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[00:00:13]

Da kann man sich gleich noch. Jawoll, ja.

[00:00:19]

Da sind mal wieder die Locken Gemeinde hört mit Sicherheit wieder zu. Wir sind heute wieder bei einer besonderen Folge, und zwar einem Lupen mit Gast. Und wir haben es in der letzten normalen Folge zwischen mir und Felix ja schon angekündigt. Unser heutiger Gast. Ja, und da waren Felix und ich uns auch sehr schnell einig. Deswegen haben wir auch angefragt. Ja, er ist seit jetzt knapp 22 Jahren DFB Schiedsrichter und nicht immer noch einer der besten für uns, nämlich der beste Schiedsrichter, den Deutschland zu bieten hat.

[00:00:51]

Und deswegen freuen wir uns, dass er hier heute bei diesem Spaß dabei ist. Herzlich willkommen Manuel Gräfe Manu Schön, dass du. Schön, dass du dabei bist. Zeit gefunden hast und das mal das mal hier so ein bisschen mitmachst. Und auf der anderen Seite möchte ich natürlich auch nicht, da ja ich es nicht vergessen. Ja, mein Compagnon hier auch wieder herzlich zu begrüßen. Felix ist auch in der Leitung. Felix schönen guten Abend nach Braunschweig.

[00:01:17]

Ich hatte mich. Ich hätte mich schon gemeldet. Keine Sorge. Und wenn du sagst bester Schiedsrichter. Also das stimmt natürlich. Aber ich muss da natürlich eine offiziell muss ich natürlich sagen der beste Schiedsrichter ist immer der nächste, den man hat.

[00:01:28]

Muss ja auch nicht. Ich dachte, ich hätte bei dem Mann gewonnen. Aber man muss auch mal vorgeformt Spiel vielleicht sagen, damit man nicht in Ungnade fällt.

[00:01:37]

Ja. Ob du damit dein Image ändern kannst? Ich weiß es nicht. Ja, Manu, schön, dass du da bist. In diesen Zeiten. Wie gesagt, die erste Frage von meiner Seite aus Wie. Wie geht's dir?

[00:01:48]

Und mir geht es sehr gut. Vielen Dank wirklich nochmal für die Einladung. Ich freue mich sehr. Ich mache ja nicht so viel mit Social Media, nämlich eigentlich gar nichts. Also weder Facebook, noch Twitter, noch Insta und auch Podcast mäßig war ich bis jetzt nicht besonders aktiv. Also ihr seid jetzt sozusagen die Premiere dann auch noch. Aber ich hab mich sehr gefreut über die Einladung und will das auch mal ausprobieren. Und so geht es eigentlich ganz gut.

[00:02:10]

Muss ich sagen. Wäre natürlich schön, wenn irgendwer mal Coruña enden würde. Wem sage ich das? Aber es ist ja hoffentlich mal Ende oder Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Aber ansonsten gehts mir eigentlich ganz gut. Muss ich sagen. Die Cron. Die Knochen tragen mich noch über einen Platz. Sozusagen.

[00:02:27]

Ich den letzten Metern meiner Karriere und auch uns ja auch. Von daher. Na ja, mal ein bisschen jünger.

[00:02:33]

Ja, ein bisschen. Ja, das stimmt. Ist ja so Vorbereitung.

[00:02:37]

Mit 18 hat es schon keinen Spaß gemacht und mit 25 noch weniger. Aber ich könnte euch vorstellen, wie das mit 45 46 ist.

[00:02:44]

Da werden wir keine Vorbereitung mehr haben. So viel, da geb ich Brief und Siegel. Das ist dann bei uns nicht mehr. Nicht mehr so sein wird. Aber das ist ja ein bisschen angesprochen. Ich glaube, dein letztes Spiel stand heute wir, um mal die unsere Hörer und Hörerinnen hier ein bisschen reinzuholen. Wir sind heute am Donnerstag quasi 7 Tage vor Ausstrahlung dieser dieser Folge und Stand Jetzt ist ja dein letztes Spiel. Was du gepfiffen hast, war Werder Bremen gegen Freiburg.

[00:03:15]

Wenn ich es richtig korrigiere, mich aber wenn ich richtig bin und damal interessiert mich wirklich mal wie ist das bei dir, wenn du das Spiel gepfiffen hast? Wie? Wie kaputt bist du von so einem Spiel selbst? Man spricht ja immer die Spieler, die gerannt sind ohne Ende. Aber der Schiri muss ja auch immer so ein bisschen in der Nähe sein. Also wie? Wie kaputt bist du nach so einem Spiel? Und brauchst du da auch immer so ein, zwei Tage bis du wieder fit bist oder steckt das weg?

[00:03:40]

Also ich bin schon sehr kaputt. Das hängt allerdings immer ein bisschen vom Spieler ab, sofern muss ich schon sein. Also die Schiris laufen ja mittlerweile auch zwischen 9 9 und halb in bestimmten Spielen bis hin zu Top Spielen. 12 13 Kilometern. Das ist schon sehr unterschiedlich. Ich meine Spieler kann es auch mal sagen. Den Angriff lasse ich liegen, nehm den nächsten wieder mit oder ich muss da nicht hin. Als Schiri musst du ja nun immer mit dem Ball.

[00:04:04]

Du kannst ja nicht sagen Okay, den Angriff macht mal ohne mich. Also insofern musst du ja auf Ball Höhe irgendwie sein und das fordert schon. Das ist auch anstrengend. Ich habe jetzt Glück gehabt. Ich hatte keine großen schweren Verletzungen. Ich hatte mal ein Unfall, aber ansonsten total toll. Ich hab jetzt zwar nur Glas, aber ich einstich Holzschnitten anklopfen. Ich hatte nie was mit Knie, Füßen, Hüfte oder so. Geht's mir körperlich immer sehr gut.

[00:04:26]

Muss ich sagen. Aber natürlich bin ich total kaputt nach dem Spiel. Aber hängt auch davon ab. Also wenn Bayern zuhause spielt und 70 prozent Ballbesitz hat und total dominant spielt, dann ist das Spielgeschehen nun mal meist in einer Hälfte. Wenn das so zwei schnelle Mannschaften sind, die schnelles Umschaltspiel haben ich habe mir jetzt Leipzig und Dortmund, dann ist das schon spannender. Und wenn man dann auf der einen Seite und Sancho auf der anderen Seite hinterher switchen darf mit 20 Jahren Altersunterschied.

[00:04:52]

Ich habe sie noch nicht eingeholt. Das war immer mal ein Versuch, aber ich habe sie noch nicht eingeholt. Das haben mir viele Verteidiger auch nicht geschafft. Von daher. Also das war, das war es schon.

[00:05:03]

Man ist schon kaputt. Aber so kennt ihr ja vielleicht auch das Schönste, so, wenn man positiv kaputt ist, wenn man merkt, das Spiel ist gut gelaufen. Keiner will was von einem. Alle sind zufrieden. Dann ist man zwar körperlich platt und mir gehts da wahrscheinlich auch ähnlich wie euch. Also nach Bundesligaspielen kann ich erst um drei oder vier Uhr einschlafen. Das dauert einfach seine Zeit, bis man das ganze Adrenalin wieder aus dem Körper raus hat. Vereinigt fast immer noch zurück.

[00:05:29]

Deshalb auch da kam ich so langsam runter, dann in Berlin so langsam zuhause wirklich zur Ruhe und dann schlafe ich irgendwann und dann brauche ich schon ein, zwei Tage, um mich davon zu erholen. Und natürlich, je älter man wird.

[00:05:41]

Braucht man nicht länger für den Alkohol Abbau, sondern auch Abbau nach einem Spiel.

[00:05:48]

Also das braucht man auch ein bisschen länger. Es ist ja nicht so, dass ich einmal das körperliche etwas vom Laufen. Ich meine, ihr müsst ja dann auch wirklich in jeder Sekunde konzentriert sein. Ist ja auch viel. Dann muss sie ja immer wach sein im Kopf. Das ist ja auch nochmal eine, nochmal eine Erschöpfung, die dazukommen dann.

[00:06:03]

Komischerweise war ich als Assistent kaputter mental als als Schiedsrichter. Schiedsrichter kann man irgendwie schon mal mit Spielern sprechen. Man kann mal so ein bisschen hoch und runter fahren. Wieder als Assistent musst du immer damit rechnen, dass mal ein Ball durch rutscht. Du musst immer die Abwehrspieler haben. Also komischerweise war ich mental oft als Assistent kaputter, als ich jetzt als Schiesse da bin. Jetzt ist es so eine Mischung aus beidem. Aber als Assistenz war wiederum dann die Laufleistung natürlich nicht so, aber ich bin schon gut kaputt.

[00:06:33]

Das ist schon so, aber mir macht Spaß. Ich erhole mich schnell. Ich spiele selber noch zwei, dreimal die Woche Fußball. Das lasse ich mir auch nicht nehmen. Also immer nur einen Wald gehen oder ins Fitness-Studios zu boring. Aber wie früher, wenn der Trainer zu meiner Zeit war das noch so. Wenn der Trainer ohne Bälle kam, dann musste man heute einen Lauf Einheiten angesagt. Das war immer das Deprimierende, irgendwie. Aber ihr macht ja heute glaub ich fast alles nur noch mit Ball, oder?

[00:06:55]

Also soweit ich das verfolgen kann. Na ja, fast alles nur mit Ball.

[00:06:59]

Ja, ein Großteil. Naja, ich hab hier mal von meiner schlimmsten Verarbeitungen berichtet. Das war nachher unter Thomas Schaaf auf Norderney. Da wurde schon viel gelaufen, auch am Strand, dann morgens um sieben. Okay, aber das hat sich schon so ein bisschen gedreht. Auch das ist jetzt mittlerweile wirklich viel mit Ball und hat man man überlebt, die Vorbereitung wirklich ein bisschen besser und ein bisschen angenehmer. Du hast ja gesagt, du hast gespielt, selber ein bisschen.

