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Werbung. Die heutige Episode wird euch pr├Ąsentiert von Hello Fresh Hello Free f├╝r alle, die Sie nicht kennen. Ist ein kleiner Lebensretter, der euch jede Woche kreative Rezepte und frische Zutaten in einer Koch Box nach Hause liefert, sodass man das ganz einfach selber nachkochen kann.

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Ja, das coole ist einfach, dass es richtig abwechslungsreiche Rezepte gibt in w├Âchentlich wechselnde Men├╝s. Das hei├čt, wir m├╝ssen uns keine Gedanken mehr darum machen, was kochen wir heute oder was m├╝ssen wir einkaufen? Gerade auch in den jetzigen Zeiten ist das ganz cool. Man kann sich die Koch Box n├Ąmlich tats├Ąchlich auch kostenlos nach Hause liefern lassen. Also praktischer geht's eigentlich gar nicht. Und das Gute ist auch Ihr habt keine Lebensmittelverschwendung mehr, hofft nicht mehr zu viel oder zu wenig ein.

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Denn die ganzen Lebensmittel werden nat├╝rlich perfekt aufs Gramm ausgewogen an euch geliefert. Das hei├čt, es bleibt auch nie wieder etwas ├╝brig und ihr verschwendet somit nichts. Und ihr habt nat├╝rlich auch keine Mindest Laufzeit oder ├Ąhnliches. Ihr k├Ânnt die Koch Boxen einfach w├Âchentlich neu bestellen oder es einfach mal ausprobieren. Also uns erleichtert das das Leben auf jeden Fall, weil wir super unkreativ sind, was neue Rezepte angeht und eigentlich immer das gleiche kochen. Ich glaube es geht vielen von euch gleich.

[00:01:07]

Und ja, das ist wirklich mal eine coole Abwechslung.

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Das ist vollkommen richtig. Und ja, wir haben jetzt etwas Besonderes f├╝r euch heute und zwar mit dem Code. Hallo Johnsons, ganz normal. Alles zusammen. Ja, bekommt ihr einen wundervollen Rabatt? Und zwar ist es ein 50 Euro Rabatt Code, der insgesamt genau auf 4 Boxen aufgeteilt wird. Dabei gilt 25 Euro auf die erste Box, 15 Euro auf die zweite Box und 5 Euro auf jeweils die dritte und vierte Box. In ├ľsterreich und die Schweiz gelten andere Rabatte.

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Da k├Ânnt ja alles nochmal in den Shownotes nachlesen. Alle Coats sind g├╝ltig f├╝r mindestens zwei Monate und wir w├╝nschen euch ganz viel Spa├č beim Durchst├Âbern auf der Seite.

[00:01:46]

Und ja und einen guten Hunger. Es steht auf jeden Fall alles unten in der Beschreibung. Nochmal st├Âbert euch gerne durch und bei uns geht es jetzt weiter.

[00:01:56]

Werbung. Ende. Sie kamen bei den H├Âhlungen und kamen zu einem neuen Pawe┼é, die Podcast Habel schaut zu Chris immer noch nicht hin, obwohl Pavel Johnsons Richtig heute Leute, gibt es eine ganz besondere Episode.

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Und zwar bin ich jetzt gerade hier am Austesten, damit das Mikrofon jetzt gleich funktioniert. Wir haben gleich unseren Casta und zwar ist das der liebe Marcel Vorhof. Und zwar ist das ein Rechtsmediziner und das halte ich f├╝r besser.

[00:02:48]

Professor Marcel Schett Sorry.

[00:02:53]

Auf jeden Fall genau ist es der Professor Doktor, auch kein Doktor, sondern Professor HCV, der schon viel in seinem Leben erlebt hat. Und zwar ist er quasi ja Rechtsmediziner schon seit vielen Jahren am Universit├Ątsklinikum Frankfurt am Main.

[00:03:09]

Genau. Und er hat ├╝brigens auch seinen eigenen Podcast. Aber ich denke mal, dar├╝ber wird er gleich so ein bisschen mit uns sprechen und einiges von sich erz├Ąhlen. Wir wollten ihnen jetzt hier nochmal ank├╝ndigen, aber ich denke, da stellt sich dann gleich selber nochmal vor. Ich bin extrem gespannt auf diesen Podcast. Wir haben einen gro├čen Fragenkatalog an Ihnen dabei. Ihr k├Ânnt uns auch ein paar Fragen stellen, die wir Ihnen heute, die wir ihnen heute weiterleiten werden.

[00:03:34]

Und ja, ich w├╝rde sagen, wir schalten Ihnen das gleich mal zu. Bist du auch so aufgeregt wie ich? Ja, voll. Ich halte das f├╝r was ganz Besonderes. Ja, genau das Besondere voll. Ja und in koronare Zeiten k├Ânnen wir uns nat├╝rlich leider nicht mehr mit unseren G├Ąsten face to face treffen. Deswegen m├╝ssen wir das heute alles ein bisschen umstrukturieren und versuchen das jetzt ├╝ber ein Programm, womit wir es noch nie gemacht haben. Ja, genau.

[00:03:54]

Also verzeiht uns, falls es vielleicht ein paar Patzer geben sollte, aber wir geben unser Bestes. Yes!

[00:03:59]

Also let's go! Ja. Herzlich willkommen, lieber Marshall, du bist jetzt schon bei uns in der Leitung, quasi.

[00:04:06]

Und wir haben uns im Vorhinein auf das Du geeinigt. Deswegen freuen wir uns, dass das jetzt eine eine Du Folge wird, quasi damit wir es dann locker K├Ânige uns mal unterhalten k├Ânnen.

[00:04:18]

Aber erst einmal Hallo. Na sch├Ân, ich hab da heute und ich bin sehr gespannt, wahrscheinlich mindestens so wie ihr. Auf jeden Fall.

[00:04:27]

Also wir haben einige Fragen vorbereitet. Wir k├Ânnen es kaum noch abwarten, wenn wir gerade im Voraus schon so ein bisschen gequatscht. Und so h├Ątte ich am liebsten direkt schon durchl├Âchert mit den ganzen Fragen. Aber da haben wir uns nat├╝rlich f├╝r den Podcast jetzt aufgehoben. Wenn du magst, stell dich doch einfach mal ganz kurz vor. Wer bist du? Wie alt bist du? Nat├╝rlich nur, wenn du das verraten.

[00:04:46]

Ja, das habe ich einmal gelesen, wie alt ich bin. Also ich bin ziemlich sicher ein ziemlich rundes Alter. Ich bin 50 und das bedeutet mein runder Geburtstag. Dies Jahr konnte nicht so richtig gro├č gefeiert werden, wie ich das eigentlich vorhatte. Aber so ging es ja dem einen oder anderen. Ja, das stimmt, das stimmt ja die H├Ąlfte Geschichte schon mitgekriegt hab. Ich bin Rechtsmediziner, Facharzt f├╝r Rechtsmedizin und Direktor des Instituts f├╝r Rechtsmedizin in Frankfurt. Und in der T├Ątigkeit hab ich nat├╝rlich auch viele andere Aufgaben, die man so als Institutsleiter eben hat.

[00:05:18]

Aber trotzdem und das ist auch sehr gut, mache ich noch die ganz normale Arbeit. Obduktionen, Untersuchungen, Leichen schauen und alles, was dazugeh├Ârt. Und auf der anderen Seite die wissenschaftliche T├Ątigkeit. Und nach wie vor ist so ein bisschen mein Steckenpferd. Immer noch die Astrologie. Die Untersuchung von Knochen, wenn von Menschen weiter ├╝brig bleibt als Knochen oder sogar Wohnform. Kleinste Anteile von Knochen.

[00:05:46]

Oh wow, was ein Einstieg.

[00:05:49]

Schon so wie oft steht das? Ich sage mal ein Amt vor der T├╝re, was Kriegsverbrechen aufkl├Ąren m├Âchte.

[00:05:57]

Na ja, vielleicht sogar ja auch damit. Hab ja zu tun. Aber da werden wir oftmals nicht direkt kontaktiert, sondern andere Organisationen. Das geht dann oftmals ├╝bers Bundeskriminalamt ohne Kirkland verschiedene Arbeitsgruppen. Also das ist nicht, wo man sagt, da geht man jetzt direkt auf uns zu. Das sind oft gebildet werden und die dann auch rausgehen. Also das hei├čt in die Seiten der Bundeskriminalamt oder von Den Haag oder organisiert oder von Fromm. Dem hei├čt es ja, von der Entwicklungshilfeorganisationen.

[00:06:30]

Da gibt es also die unterschiedlichsten Auftraggeber. Und da werden dann oftmals individuelle Teams gebildet.

[00:06:37]

Okay, ja, das ist ja schon ein echt Verr├╝ckter, oder? Ich sag mal, so ein sehr ungew├Âhnlicher Beruf eigentlich. Also ich glaube, ich starte direkt mal mit unserer ersten richtigen Frage hier rein. Was h├Ątte ich eigentlich dazu bewegt, in die Rechtsmedizin zu gehen? Also das ist ja jetzt nicht so der typische Beruf, den man sich als Kind vielleicht schon ausmalt. Die einen wollen Polizisten werden, die anderen Feuerwehrm├Ąnner oder wei├č ich nicht. Irgendwie vielleicht Arzt oder sowas.

[00:07:02]

Wie bist du in deine Berufsrecht gekommen?

[00:07:05]

Na ja, ich bin ja Arzt und die Mediziner ist man Arzt, ist mein Facharzt f├╝r Rechtsmedizin. Und so bl├Âd das klingt, ich wollte tats├Ąchlich immer Arzt werden. Schon ist alles der gleiche. Ich habe immer schon Arzt gespielt als im Kindergarten und das war f├╝r mich eigentlich so etwas, was ich durchgezogen hat. Zwischendurch gab's nur so zwei Bereiche, wo ich mal ein bisschen geschwankt hab alternativ die Physik war.Das und das andere so gestalterisch die Fotografie. Aber letztlich hab ich eigentlich nie daran gezweifelt, dass ich Medizin studieren.

[00:07:38]

Und dann war das eigentlich so immer die Vorstellung, dass ich Allgemeinmediziner werde. Er hatte Wohnung, wo Landarzt, Hausarzt. Das war immer so meine Vorstellung. Und das Sch├Âne ist ja, dass man im Studium Praktika machen muss. Man lernt im Studium alle F├Ącher, die es gibt, kennen, zwangsweise kellnern, klar. Und man kann sogar noch mehr machen und freiwillige Praktika und so. Und da hab ich dann erst einmal bin so ein bisschen von der Allgemeinmedizin weggekommen.

[00:08:06]

Die Orthop├Ądie fand ich toll. Knochen haben mich immer schon fasziniert. Und dann dachte ich eigentlich unter der Erde k├Ânnte, k├Ânnte sein da. Und dann hab ich weitere Praktika machen m├╝ssen und gedacht Okay, was machste ich jetzt? Und da war das n├Ąchste Praktikum, dachte ich Gehst du doch mal in die Pathologie. Das war so ziemlich in der Mitte des Studiums. So richtig gute Pfandbriefe war ich damals gesehen gehabt.

[00:08:29]

Aber dann ja hitziges, richtig Runde quasi bevor.

