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Shteyngart Warning Briefing der Podcasts Einen schönen guten Morgen allerseits. Mein Name ist Gabor Steingart und wir starten jetzt gemeinsam in diesen neuen Tag. Heute ist Donnerstag, der erste Oktober. In der deutschen Automobilindustrie ist mächtig was los. Da bricht gerade richtig was weg Umsatz, Gewinne, Jobs auch die Zulieferer sind betroffen. Na klar. Gestern tagte der Aufsichtsrat des Dax-Konzerns Continental AG. Eine Firma mit noch 240000 Arbeitsplätzen weltweit. Aber 30 000 davon gelten plötzlich als überflüssig. Das ist sozialer Sprengstoff für die Arbeitnehmer und treibt natürlich auch den NRW-Ministerpräsident Armin Laschet auf die Palme.

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Es geht nicht, dass wir beim Auto Gipfel zusammensitzen. Milliarden bewegen, um den Unternehmen zu helfen. Ein Unternehmen wie Continental sieht so aus der Solidarität verabschieden.

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An Gesprächsstoff mit den verantwortlichen Managern herrscht also heute Morgen, am Tag nach der Aufsichtsratssitzung, kein Mangel. Und deshalb rufen wir jetzt gemeinsam bei dem Mann an, der die Pläne gestern final abgesegnet hat. Beim Aufsichtsratsvorsitzenden von Continental, Wolfgang Reitzle. Einen schönen guten Morgen, Wolfgang Reitzle. Hallo Herr Steingart!

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Continental entlässt Zehntausende von Mitarbeiter, um nicht zu sagen von 240 000, vor allem 30 000 Stellen weg. Ganze Werke werden geschlossen. Was ist da los bei Ihnen?

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Nun, es ist bitter. Kann aber eigentlich keine Überraschung sein, denn man zerstört politisch die Autoindustrie, die ja noch neunundneunzig Prozent ihrer Wertschöpfung durch Autos mit Verbrennungsmotor generiert. Und man treibt jetzt die Hersteller um die Kunden. Ich meine zu früh die noch nicht wirklich marktreife E-Mobilität. Ergebnis Wir müssen Fabriken schließen und Arbeitsplätze abbauen.

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Ist es die Umstellung der Automobilindustrie oder welche Rolle spielt Corona und welche Rolle? Vielleicht auch hier gilt ja das Motto Nichts als die Wahrheit spielt womöglich auch das Missmanagement des Vorstandes. Naja, also zum einen ganz kurz wir hatten 10 Jahre Boom und es ging dann mit 18 schon leicht los. Aber hauptsächlich in 19 mit der starken Rezession der Welt Autoindustrie Stichwort Wir kommen von 95 Millionen Einheiten und werden dieses Jahr bei 70 Millionen landen. Das sind knapp 30 prozent. Das kann kein Industrieunternehmen ohne Kosten Anpassung verkraften.

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Dass das eine, also Rezession in der Autoindustrie, hat mit Corona noch gar nichts zu tun. Ja, dann kam ab März Corona dazu. Wenn wenn man so will, dann kann man das Bayerisch als Double Dip bezeichnen. Dann haben wir die Abgas Gesetzgebung, die erzwingt geradezu ein Brace. Und dann kommen die Politiker und diffamieren noch obendrauf den Verbrenner unnötig früh, dass uns aber die Anpassungs Zeit fehlt. Also es sind verschiedene Dinge zusammen. Aber klar, wenn man von Managementfehler sprechen will überall macht man mal einen Fehler.

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Aber das ich jetzt diese Krise mit Managementfehler in Verbindung bringen möchte, das ist nicht korrekt.

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Der Ministerpräsident Armin Laschet, vielleicht nächste Kanzler spricht vom kalten Kapitalismus, der hier am Werke sei. Wie? Wie beurteilen Sie das? Hat er recht? Oder ist das eine rein emotionale Äußerung eines Landesvaters, der hier um seine Arbeitsplätze kämpft? Ich kann seine Verärgerung verstehen.

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Er kommt natürlich aus Aachen. Das muss man mal sehen. Wir wissen alle, was er karrieremäßig vorhat. Jetzt wäre es für ihn natürlich gut, wenn er das Ding dochmal was jetzt betriebswirtschaftlich bedingt, ihn trifft dort in der Region und in der Stadt.

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Das Werk in Aachen soll geschlossen werden. Das ist genau hier. Es geht also im Wesentlichen nicht um die anderswo. Es geht um Aachen. Und da muss ich auch selbstkritisch sagen Da hat Conti nicht gut kommuniziert. Das haben wir, so sage ich mal, überraschend verkündet, dass daraus resultieren viele Emotionen kam. Diesen Schuh ziehen wir uns an. Aber dass das Werk geschlossen werden muss, das sind die Fakten. Da können wir leider nicht dran vorbei. Aber in der Tat gab es große Emotionen.