[00:07:22]

Du hast ja auch früher mal das hab ich gelesen sagt, ob es nicht stimmt. Aber du hast mal mit Niko Kovac zusammengespielt.

[00:07:28]

Ist das richtig mit Robbie? Also wir waren in einem Verein. Robbie hat mit Robert Kovac, mit Robbie Kovac, wir sind ja ein Jahrgang sozusagen. Niko ist ein Jahrgangsstufe übrigens gewesen, der war sozusagen immer A-Jugend. Wir waren, wie er war. B Wir waren sie, aber wir waren in einem Verein bei Rapid, der Wedding und später bei Zehlendorf. Also die mit Robbie hab, ich weiß gar nicht so sechs, sieben, acht Jahre in einer Mannschaft gespielt.

[00:07:49]

Wir waren so oft Mittelfeld. Du war ja damals sogar eher der offensive Part, eher der Defensive. Ich war auch Innenverteidiger, habe vieles mit Spielintelligenz versucht zu lösen. Ich war für ihn damals ein bisschen untypisch, schon vielleicht zu anständig oder zu nett. Auch muss man sagen, also als Innenverteidiger früher oder als als als Verteidiger generell war ja Faulen irgendwie STANDARD. Und auch das Körperliche dem anderen zusetzen, stand noch viel mehr im Fokus als heute, wo man versucht, alles spielerisch zu lösen.

[00:08:21]

Also ich habe mich gefreut, so Leute dann irgendwann wie wie Mertesacker oder Hummels so live erleben zu sehen, die das dann sozusagen selbst auf höchstem Niveau Weltklasse Niveau umsetzen konnten. Und da hat sich dann die Spielweise in den letzten 20 30 Jahren radikal verändert. Also ich weiß noch treten Trainer in Berlin früher, der hat mal gesagt lieber fremdes Blut am eigenen Steuern als eigenes Blut am fremden Stollen.

[00:08:43]

Das war mir klar. Das kennzeichnet glaube ich die Spielweise vielleicht noch der 80er wieder. Na gut, wenn man dann defensiv gespielt hat.

[00:08:52]

Robert Ich habe das irgendwann verstanden. Ja, also Ronny war wirklich war technisch gut.

[00:08:57]

Er war sogar offensiver Mittelfeldspieler, ist dann aber irgendwann glaub ich sogar erst in der A-Jugend oder auch im Herrenberg. Erstes Herren Bereich damals ein bisschen weiter nach hinten rutschen, Innenverteidiger geworden und über wirklich klasse Zweikampfverhalten und Stärke hat er da seinen Weg gemacht. Und ich hab das immer nicht groß thematisiert, weil ich ja nun wusste okay. Als ich dann auf dem Weg war, auf einmal als Schiedsrichter ganz überraschend, dann auch Richtung Bundesliga. Ja, wenn du denen mal pfeife, so, dann thematisiert das vielleicht irgendeiner.

[00:09:23]

Dabei ist das natürlich total schnuppe. Auf gut Deutsch, wenn du zusammen spielst. Ein Jahr kannst du auch im nächsten Jahr gegeneinander spielen und genauso ist natürlich auch als Schiri. Ich hab damals auch mit Leuten zusammen gespielt, die dann irgendwo dritte Liga 2 gespielt haben und die hab ich dann auch gepfiffen. Aber da macht ja jeder seinen Job und trotzdem versteht man sich halt. Und trotzdem muss man ja auch das unterscheiden und trennen können. Insofern hab ich Ihnen dann sogar mal bei Spiel Bayern gegen Schalke gepfiffen wurde im entscheidenden Zweikampf verloren hatte.

[00:09:52]

Das war dann glaub ich mein zweites Bundesligaspiel. Und dann gucken ja Fragen zu mir hilfesuchend zu mir. Doch Schalke noch 1:0, glaub ich im Münchner Olympiastadion gewonnen. Aber war halt kein Foul.

[00:10:05]

Aber die Leute, die mich kennen, wissen das auch. Wer ist wir?

[00:10:09]

Schnaps ist Schnaps, sagt man immer so schön. Und das erwarte ich von. Das hab ich früher immer erwartet. Weißt du, dass sie ihren Job machen? Und wenn ich den Eindruck hatte, das passt nicht so, dann hat man sich schon mal gefragt warum? Also ob der andere mehr mag oder weniger. Gerade in unteren Bereichen. Oder ob es nicht besser konnte. Aber ich habe immer erwartet, dass Schiedsrichter irgendwie eher so im Miteinander agieren. Und fußballerisch sauber das Ganze lösen.

[00:10:31]

Und das war dann auch mein Anspruch. Die Schiedsrichter wurde. Aber mir hat das Spielen selber sehr viel Spaß gemacht und ich bin ja nicht als Schiri geboren, sondern ich habe eben selber gekickt und hab dann irgendwann aufgehört. Hab dann halt einen Trainerschein und Chilischoten gemacht und bin dann so beim Fußball geblieben.

[00:10:43]

Ich glaube auch, dass man das auch heute noch merkt. Geht gar nicht so ums Pfeifen. Wir kommen dann nachher ein bisschen detaillierter drauf, auch auf das um was das Miteinander mit Spielern. Ich glaube, dass das unheimlich hilft, wenn man selbst einmal gespielt hat. Und wenn auf gut Deutsch gesagt auf früher Schiedsrichter einem selbst mal auf den Sack gegangen sind, irgendwie dann, dann glaube ich, dass es das schon hilft, sage ich mal einen Spieler zu verstehen.

[00:11:05]

Extrem hilft sogar. Aber darauf kommen wir nachher nochmal ein bisschen. Du hast es ja gesagt. Deine, deine, deine selbst, deine aktiver Karriere. Wie war es dann? Wie und wann hast du dann endgültig beschlossen, dann Schiedsrichter zu werden? Wie? Wie? Wie? Wie kam dir das dann in den Sinn, sag ich mal vom aktiven Fußball auf Schiedsrichter zu wechseln?

[00:11:24]

Also ich meine, das war ja noch wie gesagt Ende der 80er, Anfang der 90er, da gab's ja vor Bussmann noch nicht das riesen Geld zu verdienen. So ehrlich muss man auch sein. Und selbst wenn du dann wie Robbie Kowatsch und wie das auch für mich möglich gewesen wäre, dann vielleicht in der dritten Liga anfängst, dann ist ja trotzdem nicht klar. Verdienst du damit später mal Geld oder reicht es gar? Diese große Wende kam ja erst Mitte der 90er.

[00:11:43]

Also insofern war auf dem humanistischen Gymnasium mit Latein und Griechisch. Da musste ich dann fürs Abitur auch mal ein bisschen was mehr machen. Und insofern ich wollte studieren. Ich wollte was von der Welt sehen und mein Berufswunsch war gar nicht irgendwie Profifußballer. Also ich hab mal letztes Mal ein Freund getroffen aus der Schule, der sagte Du hast damals schon immer gesagt, du willst mal Journalist werden für Sport und Politik. Also das war immer so meine Leidenschaft. Eigentlich Sport und Politik und auch Reisen.

[00:12:10]

Und das sah ich irgendwie so am besten verbunden, so als Journalist. So, und deshalb war das eigentlich immer eher so mein Wunsch. Aber ich habe immer noch gerne Fußball gespielt, spiele auch heute noch gerne, aber ich bewundere ich euch da. Das ist ja ein langer weiter Weg. Und gerade auch heutzutage durch die ganzen internat. Zeiten vergessen ja immer viele, was man da auch opfert. Und schaffen tut es dann trotzdem nicht so viele. Und nur Fußball war mir dann irgendwie auch zu wenig, muss ich sagen.

[00:12:35]

Ich wollte halt in den Zwanzigern etwas anderes machen, aber ich muss auch. Jetzt die Karrieren, die hier hingelegt hat, hätte ich nicht gemacht. Aber wer weiß, wie viel man erreicht hat. Aber hypothetisch. Also nunmehr halt einfach Spaß gemacht. Mir hat Spaß gemacht. Und dann hab ich halt aufgehört, zumindest jetzt so leistungsbezogen Fußball zu spielen. Hab dann auch Freizeit Mannschaften gespielt und hab dann halt angefangen zu studieren und arbeiten eine B Lizenz gemacht damals unten.

[00:13:00]

Und als Trainerschein und entschied sich da, weil ich gesagt habe versucht es halt mal besser zu machen. Also das was mich früher genervt hat, dann ist eben was ihr gesagt hat die Art manchmal, wenn du da einfach nur gefragt hast, wieso denn jetzt? Dann bleiben sie ruhig, bleiben sie ruhig, sonst bekommen sie gelb. Und dann er ist doch nur eine Frage und schon hatte man eine gelbe Karte unter der Nase. Das fand ich irgendwie vom Umgang katastrophal so und genauso.

[00:13:22]

Auch wenn man was auf die Socken bekommt, dann. Dann ist klar, dass es auch mal weh tut. Dann darf man das auch nicht überbewerten. Und genauso mache ich es auch als Schiedsrichter nicht. Man muss da einfach nochmal weghören können und denen mal kurz sich auf gut Deutsch auskotzen lassen und dann ist auch wieder gut. Und das versuche ich einfach so in diesem ruhigen Miteinander zu machen. Und ja, ich wollt halt beim Fußball dabei bleiben. Das war die Hauptmotivation und deshalb hab ich halt dann den stylischer gemacht.