[00:08:32]

Und dann dachte ich jetzt Pathologie, jetzt kommt es mal richtig hart. Und dann war ich da, so ein paar Tagen. Ha, waren das ein paar Krankenhaus, Todesf├Ąlle und auf. Was ist denn hier los? Hab ich so eine langweilige Monat erwischt oder so? Dann hab ich mich heute ganz vorsichtig etwas beschwert. Und dann haben die gesagt Du bist doch total bekloppt, du ne? Also Pathologie ist es falsch. Du musst in die Rechtsmedizin und Gassen, wo pl├Âtzlich das anh├Ârt.

[00:08:55]

Ich wusste in der Mitte des Studiums noch nicht, was Rechtsmedizin ist. Also nach. Das war ein 90er Jahren und da war das noch die Zeit, wo in Krimis kam. Die Leiche kommt jetzt in die Pathologie. Ja, da hab ich dann die n├Ąchste Famulus Tour Praktikum in der Rechtsmedizin gemacht und dann wusste ich eigentlich, das ist das, was ich machen will.

[00:09:17]

Ich denke, das ist schon ein Schritt.

[00:09:20]

W├╝rde ich glaub ich auch. Wirklich. Ja verr├╝ckt.

[00:09:25]

Was? Was genau? Kommenden f├╝r Leichen in die Rechtsmedizin, sag ich mal. Also wo genau liegt denn da der Unterschied?

[00:09:31]

Ja, das ist super. Spannende Frage. Also Pathologie k├╝mmert sich um die Verstorbenen in der Klinik, wo suchen t├Ąt Sicherung geht. Also wo man m├Âchte, ist der Patient jetzt optimal behandelt worden oder wenn er verstorben ist, ist er an was ganz anderem vielleicht verstorben. Das sind extrem wichtige Erkenntnisse, aber da ist ├╝berhaupt kein nenne ich mal jetzt Kriminalistischer. Hinterm eben in der Rechtsmedizin geht es immer vordringlich. Nat├╝rlich geht es auch um die Frage Woran ist er gestorben, was die Todesursache?

[00:10:01]

Aber es geht ihm auch vordringlich um die Frage Liegt einer ein sogenanntes Fremdverschulden vor? Okay, okay, also es ist quasi nie ein. Also es ist quasi, wenn wir die Polizei z.B. einen Tatort sichern oder bzw. schaut okay. Was ist hier passiert? Und die denken sich schon quasi so nach nach nach einer halben Stunde sozusagen. Hier ist irgendwas falsch. Also hier ist irgendetwas nicht richtig. Der kann hier nicht einfach so, nicht einfach so am Boden liegen und f├Ąngt dann schon an quasi die Rechtsmedizin zu greifen.

[00:10:32]

Also das dann das dann das dann schon gesagt wird Hey, ich muss jetzt mal den Marshall anrufen, da muss ich doch vorbeikommen. Man muss jetzt mal oder da muss sich das mal angucken.

[00:10:39]

Das kann sein. Also die Arbeit am Tatort ist das eine, das machen wir ja einen geringen Anteil der F├Ąlle letztlich nur. Und das andere ist, dass man einfach sicher gehen m├Âchte. Ja, und man muss sich einfach vorstellen. Die meisten F├Ąlle, die wir untersuchen, sind dann wieder harmlose F├Ąlle. Und das liegt einfach daran, dass wir in einem extrem sicheren, friedlichen Land leben. Okay, okay, Anna nennen.

[00:11:04]

Also sehr beruhigend. Ja, das ist echt cool. Ja, es ist beruhigend. Also sehe ich genauso. Und die Voraussetzung ist die, also der eine ganz wichtige Funktion hat der Leichenschau Arzt. Jeder Verstorbene in Deutschland braucht eine Leichenschau, sonst kann er nicht beerdigt beerdigt werden. Der Leichnam und dieser Leichenschau Arzt, der muss beim Leichenschau scheinen Kreuzchen machen, Kreuzchen bei nat├╝rlicher Tod, nicht nat├╝rlicher Tod oder ungekl├Ąrt und ein nat├╝rlicher Tod.

[00:11:32]

Kann der Leichnam dann ganz normal beerdigt werden, wenn er ankreuzt, nicht nat├╝rlich oder ungekl├Ąrt, muss der Leidenschaft die Polizei informieren. Dann gibt es ein totes Ermittlungsverfahren. Und im Rahmen dieses Todes Ermittlungsverfahren wird jetzt entschieden. Brauchen wir die Rechtsmedizin?

[00:11:48]

Ah, okay, okay, okay, das kann sein. Schon ganz am Anfang, dass wir am gleichen Fundort kommen. Schr├Ągstrich, Tatort. In F├Ąllen, wo eine T├Âtung eindeutig ist, wo es aber hinterher um die Rekonstruktion geht bis hin zu Blutspuren Analyse kommt die Rechtsmedizin. Das andere, was Sie gerade als Beispiel gesagt hab ganz wichtige Aufgabe der Rechtsmedizin fr├╝h die Weichen stellen. Also immer mal an verdickt jemand tot am Flussufer und in einer Blutlache.

[00:12:12]

Na na ja, aus dem obdachlosen Milieu. Dann hei├čt das noch nicht, dass der erschlagen wurde, ja, Beller W├Ąnde aber erschlagen wurde oder erstochen oder was auch immer, dann muss so schnell wie m├Âglich ermittelt werden.

[00:12:26]

Ja, klar. Es kann aber auch was Nat├╝rliches sein.

[00:12:28]

Es gibt auch ganz h├Ąufig sowas wie schwere Blutungen, so Fergus Varizen bei Leber Schaden oder so. Und das kann man oftmals relativ schnell schon am Leichenfund Ort kl├Ąren und dann wird die Weiche gestellt. Muss die Polizei hier in diesen Einsatz fahren oder kann die erst mal beruhigt sein?

[00:12:45]

Okay, danke.

[00:12:46]

Deshalb haben wir da oft eine sehr wichtige Weichensteller Funktion im Englischen superspannend an. Wenn man halt wo man halt dann dahin kommt. Ich glaube aber, dass ich ich wei├č nicht wo die Frage jetzt hier drauf haben. Haben wir mit Sicherheit.

[00:13:01]

Aber das ist und das ist ja dann jetzt schon diese diese direkt die die Eingangsfrage, weil wir ich h├Âre gerade nur suf Ergu├č im Labor, da hab ich schon irgendwie die G├Ąnsehaut auf dem auf dem Arm.

[00:13:13]

Und ab wann hat bei dir.

[00:13:17]

Ich sag mal so dieser ich will es mal ekel. Oder. Bzw.. Diese. Diese scheu. Davor. Aufgeh├Ârt.

[00:13:25]

Oder hat sie ├╝berhaupt.

[00:13:26]

Oder hat oder hat sie ├╝berhaupt aufgeh├Ârt? Oder sagst du da sagst du, dass das ist? Ja eigentlich meine ich w├╝rde. Ich w├╝rde mal sagen, wenn du sagst wenn es so ist und fast als Hobby vergleichen, dann w├╝rde ich mal sagen, dass du da eine gewisse Hemmschwelle erreicht hast, wo du sagst Hey, nee, das halte ich aus. Aber wann war so bei dir dieser Zeitpunkt, wo du gesagt hast Hey, das ist hier gerade. Das ist meine Arbeit.

[00:13:47]

Ist das das? Das ist spannend. Vielleicht auch.

[00:13:50]

Ja, bei mir ist eher anders. Es hat nie angefangen. Und das liegt zum einen. Das liegt so ein bisschen daran, dass ich schon als kleines Kind alles immer hinterfragt habe. Immer war okay, okay. Also warum stinkt der M├╝lleimer, wenn irgendwas im Fernseh kam, hab ich gefragt Ist das jetzt echtes Blut? Haben meine Eltern gesagt. Anders als Ketchup. Und dann war das f├╝r mich alles klar. Das ist nicht echt und alles hat irgendwo eine Erkl├Ąrung.

[00:14:17]

Und deswegen haben Volkmar Sof versucht, mir zu sagen Das sind alles nat├╝rliche Prozesse auf irgendwelchen Tiere, oder? Aber das geh├Ârt dazu. Das ist normal. Und irgendwo hat mich das denke ich auch so in diese Richtung gebracht, dass ich alles irgendwie so nationalisieren. Und deswegen das so gar nicht.

[00:14:38]

Das Thema Ekel hat da ├╝berhaupt keinen Platz. Das war dann selbstverst├Ąndlich nicht wegschickt. Und was mir heute noch so geht. Das sind Ger├╝che, oftmals nat├╝rlich, da k├Ânnen ziemlich durchschlagen. Und das, was mich oftmals hart dann trifft, wenn ich nicht vorbereitet bin. Also wenn ich jetzt wei├č, da bin ich mir ganz Frauenleiche gleich zusammen, dann ├╝berhaupt kein Problem. Wenn aber jemand sagt Hier kannst du mal schnell gucken und ich bin irgendwo nicht darauf vorbereitet mental und dann geht der Sack.

[00:15:07]

Gelaufen als eine faule Leiche und es kommt zu einem Schwall entgegen. Dann kann mich das schon echt schocken.

[00:15:15]

Das war dann auch so in der Pathologie und in der Rechtsmedizin war das auch so. Das erste, was mir wirklich ein bisschen schwergefallen ist die Ger├╝che in der Einrichtung. Also ist es so, dass es jeder Sektion XAL in Deutschland, egal ob das in der Pathologie ist oder in der Rechtsmedizin, hat einen eigenen Geruch. Okay, okay, noch Wetten, dass.? Geben w├╝rde, k├Ânnte man mich wahrscheinlich noch nicht kennen.

[00:15:37]

Es ist in 6 Monaten einfach fragten und sagen Wo bist du hier? War es ein bisschen aufh├Ąnge? Leichte Geruchs problem aber.

[00:15:46]

Ja aber es ist ja da. Ich denke mal schon. Wissen sie. Wahrscheinlich ganz viele verschiedene. Weil wahrscheinlich riecht auch nicht jede Leiche gleich. Nicht jeder Tod ist der gleiche. St├Â├čt wahrscheinlich die gleichen prozesse in einem k├Ârper aus. Vielleicht auch dadurch vermischt sich dass dann halt wahrscheinlich komplett.

[00:16:02]

Ich muss einmal ganz kurz was zwischen einwerfen und zwar finde ich es irgendwie gerade total interessant, wie locker du mit der ganzen Thematik umgehst. Ich muss ganz ehrlich gestehen, ich war ein bisschen nerv├Âs vor diesem Podcast, weil wir uns gedacht haben, wir das ist ja schon wirklich ein sehr schweres Thema auch. Also wir setzen uns jetzt hier nicht hier hin. Beim Kaffeekr├Ąnzchen und quatschen ├╝ber Gott und die Welt, sondern das Thema Tod ist ja auch immer mit so einer negativ Belastung und irgendwie hat man auch so das Gef├╝hl ja, der Tod ist immer so schwer und was negatives und man muss trauern und man muss immer mit so einer gewissen Belastung ├╝ber dieses Thema sprechen.

