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[00:00:00]

Bevor es losgeht, ein kleiner Hinweis Diese Folge wurde am 27. April aufgezeichnet. Ich selbst habe ein Migrationsamt Vordergrund was im heute journal. Als ich angefangen, das Morgenmagazin zu moderieren, hast du deine eigene Talkshow. So, und jetzt das Wichtigste.

[00:00:24]

Seien Sie noch so Hardcore, Rassisten oder Neonazis. Was ich immer erst mal denke Ich versuche immer zuzuhören. Ich nehme das, was er sagt, nicht so richtig ernst. Aber ich versuche, euch ernst zu nehmen. Und dann weiß ich auch, dass Fußball so eine Art Balsam für die Seele, für Fußballfans und für die Gesellschaft vielleicht ist und dass man so ein bisschen Ablenkung hat in diesen Zeiten. Jeder Mensch hat auch das Recht auf Leben und auf Schutz.

[00:00:52]

Und deswegen, finde ich, ist die Einschränkung der Grundrechte im Moment legitim. Das sollte es auch, dass wir solche Leute als Andersdenkende bezeichnen. Ihr seid auch anders denkend als ich und besorgt bin. Ich rede mit mir über Pflege und Bildung, hänge hier unter der Decke. Denn Alltagsrassismus ist manchmal das größere Gift als die großen Anschläge. Dann bin ich aber von null auf 3000. Das sind wir. Wir sind sozusagen abends zu Gast und das finde ich.

[00:01:25]

Mir macht es totalen Spaß. Ich weiß allerdings nicht, wie ich da wieder rauskomme. Das war auch so eine Schnapsidee ohne Schnaps. Jetzt erzähle ich euch, was das hab ich, glaube ich, noch nie jemandem erzählt. Das war wirklich. War alles so verrückt? Herzlich willkommen zu alles gesagt im unendlichen Podcast von Zeit ONLINE und Zeit-Magazin. Der Podcast, der erst zu Ende ist, wenn der Gast sagt Es ist alles gesagt und herzlich willkommen unserem Gast von heute, Dunja Hayali.

[00:02:06]

Herzlich willkommen, danke. Da springt auch immer so ein Tier durchs Bild.

[00:02:10]

Wer ist das? Das ist mein Begleiter.

[00:02:13]

Ich denke immer, wovon redet er? Aber das ist Vilma. Ein weißer Golden Retriever. Und seit sie ist, jetzt 13 Monate und ungefähr genauso lang. Na ja, zwei Monate weniger an meiner Seite und frisst. Gerade mit Swing ist sie jetzt noch ganz entspannt. Ich weiß nicht, wie das ist, wenn wir hier um 22 Uhr noch sitzen sollten.

[00:02:35]

Aber wir können auch zusammen mal Gassi gehen. Wobei das natürlich nur im Bildschirm geht, weil wir wieder eine Coruna Edition des Podcasts machen. Das heißt, wir sind nur per Video. Und der Christoph Amend, der Chefredakteur des ZEITmagazins, Gastgeber des Podcasts, sitzt erneut in seinem Büro im Hintergrund wie immer Willy Brandt mit einer Fluppe im Mund und einer, wie wir inzwischen wissen, Mandoline und die Stimme, die sie gerade gehört haben, ist die Stimme, die von zuhause zugeschaltet ist, aus Friedrichshain, der Chefredakteur von Zeit ONLINE und Gastgeber von Alles gesagt Jochen Wegner Wir sind ja Nachbarn.

[00:03:13]

Warte mal, du bist in Friedrichshain, ich bin ja in Kreuzberg. Wir sind also ich. Das wusste ich gar nicht.

[00:03:19]

Wir können wir nur über die Brücke fahren und uns mal besuchen. Das stimmt. Aber wir dürfen ja nicht, was ich Absorber, du bist.

[00:03:26]

Du bist heute nicht so bis heute nicht in Kreuzberg, sondern bist in einen anderen Ort gefahren. Genau.

[00:03:33]

Ich hab heute musste ich sozusagen und wollte ich auch Freundschaftsdienst leisten. Eine Freundin von mir geht's Coruna bedenkend sozusagen nicht so richtig gut. Und ja, das gehört leider auch zu den Auswirkungen und Nebenwirkungen dieser Krise. Selbst wenn man selbst nicht betroffen ist, wirtschaftlich oder physisch oder psychisch? Man ja doch auch einen Freundeskreis hat, der sehr breit aufgestellt ist, und den einen oder anderen triffts eben auf unterschiedliche Art und Weise.

[00:04:04]

Das heißt, es gibt nicht viele Prinzipien in unserem Podcast? Aber eins haben wir Der Podcast ist ja erst zu Ende, wenn der Gast das berühmte Schlusswort sagt Dunja, welches Schlusswort hast du dir überlegt?

[00:04:20]

Nur wenn ich es sagen. Das ist so. Ich wollte euch eigentlich? Ja, ich dachte, ich leg euch und uns ein und sag Es ist Corona. Ich glaube, dann kommen wir nicht so richtig weit. Irgendwann rutscht es einem hundert pro raus.

[00:04:30]

Kreativ. Ha, ha, ha. Dabei hört man gar kein Sarkasmus in seiner Stimme. Ich würde sagen, flitzte Pepe. Pustekuchen! Das ist gemein, weil ich sage Jetzt das Wort nicht, ich darf es ja sagen. Aber ich wollte eigentlich über die Frau reden, die sich so nennt Du darfst das jetzt nicht, weil ich hab ja gestern deine einstigem Sendung, dein Instagram live gesehen und gehört. Und da gehts auch um diesen Namen. Ein bisschen Gemeindestraße, also ein Gast, den du hattest, der an Instagram Hendel heißt.

[00:05:02]

So genau ist eine ganz tolle, sagt man eigentlich gestern. Anstatt Gast sind wir, heute sind wir schon soweit. Ich weiß es nicht. Also jedenfalls mache ich Installiere abends. Wie es dazu gekommen ist, ist vielleicht auch eine lange Geschichte, über die wir später noch sprechen können. Und das ist tatsächlich Ihr username, flitzte Piper. Aber ich kenne das Wort und finde es einfach wahnsinnig lustig und sagt das tatsächlich auch ab und zu genauso wie Dilek oder spacken.

[00:05:29]

Das ist so regional zugeordnet. Sage ich mir was anderes suchen.

[00:05:35]

Ich wollte gerade sagen, deshalb, glaube ich, brauchen wir ein anderes Schlußwort.

[00:05:39]

Aber die Gäste sind wir auch nach einer Minute noch so okay. Falls wir nachher Barfrau, flitzte, Pipke sprechen sollten, ist das natürlich schwierig, das zu tun, ohne den Namen zu erwähnen. Es lohnt sich, über diese Frau zu sprechen, die nämlich nicht nur mich, sondern auch alle anderen sehr beeindruckt hat. Mich auch. Dann nehmen wir. Pustekuchen Karohemd, das ist okay für dich, wenn du dich das merken kannst bis in neun Stunden. Ich schreibe es mir auf.

[00:06:13]

Ich kann mir im Moment, ich weiß nicht, wie es euch geht mit merken und nicht merken, wenn man so rausgeworfen wird aus der Arbeitswelt und so irgendwie Schleifen in seinem Kopf dabei zugucken kann, wie sie gerade gedreht werden und man sich noch fragt Ist das schon Slow Motion, oder ist das schon rückwärts? In so einer Situation befinde ich mich. Ich bin wahnsinnig fahrig, kann mir kaum drei Sachen merken. Ich hab so ein Talent sowieso, setze nicht immer bis zum Ende zu bringen oder in Geschichten zu springen.

[00:06:42]

Und das ist im Moment Erlebtes, glaub ich, seinen absoluten Höhepunkt.

[00:06:48]

Diese Kleinen wie ich nenne sie liebevoll Fehler.

[00:06:53]

Man darf ein bisschen aus der Welt gefallen. Ist das ein neues Lebensgefühl, das sich da abzeichnet? Also sind wir alle so, wie wir sind, alle in einer völlig neuen Welt, stehen neben uns, und unser Agierend kommt nicht so richtig hinterher.

[00:07:06]

Das weiß ich nicht. Ich meine, wir sind Journalisten und sind ja in der Lage, im Grunde auch mit vielen Informationen und Weg Barclay und komplizierten Ereignissen umzugehen und auch mit der Flut an Informationen und dem Chaos, das manchmal dadurch ausgelöst wird. Bei mir ist es tatsächlich, glaube ich, eher, dass ich in so nah wie in so einer Hängematte liege, mit allem, was ich habe, weil ich einfach tatsächlich sehr wenig arbeite. Das ist eher mein Problem und trotzdem den ganzen Tag.

[00:07:36]

Ich lese, den Deutschlandfunk höre und mich aber nicht so richtig viel austausche, weil wir ja zu Hause bleiben sollen, Abstand halten sollen und all diese Dinge tun sollen, die uns da mit auf den Weg gegeben worden sind, wovon ich viele richtig halte. Ein paar finde ich total Quatsch, und ein paar verstehe ich einfach auch nicht und halte sie deshalb auch für sinnlos. Aber das ist jetzt mein persönliches Befinden. Daher meine schwankende Konstitution.

[00:08:04]

üBer all das reden wir gleich. Aber bevor wir richtig noch weiter einsteigen ins Gespräch, stellt uns Jochen, unserem Gast, unsere Gäste hin, noch einmal ausführlicher vor der Tradition gehorchend.

[00:08:14]

Genau stellen wir unsere Gäste nochmal vor. Nur für den Fall, dass jemand nicht weiß wird. Dunja Hayali ist. Ich sage, ich lese jetzt ein paar Sachen vor oder sage ein paar Fakten über dich, und du musst bitte korrigieren, was wir falsch mitgekriegt haben. Wir haben festgestellt, dass fast alles, was wir, also was auch geschrieben wird, über unsere Gäste, dass es an irgendeiner Stelle irgendwas. Meistens entdecken wir dann noch einen Fehler. Also geboren 1974 in Ich liebe es Datteln.

[00:08:40]

Ist das richtig? Absolut.

[00:08:42]

Die Stadt mit dem größten Kanal, Knotenpunkt der Welt.

[00:08:46]

Ich weiß, es wollte jetzt gerade sagen Verdammt. Das sagst du nämlich öfter. Und da die Gegend Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Oer-Erkenschwick stammt Soda.

[00:08:57]

Stopp!

[00:08:57]

Oh Gott, oha, Erdenschwere, kannst du mal sagen. Oha, Entschuldigung.

[00:09:05]

Oha.

[00:09:07]

Es war alles richtig bis auf Recklinghausen noch bei Recklinghausen. Sie gehen weiter.

[00:09:16]

Also, ich gehe weiter. Ich sehe kleine Schweißperlen auf der Stirn. Süß. Weiter geht's. Auf meiner Stirn.

[00:09:25]

Noch weiß man diese Männer, wie leicht man diese Männer aus der Contractors trinken kann.

[00:09:31]

Jochen, du bist noch nicht so weit gekommen bei der Vorstellung.

[00:09:34]

Das ist doch immer so, Christoph. Dunja sagt von sich selbst, sie habe ein Migrations vordergrund, öfter. Ihre Eltern sind in den 50er Jahren aus dem Nordirak zuerst nach Wien ausgewandert. Und beide Katholiken. Beide Christen. Ich hoffe, ich kann das richtig sagen. Ich halt dänisch katholische Mutter und syrisch orthodoxer Vater. Wenn ich mir das richtig gemerkt habe. Und die beiden haben. Du kommst aus so einem, wenn man das so will, sondern Mediziner, Familie, Pharmazie, Medizin studiert.

[00:10:10]

Vater hat Medizin studiert und Mutter Pharmazie und sind dann irgendwann aus Wien nach Deutschland gewechselt, weil ihnen damals kommunistische hab ich das richtig verstanden?

[00:10:19]

Kommunistische Umtriebe von den österreichern vorgeworfen, den Irakern vor allen Dingen von den Irakern, die sich an die österreichische Regierung gewandt hat.

[00:10:29]

Die wollten natürlich, dass sie aus öSTERREICH geflohen.

[00:10:32]

Tschuldigung, Entschuldigung wollte noch etwas ergänzen. Alles gut weiter?

[00:10:35]

Nein. Ist alles korrekt so und sein Vater war dann in Datteln, hatte eine Praxis. Und du hast angefangen. Was ja sehr bemerkenswert ist damals, deine Liebe für den Sport zu entwickeln und zu entdecken und zu entwickeln. Und hast unter anderem Tennis gespielt, weil du Boris Becker so toll fand. Gut, dass wir einen der Führenden Boris Becker Experten hier im Podcast haben, nämlich Christoph an, später nochmal darauf zurückkommen, aber auch Judo, Volleyball, Fußball und so weiter.

[00:11:04]

Und dann hast du dazu passend Medien und Kommunikationswissenschaften studiert. Aber an der Sporthochschule Köln und bis dann es dann erst mal Sportjournalist, bis dann aber sozusagen in den Nachrichten Journalismus abgeglitten, wie wir öfter in diesem Podcast sagen. Und war es dann irgendwann nach Stationen bei Deutscher Welle und so weiter bis zu heute gekommen, also zum ZDF gekommen? Im heute journal hast angefangen, das Morgenmagazin zu moderieren Hast mittlerweile deine eigene Talkshow, wo ich gestern nochmal versucht habe zu.

[00:11:40]

Wann ist die letzte Dunja Hayali Folge erschienen? Eigentlich das kurz Fragender im Dezember und für Staaten im Juli.

[00:11:49]

Wir gehen sozusagen wieder in den Sommer. Können wir später noch drüber sprechen?

[00:11:54]

Verstanden? Ja, weil ich dadurch eine Lücke entdeckt in der Recherche. Was ist da los? So, und jetzt? Das Wichtigste, was man über dich wissen muss, ist also das Tier. Der Hund, der vorhin durchs Bild sprang, war Vilma. Wenn ich das richtig mitgeschnitten habe und der alles entscheidende frühere Hund überdehnen oder mit oder über den wir auch ein Buch geschrieben hast, war Emma. Was ist eigentlich mit den mit den Hunden? Man hat es zu den ersten Hund.

