, ich hab mich, muss mich ja nochmal einschalten und was rein schneiden. Ich habe die Finanzkrise nicht perfekt erklärt. Hier nochmal kleiner. Das finde ich super. Christophs müssen wir unbedingt auch machen.

[00:39:26]

Was mich ausreden lassen Klick, Blowjob, ja, das Wort Oberbau.

[00:39:31]

Blowjob aus dem Rock'n'Roll.

[00:39:33]

Presswerk, das ja keinerlei Bedeutung hat, außer die Aufgabe hat, die älteren auszuschließen.

[00:39:43]

Also ich nicht.

[00:39:45]

Und ich will ja sagen, dass Jugendkultur immer immer sich daraus definiert, natürlich Begriffe zu verwenden, Wörter zu haben, die die älteren nicht verstehen und dadurch natürlich auch eine Abgrenzung definieren.

[00:39:57]

Aber ist das so? Meine Frage ist bei der Frage auf Caller Ist doch das jetzt Jugendkultur? Wenn man das.

[00:40:04]

Nee, ich glaube, alle Leute sind herzlich dazu eingeladen, diesen Begriff auch zu nutzen. Genauso wie alle Leute da herzlich dazu eingeladen sind, gut zu nutzen. Das ist ja auch so, dass diese Gruppe Hip-Hop und queere Menschen, die haben ja vielleicht auch noch einmal selbst Bezeichnungen für sich, wo sie ganz klar sind, dass das nur innerhalb dieser Communities genutzt werden kann, und ist von Menschen, die nicht in dieser Community sind, nicht genutzt werden soll.

[00:40:37]

Diese Begriffe gibt es ja auch, aber ich glaube, Hip-Hop, queere Menschen sind das hier, das sind alle. Das ist ein Angebot an die breite Gesellschaft, zu sagen hier. Wir haben ein Wort schwer, aber eine Selbstbezeichnung, die wir gerne genannt werden, genau so, wie wir schwarze Menschen sagen, nennt uns einfach schwarz. Wir finden vielleicht doch noch eine Sache zu Sprache, weil das Buch. Ihr Buch muss man, ich kann es nur empfehlen.

[00:41:10]

Ich dachte, ich hätte es schon relativ viel dazu gehört, auch aus privaten Gründen. Jeden Vortrag dazu einmal gehabt und dachte Das ist nochmal ein zweiter. Es ist so, als hätte jemand alle Schachpartie einmal durchgespielt. Also alles, was ich. Ja, das ist Wahnsinn, weil es so in einer Sprache, die sogar ich verstehe. Das ist mir auch wichtig. Ich werde da durchaus abgeholt, auch als alter weißer Mann, und mir wird alles nochmal von vorne erklärt, und es ist richtig richtig gut.

[00:41:37]

Jeder Schachzug, den ich hatte im Team. Da gibt's dann wieder im Gegenzug und im Gegenzug, und alles ist nochmal auf einer höheren Ebene abgehandelt. Und das finde ich wirklich toll. Vielleicht komme ich später dazu. Mich lässt es dann trotzdem am Ende ein bisschen verwirrt zurück, weil ich jetzt gar nicht mehr weiß und jetzt sozusagen dazu. Ich wollte nur zu der Sprache eine Sache erzählen, aus meiner eigenen Erfahrung. Der Moment, in dem eine Person, die mir sehr, sehr, sehr, sehr wichtig war und ist, zum ersten Mal mich als Ways bezeichnet hat, hat mich maximal irritiert.

[00:42:11]

Das ist noch nicht so lange her. Es ist nicht so lange her, und mir war es nicht. Mir war es total. Ich fand es total irritierend, dass mich jemand als Ways bezeichnet und sich selbst nicht als ways bezeichnen würde. Ich habe erst dann angefangen, lange über das Thema. Wie kommt sie denn in dem Fall? Wie kommt sie darauf? Was ist das denn? Worüber reden die da eigentlich? Auch das wird in dem Buch super erklärt.

[00:42:36]

Warum wir Leute, die man als ways bezeichnen kann, so ein großes Problem damit haben, erst mal zu kapieren, dass man sie als ways bezeichnen kann und andere sich nicht als ways bezeichnen. Und man fragt Wo nehmen die jetzt eigentlich diese ganzen Kategorien her? Allein deswegen würde ich das Buch sehr empfehlen. Ich hab da noch einmal relativ viel. Es hat mich sehr viel Zeit gekostet. Und da ist es relativ. Strate aufgeschrieben, was ich sagen wollte.

[00:43:02]

Da fängt es ja schon an! Verwendung des Begriffes weiß und im deutschen Sprachraum ist es vielleicht würde ich jetzt für meine Dummheit nochmal eine Entschuldigung suchen. Hat es nochmal eine andere? Da hat die Historie später angefangen. Also sozusagen von Beiß und nicht zu reden. Aber dass mich das im 21. Jahrhundert noch kurz irritieren konnte. Ich würde mal davon ausgehe. Ich bin nicht der Einzige.

[00:43:26]

Ja, definitiv. Ich will hier ganz kurzer Einschub. Hier ist gerade ein Krankenwagen gefahren. Also falls Leute jetzt hier denken, ich will, es ist klar, wir haben das auch. Das ist wahrscheinlich auf der Tonspur drauf. Aber so ist es halt.

[00:43:40]

Und solange es keine Chips sind, die zu dem sehr wichtigen Punkt, den sie gerade gemacht haben, sieht es hier gerade. Da ist es ja okay.

[00:43:53]

Es sei denn jemand höflich im anderen das Du aber die älteren, weil ich so oder so ähnlich. Ich hab heute das Kettenglieder machte. Ich freue mich schon so!

[00:44:05]

Wir können ja gleich nochmal über den Punkt, den sie gemacht haben. Es ist ihr wichtig, weil das ist ja ein großer Motivator gewesen, dass dieses Buch auch zu schreiben. Es gibt es auch ein großes Informationsdefizit, weil man muss ja auch sagen, das, was mir oft begegnet, ist in dieser ganzen, immer unausweichlicher werdenden Debatte oder in dieser ganzen ganzen Rassismus Sache. Ich weiß um Worte. Es ist, irgendwie habe ich das Gefühl gehabt, dass gerade weiße Menschen diese große Fragezeichen hatten.

[00:44:56]

Wie kann das alles sein? Ich verstehe das alles nicht. Wo kommt das alles her? So und diese. Und ich dachte Wie kann man Rassist, wie kann man so denken, wie kann man nur? Das war oft so eine Haltung, der ich begegnet bin, die das Weiße, das Weiße sagen.

[00:45:11]

Wie kann man nur Rassismus rassistisch sein? Irgendwie ist es ja, weiß ich nicht. Rechte Demos noch und nöcher. Leute, rechte Menschen in Land und Bundestag, rechte Menschen, die Bestseller schreiben, also überall, und man sich dann gefragt, und die Reaktion war oft so eine, so ein verständnislosen überfordertes schockiert das Kopfschütteln. Wie geht das? Wie kann das sein? Und dann dachte ich Das reicht nicht. So lösen wir das Problem nicht, wenn wir weiterhin in dieser in dieser Position verharren oder wenn weiße Menschen in dieser Position verharren.

[00:45:55]

Mein Gott, wie was passiert hier gerade? Ich hatte. Ich hatte einfach das Gefühl so ich weiß, was hier passiert. Ich kann das. Ich kann das vielleicht ein bisschen erklären. Und ganz viel hat nämlich damit zu tun, dass genau das eben diese Unterschiede zwischen weißen und nicht weißen Menschen, die eben nicht erst da anfangen, wo Rechtsradikalismus anfängt oder da spürbar werden, sondern schon die ganze Zeit, und das weiß sein eine eigene weiße Menschen, dass es eine eigene Gruppe, das ist eine Gruppe, die ich auch von außen betrachten kann, die ich auch von außen identifizieren und beobachten kann und muss.

[00:46:38]

Und die quasi aber, anders als alle anderen, nicht wissen, dass sie eine Gruppe sind, weil sie quasi immer als Norm gelten. Weiße Menschen haben halt das Privileg, das irgendwie reden würde, wenn ich zum Beispiel eine Geschichte erzählen würde. Vor Jahren kam eine Frau rein, dann würden alle Leute denken Sei eine weiße Frau oder so wäre das Erste, was man denkt. Und genau das ist einfach ein wahnsinniges Privileg. Aber Weisswein hat eben. Das hat eine ganz bezeichnende Geschichte und spielt eine total große Rolle.

[00:47:18]

Und es hat natürlich angefangen. Es gibt im Ganzen mittlerweile ganze Studienfahrt. Die kritische, weil Science Forschung, die es auch in Deutschland schon seit ein paar Jahren gibt, die aber nicht so viel Aufmerksamkeit erfahren hat, die quasi das mal so ein bisschen umgedreht hat und angefangen hat, über weiße Menschen zu schreiben, weil weiße Menschen ja sehr die Welt beschrieben haben und alle anderen beschrieben haben. Ich glaube, es hilft total, wenn man, wenn weiße Menschen quasi indem sie das gemacht haben, indem sie immer gesagt haben Hier, das sind schwarze Menschen, das sind solche Menschen.

[00:47:54]

Wir haben hier eine Kategorie für alle anderen Menschen, dass sie automatisch sich selber natürlich auch kategorisieren und dass wir mal den SPIEGEL umdrehen müssen und dass wir mal sagen müssen. Das seid ihr und das ist eure Position in dieser Welt. Die ist nämlich nicht neutral oder allgemeingültig. Es hat auch informiert Aus einer ganz bestimmten Position heraus kann man eigentlich.

[00:48:21]

Das ist eine sehr allgemeine Frage. Ich weiß auch nicht, ob sie eine sinnvolle Frage ist. Kann man eigentlich ohne Identität sprechen? Also ist es möglich, Aussagen zu machen, wo nicht die Person des Sprechers mitgedacht werden muss?

[00:48:38]

Gute Frage. Ich glaube, es ist auch eine Fangfrage. Aber ich bin mir nicht sicher. Ich bin mir aber nicht sicher. Ich mache mal ein Beispiel, weil gleichzeitig mich das immer aufregt. Das alles vertreibe wahlschluss aber, das eigentlich heutzutage alles immer mit der Identität des Absenders konnotiert sein muss. Und das nervt mich auch. Also sozusagen als x darfst du nicht nichts zu sagen. Oder wenn du was sagst. Du als Epsilon ist ja ganz klar, was der Frame ist, wenn du als überbleibsel sagst und so weiter.

[00:49:15]

Wissen Sie, wie viel länger nervt? Ich finde, es ist eine neue Information. Entschuldigung, dass ich Sie jetzt unterbreche. Aber das ist eine neue Erfahrung für Sie.

[00:49:29]

Es ist ja eine neue Erfahrung. Für mich ist was, wenn ich irgendeine sage Ich, das bin ich nicht die einzige, die quasi auch als Journalistin hier ist. Ja, kannst du das denn beurteilen aus deiner Position, dass alle Menschen hier in irgendeiner Form eine Diskriminierung Erfahrung gemacht, also eine Struktur von struktureller Diskriminierung betroffen sind, kennen das? Das heißt ja. Aber kannst du das beurteilen aus deiner Position bei Du bist ja auch eine Frau, du bist eine schwarze Frau.

[00:50:01]

Dahin kommen natürlich mit einer Gewissen. Das ist natürlich da guckst du natürlich mit der aus deiner Perspektive drauf, dass ich schon mein ganzes Leben lang. Und das ist halt jetzt eine neue Informationen. Vielleicht war das Sie auch eine Perspektive haben. Also Kinney.

[00:50:19]

Ich meine es auch gar nicht zwingend mich, sondern bei jedem Diskurs, den ich betrachte oder beobachte, kommt zurzeit ganz oft der Punkt, wo der Sprecher für die Botschaft sozusagen mithaften und deswegen die Frage war total ernst gemeint. Ich hätte auch ein Beispiel. Also gibt es Diskurse, Aussagen, Debatten, wo man mal einfach was sagen kann, ohne gleich mit verhaftet zu werden. Für seine Sprech Position. Ich sag mal ein Beispiel und ich finde auch toll. Sie haben in dem Buch über Aufklärung gesprochen und die großen Philosophen und so weiter.

[00:50:54]

Und was wären bei war total lesenswert. Ich kann das Buch sehr empfehlen. Aber in der Aufklärung hat man ja irgendwann angefangen. Okay, es gibt so etwas wie Wissenschaft. Es gibt Sachen, die wir überprüfen können, und wir versuchen, die Aussagen, die wir dort treffen, unabhängig von der Rolle des Sprechers oder subjektiven Einflüssen zu machen. Also äpfel scheinen nach unten zu fallen. Wir machen mal ein Experiment. Die fallen immer nach unten. Ich würde mal sagen Abfall nach unten.

[00:51:20]

Das ist erst einmal. Ich hatte bisher gehofft, sowas ist unabhängig von der Rolle des Sprechers. Ob der jetzt Dieter heißt, Albert oder wie auch immer der Apfel fällt nach unten. Und das ist erst mal eine Aussage, die wohl keiner sagt Jochen, das sagst du nur, weil du einen Apfelbaum besitzt, sondern Nicu. Jeder Apfel der Welt fällt auf der Erde, fällt erst mal nach unten.

[00:51:42]

Und da, das ist irgendwie Wissenschaft oder Aufklärung, der Geist. Es gibt Aussagen, die über die Person selbst hinausweisen, die überprüfbar sind, und unabhängig von der Subjektivität des Herrn, des Herrschers zum Beispiel oder von irgendwelchen Erfindungen und so weiter. Wir können das nachprüfen. Da muss doch irgendwo ein Raum existieren, wo ich etwas sagen kann. Das nur auf den Inhalt bezieht und wo meine ich nicht für meine Position als in meinem Fall fünfzigjähriger weißer Friedrichshainer verhaftet werden?

[00:52:19]

Naja. Also warum muss das möglich sein? Ich verstehe natürlich diese Wissenschaftlichkeit, z.B. ja, Aufklärung.

[00:52:34]

Aber natürlich kann man so. Ich glaube, dafür sind ja bestimmte zum Beispiel.

[00:52:41]

Deshalb finden viele Leute sowas toll wie Mathe oder Physik, dass man denkt, Ceta hätte erst mal das, spielen jetzt erst mal eigene Identitäten eine geringere Rolle. Auch wenn natürlich Bestimmen da auch eine Rolle steht, was erforscht wird oder welche Fragen wir stellen. Ich finde, so etwas wie die Erörterung von Schwerkraft ist jetzt wahrscheinlich in vielerlei Interesse, dass man irgendwie merkt, dass davon sind wir alle betroffen, und davon sind wir auch alle gleichermaßen betroffen. Von daher kann man darüber ganz gut, auch allgemeingültig sprechen.

[00:53:22]

Aber ich weiß nicht. Also ich glaube, dass das, was Sie vielleicht jetzt erst als es vielleicht mit dieser neuen Erkenntnis des Verhaltens und dieser politischen Positionierung alles ist eine politische Positionierung. Die Russifizierung, das Alter, das Geschlecht, wo man lebt, wie viel Geld man hat und so weiter. Das ist total anstrengend, aber es kann, wenn man möchte, auch irgendwo ein bisschen entlasten oder befreien. Wenn man möchte, kann man das auch so sehen.

[00:54:03]

Warum? Warum befreien? Ja, dass man einfach merkte Hier sind. Das ist meine Perspektive auf diese Welt. Sie ist. Sie ist gleichwertig. Sie ist gleich wichtig wie alle anderen Perspektiven auch. Zumindest sollte sie das sein. Und sie ist. Sie ist ja nicht nur, weil es andere Perspektiven auf die Welt gibt, weil es vielleicht andere Polarisierungen gibt, und andere Fragen, die sich andere Menschen je nachdem nie nach ihrer Identität vielleicht zuerst stellen, heißt es ja nicht, dass ihre Sicht auf die Welt nicht valide oder nicht wichtig ist.

[00:54:47]

Aber sie ist vielleicht. Sie müssen sich vielleicht erst einmal von diesem Gedanken befreien, dass sie für alle sprechen oder sie für eine Allgemeinheit sprechen. Aber das heißt nicht, dass es nur für weiße Männer sprechen in allem, was sie sagen. Weil ich meine, ich zum Beispiel habe ja auch. Zum Beispiel als schwarze Frau habe ich, die in Deutschland zur Schule gegangen ist, habe ja sehr viele Bücher von weißen, älteren Männern lesen müssen oder habe sie auch gelesen und habe da natürlich auch Identifikation gefunden oder Dinge, die mich berührt oder betroffen haben.

[00:55:31]

Natürlich, in jeder Geschichte steckt eine grunt Menschlichkeit, die jeder nachvollziehen kann. Das kann ich auch. Ich kann auch Hermann Hesse lesen und kann auch. Das kann auch mich in dieser Geschichte verlieren oder sie als sehr gut empfinden oder mit diesen Charakteren mitgehen. Das kann ich machen, weil ich ein Mensch bin und es einfach so eine allgemeine Verbindung gibt. Aber. Aber dennoch Ich weiß auch nicht, was ich sagen möchte Ist ist nicht so! Vielleicht ist es halt.

[00:56:16]

Ich weiß nicht, ich kann, ich würde sagen, hier sind alle limitiert in unserer Perspektive ja, sind wir. Das heißt nicht, dass wir komplett unterschiedliche Sprachen sprechen und dass wir natürlich gerade dadurch, dass wir das jetzt erst einmal, dass wir das vielleicht mal in einer breiteren öffentlichkeit debattieren, wir natürlich gerade sehr viel Fokus auf diese Unterschiede legen. Und das anstrengend ist. Und das nervt. Das ist eine Debatte, die wir jetzt schon längst hätten führen müssen.

[00:56:46]

Und das ist etwas, wo wir jetzt gerade irgendwie. Da müssen wir jetzt gerade drüber reden, weil offensichtlich beschäftigt ist, sehr viele Menschen. Und deshalb ist es jetzt gerade vielleicht dran.

[00:56:57]

Ja, es ist für Sie manchmal auch anstrengend. Ja, klar.

[00:57:00]

Also auf jeden Fall es auf jeden Fall natürlich auch anstrengend. Ich meine, ich habe das Glück, dass es mich auch irgendwie kommt, dass ich vielleicht ein bisschen geschulter da drin bin, einfach weil ich es sein muss, weil meine Identität. Man muss ja auch sagen, ich bin ja auch Tochter eines weißen Vaters und einer schwarzen Mutter. Und da ist es auf jeden Fall. Vielleicht lernt man dann auch in so einer. Ich sag ja. Ich bezeichne mich ja auch als Mixte, auch dafür.

[00:57:31]

Auch weil es auch im Deutschen kein gutes Wort gibt für diese Identität, die sich aus einem weißen, einem schwarzen Elternteil ergeben. Gibt es nicht.

[00:57:43]

Aber da macht man natürlich automatisch ein Transferleistung. Und da?

[00:57:49]

Sie haben es ja auch beobachtet. Genau. Man beobachtet, dass man versteht, dass man versteht, dass es diese unterschiedlichen Welten gibt. Dass da Unterschiedliches. Dass man sich in der einen zumindest von außen betrachtet. Wenn ich mit meinem Vater alleine herum laufe, das Deutsche vielleicht nicht davon ausgehen würde, dass ich die Tochter bin oder so geschrieben, dass sie manchmal das Gefühl hat, sie haben ganz oft Papa gesagt, weil damit ja niemand auf die Idee kommt.

[00:58:17]

Ja, Sie könnten nicht die Tochter sein.

[00:58:19]

Vor allen Dingen Je älter ich werde, desto unangenehmer war mir. Das weiß ich. Irgendwie dachte ich, ich hätte mir den totalen Kopf gemacht. üBer dieses Klischee, dass diese ältere weiße Mann mit einer jungen schwarzen Frau rumläuft, und werden wir auch so eingehakt waren oder so, dass Leute dachten, ich wär die Freundin? Das kann ich so unangenehm, dass ich Papa gesagt habe. Ganz oft habe ich irgendwie lauter gesprochen, damit Leute merken, dass ich deutsch, meine erste Sprache ist oder so.

[00:58:48]

. Das sind natürlich auch Dinge, die so die Filme, die bei mir so ablaufen, aber die ja auch irgendwo herkommen müssen. Genau.

[00:58:57]

Wie haben Ihre Eltern sich kennengelernt? Haben Sie sich kennengelernt? Meine Mutter ist Tänzerin gewesen und ist mit 21 nach Köln gekommen. Hey, wie heißt der Typ nochmal? Der Tierkreis. Und Sonntag aus Licht. Wie heißt der nochmal ne?

[00:59:26]

Irgendein sehr wichtiger zeitgenössischer Komponist hat kurz vergessen, wie Stockhausen Stockhausen richtig mit Licht, Cerne, Christoph wird, Karlheinz Stockhausen hat, hat dann quasi dafür ist sie nach Köln gekommen!

[00:59:48]

Bei Karlheinz Stockhausen eine Oper gemacht hat. Und da hat meine Mutter getanzt und sagen haben. Mein Vater hat meine Mutter in den gleichen Kreisen verehrt.

[01:00:00]

Mein Vater war damals Sportstudent und die waren alle in diesem Hippie DP Theater, Tanz, Kunst, Kölner Kreis, Kölner 80er Jahre.

[01:00:15]

Er hat mir alle Klischee allerletzt sogar noch wurde er Ende 70er, Anfang 80er. Und da haben Sie sich kennengelernt. Ich glaube, mein Vater war irgendwie WG Mitbewohner von irgendwelchen Freunden. Genau so war das ungefähr. Wo haben Sie sich kennengelernt und wie war das?

[01:00:37]

Sie beschreiben es in Ihrem Buch auch so schön. Dann gab's einen buddhistischen Schrein, und der wurden japanische buddhistische Lieder gesungen. Sage ich jetzt mal.

[01:00:52]

Das ist ja so etwas ähnliches. Es ist, glaube ich, so ein äquivalent zu einem Gebet, so ein bisschen. Aber es ist auch so eine Meditation, eine gesprochene Meditation. Ich kann es leider nicht mehr, aber es fängt an mit dem Kino. Das kann man auch ganz oft hintereinander sagen. Es gibt also ganz lange.

[01:01:12]

Wie sind die auf das Thema gekommen? Das ist ja wie gute japanische, buddhistische.

[01:01:21]

Sogar Ihr zweiter Vorname hat damit was zu tun.

[01:01:25]

Die haben uns also, sagen wir mal so Ich weiß gar nicht genau, wer ich glaube. Es war meine Mutter, die zuerst diesen Buddhismus für sich entdeckt hat. Es kann aber auch sein, dass es andersherum war. Aber ich glaube, das war auch unter diesen Künstler. In den Kreisen war das auch irgendwie. Vielleicht war es, obwohl ich weiß es nicht. Aber es gibt zum Beispiel auch unterschiedliche Tina Turner zum Beispiel, auch Anhänger dieses Buddhismus.

[01:02:03]

Wir sind aber da mit aufgewachsen. Genau in unserem Wohnzimmer hing da der Monsun.

[01:02:11]

Das ist quasi so eine Schriftrolle, die hängt im Schreiben drin. Und die haben wir dann mal aufgemacht. Und dann gab es halt dieses schrunden, und wir Kinder mussten da jetzt nicht zwingend mitmachen. Wir haben da halt mitgemacht, wenn wir Bock hatten. Aber ich bin eigentlich. Ich habe eigentlich positive Erinnerungen daran. Ich glaube ich, als Kindheit so viel mit Situations Zeug gemacht habe. Und ich glaube, es tut Kindern auch gut. Vielleicht bin ich deshalb so genau, aber so.

[01:02:50]

Das war quasi unser Alltag.

[01:02:51]

Und eigentlich muss ich auch sagen, bin ich eigentlich in einem sehr spirituellen Haushalt groß geworden. Religion und Spiritualität ja eine relativ große Rolle gespielt haben. Aber in so einer untypischen Weise, die ich nirgendwo anders habe reflektiert gesehen, außer in diesem kleinen Buddhismus Kreis. Und deshalb war das mal so ein bisschen eine Sache, die ich irgendwie nicht so richtig, wo ich mich nicht verbinden konnte mit anderen Menschen. Aber wenn ich jetzt so darüber nachdenke, dann denke ich manchmal so oft mich gar nicht so.

[01:03:25]

Aber ich sage ja, ich habe mit Religion nicht so viel am Hut. Aber ich denke, eigentlich bin ich sehr viel spiritueller aufgewachsen als viele Menschen, die ich kenne.

[01:03:34]

Sie haben im Buch steht wir, die zitieren wir, die Schwarz-Weiss deutsch amerikanischen, buddhistischen Kinder, für die es keine bestehende Schublade gab. Sie waren so selten. Diese Combi gabs nur einmal.

[01:03:49]

Genau. Ich hab mich früh verabschieden müssen von dieser Idee. Ich dachte, ich meine Geschichte oder meine. Nein, mein Aufwachsen. Meine Herkunft ist eine kollektive Geschichte. Es ist eine Geschichte, die ich mit anderen Leuten teile. Das hat sich immer sehr individuell angefühlt, und die einzeln, mit denen ich das geteilt hab, waren meine beiden Schwestern. Mein. Und ich glaube, auch meine Eltern hat das gefallen. Dieses Gefühl von Wir machen die Welt, wie sie uns gefällt.

[01:04:33]

Aber wir machen uns. Wir machen eine neue, wir machen. Wir leben quasi das, wie wir leben möchten. Das war ja auch ich mal für diese Generation, jetzt auch nicht komplett ungewöhnlich. Es gab natürlich in den 70er, 80er, 68er Bewegung. Menschen gab es natürlich viele Leute, die sich irgendwie gedacht haben, ihr Leben anders leben als wir, probieren es einfach mal aus.

[01:04:56]

Oft hat das nicht funktioniert, aber aber so in mit dieser, mit diesem Denken, mit dieser Art bin ich irgendwie aufgewachsen. Und ich sehe auch, dass das in vielen Teilen, glaube ich, gut war. Es macht es natürlich schwieriger, wenn man mit diesem Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Das ist dann, das leidet dann ein bisschen darunter, weil wir halt teilweise, glaube ich ja auch teilweise. Das ist natürlich auch so eine Mischung aus so vielen Dingen. Da mischt sich natürlich irgendwie Rassismus auch mit rein.