[00:16:39]

Aber mir nimmt das geradezu zal viel Last von den Schultern, dass du so super offen damit umgehst und so super locker damit umgehst, weil du ja auch gerade meintest, f├╝r dich ist der Tod und der menschliche K├Ârper ein ganz nat├╝rlicher Prozess. Und das finde ich irgendwie gerade total beruhigend zu h├Âren, dass das halt irgendwie. Ja vielleicht wird das auch durch die Medien und sowas halt immer so extrem negativ belastet.

[00:17:02]

Irgendwie gepusht in den Nachrichten dann auch immer hier, Tod hier und da und Kopf abgehackt und was soll sich was?

[00:17:09]

Und so wird ja immer mit W├Ârtern um sich geschleudert, wo man denkt So ach du Heilige.

[00:17:14]

Ja, ja. Also locker, okay. W├╝rde ich vielleicht ein bisschen ├╝bertrieben, das so zu nennen. Aber es ist halt allt├Ąglich, dass das Erreichen, das andere mit dem Thema Tod umzugehen. Da gibt es ja auch in den verschiedenen Kulturen ganz andere Formen. Kann uns das auch immer spannend, wie unterschiedliche L├Ąnder, unterschiedliche Kulturen mit dem Thema Tod umgehen, wie die mit ihren Verstorbenen umgehen und allein die Trauerfeier oder Beerdigungen, die k├Ânnen v├Âllig unterschiedlich sein. Es gibt Kulturen, z.B. in Mexiko, ja, da ist das ein richtiges Fest.

[00:17:46]

Da wird fr├Âhlich gesungen, da wird gegessen. Ja, es gibt L├Ąnder, da gehen die Menschen auf den Friedhof z.B. in S├╝dkorea und besuchen dann ihre Angeh├Ârigen in Anf├╝hrungszeichen mit der ganzen Familie und essen einander auf dem Grab. Ja, und ich glaube aber auch das ist wieder eine Sache, die ich schon in der Kindheit mitgekriegt habe. Nur sagt ja, Trauern ist das eine. Aber das andere ist die Dankbarkeit. Das Gl├╝ck zu begreifen, dass man mit diesem Menschen Zeit verbringen durfte, dass man diesen Menschen erlebt hat.

[00:18:19]

Ja, das ist eigentlich was viel Sch├Âneres, denn am Tod kommen wir nicht vorbei und es hat keinen Sinn dar├╝ber, traurig und verzweifelt zu sein. Aber das, was wir erlebt haben in den Menschen, das kann uns keiner mehr nehmen.

[00:18:33]

Ja, das stimmt. Das ist halt so eine ganz andere Denkungsweise. Und wie du schon sagtest, gerade hier. Ich denke mal so in Europas. Es hat eher vertreten, dass man halt viel trauert. Und ja, das ist ja, was nat├╝rlich negativ belastet und das ist aber wenn man mal die Denkweise so ein bisschen umdreht und ja eher dankbar daf├╝r ist, dann hat das schon. Das ist voll der geile Gedanke, voll der gallige. Da hab ich noch nie dr├╝ber nachgedacht.

[00:18:57]

Wirklich gut.

[00:18:58]

Ja, das stimmt. Wie ist das denn bei dir? Ich springe jetzt kurz noch ein bisschen mit seinen Fragen, weil es halt gerade so gut passt. Hast du Angst vor dem Tod, weil du dich tagt├Ąglich damit besch├Ąftigst? Oder kannst du sagen durch meinen Job? Dadurch, dass ich wirklich allt├Ąglich mit Leichen und dem Tod zu tun habe, wei├č ich nicht. Hat mir das so ein bisschen so die Angst genommen?

[00:19:20]

Eigentlich hat der Job da nicht viel zu beigetragen. Also das waren auch alles Einstellungen, die ich schon vorher irgendwie mitgebracht habe. Dieses Gef├╝hl, das Leben ist endlich. Ich werde daran nicht vorbeikommen und bis dahin werde ich versuchen, das Beste daraus zu machen. Und das hat sich eigentlich nicht ge├Ąndert. Insofern hatte der Tod f├╝r mich eigentlich noch nie einen Schrecken.

[00:19:42]

Ja, okay, ja, auch passend dazu vielleicht auch hatten wir auch ganz, ganz viel von uns aus unserer Community die Frage bekommen, ob Leichen f├╝r dich mehr Arbeitsort Objekte als Menschen sind. Oder machst du dir schon Gedanken ├╝ber die Menschen und fragst dich Hey, wer war dieser Mensch? Bist du da? Hast du ├╝berhaupt die Zeit dazu, dir diese Gedanken zu machen? Oder sagst du? Ich muss quasi auch irgendwo einen gewissen Level ja nimmt meine Arbeit durchf├╝hren und der Barta abschalten oder so.

[00:20:15]

Genau.

[00:20:16]

Genau da wartet gerade jemand auch irgendwie auf mein Ergebnis und sagt halt ebne da vielleicht noch die Familie oder sowas. Genauso ist es dabei.

[00:20:23]

Absolut. Ja was? Aus professioneller Sicht haben Emotionen da ├╝berhaupt nichts zu suchen. Denn das Schlimmste w├Ąre, wenn durch Emotionen das Ergebnis nicht optimal w├Ąre, wenn sie etwas ├╝bersehen w├╝rde.

[00:20:36]

Wenn ich, wenn ich irgendwo beeinflusst w├Ąre vorher. Das ist so das eine, das andere Thema. Was ist eine Leiche eigentlich? Das ist ja auch gesetzlich superspannend. Eine Leiche ist keine Sache. Ich kann eine Leiche nicht erwerben oder ver├Ąu├čern. Die Leiche geh├Ârt eigentlich noch der Person. Ja, und es gibt das Pers├Ânlichkeitsrecht des Verstorbenen, das ├╝ber den Tod hinausgeht. Also es hat nichts damit zu tun, was ein Angeh├Âriger jetzt meint, sondern Angeh├Ârige hat die Aufgabe, die Person, dem die Leiche mal geh├Ârt hat, zu vertreten und dessen Interessen zu vertreten.

[00:21:10]

Und f├╝r mich ist eine Leiche definitiv kein Mensch mehr. Aber es ist das, was den Menschen physisch in unserer Umgebung ausgemacht hat und damit etwas, was also ist. Ganz oft sitzt bl├Âd an, aber ich sag auch oft zu den Leichen Patient Na ja, weil das ist eben keine Sache, kein Gegenstand, sondern das ist in dem Moment mein Patient, den ich untersuche und wo ich, f├╝r den ich alles mache, so gut ich das kann, weil da steht immer noch dieser Mensch dahinter.

[00:21:39]

Aber Gedanken dar├╝ber Was hat dieser Mensch zuletzt gedacht? Hat er gelitten? Hat er Schmerzen empfunden et cetera? Das mache ich mir ├╝berhaupt nicht.

[00:21:48]

Okay. Redest du dann auch teilweise so, wenn ich meine? Oder bist du allein zum Beispiel in der in der Rechtsmedizin und sagst Also ja, guten Morgen, nee, wir machen jetzt hier ne wir wir Stadiums die die Untersuchung.

[00:21:59]

Nein, ich werde jetzt ihren rechten Arm. Also das kann ich mal selber mal glauben ist nicht anders. Dann m├╝sste ich, glaube ich mich durchsetzen. Sogar ich mit Patrie, wenn ich das tun w├╝rde.

[00:22:10]

Nein, ich werde auf keinen Fall reden mit diesem Patienten, weil ich wei├č, dass dieser Patient Dublin nicht mehr verstehen wird. Aber das Gesetz ist super. Was ├Ąhnliches spreche ich ins Diktierger├Ąt rei├čen.

[00:22:25]

Netzwerkeffekt von sowieso.

[00:22:26]

Wir fangen dann an, sowas spreche ich da rein. Deswegen. Es h├Ârt sich gar nicht so viel anders an. Aber selbstverst├Ąndlich h├Ârt sich das dann die Schreibkraft an, die hinterher verschriftlicht.

[00:22:34]

Und es wird also Zeit, dass ich anfange, mit Toten zu sprechen.

[00:22:40]

Das ist zum Gl├╝ck bisher noch nicht passiert.

[00:22:42]

Gibt wahrscheinlich Medikamente nehmen oder so. Wenn das soweit kommt, sehr sehr gut geht, dann war das auch schon im Raum gefragt.

[00:22:51]

Wie ist es denn, wenn du das passt vielleicht auch gerade ganz gut dazu. Wie ist das denn, wenn du nach so einem Arbeitsalltag nach Hause kommst? Und genau wie kannst du dann einfach ganz normal ausschalten? Also gerade sag ich mal, es gibt ja vielleicht auch nicht immer so STANDARD Obduktionen, sondern vielleicht auch wirklich so richtig schwerwiegende F├Ąlle. Ich sag mal vielleicht Kinder oder S├Ąuglinge, irgendwie sowas in dieser Richtung oder ein wirklich schweres Verbrechen, was vielleicht auch als Mensch einfach belastet.

[00:23:18]

Kannst du nach so einem Arbeitsalltag einfach nach Hause fahren? Und ja, wieso? An so einem Schalter einfach um schalten? Okay, jetzt, das war jetzt mal Arbeit und jetzt kommt mein Privatleben und alle Gedanken bleiben auf der Arbeit. Oder f├Ąllt mir das manchmal auch immer noch schwer?

[00:23:33]

Arbeit, Arbeit. Das sind unterschiedliche Anteile der Arbeit. Es gibt Teile der Arbeit, da geht's in die Richtung Wissenschaft, da geht's in den akademischen Bereich, da geht's darum, gewisse Dinge zu begreifen. Das ist dann so, dass ich zuhause manchmal noch nach etwas nachlese oder so. Aber da geht's rein um die Inhalte und den Fall, den lass ich komplett in der Schublade. Das ist mir dann auch oft so aufgefallen, wenn zum Beispiel am n├Ąchsten Tag. Also es gibt F├Ąlle, wo die Ermittlungsbeamten, weil die halt auch alle so ├╝berlastet sind, nicht dabei sein k├Ânnen bei der Obduktion ja und dann selbst an dem Nachmittag man irgendwie nicht mehr telefoniert oder so nein rufen am n├Ąchsten Morgen an?

[00:24:12]

Was ist denn bei der Obduktion rausgekommen? Sowieso. Und dann macht man nat├╝rlich mal drei Obduktion an dem Tag und das ist dann wirklich merkt das selbst einen Tag sp├Ąter. Wenn mich jemand fragt, da ist so eine komplette Leere. Ich hab mir den Namen nicht gemerkt. Ich wei├č, irgendwie hab so viel, ich wei├č gar nichts mehr von dem Fall. Und dann hol ich mir die Fall Unterlagen und dann ist SoWi Schublade auf das alles wieder. Da kann ich alle Befunde detailliert auch noch Wochen sp├Ąter.

[00:24:37]

Okay. Also das ist irgendwie ein nat├╝rlicher Mechanismus, den ich auch nicht erkl├Ąren kann. Aber der offentlich der Herzen. Und f├╝r mich war das auch nat├╝rlich diese Frage. Ich bin ich hab genau am 1.1. 2000 in der Rechtsmedizin angefangen. Also vorher.