[00:12:25]

Da weicht drei Jahre. Und meine Geschwister? Ich habe meine Schwester Maha und einen Bruder nahe. Die sind 11 und 17 Jahre älter, und die waren damals in so einer Phase, dass sie meinen Eltern offensichtlich so sehr auf die Nerven gegangen sind mit dem Wunsch nach einem Hund.

[00:12:40]

Dass meine Eltern auch einen gekauft haben, ein Schäferhund, und der war genau sechs Wochen bei uns. Und dann ging irgendwann abends die Tür auf. Wildfremde Menschen standen vor unserer Tür. Der Hund lief über die Türschwelle, die Tür schloss sich, und weg war er. Und das hat, glaube ich, ein wahnsinniges Trauma bei mir hinterlassen. Und seitdem wollte ich immer wieder an Hunden, Hunden, Hund. Ich habe es aber nur bis zum Wellensittich geschafft und habe mich dann, als ich irgendwann mal ausgezogen bin und mit 30 mein Leben irgendwie organisiert bekommen wollte und weniger feiern und mehr Verantwortung haben wollte.

[00:13:14]

Hab gedacht, jetzt erfülle ich mir selbst mein Lebenstraum und hab mir zum dreißigsten Hund einen Gefährten gesucht und mit Emma auch gefunden. Und meine Eltern? Also, ich habe es lange nicht verstanden. Bald bei uns zuhause hat sich offensichtlich keiner gekümmert. Und da haben die Tabula rasa gemacht, weil die gesagt haben Okay, besser früher als später, und haben das Drama mit dem Hund beendet. Und bei mir eins ausgelöst Offensichtlich Das waren meine Eltern, die den Hund weg gegeben haben.

[00:13:42]

Ja, aber meine Geschwister sich nicht gekümmert haben. Und dann haben die gedacht, das machen wir nicht mit. Wir haben gesagt, wenn der Hund kommt, dann müsst ihr euch kümmern. Haben Sie nicht alt genug? Waren sie eigentlich. Und dann wurde er wieder abgegeben, und ich habe, weiß ich nicht. Ich habe insgesamt eine große Affinität und Zuneigung zu Tieren, nicht zu Zecken, Mücken und Motten.

[00:14:03]

Aber ansonsten zu sehr vielen Tieren sind für mich nicht geschätzte Lebewesen. Aber meine Hunde Liebe beschränkt sich schon hauptsächlich auf den eigenen. Ich finde ziemlich viele andere Hunde. Aber es liegt eher dann auch am Besitzer, so mittelmäßig.

[00:14:21]

Ich habe gelesen, dass du manchmal auch tatsächlich Schwierigkeiten hast, wenn dein Hund sich in einen anderen Hund verknallt, weil die Hundebesitzer dann oft nicht so dein Fall sind.

[00:14:31]

Stimmt es also, dass, sagen wir mal so Man lernt auf jeden Fall die ganze Bandbreite von Menschen kennen. Das ist das Großartige, finde ich tatsächlich und habe auch für den Beruf daraus schon viele Geschichten und Meinungen gezogen. Das ist ja auch das Tolle Du gehst halt raus. Und weißt du, wenn er durch den Matsch stampft mit Hund, dann sind alle gleich völlig wurscht, wer du bist oder was du tust, sondern da steht der mit dem weißen Hund und man.

[00:15:00]

In der Regel weiß man die Namen der Hunde und nicht der Besitzer, und alle sehen gleich bedröppelt aus, und das finde ich so großartig, dass es so. Ganz einfach. Vielleicht eine wichtige Information an dieser Stelle schon mal Es gibt ja wieder Essen im Podcast, und da du ganz woanders bist, haben wir verschiedene komplexe Catering Maßnahmen ergriffen, und es gibt Spargel, Salat, später für dich von jemand anders als von uns, weil wir in Berlin sind und du nicht.

[00:15:30]

Aber das Wichtige ist Wir haben für den Hund auch noch eine Extraportion mitgeschickt.

[00:15:35]

An dich. Angekommen? Vielen herzlichen Dank, sehr aufmerksam.

[00:15:41]

Ich wollte noch erwähnen, bevor wir dann, bevor die Vorstellung auch schon zu Ende ist, mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Vielen hat sich, glaube ich, eingebrannt die Goldene Kamera, wo du eine sehr viel beachtete Rede gehalten hast. Du besitzt aber auch den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für Engagement gegen Rassismus oder Toleranz. Preis der Akademie in Tutzing. Und wenn ich eine Sache, wenn ich eine Sache erwähnen würde, die sich mir eingebrannt hat mit dir im Zusammenhang, dann ist es, wie du mit Leuten umgeht, wie du mit Leuten sprichst, dich auch aktiv in Situationen begibt, die sehr kritisch sind.

[00:16:20]

Ich erinnere dich in AfD, Kundgebungen, Pegida, Demos, die Frau, die mitten in einer Sendung die Bühne entert und dich beschimpft. Und jedes Mal wüchse du unfassbar souverän, was ich als Journalist jetzt mal sehr bewundernswert finde und auch bemerkenswert. Ich glaube, Dunja ist eine der Journalistinnen, die sich wirklich darum bemüht, mit allen zu sprechen und alle zu hören, was viele sagen, aber wenige wirklich tun, weil es sehr, sehr schwer, sich dem auszusetzen, der Kritik auszusetzen.

[00:16:58]

Man muss ja auch sagen, dem Hass auszusetzen. Herzlich willkommen. Schön, dass du Zeit für uns hast.

[00:17:03]

Danke für die Einladung. Ich muss ja sagen, wir freuen uns gerne. Ich hoffe, dass das bei Vilma auch der Fall ist. Keine Ahnung, wie lange ihr Durchhaltevermögen heute Bagels ist, die wirklich alles?

[00:17:14]

Darf man überhaupt Hunden, Spargel, Salat geben?

[00:17:18]

Ich habe keine Ahnung von mir kriegt sie den sicher nicht. Aber sie würde. Sie macht ihrer Rasse dasein. Ist es ja ein goldner Shiva wirklich dem Namen alle Ehre? Sie ist leider das. Ich werde das natürlich noch austreiben. Tatsächlich einfach alles, alles, was sie findet. Und wir sind aber gerade dabei, das sozusagen, um zu trainieren, das sie mir die Sachen bringt, die sie findet. Und dann bekommt sie eine Belohnung. Problem an dieser Geschichte ist, dass sie einem natürlich alle drei Sekunden irgendwas angeschleppt, nur damit sie die Belohnung bekommt.

[00:17:49]

Der Hund ist nicht dumm.

[00:17:51]

Verstehe. Jochen Ich wollte noch kurz erwähnen, dass diese Folge natürlich auch wieder von Hannah Schraven und Vincent Manke vorbereitet worden ist und heute in Vertretung von Maria Lorenz Paula Georgie unsere Produzentin ist, die wir am Bildschirm sehen.

[00:18:08]

Sag mal, Dunja, du hat es neulich aufgefordert, man möge die 10 000 Euro geben, und du willst für eine Glatze rasieren, damit du diese Summe dann einem guten Zweck Coruna zugute kommen lassen. Da hat sich eigentlich jemand gemeldet mit den 000 Euro.

[00:18:27]

Leider nicht. Aber ich fand es ganz süß tatsächlich, dass Leute auf Instagram so eine Art Mini Petition gestartet haben und versucht haben, gemeinsam das Geld zusammen zu kriegen. Ich bin natürlich auf der einen Seite ganz froh, dass sie es nicht geschafft haben, denn ich habe vor 25 Jahren schon mal Pi mal Daumen, glaube ich 25 Jahre eine Wette verloren und musste mir damals eine Glatze schneiden. Ich weiß also ungefähr, wie ich damit aussehe. Meine Schwester hat sich damals vor mir.

[00:18:53]

Ach, das stimmt nicht. Ich glaube ja. Ich glaube kein Wort. Was war nochmal die Wette? Als ich mir dann den Kopf rasiert habe.

[00:19:02]

Der Deal ist ja immer bei mir, jedenfalls egal, wie rum Gespräche geführt werden, man darf alles fragen. Aber ich halte es ganz einfach Ich muss nicht auf alles antworten, ich kann nicht auf alles antworten. Aber Fragen dürfte er natürlich trotzdem.

[00:19:16]

Okay, wie war das nochmal mit der Wette, als ich meiner Schwester jetzt davon erzählte Apathie nur gedacht? Oh Gott, bitte nicht. Und zu diesem Bitte nicht ist es ja jetzt leider auch gekommen. Ich hätte die hundertausend. Das war so eine. Sowas passiert mir halt manchmal. Es denkt man dann nicht, wenn man mich vielleicht aus dem einen oder anderen Format kennt. Ich denke da nicht groß drüber nach. Ich hab irgendwie ganz spontan Idee, und während des Installiertes, während ich das sozusagen als Gedankengang im Kopf hatte, war es aber auch schon ausgesprochen.

[00:19:42]

Und dann stehe ich auch zu meinem Wort und habe das eben gesagt. Haben mir 100000 Euro gibt, dann würde ich das Geld spenden an die Frauenhäuser und an die Tafel in Deutschland. Und auch da haben das einige total super gefunden und irgendwie auch verstanden, was der Sinn dahinter ist. Und andere haben einem natürlich dann auch gleich wieder unterstellt, es ginge nur um die eigene Aufmerksamkeit, und man wolle sich wichtig machen. Und dann denke ich manchmal, man Leute erbte keine anderen Sorgen und Probleme, wenn.

[00:20:11]

Ist ja ok. Aber muss man das irgendwie mitteilen? Ich verstehe nicht warum.

[00:20:15]

Aber gut ist die Welt eigentlich. Das ist ja so ein typisches Beispiel. Dafür ist passieren sehr viele Dinge. Es gibt sehr viel Zeichen von Solidarität, und ich habe neulich zum Beispiel Es gab mehrere Beiträge dazu. Aber zwischen der New York Times war ein längerer Beitrag, wo man sich wo diskutiert wurde, ob Twitter-App plötzlich nett geworden sei. In der Krise mag das auch. Oder hast du auch den Eindruck, dass die sozialen Medien plötzlich etwas freundlicher geworden sind und die schlimmsten Hasstiraden unterbleiben?

[00:20:49]

Oder ist das eine gefärbte Wahrnehmung? Also alles, was ich jetzt sage, ist natürlich subjektiv, weil ich keine Statistiken habe und auch keine Studien dazu durchgeführt habe. Aber ein Grund dadurch, dass natürlich im Moment die Populisten in Deutschland natürlich eine Partei, gerade keine große Rolle spielt bzw. spielen, ist es etwas ruhiger, finde ich. Ich nenne sie ja oft auch asozialen Medien. Und wir haben aber gerade zu Beginn der Krise, glaub ich schon auch gesehen, dass es viel mehr Zusammenhalt, Solidarität, Informationsbeschaffung zu tun hatte.

[00:21:25]

Und jetzt kippt es aber finde ich auch wieder, nachdem die eine oder andere Umsetzung durch diskutiert wird.

[00:21:32]

Und die einen sagen zum Thema Masken Hy, die anderen sagen Hott. Und das spiegelt sich jetzt schon auch in den sozialen Medien wider. Das, da der Ton sich auch wieder langsam verschärft, würde ich sagen, aber dafür sind die, finde ich ja, und das ist ja das Tolle an diesen sozialen Medien dass man eben Kampagnen starten kann, dass man zu Aufrufen bewegen kann, dass man Themen groß machen kann. Und ich finde das eigentlich tatsächlich natürlich schöner, wenn es ein Miteinander, wenn es um das Verbindende geht.

[00:22:02]

Aber Sie sind am Ende des Tages wie Alarmsirenen. Also, ich hab das jetzt auch mehrfach beobachtet, wenn man selber was twittert, was vielleicht positiv ist eine positive Nachricht oder die Menschen in was bestärkt oder ähnliches. Dass das relativ wenig Aufmerksamkeit wieder bekommt oder widerfährt, also in Form von Likes, Tweets, aber auch in der Diskussion.

[00:22:26]

Und wenn man aber irgendwie klare Ansagen macht und, sagen wir mal verkürzt zuspitzt, vielleicht sogar irgendwie zu populistischen Elementen greift, dann geht so ein Ding schon mal schneller durch die Decke, und das finde ich eigentlich schade.

[00:22:39]

Du hast gerade schon erklärt, dass du etwas auf Instagram machst. Install live jeden Abend für alle, die das noch nicht gehört und gesehen haben.

[00:22:46]

Was machst du da und wie bist du auf die Idee gekommen? Ja, das ist ungefähr so wie mit dem Mitte, mit der Wette oder dem Angebot und der Glatze. Ich hatte Anfang März eine oder hätte eine Lesung in Würzburg gehabt. Ich habe ja ein Buch geschrieben, das heißt Heimatland. Es ist nicht das Buch, das hieß, es war stark, sondern Heimatland. Wie wollen wir zusammenleben? Und da bin ich jetzt seit mehreren Monaten auf Lesereise. Es ist ein super anstrengend, war so ein Leseraum.

[00:23:17]

Geht so vier, fünf Stunden mit Lesen. Erzählen. Fragen. Antworten. Und hinterher noch mit den Menschen auch wirklich ins Gespräch kommen beim Signieren. Und die Lesung in Würzburg war im März und hatte, ich glaube, fast 900 Karten bereits verkauft. Und da war gerade der Erlass, dass die Grenze bei 1000 liegt. Ich hab das damals schon nicht verstanden, wie ich gedacht habe. Okay, was ist bei 999 und warum jetzt eigentlich genau tausend? Und für mich?

[00:23:47]

Du kannst mit mir viel machen, solange ich ein bisschen verstehe. Warum? Wieso, weshalb? Also, wenn das für mich so aus den Wolken kommt, dann fällt mir schwer, ihm zu folgen. Und wenn mir jemand sagt, es kommt aus den Wolken, wir wissen es grad nicht besser, wir mussten halt jetzt irgendwo meine Grenze ziehen, dann kann ich damit auch leben.

[00:24:05]

Aber das wurde nicht so richtig erklärt, und ich habe dann halt gedacht Komm, zu meinen Lesungen kommen halt auch.