[01:05:36]

Aber generell, wenn man einfach nicht konform ist, die Leute einfach angucken und denken, das sei ideal. Meine Familie ist irgendwie komisch und so weiter. Das ist das auf jeden Fall auch. Ein großer Teil meiner Erinnerung war das hier ist meine Familie. Ich mochte das immer, aber habe auch gemerkt, dass viele Leute das einfach super strange finden und was wir so wie wir unser Leben gestalten.

[01:06:11]

Ihr Vater hat dann eine Kneipe aufgemacht, um um Geld zu verdienen. Stimmt das?

[01:06:16]

Genau. Meine Mutter war choreografische, mein Vater war Theaterpädagoge, und manchmal hat er Regieassistenten gemacht. Und das ging in den 80er und frühen 90er Jahren noch ganz gut. Aber dann irgendwann mal, es wurde massiv gespart im Kulturbetrieb, und dann ist es sehr schwer, drei Kinder zu ernähren. Für zwei freischaffende Künstlerinnen. Und deshalb hat mein Vater irgendwann mal ein Café aufgemacht. Und dann waren wir Gastro Kinder, und diese ganze Gastro Welt ist auf einmal in unser Leben gekommen, was ich auch total super fand.

[01:06:56]

Na ja, viele sagen ja richtig doof, weil meine Eltern waren einfach dann. Die waren auch schon, wenn es um Projekte auch schon davor waren die oft weg. Aber dann war mal so ein Elternteil so lange weg, weil die dann irgendwie ein Theaterprojekt in Leipzig gemacht haben. Und dann hab ich. Aber jetzt waren sie, so hatte sich das anders angefühlt. Jetzt war mein Vater quasi gefühlt, nur 500 Meter von meinem Haus entfernt. Aber er konnte da nicht weg, weil er die ganze Zeit in dieser Bar arbeiten musste.

[01:07:25]

Und mich hat das irgendwie auch nochmal auf eine andere Art und Weise fertig gemacht. Genau. Aber vieles war nicht treu. Es war, als ob ich noch ein Zuhause bekommen hätte, das ich. Nach der Schule konnte ich ja in diese Paarlauf mich konnte die Kakao mit Sahne trinken, Apfelschorle dort Mittagessen und meine Hausaufgaben machen. Und dann bin ich irgendwann nach Hause gegangen. Aber ich weiß ja, ob das stimmt.

[01:07:54]

Aber ich habe gelesen das Klischee. Man verliebt sich in die jüngere Frau.

[01:08:00]

Das ist natürlich auch passiert, das stimmt. Irgendwo Kavala aussagen hat vielleicht dieses Café bei der Familie auch auseinander gebracht. Aber das war wahrscheinlich nicht das Café ist irgendwie ganz viel damit rein fließt. Mein Vater, das ist natürlich auch verkürzt, hat aber irgendwann eine Affäre mit einer Kellnerin aus diesem Café, und daraufhin haben sich meine Eltern getrennt. Vielleicht ist es auch. Vielleicht kann man nicht sagen, die haben sich wegen dieser Frau getrennt. Aber es war auf jeden Fall, dass es zur gleichen Zeit passiert.

[01:08:43]

Ich mal die Affäre und dann auch die Trennung meiner Eltern, die sich dann über Jahre hingezogen hat. Das ist natürlich alles Klischee für meinen Vater, der in seinen Vierzigern war. Und dann diese junge Frau, die ich eigentlich cool fand damals. Ich war halt auch klein. Und dann hat es auch lange gedauert, bis ich irgendwann mal auch verstanden habe, dass ich auch einfach sein darf, diese Frau hoch oder einfach allgemein doof finden darf. Ja, genau.

[01:09:17]

Und es hat lange gedauert, bis ich gemerkt habe, dass es auch welche Schlüsse. Rausgezogen habe ich sagte ja. In meinem Buch habe ich irgendwie gedacht, dass mein Vater sich von meiner schwarzen Mutter trennt und dann zusammen mit dieser jungen, weißen, blonden Frau. Das macht natürlich auch was mit der schwarzen Tochter. In der Hinsicht. Das macht natürlich irgendwie unbewusst, denkt man dann. Also ich sag, es hat sich angefühlt wie man fühlt sich dann in irgendeiner Form wie ein Geschenk.

[01:09:56]

Also, ich hab das so gesehen wie ein gescheitertes Experiment. Diese ganze Welt, die wir aufgebaut haben. Ist eben diese buddhistisch kosmopolitische Künstler fällt, die in meiner Wohnung stattgefunden hat und sich draußen irgendwie nicht wirklich wiedergefunden hat. Die ist dann irgendwie in sich zusammengebrochen, und ich habe gedacht, das. Es dann, ehe sich das alles so angefüttert wie so ein Risiko oder wie? Dieses Gefühl von Ja, wir probieren das einfach mal aus.

[01:10:39]

Wir haben keine. Wir haben keine Vorlage, nach der wir leben. Wir leben einfach, und wir versuchen es einfach mal so Wir stellen uns das einfach so vor, und dann funktioniert es nicht. Dann fühlt sich das so an. Dann stellt man sich eben diese Frage. Bei alles, was ich irgendwie bin, meine ganze Identität und all das, was irgendwie so gegen kommen. Gegen diese ganzen Konventionen geht, ist das vielleicht. Ist es vielleicht nicht zu schaffen, diese Konventionen aufzubrechen?

[01:11:10]

Bin ich vielleicht ist es vielleicht doch so, dass Schwarz und Weiß nicht zusammengehen, dass das einfach nicht geht und dass man das auch nicht versuchen sollte? Diese ganzen Minderwertigkeitskomplexe kommen natürlich werden. Natürlich können so installiert werden, weil so eine Trennung, die natürlich niemand. Ich bin auch meinem Vater ist, ein sehr sensibler, einfühlsamer Mensch. Ich glaube, er bricht das Herz, wenn er das hört. Aber ich weiß das nicht wollte. Aber das sind natürlich Dinge, die dann automatisch zu haben.

[01:11:47]

Sie schreiben an einer Stelle, dass dieser sensible Mann doch Themen hatte, wo er seine schwarze Tochter nicht verstanden hat. Jedenfalls habe ich das Dunkle in Erinnerung, dass es selbst in diesem Vater Tochter verhältniss, der nun qua Geburt sehr nah an ihm dran ist und es sehr genau versteht, wer sie sind. Dass es schwierig war, ihm gegenüber bestimmte Dinge zu thematisieren, weil er das nicht nachvollziehen konnte.

[01:12:15]

Mir ist eher aufgefallen, dass es mir auch später aufgefallen und dann noch mehr, als ich angefangen habe, dieses Buch zu schreiben, das ich gedacht habe. Mit meiner schwarzen Mutter habe ich schon immer und oft über Rassismus gesprochen, und mit meinem weißen Vater habe ich irgendwie nie über Rassismus gesprochen, und das habe ich auch nie versucht. Ich habe einfach ganz automatisch einfach gedacht, dass es nicht sein Thema ist, nicht sein Thema. Und ich weiß auch nicht, was.

[01:12:47]

Ich muss sich mit dem darüber reden? Nee. Aber dann habe ich irgendwie gedacht. Vielleicht habe ich doch noch ein paar Fragen, und dann habe ich ihn auch mal gefragt, wie das eigentlich für ihn war. Drei schwarze Töchter zu haben. Mein Vater hatte da keine richtige Antwort drauf. Es war ziemlich klar, dass er sich nicht dezidiert Gedanken darüber gemacht hat, über uns ein weißes Privileg, dass sich der Vater darüber keine Gedanken macht?

[01:13:15]

Ja, definitiv. Ich glaube aber auch, dass es nicht das Schlechteste war.

[01:13:22]

Ich glaube, ich glaube, es hätte auch Schlimmeres gegeben. Es gibt viele Kinder mit einem weißen Elternteil, die expliziten Rassismus gegen von ihren Eltern erfahren. Also die wurde es noch einmal sehr viel traumatisieren da sein kann. Und das habe ich alles nicht erfahren. Und ich hatte auch nicht das Gefühl, dass mein Vater ich schreibt, glaube ich auch. Mein Vater hat das jetzt nicht unbedingt gefördert, aber er stand eben auch nicht im Weg. Er hat auch nicht verhindert, so diese Selbstsucht oder die Suche nach Schwarz sein oder so.

[01:14:06]

. Da gab es eine Freiheit, aber es gab aber zumindest war das kein. Kein Feld, wo ich irgendwie großes Verständnis war, vielleicht auch noch nicht mal so ein großes Interesse.

[01:14:27]

Und genau das haben Sie mit Ihren Schwestern eigentlich zum ersten Mal darüber gesprochen, oder wie das mit meinen Schwestern darüber gesprochen, wie das mit meinem Vater ist oder mit meinen Schwestern über Identität und so weiter.

[01:14:43]

Beides. Ich glaube, auch wenn meine Schwestern. Manches gleich und manches ganz anders als in mein Buch gelesen haben, haben Sie auch gesagt. Ja, klar, vieles ist irgendwie ähnlich, aber vieles würde ich auch ganz anders schreiben. Und das war mir aber auch schon von vornherein klar, weil ich glaube, wir haben alle drei ganz unterschiedlichen Zugang zu unserer Identität oder unserer selbst suche. In diesem, in dieser Aufgabe, dieses Okey. Wir wissen nicht genau, wo wir hingehören, und wir müssen das sehr allein für uns herausfinden und das so in der Welt zusammen sammeln.

[01:15:21]

Haben wir da drei unterschiedliche Ansätze gehabt?

[01:15:26]

Was sind die drei unterschiedlichen Ansätze?

[01:15:28]

Das ist natürlich irgendwie schwer innerhalb des Irgendwie. Wir haben Zeit. Wir haben hier Zeit. Das ist natürlich irgendwo schwer zusammenzutragen, und teilweise möchte ich das auch gar nicht so, weil ich auch schon das Gefährt ist. Das ist natürlich gemein. Generell Wenn eine Familie eine Autorin hat, in der Familie hat, und die erzählt dann erst einmal die ganze Familiengeschichte. Und es wird dann irgendwie Knausgård Effekte.

[01:16:00]

Und die müssen dann irgendwie damit leben, dass so etwas dann in einem Oh mein Gott, alle meine Psychosen werden hier in Literatur gegossen, Zeit und alles gesagt und so weiter besprochen wird. Die Affäre meines Vaters ist irgendwie festgehalten in diesem Podcast. Das hat er jetzt nicht für sich, im Buch auch. Also ich meine einfach nur Das ist einfach, das habe ich entschieden.

[01:16:23]

Ich habe mich gefragt Vorher darf ich eigentlich schreiben? Ich habe das vorher nicht gefragt. Ich habe meinen Vater nicht gekriegt, vorher meine.

[01:16:34]

Mein Vater hat es nicht bekommen, glaube ich.

[01:16:36]

Frage Für einen Freund? Ich habe es nicht bekommen, weil ich tatsächlich und das ist ja auch interessant, dass ich das vorher nicht gegeben habe. Ich habe gesagt, ich habe meine. Ich habe meiner Mutter das angeboten. Ich habe es irgendwie nicht übers Herz gebracht, ihnen vorher das zu zeigen.

[01:16:52]

Und was war seine erste Reaktion?

[01:17:01]

Mein Vater ist.

[01:17:04]

Ich habe keinen Zweifel im Irgendwo, dass mein Vater alles Gute für mich will und auch alles und mich wirklich wirklich liebt. Und dass der das Beste für mich will. Aber es ist natürlich nicht einfach für ihn gewesen, wenn wir quasi dieses. verhältniss hatten ja diese ganze Information. Dieses ganze Selbstverständnis, dass Identität und Rassismus jetzt nicht das allergrößte Thema ist, sondern schreibt die eigene Tochter ein ganzes Buch darüber und widmet dann auch noch ein eigenes Kapitel zusammen mit der Mutter.

[01:17:56]

Hat es aber natürlich irgendwie so!

[01:18:03]

Er fühlte sich teilweise ein bisschen missverstanden. Irgendwie. Ja, aber ich hab natürlich sehr viel mehr, auch in Reihen Spiel, irgendwie. Warum jetzt die Ehe meiner Eltern gescheitert ist als der Fakt, dass er ein Bassermann war und sie eine schwarze Frau da und auch viel noch rein spielt, weiß ich gar nicht erzielen will, wollte oder auch der öffentlichkeit nicht preisgeben möchte. Und das, was sie vielleicht auch gar nicht wissen, gibt?

[01:18:33]

Wahrscheinlich. Dinge habe ich.

[01:18:34]

Das war aber auch so eine Sache, dass ich beim Buch super oft, weil es hier teilweise autobiografische Ansätze. Aber dann geht es mir ja um was Größeres geht jetzt nicht nur um mein Leben, sondern es geht eigentlich darum, dass ich am Beispiel von mir selbst eigentlich größere Dynamiken erklären möchte. Und da bin ich.

[01:18:56]

Beim Schreiben musste ich oft nicht dazu anhalten zu sagen Das interessiert jetzt. Ich muss das gar nicht mehr über mein Leben schreiben, wenn ich irgendwie über meine Schulzeit, und dann habe ich noch geschrieben hier, und dann war das noch so. Und dann hab ich gedacht, das hat aber gar nichts mit dem Thema zu tun. Das ist nur, das hat nur was mit mir zu tun. Aber es ist nicht. Es ist nicht mehr relevant für die eigentliche, für das Eigentliche, was ich erklären möchte.

[01:19:20]

Und ein bisschen ging es in diesem Familien Kapitel natürlich auch so. Ich konzentriere mich darauf, welche. Ich versuche, die Frage zu behandeln Welche Rolle hat Rassismus gespielt in meiner Familie? Welche Fragen sind aufgekommen, und was hat das wie meine Identität beeinflusst? Ganz viele andere Sachen, die auch natürlich zu meine Familie prägen. Diskutiere ich aber nicht, weil das einfach nicht das ist. Was finde ich ins Buch gehört? Das ist natürlich. Irgendwie kommt mein Vater natürlich irgendwie auch sehr verkürzt vor.

[01:20:02]

Da sind so viele andere Dinge, die natürlich eine Rolle spielen, und da gebe ich ihm auch irgendwie recht. Aber es ging. Ich musste dann gerade vielen Leuten, nicht nur meinem Vater, aber umliegenden Menschen, ein bisschen erklären, dass es eben nicht ein Buch über mein Leben ist, das keine Autobiografie ist, sondern es ein Sachbuch über Rassismus ist, wo ich eben dieses anekdotische Erzählen als Instrument nutze, und dass man deshalb, dass man auch sehen muss.

[01:20:31]

Sie hatten.

[01:20:32]

Hatten Sie gar keine Angst, dass jemand sauer sein könnte oder jemand sagen würde Sag mal, irgendwie hätte mich schon mal fragen können, dass du da jetzt ein Kapitel über meine ich nicht über mein Leben hier ein Buch nimmst?

[01:20:43]

Doch, Hartig. Aber ich hatte irgendwie. Ich hatte das Gefühl, dass es natürlich irgendwie uncool. Ich habe natürlich gefragt. Ich habe meine. Ich habe alle gefragt in der Familie, ob ich den Namen verwenden kann. Ich habe alle befragt.

[01:21:07]

Irgendwie. Ich habe alle informiert, dass ich über sie schreiben werde. Und dann haben alle aber auch relativ entspannt reagiert. Ja, ja, mach. Ich glaube, ich habe auch gefragt, ob Sie es vorher lesen wollen, und haben gesagt. Aber ich habe bei meinem Papa. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, weil alles so schnell ging. Aber ich glaube, dass ich mich nicht richtig getraut habe. Weil ich dachte, wenn. Ich wusste.

[01:21:47]

Ich habe mich generell nicht so viel getraut, das irgendwie anderen Leuten in die Hand zu geben. Ich hatte ja irgendwie so Probleme, mir selber zu glauben. Also bei meiner mir selber zu vertrauen. Das. Ich Angst hatte, wenn ich es irgendwie aus der Hand gebe, dann wird es noch einmal verbogen und es wird noch einmal irgendwie diskutiert und nochmal verhandelt. Das ich dann nicht veröffentlichen kann. Ich glaube, dass ich deshalb aus einer Unsicherheit heraus das passiert, was ich irgendwie zu wenig darüber gesprochen habe.

[01:22:33]

Wie fühlt es sich jetzt an, wo das Buch veröffentlicht ist? Ja, sehr, sehr, sehr viele Leser gefunden hat, die dann Feedback geben. Und sie erzählen ja wirklich zwei. Sie haben es schon gesagt, aber nur noch zum Verständnis für alle, die es nicht gelesen haben, obwohl ich das nochmal betonen. Sie erzählen sehr viele Details aus Ihrem Privatleben, die aber über sich hinausweisen. Und dann wird es auch sehr gut eingeordnet. Wie fühlt sich das heute an, sein Leben so nach außen gekehrt zu haben?

[01:23:00]

Meine Wahrnehmung war jetzt ganz gut. Aber gab es auch seltsame Momente? Sprechen Leute auf der Straße? Ja, ich weiß ja genau. Mit dem buddhistischen Schrein wie wir jetzt gerade.

[01:23:13]

Ich weiß nicht in der Zeit. Heute fühlt es sich nicht mehr so komisch an, weil so viele Leute ihr Leben nach außen kehren, auch gar nicht in Buchform, sondern einfach freiwillig, so Schwitter, habe ich gehört, einfach umsonst for free. Machen Sie es einfach auf jeglichen sozialen Kanälen. Ich habe das Gefühl, dass das dazu beiträgt, dass man ein anderes Selbstverständnis gibt, dass man bestimmte private Dinge über andere Leute weiß und dass das alles nicht so nicht so viel mehr bedeutet.

[01:23:50]

Ich weiß ja, was nicht drin steht. Ich weiß, wer was macht für mich. Es fühlt sich an wie als ob man sehr, vielleicht viele Dinge, aber viele Dinge stehen auch nicht drin für mich steht. Für mich fühlt es sich an wie ein sehr grober überblick und sehr viel, was sehr verkürztes Dinge, die ich nur angerissen habe. Deshalb fühle ich mich gar nicht so, als ob Leute irgendwie jedes intime private Detail über mich wissen. Sie wissen natürlich teilweise jetzt mehr als andere Menschen, die wir jetzt mal die sie nicht kennen.

[01:24:33]

Aber ich habe das Gefühl, ich habe das Gefühl jetzt gar nicht mehr so was Besonderes. Ja, allein was über andere Leute zu wissen oder preiszugeben.

[01:24:50]

Ganz andere Frage Habt ihr eigentlich auch Appetit auf maibock?

[01:25:00]

Christoph macht das Catering.

[01:25:02]

Christoph Sag mal, wir werden ja gescholten, manchmal dafür, dass wir zu oft unsere Lieblingsrestaurant.

[01:25:08]

Hat sich jemand beschwert? Aber ich habe ein Lieblingsrestaurant von mir. In Kreuzberg heißt Lotte und Stein in der Lausitzer Straße, und es sind zwei junge Typen, die fantastisch kochen, sehr, sehr verrücktes Zeug machen, teilweise. Und die natürlich wie alle anderen Restaurants zumachen mussten. Und was ich bei den beiden Jungs so toll finde. Die haben dann zwei Wochen lang sich auch eine absolute Depression gestürzt und überlegt Wie kann es überhaupt weitergehen? Und haben dann den Laden als Bäckerei und so?

[01:25:43]

Essens Laden einfach neu aufgemacht. Ihr Restaurant praktisch in eine Bäckerei verwandelt.

[01:25:49]

Und das steht jetzt immer so Schlangen am Wochenende, und die Leute kaufen dieses Brot. Und überhaupt das Essen, was sie dann auch weiterverkaufen.

[01:25:58]

Und man kann bei ihnen auch so eine Kiste bestellen. Wir haben, glaub ich, alle eine Kiste geschickt bekommen.

[01:26:03]

Maria Elles, Jochen und ich. Und ich habe am Wochenende mit Lohre noch telefoniert. Die Podcast dauern manchmal ein bisschen länger.

[01:26:13]

Packt genug, ist so groß. Du hast maßlos übertrieben gesagt. Dauert Tage. Jetzt muss ich auch noch was sagen. Bitte, bitte. Ich habe schon vorher. Ich habe diese Kiste ungefähr eine halbe Stunde von dieser Podcast bekommen. Ich habe sie sofort ausgepackt.

[01:26:31]

Ich weiß ja, das ist total in Ordnung, aber ich kann es ja noch einmal Freude haben.

[01:26:38]

Aber ich möchte deshalb. Ich sag jetzt nichts, aber bitte guckt.

[01:26:43]

Ich kann auch für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer auch einmal sagen Wir haben ja, liebe Grüße, auch Freunde in einem Blog, die das alles nochmal schriftlich festhalten.

[01:26:53]

Also. Es gibt Fenchel, kecker Jochen, es sind Chips, Fenchel, Cracker mit Frischkäse vom Hof se Walde.

[01:27:04]

Dann gibt's Tee mit Bildern, Sauce, Pesto. Dann es nochmal Chips.

[01:27:12]

Es gibt nochmal Chips, welche gerade Topinambur und Buchweizen Chips. Und dann gibt's Brot, das berühmte Sauerteig. Brot selber backen in einer eigenen Tüte wurde angeliefert.

[01:27:25]

Kürbiskerne und Dinkel, Brot, Brandenburgern, Kräuterbutter. Es gibt dann als Hauptspeise die Forelle. Alice ist ja Vegetarierin. Du hast die vegetarische Variante bekommen.

[01:27:36]

Ja, ja, ich habe so grüner Spargel ist dabei.

[01:27:40]

Genau. Dann haben wir auch guten Spargel und Rhabarber. Da gibt's den Salat mit Frühlingszwiebeln, Rett, einem Gouda und Leinsamen.

[01:27:53]

Ich frage mich, mit wem ich kann. Es gibt noch wirklich machen, wie ich mich auf die Kiste. Sehr gut. Es gibt, es gibt noch was zu trinken.

[01:28:05]

Genau was wir in Der Wein eigentlich.

[01:28:08]

Also, ich habe darauf bestanden, weil ich trink. Dieses Ich weiß, ich kenne dieses Kellerbar.

[01:28:15]

Das trinke ich ja. Ich habe das auf jeden Fall zwei, zwei Bierdosen bestellt, mal so. Das berühmte Reinickendorfer vom Hotel Motel Reinickendorf kollabiert, und der Wein ist ein Jansson.

[01:28:32]

Bernhard Cella Schwarzer Herrgott, Gewürztraminer und Riesling.

[01:28:39]

Und es gibt auch einen Bucher Kambodschaner steht der, steht jetzt Buche.

[01:28:44]

Als der Krieg aus Schwarz, Schwarztee und Johannisbeere.

[01:28:49]

Aber hier gibts noch ein zweites Bier. Oder was ist das? Hast du dich das Motel Reinickendorf? Kellerbar?

[01:28:55]

Das habe ich auch so!

[01:28:58]

Ja, das stimmt. Stimmt's? Hab ich es?

[01:29:03]

Steht hier so viel drauf, gibt's gleich für mehrere Tage wir jetzt Grossfamilie.

[01:29:10]

Ich hole mir jetzt auch was. Ich gehe mal kurz, ich bin hier in der Redaktion. Ich hole mir kurz mal die Getränke aus dem Kühlschrank, welche mir jetzt schon eingegossen.

[01:29:17]

Man hat das wahrscheinlich auch gehört.

[01:29:19]

Was Wein, Wein und Kampuschs, aber nichts zu trinken sei gesund, weil das stimme gleich mal ein bisschen beiseite. Aber hier Der Salat ist ja teuer. Was ist das denn hier?

[01:29:42]

Leinsamen, Leinsamen das sind quasi die heimischen Chia-Samen. Sag mal, können wir uns eigentlich könnten jetzt anstoßen, oder und dann, wenn es wieder da. Könnten Sie, bitte können Sie mal..

[01:29:58]

Können Sie mir erklären Diese Lauch, Zwiebel, Dose, das ist für den Salat oder richtig.

[01:30:06]

Ich will jetzt empfehlen diese den Salat. Entweder Sie haben eine Schüssel, möchte nicht daraus essen. Man kann dann ganz bestimmt auch in diese Kiste schütten. Aber dann die Leinsamen auf den grünen Salat und dann den Käse, diesen geriebenen Käse, auch in den Salat. Und dann die wenig Rett, je nachdem, ob sie einen viel oder wenig Fett, viel weniger Mensch sind. Je nach Belieben, je nach Gusto abnehmen?

[01:30:39]

Nee, nee, der kommt nicht Abrede. Aber was ist das? Keine Ahnung. Aber es ist lecker. Christoph Gleich Frank Christoph Ernährungstipps Da muss ich.

[01:30:48]

Ich schaue auch nur was mit. So was ist nochmal gleich Lappe? Nie. Ich stehe entweder auf dem Schlauch oder.

[01:30:58]

Eigentlich ist eine Dose mit Spargel ein Einmachglas mit Spargel. Macht ihr euch auch den Salat gerade? Ja, und die Frau hasst das. Hat mir schon erklärt. Die Lauch, Zwiebel, sache. kommt auch in den Salat.

[01:31:15]

Ja, ich bestätige das einfach noch mal. Frau Frau hasst das ist doch das Gastro.

[01:31:21]

Kind haben wir bestimmt kein hier.

[01:31:26]

Was? Was gab's eigentlich in der Bar oder in dem Café?

[01:31:30]

Das Café ist ein Weinlokal. Deshalb bin ich, bin ich mit Wein aufgewachsen. Tagsüber gab's Kaffee und Kuchen, und dann gab es abends sehr viele Weine. Man muss aber auch dazusagen, dass mein Vater wieder verkauft hat, bevor ich ihm Wein trink, legalen ãlter war. Das heißt, Sie hatten fast keinen.

[01:31:56]

Sie haben fast keinen Wein getrunken damals.

[01:31:59]

Ich habe aber viele beiden Flaschen im Keller sortiert. Die haben nämlich immer so die leeren Weinflaschen kamen mit Flaschen Wutscher alle in eine riesige, riesige Raum gesammelt. Und ich hatte mein erster Nebenjob, ihre Weinflaschen wieder zu sortieren.