[00:24:53]

Okay, da hab ich mir gerade Pathologie gemacht und Psychiatrie, was wir machen m├╝ssen als als F├Ącher in der Rechtsmedizin. Definitiv. Als Arzt hab ich da angefangen und ich hatte mir vor genau diese Gedanken gemacht. Und dann in der ersten Woche kam es richtig. Zwei Kinder Omnium wird dann an einen, aus denen ich aus dem Studium kannte, der sich aufgeh├Ąngt hat.

[00:25:13]

Ja und ach du Schei├če. Da war so und irgendwie war die erste Woche dann um und ich hab so irgendwie. Ich war dann zuhause, war alles ganz normal. Also ja, hab ich getr├Ąumt davon, b├Âse oder so. Und dann dachte ich Okay, es funktioniert irgendwie.

[00:25:30]

Aber ich glaub, dann muss man wahrscheinlich auch einfach daf├╝r gemacht sein. Also ich glaube, wenn man jetzt so ein. Ich wei├č. Also obwohl ich war gerade sagen. Vielleicht, wenn man ein sehr emotionaler Mensch ist. Vielleicht nimmt man das dann mit. Aber ich w├╝rde dich jetzt auch nicht als unemotional einsch├Ątzen. Du bist ja auch sehr ├╝berhaupt nicht. Ich hoffe, du liest viel und das w├Ąre ja dann irgendwie auch seltsam. Aber ich glaube, man muss das einfach k├Ânnen, dass man sagt Okay, alleine so ein bisschen aus Selbstschutz.

[00:25:55]

Ich lasse das jetzt alles auf der Arbeit, das ist mein Job. Das sind ja medizinische Vorkommnisse. Die lasse ich alle da. Und zuhause bin ich halt ja Marcell und mache mir mein Butterbrot abends, treffe mich mit Freunden und habe mal ganz normales Leben. Genau.

[00:26:10]

Also das. Das ist einfach ganz wichtig, oder? Ja. Sprecht dann abends noch mit Kollegen ├╝ber die Arbeit, ├╝ber irgendwelche Projekte, was uns wissenschaftlich angeht. Das ist dann wieder kein Problem. Aber die F├Ąlle, das. Das lasse ich irgendwoanders. Aber das ist, glaube ich in allen medizinischen Bereichen eigentlich so. Es ist notwendig, diese professionelle Distanz dazu zu haben, weil ansonsten ja das nicht lang machen, egal in welchem Bereich man als Arzt t├Ątig ist.

[00:26:38]

Ja.

[00:26:39]

Wie war denn so? Wo wir gerade bei deiner ersten Woche waren? Die war ja schon sehr, sehr extrem. Wie war denn so dein allererster Fall? Oder ich sag mal so Dein allererster Patient, wie du ihn nennst, wo du wirklich das erste Mal so Hand anlegen musstest. Aktion? Genau. Wie war das f├╝r dich? War das so, als h├Ąttest du nie etwas anderes gemacht?

[00:26:58]

Oder war das nat├╝rlich schon ungewohnt und du hattest vielleicht auch Angst, was falsch zu machen oder so. Also wenn man so m├Âchte, war nat├╝rlich dann der erste in Anf├╝hrungszeichen tote Patient war da in der Pathologie in der Famulus Tour und da kann man schon als Student ja relativ viel machen. Das hat mir auch immer. Das hat mir auch immer gut gefallen und das war am Anfang f├╝r mich immer so eine. Also das h├Ârt sich komisch an, aber ich hatte immer so das Gef├╝hl, was ist, wenn er jetzt wieder aufsteht.

[00:27:28]

War so ganz irrationaler Gedanke. Ja, ja, man h├Ârte auch so, aber so kam wir immer wieder mal so, wenn man dann so an der Obduktion war. Und dieses Gef├╝hl, das ist jetzt eben nur der K├Ârper noch dieses Menschen und das war er. Das ging mir da so ab und mal durch den Kopf. Aber irgendwann war das eigentlich klar. Das kann ja nicht sein.

[00:27:50]

Wir alle sagt es gerade auch gerade die ersten in der ersten Woche, die wie gesagt zwei Kinder und und dann dann Kutsch, quasi ein Kollege.

[00:28:00]

Klar wird das ist. Aber bis dahin hatte ich ja schon in Praktika 50 60 Obduktionen gemacht, in der Pathologie keine hundert und deshalb wei├č ich, wo ich in der Rechtsmedizin bahner. Und dann hatte ich nat├╝rlich da schon gewisse Routine. Aber in der Pathologie hat halt zumindest in der, wo ich war. In Bochum hat man keine toten Kinder, weil einfach keine Kinderklinik im Versorgungs Bereich war. Und wir hatten nat├╝rlich auch keine T├Âtungsdelikte. Also deswegen hatte ich da schon nochmal einen riesen Respekt davor, ob das anders werden w├╝rde und es wurde anders.

[00:28:34]

Aber ja, es hat. Jetzt war es nicht so, dass ich gesagt h├Ątte ich will auf keinen Fall mehr.

[00:28:39]

Woher kennst du denn im Kopf ungef├Ąhr ├╝berschlagen? Du hast ja gerade schon mal so ein paar Zahlen rausgehauen, die alleine nur in deiner Ausbildung quasi oder in deinem Studium stattgefunden haben. K├Ânntest du kopf ├╝berschlagen, wie viele Obduktionen du ungef├Ąhr gemacht hast?

[00:28:52]

Bislang ist das immer schwer, aber dann m├╝sste ich irgendwo so, so wei├č ich wenigstens.

[00:29:01]

Da m├╝ssen wir jetzt echt mal zwischen zwei. Es muss eine ganz gro├če um die 4000 sein, denke ich. Bravo! Wahnsinn!

[00:29:09]

Das ist krass. Das ist krass.

[00:29:11]

Aber ich bin da nicht so. Es gibt einen Kollegen, der ist jetzt im Ruhestand in Gie├čen. Der hat. Jeden Tag konnte er einem auf genaue Zahl sagen, die Obduktion der durchgef├╝hrt hat. Der hatte seine Approbation von Anfang an durchnummeriert bis zu seiner Inseln.

[00:29:28]

Das ist meine Leidenschaft.

[00:29:32]

Wo gibt's denn unter diesen 4000 grob gerechnet F├Ąlle? Gibt's da einen Fall, der dir ganz krass im Kopf geblieben ist oder mehreren?

[00:29:43]

Also es gibt da so viele, viele Details besonderer Befunde, anatomische Varianten, nat├╝rlich auch T├Âtungsdelikte, die besonders aufwendig waren, die aber auch durch die sp├Ąte Gerichtsverhandlung eben besonders spannend wurden, mit mehreren, mehreren Messerstichen. Also das ist ja aber f├╝r mich ist das oft so, dass diese diese Dinge. Im ARD Ph├Ąnomen verschwimmen diese ganzen Fakten. Okay, das gibt es, das gibt es und der einzelne Fall so als Ph├Ąnomen ja nicht, so dass das Spezielle, das ist bei bei bei lebenden Patienten anders.

[00:30:21]

Da gibt es so denn den typischen Patienten, der ein bestimmtes Krankheitsbild hat, an dem man sich immer erinnert. Im Mund einer ein wie soll ich sagen ein Leichnam. Er hat zu viele Einzel Befunde. Das ist so, da gibt's einen speziellen Befund an der Schilddr├╝se und das kann jemand haben, der ist erschossen worden. Und damit sind sie eigentlich schon schon zwei v├Âllig unterschiedliche Dinge, die ganz miteinander zu tun haben, die aber insgesamt ein Ph├Ąnomen bilden. Und diese Schilddr├╝se k├Ânnte auch irgendjemand anders haben, der an einem Herzinfarkt gestorben ist.

[00:30:51]

Beispielsweise ja. Und deswegen ist das irgendwo vom Denken her ein bisschen anders, zumindest bei mir. Und ich hab dann weniger, dass ich sage Das ist jetzt mein toller Fall. Ja und. Sondern es geht eher so um die, um die Befunde, die sieht das Herz aus wie sie die Lunge aus. Wie sieht eine einzelne Verletzung aus? Ja also. Aber wie sage das ist meine pers├Ânliche Sichtweise. Ich ja, ich glaube auch.

[00:31:16]

Also jetzt gerade wurde du so dar├╝ber redest. Ich kann mir das sogar sogar so ein bisschen vorstellen. Vielleicht auch irgendwo wie so eine Art Ja, hab ich.

[00:31:25]

Ich sag jetzt mal ganz, ganz banal wie so eine Art Panini Heft, wo man ganz viele quasi Sticker hat und wo man sagt okay, da ist jetzt quasi eine, eine, eine weitere Sache, die man noch nicht untersucht hat oder sowas, wo man dann quasi neue Erfahrungen einfach damit sammelt und dann quasi wieder okay. Ich hab jetzt heute was was gesehen oder was rausgefunden, was ich vorher eben so noch nicht gesehen habe und was vielleicht dann in der in der Kombination, vielleicht dann ganz.

[00:31:53]

Und dann sagst du sag ich mal nee, ich habe mal eine eine Seite ist dann ein, sag ich mal ein Komm. Ein Ph├Ąnomen, wie du auch gesagt hast. Und dann ist das vielleicht dann eben in dieser Gesamtheit dann was ganz Besonderes, wo du sagst Hey, das hab ich so noch nie gesehen. Und das ist f├╝r mich was ganz Neues. Ich glaube, das ist gerade nach 4000 Patienten. Nach ├╝ber 20 Jahren wurde das machst glaub ich dann auch eine ganz spannende Situation.

[00:32:17]

Und vielleicht auch.

[00:32:18]

Ja, es ist ein sch├Âner Vergleich und es geht sogar noch dar├╝ber hinaus, weil in Panini Heft wei├č man ja, welche Bilder da rein geh├Âren. Und genau das ist das noch spannendere. Du hast immer die Chance irgendetwas zu sehen, was vielleicht noch nie jemand vorhergesehen hat und umgekehrt. Ist aber so, dass die Leute erz├Ąhlen ich hab da so das schon mal gesehen. Also es ist ganz bl├Âde Geschichte. Und zwar hat eben genau dieser Kollege, der seine Obduktionen immer gez├Ąhlt hat, darum erz├Ąhlt Fr├╝her gab es viele Band W├╝rmer und okay, also im Darm und ich hatte eigentlich noch nie Bandwurm gesehen.

[00:32:51]

Und dann hatten wir mal gewettet, ob wir in diesem Jahr ein Bandwurm sehen. Kam aber nicht. Wir haben also ├╝ber viele Jahre keinen Bandwurm gesehen. Also in Frankfurt Angefragte 2013, da hab ich das dann auch mal gesagt. Ich will jetzt endlich meinen Bandwurm sehen. Und dann ist mal so Man macht seine Antrittsvorlesung. Wenn man als Professor irgendwo anf├Ąngt, macht man so ein bisschen versetzt. Man muss erst einmal alles hinkriegen, anfangen und so. Deswegen war die bei mir ein bisschen sp├Ąter, die hab erst 2015 gemacht.

[00:33:19]

Und am Tag dieser Antrittsvorlesung haben die Kollegen ich war selbst nicht in Sektion Zahlen Bandwurm gehabt. Und dann haben sie mir dann in Alkohol gla├č und haben wir dann zu der Feier mitgebracht. Und das war es. Ja. Goethe hat das irgendwie sehr korrekt. Also es ist halt m├Âglich. Also wie gesagt, ich kann's halt irgendwo verstehen. Also gerade wie gesagt bei sowas oder sowas mal zu sehen. Ich hab mega mega mit Kollegen gerade so aufgeworfen.