[00:24:12]

Ich würde mal sagen zu 50 Prozent Menschen, die über 50 oder 60 sind und ich stehe da in der Verantwortung, und ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, dass bei meiner Lesung plötzlich so eine Art Hotspot auftritt und danach Leute erkranken und. Wer weiß vielleicht sogar sterben und hab dann gesagt Ich sag diese Veranstaltung. Ich möchte die gerne absagen bzw. verschieben und daraufhin haben sich ein paar derjenigen gemeldet, die eine Karte hatten und haben das überhaupt nicht nachvollziehen können. Und dann hab ich das nochmal versucht zu erklären und dachte OK.

[00:24:43]

Was kann ich jetzt anbieten? Wie kann ich das in Anführungsstrichen wieder gutmachen und dachte Okay, da mach ich einmal live. Ein Abend, eine Lesung, kostenlos. Mich kostet es noch ein bisschen Zeit. Und was soll sein? Es ist ja vielleicht auch eine nette Idee, und das weiß ich noch an einem Sonntag, und ich habs fast vergessen und war wieder total verpeilt und kam zu spät nach Hause. Und dann Yoghurt vorstellig, das Telefon hin, weil ich immer nicht will, dass die Leute irgendwas aus meiner Wohnung sehen.

[00:25:12]

Es war wirklich ein totales Durcheinander. Es wurde dunkel, mein Licht war aber kaputt, und also hab ich es ja auch egal. Ich setze mich jetzt da hin und nenne das Lesung mit Gequatsche. Ein Abend, Ende der Geschichte. Der Hund hat mich im Grunde die ganze Zeit vorgeführt.

[00:25:26]

Vilma, es permanent durchs Bild gelaufen, hat das Telefon umgeworfen. Wie gesagt, es wurde immer dunkler. Dann konnten die Leute mich zwischendurch nicht mehr hören und nicht mehr sehen, und es war eigentlich nur Chaos. Und dann hab ich gedacht Ach, wisst ihr was? Ich mache es morgen nochmal. Das war ja irgendwie nix. Und aus diesem Einmal sind jetzt. Ich glaube, wir sind in der 6. oder 7. Woche. Ich hab keine Ahnung, und es macht einfach Spaß.

[00:25:53]

Mittlerweile kommen immer auch Gäste dazu. Ich hab gedacht Okay, jetzt immer aus meinem Buch vorlesen ist sowieso langweilig. Also lese ich aus anderen Büchern vor, meistens aus einem, das heißt die Kuh, die weinte. Wenn ich darf, lese ich euch gleich eine Geschichte daraus vor, die sehr viel auch über mich sagt. Tatsächlich, als ich die gelesen hab, dachte ich Crassus bin ich. Also, es waren ganz unterschiedliche Leute.

[00:26:17]

Cem özdemir an dem Tag, wo er positiv getestet worden ist, dann aber auch Carolin Kebekus oder Guido Maria Kretschmer, dann Ralf Rote, Igor Leh, wie der ja auch bei euch zu Gast war und der ja ein zum Niederknien sympathischer Kerl ist.

[00:26:40]

Arne Friedrich, Markus Feldkirchen Es sind wirklich Annette Frier. Ich könnte jetzt alle aufzählen. Maren Kroymann Und ganz tolle Leute.

[00:26:49]

Daniel Brühl, Katharina Hamberger. Also viele Journalisten, Schauspieler. Also alles irgendwie, Leute, wo man denkt Ah, kennt man. Und diese Gespräche sind deshalb, und das finde ich total spannend, deshalb für mich auch so besonders. Erstens, was ganz untypisch ist. Ich bereite mich auf nichts vor. Wirklich kommen manchmal auch zu spät, weil ich gerade noch duschen oder spazieren war mit dem Hund und Gehörtes 1930. Und das gibt mir Struktur, weil das der Anlass ist für mich tatsächlich im Moment, mich irgendwie umzuziehen und zu duschen und nicht zu verlottern, wenn man nichts zu tun hat.

[00:27:23]

Und tatsächlich, sodass ich heute nicht. Das ist ja statistisch erwiesen.

[00:27:30]

Corona Das Tolle ist, glaube ich, nicht nur wegen dem. Man muss sich nicht vorbereiten, oder? Das ist sozusagen mittlerweile mein Spleen. Ich will einfach zuhören und was mir so einfällt. Das andere ist aber dadurch, dass du nicht in einem Studio bist. Keine Kameras, kein gar nicht, sondern man sieht ja nur sich und ein bisschen die Kommentare rein laufen. Hat man das Gefühl, glaube ich, dass man am Küchentisch sitzt und plaudert, anders als man es sonst tut.

[00:27:55]

Also, ich hab schon von dem einen oder anderen, mit dem ich befreundet bin, Dinge erfahren, wo ich hintergeht. Deshalb wusste ich es nicht. Und b war dir klar, dass hier irgendwie zigtausend Leute geradezu gucken und dass du es nicht mir intim erzählst. Und das ist, glaub ich, das Schöne an diesem Format und dass ich ab und zu die Leute dazu hole, die zugucken wie Frau, flitzte Pepe aus Brandenburg. Also dann sag ich einfach Random.

[00:28:20]

Ich gucke nach lustigen Namen und hol die als live dazu und plaudert mit denen, wo sie herkommen, was sie machen. Ich hatte schon mit einer Frau ein Gespräch von der Bundesagentur für Arbeit oder mit einer, die in Amerika ist und dort für eine deutsche Firma arbeitet Journalistik, Student und so weiter. Und das ist so die. Und das sind wir. Wir sind sozusagen abends zu Gast, und das finde ich. Mir macht es totalen Spaß. Ich weiß allerdings nicht, wie ich da wieder rauskomme.

[00:28:46]

Das war auch so eine Schnapsidee gestern ohne Schnaps. Das hört sich ein bisschen. Hört sich an wie Igor Levit, der das auch genauso erzählt hat, wie er zu seinem ersten haus. Konzert kam und es einfach mal behauptet hat, dass er eins macht und sich danach darum gekümmert hat, wie das eigentlich geht. Und dann glaube ich, noch schnell ein Stativ gekauft hat und so dann einfach mal losgelegt hat und das jetzt aus der Nummer nicht rauskommt. Ich meine aber auch bei ihm war es.

[00:29:14]

Den hat mir jetzt vor wenigen Ausgaben, dass es ihm, so wie du das beschreibst, schon eine gewisse Struktur gibt. Man hat sehr schnell in dieser neuen Welt wieder eine Struktur. Und etwas, woran ich glaube, es würde vielleicht sagen etwas, woran man sich dann auch halten kann, was einen täglichen Rhythmus wieder etabliert, ist das bei dir auch so? Ja, da kann ich es dir inzwischen auch. Hald sozusagen im Alltag.

[00:29:40]

Es gibt mir auf jeden Fall Struktur, und es gibt mir Halt dadurch durch das, was die Menschen mehr als Feedback schreiben, also die Wertschätzung. Anerkennung von denen, die uns da zuhören, ist einfach wirklich enorm und berührt mich, weil das hätte ich nicht gedacht, nur dass man, nur weil man sich eine halbe Stunde hinsetzt. Und dass das aber bei dem bei den Gästen und Gästen, bei den Followern so etwas auslöst wie eine ruhe. Oase. Sie geben uns Zeit zu geben und Struktur.

[00:30:11]

Das sagen die User. Wir freuen uns. Das ist die Auszeit des Tages. Und das finde ich erstaunlich, obwohl wir ja ab und zu auch über Corona sprechen. Es ist ja nicht so, dass es völlig außen bleibt. Also mal findet es statt Mainichi. Aber mit Igor zum Beispiel. Die Gespräche waren immer eher ein bisschen traurig, ein bisschen düster, ein bisschen depressiv fast. Aber so ist er ja dann in dieser Situation jedenfalls am Anfang gewesen.

[00:30:37]

Das mit Guido Maria war er wahnsinnig komisch. Der hat fernab von einer Freundin von sich erzählt. Das sieht man einfach, wie unterschiedliche Lebenswelten wir auch haben.

[00:30:47]

Die Katze im Sack, Guido. Jetzt hab ich wirklich begriffen Das ist ja Wahnsinn.

[00:30:53]

Und Guido so wie so was. Denn was ist denn über dich gekommen in dieser Krise? Und sie so?

[00:30:57]

Ja, meint die Reinigungskraft, käme ja nun jetzt schon seit einer Weile nicht, und sie musste zum ersten Mal selber saugen.

[00:31:04]

Und der Sauger wäre ja unfassbar schwer. Sie müsste jetzt erst mal leichteren Sauger kaufen. Und im ersten Moment sitzt du da und denkst Okay, mir fällt gleich alles aus dem Gesicht. In so einer Situation bekommt man darüber oder darauf, über den Sauger nachzudenken. Aber das ist die Lebens Welt von einem Menschen, der auch in Deutschland lebt, und das finde ich irgendwie diese ganze Bandbreite zu haben, von absurd bis, ja irgendwie konstruktiv nach vorne denkend, gewinnbringend.

[00:31:34]

Das ist ja, das ist ein großer Spaß. Und wie gesagt, das mit dem Hald ist eher.

[00:31:40]

Was ist denn so? Kommt der Hund einmal kurz? Was ist, wenn wir einmal winken?

[00:31:51]

Audio Kommentar. Jetzt sitzt der Hund auf dem Schoß.

[00:31:56]

Kann man jetzt nicht sagen, es ist auf dem Schoß zu sitzen. Nicht gleich vergessen.

[00:32:02]

Aber so ungefähr ist es auch gerade. Wie findest du denn, was mit der halben Stunde eigentlich ist? Was ist das jetzt? Ein überschwang an Liebe. Eigentlich hast Dumme, ist mir das eingebrockt. Mit diesen halben Stunden Quatsch. Jetzt, hier bist du wieder immer wieder runter. Wir sind extra hier, damit du auch zwischendurch raus kannst. Das hätten wir nämlich in meiner Mie zum Kunden in Kreuzberg ein echten Problem gewesen und habe mich hier eingemietet bei Freunden, damit der Hund auch zwischendurch einfach mal vor die Tür kommt, wann immer er möchte.

[00:32:36]

Das hab ich nur für euch getan.

[00:32:38]

Lange Rede, kurzer Sinn haben halt durch die Worte und durch die ja gefühlte Nähe derjenigen, die uns zugucken. Jetzt haste ja zuhören.

[00:32:48]

Jetzt hast du viele Prominente erwähnt, die zu Gast waren. Ich habe jetzt zum Beispiel gestern mal wieder rein geschaut, und da war eben jene Frau, flitzte People da, die da einfach live mit reingehen. Die war schon mal bei dir spontan im Gespräch. Was ist so? Also, ich fand sie absolut faszinierend, auch gestern wieder.

[00:33:10]

Wer ist diese Frau? Stählernes? Was weißt du eigentlich über die Frau? Mittlerweile ja nicht besonders viel.

[00:33:17]

Wir haben uns tatsächlich zweimal über diesen Live Channel getroffen. Beim ersten Mal war es natürlich Zufall. Ich habe ja vorher schon mal gesagt, dass ich gucke werden lustigen Namen oder was könnte irgendwie? Keine Ahnung. Mein Tipp da irgendwo drauf. Ich meine, da stehen einem 300 Leute eine Anfrage so, und das ist natürlich auch ein bisschen wie Kai aus der Kiste. Ich hab auch schon gedacht Was mache ich denn, wenn da einer sitzt, der irgendwie keine Ahnung Hardcore Rassist ist und zuguckt und jetzt hier ein vom Leder lässt?

[00:33:46]

Also meine Art wäre es nicht, den rauszuschmeißen, und das ist dann schon tricky. Du weißt ja nicht, was dich erwartet, oder du kannst es nicht. Also klar, ich kann steuern, indem ich irgendwie auf das X drücke, und dann ist derjenige wieder weg. Aber das ist ja nicht die Intention oder der Gedanke dessen und flitzte. People ist eine Frau, die im Sozial und Jugendbereich tätig ist. In Brandenburg lebt. Beim ersten Mal saß sie in einer Hollywoodschaukel in ihrem Garten auf dem Land und hat eben auch einen Hund und fährt und mehrere, diverse Tiere und ist einfach eine.

[00:34:25]

Ich Man kann das gar nicht mit einem Wort oder einem Satz beschreiben. Jemand, die ihren Job total liebt, die aber gar nicht von Anfang an ausgeübt hat. Sehr viel auch über Ihr Team und sehr viel Wertschätzung für Ihr eigenes Team hat, dass Sie mittlerweile eigentlich nur noch Schreibtischtäter ist. Da dachte ich Oh Gott, warum denn bloß? Sie müssen raus. Sie müssen ran an die Leute, rein in die Probleme. Sie sind so großartig. Und dann dachte ich Quatsch.

[00:34:49]

Hayali Es braucht ja auch gute Leute hinterm Schreibtisch, die gut koordinieren, die eine gute Führung haben und Verantwortung abgeben und gut delegieren können. Und das kann die. Und die hat halt aus ihrer, aus ihrer Welt erzählt, aus ihrer beruflichen, aus ihrem beruflichen Alltag. Und das ist das, was mich ja auch so fasziniert an unserem Job, dass wir einfach bezahlt werden fürs tägliche Lernen, indem wir Leute kennenlernen, indem wir Geschichten kennenlernen, indem wir Biografien kennenlernen.

[00:35:17]

Und diese Frau? Ich kann mir wirklich vorstellen, das ich gestern so einen verrückten Halbsatz mal wieder angedeutet, dass ich mit ihr zusammen auch mal mit den Hunden Runde spazieren gehe, weil die mich wirklich wie alle, die diesem Gespräch gefolgt sind, so geflasht hat. Weil die so sympathisch ist und ich Menschen bewundere, die in diesem Bereich tätig sind, ähnlich wie die Pflege meiner Eltern jahrelang im Pflegeheim. Deswegen ist das ja auch seit Jahren mein großes Thema und habe da den größten Respekt und versuche da ja auch, mit meinen kleinen Möglichkeiten mehr Aufmerksamkeit zu schaffen.