[00:13:51]

Hätte ich nie gedacht, hätte ich im Leben nicht gedacht, dass ich auf diesem Weg dann auf einmal in die Bundesliga komme und dann sogar den Weg einschlagen. Also insofern. Ende gut, alles gut.

[00:14:00]

Also ich sag mal so, das ist gelungen. Ich schätze den Fußball, im Fußball zu bleiben. Ja, vielen Dank. Definitiv.

[00:14:07]

Wenn ihr was. Es freut mich am meisten. Da sage ich ganz ehrlich, das bedeutet mir auch sehr viel. Immer wenn die Spieler dann ihre Rankings machen. So, das ist schon auch ein Feedback. Es gibt Chichester, die liegen darauf gar keinen Wert. Aber ich mache das ja nicht für mich in erster Linie. Also ich hab ja nicht angefangen, schiesse zu werden und mich selbst zu verwirklichen. Ganz im Gegenteil, sondern ich würde dem Fußball dienen.

[00:14:25]

Und für Fußballer da sein, dass die ja am Wochenende kicken können. Und wenn ich dann für die, für die ich mache, dann zufrieden sind und sich freuen, dass ich komme. Und das geht mir jetzt auch in der Bundesliga oft so, dass die Mannschaften sich wirklich freuen. Wenn ich komme, dann nicht immer so okay. Aber ich kann ja auch mal sehen, dass ich gegen sie entscheiden muss. Ich freue mich aber einfach. Ich freue mich auch, wenn ein Trainer nach dem Spiel kommt und nochmal ein Bierchen mit mir trinken oder mir das Du anbieten, obwohl sie viel älter sind.

[00:14:49]

Und den Respekt, über den freue ich mich einfach. Aber ich behandele sie ja auch alle mit Respekt. Ich freue mich einfach, in der Bundesliga dabei zu sein und ich glaube, das merkt man irgendwie so, dass ich ganz normal mit ihnen umgehe. Und dann bekommt man auch das zurück, so wie man mit denen umgeht. So gehen sie halt auch mit einem umso. Also deshalb kann ich da auch wirklich nur Positives berichten. Es ist eigentlich gar nicht so schlimm wie man.

[00:15:12]

Naja, es kommt meist halt auch irgendwie ein bisschen so zurück, wie man wie man selbst ist. Ich glaube, das ist ja überall so. Was nervt euch dann?

[00:15:19]

Was nachfassen? Was nervt euch denn an Schiedsrichtern?

[00:15:21]

So sagt ihr macht ja das, was du gesagt hast. Also bei mir ist es so, dass wenn du wirklich mal eine Frage stellst oder eigentlich eher hingehst und normal mit dem mit dem Schiedsrichter reden möchtest und der trotzdem dann sofort so aggressiv so ich weiß nicht. Es strahlt dann trotzdem so eine gewisse Unsicherheit aus. Aber das er gar nicht mit dir auf einer normalen Ebene reden will, sodass er direkt denkt du willst aggressiv wie willst ihn kritisieren, will es, willst nur meckern.

[00:15:44]

Dabei will ich nicht nur ganz normal mit ihm reden und das baut er dann auch so eine Stimmung auf, gerade wenn das dann auch am Anfang des Spiels ist, dass es dann überspielen und so weitergeht. Und ich glaube, die Kommunikation ist einfach entscheidend, dann kann auch jeder schließlich seinen Fehler machen. Aber ich glaube einfach, diese Ebene, dieses Gesprächsebene muss halt da sein. Und das haben, haben haben nicht alle so. Und da gibt's immer einige wo, wo du schon bei den Bosse gar nichts ansprechen, da bringt er nichts nach.

[00:16:07]

Auch noch oben am DFB Bereich. Also doch doch, sie haben gerade so gerade merkt man das auch bei Jüngeren so, die weiß das. Also für mich ist das ein Zeichen von Unsicherheit, dass die direkt so aggressiv gegenüber sind und gar nicht erst zulassen, dass du überhaupt mit denen reden kannst und das das das nervt mich dann nochmal abschließbaren VL falsch bewerten oder keine Ahnung, dass es passiert. Ja, das ist genauso, als wenn wir einen Fehlpass spielen oder einen Ball verlieren.

[00:16:31]

Kommt ja nicht vor. Ja, das sehe ich ähnlich. Sehe ich ähnlich. Also es gibt halt wirklich. Ich glaube, dass es überall in Deutschland, auch in Spanien. Grundsätzlich muss man ja wirklich sagen, dass es auch kein einfacher Job ist, sondern dass man da auch unter Spannung ist. Auch einem Druck sage ich mal, dass das. Das ist auch normal. Aber ich würde mich jetzt auch mich selbst auf dem Platz auch nicht als den es gibt bestimmt den einen oder anderen Spieler, wo auch du, sag ich mal vorher weiß, dass der, der da ist, ein bisschen unangenehmer als die anderen.

[00:17:02]

Das ist ja, das hast du überall hast ja fast in jeder Mannschaft. Aber ich würde für mich zumindestens auch mal sagen, dass ich immer versuche, mit Schiedsrichtern vernünftig zu reden. Ich hab da eigentlich. Und trotzdem ist es dann hier und da wirklich so, dass du das da einfach mal, dass da einfach mal komische Antworten kriegst oder manchmal auch gar keine so und und und. Das ist dann irgendetwas, wo du, wo du dann auch denkst okay, also ich hab dich jetzt weder angeschrien noch noch sonstwas gesagt, sondern man fragt einfach auch mal nach.

[00:17:33]

Also man darf das jetzt auch nicht zu verallgemeinern. Es gibt auch viele, mit denen kann man, kann man gut kommunizieren. Also das hast du auch. Aber du hast halt einfach viele und da bin ich schon ein bisschen bei Felix, dass du, dass du da das Gefühl hast irgendwie, dass da auch irgendwie das aus Unsicherheit kommt. Das aber, aber weiß ich nicht, ist bei vielen der falsche Weg in meinen Augen, weil das macht das ganze Spiel unruhig.

[00:17:56]

Das macht das. Das weiß ich nicht. Bei jeder Aktion hast du dann auch irgendwie Diskussionen. Und wenn du als Schiedsrichter dann so eine komische Art hast, dann machst du es dir in meinen Augen zumindest selbst schwer, weil das ganze Spiel dann einfach deutlich unruhiger wird. Mit mehr Fouls, mit mehr Diskussionen und und weil die Spieler lassen sich das auf Dauer. Ich meine, das kannst du wahrscheinlich auch bestätigen auch nicht gefallen, dass wenn man da sag ich mal, wie so ein Gockel rumläuft und denkt, man sieht alles besser und muss mit keinem sprechen, so auf Dauer.

[00:18:27]

Und wenn dann noch 10 gelbe Karten, dann verteilt das lassen sich dann die Mannschaften auch nicht gefallen in dem Sinne na und? Und von daher ist einfach diese andere Art einfach deutlich angenehmer. Und ich meine, eine Geschichte gibt's ja, die hab ich die, die hab ich dann glaub ich sogar als das wahr mitbekommen, auch von von dir. Was ja auch sehr ungewöhnlich ist, dass du gleich mit dem mit dem David Abraham. Ich glaube, ich habe noch nie einen Trick Trikot Tausch gesehen gehabt zwischen dem Schiedsrichter und dem Spieler.

[00:18:58]

Und das war glaube ich sein letztes Spiel für Frankfurt. Ich sag dir mal, wie es dazu gekommen ist.

[00:19:02]

Ja, das ist ja auch so ein Zeichen von Respekt. Ich wollte nicht nur bestätigen, aber vorhin. Ich glaube, die Jüngeren sind manchmal ein bisschen unsicher und das ist dann so eine Art Schutz. Das will ich noch ein bisschen entschuldigend sagen. Das lernen sie vielleicht dann auch mit Erfahrung. Das hängt natürlich auch davon ab, muss man dazu sagen, wie bei uns intern Schießstand mäßig geführt wird. Da haben wir jetzt mit Lutz Fröhlich und Florian Meyer auch Schiedsrichter Peter Sippel, die selber eher ruhigerer waren, also die dann auch eher das Miteinander pflegen.

[00:19:28]

Ich glaube, wenn die dann auch die Möglichkeiten den Jungen eröffnen und sagen wir Wege, doch kommuniziert anders mit ihnen, dann stelle ich schon fest, dass wenn ich gerade die jungen Bundesliga Schiedsrichter sehe, da sehe ich schon einen anderen Stil jetzt. Also da sehe ich immer mehr die ruhigen, sachlichen Miteinander, die auch Fußball technisch laufen lassen. Also ich finde da eigentlich so grundsätzlich der richtige Weg eingeschlagen. Aber natürlich gibt's auch unterschiedliche Typen und Persönlichkeiten. Bei Schiedsrichtern, wie es die bei Spielern aufgeht.

[00:19:51]

Also das ist nun mal zur Einordnung. Und manche sind halt auch im Wettbewerb da. Die wollen noch Karriere machen, wollen nichts falsch machen. Ich glaube, das führt manchmal dazu. Aber ich bin auch bei euch. Das ist eigentlich nicht der richtige Weg. Meines Erachtens aber muss jeder vielleicht doch für sich selber herausfinden. Und die Menschen sind auch unterschiedlich. Und Abraham ist halt so ein Zeichen von Respekt.

[00:20:08]

Da habe ich mich halt sehr gefreut. Ich bin mit dem immer super ausgekommen. Also der war. Vorher nach einem Spiel, wie viele Südamerikaner wie Arturo Vidal und so ganz Herzens lieb, so und im Spiel sind kleine Krieger, aber alles immer mit offenem Visier. Und ich mag sowas. Ich mag so Persönlichkeiten, so Typen mit Ecken und Kanten, die man führen muss. Um schließlich drei ist auch viel Psychologie einfach. Das ist nicht nur Freistoß für Rot oder Blau, sondern du musst viel präventiv arbeiten.