[00:33:49]

Ich glaube man muss auch in dieser. Also das hab ich auch schon ├Âfter geh├Ârt, auch aus anderen Bereichen, dass man auch so ich sag mal ja Jobs, die vielleicht auch f├╝r andere so ein bisschen schwer belastet sind oder so, auch echt mit Humor drangehen oder Wurm reinbringen. Genau um das Ganze auch irgendwie verarbeiten zu k├Ânnen und sowas. Ist das bei dir auch so? Also w├╝rdest du auch sagen ich bin schon auch mit Humor bei der Arbeit irgendwie dabei, weil ich das so wei├č ich nicht irgendwie nochmal ein bisschen allt├Ąglicher f├╝r mich anf├╝hlt.

[00:34:16]

Der Job oder sagst du, das ist eigentlich f├╝r mich so oder so einfach mein Beruf und ja, gut ist humorige ├╝berall dazu.

[00:34:25]

Also man muss, egal in welcher Situation, muss immer mal einen Schritt zur├╝cktreten k├Ânnen und vielleicht auch mal dar├╝ber lachen und Sozis bl├Âd an. Am allerliebsten lache ich ├╝ber mich selbst. Also das ist sowieso das Allerbeste. Dann kann auch niemand dabei sein. Aber nein, das nicht.

[00:34:42]

Aber eines, das geh├Ârt. Das geh├Ârt dazu. Und es ist selbstverst├Ąndlich ganz wichtig, dass man niemals das Ganze irgendwie ins Alberne abdriftet oder dass es respektlos wird. Oder man muss. Bewusstsein, was diese Aufgabe f├╝r Konsequenzen hat. Man hat dort mit ├ťberresten eines Menschen zu tun. Und an der Arbeit h├Ąngt ja f├╝r weitere Personen oftmals eine ganze Menge. Das hei├čt. Das aufgrund meines Ergebnisses und fast nur aufgrund dieser Ergebnisse jemand ins Gef├Ąngnis geht f├╝r sehr lange Zeit.

[00:35:13]

Und umgekehrt, wenn ich nicht richtig hinschaue und es nicht sehe, es passieren kann, dass jemand ungestraft bleibt, der eigentlich eine Strafe verdient h├Ątte. Und das ist schon sehr, sehr wichtig und das muss einem jederzeit bewusstsein. Aber wenn, wenn das sozusagen sichergestellt ist, dann finde ich, hat man auch das Recht, ├╝ber gewisse Dinge einfach zu lachen oder oder sich einfach mal mal auszutauschen und zu sagen Ja, es sind Allt├Ąglichkeiten, Allt├Ąglichkeiten, einen auch mal zum Lachen bringen d├╝rfen.

[00:35:44]

Ja, gibt es denn F├Ąlle, die du dir nicht nicht faelle, sondern ich sage mal nein, wenn wir jetzt gerade schon dabei sind. Gibt es denn Ph├Ąnomene oder S├╝nd oder Befunde, die dir besonders schwer fallen zu sehen? Also wenn man das jetzt quasi soren Du hast es vorhin schon gesagt, nat├╝rlich Geruch. Der Geruch ist eine sehr spezielle Sache, die dich, ich sag mal hell hin und wieder mal ├╝berraschen k├Ânnen. Aber gibt's auch noch andere Sachen nicht?

[00:36:11]

Ich wei├č nicht. Nee, also da gibt's ja von von Brand Unf├Ąllen. Eine wo, wo, wo Menschen einfach bei lebendigem Leibe verbrannt wurden oder so, in einem Autounfall oder wie auch immer. Oder eben irgendwie, weil sie vielleicht Baan Unf├Ąlle oder oder Arbeitsunf├Ąlle bei mit gro├čen Maschinen oder was soll man da gibt. Ja. Da kann man sich ja ausmalen, ne? Also ist es da ja leider nein. Ja, ja.

[00:36:33]

Also vieles ist nat├╝rlich rational schwer zu begreifen, aber der K├Ârper hat ja seine Endorphine. Und vielleicht habt ich das selbst mal gemerkt, wenn ihr euch mal ein bisschen mehr weh getan habt, irgendwie gesto├čen oder so, habt ihr das am Anfang gar nicht gesp├╝rt. Das hei├čt, wenn ein Beispiel der Arm abgerissen wird oder so, man sp├╝rt es nicht. Und selbst wenn jetzt jemand v├Âllig klar ist, der hat noch ein paar Sekunden oder vielleicht Minuten ├╝berlebt, in dem Sinne, dass das Herz geschlagen hat, kann man sicher sein, dass da nichts mit.

[00:37:06]

Das hei├čt, unser K├Ârper ist sehr, sehr gn├Ądig mit uns. Schmerzen werden ausgeschaltet, zumindest in der Anfangsphase und sp├Ąter. Klar sind die Reserven ersch├Âpft der k├Ârpereigenen Drogen, wenn man so m├Âchte und dann auch man weitere Substanzen. Das ist halt dann in der Medizin so. Aber das hei├čt so richtig leiden, dass man sagen w├╝rde, da hat jemand am Schluss gelitten oder so. Das ist wirklich kaum. Das kommt kaum vor. Klar, es gibt F├Ąlle, wo jemand wirklich gefoltert wird oder dergleichen und erwog dann der Tod angek├╝ndigt wird.

[00:37:41]

Und diese psychische Folter, das ist dann viel schlimmer. Aber ja klar, das k├Ânnen wir nat├╝rlich, das k├Ânnen wir nat├╝rlich nicht sehen. Also deswegen ja, es ist immer die Vorstellung, dass man, was ich die Augen verletzt bekommt oder so. Das sind so Dinge, die anderen irgendwo schwer fallen. Aber nein, dass ich da jetzt am Sektionschef Tisch praktisch gedacht h├Ątte oh wenn, wenn mich das jetzt betreffen w├╝rde oder so. Das ist ├╝berhaupt nicht der Fall.

[00:38:10]

Ja, da kann man jetzt, wo du, wo du gerade nach AA am Tisch stand, das sagt. Es ist nur noch eine Frage, inwiefern hier ganz viele gefragt haben. Also so eine OP, ob du dich mal ├╝bergeben hast. Also nee, also jetzt mal so also ich hab mal am Tisch oder so. Ich glaube das ist jetzt gerade wo wir jetzt also jetzt die wiewir fortschreitender der Podcast wird, desto mehr fallen meine ganzen oder die ganzen Fragen, die auch.

[00:38:30]

Ich sage mal so ein normaler Mensch. Nee, sagt man eben. Muss man ja auch sagen die, die quasi uns z.B.. Wir haben tausende Einsendungen bekommen und die halt. Also quasi die, die von den Fragen, die wir stellen sollen. Und je mehr wir jetzt sprechen, desto irrelevanter werden wir im Kopf die Fragen so ne. Ja also da will halt jeder wahrscheinlich h├Âren.

[00:38:48]

Ja ne, was war dein schlimmster Fall? Und was war, was war das Krasseste und was hast du gesehen und so was. Aber so wie du jetzt auch, wie man das auch versteht, dann auch wie du und wie du dar├╝ber redest, wieder dar├╝ber f├╝hlst, ├╝ber deinen Job. Und was machen diese ganzen Fragen eigentlich keinen Sinn, weil es ja, du bist halt ein ich sage mal ein sehr humorvoller Wissenschaftler auch und da wo dann halt eben glaub ich dann Beruf, ich sage mal die perfekte, die perfekte Spielwiese auch irgendwo ist in seinem, in seiner Wissenschaft auch nach vorne zu kommen.

[00:39:19]

Was hat er noch zu lernen? Ich glaube, das ist auch bei uns so dieses typische Bild. Also ich kann das ja nicht anders als Fernsehen. Ja genau, weil man selbst besch├Ąftigt sich ja nicht allt├Ąglich mit. Ich sag jetzt mal Patienten oder Leichnamen oder Kriminal Verbrechen oder sonstiges. Und f├╝r uns ist es halt so in den K├Âpfen verankert, vielleicht auch durch diese ganzen Horrorfilme, Krimis oder sonstiges, was man halt doch alles so im Fernsehen sieht. Und ich glaube, das ist so ein bisschen das, was wir halt vorgelebt bekommen.

[00:39:46]

Deswegen denkt man es halt auch, dass es in Wirklichkeit halt so ist. Aber wie man jetzt ja auch von Biermarke h├Ârt, ist das ja f├╝r dich halt einfach dein Job. Und wie Tim gerade auch schon meinte das ist halt auch aus medizinischer Sicht ja findet das auch interessant und spannend nat├╝rlich in der Medizin Fortschritte zu machen und seht vielleicht diesen K├Ârper auch. Nichts als gruseligen Leichnam, wie wir es sehen wollen. Genau. Sondern halt auch einfach als Chance f├╝r die Medizin auch.

[00:40:15]

Ja, nat├╝rlich. Es geht einmal als Chance, dass man das Ganze aufkl├Ąrt, dass man Gerechtigkeit schaffen kann, dass man die Wahrheit findet. Und selbstverst├Ąndlich gibt es eine ganze Menge Informationen f├╝r die Medizin wieder. Also alles nehmer die Coru├▒a Sektionen, die am Anfang ja ├╝berhaupt nicht durchgef├╝hrt werden sollten. Und man hat aber durch diese Obduktionen die wichtigsten Erkenntnisse bekommen in der Behandlung. Und das ist das, was leider immer immer weniger wird. Also fr├╝her hat die Obduktionen viel h├Âhere Bedeutung gehabt.

[00:40:47]

Es wurde mehr seziert, auch in den Kliniken. Und heute glauben viele die Medizin ist ja so gut geworden, wir haben ganz tolle Bildgebung, CT und so weiter. Da brauchen wir keine Option, denn wir wissen ja vorher schon alles. Und das ist ein Trugschluss.

[00:41:03]

Also voll unglaublicher. Na ja, wie ist das denn jetzt, wo wir jetzt gerade das Thema Corona einmal angeschnitten haben? Diese Frage kam von unserer Community n├Ąmlich sehr, sehr h├Ąufig, gab fast am h├Ąufigsten, ob man sich dann an einem Leichnam sag ich jetzt mal, der an Corona erkrankt ist, den eher in den 4 obduziert, sich anstecken kann. Ist das m├Âglich oder geht das ├╝ber die menschlichen K├Ârper F├Ąhigkeiten hinaus? Sag ich mal so?

[00:41:32]

Also die Viren ├╝berleben und kurz Coru├▒a Virus ├╝berlebt relativ lang. Das war eine Studie, die wir mit Frankfurt durchgef├╝hrt haben. Wie lang k├Ânnen denn die Viren im Leichen ├╝berleben? Und die k├Ânnen da relativ lange ├╝berleben. Also bis zu 16 Tage hatten wir das. Und das bedeutet nicht nur ├ťberleben, sondern. Also es geht nicht nur darum, dass man nachweist, ├╝ber die PCR, dass eben dort das Virus drin ist, sondern wir haben dann auch die Viren wieder gez├╝chtet in der Zellkultur, zusammen mit unserem Virologie.