[00:35:49]

Auch was Bezahlung? Und ich bin wieder beim Thema Wertschätzung, Wertschätzung anbelangt. Ich habe eine Frage zu etwas, was du vorhin gesagt hast, weil wir darüber mal länger als eine Stunde mit einem anderen Gast hier gesprochen haben, mit Eva Schulz, und zwar, wie Fernsehen funktioniert und was es mit den Gästen macht, die im Fernsehen sind. Du hast nämlich lobend erwähnt, dass plötzlich so eine gewisse Intimität da ist und man das Gefühl hat, obwohl euch ja Zehntausende sehen.

[00:36:20]

Man ist so ein bisschen mehr unter sich. Es ist sehr entspannend. Ist es auch dadurch, dass es nicht so gut organisiert ist und so perfekt ist? Sehr viel erzeugt eine andere Atmosphäre, aber man hat auch eine andere Intimität. Plötzlich. Und das jetzt gegen das Fernsehen gewendet? Die Frage ist das, was wir dort sehen, und du bist nun mal ein Fernseh Profi? Eigentlich noch hat das irgendwas mit irgendeiner Realität zu tun oder ist es sozusagen?

[00:36:48]

Stellen die Leute sich selbst da reflektierend die ganze Zeit, wie sie jetzt wirken, und diese Dinge, die dann plötzlich alle im Kopf sind, die einen zum Teil zu einem anderen Menschen machen? Und wie nimmst du das denn wahr als Profi sozusagen die eigene Gesprächssituationen, die andere. Wie kann man denn? Oder wie könnte man etwas von dem, was du da jetzt so schätzt, ins Fernsehen tragen? Sodass finde ich einen sehr interessanten Aspekt bei der Kiste.

[00:37:10]

Jetzt wird es nur natürlich, dass sich in die Köpfe meiner Gäste hüpfe, und ich sag immer, dass man aufhören soll zu glauben, zu denken, zu wissen, was das Gegenüber gerade denkt soll. Wenn man in so einer Situation ist, sollte man das Gegenüber auch fragen, was du getan hast, was ich nicht tun kann, weil diejenigen, die bei mir in der Sendung sind, gerade nicht um mich herum sind. Aber ich vermute einfach mal, dass man erstmal unterscheiden muss, wer steht oder wer sitzt einem denn gegenüber?

[00:37:36]

Der Politiker, der mittlerweile schon diverse medientraining durch hat, ist sicherlich geschult, der weiss, wie seine Botschaften abzusetzen und zu senden sind, was er sagen möchte, was er nicht sagen möchte. Und dann sind das natürlich immer die highly Momente in einem Interview. Wenn du Merks.

[00:37:53]

OK, das bricht jetzt auseinander und jetzt sind diese angelernten Floskeln sozusagen passé und wir sind in einem echten Gespräch und ich verstehe das ganz oft bei Politikern nicht, dass sie nicht auch lernen, dass ich die Aufmerksamkeit des Zuschauers sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten gewandelt hat.

[00:38:13]

Ich glaube, dass der Zuschauer vielleicht war das auch früher schon so mit seinen Softskills erkennt, wann ein Politiker ehrlich, authentisch und normal spricht oder wann im Grunde so Satzbau Kästen verwendet werden. Und ich glaube, das führt auch immer zum innerlichen Abschalten und führt auch nicht dazu, dass man jemanden vernünftig zuhört. Man kennt ihr auch, wenn du du sprichst, mit einem Politiker über äpfel, und der antwortet über Flugzeuge, dann könnt ihr jetzt in einem Interview noch 100 Mal fragen.

[00:38:40]

Jedenfalls wenn es ums Papier geht. Und dann wird das herausgestrichen. Im Fernsehen verschwende ich fünf Minuten, und dann ist das Interview mitunter um. Das ist natürlich ein Problem in einer Live Situation. Was ich bei meiner eigenen Sendung am Abend ja immer ganz gerne auch mal gemacht habe, ist tatsächlich so jemanden wie Frau Fletcher Pepe auch einzuladen, auch mit aufs Sofa zu holen. Wir haben das früher mal genannt. Politik trifft Realität. Das ist ein bisschen zugespitzt.

[00:39:08]

Natürlich. Es soll nicht vermitteln, dass Politik sonst nicht die Realität trifft. Aber ich glaube, jeder weiß auch, was damit gemeint ist. Und das führt manchmal bei den in Anführungsstrichen normalen Gästen natürlich dazu, dass da eine gewisse Anspannung ist, diesen aufgeregt. Sie sind nervös, die sehen die Fernsehkameras, die sehen das Studio und und sind dann eben nicht mehr ganz so entspannt und auch nicht ganz so souverän, wie wir es in den Vorgesprächen dann manchmal erlebt haben.

[00:39:34]

Und ich glaube, diese Studie Atmosphäre zu knacken und zu brechen, ist wirklich nicht so einfach. Ich glaube, es geht natürlich, wenn du kein Publikum hast oder wenn du sehr intim bist. Ich könnte mir wirklich. Ich finde das ja wahnsinnig schön, so 1 zu 1 Format mit einem Menschen mal wieder in Ruhe zu sprechen, dem auch zuzuhören, auch meinen Gedanken zuzulassen und nicht irgendwie die Dinge einfach nur abzuhandeln und gleich zum nächsten Bock irgendwie zu kommen.

[00:39:58]

Das finde ich wirklich. Mir würde das großen Spaß machen. Aber auch im Sinne von einem ordentlichen Streitgespräch geht in einem Eins zu eins viel besser. Und ich finde, ich bin so ein bisschen Runden müde, muss ich sagen.

[00:40:12]

Und warum gibt's das im normalen Fernsehen nicht? Da darfst du mich nicht fragen. Ich würde sofort machen, aber wenn ich jetzt einfach einer der Gründe, warum wir unseren Podcast so lieben, übrigens ja, das kann ich auch verstehen.

[00:40:28]

Ich meine ich. Jetzt ist es natürlich auch ein Sport fast draus geworden. Irgendwie. Je länger, je Dollar. Je besser das ist.

[00:40:36]

Nein, nein, nein, nein, nein, nein. Aber es ist natürlich schön, dass man sagt, wir reden einfach so lange bis mehr oder weniger. Ich glaube sowieso, dass nie alles gesagt ist oder wurde. Das geht, glaub ich, gar nicht. Nein.

[00:40:50]

Aber trotzdem finde ich euer Format natürlich großartig, weil es eben genau die Luft und den Raum lässt. Niemand. Du kannst den Gedanken achtmal neu ansetzen und wir arbeiten so lange manchmal an einer Frage oder bis wir alle verstanden haben, was wir meinen. Manchmal verstehen wir unsere Fragen am Anfang nicht. Die tollsten Erkenntnisse, die wir bekommen, sind, wenn wir zusammen an so einem Faden entlang uns tasten und gucken, wo wir enden. Das klingt völlig bescheuert. Aber es ist sehr befriedigend, Zeit zu haben und auch ein Gesprächspartner über eine längere Zeit mal zu erleben.

[00:41:29]

Und das sind genau die Momente. Wir haben darüber schon länger mal in einer anderen Folge gesprochen, die beim Fernsehen. Man muss sagen, beim linearen Fernsehens vor allem. Echt schwierig sind. Es ist fast ausgeschlossen in dem System, in dem das Fernsehen operiert, indem du normal arbeitest, diese Momente herzustellen, muss man ja sagen. Also so was, wie ich sage, das Wort Authentizität zu erleben.

[00:41:57]

Ja, ich weiß nicht, ob ich nicht durchs Bild wie hier ständig.

[00:42:00]

Ich weiß nicht, ob das unbedingt was mit Authentizität zu tun hat, sondern vielleicht auch mit einer gewissen Aufmerksamkeitsspanne. Also ich glaube, euren Podcast. Wenn wir acht Stunden geht, hören sich die wenigsten in einem Stück an, sondern splitten das. Ihr hattet ja Rehse zu Gast, und das ist zum Beispiel eine ganz schöne Geschichte, der euch ja und eurem Publikum erklärt hat, dass wir eigentlich mal so halb verabredet waren. Ich hätte ihn wirklich sehr gerne in meiner Sendung gehabt, als das Klima Thema gehört.

[00:42:28]

Ja, klar, ich habe auch mit ihm schon darüber gesprochen. Das ist doch logisch. Nein, aber das ist natürlich. Ich verstehe ihn, und ich verstehe auf der anderen Seite natürlich auch die Umstände, unter denen wir arbeiten, produzieren so ein Format in so einem Sende Schema in irgendeiner Form seinen Platz findet. Und wir haben da eben nicht zwei oder drei Stunden Zeit. Selbst wenn das Thema das natürlich locker hergeben würde. Die Idee war ja, Rizzo zusammenzubringen mit Paul Ziemiak und möglicherweise noch einem Wissenschaftler oder einer Wissenschaftlerin.

[00:43:01]

Und wir diskutieren das Klima Thema durch mit Publikum, und Resa hat gesagt, er kommt aber nur, wenn es für ihn Sinn ergibt, was ich richtig finde. Und Sinn hätte es für ihn aber nur ergeben, wenn das ungefähr zwei, drei Stunden lang ging. Oder wie gesagt rhizom. Mein Format geht manchmal 45 Minuten, manchmal eine Stunde. War schon irgendwie verrückt. Genug ist, dass es das überhaupt gibt. So ein abwechselnde Länge einer einer Sendung.

[00:43:24]

Und dann kommt noch dazu, dass wir manchmal, na naja, das war früher drei Themen. In der Regel haben wir zwei Themen, und wir waren bis dahin eigentlich vielleicht nie oder einmal monothematisch.

[00:43:35]

Das machen wir eigentlich nicht, hat er gesagt. Da macht er es halt nicht. Außer, wir würden mehr Zeit freiräumen. Und das finde ich konsequent. Nein, ich fand es super und habe da auch nicht lange auf ihn eingeredet, sondern mir hat es, das meinte ich vorhin mit. Wenn ich Dinge verstehe, dann kann ich sie auch irgendwie akzeptieren. Und ich habe das verstanden und auch sofort akzeptiert und hab jetzt schon vor längerem mal zu ihm gesagt Wir machen das an anderer Stelle, anziehen das selber auf, auf YouTube oder keine Ahnung.

[00:43:59]

Ich, mein Spielstationen gibt's ohne Ende, weil ich finde es immer noch total spannend, die drei Zeit zusammenzubringen. Ja, wenn ihr Bock hat und irgendwie noch Kameras sehe, dann stehen der Einladung auch Andre zu.

[00:44:14]

Und wir müssen es vielleicht noch mal. Aber jetzt hast du ja auf das Fernsehen für dich jetzt so nebenbei, so halb neu erfunden, indem du plötzlicher eine tägliche Carlin Talkshow Unterhaltungssendung machst, die ja sogar immer mit dem Satz endet Jetzt ist es 20 Uhr, bitte schaltet jetzt die Tagesschau ein. Das ist ja schon wie eine Vorlage für eine Sendung. Frage Vielleicht hört jetzt hier der eine oder andere mit ja manches Mal so ein bisschen dumm wie jetzt, und jetzt muss ich überlegen.

[00:44:55]

Jetzt rede ich mich ja gleich um Kopf und Kragen und hab gleich den Chefredakteur von Agenturmeldung, die wir nach dem Podcast Hayali bewirbt, sich für.

[00:45:06]

Ja, aber ganz im Ernst Das ist mir, macht es. In der Tat wahnsinnigen Spaß? Natürlich. Man muss schon sagen auch Coruna getriebene das mit dem überhaupt nicht vorbereitet sein. Und so mag jetzt gerade nettes Element sein, das ich immer mit dem gleichen Snoopy Polydor sitze und wirklich ein bisschen verpeilt bin und die Technik nicht funktioniert.

[00:45:29]

Offensichtlich hat es aber alles charm und tut diesem ganzen Format keinen Abbruch. Das finde ich ja das Verrückte, das wir ja immer glauben. Es muss alles gestriegelt und alles perfekt sein. Wobei ich das gar nicht glaube. Ich finde, auch im MoMA sag ich immer, wenn ein Kameramann durchs Bild läuft, läuft Sie durchs Bild. Was sollte doch eigentlich? Niemand glaubt, dass hier nur Mettrie und ich sind, sondern lass uns doch. Wir sind doch live.

[00:45:51]

Lass uns doch leben! Lass uns doch work in progress zeigen, damit die Leute sehen, was hier passiert ist.

[00:45:58]

Mir geht es ja als Zuschauer auch so, dass ich, wenn ich hier denke Was sind eigentlich meine liebsten Fernsehn? Momente, die ich aus dem Gedächtnis sagen wird.

[00:46:06]

Es sind immer Momente, in irgendwas schiefgegangen ist, das berühmte Ungeheuer, das Hohe, fallendes oder, oder oder auch Koks in den 90ern auf MTV plötzlich mit seinem Kameramann immer geredet hat.

[00:46:20]

Dann hat der Kameramann genickt, indem er die Kameramann von oben nach unten die Kamera geschoben hat. Aber das war ja am Anfang aber nicht.

[00:46:27]

Am Anfang war das ja auch spontan. Man muss das Fernsehen wieder dahin zurück. Nein, das glaube ich nicht, weil das ja dann auch konstruiert ist. Solche Momente passieren einfach, und die kannst du dir, finde ich auf dem Schachbrett nicht wirklich zurechtlegen. Und dann wäre es auch Fake. Also Fehler, oder zum Beispiel wirklich? Wenn ich schlechte Laune habe, höre ich Dagmar Berghoff und Boris Becker hat das Turnier gewonnen.

[00:46:55]

Da schmeiß ich mich wirklich in die Ecke und habe mich über Minuten, weil ich das so herrlich finde, wie sie da sitzt. Du merkst, sie möchte am liebsten laut lachen, versucht es zu verhindern, so wie wir damals in der Schule, wenn der Lehrer gesagt hat Hört auf zu lachen, und man guckt sich nochmal so an und prustet, und irgendwann bricht es aus einem heraus, und dann versucht sie, die Lottozahlen zu sagen, und es ist einfach ein Kunstwerk, ein, ein, ein, ein aus versehentlich gemaltes Kunstwerk der Fernsehgeschichte.

[00:47:28]

Es ist so herrlich, und ich weiß bis heute nicht, ob es stimmt, dass es danach wohl Diskussionen gab. Es würde nicht gehen.