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Was kommt denn nach dieser Umbau und für viele Entlassungswelle auch, was kommt danach? Gibt es eine Zukunftsvision für einen solchen großen Dax-Konzern wie Continental?

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Ja, klar. Und genau deshalb kämpfen wir ja jetzt und müssen diese bitteren Entscheidungen treffen. Denn wir haben ein ganz großes offensiv Programm in der Pipeline und nicht nur in der Pipeline, sondern wir sind ja schon zum Beispiel beim automatischen Fahren mit zwei Milliarden Umsatz Marktführer. Also wir haben ganz viele Technologien für die Mobilität der Zukunft. Und um dieses alles finanzieren zu können, können wir uns natürlich nicht den Ballast von Kosten leisten, die unnötig mitgeschleppt werden. Und das ist jetzt die bittere Geschichte.

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Wir müssen erst als Hausaufgabe, so hart es ist, diese Sanierungen und Kapazitäten Anpassungen vornehmen und können dann eine Offensivspiel betreiben nach Formen.

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Trotzdem Heute ist der Morgen danach in einem Satz wie. Wie fühlt sich der Aufsichtsratsvorsitzende ansprechend?

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Waren drei Tage in Hannover. Und natürlich anstrengend, weil wir uns das nicht leicht machen. Und viele Gespräche, auch natürlich emotionale mit ganz vielen Politikern hatte ich und natürlich mit vielen Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften. Das ist schon das Kürt dazu zum Job aber wünscht man sich nicht. Vielen Dank, Wolfgang Reitzle, für diese klaren Worte. Am frühen Morgen Dankeschön! Stößer Shteyngart. Unsere weiteren Themen heute Der Vize FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki erklärt, warum trotz der für alle geltenden Meinungsfreiheit einige Hemmungen haben, ihre Meinung zu sagen.

[00:06:02]

Mir macht große Sorge, dass auch viele junge Menschen das Gefühl haben Lieber nichts sagen als etwas Falsches sagen. Und dieses Nichts sagen führt dazu, dass vieles ungesagt bleibt.

[00:06:11]

Und die Konzept Künstlerin Mia Florentine Weiss wird uns jetzt gleich erklären, warum Kunst systemrelevant ist. Wir müssen darüber sprechen. Wir haben die Kunst, damit wir die Wahrheit überhaupt ertragen.

[00:06:25]

Unsere Börnsen Reporterin Sophie Schimanski berichtet über Angst in der Traumfabrik. Es geht um den massiven Jobabbau bei Walt Disney. Sie hören außerdem, warum ZDF Zuschauer ihr Weihnachtsfest mit einer Konserve von Helene Fischer werden feiern müssen. Und wir sprechen über ein putz munteren Bäcker, der sich nicht mit Brötchen zufrieden gibt, sondern Europas größte schnell lade Tankstelle betreiben möchte an einem Autobahnkreuz in Nordrhein-Westfalen. Es herrscht Meinungsfreiheit in Deutschland. Na klar, das sagt man so und das stimmt ja auch im Prinzip.

[00:07:07]

Man darf alles sagen, aber man ist angehalten, doch sehr aufzupassen, wie und wo man was genau sagt. Sonst rückt doch schnell mal die Sprachpolizei aus und deren Knüppel sind aus Worten gemacht. Worte der Ausgrenzung, Worte der Häme, auch des Hasses, Worte, die ganze Karrieren vernichten können. Und um diese Frage Genau gehts jetzt? Ist das die notwendige Sensibilisierung einer Gesellschaft durch Mitsprache? Oder geht das alles zu weit und engt den demokratischen Diskurs ungebührlich ein?

[00:07:43]

Das hat mein Kollege Michael Bröker mit dem Vize-Vorsitzender der FDP besprochen, mit Wolfgang Kubicki, der diesem Thema ein Buch gewidmet hat. Schönen guten Tag, Herr Kubicki! Herzlich willkommen an Bord der Pfalz Nyon. Ja, schön, hier zu sein. Herr Kubicki, Sie haben ein Buch geschrieben, das heißt Meinungsfreiheit, Meinungs Unfreiheit. Sie haben die beiden Buchstaben U und Unfreiheit in eine andere Schrift Typ gesetzt. Was soll das grundsätzlich bedeuten? Ist die Meinungsfreiheit in diesem Land nicht mehr uneingeschränkt gegeben?

[00:08:18]

Rechtlich schon. Der Staat akzeptiert auch jede Meinungsäußerung und die Gerichte akzeptieren vor allen Dingen Meinungsäußerungen, die bis an die Beleidigung herangehen können, weil Artikel 5 unseres Grundgesetzes, wie das Bundesverfassungsgericht mal gesagt hat, für die freie demokratische Grundordnung schlechthin konstituierend ist. Demokratie lebt vom Meinungsstreit. Allerdings habe ich festgestellt, dass weil die Ursache und Anlass für dieses Buch, das in den letzten Jahren gesellschaftliche Sanktionsmechanismen greifen, wenn Menschen unkontrolliert ihre Meinung einfach frei äußern. Das kann hingehen bis zur Existenzvernichtung.