[00:42:02]

Denn nur dann wissen wir, dass die Viren auch wirklich infekti├Âs sind und das ist wirklich der Fall. Auf der einen Seite muss man aber sagen, dass es bisher noch keinen Fall gibt im zwar weltweit und nachgewiesen ist, dass sich ein Dozent angesteckt hat bei einer Obduktion an einem Leichnam. Also das hei├čt, offensichtlich reicht dann die Menge oder die Dichte der Viren nicht aus, weil der Leichnam atmet ja nicht mehr und so weiter. Aber man versucht selbstverst├Ąndlich auch m├Âglichst wenig Viren ich sag mal in die Luft zu bringen und sich auf M├╝cken sch├╝tzen.

[00:42:39]

Also wir haben von Anfang an bei den Obduktionen ├äffte drei Masken getragen, waren Ganzk├Ârper angekleidet, haben die Kleidung dann auch einer Schleuse drin gelassen. Also wir haben uns praktisch nun Infektionen Saal haben wir uns selbst provisorisch dort gebaut. Also Schutzmassnahmen haben wir ja entsprechend erh├Âht und haben auch bestimmte Techniken ver├Ąndert. Also haben zum Beispiel nur noch eine Hand S├Ąge genommen, keine elektrische, weil da einfach durch die h├Âhere Geschwindigkeit mehr Tr├Âpfchen frei werden k├Ânnen und haben bestimmte Arbeitsschritte so angepasst, dass m├Âglichst wenig in die Luft gelangen kann.

[00:43:18]

Das hei├čt, eigentlich ist ja auch eure Arbeit, es kommt ja nie so richtig. Durchaus wird mir gerade erst bewusst, dass eure Arbeit ja auch super essentiell und wichtig ist, auch gegen die Bek├Ąmpfung von der Pandemie und auch von dem Coru├▒a Virus, dass man erst mal herausfindet Okay, was? Ja was stellt das im K├Ârper richtig? Genau. Oder dass ihr dann halt auch die Viren irgendwie. Ich hab jetzt keine Fachbegriffe daf├╝r, aber dass ihr die sammelt und irgendwie damit halt weiterarbeiten k├Ânnen, es uns genau Proben nehmen k├Ânnen und so weiter.

[00:43:46]

Das ist irgendwie gar nicht bewusst gewesen vorher und auch ganz wichtig f├╝r die Behandlung.

[00:43:51]

Also fr├╝her oder Anfang hat man gedacht, betrifft nur die Lunge. Man hat aber dann festgestellt bei den Obduktionen, die haben alle, die haben alle Thrombosen, alle Blutgerinnsel. Und dann daraus hat man dann die Behandlungs Strategie entwickelt, dass man die Leute alle therapiert mit entsprechender Prophylaxe. Also gegen Thrombose Bildung. So normal. Deswegen ist es halt so wichtig, sich das Resultat anzuschauen. Aber und das ist dann wieder, was einem klar sein muss wir sehen immer nur der Endzustand.

[00:44:23]

Wir wissen nicht wie meine Funktion bis dahin. Aber auch das ist einem nat├╝rlich jederzeit bewusst.

[00:44:28]

Wahnsinn! Wahnsinn! Das ist echt interessant. Das ist verr├╝ckt.

[00:44:33]

Also nicht so ich. Also ich glaube, wir k├Ânnen noch drei oder vier Podcast.

[00:44:40]

Irgendwie der Papa. Also ich glaube, das wird nicht der letzte gewesen sein. Also das soll jetzt nicht hei├čen, dass wir jetzt hier vorbei sind. Aber wir haben doch tats├Ąchlich noch ein paar gem├╝ndet, die fragen. Aber jetzt mal nur Marengo, mal reingeworfen. Also ich glaube, da kann man mit Sicherheit nochmal ├╝ber die anderen Sachen quatschen, quasi wie ich hab genau hier.

[00:44:57]

Ich hab ja auch noch eine Frage von von der Community offen. Und zwar was ist denn so ein so ein sehr unangenehmes oder das unangenehmste Ger├Ąusch, was man beim Arbeiten tats├Ąchlich wahrnehmen kann?

[00:45:07]

Oder machst du vielleicht sogar Musik an beim ich glaube sogar wahrscheinlich nicht mehr, weil weil ich muss ja auch h├Âren, wenn irgendwas passiert.

[00:45:14]

Also sag mal der. Die Akustik ist jetzt nicht so wichtig.

[00:45:19]

Ja okay, okay, klein also Patient, der wird ja bekloppt z.b. Um Bel├╝ftung zu sehen, das machen wir nicht. Der Geruch ist sehr wichtig, um einfach R├╝ckschl├╝sse ziehen zu k├Ânnen. Ob bestimmte Vergiftung kann man da sehen. Aber die Ger├Ąusche nicht. Und ja, jetzt wirklich schlimme Ger├Ąusche. Manchmal gibt es laute Ger├Ąusche, wo man erschreckt. Also weil wir arbeiten ja mit viel metallischen Gegenst├Ąnden. Da gibt es auch Matten und sowas und dann f├Ąllt halt manchmal irgendein Werkzeug runter oder so und das kann schon recht laut sein.

[00:45:50]

Der Metis ist der Tisch, ist ja auch aus Edelstahl. Das ist so, dass man da erschrecken kann. Ist ja den ein oder anderen w├╝rde vielleicht die elektrische S├Ąge st├Âren, wenn sie denn benutzt wird, ein relativ hohes Ger├Ąusch machen kann und wenn die verkantet oder so, kann sich das ein bisschen komisch. Anh├Âren. Aber ansonsten ist das eigentlich kein Problem und ja, es gibt wohl einige Sektion, S├Ąle und auch Operationss├Ąle, wo Musik geh├Ârt wird. Und wenn, dann das habe das kennt man tats├Ąchlich aus dem Fernsehen.

[00:46:20]

Aber. Aber sag mal, das st├Ârt nat├╝rlich ein bisschen. Also manche st├Ârt die Konzentration. Ich habe zum Beispiel auch fr├╝her nie irgendwie lernen k├Ânnen oder so bei Musik. Andere k├Ânnen das besonders gut. Technisch gesehen ese ein bisschen Problem, weil man eben ins Diktierger├Ąt, ja die Befunde in Echtzeit rein spricht. Und deswegen, wenn sie zu laut w├Ąre, die Musik dann im Hintergrund, w├╝rde das die Aufnahme st├Âren.

[00:46:46]

Also na ja, ja. Aber ansonsten kann man zumindest einigerma├čen leise Musik h├Âren.

[00:46:53]

Nach Beta immerhin. Genau. Oder gef├Ârdert gibt es denn auch. Oder gab es jemals schon mal F├Ąlle bei Pag├ę jetzt z.b. Die unerkl├Ąrlich sind. Also das jetzt zum Beispiel meinen Leichnam bekommen hat. Und ihr habt wirklich untersucht, was es geht und habt letzten Endes ├╝berhaupt gar keinen Entschluss gefunden, was jetzt letzten Endes aber letztendlich die Todesursache war.

[00:47:16]

Also solche F├Ąlle gibt es sogar regelm├Ą├čig mittlerweile im seltener ist aber klar welche am aber von der Vorstellung her. Wir untersuchen nicht immer alles und oftmals nach der normalen Obduktion wissen wir nicht, woran er jetzt genau gestorbene Sam so eine Idee, denn manche Sachen kann man nur sehen unter Mikroskop, Herzmuskel, Entz├╝ndung, Ogier Lungenentz├╝ndung.

[00:47:38]

Kann man nur ein Mikroskop sehen, dann Vergiftung kann man auch selten mit blo├čem Auge sehen und deswegen kommt dann die toxikologischen Untersuchung. Und mittlerweile haben wir f├╝r eine bestimmte Gruppe und das war fr├╝her h├Ąufiger junger Mensch pl├Âtzlich tot. Keiner wusste warum. Dann ist immer so die m├Âgliche Diagnose Herzmuskel Entz├╝ndung. Dann hat man eben die Mikroskopie gemacht, hat keine gefunden, hat sich ├╝berlegt, hat man nicht genau genug geguckt, dass nicht genug Proben genommen oder wie auch immer. Und mittlerweile haben wir ein ganz anderes Thema.

[00:48:11]

Das nennt sich molekulare Autopsie bedeutet. Und mittlerweile Risikofaktoren f├╝r pl├Âtzliche Todesf├Ąlle, insbesondere was t├Âdliche Herzrhythmusst├Ârungen betrifft. Es gibt also genetische Varianten, die dazu f├╝hren k├Ânnen, dass das Herz pl├Âtzlich aus dem Rhythmus kommt. Und noch was Es sind erg├Ąnzen Untersuchungen, die wir durchf├╝hren. Und die ist Frankfurt eben auch so ein Sonnenseiten Spezial Institut, die, dass die das machen. Und das geht aber dann noch weiter, weil dieses Risiko nat├╝rlich dann auch bedeutet, dass meinsten vererbt liche Risiken, dass Verwandte betroffen sein k├Ânnten und damit jetzt wird noch komplizierter.

[00:48:53]

Man k├Ânnte nat├╝rlich jetzt sagen okay, wir testen mal jeden durch jeden in Deutschland, ob er solche Risikofaktoren hat. Die Schwierigkeit ist eben diese genetischen Varianten kann der eine oder andere haben.

[00:49:06]

Und da gibt's immer diese Dieseln. Unterschied zwischen Genotyp und Ph├Ąnotyp bedeutet Eine genetische Variante muss nicht dazu f├╝hren, dass es eine Auspr├Ągung gibt. Also das hei├čt G├Ârke. Man kann dieses Risiko genetisch haben, aber es muss nicht sein, dass es wirklich dann dazu f├╝hrt, dass der T├Âdliche Herzrhythmusst├Ârungen bekommt. Wenn aber ein Verwandter daran verstirbt, dann ist das Risiko falsch. Andere Verwandte, auch die genetische Variante, haben ungleich h├Âher, dass die ebenfalls daran versterben k├Ânnten. Und dann k├Ânnen wir ganz gezielt Kontakt mit den Verwandten aufnehmen und k├Ânnen die beraten und k├Ânnen dann sagen Lasst euch bitte Kardiologischen untersuchen und dann k├Ânnen die Medikamente nehmen oder sogar ein Herzschrittmacher implantiert bekommen und dann kann deren Leben gerettet werden.

[00:49:58]

Also das ist jetzt so ein ein Gebiet, das immer mehr kommt. Und das ist ja, um zum Anfang zur├╝ckzukommen Es gibt Todesf├Ąlle, die zeichnen sich genau dadurch aus, dass man eben nichts findet, dass das gro├če Thema pl├Âtzlicher Kindstod.

[00:50:13]

Es gibt also n├Ąhernd Klassiker Ph├Ąnomen, dass Kinder im ersten Lebensjahr pl├Âtzlich aufh├Âren zu atmen und tot im Bett liegen und schrecklich.