[00:47:34]

Wir sind hier in der Tagesschau, und ich weiß nicht, ob stimmt, und man sollte oder wollte sie wohl feuern. Und dann gab's aber so viel Zuschauer Post, die das geliebt haben, die sie gefeiert haben. Für endlich. Man merkt, da sitzt ein Mensch und geht angeblich. Wie gesagt, ich weiß es überhaupt nicht.

[00:47:56]

Wie wir alle wissen, ist ja dann noch geblieben. Aber ich weiß schon, was in dieser Frage steckt. Also braucht das Fernsehen eine neue Erzähl Geschichte, vielleicht andere neue Formate. Und das glaube ich tatsächlich schon. Und ich sage es nicht, weil ich finde diesen Satz wirklich.

[00:48:16]

Zum Kotzen, wenn Leute sagen, wir müssen an die junge Zielgruppe, dann denk immer ey, das ist so gemein all den anderen Menschen gegenüber. Die 50, 60, 70, 80 sind. Sind das nicht wertvolle Zuschauer? Das schwingt da ja immer so ein bisschen mit. Natürlich müssen wir uns aber trotzdem andere Dinge überlegen, damit wir die jungen Zuschauer an ein öffentlich rechtliches Programm oder wie auch immer für mich sind Nachrichten, das A und O. daran führen können.

[00:48:44]

Und da, glaube ich, braucht es tatsächlich einen neuen neuen Schwung.

[00:48:48]

Aber jetzt aber eins nochmal Es ist nicht so wichtig. Tut mir leid. Es ist jetzt irgendwie vielleicht wie ein Treppenwitz oder sowas. Aber nichts ist so wichtig wie die Nachricht. Also ich finde jetzt, Nachrichten dürfen auch nicht zur Show oder zum großen Entertainment. Oder hier fliegt es, und da kommt noch etwas und noch weitere Farben und so. Das um Gottes Willen, auf gar keinen Fall, bitte.

[00:49:10]

Ja, es geht mir auch so, wenn ich die Nachrichtensendung heute manchmal so sehe. Da hab ich ja auch das Gefühl, da ist mir auch zu viel Inszenierung drin. Da stehen die Moderatoren manchmal in diesen riesen Kulissen, und dann fliegen die Statistiken von links nach rechts. Das brauche ich eigentlich nicht. Aber wenn ich jetzt gestern Abend mit Frau flitzte Pepe gesehen hab, die ja auch nicht 20 ist, das ist ein wahnsinnig lebendiges Fernsehen, oder wie auch immer man das nennt gewesen.

[00:49:37]

Und die Kommentare, die ich da gelesen habe, das waren ja auch erkennbarer Weise auch junge Zuschauerinnen und Zuschauer. Das heißt in dem Moment, wo man das Gefühl hat, hier reden echte Menschen miteinander, ist das Publikum ja schon da.

[00:49:51]

Das stimmt. Deswegen den Gedanken, den du vorhin frecher Weise hier aufgeworfen hast, öffentlich. Was passiert denn mit diesem Format? Ist natürlich einer, der mich in den letzten Tagen oder zwei, drei Wochen schon begleitet, weil Freunde das auch gucken und sagen. Das macht total Spaß zuzugucken. Es ist auch gut, dass es diese halbe Stunde ist, weil sonst. Wir würden uns auch ewig quatschen, und es ist eben etwas anderes, ist authentisch. Es ist ein Team, es ist ehrlich, es ist offen, man auch.

[00:50:20]

Ich habe schon Dinge erzählt. Wohin er gedacht habe? Interessant ist das jetzt ja gesagt habe aber okay, das waren schon Sachen, die im Rahmen sind. Also zu privat dürfte es nicht werden. Aber ich weise mittlerweile wirklich jeden Gast, heute ja auch Conchita darauf hin, dass sie nicht vergessen, dass es doch öffentlich ist, weil ich, wie gesagt, an der einen oder anderen Stelle hat. Der eine oder andere Ich sag jetzt nicht, was und nicht wer etwas gesagt, wo ich gedacht habe, ob du das so wollte.

[00:50:48]

Das ist ein schöner Moment für mich, der offensichtlich aber in der großen weiten Welt gar nicht für Oh, hast du gehört, was der gesagt hat, weil es eben so normal ist, weil es einfach dahin fließt und ein Miteinander ist, und es fühlt sich einfach gut an. Heute ist das, glaube ich, auch Dinge.

[00:51:04]

Wir müssen kurz Disclosure, wann wir aufnehmen. Christoph Genau. Wir sind ein. Wir nehmen an dem Tag diesen Podcast auf, an dem Conchita Wurst später zu Gast sein wird. Und unser vermessene Plan ist wie bei Igor Levit, mit dem mitzulaufen. Wir gucken dann zu, während ihr seid, und danach würden wir einfach weitermachen. Je nachdem, wann du das Schlusswort sagst. Natürlich darf ich weiter fragen, wie diese Person, die du im Fernsehen bist, die ich sehr bewundere.

[00:51:38]

Darf man ja auch mal sagen, wenn man Kollegen bewundert für ihre Art von Präsenz und ihre Geistesgegenwart, die nicht jedem gegeben.

[00:51:46]

Da hab ich das Schlusswort sagen. Besser wird es nicht mehr. Doch wir haben schon etwas auf Lager. Diese Person wann hast du gemerkt, dass du die bist? Wann ging das hast? Gab es diesen einen Moment, wo du festgestellt hat Sport? Ich kann was, was keiner kann. Ich kann unter Beobachtung live denken und mit Menschen interagieren. Und trotzdem bin ich das noch. Ich versuche jetzt natürlich etwas.

[00:52:16]

Ich verstehe ehrlicherweise nicht mal, was du sagst. Doch, doch, ich erkläre es nochmal anders.

[00:52:22]

Wann hast du gemerkt, dass du so eine super Moderatorin bist?

[00:52:26]

Puls Was war nochmal was? Also, ich hätte. Wir hatten mal eine Schauspielerin zu Gast, die hat irgendwann auf dem Geburtstag ihres Vaters Christoph Hilf mir Willi Hoss mit ihr.

[00:52:45]

Ich war es damals. Nina Hoss sprang sie auf die Bühne, hat gesungen und wusste Ich habe ein Talent, ich kann diese Leute unterhalten. Als kleiner Mensch schon, und die sind gebannt. Hattest du so ein Erlebnis? Ich kann das. Das ist ja keine bescheuerte. Ist ja auch nicht peinlich, sondern es ist ja einfach. Irgendwann merkt man, man kann etwas, was nicht alle können. Wann war dieser Moment?

[00:53:07]

Aber was ist das, was ich kann die Ruhe bewahren.

[00:53:12]

Das ist kein Spielen. Ich würde jetzt gerne das mit der Ruhe ist es ja.

[00:53:16]

Ich könnte nicht, während ich eine Fernseh Ansage mache. Also sagen wir so Ich müsste sehr alt werden. Vielleicht könnte ich es jetzt, wenn. Ich hätte vor 20 Jahren nicht diese Geistesgegenwart besessen. Ich stehe auf einer Art dimou und macht gerade eine Ansage. Dann kommt jemand, der mich eigentlich hasst, nicht hast, aber so beschimpfen will. Und was sind wir los?

[00:53:39]

Und du stehst lächelnd den Einsatz. Hallo? Schön, dass Sie da sind. Ja, genau, wir nehmen hier. So würde doch kein Mensch reagieren, auch Profis. Nicht jeder Profi reagiert in diesem Moment so Du, wenn es dich dem zu und nicht du versuchst, es nicht wegzudrücken, sondern du um abends, diesen Moment.

[00:54:01]

Das ist mein großes Talent. Die Frau, die auf die Bühne springt und anfängt, dich zu beschimpfen während einer Live-Sendung Du sagst nicht, jetzt gehen Sie mal von der Bühne, sondern Jana Rede Let's Dance ist das vielleicht der falsche? Aber wir reden da gleich mal drüber. Das ist ja auch Sie werden gehört. In meinen einfachen Worten Da ist doch was. Das kann ich hab das so selten erlebt, und bei dir ist das so, musst du umarmt.

[00:54:26]

Diese Momente, du läufst in diesen Momenten erst richtig. Das ist halt wie dem jauk Feltes Tor um, und bei dir ist es Jemand kommt und fängt an, dich zu beschimpfen. Das Beste, was passieren kann, dann bist du richtig.

[00:54:38]

So, jetzt reicht's. Aber jetzt will ich eine Antwort. Also ich.

[00:54:45]

Ich kann dazu gar nicht so richtig viel sagen, weil ich das so bin, ich vielleicht einfach ich. Ich weiß, alle mögen immer das Wort authentisch nicht, aber das ist nicht, das kann man nicht üben. Das ist nicht antrainiert, das kann man nicht lernen. Aber ich hatte schon immer, und ich weiß nicht, wo das herkommt.

[00:55:03]

Mir ist es vielleicht das erste Mal wirklich bewusst aufgefallen, als ich meinen ersten großen Versprecher hatte, als ich gerade frisch bei der Deutschen Welle angefangen habe.

[00:55:14]

Aha. Aber das fällt mir jetzt auch nur ein, weil du mich gerade danach fragst, weil ich, dass ich dieses, wenn um mich herum ein Chaos ausbricht, im Studio draußen. Wie, wo und wie auch immer, werde ich ganz ruhig und bin ganz bei mir.

[00:55:31]

Und wo das herkommt, weiß ich nicht und es wundert mich und es wundert auch meine Schwester total, weil ich jemand bin, der wirklich eher ungeduldig ist und auch jähzornig sein kann. Also wenn, wenn ich zum Beispiel ein Beispiel Ich sitze im Auto, ich finde sowieso das irgendwie kein anderer Auto ist ein Witz und gleich ein Shitstorm.

[00:55:51]

Also ich finde es sehr viele schlechte, nicht mal das. Es gibt sehr viele schlechte Autofahrer.

[00:55:56]

Ich ärgere mich sehr viel, das nicht vielleicht mehr an mir als an meinem Gegenüber. Aber ich nehme jemandem die Vorfahrt, was natürlich nie passiert.

[00:56:03]

Und dann entschuldige ich mich. Man kann ja irgendwie mit Handzeichen, und man macht irgendwie nur der Kopf geht runter.

[00:56:10]

Oh Gott, sorry. Und derjenige flippt aber dann total aussteigt aus dem Auto und regt sich total auf. Dann versuche ich es noch einmal mit. Es tut mir wirklich total leid, und wenn der dann nicht nachgibt und sozusagen meiner meinem Erbitten um Verzeihung nicht nachkommen, dann bin ich aber von null auf drei Tage.

[00:56:32]

Und dann ist sozusagen Holland. Ja, das möchte ich noch. Das ist wirklich. Oh. Also hier und da fragen wir hatten ja die Erlaubnis.

[00:56:43]

Also ich kann gut ausflippen. Also, wenn ihr euch vorstellt, als Kind habe ich, wenn ich verloren habe, regelmäßig die Bretter. Mensch ärgere dich nicht.

[00:56:52]

Und Tali Pauli ist Bgm. Mit Mein Papa. Wenn ich verloren habe, sind die Dinger an die Wand geflogen, und ich bin schreiend weggerannt.

[00:57:01]

So ungefähr will man das. Limberg weiß auch, dass es kein guter Erziehung ist.

[00:57:11]

Du bist ganz anders, du bist ja dieser weiße Hund ins Blut.

[00:57:16]

Es handelt sich um einen Golden Retriever.

[00:57:20]

Gut, dass du nicht reden kann. Er ist vor allem groß. Ich bin, ich bin ja Jochen, ich bin groß, doch sehr süß.

[00:57:28]

Ungewöhnlich großer Retriever?

[00:57:31]

Ja, ich habe ein Talent dafür, Hunde mehr auszusuchen. Oder sie finden mich, die aus der Art geschlagen sind. Emma war viel zu klein, hatte Krisenfesten und war insgesamt auch völlig untypisch für ein Golden Retriever.

[00:57:44]

Und Wilma ist einfach x x x x x el zu lang.

[00:57:49]

Völlig aus der Frau. Na, was war das? Was war das für ein Versprecher, an dem ich gerade da war?

[00:57:56]

Ich hatte ich. Ich bin also ich. Ich hab früher ja in Köln gelebt, habe dann Volontariat gemacht.

[00:58:04]

Also eine Ausbildung für alle, die nicht wissen, was das ist eine journalistische Ausbildung. Ich sage mal Ausbeutung, weil das bei einer kleinen Produktionsfirma war, aber im positiven Sinne. Und wir mussten alles machen. Ich konnte Anna damals noch an Anna drehmaschine schneiden, dann später am Erwitt gelernt zu schneiden haben, gelernt, wie man dreht. Im Grunde waren wir relativ autark. Da war nicht viel, wie gesagt, mit Ausbilden, sondern learning by doing. Und ich habe sehr gerne in dieser Produktionsfirma gearbeitet, in der Sportredaktion noch mit drei Jungs zusammen, und leider ging diese Produktionsfirma 2005 pleite, und ich war so ein gutes halbes Jahr arbeitslos.

[00:58:40]

Und mein damaliger Chef von der Deutschen Welle? Ich war freie Mitarbeiterin bei der Deutschen Welle und hab da zweimal im Monat am Wochenende in der Regel den Sport Blog und Mini Blog moderiert. Beim Hörfunk von Köln sind Sie dann nach Bonn gezogen. Damals, und der war schon immer so eine Art Mentor oder Stütze, der war immer an ohne. Ohne Wolfgang Kann wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Es gibt noch zwei bzw. drei andere Menschen, über die wir vielleicht noch sprechen, dass es Nikolaus Brender, Bettina Schausten und Claus Kleber.

[00:59:13]

Aber wie gesagt, Wolfgang kann mein Chef damals. Der hat dann mit mir Bewerbungen geschrieben, der stand zu mir. Ich weiß zum Beispiel noch. Deswegen sage ich immer Man muss schon irgendwie selber wollen, sich den Arsch aufreißen bis hin Talent kann nicht schaden. Aber du brauchst auch jemanden an deiner Seite, der uneingeschränkt zu dir steht, loyal ist. Deswegen ist für mich Loja Loyalität auch so wichtig. Ich habe damals, als ich bei der Welle angefangen habe, beim Hörfunk.

