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[00:00:05]

Herzlich willkommen zum Nachrichtenportals von Ende neunzig komma drei. Mein Name ist Mike Nielsen. Hallo endlich! Von diesem Geräusch bin ich heute früh aufgewacht. Nach einer 11 tägigen Hitzewelle. Das war so schön. Bei unserem Podcast geht es heute darum, wie man sich richtig verhält, wenn man aus einem Ort zurückkehrt, an dem es sehr viele Coruña viele gab. Und was hat es mit dem Handyvideo auf sich, das heute aufgetaucht ist und das mehrere Polizisten zeigt, die einen jungen Mann niederringen?

[00:00:37]

Das sind mir jetzt gleich.

[00:00:39]

Wir haben heute, Dienstag, den 18. August 2020, der Tag, die Stadt, die Infos von NDR neunzig komma drei.

[00:00:49]

Und jetzt muss ich mal über ein Thema sprechen, das mir echt unter den Nägeln brennt. Ich will mich Ende der Woche verreisen, und zwar nicht in Urlaub. Ich will meine Familie besuchen. Meine Familie lebt in Frankreich. Oder sagen wir mal Ein sehr wichtiger Teil meiner Familie lebt in Frankreich. Und da entwickelt sich das Geschehen gerade nicht so gut. Frankreich ist noch kein Risikogebieten, aber es sieht nicht so gut aus. Ich habe mir gedacht, da ich an einem Sonntag zurück fahre, mache ich an einem Freitag den Coruña Test um.

[00:01:15]

In der negativ ist, kann ich ganz normal am Montag wieder zur Arbeit. Aber genau dieses Vorgehen hat Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher jetzt in Frage gestellt. Tschentscher, der ja auch Arzt ist, meinte, dass ein 48 Stunden alter Coruña einfach nicht so aussagekräftig ist.

[00:01:32]

Der Zeitpunkt des Tests, der vorgeschriebenes, ist falsch. Zwei Tage vor Raise Rückkehr da können Sie noch zwei Tage Urlaub machen, am Strand feiern. Sie kommt zurück, und Sie haben einen negativen Test. Aber jemand, der trotzdem infiziert ist? Erstens Eigentlich sollte man nicht in Risikogebieten reisen. Zweitens Wenn man dann reist, sollte man sich auf eine Quarantäne einstellen von zwei Wochen. Drittens Wenn man die abkürzen will, dann muss es zu einem Zeitpunkt einen Test geben, der dann auch aussagekräftig ist.

[00:01:58]

Muss man vier Tage nach Rückkehr machen?

[00:02:00]

Es dauert ein paar Tage nach einer Infektion, bis Sie diese nachweisen können, heißt es dann für mich Wenn ich denn wieder komme in zwei Wochen, das ich dann eventuell in Quarantäne gehen müsste, frage ich jetzt, wo meine Kollegin Frauke Reinig, die sich schon seit März mit Coruna Regeln beschäftigt. In diesem Punkt ein wandelndes Auskunfts Büro ist. Frage Was muss ich dann tun?

[00:02:19]

Das ist noch nicht so ganz klar. Die jetzige Coruna Verordnung gilt ja bis zum 1. September. Wahrscheinlich wissen wir nächste Woche schon ein bisschen mehr, was dann in der nächsten stehen wird. Das aber so eine neue Quarantäne regelt, da schon Einzug findet. Das ist doch sehr unwahrscheinlich, weil aus den Behörden, aus der Gesundheitsbehörde und auch von Peta heißt es ganz deutlich, dass man eigentlich möchte, dass das eine Bundesregierung wird, dass Hamburg einen Alleingang wagt und sagt Bei uns ist es jetzt so, dass Reiserei Cera mindestens fünf Tage Quarantäne machen müssen, bevor sie sich dann mit einem negativen Test sozusagen aus der Rest Quarantäne freikaufen können.

[00:02:53]

Das ist sehr, sehr unwahrscheinlich. Da wird es jetzt erstmal Gespräche mit den Gesundheitsminister und den Länderchefs geben, die jetzt auch im Laufe dieses Monats noch stattfinden sollen, um dann eben eine Bundesregierung zu forcieren. Das möchte Hamburg.

[00:03:06]

Was heißt das denn für all die Menschen, die jetzt in Hamburg ankommen, sich eigentlich in Quarantäne begeben müssten, aber gar keine Bleibe haben wie beispielsweise die Seeleute, die jetzt hier in Hamburg von Bord gehen?