[01:32:19]

Jetzt habe ich mein Geld verdient. Okay, ich bin so Marketing-Leiter. Das wird einfach gut.

[01:32:26]

Ihr habt ja euren Wein schon aufgemacht.

[01:32:27]

Ja, ich bin völlig überfordert. Ich habe immer ein Glas Wein. Trinken Sie doch einmal aus der Flasche Weißwein?

[01:32:41]

Nein, ich sage es nochmal Wir. Wir zahlen ja immer für das Catering. Deswegen ist mir das ja auch alles nennen.

[01:32:47]

Und wirklich Lore und Stein in der Lausitzer in Kreuzberg, Lausitzer Straße Fantastischer Laden für den Tipp quasi gerne.

[01:32:57]

Im Moment bin Ich hab's nicht so viele Nebengeräusche zu machen. Aber vielleicht ist es jetzt doch Protest. Manche Leute nennen das SMA, andere Leute von schmatzend.

[01:33:13]

Ich bin eigentlich auch Mikrophonen.

[01:33:14]

Das heißt also jetzt eine neue Brust?

[01:33:19]

Ich bin der Jochen, ich bin die Freunde.

[01:33:25]

Ich bin mal gegen die Videokamera hier es Maria Maria ist.

[01:33:33]

Irgendwie verschwunden. Wahrscheinlich holt sie die Kiste. Okay, jetzt sag mal was, bitte Alice. Moment, jetzt gut meiner ist, glaube ich, könnte noch ein bisschen kälter sein. Ich werde ja jetzt gerade den Rest kurz zu tun.

[01:33:49]

Der Wein ist sehr gut.

[01:33:52]

Schon erstaunt?

[01:33:55]

Ausnahmsweise gut. Deutscher Riesling? Sehr gut sogar.

[01:34:01]

Man darf die Gäste eigentlich auch kurz verschwinden, so wie jeder Gast.

[01:34:10]

Gestern darf der Weißwein muss kühl sein.

[01:34:13]

Wir müssten eigentlich einen kleinen Schreibtisch Kühlschrank haben, wo wir für den Podcast zu, dass wir nicht immer wegrennen müssen. Und Jochen, was sagst du?

[01:34:22]

Ja, super, das läuft ja. Also, ich bin sehr begeistert. Bin sehr gespannt, wo wir hinkommen. Ich habe ehrlich gesagt, eine Frage von meinem 800 Meter langen Zettel gestellt.

[01:34:34]

So ist es ja bei uns schon gut. Alles gut.

[01:34:47]

Achtung, jetzt kommt die Zwiebel!

[01:34:50]

Achtung, Achtung, Achtung, es kommt ein Karton!

[01:34:55]

Achtung, das Kind könne ja, habe ich früher nicht. Ich habe ja früher hieß er.

[01:35:03]

Wie ist die Sendung nochmal? Das war meine Kindheitserinnerung. Das war immer dieses Jugend. Fernsehen vom Berliner SV Hallo Spencer!

[01:35:10]

Nee, nee, irgendwie zur gleichen Zeit. Achtung, jetzt kommt ein Karton.

[01:35:15]

Ja, das war dieses Berliner Jugend Fernsehen, was ich natürlich nie als Kind, nie als Berliner Jugend Fernsehen verstand. Ja, ja, das lief auch in Hessen. Ich bin in Hessen auf dem Land aufgewachsen. Da lief es auch Google nicht, und es waren immer. Es waren immer diese Straßenkinder, die immer so Straßenszenen gespielt haben. Es war alles immer ein bisschen, alles ein bisschen anders aus. Ich habe immer gedacht als Kind. Wo leben die denn eigentlich?

[01:35:38]

Ja, das war Berlin. Das alte West-Berlin. Was für diesen Wahnsinn! Christoph Das wird immer krasser wie du. Catalyst Ich fühle mich herausgefordert, was wir nächstes Mal machen.

[01:35:57]

Diese Trekker.

[01:35:59]

Jochen hat gerade sie, als du kurz draußen warst.

[01:36:04]

Sprechen eigentlich wahnsinnig viele Leute den Namen immer falsch aus?

[01:36:08]

Elles hast das mit den Narva, aber auch mit dem Nachnamen Deutsch und den Vornamen Englisch.

[01:36:18]

Viele sprechen, sagen Alice Heesters oder Elles, heesters oder Alice, du es. Aber richtig ist alles Hastert.

[01:36:30]

Wie spricht man Elvis in Philadelphia aus? Wie alles erliess? Ehrlich. Ich habe es gelesen und wusste, ich konnte mir nicht vorstellen, wie es genau klingt.

[01:36:45]

Aber die Sache ist die erste Person. Ich kam auf diese. Ich hatte Austauschjahr in Philadelphia und habe. Als alle Menschen in der elften Klasse ihr Austauschjahr gemacht haben, bin ich nach Philadelphia, zu meiner Familie und die erste Person, die ich in der Highschool treffe, die mich nach nach dem Namen fragt, ist eine Frau aus Dallas aus Texas, die dann nochmal so ihren Satan Akzent hat. Und als Sie mich fragen Ich sag Alex, hat sie überhaupt nicht verstanden, was ich meine.

[01:37:24]

Dann weiß man, was mir ganz unangenehm, weil sie schreit.

[01:37:28]

Zum anderen, weil ich so ne elles bei Alice in Wonderland.

[01:37:36]

Und sie hat es so richtig richtig breit. Und dann habe ich mich geschämt, weil ich das, so ich weiß, noch nicht mal, wie ich meinen Namen aussprechen.

[01:37:49]

Das Interessante, so erzählt sie dann, wie. Du plötzlich the German Girl, also sozusagen umgekehrte Schwerkraft Du bist nicht mehr das interessante Girl, das ständig erklären muss oder Geschichten erfinden muss aus den USA, die es gar nicht kennt, weil es halt in Nippes aufgewachsen ist. Und plötzlich bist du an einem Ort, wo alle sagen Du bist die Deutsche hier.

[01:38:13]

Ich hatte auch meinen Space, nebenbei auch The German geil oder so.. Weil ich mich komplett identifiziert habe. Es gibt ja auch sehr eindrücklich. übrigens vor allem als, dann als die einzige Deutsch. Wie war das noch? Du findest irgendwann eine zweite Frau, die auch in Deutschland geboren ist, oder?

[01:38:36]

Zum ersten Mal fühlst du dich ein bisschen. Endlich jemand, der versteht, wie ich bin.

[01:38:42]

Und eine ganz wichtige Freundin für mich, weil die sie nochmal im Buch heißt, sie war.

[01:38:48]

Also in Buch hätten die die natürlich eine. Also ich bin. Ich lebe damit, dass Menschen entweder nur die eine oder die andere Welt kennen, die aber meine Familie und meine Identität ausmacht.

[01:39:06]

Und Nora ist diejenige, die halt beide Identitäten kennt und beides kennt und weiß, wie sie mittlerweile auch in Deutschland lebt. Deshalb ist es so super wertvoll, weil es einfach nicht so aussieht, als ob es ein Geheimnis ist, was nur wir beide kennen.

[01:39:32]

Worüber könntet ihr euch unterhalten? Worüber würde ich sonst mit anderen nicht unterhalten?

[01:39:41]

Natürlich über ein ganz konkretes, gelebtes. Die High oder wie es in Philadelphia ist.

[01:39:52]

Was mit den Jungs? Mit den Jungs? Ich weiß auch noch Wenn ich jetzt. Ich habe noch mein Tagebuch von damals.

[01:40:00]

Es geht nur um Jungs. Ich weiß nicht, warum.

[01:40:05]

Eine kleine Passage würde ich schon hören wollen. Bitte eine kleine Passage. Kannst du schon vorlesen?

[01:40:12]

Nein, nein, nein. Aber es war ein sehr prominentes Thema. Auf jeden Fall. Aber ich glaube, auch für Nora war es so wichtig oder so bedeutend, auch dann jemanden zu treffen. Sie wollte auch über so deutsche Sachen sprechen, konnte endlich mal mit jemandem wieder Deutsch sprechen oder so. Das waren auch so Sachen, und wir hatten unsere Geheimsprache. Wir konnten halt einfach Deutsch reden, das versteht keiner besser. Darum hatte ich immer andere Leute, andere Scipio.

[01:40:56]

Sie total beneidet in Deutschland, das die Sprachen sprechen konnten, die wirklich keiner versteht. Englisch kann quasi jeder. Eine gute Geheimsprache, die es spätestens mit so acht, neun Jahren ist. Taugt die dann nichts mehr? Das ist vorbei.

[01:41:13]

Diese Frage. Man könnte allein die Historie der Frage Wo kommst du her?

[01:41:23]

Du könntest wahrscheinlich nochmal mal ein eigenes Buch drüber schreiben. Du hast ja auch Seiten über Seiten, und die Debatte ist Ja, gibt es ja schon eine Weile, und ich als alter weißer Mann habe eine Weile gebraucht, um die verschiedenen Bewusstseins Ebenen zu durchdringen. Was ist, wenn wir jetzt einen Grundkurs für Neulinge in dem Gebiet? Du triffst jemanden auf der Straße, der sagt Wo kommst du her?

[01:41:55]

Und ich sage Ich komme aus Köln. Dann sagt er Sagen die, ich kenne den Dialog? Nein, nein. Wo kommst du wirklich her? Nippes?

[01:42:05]

Dann sagen Sie Nein, nein. Und dann kommt Ich kann es schon vorspielen, weil ich hab Ja, nein, nein, nein. Wo sind deine Wurzeln in die nächste Frage?

[01:42:17]

Richtig. Das ist so ein ganz typischer Ablauf. Und als Kind? Als Kind kriegt man ja, lernt man ja, dass man Fragen beantworten muss über sich, die irgendwelche Erwachsenen stellen. Na, wie alt bist du? Wie heißt du? Gehst du schon zur Schule? Hast du Geschwister? Solche Sachen. Und dann lernst du als Kindheit. Okay, das sind anscheinend Informationen, die anscheinend wichtig sind. Ich hab mir das. Dann kam aber für mich die Lernzeit auch bevor.

[01:42:52]

Verstehst, habe ich gelernt, Leute fragen, wo ich herkomme. Aber die richtige Antwort darauf zu finden war Ich war ein Kind, was Leute immer gerne zufriedenstellen wollte. Die richtige Antwort darauf zu finden, war für mich gar nicht so leicht. Weil wenn ich gesagt habe, meine Mama kommt aus Amerika, dann war das teilweise. Manchmal war es auch eine Antwort, die dann irgendwie gereicht hat. Manchmal war es aber auch eine Antwort, die nicht gereicht hat, weil viele Leute, halt Amerika, besonders in den Neunzigern auch als Ways assoziiert hatten und wollten.

[01:43:31]

Irgendwie dann noch nochmal was Konkretes. Die hatten halt einfach was anderes im Kopf, und die wollten davon nicht ablassen. Hören wollten. Und dann haben sie gefragt Aber meinst du Südamerika? Und dann meinte ich Linie aus den USA und hast du auch noch Wurzeln in Afrika? Und dann muss ich sagen Nee, habe ich nicht. Solche Sachen. Mir wurde dadurch, dass ich auch. Durch meine US amerikanische Herkunft wurde, mir mehr als deutlich, dass es nicht um meine Herkunft ging, sondern die Herkunft meiner Eltern.

[01:44:02]

Es ging um mein Schwarz sein. Es ging darum, dass Leute wissen wollen, warum ich schwarz bin. Und die wollten halt deshalb auch bestimmte. Die hatten schon ein vorgefertigtes Bild, wollten das bestätigt sehen.

[01:44:19]

Die hatten sich darauf eingestellt, oft irgendwie was zu hören von Ländern, die sie vielleicht als exotisch betrachten, und haben da einhergehende Klischees, die sie auf mich projizieren. Und als Kind habe ich dann irgendwie gemerkt, dass die Leute nicht nur die Frage Warum bist du schwarz, sondern auch schwarz? Bist du Werk? Wer von deinen Eltern schwarz? Ganz oft wurde ich auch gefragt, wo mein Vater herkommt, was ja auch interessant ist, weil er ganz viele Leute irgendwie bekommt ein Vater her, weil es, glaube ich, öfter damit assoziiert wird.

[01:45:03]

Das ist das D, das der männliche Part, das der Vater quasi woanders herkommt, also gerade bei schwarzen Kindern. Oft, weil ich glaube, dass es auch noch eine, vielleicht zurück zu denken auf eine langjährige Kampagne aus Besatzungszeit. Aber es gibt ja auch viele Kinder.

[01:45:29]

Da gibt es also definitiver. Es gibt diese Kinder, und das ist so eine. Und dann gibt es aber auch davor gab es ja auch diese Kampagne nach dem Ersten Weltkrieg. Diese schwarze Schmach, wo die französischen Soldaten schwarzen französischen Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg, die wurden so genannt. Steht also ein Buch im Buch? Liest mein Buch.

[01:45:59]

Ich habe es gelesen. Es ist sehr lehrreich. Das war ein Appell an ein weiterer. Ich höre jetzt auf.

[01:46:05]

Damit ist ein weiterer Appell an die Hörer in das Buch zu lesen.

[01:46:11]

Und die nächste Leia ist ja dann nicht kurz aus meinem Leben berichten. Die Personen sind mir sehr wichtig. Es hat mich in diese Debatte eingeführt, dass es echt ganz schön invasiv ist, immer im ersten Gespräch. Man trifft jemanden und hat noch nicht mal seinen Namen gesagt. Das ist nervig. Das ist auch oft eine ganz komische Form, distanzlos.

[01:46:33]

Es fällt einem aber gar nicht auf, weil es einfach so ab welchem Zeitpunkt? Im Gespräch ist man bereit, über seine Eltern zu reden. Also, wenn ich jetzt fragen würde. Ich weiß, jetzt duzen wir uns. Wir haben uns gesagt Wenn ich jetzt vorher nicht weiß. Keine Ahnung, bevor ich weiß, dass du Jochen heißt, weil ich nicht mal deine Eltern sind, die eigentlich, ich deine Wurzeln, Jochen. Ich kann das nicht verschütteter. Ich wollte ich aber auf eine Irritation hinweisen.

[01:47:12]

Das habe ich dann alles gelernt und verstanden, und es ist mir alles beibringen konnte, wusste ich schon vorher.

[01:47:19]

Aber es gibt es gibt eine Locke, eine Person, die mir sehr wichtig ist, die ich auch beobachten kann. Jetzt gibt es tatsächlich die Situation, dass Bocks zum Beispiel aufeinander treffen. Weißt du, was die als erstes einander fragen? Ich stehe so daneben. Ich habe, ich bin ja nur dabei. Ich bin der Typ, ich bin der Freund. Ich hänge so rum. Das Erste, was die Frage ist Wo kommst du her?

[01:47:42]

Ich sag mal, so kannst du jetzt fragen Wo kommst du her? Und das Letzte, was? Ich darf sagen Wo kommst du her?

[01:47:52]

Weil die Identität des Sprechers genau weiß ist, kann das ein zurückfragen? Das ist eine Frage, die anbietet. Ich kann die Frage genauso, weil ich weiß, dieser Mensch möchte nach einer Verbindung fragen, nach etwas, was wir gemeinsam haben in der Hinsicht, dass wir woanders herkommen und nicht nach etwas, was anders ist. In der Hinsicht, dass wir uns verbinden können, über das noch woanders herkommen. Das ist eine andere Haltung, eine andere Stellung, weil ich kann dann sagen Ich komme aus den meine Mutter kommt, aus den USA.

[01:48:31]

Mein Vater kommt aus der DDR, meine Mutter kommt aus. Und dann haben wir dann keine Ahnung. Kann es natürlich sein, dass es so ein bisschen ins Leere läuft? Kann aber auch sein.

[01:48:40]

Es kann sein, dass man sich darüber verbinden kann, und das ist das Coole.

[01:48:47]

Um noch mal zu verstehen, warum das so nervt, nervt. Eigentlich nervt es, weil man, weil du merkst, die Leute fragen nicht das, was sie denken. Also, wenn ich bin, jetzt immer, wenn jetzt jemand fragen würde Warum bist? Warum bist du schwarz?

[01:49:04]

Es ist sozusagen die Streitfrage, die man fragen kann oder was ich damit sagen will. Wenn man plötzlich, merkt man es ja ganz gut in dem Buch.

[01:49:13]

Und jetzt auch, was die Leute eigentlich denken, was sie in Wahrheit sagen. Na ja, ich finde, wo kommst du her?

[01:49:19]

Ist keine per se tabuisierte Frage. Es ist eher die Frage. Es ist eine Frage, wenn ich schon empfehlen würde, sie besser nicht zu stellen oder sie dann zu stellen, wenn sie wirklich, wenn es irgendwie Sinn ergibt, also wenn man merkt Okay, hier geht es um. Ich erzähle von meinen Eltern, oder ich erzähle von meiner Mutter und erzähle irgendwas, und es hat irgendwas mit der Herkunft zu tun. Wo kommt denn deine Mutter her, oder?

[01:49:51]

Oder wenn ich über meine bilingual rede oder so. Keine Ahnung was? Dann ergibt es natürlich Sinn. Das ist nicht verboten. Ich finde es nicht schlimm, per se Leuten zu sein, dass meine Mutter aus den USA kommt und sich afroamerikanerin. Darum geht es überhaupt nicht. Es geht nur die Frage ist nur Wann und ab welchem Zeitpunkt war es schon ne Frage ist, die bestimmt ein bisschen intimere, also private Informationen fordert. Und die möchte ich vielleicht nicht einer Person, die ich seit ein paar Minuten kenne, geben.

[01:50:30]

Das ist so, und da würde ich auch. Selbst wenn diese Person nach zehn Minuten fragt Warum bist du schwarz, wer ich dampfern? Auch irritiert. Das ist alles. Weil ich dann auch merke, dass es dieser Person anscheinend so wichtig, dass sie keine anderen Themen erstmal findet. Das steht für diese Person so im Vordergrund, und ich mache das dann. Mich lässt es dann irgendwie zweifeln, oder ich ordne die Person dann quasi auch auf eine gewisse Art ein.

[01:51:02]

Man ordnet ja auch die Person ein anhand der Fragen, die einem gestellt werden. Und ich denke, dass das, was du unbedingt von mir wissen, jetzt dann noch.

[01:51:15]

Ich habe noch eine Frage zu Pall du gerade gesagt hast. Ich bin Afroamerikanerin, folgendes Gedanken Jetzt kennen wir es schon ein bisschen. Vielleicht bescheuerte Frage. Aber dadurch, dass die ganze Zeit Leute fragen, wo man herkommt, geht es doch anders. Erzähl mir mal eine Geschichte. Aus den USA fängt man ja auch an, sich damit zu identifizieren, dass man eine Familie in USA hat. Wie wäre es gewesen, wenn du jetzt, sagen wir mal, dein Vater wäre aus Finnland, deine Mutter aus Schweden, und ihr würdet jetzt nach Deutschland gezogen sein, und man hätte diese Frage vielleicht ganz anders gestellt worden.

[01:51:56]

Würdest du dann als Kind von Eltern aus Schweden und Finnland sagen Ja, ich bin ja in Wahrheit halb Finnen und halb Schweden oder sowas? Ich würde mal vermuten vielleicht nicht. Jedenfalls würde ein Satz wie Ich bin Afroamerikanerin würde gar nicht werden, nicht so natürlich. Ich bin jetzt aus Nordeuropa gekommen oder so, sondern es ist auch ein Wechselspiel aus Die Leute fragen etwas in einen hinein, und man fängt dann automatisch an, auch diese Identität anzunehmen. Ist das eine blöde ist das eine.

[01:52:29]

Ist das bescheuert? Man wird in diese Rolle auch hinein gefragt.

[01:52:34]

Ja, irgendwie. Natürlich ist das alles irgendwie ein bisschen bescheuert, aber so ist es halt, die Sache auch. Die Sache ist ja auch mein.

[01:52:45]

Es ist nicht nur bescheuert. Ich finde, dass das, was ich damit meine, ist. Natürlich wird diese afroamerikanische Identität sehr wichtig, weil es bedeutet, sie wird ja auch erfragt, weil wir schon verstehen, dass die Geschichte von schwarzen und von weißen Menschen als quasi so dual gesehen wird, also dass es auf der einen Seite und das anderes auf der anderen Seite. Und deshalb fragen Leute danach. Und weil die allgemein so begriffen wird, ist es natürlich auch wichtig, dass sich diese andere Identität kenne, dass ich mich damit auseinandersetze und dass ich da in irgendeiner Form auch ein Zuhause finde in dieser Identität.

[01:53:40]

Und wäre das alles nicht so, wäre das wahrscheinlich, wäre das auf eine andere Art und Weise vielleicht wichtig, aber nicht so, dass ich denke So, ich bin Afroamerikanerin, ich bin schwarz, das bedeutet was.

[01:53:56]

Ja, aber da ergibt sich ja auch mein Schwarz sein an sich. Ich erfahre das. Natürlich geht das einher mit. Strukturellen Rassismus nicht damit, dass man Erben ist einer ganz furchtbaren Geschichte, die traumatische und die immer noch Aufarbeitung braucht.

[01:54:21]

Aber es bedeutet auch, eine Gemeinschaft zu haben. Ich empfinde diese afroamerikanische Identität nicht als eine Last oder als etwas, was nervig ist. Ich empfinde das als einen absoluten, eine absolute Bereicherung und bin sehr froh, dass das Teil meiner Identität ist. Also ich möchte nicht, wenn ich diese Frage Wo kommst du her?

[01:54:50]

Kritisiere. Dann kritisiere ich auf jeden Fall nicht den Fakt, dass ich eine Identität habe, die sich aus unterschiedlichen Herkünfte zusammensetzt. Dass das irgendwie blöd ist. Ich finde es super.

[01:55:08]

Wodurch unterscheidet sich der Rassismus in den USA?

[01:55:17]

Blöde Frage.

[01:55:18]

Ich habe es im Buch seziert, deswegen frage ich war. Ich kann natürlich auch eine super subjektive Wahrnehmung. Mir kam es so vor.

[01:55:32]

Genau das war in den USA überhaupt nicht diese Frage, die sich hier in Deutschland, die sich mir gestellt hat, von Kindesbeinen auf so Wie kann das sein? Du bist Deutscher, aber du bist schwarz, das geht nicht zusammen. Das war in den USA überhaupt gar kein Ding. Du bist schwarz, du bist deutsch.

[01:55:50]

Das ist kein, das nicht schwierig zu verstehen. Dann ist das einer. Das heißt, diese Dinge spielten so gar keine Rolle. Und auch bin ich auf eine Highschool gegangen in Philadelphia, die ich sogar einer der diversen Highschools in den USA überhaupt ist. Man hat da echt sehr viele unterschiedliche Menschen gesehen, und es war eine kollektive amerikanische Identität. Die amerikanische Identität setzt sich zusammen dadurch, dass es sehr, sehr viele unterschiedliche Menschen gibt, die da zusammen in diesem auf diesem Land leben.

[01:56:38]

So sag ich jetzt mal, das ist so, die romantisiert. Walter Da gibt es aber eben sehr viele Probleme. Die nämlich folgende sind der Grund, warum schwarze Menschen in den USA leben. Zumindest die meisten schwarzen Menschen in den USA ist, weil sie versklavt worden sind, gekidnappt worden sind und dahin gebracht worden sind. Das ist natürlich eine andere Geschichte als die romantische Mayflower Geschichte, die sich irgendwie die weißen Amerikaner erzählen, dass sie irgendwie dahin gekommen sind und der religiösen Verfolgung in Europa entflohen sind.

[01:57:15]

Das heißt, da muss man schon sagen dieses Land. Wurde gegründet oder dieses Land? Diese Anti schwarzer Rassismus ist quasi in der DNA der USA. Es ist halt einfach Bestandteil der USA und Deutschland ist diese, weil ich es nicht ist. Anti schwarzer Rassismus durch die Kolonialzeit. Vor allen Dingen aber auch, weil ich auch im europäischen, in der europäischen DNA an sich auch irgendwo verhaftet, aber nicht nicht mit der Gründung. Dieser Staaten so verbunden das ist glaube ich nochmal, das macht schon mal einen Unterschied.

[01:58:03]

Der Rassismus in Deutschland wird natürlich auch dominiert durch den Nationalsozialismus. Richtig heißt auch Arbeiterjugend.

[01:58:11]

Genau genau das, was es spielt hier natürlich nicht.

[01:58:17]

Die gleiche Rolle wie Sie das in den USA tut auch teilweise so ein bisschen ein Problem, dass man das nicht so richtig erkennt.

[01:58:28]

Aber klar ist man auch Es gibt hier weniger schwarze Menschen in Deutschland als in den USA. Das ist einfach so die Verhältnisse und auch die Geschichte, die die Verbindung von Schwarz und Weiß hier in Deutschland ist eine andere als in den USA. Deshalb ist der Rassismus auch ein bisschen anders.

[01:58:47]

Jetzt könnte man ja sagen Die Geschichte ist ja lange her. Oder mal anders herum. An was mich maximal irritiert, ist die USA und auch andere als zum Beispiel Großbritannien. Ehrlich gesagt London. Es gibt ein paar Orte auf der Welt, wo du hin fährst, und du siehst es zum ersten Mal. Ein Mensch, das ist aber mal hier gibts aber viele Leute aus Ort, die offensichtlich mal von woanders hergekommen sind, und niemand wird gefragt, wo er herkommt.

[01:59:19]

Wahrscheinlich ist es in London noch extremer. Und das ist das Einzige, was ich sehr stark mit denen mit den USA oder auch mit UK verbinde. Es ist so ein Ort, wo irgendwann keiner mehr gefragt wird Wo kommst du her? Weil alle kommen irgendwo her.

[01:59:37]

Und was mich so irritiert, ist, dass es genau an diesen Orten, aber auch die vielleicht sogar die schlimmsten oder auf jeden Fall schlimme Auswüchse von Rassismus offensichtlich gibt.