[00:59:36]

Das wisst ihr. Es gibt so einen Knopf, den kann man drücken, wenn man nervös ist oder ein Schluckauf hat oder was auch immer. Dann geht das Mikro aus. Und bei meinen ersten Sendung habe ich wirklich immer einen schönen guten Abend gestern im Fußball gebadet, und dann war keine Luft mehr. Da war ich überhaupt nicht ausgeatmet, hab immer nur einmal aufgelegt, da musste ich immer diesen Knopf drücken und vor Aufregung. Und wirklich ist es wahr. Er hat mich immer versucht abzulenken.

[01:00:01]

Kurz bevor der Sport dieser Nachrichten Block dran war, hat er noch mit mir Gespräche geführt, und ich wusste aber im Kopf Das ist total nett von dir. Es funktioniert überhaupt nicht.

[01:00:08]

Mein Herz schlägt gerade noch schlimmerer Mal in der Sekunde.

[01:00:12]

Es wird nur noch schlimmer. Und ich weiß, dass damals der eine oder andere ich weiß, ich glaub zu ihm auch gesagt hat Die kann es nicht. Das war etwas. Was siehst du in der was? Was willst du mit der? Und er hat immer gesagt, ich übe mit ihr.

[01:00:27]

Und es wird schon TdL. Er sollte Recht behalten, jedenfalls als dann die Produktionsfirma pleite gegangen ist, hat er mit mir Bewerbungen geschrieben und hat dann aber auch zu mir gesagt mit einer Kollegin Sandra Peters, die damals auch für die Deutsche Welle Hörfunk gearbeitet hat.

[01:00:42]

Hey! In Berlin suchen die gerade Nachwuchs Moderatoren für die Nacht Schiene. Und dann gesagt Ja, hey, ich mache Sport. Ich habe nichts mit Nachrichten zu tun und mit Fernsehen jetzt eigentlich auch nicht so richtig viel. Ich hatte schon ein paar kleine Schritte bei TV NRW damals gemacht, aber es war nicht mein Medium. Ich liebe und liebte Radio einfach. Du sitzt da, machst viel über die Stimme, du Erzeugers Bilder. Das ist, finde ich, ein ganz faszinierendes Medium.

[01:01:09]

Man habe gesagt Okay, aber bevor ich jetzt. Damals gab es noch so etwas wie überbrückungsgeld, ein halbes Jahr, bevor ich irgendwann vielleicht Pizza verkaufe oder Döner oder Pasta oder keine Ahnung als Reinigungskraft irgendwo anfangen. Mache ich das Casting mit? Und das war im November. Und dann sollte ich im Dezember nochmal hinkommen. Gab es ein zweites und dann haben Sie gesagt Okay, am 2. Januar ist deine erste Sendung. Im Moment. Ich wohne in Köln, ich ok.

[01:01:40]

Und glücklicherweise habe ich einen verrückten Freund in Berlin-Kreuzberg damals schon gehabt, der, als ich ihm gesagt habe, ich hatte ein Casting, hat er gesagt. Okay, bei mir im Haus, in dem Mietshaus, wo ich jetzt noch wohne, wird eine Wohnung frei, sagt aber Herr, bitte auf, das kannst du nicht machen.

[01:01:55]

Ich kriege diesen Job niemals. Und ich ziehe natürlich nicht von Köln nach Berlin.

[01:01:59]

Bist du irre? Also doch, ich halte da die Hand drauf.

[01:02:03]

Gott sei Dank hat er das gemacht und dann bin ich damals tatsächlich. Ja, ich habe mich allerdings hoch geschlafen.

[01:02:09]

Vom ersten in den dritten Stock ist etwas größer die Wohnung als die erste.

[01:02:15]

Da wohne ich immer noch tatsächlich. Und dieses Haus? Darüber können wir nachher auch nochmal sprechen. Wenn wir über Gemeinschaft reden, bekennen uns fast alle, sind alle miteinander, irgendwie kreuz und quer befreundet, unterschiedlichste Berufe unterschiedlichster alter Strukturen. Das ist echten Schatz, dass in einer Großstadt zu haben, zu wissen, dass du da klingeln kannst, nachts, um nach Salz, einem Bier oder einem Sofa zu fragen, weil du irgendwie bei dir nicht reinkommt, ist goldwert.

[01:02:39]

Da wohne ich also noch so, und das heißt, ich bin am 2. Januar nach Berlin gezogen, hat meine Wohnung in Köln. Ich hatte eine WG. Hab ich noch ein bisschen Geheilten, weil ich gesagt habe Deutsche Welle, ich bleib euch treu.

[01:02:51]

Beim Hörfunk, das war natürlich mein Chef, wusste es gleich, Wolfgang, dass das nicht gut gehen und durfte dann immer nachts ran, was ein bisschen absurd ist. Die Deutsche Welle sendet ja der Nachrichtensender, der deutschen Medien deutsche Nachrichten in die Welt transportiert, hauptsächlich für Menschen, die von hier ins Ausland gegangen sind.

[01:03:11]

Das heißt aber, dass die Nacht schiene, die sogenannte Nachwuchs schiene eigentlich die Schiene ist, die auf der ganzen Welt hauptsächlich frequentiert und gesehen wird. Und tagsüber wo die Haupt Moderatoren dran sind, das glaub ich weniger gesehen wird, weil es dann auf in anderen Teilen der Welt ja nachts anyway.

[01:03:32]

Jetzt erzähle ich euch etwas, das habe ich, glaub ich, noch nie jemandem erzählt. Das war wirklich, weil es so verrückt war. Ich kam. Ich war im Urlaub, weil mir wurde gesagt Im April darfst du das erste Mal ran. Große Vorfreude, große Nervosität und war dann abgesagt.

[01:03:52]

Du brauchst Kraft, du musst dich irgendwie, du muss zu dir kommen. Nur muss fit sein für diese Woche. Da entscheidet sich alles. Deine ganze Karriere, wenn du es gut machst. Wenn du schlecht. Bastards Wirklich.

[01:04:03]

So wie ich damals gedacht hatte, dann meine erste Sendung lief. Und es war der Rücktritt von Platzeck, der plötzlich in diese Sendung mehr oder weniger platzte.

[01:04:28]

Und so etwas kannte ich nicht live irgendwo hin, Hinscheiden. Man es live kannte ich schon. Aber jetzt irgendwie alles umwerfen und so Freiflug und alles, was man im prompt da stehen hatte, vergessen und einfach erzählen und wissen und so.

[01:04:43]

Und da merkte ich, wie ich innerlich. Ganz ruhig wurde, obwohl ich wusste, dass ich über diesen Mann nicht alles wusste, was man vielleicht jetzt irgendwie als sehr guter Journalist natürlich sofort aus der Schublade zieht. Hab ich das irgendwie geschafft, obwohl die erste Schalte zu unserem Korrespondenten zusammengebrochen ist? Dann hieß es übers Ohr Wir spielen einen Film ein. Dann kam der Film nicht und immer nur Du musst weiter reden, du musst weiter reden, und ich redete und redete, und zwischendurch weiß ich, ob er das kennt man so aus sich heraustritt, und man hört sich selber beim Reden zu und denkt So, wie machst du das?

[01:05:20]

Okay. Und weiter ging es. Dann ging, kam die nächste Liveschaltung. Die brach wieder zusammen. Und ich? Es kann doch nicht sein. Und dann kam aber das Stück, und ich so Leute, ihr könnt mich doch nicht so hängen lassen, du machst das ganz wunderbar. Und dann, nach ein paar Minuten, war es dann irgendwie auch vorbei. Das war sozusagen die erste Schock. Situation, wo ich gedacht habe Okay, wenn um dich herum alles zusammenbricht, bleibst du ruhig.

[01:05:42]

Das ist schon mal nicht so schlecht. Und der große Versprecher war, glaub ich, kurz drauf.

[01:05:51]

Jeder kennt den Satz von Walter Ulbricht richtig, der den Satz zur Mauer mit der Mauer. Genau so, dachte ich, den hab ich auch drauf. Vorwärts, rückwärts. Da kannst du mich nachts wecken, den weiß jeder. Ich stehe also in meinem Studio, und die sagen Ah, willkommen Stück aus der Matchs raus geht gleich los, Rotlicht, und ich sage Der Bau der Mauer war keine Absicht.

[01:06:17]

Und sehe hier alle zusammenbrechen. Und auch da war es wieder so, daß du denkst Was hast du denn gerade? Du redest weiter und denkt darüber nach.

[01:06:25]

Was hab ich denn gerade gesagt, dass hier alle schallend auf dem Boden liegen, so und auch da nicht irgendwie irritiert gewesen, sondern einfach durchgezogen und gemacht. Und das weiß ich nicht. Wo das vielleicht vom Sport? Jochen Um mal wieder zu deiner Frage zu kommen. Vielleicht hat das was mit Sport zu tun. Seit ich klein bin, mache ich Sport. Irgendwie dieses Mund abputzen, aufstehen, weitermachen, wenn es um den Beruf geht, im Hier und Jetzt zu sein, was mir im Privaten überhaupt nicht gelingt.

[01:06:56]

Im Privaten raste ich auch viel eher aus und regt mich viel schneller auf als im Beruf. Aber es ist nicht gekünstelt oder ich nehme das nicht vor, sondern ich habe keine Ahnung, welcher Schalter da irgendwie ums quietscht, aber irgendwie gibts da ein Du hast gerade bei dieser sehr schön erzählten Geschichte so eingebaut, dass du mal ein halbes Jahr arbeitslos warst.

[01:07:21]

Es war schrecklich. Wie kannst du dich an den Moment erinnern, an dem dir plötzlich klar wurde Hey, ich bin jetzt arbeitslos? Ja, weil für mich ein Traum damals tatsächlich geplatzt ist. Ich habe mich in meiner Zukunft in dieser Sportredaktion Altwerden sehen. Das ist jetzt ein bisschen naiv. Aber wir, wir haben uns wirklich super verstanden. Ich war damals für Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen zuständig. Es ging viel um Fußball. Ich war in Köln, in der Stadt, die ich liebe, und ich hätte das ewig so weitermachen können und hab überhaupt nicht darüber jemals wirklich richtig nachgedacht, dass das ja auch mal vorbei sein könnte.

[01:08:00]

Und plötzlich war es vorbei und hab dann auch sehr schnell festgestellt, dass Berufe, wie wir sie haben, nicht einfach mal zu finden sind.

[01:08:11]

Und habe dann auch zig Bewerbungen geschrieben und da kam aber auch erstmal nichts zurück außer Absagen. Das heißt, du fühlst dich irgendwann auch ein bisschen wertlos, nutzlos. Du fragst dich Bin ich denn gut genug? Kann ich das wirklich? Und was kann ich denn noch? Weil ich wusste immer vor allen Dingen auch, was ich nicht kann oder was ich nicht will. Und ich kann mich nicht, und ich will ziemlich viel nicht. Und ich will vor allen Dingen Journalistin sein und allen mit meinem Warum, warum, warum, warum auf den Sack gehen?

[01:08:39]

So wie unsere gute Seele. Frau Schomburg mir das irgendwann mal Addi war über 27 Jahre bei uns für den Haushalt und die Familie. Genau, ja, ich finde das irgendwie. Wenn man Putzfrau, Reinigungskraft, Haushälterin, die war einfach viel mehr. Die war einfach mein Schutzengel. Meine mit Erziehungs Beauftragte meine Ich rette dir den Arsch. Frau, sie war wirklich. Sie war einfach so viel, und ich habe ganz viel von ihr gelernt und jetzt vor ein paar Jahren mal zu mir gesagt Da ist doch klar, dass du Journalistin geworden bist.

[01:09:08]

Was soll denn sonst aus dir werden oder geworden sein? Du mit deinem dauernden Warum ging es mir damals schon auf die Nerven?

[01:09:15]

Ehrlich, wenn wir schon bei der Pausch Homberg sind und deinen Eltern, können wir kurz über deine Jugend reden, weil ich dachte nämlich Du bist so eine Sache, auch selber über dich. Du bist im Grunde das schwarze Schaf für die einzige nicht mehr, die hab ich noch eine Sache zu dieser Zeit der Arbeitslosigkeit sagen?

[01:09:35]

Unbedingt, weil ich glaube, dass, wenn man Dinge, auch wenn es lange her ist, selbst erlebt hat und selbst gespürt hat und mal selbst durchlaufen ist, dass man etwas anders auf parallel Geschichten schaut, wie zum Beispiel jetzt, wenn mir Freunde sagen, sie sind wirtschaftlich sozusagen sozusagen, fällt mir auf wirtschaftlich wirklich jetzt schon irgendwie in den Hintern gekniffen.

[01:10:00]

Und Sie machen sich existenzielle Sorgen?

[01:10:04]

Dann, ich traue jedem empathischen Menschen zu, sich da rein zu versetzen. Das ist genauso, wie wir Journalisten über Krieg berichten, ohne jemals im Krieg gewesen zu sein. Aber Dinge? Und deswegen gehe ich auch so gerne raus aus dem Studio und guck mir die Dinge selber an und spür sie lieber selbst. Ich fasse sie selbst an, ich sage mal riechen, tanzen, schmecken muss man einfach selber machen. Und ich glaube, diese Erfahrung, die ich lange tatsächlich in mir herumgetragen habe, dieses halbe Jahr des Nichtwissens.

[01:10:32]

Wie geht es weiter? Finanziell überhaupt nicht auf sicheren Beinen zu sein. Wobei auch das gehört zur Wahrheit dazu, ich immer wusste, dass ich nach Hause gehen könnte, wenn es ganz hart auf hart kommt. Waren meine Eltern oder wären sie da gewesen, um mich aufzufangen? Und das ist natürlich ein Polster, und es gibt einem schon auch einen gewissen Schutz und eine gewisse Sicherheit.

[01:10:52]

Nur das willst du natürlich nicht mit Ende 20, Anfang 30 nochmal bei den Eltern anklopfen und sagen Hallo, hallo Papa, ist leider irgendwie nicht so gut gegangen. Du hattest recht, ich hätte besser Medizin studiert und nicht das gemacht, was ich gemacht habe.