[00:03:16]

Ja, da gab es tatsächlich einige Fälle von Seeleuten, die hier untergebracht werden müssen. Sie können sich ja auf den Schiffen nicht isolieren, sodass sie ihre Kollegen nicht gefährden. Das Gleiche gilt übrigens auch für Wohnungslose, die hier in der Stadt leben, oder auch Flüchtlinge in Unterkünften mit Mehrbettzimmer. Die müssen ja irgendeinen Ort haben, wo sie dann gesichert, sich isolieren können. Und da hat Hamburg jetzt nochmal nachgelegt, auch mit Blick auf vielleicht mögliche größere Ausbrüche mal in solchen Einrichtungen und hat noch eine zweite Quarantäne Stelle geschaffen.

[00:03:44]

In Langenhorn und in Schnelsen gibt es jetzt zwei Häuser. 180 Menschen können da insgesamt untergebracht werden.

[00:03:50]

Woher bekommst du eigentlich diese ganzen Informationen? Du bist super gut vernetzt in der Stadt, aber ich stelle mir das doch schwer vor, Kontakt zu den Informanten regelmäßig zu halten.

[00:04:00]

Da sind wir natürlich sehr aufs Telefon angewiesen. Jetzt ist es in den letzten Wochen schon ein bisschen besser geworden. Die einzelnen Institutionen und auch das Rathaus haben sich darauf eingestellt. Der Konferenzraum dort ist jetzt ganz gut ausgestattet, auch mit Trennwänden, sodass die Journalisten alle mit Schutz voneinander auch sitzen und auch die Redner vorne am Pult ein bisschen mehr Kontakt. Direkten Kontakt hat man denn schon, denn natürlich auch wichtig ist für Hintergrundinformationen.

[00:04:26]

Aber mal ein Bierchen trinken mit jemanden aus der Bürgerschaft ist nicht mehr.

[00:04:29]

Das gibt's zurzeit nicht. Und man darf ja auch nicht unterschätzen, was normalerweise im Sommer diese ganzen großen Veranstaltungen wie Sommerfest der Parlamente, Bürgerschaftsfraktion stattfinden. Und das hatten wir dieses Jahr auch alles nicht. Da muss man schon relativ viel rum telefonieren. Und diese Sprecher sind natürlich auch sehr gefragt. Die manchmal zu erreichen ist dann schon eine Geduldsprobe. Danke schön, Frau gereinigt.

[00:04:52]

Bundesweit hat es in letzter Zeit Kritik gegeben an Polizeieinsätzen, jetzt hat es auch einen Fall in Hamburg gegeben, der für Diskussionen sorgt Ein Handyvideo ist heute aufgetaucht. Es zeigt sieben bis acht Polizisten, die einen jungen Mann niederringen. Ein Polizist zückt einen Schlagstock. Ich habe jetzt meinen Kollegen Kaiserlei am Telefon, der unterwegs ist und diese Geschichte recherchiert, sagt er. Zunächst ist der junge Mann verletzt.

[00:05:16]

Nein, er ist nicht verletzt. Das war auch so, dass die Polizisten zwar Pfefferspray gegen ihn eingesetzt haben, ihm auch dann angeboten worden ist, dass er sich behandeln lassen kann von der Besatzung eines Rettungswagens. Aber er wollte diese Hilfe partout nicht annehmen. Er ist nicht verletzt.

[00:05:34]

Wie bist du denn den Fall jetzt? Mit mehreren Seiten gesprochen? Erzähl doch mal!

[00:05:38]

Für die Polizei ist es natürlich immer schwierig, gegen randalierende Jugendliche oder Jugendliche vorzugehen, die sich gegen ihre Maßnahmen widersetzen. Die Personen sehen dann zum einen sehr jung aus, sind aber so wie dieser Typ komplett kräftig gebaut und haben dann natürlich auch so eine große Körperkraft, um mehrere Beamte gleich weg zu stoßen. Das sieht man auch klar und deutlich in dem Video. Dadurch gibt es natürlich auch diese tumultartige Szene und diese Szene, in der die Beamten versuchen, den Jungen, den 15 jährigen zu Boden zu bringen, und er die Beamten dann immer wieder weg stößt.

[00:06:16]

Das ist natürlich sehr dramatisch.

[00:06:18]

Es sind ja vor allem dadurch noch so dramatisch ausfallen im Hintergrund. Diese Wand ist mit dem Graffiti in Anlehnung an den Tod von Georg Leuth.

