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[00:00:03]

Hamburg Herzlich willkommen zum Wichtigsten vom Tag in unserer Stadt! Ich bin Oliver Wittke. Hallo, und ich sage es gleich vorneweg Es gibt gute Nachrichten für all die vielen Menschen, die in Hamburg Mannschaftssport betreiben. Der Hamburger Senat hat nämlich neue Coruna Regeln zum 1. September beschlossen, beurteilen das Geschehen in Hamburg als stabil.

[00:00:25]

Auch an den Schulen könnten deshalb die notwendigen oder sinnvollen kleineren Anpassungen in der Verordnung vornehmen, die wir vorbereitet haben.

[00:00:33]

Was der Bürgermeister und seine Gesundheitssenatorin im Einzelnen gesagt haben, beschäftigt uns gleich zu Beginn. Außerdem erzählen wir, warum das Einkaufszentrum heute geräumt werden musste. Und wir gehen der Frage nach, warum das umstrittene TIR Versuchslabor in Hamburg seine Arbeit trotz aller Skandale wieder aufnehmen darf. Das und mehr gibt's von heute. Dienstag, den 25. August, der Tag, die Stadt, die Infos von neunzig komma drei.

[00:01:01]

Es gibt ja ältere Menschen, die sind mit dem Look down in der Coruna Krise relativ gut klar gekommen. Meine Mutter hat sogar noch gelernt, wie Videoschaltung Konferenzen funktionieren. Andere waren tatsächlich ziemlich zu Hause gefangen, aus gesundheitlichen Gründen und auf Hilfe und Pflege ihrer Angehörigen angewiesen, weil es auch kaum noch öffentliche Angebote gab. Das soll sich nun ändern. Der Senat hat seine Coruña Verordnung überarbeitet, und zum 1. September sollen in Hamburg in vielen Bereichen neue Regeln gelten. Und das betrifft insbesondere Menschen, die pflegebedürftig sind.

[00:01:33]

Dietrich Lehmann hat die lange Pressekonferenz des Hamburger Senats heute für uns beobachtet. Was ist da geplant?

[00:01:39]

Wichtig ist vor allen Dingen, dass Tagespflege Einrichtungen ab der kommenden Woche wieder öffnen dürfen, Tagespflege, Einrichtungen. Da gibt es ja einige hundert bei uns in Hamburg, wo man einfach ein paar Stunden die Angehörigen, die pflegebedürftig sind, aber die vielleicht auch nur ein bisschen Betreuung brauchen, hinbringen kann und selber zu Hause auch mal als Angehöriger entlastet wird. Da ist es ab der kommenden Woche wieder möglich, dass geöffnet wird, natürlich unter strengen Auflagen. Aber es ist schon ein wichtiges Signal, sagt Sozialsenatorin Melanie Leonhard.

[00:02:06]

Ich halte das für eine ausgesprochen wichtige änderung dieser Verordnung, weil die Last, die die pflegenden Angehörigen in den letzten Monaten getragen haben, sehr hoch waren.

[00:02:15]

Aber damit Pflegeeinrichtungen jetzt nicht zu neuen Coruña Hotspots werden, gibt es eben Auflagen. Und es soll regelmäßig getestet werden, sowohl bei den Mitarbeitern, in den Tagespflege Einrichtungen, aber auch bei den Besuchern.

[00:02:26]

Und richtig gute Nachrichten gibt es ja für viele Hamburger Amateursport.

[00:02:30]

Die können ab der kommenden Woche wieder in Mannschaftsstärke trainieren und spielen. Auf dem Fußballfeld war das bislang nicht möglich. Da waren maximal 100 Menschen Frauen, Kinder, Erwachsene, Männer erlaubt. Wirklich kicken, das ist nicht drin gewesen. Aber ab der kommenden Woche sind 30 Menschen möglich.

[00:02:50]

Dazu zählen nicht dazu, zählen nicht Begleitung. Die können ja am Spielfeldrand Abstand zueinander halten und müssen nicht mit einbezogen werden.

[00:03:00]

Hamburg ist damit übrigens eines der letzten Bundesländer, das die Regeln für Amateursport soweit lockert. Andere sind da schon viel, viel länger dabei.