[01:11:07]

Jawoll! Was ich damit nur sagen will? Genau ist das, diese Erfahrung mich schon auch geprägt hat, auch wenn es nur ein halbes Jahrhundert. Aber das vergisst man nicht.

[01:11:18]

Sie hat dich geprägt. Ist es dann auch so, dass du das Wort Existenzangst vielleicht ein bisschen groß formuliert? Aber wenn man das mal erlebt hat, dass man dann plötzlich später auch anders über Geld und Sicherheit nachdenkt? Absolut. Ich glaube schon, dass das für mich jedenfalls großen Einfluss gehabt hat, wobei ich auch sagen muss, dass meine Jugend auch davon geprägt war, natürlich abgesichert gewesen zu sein über meine Eltern. Mein Papa war Arzt, meine Mama hat mit in der Arztpraxis gearbeitet, meine Schwester war Arzthelferin, mein Bruder hat Medizin studiert und später mit in die Praxis gegangen.

[01:11:57]

Da waren sicherer Background. Und dennoch habe ich sehr schnell, warum auch immer angefangen, mit den Hund der Nachbarin für ein paar Mark auszuführen, den Rasen zu mähen, für ein paar Mark das Auto zu waschen, für ein paar Mark. Ich habe jahrelang in der Küche eines Restaurants gespült. Daher kommt wahrscheinlich echt immer nur ohne Scheiß. Also nicht nur vom Tennis, sondern weißes Geschirr. Mache mal irgendwie so 00:00 Kaffee setze an einem Sonntag ships es zwar kurz in diese blöde Maschine rein, die damals nicht so gut waren wie heute.

[01:12:29]

Dann kommt das Geschirr mit Schlieren raus, und nun muss polieren, was das Zeug hält, und stehst da acht Stunden in so einer, in so einer Küche, wo es kochend heiß ist. Und das Trinkgeld kriegen nur die Kellner und Kellnerinnen, und du gehst irgendwie. Aber wir waren trotzdem cooles Team. Aber ich will nur sagen Auch, dass diese mehreren Jahre in der Küche. Ich habe in der Fabrik Schicht gearbeitet, ich habe Handys verkauft. Ich habe wirklich alles Mögliche schon gemacht, weil ich immer auf eigenen Beinen und unabhängig sein wollte.

[01:12:57]

Und dieses Gefühl, das plötzlich du nicht mehr dein eigenes Geld verdienen kannst, obwohl du studiert hast, obwohl du ein Volontariat hast. Das war wirklich sehr frustrierend und sehr erniedrigend. Tatsächlich?

[01:13:12]

Darf ich nochmal fragen, weil es. Wie schlimm war das, als du klargemacht, dass du nicht Medizinerinnen bist? Ich glaube, das war für meine Eltern der. Einer von zwei Momenten, wo ihn alles aus dem Gesicht gefallen ist. Vor allem beim Papa, der allerdings immer noch ein bisschen Hoffnung hatte.

[01:13:36]

Denn während des Sportstudium muss man auch Physiologie, Anatomie und Rheumatologen machen, und ich hatte da schon eine gewisse Affinität. Mich hat es schon interessiert, aber nicht so richtig. Und durch Dramaturgie bin ich auch durchgefallen. Deswegen habe ich mein Hauptstudium nicht anfangen können. Deswegen habe ich Praktika gemacht, beim Hörfunk und auch beim Fernsehen. Und so ist dann wird meine Nichte hat immer gesagt Du musst einmal mehr aufstehen als du Hitzfelds. Und das stimmt. Bisher haben sich übrigens aus meinen Katastrophen im Leben bisher immer gute Dinge entwickelt.

[01:14:09]

Hoffentlich geht das so weiter. Ich weiß nicht, wo ich überall drauf klopfen soll. Also mein Papa war not amused. Er hat es auch immer wieder versucht und irgendwann auch nicht. Man muss auch sagen, er hat nicht verstanden, was das eigentlich ist Journalismus. Oder was heißt denn da Journalist sein? Ja, was macht ihr denn da? Oder auch Dass ich beim ZDF nicht fest angestellt bin, hat den wirklich bis zu seinem Tod wahrscheinlich umgetrieben, weil er immer gesagt hat Kind da, du brauchst Sicherheit, du musst dich absichern.

[01:14:38]

Wieso bist du nicht Festangestellter gesagt? Poppers Alles gut, ich will es. Alles in Ordnung. Andere Generation. Ich verstehe auch, was dahinter steckt. Aber es hat ihn sehr lange wirklich sehr beschäftigt. Möchte ich mal sagen.

[01:14:50]

Aber er war auch irre stolz. Als ich dann plötzlich neben Claus Kleber im heute journal saß und ich glaube, er hat die ersten hundert Heute-Journal Sendung alle auf VHS aufgenommen, und ich hab ihm gesagt Papa, du musst sie nicht aufnehmen.

[01:15:07]

Ich sitzt am Morgen wieder ganz einfach morgen wieder gucken. Nein, ich nehme die alle auf. Habibi. Na ja, das war schon sehr süß. Nein, die waren irre irre. Stolz beide dann irgendwann, als das sichtbar wurde. Ich glaube, mit so einem Job bist, wie ich es jetzt meine, nicht despektierlich gemeint. Aber jemand, der was in der Zeitung schreibt oder der da im Radio, irgendwie. Die hatten keine Vorstellung davon, was das ist.

[01:15:30]

Aber wenn sie einen dann sehen, dann haben sie irgendwie nie so ganz verstanden, was ich da mache. Ich habe sie bis zum Schluss nicht. Aber damit konnten sie dann etwas anfangen.

[01:15:40]

Können wir noch einen Schritt noch einmal zurückgehen, weil deine Eltern ja beide aus Mossul kommen? Richtig, ja. Aus welchen Familien kommen sie? Oder kamen deine Eltern? Er aus ärmlichen Verhältnissen, also meinem Papa, wirklich aus einem ärmlichen Haus, aber nicht arm an offensichtlich Liebe oder Aufmerksamkeit. Mein Papa hat im Grunde seinem älteren Bruder alles zu verdanken, der einen guten Job hatte, der gut bezahlt war und der meinem Papa das Studium in Wien finanziert hat. Die Idee war ja Er geht ins Ausland.

[01:16:18]

Eigentlich wollte er nach Amerika, um Architektur zu studieren, und ist dann irgendwie über Wien gefahren. Da waren damals schon viele Iraker Araber, die dort studiert haben. Und irgendwie hat es ihm ganz gut gefallen. Dann hat er meine Mama kennengelernt, und dann wurde 1951 auch in Wien geheiratet. Und dann ist er da geblieben und hat Medizin studiert. Finde ich auch ein bisschen verrückt. Ich möchte gerne Architekt werden. Aber ach, kommen, ich studiere Medizin.

[01:16:42]

Okay, ich muss aber sagen Gott sei Dank.

[01:16:46]

Aber das ist umso lustiger, als er das Unverständnis gezeigt hat, als du gesagt hast, ich möchte gar nicht Medizin machen, ich möchte Journalismus machen. Vielleicht kannte er sowas von sich ja.

[01:16:55]

Aber weil er, glaube ich. Jemand war der. Mit Leib und Seele Mediziner war das wirklich ein Vollblut? Mediziner, der klar ist schön, dass man auch finanziell damals die blühenden 70er, 80er, 90er keine Ahnung, wann die geblüht haben, dass man da als Arzt finanziell abgesichert war. Aber mein Papa hat wirklich, und ich glaube, da ist auch mein mein Arbeitspensum her. Von morgens bis abends war der für Patienten da. Um 7 muss der losgefahren.

[01:17:29]

Der kam irgendwie um halb eins eins nach Hause, hat kurz gegessen, viertel Stunde Nickerchen, Hausbesuche gemacht, wieder in die Praxis gefahren, abends irgendwann nach Hause gekommen. Wichtig war immer das gemeinsame Essen. Da wird es, das erzieherisch pädagogisch für so ein familiengeführte ganz wichtig ist. Deswegen geht mir auch immer einer im negativen Sinne ab. Wenn ich sehe, wie heute Familien sozusagen aus uns bekannten und manchmal auch nachvollziehbaren Gründen eben gewisse Dinge nicht mehr gemeinsam miteinander verbringen oder verbringen können.

[01:18:00]

Und wenn dann Not am Mann war, durften Patienten auch zu uns nach Hause gekommen oder der es nochmal rausgefahren. Und der hat wirklich. Wenn ich durch Datteln laufe mit meiner Schwester, wie oft immer noch Menschen auf uns zukommen und sich bei uns bedanken, weil mein Papa ihnen das Leben gerettet hat oder die Ehe gerettet hat, oder und du stehst da im Mondänes.

[01:18:19]

OK, dann kommen auch Leute und sagen Ich habe mich schon als Baby bei mir bist du nackt, überdenke rubbelt. Oh ok, aber so eine Anerkennung und Wertschätzung meinen Eltern gegenüber jetzt noch, also so viele Jahre noch danach von Patienten und Patientin zu hören. Also, da muss ich sagen Mein Papa hat nicht nur, was seinen Beruf anbelangt, wirklich alles richtig gemacht.

[01:18:43]

Wie hat er Ehen gerettet?

[01:18:46]

Naja, du weißt es. Der Arzt ist wie der Barkeeper. Die Leute kommen ja auch, wenn sie einsam sind oder was auch immer, ihn in die Sprechstunde und sagen zwar, Sie haben seit drei Wochen Magenschmerzen, aber eigentlich geht es um etwas ganz anderes. Mein Papa war ein großer Freund von Placebos. Wenn ich das hier mal so sagen darf. Es hat bei vielen Leuten auch funktioniert. Es ist schon. Manchmal brauchen die einfach nur jemanden, der ihnen zuhört.

[01:19:08]

Und auch das. Kuczmann Das kommt mir jetzt. Vielleicht habe ich auch das von meinem Papa, dass ich immer den Menschenversuche jedenfalls, und seien Sie noch so Hardcore Rassisten oder Neonazis oder was auch immer, das ich immer erst mal denke. Ich versuche immer zuzuhören. Ich nehme das, was er sagt, nicht so richtig ernst. Aber ich versuche, euch ernst zu nehmen und auch zu verstehen, wie ihr zu dem geworden sei, der ihr jetzt seid, weil ihr wart noch nicht immer so.

[01:19:34]

Es muss ja einen Weg geben, und das ist auch, finde ich, das wird mir oft vorgeworfen.

[01:19:38]

Wieso redest du mit denen? Mit den redet man nicht. Und auch bei der Frau, die das MoMA gesprengt hat? Wieso bietet der Dum Gespräch an, die die Haut man runter von der Bühne ist? Es geht gar nicht das Böse so eine erweiterte Toleranz und eine öffnung eines sensiblen, geschützten Raum.

[01:19:53]

Ins Morgenmagazin reingehen denke ich immer genau, die da im Café plötzlich rum! Schrie das, was Jochen vorhin erzählte, und ich denke immer, es geht nicht darum, Verständnis zu haben. Aber es geht darum, verstehen zu wollen, und ich glaube, dass jetzt das kommt. Aber jetzt auch gerade erst hab ich vielleicht auch von meinem Papa. Ich habe sowieso viel von meinem Papa.

[01:20:14]

Was hast du von deiner Mutter? Die guten Gene.

[01:20:17]

Obwohl, die hab ich auch vom Papa sahen beide in jungen Jahren wirklich fantastisch aus. Meine Mama bis ins hohe Alter. Die wurde mal, hat sie erzählt. Wir haben auch Bilder von irgendwie mal zur schönsten Studentin in Wien gewählt.

[01:20:31]

Ja, es war wirklich eine gute Creme, ein Hingucker.

[01:20:35]

Ja, die guten Gene. Meine Schwester, guck mal, die ist da, muss ich gerade rechnen. Ich bin. Ich werde dieses Jahr 46, meine Schwester 57, Baujahr 74. Ja, ich vergesse das immer. Ich finde, Alter wird irgendwann. So relativ früh hab ich gedacht Oh Gott, wenn du 5 bis bist das Leben vorbei. Aber ich finde, 5 ist das neue 8,30, und 50 ist das neue 50 mal so, wie man sich gerade fühlt.

[01:20:59]

Und 75 ist nicht das neue 30. Wenn man sich fühlt wie 30, sondern man ist 70. steht dazu. Könnt ihr mir folgen? Gerichtsvollzieher langsamer? Das habe ich aber. Denn was wollte ich denn gerade sagen? Sie ist ja jetzt kommt das der rote Faden, den ich immer fand. Meine ältere Schwester.

[01:21:16]

Du redest öfter mit einer älteren Schwester, die dies 11 meint, der wichtigste Mensch in meinem Leben und wird es auch immer sein. Und wir sind wirklich so Engler, passt kein Blatt dazwischen. Ich habe ja auch irrsinnig viel zu verdanken. Ich muss es einfach nochmal sagen. Deshalb auch der beste Mensch, weil ich glaube, meine Schwester hat einfach nie irgendjemanden gegenüber. Schlechte Gedanken oder böse Absichten? Das ist nicht programmiert.

[01:21:42]

Das hat sie nicht wirklich, das ist, und sie hat es einfach so, aber ich weiß ich nur sagen wollte zu den gehen. Die ist elf Jahre älter und sieht, wenn wir zusammen durch die irgendwo rumlaufen, dann fragen manche, wer das finden. Das sag ich jetzt nicht. Nicht wer von Ihnen ist älter? Man sieht schon, dass sie ein bisschen älter ist als ich. Aber man sieht nicht, dass sie dieses Jahr 57 wird.

[01:22:03]

überhAUPT nicht. Aber innerlich ist sie eine Wucht. So oder so? Ich habe mir notiert, dass deine Eltern im Wohnzimmer so eine Eichenwald Kleidung hatten Gelsenkirchener Barock?

[01:22:18]

Ja, das sogenannte das in diesem Fall wirklich zutreffende Gelsenkirchener Barock wie vielleicht ist eine komplett bescheuerte Frage. Aber das ist ja das nach dem Klischee sodas Deutscheste, was man so haben kann. Wie deutsch waren deine Eltern? Das ist eine gute Frage. Also. Ich halte dieses Foto manchmal bei meinen Lesungen auch ins Publikum und sage Gucken Sie mal, sehen Sie, was Sie da sehen. Sehen Sie es.