[01:59:48]

Wie geht das eine mit dem anderen zusammen? Und wieso macht das immer so Wellenbewegung? Man dachte, man hätte jetzt eine Phase überwunden, sei auf einer höheren Stufe angekommen. In Wahrheit geht alles wieder von vorne los und vielleicht sogar noch schlimmer als letztes Mal. Man kann heute Sachen sagen. Ich sage mal, Donald Trump sagt Sachen, die ihn US-Präsident lange nicht hätte sagen können. Weil es eben nicht. Die. Man muss ja auch sagen, wenn man sagt, das ist lange her.

[02:00:24]

Zum Beispiel Versklavung in den USA wurde 1865 verboten, die Colonial Gebiete musste Deutschland 1919 abgeben. Doch alles lange her? Na ja, man muss sagen davor, das sind jetzt vielleicht. Also im Verhältnis zu dem wie lange Colonial Gebiete wie lange die ganze Kolonialzeit. War auch jetzt nicht unbedingt die deutsche, aber insgesamt die deutsche, weil ich mich in Deutschland an sich gab, es erst 1971/72. Also. Aber davor haben ja auch Kaufleute und Finanziers schon quasi auch Gebiete in der Welt gehabt.

[02:01:12]

Ich sage aber mal die ganze Kolonialzeit und die ganze Versklavung. Das sind fünf Jahre, die dem vorausgehen. Im Vergleich dazu, wie lange wir quasi nicht mehr machen, ist es relativ eine relativ kurze Zeit. Und vor allen Dingen? Wird dann auch der Weltkrieg der Zweite Weltkrieg wurde 1940 beendet, was ist denn danach passiert? Wann haben wir dann aufgehört, dem vorausgingen? Lange, lange, rassistische? Eine rassistische Haltung, die es in ganz Europa gab? Das erkläre ich auch in dem Buch, das es schon im 17.

[02:02:01]

und 18. Jahrhundert gab, in der Zeit der Aufklärung.

[02:02:09]

Menschen in unterschiedliche Rassen eingeteilt haben und gesagt haben Weiß, die Weißen sind die Besten, und das ist einfach eine Haltung, die hat sich. Die gab es über Jahrhunderte und die hat die Verbrechen wie die Versklavung und die Kolonialzeit gerechtfertigt oder diente als Rechtfertigungsgrund Klage.

[02:02:38]

Und das haben wir aber alles nicht. Zu Genüge aufgearbeitet. Wenn ich jetzt ich kriege so viele Nachrichten, es heißt, das wusste ich alles nicht.

[02:02:50]

Ich wusste gar nicht, dass Kant ein absoluter Rassist war oder irgendwelche Bastia über schwarze Menschen geschrieben hat.

[02:02:56]

Ich wusste nicht sehr lesenswert. Zumindest wollte man das. Sollte, finde ich, sollte das schon eine Erwähnung finden, wenn man die Aufklärung, so wie ich sie in der Schule zumindest gelernt habe, nur als Zeit der Schaffung der Wissenschaft und der Menschenrechte kennenlernt, dann sollte man vielleicht auch mindestens einmal erwähnen, dass diese Tests aber auch dazu beigetragen hat, dass diese Menschenrechte Systeme implementiert worden sind, dass es das andere Menschen eben nicht als Menschen klassifiziert worden sind und weshalb es dann hieß für diese Menschen geht es aber nicht.

[02:03:36]

Es ist so tief in unserer Geschichte, und es ist so tief in der europäischen Identität, wenn man eine zeigt. In Großbritannien ist da irgendwie diese ganze Supremes, die diese ganze Weiße, dieser ganze Weiße Stolz und auch die Bewegung, die natürlich auch nochmal, vielleicht auch antideutsch ist, und quasi zu begrenzen. Und wir sind, wir hassen deutsch, aber wir sind trotzdem power mäßig unterwegs. Dann ist es dann Frust, das nicht auf etwas, was den fußt, das immer noch auf dieses, auf diesem Colonial denken auch, was auch da schon eine große Rolle gespielt hat.

[02:04:14]

Was ich einfach sagen will Ich glaube, wir müssen auch in Deutschland lernen, dass Rassismus und das, diese Ganze, diese ganze weiße Vorherrschaft, dass das nicht erst mit der NSDAP angefangen hat, dass das nicht erst mit Hitler angefangen hat, sondern dass das schon Jahrhunderte davor galt.

[02:04:36]

Und dann, wenn man das weiß, dann, glaube ich, würde man ganz viele Debatten nicht führen. Dann würde man nicht sich wundern über Rassismus. Dann würde man sich auch nicht fragen Was sind das Schlimme am Wort ist. Dann würde man einfach. Bestimmte Dinge wären dann einfach total klar. Aber es ist einfach eine Verdrängung, die stattfindet.

[02:04:59]

Die wir gucken uns diese Sachen einfach nicht an, und wir tun so, als ob wir nichts mehr damit zu tun hätten. Und als ob das restlos aufgearbeitet wäre, wenn es das einfach nicht ist.

[02:05:10]

Und gibt es Fortschritt trotz allem?

[02:05:13]

Ja, klar gibt es Fortschritte.

[02:05:14]

Es wäre, das wäre auch verkannt, wenn ich sagen würde Nee, alles das, was so viele angefangen wie der Zionismus, Bewegung hin zu der Bürgerrechtsbewegung. Klemmer Kurz Was ist das Abitur? Zionismus ist eben quasi eine Bewegung, die sich eingesetzt hat für die Abschaffung von Sklaverei. Wenn das alles nichts gebracht hätte, wenn diese ganzen Menschen, die, die sich dafür eingesetzt haben, nichts bewegt hätten, dann wäre das auch, finde ich, ein Schlag ins Gesicht für die Menschen, die vor mir kamen und vor mir gekämpft haben.

[02:05:55]

Natürlich ging es mir, wenn ich jetzt die Spanne von fünf Jahren nehme, gab es für mich als schwarze Frau keine Zeit vorher. Die BSAG gewesen wäre für mich. Von daher natürlich bewegt sich was. Und wenn ich nicht das Gefühl hätte, dass irgendwie ein stetiges Daran arbeiten etwas bringen würde, dann, glaube ich, hätte ich dieses Buch auch nicht geschrieben. Ich habe schon irgendwo die Hoffnung nicht aufgegeben, dass man. Weiter arbeiten kann auch wenn man sich manchmal, auch wenn ich auch verstehe, dass sich Leute manchmal angucken.

[02:06:33]

Diese ganzen Versuche schon angucken, die schon getätigt worden sind von Leuten, die wirklich ihr ganzes Leben gewidmet haben, dem gewidmet haben, dass man denke, wir müssen irgendwie bremsen, antirassistische werden und es bis heute nicht funktioniert hat.

[02:06:52]

Wo ich neulich dachte Nochmal, es kann nicht alles schlecht gewesen sein, was bisher geschah. Wenn jemand über Nacht den PC aus von drei großen US-Unternehmen, der von Google, der von Microsoft sind beides Beatbox eigentlich Einwanderer und der CEO von Apple, ist die es nicht so schwer?

[02:07:16]

Ich habe genau das quer des Hitch Freenet gäbe es, es wird nicht mehr.

[02:07:28]

Da gibts jetzt nicht wirklich. Das wird einfach. Das ist jetzt halt so.. Zur gleichen Zeit hast du einen US-Präsidenten, der offen rassistisch ist, der sagt Moment mal, das Virus ist. Müssen wir China Virus nennen? Wir hatten kürzlich den Außenminister in diesem Podcast zu Gast, der das so ein bisschen erzählt hat. Das sprengt dann internationale Vereinbarungen, weil da sitzt einer, der eine rassistische Agenda verfolgt. Auch das ist möglich, und ich hätte das. Nicht für möglich gehalten.

[02:08:03]

Nach der Zeit von Obama spätestens dachte ich Okay, wahrscheinlich, jetzt kommt noch eine US-Präsidentin, und dann treten wir in eine neue Stufe ein. In Wahrheit haben wir wieder, sozusagen sind wir wieder 50 Jahre zurückgefallen. In bestimmte Dinge ist offensichtlich so, dass alles gleichzeitig existiert. Auch das hatten wir schon öfter in diesem Podcast thematisiert. Fortschritt und Rückschritt oder These und Antithese existieren alle gleichzeitig. Es gibt diese eine Bewegung nicht, sondern es gibt immer eine Vorwärtsbewegung, eine Rückwärtsbewegung oder eine These und Antithese, die gleichzeitig existieren.

[02:08:44]

Aber ich meine. Ich muss dazu auch sagen, ich hätte nie gedacht, dass Donald Trump Präsident würde. Das habe ich einfach nicht gedacht, bis es so weit war. Und das ist natürlich auch etwas, was ich allen Journalisten und Journalistinnen so etwas immer noch ein bisschen so was auch so sticht, weil man irgendwie, dachte man einfach so viel zu selbstsicher und so weiter. Aber haben wir alles schon aufgearbeitet? Aber jetzt will ich auch sagen Genau der Fehler zu denken, dass man denkt Ja, nach Obama kann das eigentlich nicht passieren.

[02:09:18]

Natürlich hat das was damit zu tun, dass Obama überhaupt an der Macht war. Das irgendwie.

[02:09:24]

Warum? Weil es dann doch.

[02:09:28]

Ich glaube, die in Frankreich die Ehe für alle beschlossen worden ist, wurde legalisiert, wurde legalisiert wurde, waren auf einmal super viele Menschen auf der Straße und haben protestiert.

[02:09:47]

Wo kamen die alle her?

[02:09:48]

Was haben die vorher gemacht? Die haben nicht vorher irgendwie die ganze Zeit. Das war auch nicht vorher ein Problem, weil es halt gar war, nicht. Das war nicht priorisiert. Die waren zwar homophob, aber es war nicht. Es war überhaupt nicht. Sie fühlten sich gar nicht in der Hinsicht. Mussten Sie sich gar nicht bewegen, weil sie dachten, das wäre meine privilegierte Position, wäre schon gesichert? So ähnlich ist es mit dem mit der weißen Vorherrschaft oder dem Rassismus.

[02:10:22]

Man war einfach. Ich glaube, in den USA. Ich glaube, vielen Leuten ist es erst erst diese Anti Hartz Rassismus nochmal sehr viel mehr Thema geworden, als sie gemerkt haben, was das eigentlich erst gespürt haben, dass es vielleicht ein Kontrollverlust gibt, ein Verlust über die Deutungshoheit. Und dass Obama bestimmte Dinge priorisiert, die jetzt vielleicht kein anderer Präsident priorisiert. Dass der irgendwie immer große Tour durch die afrikanischen Länder macht und so weiter. Und dass der Iran ein Abkommen macht und da irgendwie ein ganz anderen.

[02:11:09]

Das war alles. Ich glaube, dass das, was dieser eine schwarze CNN Journalist, dessen Namen ich jetzt gerade nicht habe, sagte das. Das war eine Reaktion. Es war eine Reaktion auf auf Trump. Ist auch irgendwo eine Reaktion auf die Obama.

[02:11:27]

Und auch, dass Trumps große Motivation auch war, Obamas Legacy systematisch abzubauen, ist auch das alles gehört dazu.

[02:11:41]

Ich habe vor ein paar Jahren Tallahassee Coates besucht in New York und den großen schwarzen Denker und Autor seiner Generation in Amerika. Und der hat Obama ja mehrmals porträtiert und besucht. Und der beschreibt in einem Text über Obama am Ende dessen Präsidentschaft, dass Obama selber gar nicht in der Lage ist.

[02:12:11]

Die reden noch darüber, und Obama selber sagt. Das hat mit mir gar nichts zu tun. Es ist unmöglich, dass der gewählt wird, weil das kann nicht sein. Deswegen mir ist eine solche Reaktion gibt.

[02:12:23]

Das heißt also auch Obama selber hat damit nicht gerechnet, dass es so weit Flesh geben würde? Obama hat natürlich auch irgendwo. Ich glaube, das hat er auch wirklich. Geglaubt und damit war ich ja auch nicht irgendwie mit dieser Idee bin ich auch aufgewachsen, und das war ja das, was ganz lange auch irgendwie gedacht habe, als ich dachte. Ich selber dachte ja auch Rassismus nicht so richtig.

[02:12:56]

Das ist kein großes Thema mehr. Ich bin also, es gibt auch im Netz, kann man finden, Interviews von mir, von 2014, wo mich jemand fragt, wo.

[02:13:04]

Man möchte nie mit seinen alten Interviews konfrontiert werden. Deshalb Flucht nach vorne. Ich hatte Google das Interview. Was hast du da gesagt? Damals habe ich gesagt, als mich gefragt wurde Ja, hast du Rassismus Erfahrung gemacht? Da Rassismus Erfahrung gemacht, habe ich damals gesagt Rassismus nicht. Ich hab keinen großen Rassismus Erfahrung gemacht. Das ist nicht mein Ding.

[02:13:29]

Habe ich wollte nicht drüber definieren lassen wolltest oder weil ich auch dachte, wie alle anderen auch, dass Rassismus, Erfahrungen, kein Rassismus Erfahrung sind, wenn nicht ein Horde Skinheads dir mit Baseballschlägern hinterherjagt.

[02:13:46]

Rassismus? Das ist jetzt mal irgendwie ein bisschen übertrieben zu sagen, aber das ist eine oder eine explizite Beleidigung oder etwas, das wirklich bedrohlich ist. Das ist eine Rassismus Erfahrung und will sich erst mal verstanden. Hab ich erst erstmal die Sprache dafür gefunden habe und die Begrifflichkeiten dafür gefunden habe wie dieser Alltagsrassismus, der so unsichtbar ist. Dass das auch Teil des Ganzen ist. Dass diese ganzen Fragen, die mir als Kind gestellt worden sind, die ganzen Klischees, mit denen ich zu kämpfen habe, dass das alles eine gleiche Wurzel hat, eine historische Wurzel.

[02:14:30]

Und wann ist wann ist dir das klargeworden? Das ist mir klar geworden. ähnlich eigentlich, das versuche ich, glaube mir, ist es klar geworden, wie es ist natürlich irgendwie ein Prozess. Aber ich wäre ja, ich wäre ja geradezu sagen Ich und Obama sind quasi gleich. Das ganze Land scheint zu sein. Nein, aber das ich irgendwie sage, ich hatte dieses gleiche wie diese gleiche Haltung, dass ich dachte Hey ja, es gibt Rassismus in dieser Welt.

[02:15:01]

Aber wenn ich das jetzt nicht so betone, dann wird das schon so, da muss jetzt schon irgendwie. Dann ist es schon so Wir sind Schãnen.

[02:15:09]

Das war ja Obama. Obama hat ja sein Schwarz sein am Anfang total zurückgenommen. Es gab ja erst in der zweiten Regierungszeit hat er plötzlich Jazzy ins Weiße Haus geholt. Das ist ja vorher alles nicht passiert.

[02:15:25]

Man dachte irgendwie so, vielleicht ist es auch so, dass gerade bei Kids so denken soll Hey, ich habe den Code geknackt. Ich weiß, wie das geht, so ich weiß, wie man mit weißen Menschen umgeht.

[02:15:36]

Ich werde die Schwarzen auch zusammen, so dass ich schaff das schon.

[02:15:43]

Wie er auch vielleicht dachte, der las. Ich dachte das vielleicht auch so, dass man irgendwie dachte Ich, ich, ich, ich habe.

[02:15:51]

Ich mache, macht das einfach so wie ich. Dann wird das, dann kriegen wir schon hin. Dann machen auch alle mit, weil ich weiß, dass eigentlich alles tot Heimnetz sind. Ich weiß, dass ich weiß, ich kann Weißen erzählen, dass Schwarze total nett sind. Aber ich kann nur schwarz erzählen. Das weiß ich auch total nett, so dass man, für das man sich da so versteht, in dieser Brücken rolle dann aber Obama, genauso wie ich schmerzhaft feststellen durfte.

[02:16:22]

Nein.

[02:16:22]

Rassismus ist doch noch sehr viel tief greifender und sehr viel krasser als das dieses so Hey, wir müssen uns einfach alle mal an einen Tisch setzen und miteinander reden.

[02:16:35]

Dann hat sich die Sache schon so, und kannst du mich an so Momente erinnern, als du plötzlich gemerkt hast Hey, es ist doch nicht so, wie ich mir das immer eingeredet habe.

[02:16:51]

Ich habe ja nicht schon die Forelle gegessen. Ich habe keine Forelle, Kurzfilme, kurze Werbeeinblendungen. Ich hab kurz überlegt Das ist wahrscheinlich das beste Catering, was wir hier hatten, und wir hatten richtig gutes Catering. Es ist so fantastisch, die Forelle, das Brot ist ja ebenfalls Barguti.

[02:17:09]

Alle Beilagen. Ich, ich, ich sterbe. Es ist fantastisch. Leute bestellt bei Lude oder uns.

[02:17:19]

Wir werden jetzt nicht bereuen. Wirklich kostet. Die guten Seiten der Coruna Zeit aus bestellt. Es ist wirklich. Wir sind ja sehr nördlich in diesem Porters. Das ist wirklich sehr gut, exzellent.

[02:17:37]

Ich traue mich nicht, die Chips zu essen, doch auch sehr gute Tipps für deine Antwort.

[02:17:47]

Du gefragt Gab es einen Moment im Moment, an dem ich glaube, ich würde sagen, weil ich verstehe das natürlich, weil ich auch Journalisten bin, dass man so gerne nach Momenten fragt. Und wenn man sie dann aber beantworten muss, dann ist das natürlich schwer, weil man, wenn man weiß, so einen Moment gab es nicht.

[02:18:13]

Aber wenn ich einen Moment benennen müsste, wo ich. Vielleicht gab es ja auch mehrere.

[02:18:19]

Es ist ja, in Wahrheit ist es manchmal nicht so Ich habe diese Trump bei Wahl schon auf jeden Fall einen Moment, wo ich gemerkt habe Bist du da morgens aufgewacht oder hast du des Nachts noch gesehen?

[02:18:32]

Ich bin. Also, ich bin einmal mitten in der Nacht aufgewacht und habe gesehen, dass Trump führt. Und ich habe das Handy weggeschmissen. Ich habe es so behandelt wie einen bösen Traum. Das hört sich morgen wieder erledigt. Und dann bin ich aufgewacht, und Trump war Präsident, und ich war fertig, habe geweint, und ich weiß es, so ein weißer Freund.

[02:18:57]

Ich gebe Ihnen sehr, aber er Wahrheit. Er hat es ganz anders damit umgegangen. Der war ja irgendwie so analytisch und meinte so Ja, aber weiß ich nicht. Vielleicht bedeutet das ja, dass jetzt einfach mal irgendwie Dinge anders laufen und das, was er gesagt, das wird ja doch nicht ernst gemeint haben soll. Das war alles nur Wahlkampf und so.. Und dann schreibe ich das irgendwie. Dann schreibe ich irgendwas auf Facebook, und Leute sagen Ja, aber Hillary Clinton, ganz ehrlich, die war auch unwählbar.

[02:19:21]

Und ich dachte Was ist hier los? Weißt du, wie, was Hillary Clinton war und wählbar? Und deshalb musste man Trump wenig verstehe. Ich habe die Welt nicht mehr verstanden. Es ist einfach so, dass ich irgendwie da wurde.

[02:19:34]

Transparent das. Dieses Privileg, das vor allen Dingen weiße Menschen und aber auch muss ich aus meiner Erfahrung auch weiße Männer vor allen Dingen hatten dieses Hey, das kann ja auch noch. Das kann aber auch bedeuten, dass das und das vielleicht werden dann die USA, Russland Beziehungen besser oder so. Solche Sachen habe ich da gehört und ich diese. Ja schön, wenn ihr irgendwie besser wird auf der Daud geben könnt. Dass er diese ganzen rassistischen Sachen, die er gefragt hat, vielleicht nicht so meint, weil ich glaube, er meint sie schon so, und wenn, dann naja.

[02:20:11]

Also das, was ich bin.

[02:20:14]

Das wollte ich nicht unterbrechen. Sag ruhig, ich habe noch gedacht, ich bin in der Nacht auch einmal aufgewacht, und ich glaube, da war er gerade Präsident. Da habe ich es im Halbschlaf getwittert, was man ja nicht machen sollen.

[02:20:29]

Nein, soll man nicht. Was hast du gelöscht?

[02:20:33]

Ja oder nein? Ich habe im Halbschlaf getwittert.

[02:20:35]

Angela Merkel ist Nao, Angela Merkel ist schon wieder auf Tweets. Und dann bin ich wieder eingeschlafen. Was man auch nicht, was man auch nicht machen soll. Da bin ich immer wieder aufgewacht und hatte den ganzen Hed von den Fans auf meinem Twitter-Account.

[02:20:55]

Und da hab ich irgendwie erst recht gemerkt Okay, das ist jetzt hier eine andere Zeit, die wir gerade betreten.

[02:21:05]

Das war so eine. Also, da wurde das einmal transparent. Und dann? War noch so ein. Ich glaube, ich habe das während der Ausbildung an der Journalistenschule auch gemerkt, weil ich da so in dieser Master Klasse an der Deutschen Journalistenschule kompaktklasse und dann eine Klasse, die einen Master macht. Ich habe dann quasi parallel an der Ludwig-Maximilians-Universität in München studiert und in dieser Kompaktklasse noch nicht so viel zu tun. In dieser Meisterklasse gab es ich keinen anderen Pock.

[02:21:46]

Es gab zwei Menschen mit Micra mit französischem Migrationshintergrund, die aber nicht claque Frank wurde, finde ich okay. Aber dann hast du dich noch einsamer gefeiert.

[02:22:03]

Also, ich hab mich irgendwo. Da hab ich irgendwann mal gemerkt, mir fehlt etwas an Austausch. Ich habe irgendwann mal eben. Ich weiß noch, wie ich irgendeinmal. Ich hatte so ein ganz großes Bedürfnis, irgendwann mit Nora zu telefonieren. Die besagte aus Philadelphia. Und dann weiß ich Dann ist es mir so aus mir herausgebrochen. Gekotzt hab über dieses Ganze. So fasst es eigentlich diese übersehe.

[02:22:31]

Nervig. Rassismus ist irgendwie. Ich muss mich so auskotzen darüber, und ich habe gemerkt, dass ich in Köln eher diverses diversen Freundeskreis hatte, und da ist es deshalb nicht so ein Thema oder nicht so deutlich war. Da habe ich dann gemerkt, dass aber wegfiel. Als quasi mein Umfeld sehr, sehr weiß war, habe ich mich dann schon anders gefühlt. Aber ich konnte immer noch nicht richtig benennen. Ich konnte immer noch nicht benennen, was jetzt los war.

[02:22:59]

Das war aber dann 2015/2016, 2014/15 16, denn in dieser Zeit ist ja super viel passiert. Dann gab es sogar eine interessante Zeit, professionelle Journalisten werden zu wollen, weil man da so rein ging. Und da war noch so Griechenlandkrise. Keine Ahnung, bevor man auf einmal kam. Das Ganze mit Lügenpresse und Pegida. Und auf einmal dachte man so, die Leute mögen uns nicht mehr. Und man musste auf einmal bei so Small-Talk, Gesprächen den eigenen Job so krass verteidigen.

[02:23:37]

Und da das alles hatte natürlich mit den Geflüchteten zu tun, die dann nach Europa und dann eventuell auch nach Deutschland kamen.

[02:23:48]

Und wie das behandelt worden ist. In meiner Klasse auch. Mit welchem Interesse oder gegebenenfalls auch nicht Interesse? Und welche Fragen gestellt worden sind. Da habe ich auch sehr gemerkt, wie ich weiß. Das alles ist mir ein Beispiel. Das war 2000. 15. hieß es dann von manchen meiner Kommilitoninnen. Man kann nichts mehr über geflüchtete Tänzer. Schon auserzählt? Wir haben alles schon gesagt. Was sollen wir noch sagen? Es ist überall. Und ich sage das.

[02:24:24]

Es gibt ungefähr noch immer alles zu. Ich weiß nicht, wo das Thema gerade auch so eine Berührungsangst. Ich glaube auch so ein bisschen.

[02:24:41]

Ja, aber wir wissen gar nicht wie wir. Wie sollen wir an die rankommen und wie sollen wir mit denen reden? Ich hatte auch so ausgeführt, dass man gewisse Berührungsangst war, und nichts war wirklich. Ich kann nicht sagen, alles war rassistisch. Aber es war irgendwie so klar, dass da einfach so eine bestimmte Ich gemerkt habe.

[02:25:04]

Bestimmte Lebensrealitäten kennen die gar nicht. Oder haben Sie gar nicht so in Ihrem Umfeld?

[02:25:14]

Was ja insofern interessant ist, weil du bist ja auch total bürgerlich oder kulturell bürgerlich aufgewachsen. Du bist ja jetzt auch nicht, ja, auch kein Flüchtling, kein gefürchtetes Kind.

[02:25:25]

Genau. Auf jeden Fall. Also, ich würde jetzt auch nicht sagen, ich hatte da. Ich wusste aber, das war ja nicht meine Geschichte. Aber ich hatte schon das Gefühl, dass ich mit Leuten aufgewachsen bin oder viel eher mit Leuten aufgewachsen bin, die genau die hierhin geflüchtet sind oder deren Eltern hierhin geflüchtet sind. Dass ich bereits schon im Kindergarten irgendwie mit Leuten im Kindergarten war, die wirklich gerade geflüchtet waren oder so. Das war für mich nicht. Das war nicht so weit weg.

[02:25:59]

Und dann haben wir auch in unserem Freundeskreis also auch meine Schwester. Vor allen Dingen hatte auch ich weiß nicht, es gab zum Beispiel gab es ja. Das hat sich halt. Das hat sich alles irgendwie auch so vermischt. Zum Beispiel gab es kann ich jetzt so zum Beispiel auch über Ecken Menschen, die quasi sich in dieser ganzen Zeit radikalisiert haben und irgendwie islamistisch geworden sind und dann auf einmal so wegfahren. Also ich kenne Leute, die Denis Cuspert kennen oder so.

[02:26:36]

Oder kannten, muss man jetzt eher sagen ein deutscher Mensch, der sich dem IS angeschlossen hat. Mittlerweile gestorben ist oder so. Aber ich kannte diese Leute, die waren nicht so weit weg, sag ich mal. Und das war ja der Job als Rapper, als Rapper bekannt.