[00:03:07]

Auch Saunen und Dampfbäder sollen demnächst wieder öffnen dürfen. Und dann gibt es eine Branche. Die Rotlicht Branche in Hamburg hat auch schon Alarm geschlagen in den vergangenen Wochen gesagt Der Kiez stirbt, wir wollen auch wieder arbeiten dürfen. Wie siehts darin aus?

[00:03:21]

Auf dem Kiez wird sich erst mal so schnell nichts tun, sagt der Senat. Man hat sich das wirklich angeschaut, hat versucht abzuwägen, aber sagt Das ist im Moment noch zu riskant. Wir wollen lieber erst mal abwarten, was die Lockerungen, die man jetzt auf den Weg gebracht hat, was die bringen, was vielleicht auch in den kommenden Wochen zunehmen, was das bewirkt? Sauna ja, aber ins Bordell gehen, das ist bislang nicht drin. Und mit Sozialsenatorin Leonhardt sagt Man will nicht, dass es irgendwie in Hamburg passiert.

[00:03:49]

Also den Kiez wieder aufmachen. Aber Niedersachsen und Schleswig-Holstein bleiben zu. Da würden alle dann vielleicht nach Hamburg kommen oder umgekehrt. Wichtig ist, dass man das auch im Gleichklang mit den Nachbarländern macht.

[00:03:59]

Vielen Dank für diesen überblick. Dietrich Lehmann. Große Aufregung heute Mittag im Einkaufszentrum Dort gabs Feueralarm. Rauch überall. Und dann hieß es alle raus, berichtet Center-Manager Gerhard Loewe.

[00:04:14]

Innerhalb von wenigen Minuten war die Feuerwehr und die Polizei hier. Wir haben dann gemeinsam entschieden, mit der Feuerwehr das Gebäude räumen zu lassen. Das hat keine fünf, sechs, sieben Minuten gedauert. Wir waren ja am Anfang nicht ganz sicher, wo der Rauch herkommt. Wir dachten erst, der kommt aus dem Keller. Nachher aber festgestellt, dass der Rauch tatsächlich aus der Gebäude Fassade kommt. Gott sei Dank konnte er ja jetzt auch gelöscht werden. Wir sind jetzt wieder im Normalbetrieb und morgen, und die Tage danach sind da ganz normal geöffnet haben.

[00:04:44]

Wir werden natürlich trotzdem jede Brandwache aufstellen, um zu gucken, was mit dem Brand ist, ob der wirklich gelöscht ist.

[00:04:51]

Und von Osdorf schauen wir jetzt rüber zum Volkspark. Lieber HSV-Fans, ihr müsst jetzt ganz stark sein. Wieder mal. Die schlechte Nachricht kommt heute aber nicht aus dem Trainingslager, sondern aus der Geschäftsstelle. Es geht um die Finanzen. Da gab es im vergangenen Geschäftsjahr ja schon ein Minus von knapp acht Millionen Euro. Und nach Recherchen der neunzig komma drei Sportredaktion sieht es für die kommende Saison noch finsterer aus. Die Verantwortlichen kalkulieren mit einem Minus von 30 Millionen Euro. Und das könnte sogar noch größer ausfallen, wenn es nicht gelingt, einen Sponsor für das Stadiondach zu finden.

[00:05:27]

Einige Vereinsmitglieder befürchten sogar, dass das Eigenkapital des HSV in Höhe von etwas über 38 Millionen Euro im Winter aufgebraucht sein könnte. Besser sieht es beim Tennis aus. Am Hamburger Rothenbaum wird im September das beste Teilnehmerfeld seit Jahren erwartet. Insgesamt fünf Spieler aus den Top-Ten der Weltrangliste sind mit dabei. Der Russe Daniel Medwedjew zum Beispiel oder der Grieche Stefanos zieht sie nicht. Dabei sind allerdings Topstars wie Novak Djokovic, Rafael Nadal oder der Hamburger Local Hero Alexander Zverev ein ganz anderes Thema.

[00:06:02]

Die Bertelsmann-Stiftung hat die Kitas bundesweit unter die Lupe genommen. Und dabei schneidet Hamburg dieses Mal etwas besser ab als in den Vorjahren. So richtig gut es ist trotzdem noch nicht die Kita Gruppen in Hamburg sind zu groß, stellen die Experten fest. Eine Fachkraft betreut im Schnitt viereinhalb Krippenkinder. Die Fachleute fordern ein Verhältnis von eins zu drei. Auch bei der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern gibt es in Hamburg noch immer Mängel, heißt es in der Studie. Im Februar war endgültig Schluss bei LGBT in Hamburg Neugraben.