[00:08:50]

Das wir jetzt schon eine Sprachpolizei haben, die jeden Begriff darauf abklopft, ob wir frauenfeindlich, rechtsradikal oder sonst irgendwie gebrandmarkt werden kann, halte ich für sehr bedenklich, weil wir feststellen müssen 70 prozent der Deutschen glauben, sie können ihre Meinung nicht mehr frei äußern. Und übrigens auch Zweidrittel aller Wissenschaftler glauben, sie können ihre wissenschaftliche Meinung nicht mehr frei äußern. 40 Prozent glauben sogar, dass sie berufliche Nachteile erleiden, wenn sie sich gegen die Gendersternchen aussprechen. Das ist eine sogenannte erregendes Zeichen für eine Demokratie.

[00:09:17]

Meinen Sie also so einen Altherren Witz wie Ihres Vorsitzenden? Neulich sollte man nicht mit der Sprachpolizei begegnen.

[00:09:24]

Der Wecker klingelt. Ja. Das allererste ist ein Griff zu meiner Lebenspartnerin.

[00:09:35]

Das heißt Altherren. Wie jetzt? Also man kann sich lange streiten, ob das gelungen oder nicht gelungen ist. Aber daraus einen Skandal zu machen, so als wäre jetzt Christian Lindner zu einem Frauenfeindliches stilisiert und dann hätte sich geoutet als Frauenfeind, finde ich nicht nur übertrieben, sondern auch maßlos, im wahrsten Wortsinn. Hier wird auch etwas interpretiert und die Interpretation wird zum Gegenstand von weiteren Meinungsäußerungen gemacht. Ähnlich wie die Aussage von Friedrich Merz, der mit Sicherheit nicht Homosexualität und Pädophilie in eine Ebene stellen wollte, sondern einfach nur darauf hingewiesen hat.

[00:10:02]

Sexuell soll es erlaubt sein, außer dass man Sex mit Kindern hat. Über die Frage der sexuellen Orientierung das geht die Öffentlichkeit nichts an, solange sich das im Rahmen der Gesetze bewegt und solange es nicht Kinder betrifft. An der Stelle ist für mich allerdings eine absolute Grenze erreicht, ist das kein Thema für die öffentliche Diskussion.

[00:10:21]

Und wenn wir uns nicht wieder angewöhnen, etwas entspannter mit Aussagen umzugehen, wenn die Menschen das Gefühl haben, sie müssen ihre Schere bereits im Kopf haben oder sie äußerlich sich lieber gar nicht. Dann haben wir den Nährboden für Verschwörungstheoretiker, für Demokratiefeinde und andere mehr. Verstehe ich, Herr Kubicki.

[00:10:36]

Aber das kann ja auch sein, dass Sprache oder Aussagen etwas über die Denkweise dieses Menschen aussagen. Wenn Herr Lindner die Frau Thor Lebeck verabschiedet und dann mit so einem sexistischen Gag sie auch noch verabschiedet, zeigt das vielleicht seine Wertschätzung ihr gegenüber. Wenn Herr Merz sofort an Pädophilie oder gesetzet Überschreitungen denkt, wenn es um einen schwulen Kanzler geht, dann zeigt das doch vielleicht einfach nur, was in den Köpfen dieser Menschen passiert. Und dann gibt's eben Gegenwind. Auch das ist doch Meinungsfreiheit.

[00:11:02]

Ja, wenn, dann. Aber momentan sind Sie bei Ihrer Interpretation von Sätzen bereits. Das heißt, sie nehmen Ihr eigenes Bild, Ihr eigenes Wahrnehmungs Bild als Grundlage eines unwerte Urteils. Nichts dagegen, dass man auch die Aussage kritisch hinterfragen kann. Was dagegen sagen kann. Aber es kommt ein unwerte Urteil raus. Und dieses unwerte Urteil hindert Menschen daran, sich mit der Frage zu beschäftigen, ob sie ihre Meinung wirklich frei, also unzensiert unkontrolliert äußern können. Jeder von uns haut einfach mal Sätze raus.

[00:11:27]

Wenn dies aber dazu führt, dass Sie sind ein gutes Beispiel dafür in Ihrer Karriere, Herr Kubicki?

[00:11:32]

Ja, selbstverständlich. Ich bin ja, auch wenn immer, wenn es mir langweilig wird im Deutschen Bundestag, höre ich mir ernste Debatten der 60er und 70er Jahre des Deutschen Bundestages an ich müsste bei jedem zweiten Satz einen Ordnungsruf erteilen nach den Kriterien, die wir heute haben. Trotzdem war das lebendige demokratische Parlamentarismus und es macht Spaß, diese Debatten zu hören, gerade weil da Sachen aufeinanderprallen, unkontrolliert, unzensiert. Und mir macht große Sorge, dass auch viele junge Menschen das Gefühl haben Lieber nichts sagen als etwas Falsches sagen.