[00:50:25]

Das ist meistens so um den dritten Monat und um den achten nochmal ein gewisses Risiko am Ende des Inzko am h├Âchsten und man wei├č welche. Und auch das ist die Arbeit der Rechtsmedizin ├╝ber Jahrzehnte gewesen. Diese Risikofaktoren, die dazu f├╝hren k├Ânnen, zu identifizieren, die F├Ąlle systematisch zu untersuchen und man hat eben herausgefunden, das wei├č hat eigentlich jeder, dass die Bauchlage ein Risiko ist. ├ťberhitzte Schlafzimmer bitte im Bettchen, Eltern, Raucher, Schwangerschaft geraucht. Das sind alles bekannte Risikofaktoren.

[00:50:58]

Damit, dass man die reduziert hat und alle darauf hingewiesen werden, ist diese Zahl stark zur├╝ckgegangen. Aber es gibt immer noch Vereinzelte. Und das ist gerade die Besonderheit. Man darf nur dann von einem pl├Âtzlichen Kindstod sprechen, wenn man alles untersucht hat und hat nichts gefunden. Also so eine Art ausschlo├č Diagnose. Und deswegen ja, deine Frage von eben muss ich mit Ja beantworten. Es gibt diese F├Ąlle, wo wir nichts finden und die kriegen dann immer so m├Âchte auch eine eigene Diagnose und mittlerweile wird auch diese molekulare Autopsie, was ich gesagt habe, ebenfalls bei diesen toten Babys durchgef├╝hrt.

[00:51:32]

Und da geht dann auch wieder einige F├Ąlle, wo wir was finden, andere nicht. Das hei├čt eine Gruppe und die wird immer kleiner gibt es immernoch. Robert ist den pl├Âtzlichen Tod nicht erkl├Ąren k├Ânnen. Wahnsinn, Unsinn! Also sieht man ja auch, wie extreme Fortschritte auch die Medizin nat├╝rlich macht, auch durch eure Arbeit unter anderem. Das ist ja echt. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Medizin noch weiter ver├Ąndern wird. ├ťber die n├Ąchsten Jahre Jahrzehnte hinweg.

[00:51:57]

Wow. Was ich jetzt mega spannend finde ist, dass ich mir gerade w├Ąhrend du das erz├Ąhlt, das auch geschieht.

[00:52:02]

Und zwar f├╝hlst du dich irgendwo auch gewidmet gegen diverse Tode, weil ich glaube, dass wenn man so viele wie so viele Todes also quasi oder oder Todesursachen Todesursachen kennt und vor allem auch wei├č ah ok, der Typ hat zu viel, weil ich guck jetzt gerade auf meine Energydrinks, die ich hier neben mir stehen habe, die ohne Zucker. Ich sage ja, das ist wie Wasser f├╝r den K├Ârper her.

[00:52:26]

Alles klar wei├č ich, was ein Quatsch ist, aber dass man einfach so gibt. Also f├╝hlst du dich nicht nochmal so wie gesagt gewidmet gegen den Tod des oder oder das du aus den Fehlern anderer vielleicht auch irgendwo lernst, wenn man es also wirklich so sieht.

[00:52:41]

Also da gibt es sicherlich zwei Aspekte. Das eine sind. Alles was mit Unf├Ąllen zu tun hat, wo man sagt das ist absolut vermeidbar, da sind pl├Âtzliche Todesf├Ąlle komplett unsinnig sind. Also ich halte nicht da auch f├╝r verr├╝ckt, aber zum Beispiel kleine Kinder, hei├čes Wasser. Ja, da kriege ich immer Panik und versucht die sofort so weit wie m├Âglich auseinander zu bringen. Viele gehen da super entspannt mit um Haushalts Unf├Ąlle. Also solche Sachen steigen mal eben auf einen Stuhl oder stell den Stuhl mal auf den Tisch.

[00:53:11]

Und ja. Also da hab ich auch schon so viele F├Ąlle erlebt, wo man sagen muss nee, alles andere. Ich meine, es gibt halt nun mal Lebensweisen, Leben und und wie soll ich sagen. Manches ist genug. Auch mein Sohn nennt seine Futura noch Leidenschaften. W├Ąre es gut, jetzt vielleicht vegetarisch zu leben? Ist das besser? Ist es besser, gar keinen Alkohol zu trinken? Vielleicht ist es besser, nicht so viel zu essen, weniger zu essen, Fleisch zu essen.

[00:53:42]

Das Schlimme ist man erst einmal wei├č man es nicht ganz genau. Und dann muss man sagen Ja, ich w├╝rde, w├╝rde ich auf bestimmte Dinge verzichten. Ja, weil ich statistisch gesehen ein halbes Jahr ├Ąlter werde.

[00:53:55]

Ja, gerade das Stichwort Fleisch und vegetarisch, vegan, alles solche Sachen.

[00:54:00]

Und bei vielen wissen wir ja gar nicht ist es wirklich n├╝tzlich oder vielleicht sogar sch├Ądlicher als das andere. Es ist immer eine Frage der der Dosierung, die irgendwo eine Rolle spielt. Nat├╝rlich gibt es gewisse Dinge, die sind einfach. Ja. Also Rauchen z.B. ist ja komplett unsinnig. Und trotzdem sind nat├╝rlich manche sagen Ja, das ist f├╝r mich Genuss und es ist f├╝r mich eine Form der Lebensqualit├Ąt. Und ob ich jetzt f├╝nf Jahre ├Ąlter oder j├╝nger werde statistisch gesehen, ist mir eigentlich egal.

[00:54:29]

Und auch das ist halt ein Standpunkt, den man irgendwo, finde ich, akzeptieren muss. Und beim Alkohol schwankt das ja immer so ein bisschen. Zeitweise kommt ja moderater Alkoholkonsum ist lebensverl├Ąngernde mittlerweile wei├č stimmt eigentlich nicht. Ja und Schie├čeisen trinkt dann schon mal gerne ein Glas Rotwein oder son ist zu sagen Nein, komplett drauf zu verzichten. Ja, auf gewisse Geschmack, auf gewissen Genuss ja, nur damit ich irgendwo statistisch es am Ende l├Ąnger geht. Nee, w├╝rde ich dann auch wieder nicht einsehen.

[00:55:02]

Ja, war ja. Ich glaube auch, dass das auch nochmal so glaube ich so ein Thema gerade Thema Ern├Ąhrung und und und Lebensweisen. Da kann man bestimmt auch nochmal irgendwie vielleicht so einen speziellen Podcast nochmal dr├╝ber machen, weil ich glaube, da ist es halt auch ne. Da gibt's ja ne, da gibt's ja auch die ein Wissenschaftler, dann gibt's die anderen, dann gibt's Leute, die das ├╝ber ├╝berheizten. Dann gibt's Leute, die sagen Das ist alles Quatsch.

[00:55:24]

Wir m├╝ssen einfach so leben, wie vor hundert Jahren gelebt hat, ne. Oder man sehen, wie gesagt, wir gerade jetzt eben. Ich sag mal, in unserem Bereich kriegen wir das nat├╝rlich auch sehr krass mit. Nee, war nat├╝rlich auch sehr viele Firmen.

[00:55:35]

Dann auch vielleicht mal anfragen und sagen Hey, ich hab jetzt hier das da ist das. Da ist eine neue Gucci Beere drin, die hat man irgendwie hinten im Wald gefunden und dann ich bin jetzt da. Dadurch lebt man l├Ąnger oder sowas und sowas ist halt glaub ich auch noch mal was, was man bestimmt nochmal von einer anderen Perspektive einfach beleuchten kann.

[00:55:51]

Aber es ist ja auch so Ja, man kann letzten Endes auch super gesund leben. Also das nur wei├č ich nicht. Nur frisches Obst, Gem├╝se, Omega, 3, Fleisch und so weiter. Nee, und ich halt wirklich gesund ern├Ąhrst kein Alkohol und wenig Zucker und sowas. Und letzten Endes hast du trotzdem mit mir 62 einen Herzinfarkt oder sowas. Das kann halt, also darf es steckt ja nicht drin sein.

[00:56:15]

Das glaube ich nicht. Er hat einen Herzinfarkt, denke ich nicht, dass er den haben wirst. Aber du kannst genetisches Risiko haben f├╝r irgendeine bl├Âde Krebserkrankung und da kannst du so gut L├ęa oder sowas. Genau. Vielleicht w├Ąrst du bei einer schlechter Lebensweise nochmal f├╝nf Jahre fr├╝her dran gewesen. Aber du bist einfach Waldo genetisch belastet bis zu fr├╝h dran. Und das w├╝rde ich zum Beispiel gar nicht wissen wollen. Also wenn ich jetzt mir alle anbieten w├╝rde und es gibt ja solche Untersuchungen.

[00:56:43]

Du kannst dir eine komplette genetische Analyse haben und dann wei├čt du, f├╝r alle m├Âglichen Erkrankungen ein Risiko w├╝rde ich dankend ablehnen. Ich will gar nicht wissen.

[00:56:52]

Ach, um Gottes Willen.

[00:56:54]

Das kann man ja gut, vielleicht ein bisschen beeinflussen, dann aber letzten Endes, wenn du wei├čt, die Tage sind sofort da, was wir wollen.

[00:57:02]

Gott, nee, zerbrach noch eine. Ja, ich w├╝rde mal sagen, so relativ zum Abschluss kommende Frage hab ich. Wir hatten eben schon, bevor wir die Aufnahme gestartet hatten, schon mal so ein bisschen ├╝ber dieses Thema ├ľffentlichkeit gesprochen. Du hast ja auch einen Podcast seit Mitte 2020, der hei├čt Dichtung und Wahrheit. Und da wollte ich gerne noch mal wissen Wor├╝ber sprichst du in diesem Podcast? Machst du ja auch nicht alleine. Geht es da auch um deinen Beruf?

[00:57:33]

Ja, da geht es um Rechtsmedizin als Podcast, Rechtsmedizin, Dichtung und Wahrheit. Den mache ich zusammen mit Vanessa Schick, wenn er seine Schick ist. Eine Studierende aus Bonn, die hat Jura studiert, ist kurz vorm Abschluss und hat da auch Rechtsmedizin gemacht, da Kontakt gekommen. Mensch und ja, das war so die der erste Corona Lockdown und ich mach eigentlich relativ viel in der ├ľffentlichkeit aus Prinzip. Also es geht um um Erwachsenenbildung, wenn man so m├Âchte.

[00:58:04]

Die Uni Frankfurt hat ja auch so diese Fahd Mission, also dass praktisch die B├╝rger viel mitkriegen von der Uni. Aber das ganze hat auch schon fr├╝her angefangen. Ich war bei Krimis Festivals dabei. Ich finde es halt wichtig, dass die Menschen eine Idee davon haben, was wir machen und das muss nach au├čen transportiert werden. Und ja, deswegen dachte ich, das ist jetzt wirklich eine tolle Gelegenheit, einfach mal diesen Lockdown und diesen fehlenden Kontakt zu den Menschen, den Film, pers├Ânlichen Vorteil zu nutzen.

[00:58:31]

Und nat├╝rlich wollten wir etwas ganz anderes machen. Also nicht so was ist mein Holster Fall und die spannendste und gruseligste Geschichte, sondern naja, es geht da wirklich konkret um die Rechtsmedizin, um ganz klare Themen. Es geht um Leichenschau, es gibt die Obduktion, es ging in einem um die Corona, es geht aber auch um die verschiedenen Formen der Gewalt. Also fast so ein bisschen wie Lehrbuch Kapitel aus der Rechtsmedizin. Ah, und wir haben dann unterschiedliche interessante G├Ąste dabei.