[00:20:36]

Du musst viel mit den Spielern reden. Das ist schon kein Zufall, warum bei manchen Schiedsrichtern ja manchmal mehr Ärger ist und bei anderen irgendwie fast nie. Dafür muss man auch schon etwas tun. Das ist jetzt kein Zufall und ich bin mit ihnen immer super ausgekommen. Habe ihn manchmal auch vor sich selbst ein bisschen schützen müssen, weil er so emotional. Aber es ist ein feiner Kerl. Da muss es halt noch einmal mehr hingehen, wenn man merkt, der wird schon ein bisschen unruhig und dann machen wir schon.

[00:21:00]

Ich pass schon auf, okay. Und wenn er mal nach hinten Hebungen austauscht, austeilt, bin ich auch da. Dann kriegst du den Freistoß. Und wenn er dann merkt, okay, man ist bei ihm so, dann macht er auch weniger, sodass er natürlich trotzdem versucht, natürlich die Zweikämpfe zu gewinnen mit allen Mitteln, ist auch klar. Aber wir haben uns immer super verstanden und der war herzensgut. Und ja, ich wollte schnell nach dem Spiel weg, weil ich eigentlich jetzt einen Flieger bekommen wollte.

[00:21:23]

Und dann kam das irgendwie so, dann war die Frage Ja, wollen wir mal Josi tauschen? Und ich sagte Ja, aber ich muss gleich weg. Und wenn, dann jetzt hier und da guckt er ungläubig Hier ist doch kein Problem. Wenn wir tauschen wollen, dann machen wir es hier. Warum nicht?

[00:21:38]

Und es war ja für ihn was Besonderes, mal Chewie Trikot zu haben und für mich genauso. Also. Aber es gab auch letztes Jahr bei beim Abschied von von Bayern gab's Spieler auch. In Dortmund gibt's auch mal Spieler, die dann ankommen und zum Beispiel Raffa kam auch mal an Manu. Ich hab alles nur kein Schiri Trikot. Als er von Bayern ging und wollte unbedingt nochmal ein Trikot haben. Genauso gab es in Dortmund auch Spieler, die dann ein Trikot geschenkt haben und selber auch mal ein Trikot haben wollten.

[00:22:07]

Also diesen Tausch gibts schon dann doch mal öfter. Es war halt nur jetzt vielleicht auf dem Spielfeld ein bisschen aussergewöhnlicher, aber es ist ja auch ein Zeichen von seinen Respekt und ich freue mich darüber. Ist ja auch schön, wenn man dann weiß Okay, der beendet seine Karriere oder der wechselt irgendwo hin oder geht zurück in die Heimat und verabschiedet sich nochmal. Und das waren ja auch mal wieder schöne Schlagzeilen. Dann ist eben mal etwas anderes Thema als nur der Videobeweis oder sonstiges.

[00:22:32]

Ja, es ist richtig, dass nicht. Da zeigt sich ja auch, dass er das ja mit den Spielern auch immer duzt. Nur es gab jetzt einen Spruch von denen hab ich gesehen. Der war ja auch für den Fußball Spruch des Jahres 2020 nominiert. Da war ich auch schon mal nominiert, aber hab nicht gewonnen. Mit welchem Spruch hast du dann nominiert? Da heißt das nochmal. Ja. Das war also gegen Schweden 2:1 gemacht. Das habe ich damals getwittert.

[00:22:55]

Aber das ist jetzt auch nicht so wichtig.

[00:22:58]

Jedenfalls hast du da gesagt Der 1. Der einzige, den ich gesetzt habe, war Olli Kahn.

[00:23:03]

Ich war Mitte 20 und hatte Angst, dass er ja muss. Aber man muss ja noch ein bisschen, ein bisschen erklären, wie das war.

[00:23:09]

Ja, das war jetzt auch ein bisschen überspitzt, natürlich. Also das war bei 11 Freunden eine Veranstaltung, wo, wie ich das noch nie erlebt habe, wo es wirklich anderthalb Stunden über Schiedsrichter 3 gegenüber Regeln, über Historie, über Auslegung. Und das ist natürlich manchmal ganz interessant und spannend, aber vielleicht auch manchmal natürlich eher trockene Materie. Und dann die Leute wollen ja trotzdem auch mal ein bisschen unterhalten werden. Und der Christoph Biermann wusste schon, dass ich wirklich damals zu der Phase ich war ganz neu in der Bundesliga, ich war weiß nicht eine 20, 30, dann tut sich die, die in meinem Alter sind, in der Regel, das ist auf dem Sportplatz so unter Fußballern.

[00:23:46]

Aber wenn jemand dann deutlich älter ist, so? Also ich würde jetzt auch nicht hier auf die Idee kommen, Christian Streich zu duzen. Der hat es mir letztens selber angeboten. Dann ist was anderes, wenn der Ältere kommt. Für mich auch besonders. So freue ich mich auch darüber auf eine Frage von Respekt. Aber Olli Kahn war halt schon eine Persönlichkeit und ich glaube, das war auch eine Persönlichkeit für die Mitspieler in der eigenen Mannschaft, aber auch als Schiri.

[00:24:10]

Trotzdem hab ich den genauso behandelt wie jeden anderen auch. Aber er war natürlich auf dem Platz auch ein sehr unnahbarer Charakter. Und da ist man dann auch auf dieser eher distanzierten Ebene geblieben und dann eben per se. Und deshalb hab ich den also als einzigen gesiezt. Und das war in dieser Veranstaltung, dass er darauf zu sprechen kam und fragte Wer ist denn der Einzige, der hier sitzt? Habe dann gesagt Nee, Olli Kahn und dann lachten schon alle, weil alle wussten und dann hab ich halt nur ein bisschen überspitzt, dann noch übertrieben, ein bisschen auflockern, die Stimmung ein bisschen auflockern, habe ich gesagt.

[00:24:38]

Ja. Ich war Mitte 20 und hatte Angst. Und eigentlich dachte ich damals, dass eigentlich kein Journalist da war. Und ich dachte, das bleibt so. Off the record in so einem Raum, in so einer Veranstaltung, ich weiß nicht. 100 hundertfünfzig Leute. Aber heutzutage ist dann doch immer irgendwo einer, der nochmal mitschreibt oder weiterträgt.

[00:24:55]

Werbung.

[00:24:56]

Ja, liebe Leute, wieder ein bisschen Werbung für euch. Wir sind ja hier auch immer mit einigen Empfehlungen am Start und auch diese Empfehlungen gehen wieder zumindest zum Teil in die Toni Kroos Stiftung. Zumindest was wir bekommen von diesen. Diesmal sind wir ja wieder bei einem alten Bekannten Disney Plus hatten wir schon das eine oder andere Mal. Jetzt gibt's aber was ganz Neues, und zwar die Sechste Welt. Ihr kennt alle die Marken Marvel, Pixar, Star Wars, National Geographic, wie ich das ja immer so schön sagt.

[00:25:30]

Und Disney. Und jetzt gibt's eben noch Star als Sechste Welt.

[00:25:34]

Und ja, was verspricht das? Mehr Serien, mehr Filme, mehr Originals. Felix Hast du da ein Beispiel? Originaler, also original lastet da ein, zwei Beispiele, was man da so gucken kann, um unsere Zuhörer ein bisschen abzuholen. Gucken kann? Kann man da alles? Aber es gibt natürlich die Star Originals, wie du es eben gesagt hast, wie Big Sky. Oder hältst du? Aber es gibt halt auch die Filme, die man kennt.

[00:25:57]

Stirb langsam. Eins bis fünf. Wer kennt das nicht? Braveheart Independence Day Pretty Woman für dich? Pretty Woman? Oh ja. Oh ja, die Woman. Bin ich da auch direkt dabei?

[00:26:06]

Ja, Pretty Woman oder auch ne Menge Serien übrigens. Felix Für dich Desperate Housewives. Natürlich weiß ich sehr plastisch, sehr beliebt bei dir. Aber da muss ich wirklich sagen, auch Prison Break beispielsweise. Ehrlich gesagt, die die Serie, die ich fast die einzige Serie, die ich wirklich von Anfang bis Ende geschaut habe, hat mich in meinen Bann gezogen. Und ich bin mir sicher, ihr findet auch eure Serie. Ja. Gibt einfach eine Menge Scrubs, die Anfänger von was auch immer.

[00:26:39]

Ihr werdet da wohl mit jemanden hover. Das ist für dich Barney. Barney habe ich gelernt. Richtig. Wann ist ja dein Hund danach benannt? Sag ich jetzt einfach mal und ihr werdet eure Serien finden. Also großes Angebot. Und um noch die Info dazu zu haben Ab dem 23.12. geht's los und das nur für 8 neunundneunzig im Monat oder 89 Euro 90 pro Jahr. Und es ist jederzeit kündbar, fällig. Und das Schnapper. Das würde ich auch sagen.

[00:27:07]

Was will man mehr? Alle Infos in den Shownotes.

[00:27:10]

Werbung. Ende. Schreib doch mal, sag ich mal von der Entscheidung, die du getroffen hast. Ich möchte Schiedsrichter werden. Zum Bundesliga Schiedsrichter. So, jetzt auch ganz interessant. Vielleicht für junge Schiedsrichter. Welchen Weg muss man da gehen? Was muss man da durchschreiten? Was muss man abliefern, um dann wirklich dahin zu kommen? Bundesliga Schiedsrichter zu werden, das ist glaube ich mal ganz interessant zu hören.