[02:26:54]

Das war nicht alles so weit weg von mir, und es war auch. Und ich wusste auch, dass es halt in diesem Feld einfach Menschen gab, die in ganz andere Richtung gegangen sind. Und das ist halt nicht, dass wir nicht alle eine Sache, dass nicht alle Musliminnen, nicht alle Potosí, dass wir nicht alle eine Sache sind und dass wir auch unterschiedliche, also alle immer so in Sippenhaft genommen worden sind, dass alles so verallgemeinert worden ist und diese Individualität abgesprochen worden ist.

[02:27:25]

Das war halt alles. Das wurde mir einfach zu der Zeit noch einmal sehr klar.

[02:27:31]

Darf ich eine Frage zum Journalismus stellen? Müssen Beatbox immer über beatbox Sachen schreiben?

[02:27:43]

Es gehört gerade zu diesem Podcast.

[02:27:47]

Ich schlüpfe demonstrativ in der Pause ein bisschen Bein.

[02:27:49]

Okay? Nein, natürlich nicht. Wer ich. Als ich an die Journalistenschule ging, wollte ich ganz klar nicht über diese Themen schreiben. Es war ganz früh, erinnere ich mich an ein Gespräch mit einer Kommilitonen. Wir haben da ganz, ganz früh gesagt Ich will jetzt nicht hier sein, die über schwarz sein spricht, über Rassismus sprechen, mich Theater, Rezensionen schreiben. Ich möchte Kulturjournalisten werden. Tja, Mina ist jetzt. Irgendwie hat es nicht geklappt, hat nicht geklappt.

[02:28:27]

Aber weil ich auch, weil ich auch ein Interesse daran habe. Ich interessiere mich auch dafür. Wenn man mal guckt, dann sieht man natürlich Es gibt auch Hocks, die nicht über sein Schreiben oder Medien machen. Und ich habe auch werden bei der Tagesschau einfach in dem Social Media Team gesessen und über ganz andere Sachen, Themen, ganz viele andere Themen umgesetzt, die nichts mit meinem Schwarzsehern zu tun hatten. Ich sage einfach so Diese Menschen gibt es auch schon.

[02:29:00]

Sie werden aber erst wirklich sicher. Ist es aber dann doch schon so, dass die meisten Menschen Journalist nennen, sich erst ein, dass man die erst kennt, wenn sie auch über Rassismus und Identität schreiben. Das ist natürlich auch blöd. Ja. Also, ich habe mich in einer früheren Phase meines Ichs. Dachte ich mal. Dann ist alles erreicht, wenn ich weiß nicht Leute, die einen Migrationshintergrund haben, nicht mehr ausschließlich über Migration arbeiten müssen, sondern und das hat mich immer schon fasziniert.

[02:29:40]

In den USA, die ich kennengelernt habe, oder auch Großbritannien. Da sitzen dann halt Moderatoren der Nachrichtensendungen, die sind jetzt zum Beispiel haben. Offensichtlich kommen die Eltern irgendwie aus Asien.

[02:29:56]

Und die machen halt die Hauptnachrichten Sendung, Punkt. Das war in Deutschland noch länger nicht so. Inzwischen gibt es Leute, die aussehen, als wären sie jetzt nicht in der 5 Generation hier in der Gegend rum gehangen. Aber dieses diese Selbstverständlichkeit fand ich einfach cool, bis mir irgendwann klar wurde, dass ist auch keine Selbstverständlichkeit, selbst in den USA nicht. Und wir sind noch längst nicht in diesem Zustand, dass Leute mit Herkunft nicht sehr schnell und dann auch sehr erfolgreich sind, wenn sie, wenn sie diese Rolle einnehmen und wenn sie sozusagen, weil sie halt ständig dazu gefragt werden.

[02:30:35]

Es gibt offensichtlich einen Markt von Erklär mir mal diese Community, an die ich nicht ran komme. Das ist jetzt eine sehr Journalismus und keine Frage. Aber ich habe mir die durchaus öfter gestellt, ob man nicht, ob der Medienbetrieb mich Leute auch in so eine Rolle reinbringt als Erklärer. Und die kommt dann nie wieder raus.

[02:30:53]

Es ist, glaube ich, auch. Zudem habe ich was darauf antworten. Ich glaube, man muss es ja auch so sehen, dass es entweder ich diese Journalistinnen gibt, diese BiB Journalist, die gar nicht darüber reden und so tun, als ob das nichts mit ihnen zu tun hätte. Und das ist, glaube ich, immer das, was man dann, was auch oft beliebt ist oder was erfolgreich ist, das man sagt, dass man einfach gar nicht dieses, was ich in meinem Buch nenne ich das acting white, das man so tut, als ob man, als ob man einfach auch dazugehört, ob das schwarz sein keine keinen Unterschied macht und auch das die Perspektive nie einen Unterschied macht.

[02:31:34]

Auch wenn ich jetzt Kulturjournalisten geworden wäre, dann wäre das natürlich auch würde mein Schwarzer natürlich auch eine Rolle spielen, welche auf bestimmte Dinge gucke.

[02:31:47]

Durch diese Perspektive, die ich habe, bestimmte andere Dinge mir auffallen oder ich besprechen werd oder auffällig. Das ist auch ganz wichtig. Aber wenn ich jetzt aber da gibt es halt oft keinen Platz für entweder man redet, man ist die Person, die über Rassismus und Identität redet, oder man ist die Person, die komplett nie darüber redet. Dazwischen gibt es nichts, dazwischen gibt es nichts, und da müsste Platz gemacht werden. Und eine Person, die das finde ich, wirklich heraussticht, die das hinbekommt, ist Mei T.

[02:32:25]

Kim, die Wissenschaftsjournalisten, die auch die Aussage so etwas Es war ein Moment, Moment, als sie den Tagesthemen Kommentar gesprochen hat, weil ich dachte So Corona zu Corona, weil ich dachte. Das tun wir jetzt so, als ob das das Normalste der Welt ist, aber das ist vorher nicht passiert. Ich habe es so nicht gewesen. Das war für mich alleine. Das war schon ein Moment der Freude. Aber das ist eben diese Wissenschaftsjournalisten, die aber auch schon mal Videos gemacht hat.

[02:33:01]

Zu der Frage Wo kommst du her? Und die auch bestimmte Fragen dieser rassistischen Fragen, auch Fragen zur Eugenik oder so. So ist Intelligenz vererbbar und so weiter. Die, die auch wissenschaftlich beantwortet, weil sie die Welt irgendwie etwas ist. Was auch? Weil es aus ihrer Perspektive eine wichtige, relevante Frage ist, die wissenschaftlich erörtert werden sollte. Das ist aber für mich noch etwas Neues.

[02:33:37]

Frage Es gab kürzlich diesen Moment, der auf Twitter gefeiert wurde, wenn ich mich recht entsinne. Ich sage jetzt mal Schwarzer Moderator, ich weiß nicht mehr so genau. Ich war zur Expertin in der Tagesschau Sportsendung zu irgendeinem Fachthemen befragt hat Ja, es geht Migration.

[02:33:53]

Was war das nochmal? Michael? Eigentlich ist meine These erfüllt. Die Welt hat sich dann verbessert, wenn es möglich ist, dass das passiert. Sie reden nicht über irgend so ein migrationsdebatte. Schuldig. dieBehörden Höre ich es so einfach ausdrücke. Aber dann ist es da. Es ist nämlich noch nie passiert, oder zumindest hat es keiner wahrgenommen. Es passiert sehr selten.

[02:34:17]

Aber man dieses Wahrnehmen, dieses Feiern, dieses Moment ist es auch wichtig. Dann kommen nämlich die Leute und sagen so Ja, warum redet er überhaupt darüber?

[02:34:28]

Das ist doch ebenso, dass man auch anerkennt, dass es ein besonderer Moment ist, es genauso wichtig. Und das tut man nur, wenn man, wenn man einmal darüber geredet hat, dass die Medienlandschaft sehr weiß ist. Also ich glaube, es braucht beides. Ich finde ich persönlich, zum Beispiel in der New York Times oder in bestimmten in den USA, in Medien, Häusern. Es ist zum Beispiel Reis oder Tee oder Brezeln. Das ist eine feste Kategorie, worüber man schreiben kann.

[02:35:03]

Es ist ein Thema, was man anklicken kann im Reiter, das man zeigt. Das ist etwas, das vielleicht unter Kultur ist, das eine Gesellschaft ist das eine, eine Sache, über die, die man Expertin sein kann und über die man fest schreiben kann, weil man weiß, dass es jetzt nicht ein Thema, was man mit einem Text irgendwie abhandelt. Und dann ist das vom Tisch. Und dann reden wir nie wieder darüber, dass das etwas eine, eine ist, ein Thema, das man immer wieder verhandeln muss.

[02:35:34]

Das ist ein Thema, was nicht einmal abgehakt wird, sondern das, was wir irgendwie lernen müssen aufzunehmen und irgendwie daran zu gewöhnen, dass wir darüber reden müssen und dass das zu uns gehört, auch wenn es so unangenehm ist. Und auch wenn wir wünschen, es wäre nicht so, aber das würde ich mir auch ein bisschen wünschen.

[02:35:56]

Ich erinnere mich gerade daran, dass ich mich mit Sara Nuru immer länger darüber unterhalten habe.

[02:36:01]

Ja, ich kenne sie nicht. Aber ich bin in Bayern aufgewachsen, ist aber mit äthiopischen Eltern und auch, ja, genau das, was du beschrieben hast, gerade für mich immer beschlossen hat.

[02:36:14]

Ich mache das nicht zum Thema. Ich rede darüber nicht. Bitte benutzbare ruhig ins Büro.

[02:36:20]

Es gehört zum Podcast. Bitte schreibt wütend.

[02:36:24]

Nein, ich sage Nein, werden wir wieder sagen, wir warens so als ich. Ich hab mich mal mit ihnen darüber unterhalten. Und dann erzählte sie. Sie wurde also Germany's Next Topmodel. Also eine schwarze Deutsche gewinnt diesen Wettbewerb im Fernsehen.

[02:36:42]

Und Teil dieses Gewinns dieser Staffel dieser Serie war, dass sie einen Werbevertrag bekommen hat mit einer berühmten Kosmetikfirma.

[02:36:52]

Und Teil dieses Gewinns war, dass eine Werbekampagne mit ihr fotografiert werden sollte. Und dann kam sie zum Shooting. Und man stellte fest Es gab überhaupt keine Blutprodukte für Schwarze. Das heißt, sie konnte. Wir haben dann verzweifelt versucht, ihr irgendwas. Am Ende haben sie dann Nagellack oder so gezeigt. Es gab keine Produkte für Ihre hautfarbenen.

[02:37:21]

Die Sache ist nämlich größer als man. Das ist natürlich ein ganz großer, essenzieller Schritt. Sara Nuru zu dieser Zeit James 6,3 geworden ist. Es war eine wichtige Message.

[02:37:40]

War aber auch bei Obama. Es gab gerade diesen Obama. Da wurde auch dieses Jahr Schikane. Das wurde auch bei. Das war auch in irgendeiner Form. War das eine. Welle geritten worden ist, aber die man dann auch mitnimmt, muss man, muss es auch irgendwo mitnehmen und dann strukturelle Veränderungen irgendwie dann auch weiter voranzutreiben.

[02:38:07]

Aber ja, es geht nämlich dann weiter. Es geht nämlich darum, dass man dann auch merkt, es gibt bestimmte Produkte nicht oder so. Aber es ist auch interessant, wenn ich irgendwelche Sachen. Ich war mal bei so einer Moderation, es hat auch mal Sachen moderiert von einem Green Screen. Und dann ist die Sache Was machst du mit den Haaren? Die müssen irgendwie plätten werden oder geglättet werden oder uns gerissen. Das ist irgendwie genau diese. Das heißt, eine Repräsentation von Afro han kriegst du vor einem Green Screen erst mal nicht.

[02:38:48]

Jetzt könnte man sich fragen Wäre diese Technologie weiter, gäbe es mehr Menschen, die schwarz sind, die sich irgendwie auch damit auseinandersetzen würden und vielleicht ein hohes Interesse daran hätten, dass diese Sachen irgendwie weiß ich nicht. Keine Ahnung, aber es ist halt aber bestimmt.

[02:39:08]

Es gibt einfach manchmal so strukturelle Hürden, die erst aufgezeigt werden, wenn schwarze Menschen wirklich da sind. Denn das heißt ja, wie ihr seht, ist diese Produktlinie, dieser Raum, diese thematische Auslage. Was auch immer nicht für mich mitgedacht ist.

[02:39:31]

Darf ich dazu noch etwas fragen? Natürlich. Ich möchte demnächst eine Bekenntnis vorausschicken. Mir war nicht klar, dass alle schwarzen Frauen in den USA, die so super glatte Haare haben, Stunden und Stunden jede Woche damit verbringen, diese Haare glatt zu kriegen. Also sozusagen eine Miliarden Industrie existiert, manche sich mit Haarpflege beschäftigen.

[02:39:57]

Und ich habe das erst vor ein paar Jahren, als es erschien, dann auch größer. Du hast das auch erwähnt. Es gab Dokumentationen und große Geschichten dazu, und davor war das halt so. Klar, aber jedenfalls für mich nicht so einfach rezipiert wie jetzt, wo es diese Debatte darum gibt. Du hast dein Du beschreibst das auch, wie du in Philadelphia dann zum ersten Mal deine Haare geglättet hast, weil halt alle mit diesen geglättete Haaren herumgelaufen sind. Und was ist eigentlich das Ding?

[02:40:25]

Ich bin wirklich. Ich weiß noch, als mir das zum ersten Mal klar wurde, weil ich eine Geschichte gelesen habe. Das ist ein Riesending. Meint man. In der Regel würde man als schwarze Frau diese Haare glätten. Wo kommt das her? Was ist denn, was ist die Geschichte dahinter?

[02:40:46]

Also die Geschichte ist. Auch kann man es als schwierig die VERKüRZE erklären man muss wahrscheinlich mit Sklaverei anfangen, Sklaverei ist also nochmal ganz normal. Also bitte. Es ist natürlich diese ganze. Warum glätten sich schwarze Menschen auf der ganzen Welt die Haare? Kann man so beantworten, dass afro allgemein nicht als eigentlich als schön galt, aber auch vor allen Dingen nicht als Gesellschafts konform mit Afro haben wird. Eine Wildheit assoziiert eine, eine genau etwas unzivilisierte oder wie man es auch immer nennen möchte.

[02:41:51]

Da hängt ein Stigma dran, und das Glätten von Afghan Haaren ist quasi ein Signal, dass man sich irgendwie, dass man Kopfform ist, dass man angepasst ist, dass man sich irgendwie der weißen Welt angepasst hat. Das ist natürlich alles nicht ausgesprochen. Das ist alles irgendwo Nonverbalen. Angefangen hat es. Schon auch in der schwarzen Diaspora in den USA, weil Hãre einen ganz anderen Afro habe, einen ganz anderen Umgang und ganz anderen Stellenwert hatten und Frisuren. Da wurde ganz anders umgegangen.

[02:42:41]

Für viele Schwarze bedeutete eine bestimmte Frisur die Identifikation einer bestimmten Volkszugehörigkeit oder ob man Verheiratete heiratet oder nicht. Solche Sachen, und das wurde dann alles schwarzen Sklaven wurden dann die Haare geschoren, als sie dann passé in die USA oder auch nach Südamerika oder in die Karibik verschifft worden sind. Das heißt, man hat quasi diese ganzen Traditionen vergessen und verlernt, man hatte keinen Umgang. Man wusste, schwarze, versklavte Menschen hatten keine Möglichkeit, ordentlich mit ihren eigenen Haaren umzugehen, und daher kam eine.

[02:43:37]

Gewista, selbst Hass was gegen die gleichen Dynamiken wurden dann quasi nochmal während der Kolonialzeit auch auf dem afrikanischen Kontinent dann irgendwie nochmal wiederholt und bis heute, und das wird auch erst seit relativ kurzer Zeit.

[02:43:58]

Ich würde sagen so richtig aktiv das erste Mal in der Black Power Bewegung, aber dann gab es da kurz nochmal so eine Welle der Vergessenheit und dann ging das nochmal los. Diese These in Frage gestellt Warum wird Afrika eigentlich ebenso zu uns als unschön angesehen? Und dann gab es halt diesen Spruch, vor der Black Power Bewegung kam, der revolutionär war, dass man dachte braune Haut, dunkler Haut, afro Haare, weite Nasen, große Lippen, das alles schön ist.

[02:44:38]

Wir wollen gar nicht aussehen wie weiße Menschen. Das war ein unglaublich wichtiger Powern, da revolutionärer Schritt.

[02:44:47]

Und auch wenn die Beschäftigung mit Schönheit und so weiter immer als oberflächlich abgetan wird und gerade wir auch erst seit noch nicht so lange auch diesen Dualismus lösen, dass Schönheit und Intellekt nicht zwei Dinge sind Die eine Entweder oder Frage ist, dass das das Schwarze der Schönheit und der Umgang mit Beauty Standards, mit Schönheit, die es für schwarze Menschen, aber vielleicht auch für alle nicht weißen Menschen, für alle Menschen, die aus kolonialisiert Ländern kommen, ist eine unglaublich politische Frage.

[02:45:33]

Und wie ist es zum Beispiel, wenn du jetzt in Fernsehsendungen bist?

[02:45:40]

Also, das ist ja der Klassiker. Ist ja Wenn man Kastel einer Talkshow ist oder so. Dann kommt, wird man in die Maske gebracht.

[02:45:50]

Ich aber, dass du da lustige Dinge erlebt hast.

[02:45:53]

Früher schlimmer, als es jetzt ist. Zum einen, weil ich jetzt besser weiß, wie man mit diesen Haaren umgeht und meine Haare einfach ein bisschen besser aussehen als früher. Und das, was hat.

[02:46:07]

Was hast du da gelernt?

[02:46:08]

Also einfach so.. Ich meine, ich muss genauso wie Sara Nuru feststellen musste, dass es keine Produkte für sie gab, keine Schminke. Produkte bin ich natürlich damit aufgewachsen, dass es keine Produkte für meine Haare gab, dass da meine Haare überhaupt nicht mitgedacht worden sind. In deutschen Drogeriemärkten.

[02:46:29]

Deshalb, weil ich hatte das Glück, in Köln aufgewachsen zu sein.

[02:46:33]

Und irgendwann machte dann in der Innenstadt ein avro Shop auf, wo man doch und dann konnte man den konnte ich für teuer Geld irgendwie mir dort Produkte holen. Was ich als Kind auch der riesen Aufriss ist, nur dann auch nicht immer machst.

[02:46:54]

Und vor allen Dingen waren die Produkte damals auch noch viel schädlicher. Die waren voller.

[02:47:01]

Die haben gerochen, so absolut parfümiert und auch als normal. Die Produkte dahingehend sind besser geworden, weil die halt auch ausgelegt waren. Produkte für avro Haare waren auch ausgelegt, für geglättete Haare hauptsächlich. Die waren auch für chemisch geglättete Haare ausgelegt.

[02:47:24]

So habe ich den Faden verloren.

[02:47:27]

Es ging um die Fernsehsendung Was gelernt ist so aus.

[02:47:32]

Aber es ist ja alles gesagt Podcast. Ja, das man früher war, weiß ich noch. Ich hatte so eine Kindheit, wo ich manchmal zu Castings gegangen bin, wo ich Schauspielerin werden wollte und in so einer Schauspiel Agentur für Kinder war und da war. Waren die Haare so ein bisschen? So was machen wir damit.

[02:48:03]

Die Frage oder auch dann habe ich auch mit 819 in der Maske, dass die Leute in der Maske gesagt haben In der Maske haben Leute ohnehin schwierige Sachen gesagt.

[02:48:14]

Es gab keine. Es wurde dann immer so mit Haarspray versucht, irgendwie zu hantieren, was natürlich irgendwie Haarspray, nicht Naturkautschuk.

[02:48:27]

Afra Haare sind nicht so beeindruckt von Haarspray. Sag ich mal so drei Vetters haften braucht das zum einen, dann zum anderen, weil ich nur meine Haare, sondern auch dieses. Ein Spruch, den auch und da auch Grüße gehen rausholt.

[02:48:44]

Meine Mutter, die ja auch viel Zeit als Tänzerin in Masken verbracht hat, dieses begeisterte Make up Leute, die sagen Bei dir kann ich ja so richtig in die Farbtupfer greifen, die irgendwie denken Hey, Coupe, wir benutzen jetzt einfach mal diese und diese Farben.

[02:49:08]

Es sieht so Thaller aus auf deiner Haut. Diese Sachen waren. Das war halt immer schwierig, oder? Halt, dass man merkte, man hat keine Foundation in dem Hautton, und mein Vater gelblich blass aus, weil man eben nichts gab im eigenen Hautton. Das waren alles so Geschichten, die ich erlebt habe. Ich habe aber lange ich dadurch, dass ich das ist ja irgendwie das Witzige oder das Ironische daran, diese ganze Sache, dass schwarze Menschen ein Problem haben mit ihren eigenen Haaren.

[02:49:46]

Das ist ein Ergebnis von Versklavung, von Kolonialzeit, von weißer Vorherrschaft.

[02:49:52]

Aber mittlerweile ist es so, dass weiße Menschen sich gar nicht mehr so sehr damit beschäftigt, damit beschäftigen und das gar nicht so aufrechterhalten. Das ist aber längst schon innerhalb der schwarzen Communities maßregeln die sich quasi selbst.

[02:50:11]

Da ist halt Caisse. Das habe ich zumindest in den USA auch so erlebt. Das ist halt war. Es waren nicht weiße Menschen, die als ich angekommen bin, mit meinen Haaren und meinen Afro locken, die gesagt haben. Was ist los mit deinen harten schwarzen Menschen, die gefragt haben Warum gehst du die nicht? Es war einfach nicht zu verstehen, warum ich das nicht meine Haare, nicht Klette. Und auch ich weiß, dass zum Beispiel eine Freundin von mir aus können, ist Brasilianerin und hatte mal ihre Oma aus Brasilien zu Besuch.

[02:50:44]

Und sie war auch so. Ich hatte eine Freundin, es hat eine hübsche. Aber was ist mit der Nahen? Das ist einfach logisch. Er weiß einfach, dass dieses war. Aus der schwarzen Community gab es eine Erwartungshaltung an mich, dass ich meine Haare glätte und.

[02:51:09]

Witzigerweise mein Onkel, mit dem ich gelebt habe zu der Zeit wollte überhaupt nicht, dass ich meine Haare glätte, bei der einen aus dieser Black Power Bewegung haben und das auch sehr toxische Sache gehalten hat. Das habe ich dann angefangen, um meine Haare zu glätten, und dachte, das ist irgendwie ein Ausdruck von Selbsthaß. Ich muss aber auch dazusagen Das wird oft so weit komme ich oft nicht nochmal zu erklären. Ja, natürlich hat dieses Verstecken des eigenen Haars absolut was damit zu tun, dass das mit Selbsthaß und mit einer gewissen Form von selbst Ablehnung einhergeht, die teilweise auch oder die massiv auch gesellschaftlich so gefordert worden ist.

[02:51:57]

Kann man sich eine schwarze Frau vorstellen?

[02:52:02]

Mit Afro im Bundestag? Kann man sich das vorstellen? Irgendwie weiß ich nicht, was ich als Nachrichtensprecherin? Keine Ahnung. So sind wir schon soweit, dass das geht.

[02:52:16]

Vielleicht ist eine schwarze Frau mit geglätteten Haaren, vielleicht muss man also keine Ahnung. Das ist halt so eine Frage. Aber. Ich würde jetzt nicht. Ich bin absolut dagegen. Schwarze Frauen, die ihre Haare geglättet haben oder die irgendwelche Perücken aufhaben oder irgendwas zu verurteilen oder zu sagen Du hast dich für deine mittlerweile ist es wird da auch sehr viel mehr mitgespielt. Man kann auch nicht sagen, dass alle Frauen, die sich schminken, sich per se hässlich finden, oder das ist einfach.

[02:52:51]

Mittlerweile wurden diese werden diese Dinge auch genutzt, als dass man variieren kann, dass man auch für schwarze Frauen sehr viel akzeptabler, eine Perücke aufzuziehen. Das ist auch in irgendeiner Form bedeutet, dass auch eine größere Varianz von aufwächst. Mittlerweile kann man das nicht mehr so genau sehen, was man sagt alle Menschen, alle schwarzen Menschen, ihre Haare nicht glätten, haben eine Form von selbst Akzeptanz, die schwarze Menschen, die ihre Haare glätten, nicht haben. So einfach ist das dann auch nicht.

[02:53:30]

Wir dürfen heute alle Kinder Fragen stellen.

[02:53:32]

Ich finde es super, dass es auch so freundlich erklärt Wirklich, ich möchte das noch einmal wertschätzen an dieser Stelle, weil ich halte es nicht für selbstverständlich, wenn man es wie in deinem Fall wahrscheinlich 800 mal erklärt hat, jetzt uns nochmal zu erklären. Ich habe noch so eine Frage.

[02:53:49]

Ja, bitte schießend. Aber nur ich traue mich, die zu stellen, weil das in einem Buch auch schreiben. Deine erste Bewegung? Ich könnte hier Schauspielerin werden, hat natürlich mit deinen Eltern. Nehme ich mal an. Hat auch mit deinem Elternhaus zu tun. Du bist ständig auf Bühnen rum gehangen. Es ist aber auch eine Rolle, die akzeptabel ist. Also sozusagen hättest du jetzt gesagt, ich bin jetzt, wie jeder Hörer dieses Podcasts ja schon mal 20 Sekunden dauert.

[02:54:14]

Ich habe jetzt Physik studiert. Hätte es jetzt gesagt, ich werde Physikerin, hätte es mehr Irritationen hervorgerufen, als würde ich sagen Ja, ich überlege so Schauspiel. Vielleicht könnte ganz interessant sein, später zu gesagt Sport, du hast natürlich durch deinen Vater ein Vorbild. Aber es ist wahr auch. Du schreibst jedenfalls auch ein akzeptabler Berufs Zweig, in denen du dich begeben hast. Es gibt bestimmte Klischees, die auch bei der Berufswahl eher oki sind als andere Klischees.

[02:54:43]

Definitiv.