[00:12:02]

Und dieses Nichts sagen führt dazu, dass vieles ungesagt bleibt. Und unter dieser Erde, unter diesem Humus des Ungesagten, kann sich irgendetwas entwickeln, was irgendwann dazu führt, dass unsere Demokratie infrage gestellt wird.

[00:12:13]

Wir kommen gleich auf Beispiele, die Sie in Ihrem Buch auch alle nennen. Aber trotzdem nochmal generell grundsätzlich gefragt Kann es nicht einfach sein, dass Meinungsfreiheit natürlich genauso gegeben ist, vielleicht sogar stärker gegeben ist als je zuvor, nur man eben dann auch mit dem über die sozialen Netzwerken sehr schnell sehr organisiert stattfindenden Shitstorm oder Gegenwind einfach rechnen muss, dass man vielleicht auch einfach Gegenwind ertragen muss?

[00:12:37]

Ja, selbstverständlich muss man Gegenwind ertragen. Ich bin ein leuchtendes Beispiel dafür, dass man regelmäßig Gegenwind bekommt. Ich will ein Beispiel nennen, was vielleicht deutlich macht, was ich meine. Als ich Alexander Gauland im Deutschen Bundestag zur Rede gestellt habe wegen seiner Äußerung, man müsse die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung nach Anatolien entsorgen, habe ich erklärt entsorge. Was mit Abfall zu tun, mit Müll? Das ist menschenverachtend, weil Menschen die Menschenwürde im garantiert ist man nicht auf diese Art und Weise charakterisiert wird.

[00:13:01]

Ich kriegte Beifall des ganzen Hauses bis auf die AfD. Als ich die taz-Redakteur kritisiert habe, die Polizeibeamtin auf den Müllhaufen mit Müll verglichen und auf den Müllhaufen wünschte, bekam ich einen Shitstorm. Es ist die gleiche menschenverachtende Aussage gegenüber Menschen, Menschen zu Müll zu erklären. Das eine Mal Applaus und das andere Mal Shitstorm. Aber das macht eben den Unterschied deutlich. Wir haben Shitstorms, in aller Regel von links und nicht von rechts.

[00:13:26]

Aber es gibt Gerichte, die arbeiten unabhängig, die wirken unabhängig und organisieren auch keine Schützt uns, sondern die Urteilen. Ich habe das Gefühl, Sie schildern viele Beispiele, z.B. auch, dass man Herrn Höcke Faschisten nennen darf, aber auch, wie mit Grünen-Politikern umgegangen wurde, mit sexistischen Äußerungen, die alle gedeckt waren von der Meinungsfreiheit. Einige davon wir haben es gibt. Wir können gerne ein paar Beispiele durchgehen, dass die Urteile und die Gerichte eigentlich die Meinungsfreiheit in den letzten Jahren immer wieder bis aufs Letzte verteidigt haben und dass es deswegen eigentlich gar kein Problem gibt.

[00:13:56]

Selbstverständlich muss man, gerade wenn man sachliche Inhalte transportieren will, bis zur Beleidigung ausgrenzen und vielleicht auch teilweise drüber hinausgehen. Man darf nur die Menschenwürde nicht verletzen. Also Fäkalsprache beispielsweise sagt auch das Bundesverfassungsgericht hat in der Regel keinen Anlass mehr für eine sachliche Debatte, weshalb Herr Böhmermann sich wundern wird, was das fast Verfassungsgericht mit seiner Aussage macht. Herr Erdoğan sei ein. Ich will das jetzt nicht wiederholen. Jemand, der solistische Neigungen praktiziere. Bei dem Fall von Renate Künast haben wir festgestellt.

[00:14:24]

Das habe ich auch öffentlich erklärt, dass die erste Entscheidung des Landgerichts Berlin völlig falsch war. Hatten Sie verkannt, wo die Grenzen eigentlich liegen? Sie haben es ja teilweise selbst korrigiert und das kann man gar nicht, hat noch weitere Korrekturen vorgenommen. Aber gerade im politischen Meinungskampf muss man schlicht und ergreifend mehr ertragen als im privaten Verhältnis. Das ist nicht das, was ich meine. Der Streit ist sehr sinnvoll. Was ich meine, ist die Forderung, dass Leute aus ihrem Beruf entfernt werden sollen, wenn sie sich mal vielleicht falsch äußern oder wenn sie sich gedankenlos geäußert haben.

[00:14:53]

Ein Beispiel an dem Wahlabend Sachsen hat eine Redakteurin des MDR den Wanderwitz gefragt, ob er sich vorstellen könne, dass die CDU in Sachsen mit der AfD eine bürgerliche Koalition bilden könnte.

[00:15:07]

Eine stabile Zweierkoalition, eine bürgerliche, wäre ja theoretisch mit der AfD möglich. Ist das immer noch ausgeschlossen?