[00:06:37]

Da haben die Behörden nämlich das Hamburger TIR Versuchslabor geschlossen, nachdem Tierschützer massive Missstände aufgedeckt hatten. Und die Bilder von misshandelten Affen und Hunden waren wirklich schwer zu ertragen. Außerdem haben Insider aus dem Unternehmen in der Ardi über Manipulationen bei den Versuchsanordnungen berichtet. Also viel Stoff, um den Laden dichtzumachen? Bis gestern. Denn gestern Abend kam die Nachricht in Hamburg darf wieder öffnen und weitermachen. Mein Kollege Peter Feeder hat das Thema für uns seit Monaten verfolgt. Peter, wie kam es zu dieser Entscheidung?

[00:07:11]

Jetzt kommen.

[00:07:12]

Eine Schließung. Da ist Pietät dagegen vorgegangen. Der Fall liegt vor dem Oberverwaltungsgericht und hat nun gesagt Euer Einspruch. Damit die erstmal weitermachen dürfen, gilt jetzt aus folgendem Grund. Und zwar hat das Unternehmen so ziemlich alles ausgetauscht, was geht. Es soll einen neuen Geschäftsführer geben. Es soll einen neuen Versuchsleiter geben und auch einen neuen Tierschutz beauftragten. Es ist ja schon ein bisschen ironisch, wenn man sich die Bilder überlegt, die wir alle gesehen haben, gerade angesprochen ist und deshalb nun der Schritt.

[00:07:38]

Okay, Ende August kann es weitergehen. Ob der Betrieb aufgenommen wird? Ich habe noch nicht erreicht, das weiß ich tatsächlich auch nicht.

[00:07:44]

Nun haben sich Tierschützer an diesem Unternehmen tatsächlich über Jahre abgearbeitet und intensiv recherchiert. Was sagen die dazu?

[00:07:51]

Sie sind sehr überrascht und bezeichnen das Ganze als Skandal. Friedrich Mülln ist der Sprecher von der Soko Tierschutz. Das ist ja der Verein, der das Ganze erst aufgedeckt hat. Den habe ich auch erreicht am Handy, der es gestern in Urlaub geflogen ist, in Kroatien. Der liegt am Strand und sagt Wir wollen kreativ sein. Wir wollen vor allen Dingen an die Unternehmen ran. Wir wollen den Finger in die Wunde legen, wer vielleicht noch mit PT zusammenarbeitet. Die Auftraggeber?

[00:08:13]

Genau da gibt es Firmen, auch in Hamburg, heißt es von der Soko Tierschutz. Die haben Studien in Auftrag gegeben. Wenn die dann sagen Ja, wir arbeiten weiter mit ihnen zusammen, soll es eine schwarze Liste geben, um deutlich zu machen, dass es für die Tierschützer nicht okay ist, allem Anschein nach bei EBT über viele Jahre vieles aus dem Ruder gelaufen.

[00:08:32]

Das ist doch eigentlich auch eine Aufgabe für die staatlichen Behörden.

[00:08:34]

Der Senat in Hamburg. Der sagt jetzt Wir haben auch ein paar neue Auflagen verpasst. Unter anderem müssen die strenger dokumentieren, wie sie mit den Tieren umgehen, wie es den Tieren geht. Und es soll auch mehr Kontrollen geben. Galina, unsere Justizsenatorin, will auf Bundesebene ran an Tierversuche. Sagt Wir brauchen eine Regelung, dass die Behörden mehr unangekündigte Kontrollen durchführen. Das ist ja oftmals das Problem. Da sind Unternehmen gut vernetzt, die kriegen dann Hinweis. Dann wird man schnell aufgeräumt, bevor die Kontrolleure kommen.

[00:09:04]

Und es soll auch eine Alternative geben. Die Unternehmen sollen sich Gedanken machen. Wie können wir zumindest die Zahl der Tierversuche reduzieren in Deutschland?

[00:09:11]

Peter Feeder wird für uns weiterverfolgen, wie es in Hamburg, Neugraben und am Standort Bienenbüttel in Niedersachsen weitergeht mit LPG.