[02:54:45]

Schwarze Menschen in der Unterhaltungsbranche und im Sport sind sehr viel mehr da.

[02:54:54]

Da werden sie halt erwartet, und da werden sie auch in irgendeiner Form einsortiert. Ich muss sagen, mit dem Schauspiel ist es nochmal bis komplizierter, ist komplizierter, weil es natürlich auch um Rollen geht. Und wie viele Rollen gibt es für schwarze Menschen, denen ich absolut klischeehaft sind? Tatort-Kommissarin mittlerweile.

[02:55:15]

Aber seit wann der mittlerweile mittlerweile, seit vier Wochen, seit gut acht Wochen? Das ist halt auch die Frage. Und dann auch immer die Frage, was auch uns allen klar war. Also uns allen, Hocks und vor allen schwarzen Menschen so. Wenn da schon eine schwarze Person ist, dann gibt es keine zweite. Es gibt halt nur eine Person. Man kann halt, da ist Platz für eine Hand, und das ist so, wie es ist.

[02:55:43]

Ich habe das Wort vergessen, das zu benutzen tut, tut.

[02:55:49]

Jetzt, da ist sie ja eher genau so. Das reicht jetzt aber auch. Ja, genau, dass man quasi nicht talken ist, wenn man, wenn man quasi als Feigenblatt gilt oder als Maskottchen in der Hinsicht, dass man keine wirkliche Diversität, Diversität, eine Performance ist, nicht wirklich ein struktureller Wandel ist, dass man es eigentlich nicht möchte. Oft kommt man talken, werden immer so verschrien, und du bist mal ein Talken. Ich muss auch sagen Leute, die talken sind, die machen dann auch schon.

[02:56:23]

Die sind ja nicht komplett. Die werden oft auch ausgenutzt, aber auch nicht komplett machtlos. Es darf halt nicht bei diesem Tokens stehenbleiben. Oft fängt es halt mit trockenem an, und wenn, dann ist halt die Frage, wie sich der Tokens verhält, wenn er talken, sich, sobald er den Fuß vor die Tür hat, denn da auch drin lässt und dann hinter sich winkt und sagt Kommt alle schnell hinterher. Dann ist es gut. Wenn der talken, aber hinter sich die Tür zumacht und sagt Ich bin drin, kein Interesse, hier in irgendeiner Form noch irgendwas anderes zu ändern.

[02:57:00]

Dann ist es natürlich. Nichts bringt es überhaupt nichts. Aber der Token muss die Bewegung voranbringen. Das ist sein Job. Das ist der Job des Tokens. Ist es nicht cool zu sein? Aber da kommt halt, man kommt da nicht so drum rum. Also irgendjemand muss es tun.

[02:57:15]

So ist Deutschland bereit für eine schwarze Kanzlerin. Ich hoffe, ich lache lange.

[02:57:27]

Ich will hier immer nur die Frage, ob eine Kanzlerin die richtige Seite seien.

[02:57:32]

Jetzt irgendwelche schwarzen Frauen zuhören. Und sie haben dieses Lachen entmutigt. Please, bitte hört nicht, hört nicht auf. Ich bin einfach eher Realist, sehr pessimistisch eingestellt. Und deshalb sage ich solche Sachen oft. Aber ich möchte Menschen, andere Menschen nicht entmutigen. Das will ich noch dazusagen. Aber jetzt grad bei Behob, weil jetzt Gnade.

[02:58:03]

Eine schwarze Kanzlerin auf der anderen Seite kommt halt echt auf die Person an, aber ich glaube, er sei ehrlich gesagt nicht. Wir sind noch nicht mal da. Muss noch irgendwie andere Sachen passieren, wenn die Leute schon irgendwie anfangen zu heulen. Wenn Ingo Zamperoni einmal sagt Ich bin für Deutschland und Italien, und dann liegen Leute am Boden und heulen, dann weiß ich auch nicht Hab ich nicht das Gefühl, dass Deutschland bereit ist für eine schwarze Kanzlerin? Ne?

[02:58:35]

Ich weiß Sie, wir waren ja was ist eine akzeptable Rolle?

[02:58:40]

Schauspielen ja, Bühne, Sport.

[02:58:46]

Woher kommt, woher kommt das eigentlich?

[02:58:49]

Weil das einfach ganz oft und ganz lange Nordbahn. Menschen irgendwie akzeptiert worden sind, Letztendlich ist es ja auch so, dass diese ganze. Da habe ich diese ganze.

[02:59:07]

Problematische Sache mit diesem Gedanken der physischen überlegenheit von schwarzen Menschen, die sich ja afrikanischen, die afrikanischen Läufer, genau die berühmten afrikanischen Christoffer nicht laufen ja, deswegen kennen wir natürlich alle Mythen.

[02:59:24]

Genau das Hochland in bestimmten Regionen und das eine Dorf, wo alle Weltmeister.

[02:59:30]

Und genau das ist ein Klischee. Aber es wird ja auch erfüllt. Das Klischee.

[02:59:35]

Naja, es ist halt auch die Frage ist halt, wo man, wie man schwarz sein, auch definiert.

[02:59:42]

Also wenn man, wenn man sagt, die. Weil sie nicht. Die läuft ja Sprinter, die letzten Weltmeister waren wahrscheinlich alle schwarz. Aber die kamen nicht alle aus dem gleichen Land, die kamen sie alle. Die sind nicht alle, die kamen halt eben nicht alle aus dem gleichen Dorf. Die sind alle sehr unterschiedlich.

[03:00:10]

Diese Marathon Typen, die kommen, glaube ich, alle quasi aus dem Umkreis von 100 Kilometern oder so. Da kann es gut.

[03:00:17]

Dann kann es aber sein, dass es nicht an der einen Schwarzen liegt, sondern vielleicht daran, dass Sie mehr Hämoglobin in Ihrem Körper haben. Dadurch, dass Sie in bestimmten Hirnregionen leben? Keine Ahnung. Ich weiß es nicht. Es kann natürlich sein, dass eine bestimmte, eine bestimmte Bedingungen, die dann in diesem, an diesem Ort vielleicht gegeben ist, dazu führt, dass sie eine höhere Ausdauer haben. Das hat aber dann erst mal nichts mit Ihrem Schwarzsehern zu tun.

[03:00:45]

Und auch das muss man ja auch sagen, ist ja auch schwarz. Menschen sind halt eben nicht eine Sache, und da werden sie. Aber sie werden oft so gesehen. Es wird halt oft so gesehen, als ob alle schwarzen Menschen keine. Als ob die genetische Varianz sich halt, ob schwarze Menschen eine genetische Einheit haben und weiße Menschen eine genetische Einheit haben und sich mehr ähneln. So einfach ist es ja auch nicht. Also ich habe ja auch mehr genetisch gesehen, mehr Weiße.

[03:01:23]

Vorfahren als Schwarze Ihnen zum Beispiel? Ich bin trotzdem schwarz und wenn ich laufe, dann sagt niemand Ah, da kannst du schwarz bist. Aber das ist ja gerade Sport.

[03:01:38]

Ist ja eine akzeptierte Art und Entertainment aufzusteigen.

[03:01:42]

Soziale aufzustellen ist zum einen. Ich finde, ich habe ja auch Sport studiert, und da haben wir natürlich auch sehr viele rassistische Klischees und weiß auch, dass es ein schweres Verhältnis, wenn es immer heißt Alles, was man kann, alles, was man gut kann und das war in meinem Fall wahr, ist. Laufen, Springen und tanzen, ist das alles kein Talent von mir, sondern alles hat etwas mit meiner, mit meinem Schwarzfahrern zu tun. Und das ist anscheinend etwas, was mir was von mir zu erwarten ist, das komisch wäre, würde ich das nicht können.

[03:02:15]

Und das macht irgendwie auch etwas mit einem, das man eben nicht Individuum sein kann mit Talenten, sondern dass man das alles anscheinend, was man kann, eine Selbstverständlichkeit ist, weil man so aussieht, wie man aussieht. Und auf der anderen Seite glaube ich, dass zum Beispiel Sport eine Sache war, wo schwarze Menschen Platz und Anerkennung gefunden haben.

[03:02:44]

Auch weil Sport halt in irgendeiner Form so eine gewisse Ehrlichkeit hat. Man ist halt am schnellsten, oder man ist es halt nicht, auch wenn wahrscheinlich Hitler das überhaupt nicht gut war. Jesse Owens damals gewinnen zu sehen? Bei den Olympischen Spielen kann man nichts daran ändern, dass das ist. Da gibt es keine. Da gibt es keine Interpretationen. Und deshalb ist Sport nach wie vor für viele schwarze Menschen eine Option, auch irgendwo Erfolg zu haben.

[03:03:19]

Fantastische Do&Co hab ich gerade am Wochenende geschaut, die Michael Jordan Chicago Bulls duckten. Es hat mir schon mal jemand irgendwo. Ich muss es sehen. Aber interessant auch, weil natürlich.

[03:03:31]

Da ist jetzt meine nächste Frage. Michael Jordan Scottie Piepen diese Spieler von den Chicago Bulls auch ihre Lebensgeschichte erzählen und dann aber auch im Falle von Michael Jordan? Ja, dann, als es dann als Token wieder sagen würdest Der hat ja da nicht die Tür aufgehalten, sondern der wurde ja dann auch gefragt, sich zu engagieren für schwarze Politiker. Und der hat dann diesen Satz von ihm, der bis heute vorgehalten wird Republikaner.

[03:04:09]

Also, die Sache ist ja, es ist ja auch blöd. Also auch ungerecht, dass jede Entscheidung, die man trifft. Mit so viel Verantwortung kommt man nicht einfach wie jetzt. Irgendwie weiß es nicht. Ich mache das jetzt einfach. Niemand verlangt von mir, dass ich jetzt hier irgendwie. Jemanden mit Ziege oder Wurm? Ich mache, ich bin einfach hier, keiner stellt Fragen oder keine Frage.

[03:04:40]

Das ist natürlich auch gemein, dass man nicht sagen kann Hey, ist man irgendwie gebunden, ist an diesen, an diesen Kampf für Gerechtigkeit, das erwartet wird, und dass man da sich dem nicht entziehen kann, kann man sich wirklich nicht entziehen.

[03:05:00]

Na ja, man kann sich leicht teilweise entziehen. Wenn man also man kann ihn natürlich irgendwie aktiv anerkennen. Oder man kann, wie jetzt Michael Jordan anscheinend sagen Nee, ich mache da nicht mit. Ich möchte. Ich möchte nicht politisch sein. Ich möchte nicht politisiert sein, muss aber immer noch die Sache selbst schon gar kein Bock drauf hat, er immer noch eine wichtige Repräsentation Figur ist und immer noch in vielleicht irgendwelche kleinen schwarzen Jungs beim Basketball spielen sehen.

[03:05:34]

Und er ist dann das Vorbild und schafft Rassismus. Warum?

[03:05:40]

Weil. Wir gleich mal von ihm etwas fordern, was nur aufgrund seiner Rolle der ist nun mal schwarz! Eine Pflicht von ihm ist, und er möchte das gar nicht. Und wir sagen doch Du bist du. Du hast es vorhin so schön erklärt. Jetzt hat er die Tür aufgestoßen. Beim Basketball gibt es extrem viele sehr erfolgreiche schwarze Spieler. Jetzt hat er diese Tür geöffnet.

[03:06:05]

Er muss doch unsere Sache vertreten. Das ist doch alles längst in. Ist jetzt nicht blöd. Wenn nicht, aber fällt mir in dem Moment auf Du drängt in eine Rolle, und ich könnte mir vorstellen, wenn ich das wäre. Ich hätte überhaupt keine Lust. Ich wollte vielleicht Basketballspiel. Lasst mich doch in Ruhe, lass mich bitte, ich will nicht.

[03:06:25]

Ich will einfach nur Baseball spielen. Diese Rolle darf es nicht. Das geht nicht, weil Jochen, du bist nun mal dieser Daoud. Du hast eine Verantwortung, da kannst nix. Es ist jetzt halt so. Also werde ich gefälligst gerecht. Ich habe keine Wahl.

[03:06:41]

Da würde es nicht Gott.

[03:06:44]

Also habe ich meinen einfachen Worten versucht. Ich weiß, dass es sehr schwer, das zu diskutieren. Aber es ist auch eine Form von Projektion, die dann wiederum stattfindet, und eine ganz neue, investierte Form von. Er steht jetzt halt für etwas, das viel größer ist als er selbst. Und auch wenn er das nicht will, wenn der vielleicht nur Schuhe verkaufen will, cool Basketball spielen und ansonsten seine Ruhe haben will.

[03:07:11]

Das geht ja. Die Sache ist Genau das geht nicht. Und in irgendeiner Form sagen wir ja, das ist Rassismus. In der Form ja, das ist ein Effekt von systemischen Rassismus. Das ist der Grund, warum wir Wörter brauchen wie schwarz und Weiß. Das ist der Grund, warum wir darüber reden müssen. Weil wenn Michael Jordan genau das Gleiche macht, was ein weißer Mensch auch machen würde. Hat es dennoch einen unterschiedlichen Outcome, hat und bewegt die Welt in eine andere Richtung.

[03:07:51]

Und das ist halt der Grund, warum wir diese Debatte führen müssen, bevor irgendjemand noch irgendwas gemacht hat, was wir als, sage ich nenne ich jetzt klassischen Rassismus bezeichnen. Eine explizite Beleidigung ausgesprochen hat oder irgendwie gesagt hat man schon gehört hier nicht hin. Das ist einfach, das meine ich mit einer größeren Rassismus Debatte, die man führen muss.

[03:08:20]

Und ja, aber natürlich wäre es auch sehr, sehr hilfreich, wenn weiße Menschen diesen diese Debatte besser kennen würden, sie besser verstehen würden und auch etwas tun würden, diesen strukturellen Wandel voranzutreiben.

[03:08:45]

In der Hinsicht ist Michael Jordan jetzt vielleicht nicht irgendwie dafür sorgen muss, dass Leute irgendwie nicht Republikaner wählen, aber weiße Menschen könnten das auch oder so. Aber letztendlich geht es zum einen das, was weiße Menschen wie sie nicht abnehmen können, ist die Frage der Repräsentation und die Wirkung und die Macht der Repräsentation. Man, wenn ich mich heydt reflektiert sehe in bestimmten Positionen, dann gibt mir das ein anderes Selbstverständnis. Das kannst du lieber Jochen und Christoph, auch wenn ihr wollt, könnt ihr das leider nicht für mich tun.

[03:09:26]

Aber wer ist dein Michael Jordan? Ist das Beyoncé?

[03:09:34]

Irgendwo ja, irgendwo nein. Bei José. Keine Ahnung, ich bin zu. So wie Michael Jordan, meinte Jordan, aber okay.

[03:09:49]

Die Sache ist halt ich kann sagen Kann ich, kann ich Pierson? Ich finde das auch nicht okay, wenn Leute das von mir erwarten würden, dass ich bin. Was?

[03:10:03]

Was ist nochmal das ganz Tolle an Beyoncé?

[03:10:07]

Das ist ja auch die Sache, dass sie perfekt ist, dass sie halt einfach mal kannst du dich erinnern als an Beyoncé mal so ein richtig krassen Fehler gemacht hat. Ich kann mich nicht daran erinnern. Ich kann mich nur daran erinnern, dass Beyoncé immer wieder richtig krasse Shows gemacht hat und richtig Kraft. Irgendwas irgendwie immer ist einfach Wahnsinn, und das schon seit Jahren. Und das ist halt eine sehr, sehr gute Entertainerin, die es einfach sehr gut, aber auch sehr ärgert sich, wenn man diesen Film gesehen hat, diesen homme comic-figur auf Netflix hat.

[03:10:43]

Das ist einfach auch ein bisschen krass. Du arbeitest halt einfach die ganze Zeit. Ich will das vielleicht nicht machen, aber eben jemand. Es gibt natürlich irgendwie viele Vorbilder. Ich glaube zum einen. Habe ich das Glück, eine schwarze Mutter zu haben und schwarze Schwestern zu haben? Und ich bin auch mit meiner schwarzen Oma aufgewachsen. Das heißt, ich hatte schwarze Frauen um mich herum. Ich war nicht. Ich habe mich nicht so ganz alleine gefühlt wie viele andere schwarze Kinder.

[03:11:21]

Und dann gibt es halt unterschiedliche Leute. Ich glaube, wer zum Beispiel so im Fernsehen richtig wichtig war, hat eine Testphase. Wer, bitte nochmal Entschuldigung, hat eine Testwahl.

[03:11:35]

Die ist schon okay.

[03:11:38]

Maria horcht auf. Maria Pia Alle wissen es, und ich weiß nichts.

[03:11:46]

Okay, erklärt Sway, war einfach eine schwarze oder eine schwarze Moderatorin. Mittlerweile habe ich auch DJane oder so.. Also einfach eine Frau, die ich im Fernsehen gesehen habe, die halt irgendwie bei MTV und bei ZDF und irgendwie die bei ProSieben und beim BB irgendwie Radio Moderatorin. Die hat einfach unterschiedliche Kuckart, während sie das ist schon okay.

[03:12:11]

Das ist auf jeden Fall fand ich die mega cool und war super. Super Spitze, das Vorbild habe ja auch so unterschiedliche Leute, dann glaube ich das.

[03:12:30]

Es gab hier schon zur Repräsentation. Viele Leute nennen ja auch Arabella Kiesbauer ist auch eine Schwarze, kennt sie nicht?

[03:12:42]

Kenne ich doch eigentlich keine Arabella.

[03:12:45]

Sie hat ja ganz lange eine Talksendung, die war jetzt irgendwie nicht, die jetzt nicht so viel für mich persönlich macht, muss ich sagen. Aber ich habe sie oft gesehen, und das macht wahrscheinlich auch schon einen Unterschied. Dann gab es Milka bei Viva.

[03:13:01]

Ja, stimmt. DNA, die halt leider jetzt einfach die schlimmste Schau der Welt moderiert.

[03:13:06]

Aber es bricht mir das. Aber wieder nur eine Totgeburt. Es gab halt schon gerade sag ich mal für schwarze Menschen, die wirklich aussehen wie ich, weil ich mal so mixt. Kids Gab es auch Repräsentation. In Deutschland zu meiner Zeit, die aber auch sehr viel in diesem Unterhaltungs in dieser Unterhaltungsmusik schiene. Vor allen Dingen aufgetaucht sind die jetzt nicht, sich in irgendwelchen Intellekt, in den öffentlich rechtlichen nicht so zu sehen waren oder irgendwelchen. Intellektuellen oder politischen Talkshows oder so.

[03:13:59]

Da waren jetzt nicht so eingeschalten Deutschen James Baldwin gab es jetzt eigentlich.

[03:14:06]

Sagen wir mal Zeit. Naja, wir sind ja hier mittendrin. Sag mal, Jochen Jan-Christoph, ich dachte mir gerade Hättest du vielleicht Lust, aber wir können kurz unterbrechen, wenn du möchtest, Christoph. Ich hätte so das Gefühl, das wäre ganz schön jetzt.

[03:14:27]

Pass auf! Kannst du erklären, was wir jetzt machen? Der Jochen hat so ein Spiel vorbereitet.

[03:14:33]

Das macht das Spiel vorbereitet. Das heißt A oder B weiter.

[03:14:39]

Das ist sehr wichtig, und es ist der Killer. Leute ist wahnsinnig leid. Aber ich habe 82 Fragen.

[03:14:47]

Das spiegelt folgendermaßen unser wider. Ja, es ist alles normal. Alle sagen, das ist mein Leben, das ist mein Leben. Ich habe mich eben vorbereitet. Jochen sagt, er hat acht Milliarden Fragen, und ich war 82, Schatz.

[03:15:09]

Also nochmal von vorne. Leute, wir spielen jetzt A oder B oder weiter Wenn du möchtest, natürlich.

[03:15:15]

Aber es gab noch nie ein Gast. Selbst der deutsche Außenminister hat alle Fragen versucht zu beantworten. Es gibt Zusatzgeräte, Abgründiges jedenfalls. Das Spiel ist ganz einfach erklärt. Nochmal für alle, die noch nie alles gesagt gehört haben.

[03:15:31]

Ich sage jetzt Die Folge mit dem Außenminister war übrigens sehr, sehr gut. Ja, es war besser. Es war wirklich sehr lustig. Aber weil es sitzens Boyle. Boyle Ich lese Begriffspaar vor. Ich lese jetzt Begriffspaar vor, wie zum Beispiel Hund oder Katze. Und dann kannst du antworten, oder?

[03:15:58]

Hund? Na und? Aber du kannst auch weiter sagen. Und das Problem ist Es gibt die Dorothee Bär mit Rizzo Fußnoten. Regel Du kannst bei 82 Fragen nur in zehn Prozent der Fragen weitersagen, nämlich achtmal. Und beim Rest musst du halt antworten. Und ich passe auf. Harmon, der Chefredakteur des ZEITmagazins, hat die komplexe Aufgabe zu zählen.

[03:16:21]

Wie oft du weiter sagst und ist sehr streng, werden fast eine Staatskrise in diesem Außenminister Podcast hervorgerufen, nichts verraten. Boyle Also, jetzt geht's los.

[03:16:34]

Ach so, das Wichtigste, das nenne. Das Wichtigste ist Du musst ganz schnell gehen.

[03:16:41]

Ich noch.

[03:16:43]

Daniel Kahneman Sonder wichtig.

[03:16:45]

Regel ist ein Schlenkern. Bucher Genau. Bucher ist sehr gut. Ich finde den Weißwein ganz hervorragend. Ich bin ja sonst nicht so für deutschen Weißwein.

[03:16:54]

Aber das ist ein deutscher Weißwein. Es ist ein deutscher Weißwein. Pfalz? Ja, genau. Okay, also, jetzt geht's los. Snus oder aufstieß? Achtsamkeit oder keine Zeit?

[03:17:18]

Ja, oder vielleicht?

[03:17:23]

Vielleicht teilen oder haben was teilen oder heilen drinnen oder draußen draußen Räucherstäbchen oder Fenster auf, Fenster auf Helm oder kein Helm monogam oder mir doch egal monogamen.

[03:17:49]

Aber mir doch egal. Ich monogamen aber, wie es mir generell monogame oder mir? Dann war mir doch egal.

[03:17:57]

Tinder oder analog was?

[03:18:00]

Tinder, Tinder oder Tinder oder andere alt oder neu?

[03:18:08]

Nein, Tutu or not to Tutu. Verbreitet wird Tiefe schnell Antworten an oder aus.

[03:18:25]

An iOS oder Android ist Twitter oder Facebook. Twitter, Twitter oder Instagram oder Facebook, WhatsApp oder Signal?

[03:18:50]

Was sollte man und was hat man?

[03:18:54]

Will WhatsApp, was Skype oder Zoom?

[03:19:00]

Skype, Skype, Telefon, Telefon, Hamstern oder Hungern. Weiter. Ein Spazieren oder Joggen, Spazieren oder kein Workout mit Maske oder ohne Maske, eine Maske, Desinfektionsmittel oder kein Desinfektionsmittel? Desinfektionsmittel, bio oder regional, hier oder regional, bio oder regional?

[03:19:30]

Er spricht manchmal ein bisschen undeutlich nach dem eingeschweißte Bio, Gurke oder Plastik, freie Normale Gurke, Gurke, vegane Wurst oder keine Wurst, Soja oder Hafer, Hafer, Globuli oder Aspirin.

[03:19:54]

Waffel oder Becher Prosecco oder Kimmo Champagner oder Kimmo Champagner trocken oder lieblich trocken aufschneiden oder wegschmeissen, ausschneiden oder wegschmeißen?

[03:20:12]

Ich sage aber mal aufschneiden, Flugschau oder Zug stolz, Zug stolz Rollkoffer oder kein Rollkoffer?

[03:20:23]

Rollkoffer TV oder Netflix? Netflix? Messie oder Kondo?

[03:20:31]

Marica nun mal wieder einer der wenigen Gäste, die die Frage überhaupt verstanden haben oder nach Datum?

[03:20:48]

Nachname oder nach Datum, nach Namen oder nach Datum sortiert nach Name, Datum, nach Datum, Nachnamen oder nach Farben, nach Namen Lesen oder Schreiben, Schreiben, Buch oder E-Reader, Buch, E-Reader oder gar nicht lesen.

[03:21:10]

Weder Gender neutrale Toilette oder keine Toilette, keine Toilette Luc oder Hanover, Episode 4 oder Episode VII ich weiß nicht was.

[03:21:26]

Episode VII, Ostküste der Westküste. Das ist jetzt schwierig. Es kommt drauf an, welches Land man nimmt.

[03:21:35]

Aber ich sage Ostküste, die Schweiz soll New York, Philadelphia oder Boston Philadelphia.

[03:21:55]

Hallo Hip-Hop oder rnb?

[03:21:59]

Kommt die schlimme Frage. Wie kann es nicht weiter? Ich kann es nicht. Nußbaumer oder Jazzy? Sie Jazzy oder Dreck? Nicki Minaj oder Missy Elliott? Beyoncé oder Rihanna?

[03:22:28]

Bis entweder auf Platte oder auf CD auf Platte Bach oder Beethoven, Bach mit Kopfhörern oder ohne Kopfhörer mit Kopfhörern tanzen oder gucken tanzen.

[03:22:47]

Bauder Club.

[03:22:54]

München oder Köln, München, Berlin oder München? Berlin Karneval und Oktoberfest, Karneval, Handtasche oder Rucksack, Rucksack, Rucksack oder Bauchtasche, Bauchtasche bei Rot oder bei Grün, bei Grün, Rot oder Grün.

[03:23:15]

Rot, gelb oder grün? Gelb. Gelb oder schwarz? Schwarz oder Walter-Borjans kennt Kühnert oder Habeck weiter.

[03:23:33]

Drei Habeck oder Bernburg Bierbank Gabriel oder Schulz. Schulz, Nahles oder Schulz? Nahles? Lafontaine oder Gysi? Gysi, Söder oder Laschet? Merkel oder RKK Merkel, Merz oder Merkel?

[03:24:01]

Merkel, Laschet oder Merkel? Merkel, Söder oder Merkel?

[03:24:07]

Trump oder Putin? Weitere fünf. Sie hatte doch ein weiter. Sie hat es geschafft.