[00:27:36]

Ja, das fängt halt klein an. So wie man sich vorstellen kann. Dann geht man halt zu einem Schiedsrichter. Ich habe durch Zufall mal Werbung von dem früheren Radiosender SFB 2 früher die ARD Hörfunk Konferenz gehört und die machten dann Werbung für Schiedsrichter. Da war ich bei einem Freund. Wir haben es am Computer gespielt und dachte ich so kann ich auch mal machen. Jetzt ein Trainerschein macht es halt auch mal ein Schiri Schein und dachte eigentlich als Fußballer. Und deshalb hab ich auch immer Verständnis für Spieler.

[00:28:02]

Ich dachte eigentlich, als Fußballer müsste man eigentlich so halbwegs überwiegend Bescheid. Und musste eigentlich feststellen, dass ich gar keine Ahnung von Regeln hatte. Man denkt immer so okay, das ist faul und nicht faul. Aber was soll die ganze Theorie angeht, hat man wirklich ehrlich gesagt wenig Ahnung. Also das da war ich dann halt 10 Einheiten, irgendwie 2 Stunden und dann muss man halt eine Prüfung machen. Damals war es nur Theorie. Heute muss man glaub ich in manchen Landesverbänden sogar schon eine praktische Prüfung machen, wobei die Anforderungen sehr überschaubar sind.

[00:28:29]

Ja und dann gibt es in Berlin so verschiedene Kreise. Bei uns heißen die Gemeinschaften und wo ich dann in Steglitz war, bei einem Bundesliga Schiedsrichter und auch Assistenten und dann bekommt man so einen Paten an die Seite, der einen sozusagen beim ersten und zweiten und dritten Spiel begleitet. Und da bin ich dann angesetzt worden. Es gibt dann einen Ansetzung sozusagen, der bekommt und da wird man einem Kreis zugeteilt. Und da wurde ich halt angesetzt. Bei so einem D-Jugend, Turnier oder Turnier sogar, weiß ich gar nicht so bei uns, wo ich auch vorher Fußball gespielt habe.

[00:28:57]

Und dann stehst du damit 97 zwischen den ganzen Neun und Zehnjährigen da denkst fängst du nicht so bei Null an, sondern als Schiedsrichter. Und ich muss auch echt, obwohl ich diese ganze Theorie hatte. Ich kann dann immer noch nicht den Unterschied selbst, obwohl ich die Prüfung gemacht hatte zwischen direkten und indirekten Freistoß in der letzten Feinheit, weil man galoppiert da so durch alle Prüfungen, aber man hat dann einmal im Monat eine Schulung und diese ganze Regel Sicherheit kommt dann irgendwann im Laufe der ersten ein, zwei Jahre und da pfeift man halt erst die erste Zeit für sich allein und dann irgendwann auch so man fährt zum Spiel, man packt seine Tasche.

[00:29:31]

Also als damals noch ohne Auto unterwegs auch schön. Sonntagmorgens 9 Uhr hieß es manchmal um 5 Uhr aufstehen und irgendwo um 5.30 6 Uhr einen Bus oder eine U-Bahn nehmen. Also man fängt da wirklich an der Pike an und alleine und bei Wind und Wetter bei minus 10 Grad oder im Sommer bei 40 Grad. Ja und dann? Irgendwann wurde man halt mal beobachtet und haben gesagt Okay, du machst es ganz anständig. Und dann kam ich in Berlin und so ein Förder Kader für Jugend.

[00:29:57]

Das war deutschlandweit so der erste in Berlin damals. So ein Leistungskatalog. Eine Förderung für Schiedsrichter ist mittlerweile ziemlich anerkannt. Auch in Deutschland machen jetzt eigentlich alle Landesverbände mittlerweile so. Und dann wurde man da besonders gefördert, geschult. Und es dann irgendwann von dem Ausschuss hier in Berlin. Irgendwie bin ich in die Kreisliga B aufgestiegen. Das war schon außergewöhnlich, dass man mal die Kreisliga C überspringen durfte. Sonst musst du halt Jahr für Jahr nicht beweisen und genauso auf und absteigen wie Mannschaften auch.

[00:30:26]

Also du bekommst Noten, Agenten. Das ist halt sehr subjektiv. Und das Kuriose ist eben das Vermögen genauso wichtig ist wie der Elfmeter 91. Minute oder das Anweisungen auch so wichtig war. Damals gab es so 5 mal 10 Punkte und dann konntest du das wichtigste Spiel super pfeifen und alles richtig machen. Aber wenn der Zuschauer nicht hinter der Barriere, sondern vor der Barriere stand, dann hast du einen Punktabzug bekommen. Also das ist so ein Schiedsrichterwesen. Ist schon echt kurios.

[00:30:50]

Und das war dann auch, als ich angefangen schon relativ für mich irgendwie auch schon früh klar, dass das ja eigentlich nicht sein. Das war dann auch schon während meiner ganzen aktiven Zeit eine Triebfeder zu sagen Okay, da musst du Schiedsstelle Bereich etwas ändern, weil da ist ja mal klar, da kommt zwangsläufig nicht die besten unbedingt oben an. Also ich sag immer so die, die oben angekommen sind, auch alle zu Recht ankommen, aber es bleiben auch viele andere zu Unrecht auf der Strecke.

[00:31:12]

So und so falsch. Dann halt Kreisliga B, dann hast du da deine Beobachtungen. Dann steigen meinetwegen 6 aus der Kreisliga B auf und dann musst du halt einer der ersten 6 sein von irgendwie 40 oder so und dann durfte ich halt auch die Kreisliga A überspringen. War Bezirksliga, Landesliga, Verbandsliga Verbandsliga war für eine Karriere fast schon zu Ende, weil ich mal als Spieler bei einem Turnier eine rote Karte bekommen habe. Das war so für ein junges schizoid Skandal.

[00:31:34]

So nach dem Motto Da war ich war auch da nicht einverstanden mit dem Schutz der Kollegen. Wer das Spiel geleitet hatte und wenn ich spiele, spiele ich halt auch. Und dann lagen wir 1:0 hinten in der Halle und als wir dann auf zum 2.0 marschiert haben, gesagt 2:0 verliere ich nicht.

[00:31:51]

Ich hatte eine klassische Notbremse hingelegt, also mal 1:0.

[00:31:57]

Konnten irgendwie noch hoffen, dass wir irgendwie den Ausgleich machen. Dann bekam ich eine rote Karte und das war der Skandal, dass Nachwuchs Schiedsrichter eine rote Karte bekommt und bin deshalb allein in diesem Jahr nicht aufgestiegen. Also das war schon recht.

[00:32:08]

Das hatte schon gravierende Folgen. Soll ja zumindest was.

[00:32:12]

Das Dorfverein. Na ja, wir haben trotzdem einzelne verloren. Das hat mich Lachenmann gekostet und nichts gebracht. Nein, das war es. Immer wenn ich Spiele spiele, ist es auch heute noch so. Selbst mit Freunden und so. Wenn man ins 9 9 steht und bei 10 gewinnt man so, dann geht's halt hinterher. Also da ist jetzt vorhanden. Nee, aber Spaß. Also so hat man sich halt durchgesetzt. Irgendwie bin mich dann doch in die Oberliga oder Regionalliga aufgestiegen.

[00:32:37]

Dann machst du halt deine Form und dann denkst du Ah ja, einmal DFB Trikot tragen wäre eine Ehre und dann kommt es halt dazu. Und denkst du ok, jetzt stell dir vor, du kommst in die Bundesliga. Das, was du sonst so in der ARD-Sportschau mal gesehen hast, so wie es euch ja wahrscheinlich auch geht, dass man denkt okay, man fängt an und dann irgendwann fängt man dann doch an von mehr zu träumen. Und bei mir war das eigentlich immer so, dass gesagt habe da wo ich schwächelte spielen können und die dritte Liga, das wäre so gewesen, wo ich meine Mutter entschiede.

[00:33:01]

Und dann kam auf einmal dann doch die Bundesliga und dann wurde ich sogar noch FIFA Schiedsrichter. Und da hat uns Volker Roth unser alter Chef, der war wirklich starke Persönlichkeit. Für mich gab es eine Führungspersönlichkeit, der hat das wirklich gut gemacht. Aber der hat uns trotzdem eingenordet. Damals schon nicht. Da waren wir beim 1. FIFA Lehrgang oder UEFA Lehrgang in Rom und dachten jetzt fangen die großen Spieler und dann so und da sagte er als erstes gleich mal zur Einordnung.

[00:33:27]

Ich denke, jetzt kommen die großen Spieler, aber jetzt kommt erst mal fünf Mädchen. Das war nicht despektierlich gemeint. Das hätte auch für jung sein können. Er wollte nur sagen Jetzt kommen erst mal die ganzen Turniere. Und das kann ich sogar bis zu 19 Europameister Qualifikation auf einem schwedischen Dorfplatz wieder gefahren und warst wieder da, wo du mal irgendwo auch in der Umgebung warst.

[00:33:47]

Aber das war schon spannend und es hat viel Spaß gemacht, muss ich ehrlich sagen. Schon so ein bisschen mal resümierend diese ganze Zeit so erlebt zu haben. Und die Zeit verfliegt ja doch immer schneller als man denkt. Aber das waren tolle Erlebnisse. Aber das ist mal so der ganz normale Werdegang von ganz klein auf bis ganz nach oben.

[00:34:02]

Nein, das ist ja auch interessant. Es ist interessant zu hören für mich, weil weil du ja mit Sicherheit auch diese Zeit nicht nicht missen willst. Weißt du. Weil es ist. Ja, es ist ja auch gut, sag ich mal, dass man klein anfangen muss. Das versucht man ja auch allen, irgendwie allen nachkommenden Generationen. Ist ein bisschen zu erklären. Das ist erst einmal Arbeit dahinter ist und und und. Wolff Fuß hat mir ja auch schon mal als Gast und das auch.