[00:15:14]

Eine Koalition mit der AfD wäre keine bürgerliche Koalition.

[00:15:17]

Das hat zu einem Aufstand geführt, übrigens auch in den öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten selbst. Es gab ein leitender Redakteur, der gefordert hat, dass diese Frau nie wieder auf Sendung gehen darf. Und das ist das, was ich meine, wenn unbedachte Äußerungen oder Äußerungen, die nicht zensiert sind, sofort dazu führen, dass man die Existenz von Menschen infrage stellt. Haben wir einen Punkt deutlich überschritten. Und nochmal Wenn ein Wissenschaftler sagen, sie fühlen sich eingeengt in ihrer Forschungs und Meinungsfreiheit, haben wir ein Riesenproblem in Deutschland.

[00:15:43]

Und dem muss begegnet werden dadurch, dass Menschen wie ich oder andere von ihrer Meinungsfreiheit auch gegen diejenigen Gebrauch machen, die glauben, sie hätten die moralische Kompetenz, darüber zu entscheiden, was richtig und was falsch ist.

[00:15:54]

Ich glaube, wir führen in dieser Gesellschaft vielleicht jetzt auch Kämpfe, Debatten und Auseinandersetzungen, die vor fünf oder zehn Jahren noch nicht in der Öffentlichkeit waren. Aber die Gesellschaft entwickelt sich ja auch weiter. Vielleicht verschiebt sich dann eben auch die Sensibilität bei Sprache, bei Diskussion. Das müsste ja in einem liberalen, toleranten Menschen wie Ihnen gefallen, dass sich das so entwickelt hat.

[00:16:15]

Ja, es muss dann aber sozusagen der anderen Seite auf der Diskussions Ebene aufgefallen, dass man andere Positionen bezieht und die nicht von vornherein moralisch abgewertet werden. Also noch einmal ich bin kein besserer Mensch, wenn ich das Gendersternchen einführe oder nur die weibliche Form gebrauche. Bei der Kommunikation. Aber manchmal wird der Eindruck erweckt, man sei von gestern, man sei alt, man sei der alte weiße Mann, weil man nicht bereit sei, mit der moderne Entwicklung mitzugehen. Ich kann Ihnen sicher sagen, ich bin Ihr Comic-Figuren in der Republik.

[00:16:44]

Diese Berliner Blase, indem wir uns hier befinden, bei der das alles ganz wichtig ist, hat schon in Potsdam keine große Relevanz mehr.

[00:16:50]

Ich bin Ihnen sitze mitten in der Berliner Blase und denke trotzdem, wir sollten nicht zu ernst nehmen, was wir hier diskutieren. Deswegen zurück zu Ihrem Buch. Sie haben ja eine generelle Skizze angelegt, wo Sie Meinungsfreiheit beschränkt sind. Sie sagen Wie kann nur bestehen? Ich zitiere Wenn es eine allseitige Bereitschaft gibt, anderen zuzuhören und das sei nur im Geist der Toleranz möglich Pluralität und Normalität, dann denke ich sofort, als ich das las, an den Fall, wie innerhalb der FDP miteinander umgegangen wird, zum Beispiel mit Frau Teutscher Berg und frage mich Predigt nicht einer was, der das selbst in seiner Organisation gar nicht durchhalten kann?

[00:17:24]

Also Sie können der Tour de Berg gerne fragen. Ich halte das in meiner Organisation ziemlich gut durch, aber ich weiß, worauf Sie anspielen. Der Satz von Christian Lindner, dass er morgens mit ihr gemeinsam über den Tag begonnen hat, der. Interpretations würdig ist. Aber es spielt ja bei den Leuten im Kopf ab, die darüber lachen. Ich denke gerne daran, dass wir in den vergangenen 15 Monaten ungefähr 300 Mal den Tag zusammen begonnen haben. Ich spreche über unser tägliches morgendliches Telefonat zur politischen Lage.

[00:17:58]

Was ihr jetzt denkt? Wann haben Sie gelacht?

[00:18:00]

Nein. Mich hat der Satz weniger gestört als die Tatsache, dass er sie die ganze Zeit gelobt hat, wie gut sie gewesen ist. Weil das die Frage nicht beantwortet hat, warum sie denn aus dem Amt hat kommen müssen. Das ist eine völlig andere Kategorie.

[00:18:11]

Aber wenn wir uns aber, wenn schon Liberale nicht offen und ehrlich miteinander kommunizieren, wie können sie dann in einem Buch das von der Gesellschaft verlangen? Also hätte das Thema lieber Monaten lösen können mit offener Kommunikation.

[00:18:21]

Es ist ja so gewesen. Also machen wir uns nichts vor. Christian Lindner hat ganz offen kommuniziert ihr gegenüber. Nicht in der Öffentlichkeit. Das waren andere. Das ist eine andere Besetzung wünscht. Und er hat das auch mit ihr offen kommuniziert. Wir haben einen. Sie sollen dabei gewesen sein. Wir haben einen Dreier. Wir haben ein dreier Gespräch geführt und er hat ihr einen annehmbaren Vorschlag und auch gesichtswahrende Vorschlag gemacht, den sie abgelehnt hat. Das hat sie selbst entschieden.