[00:06:25]

Ja, das wirkt schon fast inszeniert. Alles, das ist einfach ein großer Zufall gewesen. Und das Video setzt eigentlich ein, als die Polizisten auf den Jugendlichen zugehen. Und diese Auseinandersetzung?

[00:06:40]

Die Polizei selbst spricht von einem Spannungsfeld Sie müssen irgendwie abschätzen, wie gerechtfertigt so ein Einsatz ist. Wie ist da jetzt deine Einschätzung?

[00:06:47]

Ich finde, ich habe mit vielen Leuten, vielen Beamten heute gesprochen und sagen Was sollen wir auch anders machen? Für mich wirkt das wie ein zwar ungewöhnlicher Einsatz, weil er gegen Jugendliche involviert ist und weil es auch eine tumultartige Szene ist. Aber das ist letzten Endes Gang und Gebe bei der Polizei. Wenn sich jemand Polizeigesetz Polizeigewalt widersetzt, dann muss die Person auch damit rechnen, dass vehement durchgegriffen wird.

[00:07:15]

Was hat die Polizei dem Jungen denn konkret vorgeworfen? Er war ja in den Tagen zuvor mehrfach mit einem e-roller auf Bürgersteigen in der Neustadt unterwegs gewesen. Und bürgernahe Beamte. War das ein Dorn im Auge? Er hat dann gesagt Du kannst ja nicht einfach auf Bürgersteig fahren. Und trotzdem ist der Junge dann am darauffolgenden Tag wieder gesehen worden, wie er wieder mit dem Roller unterwegs ist, wieder auf einem Bürgersteig, und da ist den Beamten einfach der Geduldsfaden gerissen, und die haben ihn dann festgehalten, zunächst zu dritt, und wollten auch einfach seine Identität überprüft Salander.

[00:07:51]

Und nach Redaktionsschluss unseres Podcasts fährt Kai nochmal zur Polizei. Was dabei herauskommt, darüber berichten wir natürlich nachher in unseren Nachrichten bei neunzig komma drei. Und das war noch in Hamburg los. Auch wenn es heute schon ein bisschen kühler ist es bleibt heiß und trocken. Und alle verbrauchen mehr Wasser. Wie es mit Hamburgs Wasserversorgung aussieht, das hat Umweltsenator Jens Kerstan heute geschildert.

[00:08:18]

Wir müssen schon feststellen, dass wir momentan sehr dramatisches Geschehen in unserer Stadt haben. Ihr Trinkwasser verbraucht ist im Moment sehr hoch. Im Moment verbrauchen wir pro Tag ein Drittel mehr als an normalen Tagen.

[00:08:29]

Deswegen sollten sich alle in der Stadt genau überlegen, wofür sie Trinkwasser verbrauchen, sagte er.

[00:08:35]

Ich möchte an die Hamburgerinnen und Hamburger appellieren, mit dem Grundwasser, mit dem Wasser sehr sorgsam und sehr verantwortungsbewusst umzugehen. Auch wenn wir im Moment noch keine Versorgungsengpässe haben. Sollte sich jeder wirklich fragen, ob tägliches Wässern seines Gartens und des Rasens wirklich noch notwendig ist und ob man im Moment die pulst, die ja sehr angenehm sind in der Hitze, jetzt wirklich auch täglich wieder befüllt werden müssen?

[00:08:57]

Die Harry Potter Deutschland-Premiere startet wegen Coruna nun doch erst am 11. April kommenden Jahres. Eigentlich sollte das Stück im Theater ab Oktober laufen. Aber wegen der Auflagen auf der Bühne und dem Publikum sehen sich die Macher außerstande, diesen Termin zu halten. Alle Tickets behalten ihre Gültigkeit.

[00:09:18]

Für mich gehört es zur Tradition, im Sommer immer auf die Kanäle zu gehen. Ich bin noch so eine gute alte Verfechterin vom Rudern. Viele meiner Freundinnen sind mittlerweile auf Stand up Paddeln ausgewichen. Aber ich mag es gern, in einem schönen alten Holzboot zu sitzen. Und meine Kollegin, die Reporterin Anna Rüter, die wir heute auch auf der Alster unterwegs, um genau diese Gruppen zu beobachten Ruderer und Stand up Paddler. Dabei hat sie sich mit Olaf Nies unterhalten, auch bekannt unter dem Namen Der Vater.