[00:34:27]

Er hat das auch gesagt. Er hat am Anfang auch der saß da nachts um drei, hat irgendwas in Südamerika kommentiert und die einzigen, die zugehört haben, waren die, die hinten in der WG saßen. Aber er hat gesagt, er hat. Er hat so halt 250 300 Spiele schon kommentiert, bevor er dann irgendwann mal in die Richtung gegangen ist, wo er jetzt ist und hat aber dann einfach eine riesen Erfahrung. Er hat auch so einen Weg durchgemacht und hat sich dann auch durchgeboxt.

[00:34:52]

Und heute ist es ja in vielen Bereichen so, dass das Junge direkt erwarten, irgendwo ganz oben anzufangen. Und so ist es eben zumindest in meinen Augen nicht. Und wie gesagt, heute hast du dann halt eben das Glück. Heute brauchst du denn in der Bundesliga nicht mehr gucken, ob jemand vor oder hinter der Barriere sitzt. Das machen dann andere für dich mittlerweile. Ja, absolut. Also es war ein langer Weg sozusagen und ich bin auch bei dir.

[00:35:18]

Das ist im Schicksal. Wir sind jetzt auch so manche kumulativ schnell hoch und dann sind sie unzufrieden, wenn es nicht weitergeht und hören dann immer schnell auf, weil da gar nicht mehr so die allgemeine Leidenschaft da ist. Aber trotzdem muss ich auch sagen, ich bewundere auch die ganzen vielen ehrenamtlichen Schiedsrichter in Deutschland, die das seit vielen Jahren und Jahrzehnten wirklich aus Freude am Fußball oder für die Jungs halt auf dem Platz machen. Also jahrzehntelang Kreisliga oder Bezirksliga oder Landes pfeifen ist auch schon eine Passion dafür, was denen dann manchmal widerfährt.

[00:35:47]

Das steht eigentlich in keinem Verhältnis. Nein, er schon sagen.

[00:35:51]

Ich freue mich dann immer, wenn es jetzt sozusagen von oben ist, ja doch immer ein Vorbild, wenn man dann merkt Okay, bei allem, worum es in der Bundeswehr geht. Ich persönlich denke, dass das Miteinander irgendwie besser geworden ist. Also ich finde, die schwierigen Charakterköpfe gibt es immer weniger. Du kannst so wie mit jedem reden und wenn, dann gibt's vielleicht mal inhaltlich unterschiedliche Auffassungen. Aber ich kann mich jetzt lange nicht mehr erinnern, dass ich da wirklich ein Problem mit jemandem hatte.

[00:36:13]

Und so geht es eigentlich auch vielen. Aber es ist halt kennt ihr ja auch. Uhr geht der Vorhang auf, 720 geht dazu und vorher und hinterher ist halt noch vieles anders. Also da gibt's schon viele Geschichten zu erzählen. Das stimmt.

[00:36:26]

Also ist halt da. Stimmt, das stimmt.

[00:36:28]

Aber besonders wird ja dann trotzdem gewesen sein, als du dein erstes Bundesligaspiel geführt hast. Ich hab mal ganz investigativ. Das ist ja auch immer so ein bisschen mein Job. Hier im Podcast hab ich mal recherchiert. 2004 war das Hannover 96 gegen den SC Freiburg. Was hast du da für Erinnerungen dran? War es schon. War es da auch so eine Nervosität vor dem vor dem Angriff und auch während des Spiels oder was hast du da so Verfeinerungen?

[00:36:49]

Nee, komischerweise gar nicht so aufgeregt. Ich. Vor dem Pokalfinale war ich besonders angespannt, weil es so ein Spiel ist, wo ganz Deutschland aufschaute. Dann vor dem ersten internationalen Spiel, weil es so ganz anders war. In diese Bundesliga kommst du ja dann schon vorher so ein bisschen rein, weil sie da war ich ja drei Jahre Assistent Okay, dann hast du die Mitte. Aber der Schritt ist jetzt erst auf den ersten Blick nicht so groß. Bist du mal merkst, wenn ein Spiel nicht läuft, dann merkst du erst, wie groß der Unterschied ist zwischen draußen Seitenlinie und in der Mitte die Gesamtverantwortung haben.

[00:37:19]

Also man denkt immer so geht es vielen, schießt also mit den gesponnene. Aber Jüngerin, so schwer ist der Bundeswehr gar nicht. So nach dem Motto weil die spielen ja mehr als manchmal zweite Liga, wo es viel mehr manchmal auf Zweikampf Wertung ankommt und auf Genauigkeit und wo auch mehr gearbeitet wird. In der Bundesliga wird mehr gespielt. Das macht es erst für einen Schiedsrichter sogar ein bisschen einfacher. Aber wenn ein Spiel nicht läuft oder in umstrittene Entscheidungen sind, dann nimmt so ein Spielen der Bundeswehr ganz andere Dynamik an und eben auch medial eine ganz andere Vehemenz ein.

[00:37:50]

Und dann merkt man erst Oh, okay, das ist Bundesliga. Und dann bekommt man ja Respekt und sagt Okay, die Fehler sollten möglichst weit auseinander liegen, die man macht. Das ist. Das muss ja immer das Ziel schießen. Du machst irgendwann mal einen Fehler. Es bleibt gar nicht aus wie ein Spieler. Aber du musst versuchen, diese diese Fehler möglichst weit auseinander zu ziehen. Aber vor dem Spiel war ich einfach positiv gefreut. Bestimmt. Ich habe mich gefreut auf das Spiel.

[00:38:12]

Und als Belohnung hab ich dann gleich im zweiten Spiel Bayern Schalke bekommen. Und das war dann schon auch besonders. Und nein, ich habe mich echt gefreut. Zwei Jahre Freude muss ich ehrlich sagen. Irgendwie schon. So geht es mir heute. Ich freue mich eher auf die Spiele, als dass ich eine Leistung sehe.

[00:38:27]

Naja, ich ja bei uns auch gleich mit dem ersten Bundesligaspiel. Also das sind trotzdem Sachen, die man ja nie vergisst am Ende. Aber du sagst, Spiel kann auch mal schlecht laufen. Was ist denn für dich so ausschlaggebend, dass du sagst, es war ein gutes Spiel? Weil es gibt ja immer diesen Spruch Ein Schiedsrichter muss unauffällig sein, damit das Spiel gut gelaufen ist. Wie? Wie bewertest du für dich? Ein gutes Spiel?

[00:38:46]

So sehe ich es auch. Also wenn ich kein Thema bin, dann war es immer gut. Und wenn ich Thema bin, dann mag es vielleicht auch richtig gewesen sein. Aber ist immer stressig und immer nervig und es bleibt halt irgendwann nicht aus. Wenn du 1000 Luthe was entscheiden muss, was die einen oder die andere nicht mögen und da gibt's da eine Konsequenz, dann ist das halt so. Leider, so muss man sagen, hab ich auch immer Verständnis für die Spieler und für die Fans.

[00:39:06]

Wenn sie dann sauer sind. Aber da musst du dann halt. Aber natürlich am liebsten auch so ein Spiel. Sag mir ganz ehrlich, wo ich zehnmal pfeife. Keine gelbe Karte geben wir nach Hause fahren und sich jeder fragt. Wir waren heute da. Das ist das Beste, was sein kann. Und wenn jetzt mehr los ist, so schwieriger. So wie Dortmund, Bayern oder Derbys oder Abstieg Spiele. Oder am Ende der Saison, wenn es um alles geht.

[00:39:26]

Wenn dann schwierige Spiele. Aber trotzdem so zu Ende gehen, dass du merkst, beide sind zufrieden. Egal ob Gewinner oder Verlierer. Also dass Gewinner zufrieden sind, ist auch immer ein normaler so, aber mir sagt das auch immer. Mich bestätigt das immer eher so, wenn der Verlierer ankommt und sagt Ja gut gepfiffen. So was sage ich auch so. Okay, das ist authentisch. Dann freue ich mich drüber. Und ganz ehrlich Wenn die Spieler zufrieden sind, dann bin ich auch zufrieden.

[00:39:48]

Und selbst wenn der Beobachter noch eine Kleinigkeit hat. Also du, du, du lernst bis zum letzten Spiel. Also es gibt kein fehlerlose Spiegel, das gibt's einfach nicht. Und du lernst, du kannst in jedem Spiel irgendwas besser oder anders machen und nimmst immer noch etwas mit. Das wird mir bis zum letzten Spiel meines Lebens so gehen, glaub ich. Das ist ja bei euch nicht anders. Also ihr habt eure Routine und Erfahrung, oder? Oder wie ist das bei euch?

[00:40:08]

Oder im Zweikampf. So oder so machen. Den passt jetzt so oder so! Oder? Oder sagt ihr jetzt irgendwann so Nee. Eigentlich weiß ich alles, kann alles bauen. Ich wurde nervös. Ich würde nie das perfekte Spiel hast. Ja, nee, das ist ja das Ganze schon ein Parallelisieren. Und es ist ja so toll. Also das ist, was du sagst, auch wenn du sagst, du kannst nach dem Spiel nachts nicht schlafen vor Adrenalin.

[00:40:26]

Also du gehst das ganze Spielermaterial demnächst einmal halte ich das nochmal anders machen können. Das hätte ich anders machen können. Also das ist immer so. Du bist wirst nie 100 prozentig zufrieden sein, aber das, was er aus so einem Sieg als Sieger. Wenn du dann ja lässt sich das leichter ertragen, als wenn du dann verloren hast.

[00:40:41]

Absolut. Ja, definitiv. Also ich glaube schon. Manuel, du machst das. Du machst da keine Fehler. Du kannst das nicht.