[00:09:21]

Auch Hamburgs Schulen sind in diesem Jahr ungewollt zu Versuchslabor geworden. Auf völlig andere Art und Weise down Da mussten sie den Unterricht ohne Klassenzimmer quasi aus dem Stand heraus komplett neu erfinden. Homeschooling hieß da die Antwort, und das war ziemlich anstrengend für alle Beteiligten. Und manchmal scheiterte es auch an der mangelnden digitalen Ausstattung, sowohl in den Schulen als auch bei den Schülern. Das soll sich in Hamburg nun ändern, meint Schulsenator Ties Rabe. Aber dabei sieht er auch die Eltern in der Pflicht.

[00:09:54]

Ich glaube aber, dass so wie eigentlich alle Schulkinder ein Fahrrad haben sollten, auch ohne dass die Behörde das vorschreibt, dass es genauso gilt für einen Laptop oder ein Tablet. Wir leben in einer sich ändernden Welt, und darauf reagieren die Menschen normalerweise. Und so wie in meiner Zeit jeder ein Fahrrad bekommen hat, so wird das auch in Zukunft mit dem Laptop oder Tablet sein.

[00:10:15]

Sollen Laptops und Tablets nun also von den Eltern privat für den Schulunterricht beschafft werden? Unsere Reporterin Anna Rüter war in Hamburg unterwegs und hat dazu Meinungen auf der Straße eingefangen.

[00:10:27]

Ich finde eigentlich, für sozial Schwache sollten wir, sollten die gekauft werden und vom Senat bezahlt werden. Ich habe, die Argumentation des Senates ist ein bisschen, die Kinder, Fahrräder und Tablets haben. Das würde ich nun nicht so sehen. Schon wichtiger in dem Moment Der Jüngste unter allen greift zum guten alten Zettel. Ich denke, dass man früher auch das geschafft hat, ohne Tablet zu lernen. Es ist nicht so sinnvoll, alles über Tablet zu machen. Mal ganz normale papierbogen.

[00:10:55]

Auch wenn wir Homeschooling haben, dann macht es das Leben schon sehr einfach, wenn wir keinen Druck so das Tablet Tablet macht es leichter, aber die Kosten kann man sparen. Da kann man lieber die Post benutzen und ausliefern, und das ist genauso sinnvoll.

[00:11:12]

Ich bin sowieso jedes Kind hat einfach damit arbeiten soll. Ich finde schon, dass das die persönliche Begegnung mit dem Lehrer und den Mitschülern einfach voraussetzt, dass jedes Kind irgendwie am PC sitzen muss und lernen muss in der gleichen Meinung. Und das Lernen über den PC ist nicht nachhaltig. Meiner Meinung nach. Die Kinder müssen raus, die müssen was tun. Sie müssen das erleben und nicht der Vorsitzende. Das ist was für die Oberstufe. Und wie ist dann in der Oberstufe müssen, dass da dann die Eltern bezahlen müssen, die dafür Sorge tragen, dass die Kinder auch tatsächlich die technischen Voraussetzungen haben?

[00:11:50]

Oder ist es Aufgabe der Schule? Ich denke, es. Aufgabe der Schule Fahrrad trickste gebraucht für 20 Euro für 100 Euro. Kriegslist geschenkt. Wenn die Schule das möchte, dass die Kinder ein Tablet haben, bin ich der Meinung, dass das die Schule darstellen sollte.

[00:12:02]

Ein interessantes Stimmungsbild, allerdings nicht repräsentativ. Das waren Zufalls, Begegnungen auf Hamburgs Straßen.

[00:12:10]

Und das passiert morgen in Hamburg. Vor Gericht wird über die Räumungsklage gegen das indische Restaurant Maharadscha verhandelt. Der Hintergrund ist der Streit über ein großes Bauprojekt auf Sankt Pauli, dem das Restaurant weichen soll. In der Innenstadt demonstrieren Unternehmen der Kultur und Veranstaltungs Branche, die unter der Krise leiden. Das Motto Alarmstufe Rot. Sankt Pauli Theater stellt seine Pläne für die kommende Spielzeit vor. Was sonst noch passiert, gibt's natürlich jederzeit frisch auf Hamburg ab. Wir freuen uns über jede Rückmeldung unter Hamburg heute per E-Mail.

[00:12:48]

Das war's für heute in Hamburg heute. Ich wünsche allen einen schönen Feierabend. Und bis morgen?

[00:12:53]

Hamburg, heute von neunzig komma drei. Wir sind Hamburg.