[00:58:59]

Also einerseits Fachleute aus der Rechtsmedizin bei uns aus dem Institut, die Cornelis die Gesichts Rekonstruktion macht, der Jens Amend, der die Insekten auf Leichen untersucht. Aber wir haben eben auch andere, die sich mit der Rechtsmedizin in Kontakt kommen. Der Mark Benecke war unser Gast Joe Bausch, der Fernseh Rechtsmediziner war unser Gast. Also das Ganze ist relativ breit gef├Ąchert. Zuletzt haben wir jetzt den ersten Vilkas in diesem Jahr, den Gl├╝cksbringer in Schwarz, n├Ąmlich ein Bestatter gesehen.

[00:59:33]

Und ja, das ist so ein bisschen bunt gemischt. Und auf der einen Seite ist es wirklich darum unsere D.S. Wir wollen informieren und unterhalten in der Kombination.

[00:59:43]

Ja, ja, ich glaube, das ist auch die beste Kombination, weil man sich die Sachen viel besser merken kann und vor allem auch eine ganz andere Bindung zu dem ganzen Thema bekommt. Da wird wie gesagt, diese ganze Schwere, die dann auch das dann irgendwann gerade in unserer Kultur darauf liegende dann genommen und finde ich finde ich echt super. Mehr Bemerkenswert und ├╝brigens an alle, die jetzt geradezu h├Âren wir haben auf jeden Fall alle Links zum Rechtsmediziner punct Podcast das ist ├╝brigens die der der Instagramm Tag zur zu dem Podcast von Marcel Farrow und genau alles in der Podcast Beschreibung und da findet ihr auf jeden Fall alle Links dazu.

[01:00:21]

Und wie gesagt definitiv mal vorbei. Ich glaube das ist ganz schnell vorbei.

[01:00:26]

Hirn das glaube ich ganz schnell, Detective. Also da wird man ganz schnell s├╝chtig nach.

[01:00:30]

Ich muss auch sagen, dieses Thema. Wir besch├Ąftigen uns ja auch nat├╝rlich immer mit unseren G├Ąsten oder auch mit der Thematik, bevor wir so ein Podcast starten. Und wir haben uns die letzten Tage und Wochen nat├╝rlich informiert, uns paar Berichte durchgelesen oder Youtube-Videos angeschaut, uns jetzt auch nochmal nach diesem Podcast muss ich sagen, ist das Thema f├╝r mich noch interessanter als jemals zuvor. Und ich habe so ein bisschen diese, ja diese ganzen Vorurteile genau auch ablegen k├Ânnen, weil irgendwie glaubt man auch immer so Ja was ist das denn f├╝r ein Mensch dahinter, der so einen Job aus├╝bt?

[01:01:03]

Freiwillig dann auch noch. Und wenn man dich jetzt so kennenlernt, merkt man ja wirklich, du bist super offen und locker und du bist halt ganz normal.

[01:01:13]

Ja, ich finde das irgendwie total spannend gewesen, mit dir einfach mal so ein bisschen auszutauschen, uns ja auch dem ganzen Thema so ein bisschen Aufmerksamkeit zu schenken und sich damit zu befassen.

[01:01:23]

Ja, ja, die wollte ich. Wenn ihr das so seht.

[01:01:28]

Super. Ja, mega. Also ja, ich hoffe wie gesagt, dass du, dass du so bleibst, wie du bist. Ich glaube, du bist auch in etwa so eine gefestigte, gefestigten Charakter. Ich glaube, da gibt's nichts mehr, was dich Frohnatur. Ja genau, gefrorener. Und ja, finde ich total. Finde ich total cool. Also was echt ein cooler Typ.

[01:01:50]

Ja, vielen, vielen Dank! Auf jeden Fall von unserer Seite schon mal. Ich denke mal, wir haben jetzt genug mit Fragen gel├Âchert. Vielleicht k├Ânnen wir ja irgendwann nochmal eine zweite Runde starten. Also auf jeden Fall g├Ąbe es genug Material daf├╝r, w├╝rde ich behaupten. Ja und genau wir w├╝rden dich dann jetzt mal in Feierabends entlasten. Dann wohlverdienten und 1 000 000 Dank f├╝r dein Vertrauen und auch f├╝r deine Offenheit.

[01:02:11]

Na klar. Vielen Dank! Hat mir wirklich viel Spa├č gemacht. Und ja, vielleicht h├Âren wir uns nochmal wieder auf den Kanal oder auf dem anderen. Mal schauen was genau.

[01:02:21]

Das ist eine gute Idee. Gitternetz Alle sind Zeiten des digitalen Zeitalters.

[01:02:26]

Es gibt nur alles super.

[01:02:29]

Wow, das war Marcel Farrow. Professor Marcel V.V. Der Professor der Rechtsmedizin und ja, einer der wichtigsten Rechtsmediziner in Deutschland.

[01:02:41]

Und ich bin richtig gepl├Ąttet. Was ich auch nochmal was ein spannender Austausch. Ich h├Ątte ja, glaube ich noch Stunden hier sitzen k├Ânnen und ihnen weiter mit Fragen l├Âchern k├Ânnen. Aber ich muss wirklich sagen, es war das super wichtig, auch mal ein solches Thema anzusprechen. Und das auch so ein bisschen Publika einfach zu machen oder auch mal zu zeigen, wie wichtig solche Jobs sind. Das sind immer so Jobs, wor├╝ber man so ungerne spricht, weil sie halt, wie ich eben schon gesagt habe, so schwerwiegender Verein wirken oder belastender wirken.

[01:03:13]

Weil wir halt glaub ich echt diese Vorurteile haben aus Film und Fernsehen oder wie es halt gerne mal dargestellt wird.

[01:03:18]

Ja, oder auch aus aus Kindheitstagen. Es gibt ja auch ganz viele Berufe, die die, wo viele auch wie gesagt nicht dar├╝ber nachdenken, die aber einfach sowas von essenziell f├╝r die Menschheit ist, ne?

[01:03:31]

Und wenn man jetzt z.B. auch ├╝ber ├╝ber hier M├╝llm├Ąnner quasi redet und Menschen, die den Abfall abholen nee, da haben wir ja auch auch mal Erfahrungen aus der Welt sammeln k├Ânnen, wo das eben nicht so gut funktioniert. Ne, z.B. auch in Amerika oder sowas. Da k├Ânnen wir hier schon wirklich das sind Nationalhelden, w├╝rde ich sie schon fast nennen. Ne, weil weil. Wenn wenn, wenn ich sehe, wie die Menschen in in Amerika oder in Indien auch ganz ganz stark im M├╝ll ersticken und Krankheiten sich bilden und alles drum und dran, dann finde ich, ist das einer der essenzielles Jobs und dann eben auch wie gesagt, wenn man es gerade noch bestimmt nochmal eine Dreiviertelstunde jetzt ne Quatsch mitzumachen.

[01:04:12]

Das habt ihr jetzt nicht mehr geh├Ârt. Genau da sind wir nochmal von H├Âlzchen auf St├Âckchen gekommen und da ist es dann auch dazu gegangen, dass eben die Rechtsmedizin einfach superwichtig ist, die die Menschheit vor gewissen Todesf├Ąllen Dingen die, die man vielleicht auch gar nicht so si sehen kann, vielleicht auch ne. Und wenn es einfach nur scheisse G├Ąnsebl├╝mchen was ist ist was man ist und man immer daran stirbt, dann ist die Rechtsmedizin oder die diese Obduktion daf├╝r da, rauszufinden, warum man da drin und warum man keine G├Ąnsebl├╝mchen essen sollte.

[01:04:45]

Ich meine, ich habe gerade geh├Ârt z.B. Rechtsmediziner entscheiden jetzt bei uns nicht in Deutschland ├╝ber Leben und Tod. So, aber es gibt ja zum Beispiel da hatten wir gerade auch noch das Gespr├Ąch dr├╝ber in Amerika z.B. da, wo es die Todesstrafe noch gibt. Entscheidend Rechtsmediziner halt schon da dr├╝ber, ob jetzt der Angeklagte, der ja angeklagt ist f├╝r den Mord oder f├╝r den Todesfall, den der Rechtsmediziner obduziert, ob er jetzt schuldig ist oder nicht und somit dann nat├╝rlich auch eventuell selbst zur Todesstrafe verurteilt wird oder nicht, oder?

[01:05:17]

Und das ist nat├╝rlich eine extreme Belastung. Nat├╝rlich auch die man hat eine extreme Verantwortung ja auch abgesehen jetzt mal von der Todesstrafe auch hier in Deutschland oder EU oder wo auch immer. Also Rechtsmedizin, das ist schon krasser. Wow. Also mit einer riesigen Verantwortung.

[01:05:34]

In diesem Fall entscheiden Sie nicht nur ├╝ber den Tod, sondern manchmal auch ├╝ber Leben und Tod. Ja, richtig. Genau.

[01:05:39]

Genau. Ja. Mehr Krasse Folge. Mega krass. Irgendwie. Ja.

[01:05:46]

Dadurch. Mir auch so ein bisschen die Worte. Also ich mir jetzt vor die Konsole ein bisschen Call of Duty spielen oder wie auch immer. Auch ein bisschen makaber. Aber Monster Hunter oder so und mal ein bisschen runterkommen oder ein bisschen Animal Crossing, mal ein paar B├Ąume f├Ąllen. Und ja, genau. Wir hoffen, dass euch die Folge gefallen hat. Wir hoffen, dass ihr da auch gut durchgekommen seid.

[01:06:06]

Jetzt ja mal eine etwas andere Folge und wir hoffen, hier kannst du gut folgen und ihr habt es auch die Intention hinter dieser Folge verstanden. Genau, dass es nicht darum ging, was war der krasseste Fall, den du hattest? Was war das? Eklipse, was dir jemals passiert ist. Sondern wir wollten halt eher mit dem Podcast so ein bisschen auch aufkl├Ąren und den Blickwinkel erweitern.

[01:06:24]

Ja, richtig, genau. Und ich glaube, das ist ganz gut gelungen. Wenn jetzt der ein oder andere von euch noch speziellere Themen hat oder noch andere Fragen, dann schreibt wir uns auf jeden Fall gerne mal auf Instagram. Dann k├Ânnen wir bei dem n├Ąchsten Recording mit dem lieben Marcel da noch einmal das Ganze beleuchten. Ja, wir w├╝nschen dir jetzt einen wundervollen Abend. Gibt's einen besonderen Tag morgen? Wann auch immer ich diesen Podcast h├Âren werde. Viel Spa├č auf dem Hometrainer, in ich gerade bestellt habe und jetzt gerade am Radeln seid.

[01:06:54]

Ja, vielleicht war der Podcast vielleicht gerade ein Spaziergang mit was drau├čen macht und gut auf mich aufpassen.

[01:07:00]

Allzu viel ist ja nicht m├Âglich. Richtig? Genau. Mach das Beste draus.

[01:07:05]

Und ja, ja, ja, aber das Leben k├╝sst du doch nicht. Und in der n├Ąchsten Folge bis dann. Jaja.