[00:40:49]

Na ja, es ist natürlich. Trotzdem sag ich immer mal mehr und mal weniger zufrieden. Und ich glaube man. Man behauptet ja schon von sich, man weiß alles. Das heißt aber noch lange nicht, dass man immer alles so umgesetzt bekommt. Und es ist eigentlich auch so muss ich sagen Du. Du versuchst ja irgendwie bis in jedem Spiel, sag ich mal, arbeitest du ja darauf hin, zumindest das perfekte Spiel zu machen. Nur machen wirst du es wahrscheinlich nie.

[00:41:14]

Aber ich sage mal, dass das heißt ja nicht, dieses Ziel trotzdem zu haben für jedes Spiel. Ich glaube auch das ist der Weg, um besser zu werden. Und was vor allem auch noch ganz entscheidend ist, dass wenn du diese Fehler machst, die normal sind, wie du darauf reagierst, wenn du beim Schiri ja auch nichts anderes sein wie wie bei uns, dass du eben trotzdem dich von diesen Sachen nicht verunsichern lässt. Es gibt ja dann schon auch Spiele, Schiedsrichter und auch während einem Spiel nicht nur nicht nur in Spielen dann danach, weil sie in dem Spiel einen Fehler gemacht haben, sondern während eines Spiels dann ja auch so eine gewisse Kontrolle verlieren.

[00:41:48]

Das ist ja bei Spielern auch manchmal eine Masse. In der ersten Minute verschuldet du ein Gegentor so und die wirklich Guten sind dann trotzdem in der Lage die restlichen 89 Minuten auf ihrem Niveau zu spielen. Und beim Schiri ist ja nichts anderes. Du machst den Fehler, aber kriegst es trotzdem hin. Ab dann zumindestens ab ab dem Zeitpunkt zu versuchen ein gutes Spiel zu machen und und und. Aber viele gibt's dann eben auch, die dann eben mit dem Wissen vielleicht im Hinterkopf.

[00:42:14]

Aber ich hab da einen Fehler gemacht. Dann vielleicht doch nicht bewusst, aber unterbewusst dann auch eher den einen anderen Freistoß pfeifen für die vielleicht möglicherweise Benachteiligte der Mannschaft, den sie aber unter neutralen Umständen vielleicht nicht gegeben hätten. Also ich glaube, das ist schon oft der Fall ist oder zumindest das Gefühl, man hat, dass das dann so ein Spiel auch mal nach einem Fehler so ein bisschen aus den aus dem Bahn oder aus der Kontrolle gerät. Und deswegen, das finde ich noch viel wichtiger wie reagiere ich auf Fehler als Schiri wie auch als Spieler am Ende?

[00:42:44]

Ja, das wollte ich auch sagen, das durfte auch nicht sein. Also sage ich ganz ehrlich, das dürfte ich nicht sein, sag ich dir ganz ehrlich. Weil ein Fehler und einen Fehler macht nicht null, sondern macht zwei halt. Und ich glaube, da verlierst du auch das bestätigt. Bestätigt ja gerade einmal. Da verlierst halt richtig bei Spielern, weil die merken das ja. Also ich hatte ja auch in Gladbach gegen Dortmund eine 1 Minute so ein stossend den Rücken uebersehen.

[00:43:04]

Dadurch hat Dortmund Tore geschossen, weil ich dachte der hat den Oberkörper Körper mäßig bearbeitet und um den Ball blockiert und das Stoßen von hinten auch sollten. Das Video konnte ich sehen. Hat kurz nach der Videoschnitt eingegriffen, fand ich genau dafür den Videoschnitt richtig. So ein Backup, wenn man was klares ist, da auch zu kommen. Aber dann gehen Spieler natürlich auch sofort nach, weil sie dann natürlich auch mal probieren. So ehrlich muss man auch sein. Dann merken sie Ah okay, jetzt war war es.

[00:43:27]

Jetzt können wir mal gucken, ob wir da nicht auch einen Vorteil ziehen. Also also gibt es schon auch Spielertypen, die da bewusst nachgehen und sagen Jetzt versuchen wir mal erst recht Druck zu setzen. Aber wenn, wenn du das mit dir machen lässt, das ist für mich der Anfang vom Ende. Also muss dein Spiel gerade runter pfeifen und dann ist das eben so. Also dann hast du einen Fehler gemacht. Das machen halt alle auch so macht jeder Trainer Manager.

[00:43:48]

Also darf man sich freimachen, nehmen uns mal mit oder auch unsere Zuhörer mal an einem anderen Spieltag. Wie sieht da irgendwie so eine, so eine Vorbereitung, so einen Ablauf für dich aus? Gibt's da irgendwas Besonderes, was du machst? Weil man redet ja auch oft von Spielern so da. Die gehen dann irgendwie nochmal eine Nacht vorher ins Hotel oder? Oder die anderen machen das als Vorbereitung. Das Wie. Wie sieht das bei dir als Schiedsrichter aus?

[00:44:14]

Ja, das hat sich ja total geändert durch Coruña. Also das war früher klar geregelt, dass wir vor Bundesliga und 2. Liga spielen, immer am Vortag anreisen. In der Regel so, egal welche Uhrzeit, egal welche Uhrzeit spielt. Auch wenn das Freitag, 18 Uhr oder 20.30 war. Anreise immer Donnerstag ist auch vernünftig. Okay, also sicherlich sind die Strukturen jetzt professioneller geworden und es gibt auch mehr Geld. Aber viele arbeiten eben noch nebenbei und nicht mehr alle die Jüngeren.

[00:44:41]

Manche spezialisieren sich auch immer mehr auf schließlich drei. Wobei das ein gefährlicher Weg ist, finde ich. Davon kannst du nicht bestreiten. Aber zumindest erstmal gut. Es wird eine Zeit lang. Aber ein Leben lang wird es nicht reichen. Aber du musst dann ja irgendwie auch mal abschalten. Also du hast dein, du hast deinen Job, du hast deinen Beruf jetzt wie bei mir meine, meine Ehefrau und die vier Kiddies. Die melden ihren Anspruch zurecht auch.

[00:45:02]

Und dann irgendwann ist auch mal der Moment, wo du dann sagst Okay. Aber jetzt ist Fokus aufs Spiel und es ist halt schon auch mental. Und dazu brauchst du halt, muss Zeit komplett leer sein, du darf nicht irgendwie belastet sein mit anderen Geschichten, noch Stress mit den Kindern oder irgendwas im Beruf, deshalb macht das schon Sinn. Am Tag vorher anzureisen, runterzukommen. Wir machen es noch viel Spaß. Wir gehen dann immer mit den Assistenten essen.

[00:45:27]

Man tauscht sich über die Woche aus, über die Entscheidungen, das Privatleben. Also es ist schon so ein Runterkommen, Austauschen, Updaten, ein Vorbereiten aufs Spiel. Dann kann man auch wirklich schön ausschlafen. Man geht entweder Mittagessen oder dem Zuständigen, nachdem man das Spiel ist. Und dann fährt man ja in der Regel mittlerweile. Also früher waren wir eine Stunde vorher im Stadion. Jetzt müssen wir mittlerweile zwei Stunden vorher da sein, weil wir den Ton shek haben.

[00:45:50]

Weil wir mit dem F.A. Centern Köln alles klären müssen, mit Physiotherapeuten zur Vorbereitung, mit Aufwärmen. Also nimmt seine Zeit in Anspruch. Aber durch Coruña hat sich halt alles geändert. Also jetzt reisen wir halt in der Regel am Tag an. Man kann zwar ein Hotel buchen, aber versuchen natürlich alle irgendwie möglichst kurz zu halten und möglichst wenig Kontakte. Also es war für mich schon außergewöhnlich, dass ich jetzt auch in der Hinrunde dann Dortmund, Bayern wie früher sage ich mal Oberliga in Luckenwalde gepfiffen habe.

[00:46:21]

Also einfach nur fahren und zum Spiel fahren. Dann hab ich nochmal dann nachmittags dann ein, zwei Stündchen gehabt, um runterzukommen. Aber das war halt so ganz anders als sonst. Also das ist schon auch nochmal eine besondere Herausforderung durch dich, durch die Coruña Zeit. Unabhängig davon, dass man immer vorher zum Test muss. Wie ihr ja auch so klar ist. Jetzt ist ja immer so, dass wir immer mit dem Minus 1 oder Minus 2 je nachdem zum Test müssen.

[00:46:47]

Kommt erstes Ergebnis und erst wenn das Ergebnis kommt, dann kommt ja auch die Ansetzungen. Also der negative Test ist immer die Voraussetzung. Insofern war das halt früher sehr alles entspannt runtergebrochen. Fokus aufs Spiel ist es jetzt auch immer noch, aber die Rahmenbedingung haben sich halt ein bisschen verändert und es ist halt zielgerichteter. So zum Spiel fahren, Spiel machen glaub ich, wie das ja bei euch auch ist. Toni hast ja gesagt, in Spanien fliegt ja auch immer erst ein Spieltag hin.

[00:47:13]

Also so bei uns jetzt mittlerweile dann. Also das ist jetzt irgendwie Fokus, Spiel und eigentlich wieder nach Hause, um die Kontakte möglichst gering zu halten, um da auch nichts natürlich die Familie zu tragen. Wir haben ja Aufladungen, ältere Familienmitglieder und wie man ja niemals irgendwie was verpassen. Wobei ich sagen muss, das Konzept der DFL ja wirklich super war und ich fühle mich da auch wirklich absolut sicher, weil ja alles getestet und an der frischen Luft wird jetzt nicht besonders viel passieren.

[00:47:38]

Also da fühle ich mich eigentlich absolut safe, aber deshalb hat sich so ein bisschen verändert.