[00:18:43]

Und dann müssen wir damit auch umgehen, damit auch leben. Das ist einfach nur mal so. Aber Christian Lindner hat sich nichts vorzuwerfen. Meine Partei hat sich etwas vorzuwerfen. Das habe ich immer wieder öffentlich erklärt. Leute, die Heckenschütze Mentalität an den Tag legen, die nicht bereit sind, ihren Namen für das herzugeben, was sie Dritten sagen, sondern die anonym bleiben wollen, die verletzen auch meine Prinzipien von Meinungsfreiheit und verletzen eigentlich auch eine Grundlage der Freien Demokraten, nämlich offen und ehrlich miteinander umzugehen.

[00:19:07]

Letzte Frage an Sie, weil Sie auch eine schönes Kapitel zum Thema Medien haben und Umgang mit Medien. Sie sagen, ohne journalistische Kritik wären wir nicht dort, wo wir jetzt sind. Da hab ich mich ja richtig geehrt gefühlt und ermuntert gefühlt, die FDP, auch wenn es sein muss, munter, offen, breit, auch hart zu kritisieren. Richtig.

[00:19:26]

Ja, ich bitte darum, dass das passiert. Denn je häufiger Sie uns kritisieren, desto häufiger erwähnen Sie uns auch. Das Schlimmste, was einer Partei passieren kann oder ihren Führungsfiguren ist nicht erwähnt zu werden. Wann immer wir kritisiert werden, können wir uns dagegen im Zweifel auch wehren. Aber was ich merke, ist tatsächlich das, was mein Freund Uli Jörges mal gesagt hat Wir haben hier in Berlin so eine Art Rude Journalismus. Ich habe immer das Gefühl, es reicht den 2000 Leuten, die hier unterwegs sind, sich selbst zu bestätigen und sich nicht mehr mit der Frage zu beschäftigen Was wollen die Leser lesen und was wollen die Hörerinnen und Hörer hören.

[00:19:55]

Wenn ich in allen Zeitungen das gleiche lese, gleiche Kommentare Lager habe, dann kann ich sie auch abbestellen.

[00:19:59]

Vielen Dank, dass Sie bei uns waren, Herr Kubicki. Bis zum nächsten Mal. Vielen Dank an Sie.

[00:20:03]

Ja. Floating A. Die fließende Kunst heißt ein wunderbares Format hier auf der Paierl. Da wird dann unser Redaktionsteam regelmäßig zu einem Treffpunkt von Künstlern und Künstlerinnen. Galeristen sind dabei und alle anderen, die sich für Kultur und Kunst interessieren. Kürzlich hat uns die Performance Künstlerin Mia Florentine Weiss besucht. Für unsere Pioniers hat sie von Bord aus mit enormer technischer Raffinesse eine interaktive Führung durch ihr Atelier veranstaltet. Dieser kilometerweit vom Schiff entfernte Ort, den haben wir dann mit unseren eigenen Augen durchlaufen.

[00:20:43]

Das war spektakulär. Wir haben Kunstgegenstände gesehen, Bücher, Skizzen, Instrumente, ein fliegendes Pferd, eine freistehende Badewanne. Aber Mia Florentine Weiss stellte uns Zuschauer dann vor. Eine fast unmögliche Aufgabe. Wir sollten ihre Welt voller Kunst jetzt ohne kurz betrachten, betreten wir doch gemeinsam die Metaphern Welt von mir, Florentine Weiss.

[00:21:09]

Sie gucken jetzt einfach nur kurz zu. Aber ich möchte, dass Sie eine Sache berücksichtigen. Stellen Sie sich das Gegenteil vor. Alles, was Sie jetzt sehen werden. Existiert gar nicht. Es ist das Gegenteil, die Spiegelung. Da hängt kein Pferd an der Decke, da steht nichts von der Kunst, die Sie jetzt sehen werden. Es gibt zwar ein Klavier, aber das ist stumm. Da kommt keine Musik raus. Es gibt keine Skizzen, es gibt kein Licht in Form von Leucht Skulpturen.

[00:21:38]

Es gibt kein Sammelsurium an Erinnerungen, an Gegenständen. Es gibt keine Fotografien, es gibt keine Bücher. Kein einziges Buch befindet sich in diesem Raum. Es ist einfach alles leer. Es gibt kein Modell einer Ausstellung, weil es ja Ausstellungen nicht gibt. Also gibt's auch keinen Herzschlag, den wir fühlen können bei Erlebnissen oder Inspirationen, die uns begegnet. Perspektivwechsel ist nichts für Angsthasen, hat sie gesagt. Und natürlich verbindet Mia Florentine Weiss damit eine Botschaft, eine Botschaft an die Politik, die viele Kulturbetriebe in dieser Pandemie Bekämpfung aus Politik auf Stumm geschaltet hat.