[00:09:50]

Olaf Nies kümmert sich in erster Linie um die Alster Schwäne, von denen es in Hamburg über 1000 gibt. Kümmert sich aber auch um den Bereich Natur und Umwelt. Und er hat auch schon mal Wildschweine vor dem amerikanischen Konsulat eingefangen. Im Gespräch mit Anna hat er aber auch kritisiert, dass viele, die jetzt Wassersport treiben, nicht so richtig darauf achten, was sie da eigentlich tun.

[00:10:12]

Problem an der ganzen Sache ist, dass wir sehr, sehr viele Boards haben, die die Gewässer nutzen zu diesen herrlichen Witterungsbedingungen. Und das führt zu massiven Störungen in der Tierwelt, die eben in die Bereiche zurückgedrängt werden, die Wasserflächen nicht mehr nutzen können, haben wir beide gesagt, dass sie auch etwas durchaus Schönes ist, wenn man sieht, wie die Alster wieder von der ganzen Stadt erobert wird und jeder Mensch Zugang dazu hat.

[00:10:38]

Ich war vorhin bei einem Stand up Brett Verleiher, und da hatte ich den Eindruck, dass er auf vieles aufmerksam macht, auf die Richtungen in der Altstadt und so weiter, aber wenig auf die Flora und Fauna.

[00:10:49]

Ja, das ist unser großes Problem. Natürlich ist es total toll, dass jetzt alle die Gewässer nutzen können. Dafür sind sie ja auch da. Und das ist ja schön, wenn die Leute wirklich den Bezug zur Natur haben und sich daran erfreuen können. Nur damit wir uns alle länger an der Natur und auch an der Tierwelt erfreuen können, müssen wir natürlich gewisse Verhaltensregeln einfach einhalten. Alles, was wir jetzt schön grün sehen, wenn wir das regelmäßig mit Barts oder Booten befahren, wird bald nicht mehr existieren.

[00:11:14]

Und wir müssen eben auch Abstand halten zu den TIR Ansammlungen, damit diese auch in Ruhe hier, in ihrem Zuhause, in ihrem Lebensraum leben können, den wir gerade unterwegs sind.

[00:11:22]

Naturschutzgebiet. Da darf ich sowieso gar nicht an die. Ich tue es trotzdem, weil mir die Schilder fehlen. Warum seid ihr da nicht viel plakativer? Riesige Schilder Achtung, hier brütet ein Vogel, hier darf kein Brett rein.

[00:11:34]

Ich glaube, es ist schon eine relativ schreckliche Situation. Dann, wenn wir überall Schilder hinstellen mit Verboten und ähnlichen Dingen, ist wesentlich wichtiger, dass wir die Leute quasi aufklären, dass wir sie mit auf unsere Seite holen und das Verständnis der Bevölkerung haben und die Bevölkerung mit uns gemeinsam Hamburg quasi schützt.

[00:11:51]

Also machen wir das jetzt ganz laut. Nicht den Zeigefinger erheben, aber doch aufmerksam machen, dass es wie im Straßenverkehr, so auch in der Nutzung um ein rücksichtsvolle Miteinander geht.

[00:12:02]

Das war meine Kollegin, die Reporterin Anna Rütter, die übrigens schon seit 20 Jahren durch Hamburg läuft. Wenn ich sage laufen, dann mache ich das ganz wörtlich. Denn ich erinnere mich immer noch an einen Marathon, über den sie berichtet hat, und wenn sie einfach mal mitgelaufen ist.

[00:12:17]

Und das ist morgen Hamburg los Am Landgericht beginnt ein Prozess gegen einen Mann, der eine Frau in einem Kleingarten vergewaltigt und ausgeraubt haben soll. Außerdem Die Hamburgische Bürgerschaft tagt, und wir erzählen, was dabei besprochen wurde. Und wir berichten darüber, was die Hamburger Verbraucherzentrale Urlaubern rät, die eine Reise in ein Risikogebieten gebucht haben. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir schreiben würden, wie Sie den Podcast finden, ob Sie irgendwelche Ideen, Anregungen, Verbesserungsvorschläge haben? Schreiben Sie mir unter Hamburg heute.

[00:12:51]

Punkte und weitere Nachrichten finden Sie immer frisch und kostenlos rund um die Uhr auf unserer Ende. Hamburg. Ich wünsche Ihnen jetzt noch einen schönen Dienstagabend bis morgen. Hamburg, heute von neunzig komma drei.

[00:13:06]

Wir sind Hamburg.