[01:22:49]

Die Gelsenkirchener Barock. Da guckt mich aber je nachdem. Das ist interessant. Christoph Je nachdem, wo man ist, kennt manche Gelsenkirchener Barock gar nicht. Ich weiß nicht, ob das eine regionale Zugehörigkeit ist. Doch nichts Pott inklusives, oder?

[01:23:04]

Ich glaube nicht.

[01:23:06]

Ich glaube, das erkennt auch keiner außerhalb vom vom Ruhrgebiet, scheint mir jedenfalls. Dilek ist ganz böse gemeint sein. Aber wenn ich es sage, es ist eher so Liege, blieb gemein Du Dummkopf, Blödmann, Schwachkopf, du kleiner spacken. So ist es. Ich habe ja, wenn ich mir das heute rausrückt zurückzukommen zur Barock wand. Jedenfalls sage ich dann immer. Also Deutscher gehts ja wohl kaum, oder? Dann lachen ihm alle. Das ist ja auch wirklich ein Klassiker.

[01:23:39]

Ich weiß es nicht.

[01:23:40]

Meine Eltern haben sich, wie man heute sagen würde, einfach integriert. Sie haben als Sie, das darf man nicht vergessen, auch als Sie nach Wien gegangen sind. Meine Mutter hat ja absurderweise den ähnlichen Weg wie mein Vater genommen, ohne dass sie nach Amerika wollte, sondern sie wollte nach Wien, um dort Pharmazie zu studieren. Obwohl beide aus Musse kommen, haben sie sich in der österreichischen Hauptstadt kennengelernt und nicht im Irak.

[01:24:06]

Sie haben, egal wo sie waren, einfach wirklich schnell die Sprache gelernt und Kontakte geknüpft und wollten einen Teil vom Ganzen sein und sich als Teil dieser Gesellschaft begreifen. Und das, obwohl sie ja immer vorhatten, wieder in den Irak zurückzukehren. Und das finde ich so bewundernswert daran, dass sie eben nicht gesagt haben Ich mache jetzt hier fünf, sechs, sieben Jahre lang mein Ding. Ich studiere hier, und dann hauen wir wieder ab, sondern sie haben selbst diese Zeit genutzt, um anzukommen.

[01:24:33]

Man muss allerdings fairerweise dazusagen So wie es bei mir Wolfgang von Camp beruflich war, hatten Sie das große Glück, auf zwei Menschen in Mainz zu treffen. Ein Ehepaar, das damals auch schon eine Tochter hatte, und die hatten übrigens auch Schäferhunde, fällt mir gerade ein.

[01:24:50]

Und Katzen, die meine Eltern an die Hand genommen haben und ihnen eine Wohnung vermietet haben, das haben sie sowieso gemacht. Aber meine Eltern waren ja Ausländer, sie hatten nicht viel Geld. Meine Mutter war schwanger, und die beiden haben meine Eltern an die Hand genommen. Und sie waren es auch in meinem Buch geschrieben. Für meinen Bruder so etwas wie Oma und Opa. Und das ist das, was ich den Menschen heute immer versuche zu sagen, wenn wir über Menschen reden, die zu uns geflüchtet sind.

[01:25:19]

Woher sollen die unsere Regeln wissen? Woher sollen die wissen, dass, wenn der Polizist über die Straße geht, er nicht zu ihnen rüber kommt und ich gleich verprügelt, so wie es im Irak vielleicht hat sein können, sondern dass es hier in der Regel dein Freund und Helfer ist. Woher sollen Menschen wissen, dass wir Müll trennen? Dass der Müll einmal die Woche abgeholt wird und ähnliches? Das ist für mich so eine Geschichte. Da hat mich eine Freundin mal angerufen, hat gesagt Dunja, bei uns ist eine syrische Familie eingezogen, die stellen jeden Tag den Müll auf die Straße.

[01:25:47]

Warum rufst du mich an? Wieso gehst du nicht rüber und erklärt ihnen einfach, wie es geht?

[01:25:52]

Und das ist vielleicht auch das, was meine Eltern damals glücklicherweise erfahren haben dass sie an die Hand genommen worden sind und dass sie in dieses sehr andere Leben zum Irak und auch in Teilen zu Wien hier dann wieder neu eingeführt worden sind. Und sie haben selber aber auch viel richtig gemacht. Unser Freundeskreis, der meine Eltern war einfach bunt gemischt, was Herkunft, Nationalität, Hautfarbe, religiöse Zuordnung und ähnliches anbelangt. Sexuelle Orientierung würde ich jetzt mal ausschließen. Ansonsten war alles dabei.

[01:26:24]

Es war das zweite, der zweite Moment, in dem dein Vater alles aus dem Gesicht gefallen ist oder mit der sexuellen Orientierung.

[01:26:30]

Als ich ihm gesagt habe, dass ich flexibel.

[01:26:33]

Ja, ja. Wobei mir auch alles aus dem Gesicht gefallen ist, sowohl als ich tatsächlich in Anführungsstrichen festgestellt habe. Als auch der Moment, als ich meinem Papa gesagt habe, war er mich überrascht hat in dem Augenblick der Moment, wo ich selber festgestellt habe, war schon auch so, dass ich nicht gedacht habe Okay, dann ist es jetzt so, sondern Ach, du Scheiße. Was bedeutet das denn jetzt für mich? Für meine Freunde. Ich habe wirklich gedacht, ich verliere alle meine Freunde.

[01:27:05]

Das war mir klar, dass zuhause ein riesen Theater geben wird. Und. Ich habe keinen einzigen Freund verloren, weil die ähnlich wie meine Nichte, der ich das damals auch erzählt habe, weiß ich noch Die kam nach Köln und hat mich besucht. Wir wollten ins Kino gehen, und dann saß ich da. Und habe dann zugesagt erstmal auf Mona Ich musste jetzt mal was sagen. Also es ist irgendwie so ganz. Also ich. Es könnte auch sein, dass ich nicht nur hab.

[01:27:46]

Ich weiß, dass so herumgereist habe und sie mir jetzt sagst doch sehr, wie ich das bis jetzt im Laufe der Jahre sind.

[01:27:52]

Was ist denn da? Sage ich Okay, ich bin auch mal mit Frauen zusammen und. Wenn ich sehe, wie jetzt? Ja und ich sie ja, bist du immer, du bist doch immer noch. Sie weiß, dass sie, wenn sie zu mir Tante sagt, dass ich links und rechts eine runter habe, weil ich das hasse, ist aber mittlerweile wie ein kleiner Joke zwischen uns.

[01:28:12]

Wenn sie mich ärgern will, sagt sie Tante Dunja hat sie gesagt Du bist doch immer noch meine Tante, oder so. Ja, gut.

[01:28:19]

Können wir dann jetzt ins Kino gehen, oder ist noch was? Und das war wirklich so groß. Und dafür feiere ich meine Nichte. Jedes Mal, wenn ich diese Geschichte erzähle, weil ich das wirklich. Ja, liebevoll fand und im Kern wesentlich, weil sie hat die Punkte mit diesen zwei Fragen genau getroffen.

[01:28:39]

Und das hat mir dann schon auch ein bisschen Mut gemacht Ich habe dann zu meiner Schwester gesagt Allerdings, ein paar Jahre später war ich so 23, und ich weiß Kann. Ich glaube mit ungefähr kurz vom Dreißigsten oder so etwas wie mit dem Hund. Ich muss mein Leben jetzt auf die Kette kriegen. Karten auf den Tisch. Irgendwie Verantwortung übernehmen, weniger feiern, mehr arbeiten, mehr gerade ausdenken. Und meine Schwester immer okay, wir machen es jetzt nächstes Wochenende.

[01:29:08]

Und dann war ich nächstes Wochenende da, und da haben wir uns immer beide so angeguckt, haben gedacht Ah, nächstes Wochenende, oder?

[01:29:14]

Ja, genau. Nächstes Wochenende. Okay, nächstes Wochenende wieder. Heute nicht. Heute ja, heute machen wir es besser nicht. Entweder war einer gut gelaunt oder schlecht gelaunt.

[01:29:22]

Wir hatten immer irgendeine Ausrede, und irgendwann habe ich tatsächlich zu Samar. Das geht so nicht mehr. Ich muss das jetzt einmal. Ich kann, ich bin kein Lügner. Ich kann nicht gut mit Lügen umgehen.

[01:29:31]

Ich kann auch diese diese Belastung nicht weiter mit mir herumtragen, dass ich nicht zu mir stehen darf, vor meinen Eltern. Das ist eigentlich absurd. Und dann sollen sie mich enterben rauswerfen? Dann ist das so. Aber ich bin mit mir wieder im Reinen, und das war mir irgendwann doch wichtiger als der familiäre Frieden. Und dann habe ich es tatsächlich ja gesagt Papa, pass auf und Mama, ich muss euch jetzt was sagen. Die Frau, die er so kennengelernt habe.

[01:30:01]

Das ist meine Freundin, und mein Papa guckt mich an und sagt Ja. Er hatte schon seit Jahren gewusst und hat immer nur darauf gewartet, dass ich es mal sage. Und da ist mir erst Da war ich wirklich. Ich bin wirklich selten richtig sprachlos in meinem Leben gewesen. Aber meine Schwester auch.

[01:30:23]

Wir saßen da beide und dachten Okay, meine Mama in Tränen aufgelöst.

[01:30:32]

Oh Gott, die Welt geht unter. Und wann hört denn das auf? Und was können wir tun? Hören Sie auf und besonders wirklich.

[01:30:40]

Und ich dachte nur Okay, die Mama kriegt sich irgendwann auch wieder ein. Ich meine, man kennt ja seine Mama, und man kennt auch seinen Papa. Und das war dann irgendwann auch meine. Meine Eltern beurteilen einen Menschen nach dem, wie er ist, und nicht, wen er liebt, an was er glaubt oder was er arbeitet. Und das hat meine Mama in diesen Momenten, glaube ich, kurz mal vergessen kann ich auch verstehen, weil die Sorge bei meinen Eltern war.

[01:31:08]

Das liegt dem Kind nur Steine in den Weg. Da war ich noch nicht beim ZDF und war sozusagen am Anfang noch von allem oder gerade mittendrin, mich auch zu finden, auch beruflich.

[01:31:21]

Das hat Konsequenzen. Und Sie hatten nicht ganz Unrecht. Es gab schon absurde Gespräche, die ich nicht geführt habe, aber die mir sozusagen zugetragen worden sind im Laufe der all dieser Jahre sozusagen. Das heißt auch Die Toleranten sind manchmal nicht so tolerant, wie sie tun, und können ziemlich intolerant innerlich sein, ohne es äußerlich preiszugeben. Was mich total nervt. Ich kann mit Ehrlichkeit ganz gut umgehen. Dann weiß ich, woran ich bin. Dieses Heuchlerische treibt mich in den Wahnsinn und führt im Freundeskreis.

[01:31:52]

Würde das zum sofortigen Abbruch einer Freundschaft führen? Also nicht eine Notlüge oder so. Aber ich finde, Ehrlichkeit und Loyalität sind für mich wirklich sehr wichtige Bestandteile. Mein Papa hat dann hinterher noch. Am gleichen Abend war ich zu ihm gesagt Papa, ich finde das wirklich. Dafür werde ich den Rest meines Lebens dich noch mehr lieben, weil ich das so groß finde. Ich weiß, wo du herkommt. Ich kenne unsere arabische Kultur, und ich weiß, dass es Probleme bereiten wird, vielleicht sogar auch für euch in Datteln, wenn das irgendwann mal publique sein wird.

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Aber glaub mir, ich laufe nicht Hand in Hand mit meiner Freundin durch die Gegend, um euch nicht zu stressen oder um euch in die Bredouille zu bringen. Oder damit die Nachbarn nicht über euch reden. Das ist ganz klar. Wir machen hier gewisse Regeln, und an die halte ich mich auch.

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Aber trotzdem möchte ich dir sagen, dass ich das wirklich. Bis ins Unermessliche wirklich wertschätzen, was du, was du gerade gesagt hast, weil ich habe gedacht, du schmeißt mich raus, und hättest du das getan? Ich wäre nicht wieder nach Hause gekommen. Nie wieder, will ich nicht sagen, aber du weißt, Papa, ich wäre gegangen. Und dann hat er zu mir gesagt Und da ich weiß, dass du das tut, was du sagst, und ihm klar war, dass ich so resolut darauf reagieren würde, wenn ich sozusagen in meiner Persönlichkeit eingeschränkt worden wäre durch ihn, dass ich eben konsequent tatsächlich einfach gegangen wäre und dass er das mitbedacht hat und dass ihm all der Schmerz und ich glaube, die all die Albträume, die ihn wahrscheinlich verfolgt haben in all der Zeit, wo er sich mit diesem Gedanken herum geplagt hat.

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Was ist jetzt mit seiner Jüngsten? Dass er das sozusagen beiseite legen konnte, diesen Gedanken und diese emotionale Nähe zu mir zugelassen hat. Er war nicht unbedingt wahnsinnig emotional, meine Eltern also beide nicht in ihrem elterlichen Dasein. Aber dass in diesem wichtigen, entscheidenden Moment, dass er da plötzlich da war, das finde ich wirklich.

[01:33:45]

Mir fehlen dafür ehrlicherweise die Worte. Kann das gar nicht in Worte fassen. Es ist einfach ein großes Gespür von über schwimmender Liebe. Tatsächlich, es klingt jetzt wahnsinnig pathetisch oder kitschig, aber es war, weil ich damit nicht gerechnet, niemand. Meine Schwester hat auch nicht damit gerechnet, und es war ein sehr besonderer Moment. Es ist ja noch größer, weil ihr habt ja so eine katholische oder du hast auch eine katholische Sozialisation, eine christliche Sozialisation und Leute aus dieser Generation mit diesem Glauben.

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Ich bin selber katholisch erzogen worden haben damit ja noch ein größeres Problem. Es ist wirklich beliebig riesig, was dein, dein Vater da welchen Sprung gemacht hat.