[00:22:19]

Kunst ist systemrelevant, ist es aber noch nicht. Und wir arbeiten ja dran. Das ist, dass es so wird, weil es eben unabdingbar ist. Und ich glaube, die einzig wahre Performance, die es geben kann. 20/20 in Zeiten dieser Pandemie ist die, dass sich jeder Künstler in Deutschland im Land der Dichter und Denker. Es müsste sich jeder Künstler auf die Straße legen und müsste sich bei lebendigem Leibe die Pulsadern aufschneiden, weil die ganze Welt zuguckt, wie eine Branche vor unseren Augen an lebendigem Leibe verblutet.

[00:23:00]

Und sie hat sich dann tatsächlich Blut abzapfen lassen als Zeichen des Leidens, des Schmerzes, ja auch des Verlustes. Aber, und das schafft nur sie. Sie hat uns dennoch mit Zuversicht entlassen. Schlussakkord dieser Performance ging es um Liebe.

[00:23:18]

Hermann Hesse hat einmal gesagt Der Anfang von Kunst ist die Liebe. Das fand ich total schön und hab dann überlegt Naja, wenn das der Anfang ist, dann muss es doch eigentlich auch das Ende sein. Also ich sage Anfang und Ende von Kunst ist die Liebe. Und dann kann glaube ich viel Neues entstehen. Heute Nachmittag begrüßen wir auf unserem Redaktions Schiff ein Gast, von dem man ruhigen Gewissens sagen kann, dass er sich sehr, sehr gut mit deutscher Außenpolitik auskennt.

[00:23:54]

Naja, natürlich spreche ich nicht von Heiko Maas, sondern eher schon von Wolfgang Ischinger. Er ist der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, war früher Botschafter in London und in Washington und er wird heute den neuesten Reports seiner Sicherheitskonferenz vorstellen, oder? Faden dieses Reports ist das außen und sicherheitspolitische Engagement Deutschlands. Das kommt nun wirklich nicht gut weg in dem Bericht, denn es ist eigentlich ein nicht Engagement, sagt Ischinger. Wenn wir Deutschen spätestens seit dem Jahr 1990. Wir feiern jetzt in diesen Tagen 30 Jahre Wiedervereinigung uns in den Status quo der Wiedervereinigung, also diese berühmte Satz Wir sind ja nur noch von Freunden umgeben, wir haben uns in dem Status quo verliebt.

[00:24:44]

Und jetzt haben die Deutschen ganz offensichtlich das jedenfalls unsere Analyse keine Lust mehr, sich mit großen Veränderungen beschäftigen zu müssen. Sie wollen eigentlich lieber in Ruhe gelassen werden. Die Regierung selbst muss den Deutschen sagen Es geht so, wie wir es jetzt gemacht haben mit dem sozusagen loo Profil der Bundesrepublik Deutschland in der internationalen Politik. Das darf so nicht weitergehen. Wir müssen uns ertüchtigen. Wir müssen europäische Selbstbehauptung üben. Und das bringt mich zu dem berühmten Satz Europa sollte die Sprache der Macht lernen.

[00:25:24]

Dieser Bericht befasst sich insbesondere mit den deutschen Gegebenheiten. Und wir stellen fest Wenn Europa die Sprache der Macht lernen soll ja, das muss Europa wohl, dann wird das nicht gehen.

[00:25:38]

Wenn ich Deutschland als der größte und dickste dieser Europäischen Union selber auch die Sprache der Macht lernt, das ist die Aufgabe.

[00:25:47]

Ein Einblick in den ganzen Report wird es heute auf Der Pionier ohne geben. Zusammen mit Wolfgang Ischinger werden wir diesen Report vorstellen, auswerten, diskutieren. Ab 18.30 geht's los. Im Live-Stream zu sehen auf der Bühne. Punkt D Ich würde mich freuen, wenn wir uns dabei begegnen.

[00:26:08]

Und was war heute Nacht an der Wall Street los?

[00:26:11]

Die großen schwarzen Mäuse Ohren von Micky Maus hängen heute traurig nach unten, denn Corona treibt den Walt Disney Konzern in die Enge und damit einen wunderschönen guten Morgen nach New York zu Sophie Szymanski.

[00:26:24]

Unsere Börsen Reporterin Hallo Sophie, guten Morgen Sneak Sophie Die Vergnügungsparks dicht Das Geschäft mit den Ferien, Ressorts und Kreuzfahrten liegt auch ziemlich danieder und selbst die Fanartikel von Micky Maus und Co. laufen nicht mehr so richtig. Jetzt streicht Disney 28 000 Stellen. Wie bitteschön haben die Anleger darauf reagiert?