[03:24:16]

Tatsächlich bist du eine der ganz wenigen Kandidatinnen, die sie geschafft haben. Die Frage, die Frage ist, so wenig weiter zu haben, dass es geschafft hast Du bist durchgekommen. Gratuliere.

[03:24:30]

Das sei ganz schön anstrengend. Gott, war das, Andrée? Es war echt eine. Für mich war es so anständig wie noch nie.

[03:24:36]

Was ist denn das Tolle am Karneval?

[03:24:39]

Ich habe nicht so viel. Im Vergleich zum Oktoberfest ist das Tolle an Karneval. Ich bin gar keine Karnevalisten, um ehrlich zu sein. Witzigerweise habe ich aber festgestellt, dass ich aus Köln raus war und auch nicht karnevalistischen Karneval auf einmal sehr vermisst habe. Als ich in München war, weil es irgendwie ein ganz typisches Phänomen von Menschen, die nicht in der Stadt leben oder in dem Ort leben, wo sie herkommen, dass sie das, was sie eigentlich blöd fanden, an dem Ort dann doch vermissen.

[03:25:19]

Was ist das Tolle am Karneval? Keine Ahnung. Schön, dass viele Leute kommen, wahrscheinlich warm und freundlich. Es gibt bestimmte Kostüme, die Kurse. Es gibt viele Kurse, über die uncool sind. Aber das ist das Coole, wahrscheinlich an Karneval.

[03:25:38]

Ich will eine private Erfahrung teilen. Ich habe ja auch in Köln gewohnt. Mir ging es genau so. Ich bin immer geflohen von Karneval, als ich in Köln gewohnt habe, als ich nicht mehr da war, hab ich die krassesten Carneval Erlebnisse gehabt. Weil es dann plötzlich in Ordnung war, mal zum Karneval zu feiern. Und diese Enthemmung fand ich immer. Als ich dann nicht mehr gewohnt habe, fand ich irgendwie schon toll.

[03:25:58]

Die macht mir so ein bisschen Angst. Auf diese Enthemmung muss ich sagen. Für mich ist es eher was Unangenehmes, weil die Zeit befeuert wird, oft mit Musik, die ich ganz schrecklich finde. Das ist das Konzept, genau mit mit keit, der sich auch nicht so gerne trinke. Also, ich trinke generell nicht so gerne Bier, aber das ist so ein bisschen mein Problem mit Karneval. Aber generell habe ich auch schöne Karnevals Erlebnisse gehabt. Karneval ist.

[03:26:31]

Mittlerweile kann das ja auch so fungieren wie so eine Art zweites Homeschooling. Für Leute, die aus Köln kommen, also viele Leute in der Stadt werden Karneval außer mir. Ich bin nicht da. Ich habe keine Lust auf Karneval. Aber dennoch würde ich mal sagen Stellvertretend für andere Leute ist das gleich das Coole an Karneval? Mein Kostüm. Um auf deine Frage zurückzukommen. Als Kind war ich Maus, und dann war ich ganz lange Fee oder Prinzessin. Weil ich meine Oma, meine amerikanische Oma hat immer die Kostüme genäht, was ein großes wärmeabfuhr richtig benennen und dann aber so Kostüme.

[03:27:15]

Es war auch mal so ein bisschen schwierig Thema, weil man sich als schwarze Person ja auch so überlegen muss. Man kann sich nicht so gut als Personen verkleiden.

[03:27:27]

Und dann generell dieses Erlebnis von. Dass viele Menschen sich als schwarze Personen verkleiden, ist nicht so cool, dass ich deshalb auch ein bisschen. Und es gibt ein. Ich rede ja. Aber auch an meinem Buch rede ich über Karneval und kulturelle Aneignung und die Karneval. Was natürlich ein Fest ist, was sehr politisch ist und gleichzeitig sich oft antirassistische positioniert, aber gleichzeitig sehr viel rassistische Tradition erhält. Das ist das Komische an Karneval.

[03:28:02]

Und erklär mal kurz Es gibt in vielen, vielen Karnevals Umzügen, nicht nur in Köln, sondern generell in vielen Faschings Umzügen einfach diese Tradition, dass Leute sich halt alle black fassen und sich als Afrikaner verkleiden und meistens auch oft rassistische Namen haben. Wenn die Afrikaner sind, dann so verkleidet, dass die halt irgendwie Baströckchen haben oder Knochen im Haar oder sowas. Das ist natürlich auch irgendwie so eine Kolonialzeit Sache oder so ein überbleibsel oder Tradition, die daher gewachsen ist.

[03:28:44]

Aber ich weiß noch, ich habe mich. Mit 15 habe ich mich als Tiger Lily verkleidet. Also, ich war auch so Federn im Haar und ein Kostüm, was ich jetzt auch nicht nochmal nehmen würden nehmen würde. Aber ich dachte damals halt So okay, was kann ich überhaupt werden? Welche Person kann ich werden? Ich kann Lily werden, weil Lily ist eine Brown Skin, die kann ich werden. Das war meine meine Denke aber dass deshalb auch kompliziertes Unterfangen.

[03:29:16]

Kostüme für Pelosi an Karneval. Darf ich noch etwas fragen zu deinem Buch Frag alles! Ich habe ja ganz am Anfang mal gesagt Du hast eigentlich jeden Schachzug schon vorweggenommen, den man so haben kann und den man durchdenken kann, jedenfalls wenn man sich nicht hauptberuflich den ganzen Tag mit Rassismus beschäftigt.

[03:29:44]

Und eines dieser Themen ist, das du auch wurde mir den Zahn ziehst ist. Man kann ja als weißer, älterer Herr Rassismus auch erleben. Man muss ja nur mal woanders hinfahren. Also sozusagen eine Entgegnungen in dieser ganzen Debatte. Ich weiß, wie es ist, rassistisch behandelt zu werden, und in meinem Fall war es halt mal nach Tokio. Paar Monate, dann weißt du auch, es gibt Rassismus gegen dich, den du sonst nicht so erlebst. Du entgegne.

[03:30:18]

Naja, aber trotzdem hast du wahrscheinlich auf der ganzen Welt ein Privileg, das du gar nicht wahr nimmst. Und selbst in Kulturen, die dir rassistisch gegenübertreten, ist es nochmal anders, wenn du ein ein weißer Mann bist, als wenn du jemanden anders bist, der dieser Kultur gegenübertritt, kannst du das nochmal erklären.

[03:30:36]

Es muss sich aber fragen, weil das ein hypothetisches Beispiel da warst du tatsächlich mal in Tokyo. Wie wahr. Ich habe sehr lange und öfter in Tokyo gelebt.

[03:30:44]

Also darf ich kurz fragen Welche Art von Rassismus, Erfahrungen? Gemahls? Es gibt verschiedene. Es gibt natürlich sehr positive Du bist als weißer Typ, da wirst du extrem freundlich behandelt. Das ist auch einer der Gründe, warum es so angenehm ist, da zu sein. Du stellst aber irgendwann fest, dass du auch so eine Art Tanzbär bist, also sozusagen. Man geht davon aus. Der Typ hat keine Ahnung, worum es hier wirklich geht. Er wird uns nie verstehen.

[03:31:17]

Du kannst auch noch so perfekt Japanisch sprechen, akzentfrei, dass die Leute am Telefon denken Du bist Japaner, und wenn sie dich dann treffen, und du bist ein hochgewachsener, norddeutscher, blonder Typ. Ich spreche jetzt nicht mit, aber ich kenne Bekannte von mir, die dort leben.

[03:31:33]

Du wirst immer als das Fremde behandelt. Man kann. Ich glaube, Japan ist eines der Länder, in denen man Rassismus auf eine ganz. Weiche Formen, oft aber auch sehr klare Formen erleben kann Man kommt in bestimmte Restaurants nicht rein oder nur auf sehr komplizierte Weise. Es gibt alle möglichen Mechanismen, die ich aus dieser Gesellschaft ein bisschen rauszuhalten.

[03:31:56]

Man braucht länger, um das festzustellen, und ist vielleicht jetzt nicht das beste Beispiel. Aber ich dachte so okey einfach dadurch, wie ich aussehe, werde ich. Ich kann nie in dieser Gesellschaft ankommen. Wenn man mit vielen Wessis redet, die versuchen, sich dort niederzulassen, stellt man fest Das geht nicht, weil du siehst einfach nicht so aus, als dürftest du Teil dieser Gesellschaft sein. Liebe Japanerinnen und Japaner, schreibt mir Protest, weil wahrscheinlich ist es eine fürchterliche Vereinfachung.

[03:32:27]

Es ist meine Erfahrung mit Jochen Du bist echt nicht von hier her, und du sagst mir jetzt Na, ich dachte okay, ich kann ein bisschen nachvollziehen, wie es ist, wenn man irgendwo fremd ist. Du sagst natürlich nicht völlig zu Unrecht. Trotzdem hast du wahrscheinlich weltweit oder in ganz vielen Kulturen bist du trotzdem anders behandelt, als du bist, als Weißer nochmal anders behandelt.

[03:32:54]

Natürlich kann man als weißer Mensch die Erfahrung machen, irgendwie dieses Anderssein. Was meinen Alltag prägt, dieses sichtbar sein dadurch, dass man einfach anders aussieht und wie man dann auffällt, dass man quasi, dass man das aufgrund seines Aussehens. Man einfach komplett anders behandelt wird. Wenn ich aber sage, der Rassismus, den oder das hast du dann quasi als Rassismus vielleicht verbucht oder bezeichnest, ist für mich kein Rassismus, weil er nicht auf struktureller Diskriminierung beruht.

[03:33:33]

Und da kann man halt keine. Da kannst du nichts und ich auch nicht, für das die Weltgeschichte halt so ist. Das ist quasi keine Kolonialisierung von weißen Menschen gab die, die das Japan, das das Verhältnis von weißen Menschen und japanischen Menschen natürlich auch im geschichtlichen Kontext gesehen werden muss. Aber. Was genau du wirst, vielleicht auch in Japan wird das als besonders werden bestimmte Gesichtszüge oder bestimmte Features von weißen Menschen als besonders attraktiv wahrgenommen. Die helle Haut, die die großen Augen, die blauen Augen.

[03:34:23]

Solche Sachen. Das ist irgendwie bereits attraktiv wahrgenommen. Wenn ich jetzt nach Japan gehe, dann passiert mir nicht das Gleiche. Ich bin auch sehr sichtbar. Ich bin auch. Ich kriege auch diese diesen Zugang zu dieser Gesellschaft nicht. Aber ich werde wahrscheinlich nicht so behandelt, wie du behandelt wirst. Das heißt? Dieser Rassismus sagen wir mal, wir setzen uns quasi gleich Wir sind zwei deutsche Menschen, die jetzt nach Japan fliegen. Dann werde ich trotzdem einen anderen Rassismus ausgesetzt sein einer strukturellen Benachteiligung, einem antti schwarzen Rassismus, der aus der Information gespeist wird, dass schwarze Menschen vielleicht kriminell sind oder dreckig oder irgendwie sowas.

[03:35:11]

Diese Vorurteile gibt es über weiße Menschen nicht. Es ist zwar trotzdem vielleicht eine blöde Erfahrung, dieses Anderssein und diesen erschwerten Zugang zu einer Gesellschaft. Und das kann vielleicht eine wertvolle Erfahrung sein, um eben nachvollziehen zu können, wie das ist, irgendwie in der Masse so hervor zu stechen oder so sichtbar zu sein. Aber du kannst als weißer Mensch nicht diesen Rassismus erfahren, den ich erfahre aufgrund von geschichtlichen Gegebenheiten. Und dann kommt ja auch noch dazu, dass dieser Rassismus das ist.

[03:35:52]

Ja, das wird mir total. Oft entgegenbrachte diese, die auf Lesungen auch das sagen. Aber als ich im Urlaub war. Und das passiert und so weiter.

[03:36:04]

Was meinst du damit, dass Leute dann so Geschichten erzählen wie Ich war im Urlaub, und da haben mich auch Leute gefragt, wo ich herkomme, und wir wollten Leute auch meine Haare anfassen oder so. Aber dennoch gehen diese ganzen Dinge, diese gleichen Dinge mit unterschiedlichem Grund, Information und Grund, Vorurteilen einher, die auch dank Kolonialismus auch in anderen Orten auf dieser Welt.

[03:36:31]

Trotzdem Diese Grundannahme herrscht, dass es besser ist, selbst in Ländern, wo nicht mehrheitlich weiße Menschen wohnen. Und deshalb kann ja auch kein kennen. Kannst du nicht hier Rassismus Erfahrungen machen? Die. Ich gemacht habe, Deshalb ist es so genau das ist nicht gleichzusetzen.

[03:37:02]

Du hast, du hast ja gerade so in einem Halbsatz gesagt Wenn wie Jochen, wenn du und ich jetzt zusammen bin wie jetzt nach Tokio fahren, dann wirst du anders behandelt als ich. Das schreibst du. In deinem Buch beginnst ein Kapitel auch mit einem.

[03:37:18]

Ich schaue mal kurz nach. Ich glaube, ist das vierte Kapitel mit einem mehrseitigen Brief an deinen Freund.

[03:37:27]

Und kündigt an, dass man über Rassismus reden muss untereinander, und sagt dann Dass ich schwarz bin, ist mir zwar bewusst egal, dass du weiß bist, ist dir nicht wirklich bewusst. Aber es wird ja bald klar werden Es wird dich verwirren. Wütend und traurig machen. Manchmal wirst du dich mit einer sturen Ignoranz dagegen wehren.

[03:37:51]

Ja, das stimmt. Ja, ich glaube, dass es meine Erfahrung mit nicht nur Beziehungen, aber auch mit Freundschaften, mit weißen Menschen. Natürlich es irgendwann mal diesen Moment geben wird. In Beziehungen verbringt man meistens mehr Zeit. Das heißt, es passiert in Beziehungen vielleicht öfter oder schneller, dass man anders behandelt werden wird, dass andere Dinge gelten. Dass zum Beispiel auch wahrscheinlich mein Freund oder meine weißen Ex-Freunde dann irgendwann mal festgestellt haben, dass das andere Fragen gestellt werden von ihrem Freundeskreis, die vielleicht auch ein bisschen Beikost sind.

[03:38:38]

Wie ist es denn, mit einer schwarzen Frau zusammen zu sein? Keine Ahnung, weiß ich nicht. Wie fühlt es sich an, eine schwarze Frau zu küssen? Solche Sachen, das sind Dinge, die auf einmal, die man auf einmal beantworten muss und die man dann merkt. Man ist vielleicht nicht das Gleiche. Man kann das jetzt nicht einfach so ignorieren. Dann sind natürlich diese berühmten Eltern Besuche, die teilweise auch echt schwierig sein können.

[03:39:13]

Hast du erlebt? Hast du das selbst erlebt? Klar dafür, dass Eltern dann irgendwie vielleicht auch mit so einer übermäßigen Freundlichkeit begrüßen, die vielleicht sagen, die so ein übermäßiges, überschwänglicher Interesse an der Person vielleicht signalisieren wollen. Teile Ich finde es so spannend und deine Haare, die sonst so toll und sodas so einfach irgendwie so eine ist, so eine. Das kann sein. Das kann passieren.

[03:39:42]

Was ja trotzdem. In der Abstufung stelle ich mir vor. Das ist auch befremdlich, wahrscheinlich.

[03:39:47]

Aber das Angenehmere ist als naja, das geht ja so oft miteinander. Es geht halt oft miteinander einher, das ist man kann. Es gibt halt einfach diese Situation, dass Leute irgendwie sagen Super nett sind und sagen Talare. Findest du es nicht auch? Ich hätte es so übertrieben, dass man jetzt im Focus sagen muss Solche Sachen können, sondern das kann einfach so schnell kann das so bleiben. Eine andere Haltung.

[03:40:17]

Was sagst du? Kommt drauf an..

[03:40:19]

Als ich jünger war, habe ich auf jeden Fall, weil ich sehr komplexe. Ich weiß gar nicht, wie ich das deutsche Botz war. Also habe ich mitgespielt. Ja, ja, ich weiß auch nicht. Mich stört es auch nicht. Also, das waren einfach Dinge, die ich auch geantwortet habe. Es hat lange gedauert, bis ich gesagt habe nämlich Hey, ich würde das. Ich finde das nicht gut, weil ich nicht diejenige sein wollte, die gerade erst einmal die Eltern kennenlernt, diejenige sein soll, die irgendwie Stress machen möchte oder Konflikte aufmachen möchte oder so weiter.

[03:40:52]

Man möchte ja gemocht werden, man möchte gemocht werden, und man hat es eh schon 3000 Mal hinter sich, und man denkt dieses eine Mal mehr. Dass man irgendwie sich nicht zur Wehr setzt, ist auch okay. Aber das sind halt auch diese ganzen und diese ganzen Erfahrungen, die ich gemacht habe, von wo ich einmal mehr mitgespielt habe und einmal mehr irgendwie den Komfort von meinem Gegenüber priorisiert habe.

[03:41:18]

üBer meinen eigenen sind auch ich nenne das jetzt, so Micro, Aggression, diese vielen kleinen Erlebnisse, die in irgendeiner Form, die nicht schlimm sind, aber in ihrer Anzahl dann doch einen großen Effekt haben, dass es auch ganz eigene Verletzungen also, die auch ein ganz eigenes Ding, was ich aushandeln muss, wo ich mir verzeihen muss, oder die angesammelte Wut, die ich in dem Moment runter geschluckt habe, die noch irgendwo in mir schlummert, schlummert. Die muss irgendwo handelt.

[03:41:56]

werden. Da muss irgendwie, mit der man sich im Umgang. Ich muss lernen, mit der umzugehen. Und es hat auch zum Beispiel lange gedauert, bis ich gemerkt habe, dass es besser ist, in diesem Moment doch was zu sagen und die ganze Stimmung richtig urquhart werden. Alles wird unangenehm. Dass ich danach aber mit einem besseren Gefühl nach Hause geht, das ist vielleicht nicht unmittelbar danach ein gutes Gefühl. Aber so über die Jahre, über die Reise, geht es mir damit besser, gesagt zu haben.

[03:42:32]

Dieses Kapitel über die Liebe ist das, was mich final von diesem Buch überzeugt habe, weil ich jetzt so was Tolles habe, ich so in so einfacher Sprache noch so klar analysiert, selten gelesen. Ganz toll. Wirklich? Wirklich toll war aber leider auch, weil es wieder jedem Schachzug vorwegnimmt, den man haben könnte. Auf diesem Feld, und du ziehst mir jeden Zahn, und man denkt so rasch, es geht auch nicht. Nein, und man ist so verzweifelt, und es ist ein Grundgefühl.

[03:43:05]

Deswegen hatte ich ja auch ganz am Anfang gesagt Am Ende.

[03:43:07]

Das Buch ist exzellent, weil es jeden Schachzug durchspielt. Aber es bleibt keiner übrig für mich. Das ist mein mein leider trauriges, was du nimmst mir selbst. Du nimmst mir selbst das Anrecht auf die Frage Was soll ich jetzt machen? Selbst diese Frage gehandelt zu haben, sagt die Jochim. Falsche Frage. Frag mich nicht, was du tun soll. Und dann sitze ich denke okay, alle alle Züge gespielt. Und jetzt?

[03:43:38]

Ja, was mache ich jetzt? Ja, das ist die Frage, die ich gerne, die ich nicht. Die Antwort darauf habe ich nicht. Das ist die Frage, die wir uns alle zusammenstellen müssen. Das ist eine Frage, die ich nicht alleine lösen kann, weil wenn ich die Antwort hätte, dann will ich auf jeden Fall in diesem kapitalistischem System für sehr viel Geld. Aber nee, ich hab die Antwort nicht, weil es so verzwickt ist und vertrackt ist und man das Gefühl hat, alles, was man angeht, wird irgendwo ein neues Problem aufmachen.

[03:44:21]

So ist es halt, wenn ich versuche, daran zu denken, was man machen kann, dann geht mein Hirn auch in Overdrive und platzt sehr schnell, so sich ich irgendwie denke.

[03:44:36]

Doch das ist ja ganz schrecklich. Jetzt aus dem konstruktiven Journalismus, aus dem lösungsorientierte Journalismus her gedacht. Du schreibst dieses ganze Ding, und am Schluss hast du mir alle Hoffnung genommen, dass irgendetwas, was ich machen könnte, jeder Schachzug ist.

[03:44:50]

Ja, ich komm mal, ich sage Ich sage auch.

[03:45:00]

Mein Tipp ist. Ich sage Das Verschieben von Aufmerksamkeit ist essenziell im Kampf gegen Rassismus. Das, was den Kopf kühlt, ist, sich Leute zu suchen, die einem verstehen, dass man Allianzen werden muss. Das ist für mich ein erster Schritt. Das ist das, was ich glaube, was jetzt gerade funktionieren kann. Die Frage ist Wem hörst du zu? Wen unterstützt du? Gibst du? Gibst du eine Plattform? Was erachtet du als wichtig, was du als unwichtig, diese Dinge innerlich und äußerlich?

[03:45:36]

Sich mal anzugucken und die zu verschieben, die es auch wichtig, dass es vielleicht mal eine, vielleicht mal einen Schritt, dass man das mal ein bisschen löst.

[03:45:49]

Aber ist das eine? Es ist ein Ratschlag an dich, selbst zu zeugen, also an uns alle?

[03:45:55]

Ja, klar. Das ist auch ein Ratschlag an mich selbst. Der ist auch sehr wichtig für dich. Als weißer Mann und für mich als schwarze Frau gelten ein bisschen unterschiedliche Aufgaben in denen, sondern Wie werden wir Rassismus los, oder Was machen wir im Kampf gegen Rassismus?

[03:46:15]

Für mich gibt mir eine To do Liste das, was du nicht möchtest oder was du nicht hast.

[03:46:20]

Aber vielleicht hast wir doch einen schönen Satz. Ich weiß auf jeden Fall.

[03:46:31]

Was? Ich mache, muss es ja ein bisschen selbstheilung. Meine Aufgabe ist, mich selber anders wahrzunehmen. Meine deine Aufgabe es auch, mich anders wahrzunehmen und dich auch anders wahrzunehmen. Aber es bedeutet einfach so unterschiedliche Dinge. Es bedeutet für dich vielleicht ein bisschen sich, dass wir am Anfang gesprochen haben, die sich an den Gedanken gewöhnen, dass deine Perspektive nicht allgemeingültig ist, dass deine Wahrnehmung und deine, deine Welt und deine Wahrheiten auch limitiert sind und dass die, dass die Lösung, die zu bereichern, das ist, anderen Leuten zuzuhören und anderen Leuten eine Plattform zu geben.

[03:47:22]

Und vielleicht geht das einher mit. Dass man so Begriffe wie People of Kalahari davon lernen muss, aber dahinter steckt eine ganz spannend, weil die, die es wichtig ist, irgendwie wahrzunehmen und die irgendwie, die wir tagtäglich irgendwie ignorieren.

[03:47:46]

Und das ist, glaube ich, so eine Sache, die man auf jeden Fall mal machen kann. Die bedeutet für mich, mich selber so ein bisschen mehr ins Zentrum zu rücken. Verdächtig, so ein bisschen herauszupicken. Aber mit aller Liebe entferne ich mit aller Liebe aus dem Bereich.

[03:48:16]

Jochen ist ja doch da ein kleiner Mann. Ich würde noch mal ganz gerne auf deinen Weg dahin wurde. Jetzt bist zurückkommen, weil ich finde, du hast. Ich weiß gar nicht, wo ich das gelesen oder gehört habe. Eine wunderbare Metapher gefunden, dafür gefunden, wie du dich selber eine Zeitlang verhalten, das nämlich wie Carlton in the Fresh Prince of Berlin schrieb.

[03:48:41]

Kannst du kurz erklären, wer für alle unsere Hörerinnen und Hörer, die jetzt Karten nicht kennen, auf Berlin ist?

[03:48:48]

Natürlich diese berühmte Fernsehserie Comedyserie, in der Will Smith als Schauspieler bekannt geworden ist, der vorher immer der Rapper war von DJ Jazzy Jeff Fresh Prince, deswegen eben der Fresh Prince of Bel Air.

[03:49:04]

Und wer war jetzt dieser Karl?

[03:49:07]

Vorab Ich habe früher gerne Kinderfahrrad, nämlich gesagt, dass mein Onkel. Aber manche haben es geglaubt, weil er. Aber egal. Soweit das aber einsamkeiten ist eine Figur bei Will Smith kommt aus Philadelphia. Na, weil er geschickt ein schickes Viertel. Ein schicker Ort in Kalifornien ist es auch in Alejandra. Da wird er Hingerl zu seinem Onkel und Tante Vivian, die da ein sehr erfolgreicher Richter, die sind halt superreich und ein ganz anderes Leben, als man das kennt.

[03:49:55]

Und da trifft er halt seinen Cousin. Karten und Karten ist ein absolutes Wohlstands. Kind und läuft, spielt gerne Golf und läuft droben mit zu pastellfarbenen Pullovern und redet und redet so ganz buggy als es noch mal ganz, ganz so vornehmen Art unterscheidet sich gefühlt in jeglicher Hinsicht von Will Smith. Der heißt der Held aus Philadelphia, kommt in diesem an den Steil und keine Ahnung alles. Die Redensart und so weiter alles von der Straße hat, sagen wir mal so, und das sind sehr harmlos in der sehr extrem harmlosen Varianten.

[03:50:42]

Karten ist so der harmloseste Mensch, der es auch gar nicht irgendwo ist. Auch Onkel Fé, und diese ganze Familie ist natürlich eine schwarze Familie.

[03:50:54]

Aber ist so eine Vorzeige schwarze Familie und hat aberdie Familie, hat irgendwie so in der Hinsicht gar nichts mehr. Ein aus Wilds Perspektive gar nichts mehr so richtig mit schwarz sein zu tun und kennt den struggle sozusagen.

[03:51:10]

Und das ist eben das Tolle an der Prinz von Bayern, dass die diese Frage behandelt, diese Frage zugrunde liegt. Wie geht's? Aufstieg und Identität? Wie geht das so einher? Was? Das ist super schwierig. Aber Katen ist eben diese Figur, die das alles quasi. Eigentlich würde man sagen, er ist erst so ein schwarzer Mensch, aber er ist beides. Er ist wie ein weiser Mann. Ich habe wie ich auch gerne. Ich habe nicht gerade in Kultur.