[00:26:46]

Nein, es ist ein zweischneidiges Schwert für die Anleger. Es ist natürlich auf der einen Seite ein schlechtes Signal. Disney weiß offenbar nicht, wie es weitergeht in einem für sie sehr wichtigen Segment des Parks. Erlebnisse und Konsumgüter sind eben genau das. Sie haben im vergangenen Jahr in diesem Bereich 37 Prozent des Gesamtumsatzes des Unternehmens eingenommen. Aber auf der anderen Seite Gabor Never let the good crisis gordo us. Das hab ich gestern mehrmals gehört. Es ist natürlich auch mal Gelegenheit, schlanker zu werden, Kosten zu sparen.

[00:27:19]

Und das ist natürlich bei Anlegern eigentlich immer auch begrüßt und willkommen.

[00:27:24]

Auch der Ölkonzern Shell streicht Arbeitsplätze, aber sowie Ostbayern nicht wegen Corona. Es gibt andere Gründe für diese Entscheidung. Aber welche genau sind das?

[00:27:35]

Ja, der Umstieg auf umweltfreundlichere Energiequellen und damit eine Umstrukturierung des Konzerns. Die Kostensenkungen sind wichtig, denn die Margen, die Shell einnimmt mit erneuerbaren Energien, die sind recht zart. Und Wettbewerb ist da mit BP und Tauler auch genug. Die 9000 gestrichenen Stellen jetzt sind 10 Prozent der Belegschaft und das soll ab 2022 zweieinhalb Milliarden Dollar jährlich einsparen. Es war klar, dass die für die Mitarbeiter schmerzhafte Ankündigung irgendwann dieses Jahr kommen würde. Die war angekündigt und es ist eben die Umstrukturierung des Konzerns im Angesicht der stärkeren Nachfrage nach sauberer Energie und genauere Pläne soll es dann bis Jahresende auch noch geben.

[00:28:23]

Okay, Gabor, und was hatte ich heute morgen wirklich überrascht? Dass ein Bäcker aus der Nähe von Düsseldorf nicht mehr länger nur Brötchen backt, sondern Europas größten Schneller Deepak für Elektroautos bauen möchte. Und zwar in seiner Heimatstadt Hilden. Da war vor einiger Zeit ein Gewerbe Grundstück zum Verkauf gestanden und dieser Bäcker Ralf schüren sein Name. Er griff beherzt zu, denn er hatte eine schöne Idee. Lage. Lage. Lage. Also erkannte er den perfekten Standort für ein solches Elektro.

[00:28:55]

Schnell lade Projekt direkt an der Autobahn. Genauer gesagt da, wo sich die Autobahn A 3 und A 46 kreuzen. Sie kennen das das Hildener Kreuz, da es im wahrsten Sinne des Wortes wirklich viel Traffic. Und genau an dieser Stelle sollen jetzt 114 Elektro Zapfsäulen entstehen und zwar schon in den nächsten Wochen betrieben mit dem Strom, der nicht aus der Backstube, sondern von der Sonne und dem Wind der Autobahn stammt. So geht. Zukunft würde ich sagen, dieser Mann backt mal endlich große Brötchen und was Gabor geht eigentlich gar nicht.

[00:29:34]

Dass das ZDF vielen Deutschen das Weihnachtsfest nicht versüßen, sondern verderben möchte. Denn nach der Bescherung ist der Höhepunkt des Festes für doch sehr viele. Die große Helene Fischer Weihnachts Show am ersten Weihnachtstag. Sogar Elvis Presley war schon da. Auf dieses Live Spektakel müssen die Zuschauer in diesem Jahr verzichten.

[00:30:05]

Das ZDF gab gestern bekannt, dass die Weihnacht Joe wegen Corona so heißt es jetzt ausfällt. Stattdessen werden die Highlights der letzten zehn Jahre aus der Konserve gesendet. Na bravo! Dass es auch anders geht, beweist der Rockmusiker Peter Maffay. Er spielt am Freitag in dieser Woche in der Waldbühne. Da passen normalerweise 22 000 Menschen rein. Und morgen sind es Corona, bedingt und unter Einhaltung aller notwendigen Abstände. Nur zwei. Toll. Aber egal, sagt einer wie Maffay.

[00:30:39]

Es geht nicht um Geld. Es geht um Leben. Es geht um ein Zeichen der Vitalität und der Zuversicht. Gerade jetzt. Künstler wie er schaffen dadurch das, was selbst der liebe Gott nicht hinbekommt eine Sonne mitten in der Nacht. Ich wünsche Ihnen ein beschwingten Start in diesen neuen Tag. Bleiben Sie mir Gebogenes grüßt Sie auf das Herzlichste. Ihr Gabor Steingart. Nur für den Augenblick sollte sein. Wer nicht von dir war. Jetzt nicht zu nehmen wie Hesinde Materie aus dem ihr leben.

[00:32:37]

Lick Sie. Und sehen was davon, wie. Geben Sie nur dem Gefühl. Verfahren. Arbeita.