[03:51:46]

Redaktionen kam, habe ich mich genauso verhalten, oder ich kam mir vor wie ich. Es hat lange gedauert, bis ich zu diesem Punkt gekommen ist.

[03:51:57]

Das ist ein starker Teil in dem Buch, als du beschreibst, wie du versucht oder wie du langsam diese Sprache angenommen hast und weiß, wie man das Spiel spielt.

[03:52:06]

Ich kann, nehme ich an. Es ist natürlich so Ich komme natürlich nicht aus einer absolut black culture, aus einer parallelen Kultur, die weißen Menschen irgendwie so, also so stark ist das nicht. Aber so kam ich mir vor. Ich hatte das Gefühl, ich muss alles, was. Eine schwarze Perspektive wäre, oder was mich irgendwie als Schwarz ja hier klassifizieren würde, müsste ich so ablegen oder müsste so tun. Ich müsste, muss mir eine gewisse Redensart an trainieren und nimmt gewisse Perspektive, eine gewisse Art über über bestimmte Dinge zu sprechen, die halt eben in diesen Kultur Redaktionen herrscht, weil Kulturredakteur natürlich schon auch nochmal sehr.

[03:52:57]

Das ist nämlich das Interessante, die sind halt so. Sie sind sehr ways geprägt ganze Hochkultur, so Theater, Szene ist Superweib geprägt, aber gleichzeitig begreifen sie sich als super tolerant und offenbar schon alle, weil sie irgendwie das Gefühl haben, sie sind da, weil sie irgendwie von sich denken, dass sie so super divers sind, und das ist irgendwie das Schwierige. Deshalb ist es schwierig, in dieser Szene den eben diesen Zahn zu ziehen. Ich habe einfach irgendwie.

[03:53:26]

Ich hab mich da einfach so ein bisschen verstellt.

[03:53:27]

Ich kam mir vor, wie dass ich irgendwie gemerkt habe, wie auch so Gespräch geführt werden. Diese ganze, dieser Ganze, immer diese Bestätigung dieser Intellektualität, was man gelesen haben muss und wie man kennt und welche Vergleiche man zieht und so weiter.

[03:53:50]

Und hast du da nicht auch manchmal gesagt, dass da der Mutter bei Pina Bausch vor? Ich wollte es grad sagen möchte ich genau das, nämlich Ciller Satz. Das ist auch ganz wichtig, dass ich mir nämlich irgendwie gedacht habe, ich muss das, was ich nämlich auf meiner Seite hatte. Eigentlich war ja das Ich, das ich ja eigentlich tatsächlich ein richtig krassen Zugang hatte. Eigentlich kann sich diese Welt in irgendeiner Form vielleicht besser für tolle Kinder.

[03:54:18]

Eigentlich ja. Eigentlich war ich also eigentlich bin ich, habe ich, bin ich da aufgewachsen, da, wo sich viele Journalistinnen vielleicht auch hin wünschen?

[03:54:29]

Ich sah bei den Waitz, während meine Mutter die Salzburger Festspiele choreografiert hat, jedermann choreografiert hat, saß ich in der ersten Reihe und habe gepennt.

[03:54:39]

Und einen Satz oder auch Stockhausen hab ich gern genommen. Das ist akzeptabel. Ich es nun mal wieder.

[03:54:48]

Gab es Stockhausen so gut? Stockhausen, Maurice Béjart, Pina Bausch alles Menschen, mit denen meine Mutter abgehangen hat, und keine Ahnung es. Und das war halt so mein Joker. Das war die Karte, die ich spielen konnte, dass ich sagen könnte Ja, meine Mutter war bei Pina Bausch und danach bei Pina Bausch. Genau, genau das war immer so. Stellvertretend für mich.

[03:55:20]

Das habe ich immer ganz schnell so in den Ring geworfen, um auch diesem Klischee vor.

[03:55:28]

Weil ich Angst hatte, dass Leute irgendwie denken würden, ich hätte gar nichts. Ich hätte gar keinen Zugang gehabt zu diesen ganzen Theater und Tanz, Sachen, die ich da besprochen habe, nur ja nicht über Dancehall reden.

[03:55:43]

Genau das war gar nicht so, dass ich irgendjemanden hätte erzählt, dass ich gerne ein Dancehall gehört. Denn nie im Leben, nie im Leben hätte ich das gesagt. Auf gar keinen Fall. Das war das verschwiegen. Das wurde zum Weggedrückt von mir. Das geht, das würde gar nicht geben, oder? Aber auch so bestimmte andere Sachen. Zum Beispiel? Ich weiß es auch noch in diesem Jahr, als ich da war, ist Mayer Angelo gestorben. Eine, die die wichtigste afroamerikanische Dichterin.

[03:56:20]

Denkst du, es hätte irgendjemanden interessiert? Niemanden hat es interessiert. Das war. Er war zwar Heinz-Jürgen, niemand hat Altmaier gelesen, so ist kein Begriff den vielen Menschen jetzt mittlerweile vielleicht oder vielleicht auch einer bestimmten Riege. Aber an dem Tag war das einfach niemanden interessiert, und ich habe mich nicht getraut, das vorzuschlagen als Thema.

[03:56:45]

Das war die Frage, ärgert sich bis heute darüber, dass Sie an dem Tag nicht gesagt hätten Das ist eine wichtige Figur über die Maria, weil ich einfach gedacht habe Okay, ich kann alles, was ich so versucht habe, mich an den anderen zu orientieren.

[03:57:00]

Und wenn ich gedacht, jetzt bin ich das. Das wäre wahrscheinlich auch positiv aufgenommen worden, wenn ich das vorgeschlagen hätte. Aber ich hatte so Angst, dass, wenn ich irgendwie was sage, was irgendwie was einmal nochmal transparent macht, das meinen Blick auf die Welt vielleicht ein bisschen ein anderer ist, dass ich andere Themen sehe als die anderen in meiner Redaktion. Dass das, das wollte ich verhindern. So was natürlich. Quatsch. Ist ja blöd von mir.

[03:57:35]

Würde ich nicht nochmal.

[03:57:36]

Und wann ist dir das klargeworden, dass das blöd war, oder? Das ist ja gar nicht blöd. Aber dass ich selber dabei ertappt, das gedacht. Ich wollte halt da ankommen.

[03:57:50]

Ich weiß es nicht. Ich glaube, ich bin dann nach München gegangen. Und ja, wahrscheinlich so irgendwann mal, da ist mir das. Ich weiß nicht. Ich glaube, da kann ich auch nicht.

[03:58:03]

Da kann ich aber so ein bisschen danach, ein paar Jahre danach. Und dann hab ich auch erst gemerkt, wie sehr ich da bin. Ich war da Anfang 20, ich war auch irgendwie, und ich war halt Sportstudent, und das kam auch noch dazu. Ich war ja jetzt nicht. Irgendwie habe ich es irgendwie nicht Theater, Film und Fernseh Wissenschaften studiert oder so. Auch da kam so ein Komplexer. Was macht die Sportstudenten hier in der Kulturredakteur? Sodass ich da auch das Gefühl hatte Da bin ich.

[03:58:29]

Irgendwie habe ich intellektuell nichts zu beizutragen, was in meinen Vorlesungen besprochen wird. Ich weiß nicht. Ich habe. Das versuche ich auch in meinem Buch am Ende zu beschreiben. Es ist eben. Es fühlt sich nicht an, wieso. Deshalb ist es so schwer, diesen einen Moment zu besch.

[03:58:52]

Zu benennen, weil es sich so anfühlt wie eine langsame. Ein Bild, was so langsam scharf wird, was du immer besser erkennst, was so, was alles schon da war. Irgendwie war alles schon da, und du hast alles irgendwie schon. Aber jetzt erkennst du es einfach besser. So ein bisschen ist es mit dieser Kultur Redaktion Erfahrung auch. Ich kann nicht sagen, dass ich das überhaupt nicht verstanden habe. Und dann habe ich es einfach mal verstanden, sondern ich finde immer mehr.

[03:59:19]

Ich kann immer besser drauf gucken und für eine bessere Wörter dafür, das einzuordnen.

[03:59:25]

Jetzt bist du ja, jetzt bist ich das Buch. Wir haben es ja schon ein paar Mal besprochen, ebenso eine öffentliche Person geworden, die in Deutschland für das Thema einsteht und sagt Leute, ihr müsst darüber reden, und du redest auch darüber.

[03:59:41]

Und interessanterweise bist du ja selber gar nicht auf die Idee gekommen, dieses Buch zu schreiben.

[03:59:48]

Ich wurde gefragt.

[03:59:52]

Also, ich habe, was ich geschrieben habe, waren Kolumnen auf kleiner, drei Punkt ok, und das fing halt auch an. Eigentlich fing es an bei der Bundestagswahl, bei der letzten, dass ich einmal geschrieben habe.

[04:00:07]

Da habe ich auch ein bisschen Mut gebraucht, dass ich, nachdem ich wählen gegangen bin, musste. Ich hatte ich Abendlicht. Bei der Tagesschau im Social Media Team muss eigentlich eine coole Schicht bei Wahlen. Bei Nachrichten im Newsroom zu arbeiten, ist eigentlich mega cool. Aber ich war auch relativ fertig, weil ich dann doch gemerkt habe, dass die AfD in den Bundestag kommt. Das hat mir dann schon irgendwie zugesetzt. Und weil ich dann auch nochmal es war so ein bisschen wie diese Trump Erfahrung nochmal.

[04:00:42]

Die Welt wird sich verändern und nicht zum Guten und es wird für mich persönlich nochmal ziemliche Konsequenzen haben. Das hab ich dann irgendwie aufgeschrieben in einem Versuch, das irgendwie in einem schönen Text zu verpacken. Und habe ich bei meinen Großeltern, meine deutschen Großeltern geschrieben und über diese Gespräch, was ich auf den beiden Schwestern habe. Wo würden wir hingehen, wenn wir hier nicht mehr leben dürften? Welches Land würden wir nehmen? Und dass sich das an diesem Tag irgendwie diese Unterhaltung, die wir oft, irgendwie, manchmal so einfach, so führen, auf einmal so eine neue Ernsthaftigkeit bekommen hat.

[04:01:24]

Daraufhin habe ich Kolumnen bei Kleiner drei geschrieben, weil es gut fanden, diesen Text, und da habe ich angefangen, über Rassismus und Identität zu schreiben, und darf diese Kolumnen hinkam Bouche Agentur auf mich zu und meinte so Hey, wir haben deine Kolumnen gelesen, und wir wollten wissen, ob du ein Buch schreiben möchtest. Und da meinte ich so klar Weil wenn ich jemand schreiben schreiben möchtest, dann sag ihr einfach mal not. Dann wurde aber relativ klar, dass sie, glaube ich, die Agentur so ein bisschen was anderes vorgestellt hatte.

[04:01:58]

Ich glaube, die hatten. Der erste Gedanke war so ein bisschen, so ein freches. üppiges Buch, ein bisschen ausgestreckter Zunge. Einfach so. Und dann habe ich aber gemerkt, dass ich das nicht kann und nicht will. Das wäre nicht meine Ansprache, es wäre nicht meine Haltung, und das kann ich auch nicht durchziehen. Aber dieser Wunsch, dass man klare Antworten gibt, macht das macht das nicht. Das ist doof, das ist gut so.. Und irgendwie habe ich, dann ist das Buch jetzt dabei herausgekommen.

[04:02:40]

Was ist die?

[04:02:41]

Was hat mich am meisten überrascht aus den Reaktionen, die du bekommen hast bisher? Das Problem ist ein ganz eigenes Problem von mir Ein Mechanismus habe das alles. Was ich erreiche dass ich mich nicht aufwertet dadurch, sondern dass ich die Sachen abwertet, dadurch, dass es so ein bisschen komisch, dass ich so denke. Wenn jemand sagt Hey, kannst ein Buch schreiben, dann denke ich Für alle Leute werden gefragt, ob man ein Buch schreibt. Es ist nichts Besonderes.

[04:03:21]

Wenn ich ein Buch schreibe, dann denke ich, es kommen Tausende Bücher heraus. Es ist nichts Besonderes, wenn es auf der Bestsellerliste landet. Dann sage ich ja viele Bücher lang auf der Bestsellerliste. Man muss auch nicht so viele Bücher. Man muss nicht so viele Exemplare verkauft haben. Also ist es halt immer so. Alles wird nicht mehr so besonders, anstatt dass ich einfach mal sage Hey, hey, es ist ziemlich cool.

[04:03:51]

Das heißt ein bisschen. Deshalb habe ich auch ein bisschen Teil dessen ist auch, dass ich irgendwie nichts. überraschend finde in der Hinsicht, dass es mich umwirft, weil ich irgendwie so alles irgendwie, ich versuche irgendwie alles so zu neutralisieren. Ich versuche, das nicht mehr zu machen. Es ist, glaube ich, nicht gut für mich. Aber das ist doch ein bisschen die Sache. Das heißt, deshalb ist es schwer für mich zu beantworten.

[04:04:20]

Was mich besonders überrascht, hat das, was mein Herz auf jeden Fall berührt, hat mehr als ich.

[04:04:30]

Alle anderen Reaktionen waren die Reaktionen von WBO Sie vor allen Dingen von schwarzen Menschen, vor allen Dingen von schwarzen Frauen. Dass ich so viel Feedback bekommen aus der eigenen Community und dass ich so viel Support bekommen würde.

[04:04:47]

Aus der eigenen Community bin dann, wenn ich weiter darüber reden würde, könnte ich sofort anfangen zu heulen vor.

[04:04:57]

Weil das einfach so!

[04:05:01]

Mir ist so, so viel bedeutet, weil ich so Angst hatte, dass ich schwarze Menschen in Deutschland enttäuschen würde. Mit dem, was ich schreibe, dass ich irgendwie dachte, dass ich es vielleicht irgendwen in meinem Denken irgendeinen Fehler machen würde und irgendwie alles noch schlimmer machen würde als vorher. Oder dass ich irgendwie, dass ich irgendwie keine Hilfe bin, sondern genau das Gegenteil. Als Frau hatte ich unglaublich Angst, dass man und das ist ja auch das, was so viele Leute beklagen, dass diese ganze Korrelat Shitstorm, kölscher alles natürlich nochmal sehr viel man irgendwie sehr viel mehr Angst hat, dass es dann irgendwie heißt, dass man irgendwie kollektiv schon irgendwie verstoßen wird von der eigenen Babbel.

[04:05:57]

Davor hatte ich Angst, aber das Gegenteil ist eigentlich passiert, und dafür bin ich immer noch. Das hat mich überrascht. Irgendwo. Oder erleichtert? Frag ich mal, die gibt's ja einen Brief an den du dich erinnerst. Ne Mail oder eine WhatsApp, die du bekommen hast, die dich besonders berührt hat. Ja, viele, viele wirklich. Und mein Problem ist nicht, dass ich zu schnell sage, genau das zu schnell dieses Ding in meinem Kopf los geht.

[04:06:43]

Das ist jetzt. Das ist nichts Besonderes. So viele Leute kriegen halt gesagt, dass Leute schreiben halt gerne Dankesbriefe, was derzeit leider stimmt. Das ist eine Stimme, die sehr laut ist in meinem Kopf, was manchmal dazu führt, dass ich bestimmte Dinge nicht wertschätzen. Was Blödes.

[04:07:04]

Ich erinnere mich an eine Begegnung tatsächlich auf einem Event, wo viele schwarze Leute für schwarze Leute mir ein junge Schwarzer zu mir und hat gemeint. Ich weiß nicht, wie ich meinen Freunden erklären soll, dass es Unterschiede gibt. Ich war so verzweifelt und hat geweint, und ich hätte auch weinen können, weil ich mich so daran wiedererkannt habe.

[04:07:35]

Ich dachte aber, auf der einen Seite dachte ich So ist es so, das konnte ich in dem Moment nicht so gut erklärlich machen. Und es ist natürlich nicht zu verstehen, für welche? Ich nicht. Sie war so 17, 18. Ich denke, es ist gut, dass du jetzt schon weinst, was du jetzt schon traurig darüber war, dass du jetzt diesen Schmerz durchmacht und dass du das jetzt alles durchmacht. Je früher das anfängt, das zu bessern, je früher du das rauslässt, desto besser.

[04:08:03]

Aber dahinter kommt Das ist alles schmerzlich. Und das bedeutet vielleicht, dass manche Freundschaften zerbrechen und so weiter. Aber dahinter steht irgendwie was ganz Tolles, und das kann man dann irgendwann so dieses Ding, weil man das versucht, so jungen Menschen so zu sagen, dass man so erzählen Es wird besser. Haltet durch, und du weißt natürlich, dass es bringt diesen jungen Menschen überhaupt gar nichts, weil es einfach. Die müssen wir einfach durch. Alleine. Daran erinnere ich mich, weil das so eine frühe Begegnung war und ich irgendwie mich das berührt hat.

[04:08:39]

Das. Ich, dass dieses Buch vielleicht irgendwie was losgetreten hat, was natürlich irgendwie so schmerzhaft war, aber dass ich dachte Okay, ich wünschte, ich hätte das mit so früh irgendwie schon durchgemacht. Dann hätte ich bestimmt, hätte ich in meinen Zwanzigern vielleicht bestimmte Energie nicht verschwendet daran, so versucht zu sein.

[04:09:06]

Und dann hat mir eine andere Person letztens geschrieben, dass sie meinte, sie ist 39 und liest dieses Buch, und das hat ganz viele Wunden aufgemacht.

[04:09:19]

Aber sie dankt mir trotzdem dafür. Und so weiter. Ja, unterschiedliche. Ich erinnere mich an unterschiedliche Dinge und ich aber auch an auch an Mütter von schwarzen Kindern. Nicht unbedingt schwarze Menschen oder so. Also ganz unterschiedliche Leute, die mir irgendwie schreiben. Mich auch berührt das irgendwie. Mir haben schon mal zwei irgendwie zu blöd davor hauszustellung. Aber das hat mich überrascht, dass mir zwei, bisher zwei Menschen von der Bundeswehr geschrieben, also Soldaten geschrieben haben, die offensichtlich irgendwie in der Bundeswehr.

[04:09:55]

Irgendwie, dachte ich, hätte nicht gedacht, dass ihr das liest und die gesagt haben Es war ein super Buch. Deshalb. So würde ich die Frage beantworten und ich glaube, du sagst, du hast das mal geschrieben oder in einem Interview gesagt. Ich habe es nur gespeichert. Wenn du jetzt du gehst, du bist in irgendeiner sozialen Situation. Und dann sagt er eine Hallo, ich bin Jochen, ich bin Schreiner. Und dann? Und was machst du so?

[04:10:25]

Ja, ich bin Journalistin, und ich habe auch dieses Buch geschrieben.

[04:10:30]

Und du sagst, den Titel gewonnen hat. Dann ist der Abend so ein bisschen gelaufen, weil entweder versuchen die Leute ganz schnell, das Thema zu wechseln, oder es wird anstrengend.

[04:10:43]

Das ist halt ein interessanter Nebeneffekt, der mir dann, der mir sehr klargeworden ist bei Hochzeiten. Da trifft man natürlich viele Leute, die man irgendwie besser kennt beste Versammlung, und dass man irgendwie merkt Man kann man. Man kann gar nicht mehr das, was ich früher so gerne gemacht habe, dass ich Leuten irgendwie diesen Komfort geben wollte und nicht freiwillig gerne zurück rudert bin oder meine eigene Würde zurückgestellt habe. Das geht jetzt nicht mehr. Ich habe ein Buch über Rassismus geschrieben.

[04:11:28]

Ich habe ein Buch geschrieben, das heißt, dass weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen. Aber das tut mir manchmal auch ein bisschen leid, weil ich denke, ich hätte jetzt auch gerne, dass wir das Thema jetzt nicht sofort auf den Tisch packen, weil es eben teilweise.

[04:11:46]

Ich teilweise auch solche Leute irgendwie mir erst einmal ihre ganze Meinung zu diesem Thema irgendwie aufdrücken wollen, ist das teilweise auch ein bisschen schade, weil ich denke Hey, jetzt hast du gar nicht die Chance gehabt, dass wir erst mal über andere Themen reden und ich dich vielleicht für einen netten Menschen, das ich irgendwie irgendwie mehr Chance habe, darüber hinwegzusehen, weil ich schon weiß, dass wir nicht gleich nix für cool finden oder die gleiche Musik hören oder so. Jetzt sind wir direkt bei diesem Thema gelandet und nicht gut ausgegangen.

[04:12:24]

Und jetzt hab ich keine Lust mehr, mit dir zu reden, sodass es natürlich irgendwie auch interessant oder witzig. Aber ja, das ist auf jeden Fall kein gutes Small-Talk, Einstiegs, Thema. Aber es beweist natürlich nochmal, dass viele Leute eben keine, kein inneres Handbuch dafür haben, wie sie mit diesem Thema umgehen sollen.

[04:12:49]

Es gibt ja so ein britisches Buch No longer talking to the people.

[04:12:54]

Ich glaube, das ist genau der Grund, warum mein Buch auch so heißt. Diesen Titel habe ich mir nicht. Ich habe mich nicht für diesen Titel eingesetzt.

[04:13:02]

Sagen wir mal so Ich dachte auch. Also, bevor ich gelesen habe, und das andere habe ich gelesen. Ist das so ein Wiedergänger? Aber offensichtlich hat man den Titel nur um vielleicht auch mit Zum Gedanken, zum Marketing Gedanken gewählt.

[04:13:21]

Es ist aber ein anderes Buch, als das ich meinen Blog ist natürlich. Die Autorin ist die Autorin dieses noch lange.

[04:13:32]

Und sie hat natürlich ist meine Karriere als Buchautorin in diesem, in diesem Sektor unmittelbar mit mir, mit ihrer.

[04:13:46]

Man kann das nicht trennen, weil natürlich hat der Verlag gemerkt Aha, in Großbritannien gibt es diese Autorin, und dieses Buch ist ein totaler Erfolg. Und aha, hier auf der Buchmesse kriegen wir dieses Ding in die Hand. Wir glauben, das könnte was werden. Das ist natürlich. Hängt das eine mit dem anderen zusammen, bin ich mir ziemlich sicher. Deshalb danke ich hier auch am Ende des Buches danke ich nie, weil ich denke, ohne sie hätte ich diesen Deal wahrscheinlich nicht getroffen.

[04:14:13]

Ich habe sie einmal getroffen bei einer Lesung.

[04:14:14]

Ganz schrecklich hier. Das wollen wir, diese arme Rennie.

[04:14:26]

Das tut mir jetzt immer noch leid. Diese Lesung packe voll oben.

[04:14:32]

Also war ich schon wieder vergessen, wie die Buchhandlung heißt. Ich kann es nicht, sagt Benz Arena.

[04:14:43]

Na ja, auf jeden Fall. Unten war alles voll. Sie hat gelesen im Untergeschoss, und oben wurde die Lesung auf Fernsehen übertragen, und da war auch alles voll. Super. Super schön. Eigentlich waren es aber viele Leute da. Aber sagen wir mal, es war generell schon sehr heiß und voll und sauerstoffarmen. Das hat die ganze Stimmung irgendwie noch ein bisschen eingeseift habe ich das Gefühl. Aber dann diese Frau, die René Adler interviewt hat. Es war gar keine Lesung, es war ein Gespräch.

[04:15:15]

Die hat dieses Buch nicht gelesen und hat, glaube ich, hatte das Buch nicht gelesen. Sie hat vielleicht mal drüber gelesen, weil es war. Sie hat einfach alle, alles, alles richtig falsch gemacht, weil es war zuerst das Erste, was sie sagt. Ja, Rennie kommt aus Nigeria.

[04:15:37]

Oder ihre Mutter kommt aus Nigeria und schreibt quasi darüber, dass, was alle immer sagen, dass sie immer wieder auf ihre Herkunft der noch nicht mal der Eltern reduziert wird, weil ihre Eltern auch schon in England geboren worden sind. Es ist halt so offensichtlich hast du es nicht gelesen, so eine. Und dann fragt diese Frau Ja, ist ja alles so ein interessantes Thema. Aber warum musst du so wütend sein? Warum ist das so? Also warum bist du so eng?

[04:16:11]

Was natürlich, wenn man so was halt auch sehr schwierig ist, weil das auch immer gesagt wird, dass man über Rassismus spricht. Und gerade auch wenn man schwarzen Frauen diesen Vorwurf macht, das auch sehr tricky ist. Erstens ist es so, dass, wenn die Leute wirklich nicht wütend ist in ihrer Ansprache, sich sehr klar. Sie ist auch irgendwie so eine gewisse Trockenheit, aber sie ist nicht irgendwie besonders aggressiv in ihrem Ton. Und es ist eher die Erfahrung ist egal, wie man über Rassismus redet, wird man immer als aggressiv wahrgenommen, und als schwarze Frau wird man eh oft als aggressiv wahrgenommen.

[04:16:53]

Das heißt, diese Ganzen es gab so viele Dinge, dann hat sie, glaube ich, Kahlert People gesagt, was natürlich auch ein schwieriges Ding ist, weil, kalauert People, es nicht das gleiche wie People of kala Kahlert People einfach ein Begriff ist, der zur Zeit der Segregation benutzt worden ist? Naja, es gab einfach sehr viele Dinge, die dieses ganze Publikum hat es halt gemerkt. Also hätte ich, es ist auch Berlin.

[04:17:24]

Das sind hier sehr viele Leute, und ich war irgendwann in irgendeiner Ecke, wo die Leute schnaufte und waren richtig. Wir waren zwar ganz schlimm, witzigerweise ist aber passiert dann ja auch noch was, das? Was auch passiert ist, dass schwarze Menschen, die nie weiße Menschen, die sich mit Rassismus auseinandergesetzt haben und jetzt haben wir die Sonne so eine Brille aufsetzen, jetzt sehen sie das alles. Jetzt haben Sie verstanden, dass diese Frage, die diese Frau, diese weiße Frage gestellt hat, super problematisch ist.

[04:18:01]

Und Sie erkennen diese ganzen Dinge auf einmal, dass weiße Menschen auf einmal so eine Empörung haben, so eine Empörung, die schwarze Menschen gar