[00:47:43]

Aber das ist ja auch für uns, sondern das Desaster. Sperrst am Spieltag hin und so ein bisschen andere Rahmenbedingungen für uns. Ist auch so ein bisschen zurück in die Vergangenheit, wo wir jetzt ohne Zuschauer spielen. Das war halt in der Jugend. Klein angefangen ist auch so nee, das kannst du auch schon vergleichen. Trotzdem muss ich diesen Fokus hinkriegen auf dieses Große, weil das einfach es ist. Bundesliga. Na und? Du musst Leistung bringen und das unter anderen Rahmenbedingungen.

[00:48:07]

Glaube, da haben wir alle ein bisschen mit zu kämpfen oder andere müssen sich halt drauf neu drauf einstellen. Aber bis jetzt oder bis jetzt. Jetzt geht das ja fast schon wieder. Das ist alles immer ganz gut geklappt. Du hast ja gesagt, sonst mit den Assistenten dann mal essen gegangen und unterhalten und so. Wie wichtig ist so ein bisschen die Harmonie auch mit dem mit deinem Team? Ja, dann auch für Spieler wichtig.

[00:48:29]

Ja, sehr wichtig. Also das sind ja Freunde. Dann irgendwann. Also gerade mit den Jungs zu den beiden Markus durchlebe mit denen ich jetzt seit glaub ich 6 oder 7 Jahren unterwegs bin. Das sind ja Freunde mittlerweile. Aber auch viele andere schießende Kollegen, die ich in all den Jahren kennengelernt habe, sind Freunde mittlerweile geworden. Aber wie bei euch auch bei 110 Leuten bist du auch nicht mit jedem befreundet und den einen Maksim mehr und den anderen ist halt ein Kollege.

[00:48:50]

Das ist ja auch irgendwie normal. Aber aber so mit den Jungs, mit denen ich zusammen war, muss ich echt sagen, da hatte ich keinen dabei. Wo? Interessant. Gott bewahre. Also das war immer ein gutes Miteinander. Kollegiales Miteinander mit dem einen sogar ein freundschaftliches Miteinander. Also da möchte ich nichts missen. Ich freue mich immer wirklich auf jedes Spiel. Jetzt geht's ja bei mir langsam dem Ende entgegen. Und eigentlich schon seit zwei, drei Jahren hab ich immer so ein bisschen Wehmut.

[00:49:16]

Aber sodass ich denke Ach, könnt ja das letzte Mal gewesen sein, dass ich jetzt hier bin. Ich erlebe das sehr bewusst, sage ich mal, so vielen mit ihr gesprochen habe, die Freude haben, sagt es ihnen erst danach bewusst geworden. Ich versuche es dir schon jetzt bewusst zu genießen. Jedes Spiel nochmal, das vielleicht jetzt das letzte Mal auch schon Dortmund Bayern war in der Hinrunde oder sehr wahrscheinlich. Und das dann so bestimmte Stadien ich vielleicht gar nicht mehr wiedersehe.

[00:49:36]

Das war ja jetzt doch 20 Jahre so. Das ist schon eine lange Zeit irgendwie so und in jungen Jahren weißt du ja, ist ja noch lange hin, um dann irgendwie so im Mittelalter Schiri da heißt so naja, es ist ja noch bis zum Ende, ist ja noch ein bisschen und kommt dann doch schneller als man denkt.

[00:49:51]

Nach einem einmal ist man einer der Älteren geht den Spielern auch so muss das, was man sagt die Zeit geht echt relativ fix vorbei. Das ist eben ganz kurz angesprochen. Stadien gibt's dann, wenn jetzt auf deine Karriere mal zurückblickt, ohne dass sie jetzt schon vorbei ist. Aber was war dann die deine Lieblingsstadt? Denen du gepfiffen hast? Natürlich noch mit Zuschauern. Ist ja klar. Ich muss sagen, es war mir eigentlich immer völlig egal, weil selbst im kleinsten Stadion kann richtig Stimmung sein, wenn es voll ist.

[00:50:21]

Na ja, klar und absolut irgendwann. Je größer, desto mehr du sogar nur eine Masse. So, ich fand sie auf dem Dorfplatz immer eher schlimmer. Wenn da 20 Leute standen und der Opa mit dem Krückstock mir zurufen hat Du hast doch nie Fußball gespielt!

[00:50:33]

Das fand ich manchmal schlimmer als Blinder, als Blinder. Das fand ich manchmal schlimmer, hat er gesagt. Doch, ich habe doch gespielt. Am liebsten wäre ich rausgegangen, aber er kann es nicht jedem erklären. Aber nein, ich fand er. Ganz ehrlich Bei den großen Stadien hörst du ja immer nur eine Masse, sonst geht. Kennt ihr ja auch. Also da weißt du ja, das ist ja auch bei uns sowieso anders als bei euch. Ihr habt ja wenigstens nicht.

[00:50:54]

In der Bundeswehr gibt es 17 Heimspiele und 17 Auswärtsspiele. Ich hab halt 34 Auswärtsspiele.

[00:50:59]

Also das ist halt so ein bisschen anders. Aber deshalb weiß man Okay, solange die Spiele und die Zuschauer sich mit den Spielern beschäftigen. Alles gut. Und wenn ihr im Fokus mal irgendwann auf einen kommt, okay. Ist halt so. Aber ich fand wirklich, ob jetzt in Dortmund oder München oder in Freiburg, das ist wirklich egal, wo du hin fährst. Wenn es voll schlimm ist, wenn was das Schlimme ist. Es gibt Schlimmeres. Aber wenn 60000 Mann Stadion irgendwie 10 000 sind, da kommt irgendwie nicht so richtig Atmosphäre auf.

[00:51:28]

Und das war ja ein Anfang.

[00:51:30]

Die Umstellung war schon komisch aktuell, ist also nicht so geil, ne? Also wer macht das schon so richtig Spaß ist halt natürlich. Der Fußball macht noch Spaß und die Aufgabe macht Spaß. Aber natürlich fehlen die Fans und die Zuschauer. Das macht ja gerade Bundesliga und Fußball aus. Irgendwie die Emotionen. Das ist schon etwas, was wirklich radikal fehlt.

[00:51:49]

Also obwohl es zu meinen Lasten ja geht, muss ich sagen, dass er sozusagen die Zuschauer sind ja eher weniger Schiedsrichter freundlich, aber das fehlt halt. Es ist Teil vom Fußball und das fehlt ein bisschen. Zweimal. Klar.

[00:52:00]

Klar, aktuell ist halt eher so wie 1860 in der Allianz-Arena. Also es ist halt einfach nix los.

[00:52:05]

Ja. Also ich war ja kein Extra.

[00:52:09]

Keinen Verein sagen, dass ich das mache. Ich hab da eine Prima, ich mach dir keine Sorgen. Aber es ist ja immer schön, wenn das Stadion voll ist.

[00:52:19]

Es macht ja Spaß. Macht euch doch auch am meisten Spaß, oder? Also wenn das Stadion voll ist. Sonst ja. Ja klar. So erinner ich mich irgendwie immer. Und da hab ich jetzt sagen. Weiß nicht. Natürlich. Wenn man dann mal in den großen Stadien auch international war, ist das noch etwas Besonderes, weil du nicht so oft erlebst, ob jetzt dann eben Real gegen Juve mal im Berner Büro gestanden zu haben. Okay, Toni, du bist jede Woche oder jede zweite, aber wenn du dann das erste Mal da ist schon was besonderes.

[00:52:41]

Aber auch die kleinen Stadien und am Anfang Euroleague, was du da kennengelernt hast. Kleine Stadien, volle Hütte. Und diese reisen in diese Städte, das waren schon tolle Erlebnisse. Muss. Und deshalb müsste ich da nicht so es schön. Das glaub ich will.

[00:52:55]

Wir haben gerade über deine deine Assistenten gesprochen. Wie ist es dann? Ist es für dich eigentlich als Schiri? Aber wie wir auch gehört haben, auch selbst Fußballfan kannst du, wenn du jetzt spiele Cooks privat zu Hause ist es automatisch so, dass du irgendwie auch immer auf den Schiedsrichter achtest. Das wäre ja eigentlich irgendwie normal, oder oder oder. Oder ist das so, dass du auch mal ohne Schiedsrichter Leistung dir einfach anschaust zu Hause?

[00:53:19]

Nee, ich schaue ganz anders Fußball als früher, muss ich sagen. Also früher er halt im Ballesterer geschaut oder den Spielsysteme. Heute ist automatisch der Schiri irgendwie auch dabei und man check Positionsspiel und sein Verhalten oder erste Reaktionen. Man schaut natürlich ganz anders auf Zweikämpfe. Schon im Vorfeld der Ballannahme, wo ich früher eher zum Ball geschaut habe, schaue ich jetzt auch beim Zuschauen schon wo passiert rechts und links was in der Positionierung im Vorfeld? Also ich schaue wirklich ganz anders.

[00:53:48]

Also früher habe ich halt einfach genießen können. Heute schaue ich es mir halt immer irgendwie fachlich an. Wenn du so willst oder wenn ihr so wollt. Das ist schon ein Unterschied.

[00:53:55]

Also da schaue ich wirklich Fußballspiele anders, nutze es auch so quasi als Vorbereitung für dein nächstes Spiel. Also wenn du keine Ahnung. Auch als Vorbereitung auf einzelne Spieler. Du siehst ja manchmal im Fernsehen dann einfach auch viel mehr Wiederholungen und so weiter. Wie und wie sich dann auch einer mit Mimik und Gestik dann auf dem Platz darstellt, sondern ich habe ihn umgehauen und er tut dann so, als wenn er ihn aber nie getroffen hat oder andersherum. Lasse ich auch selbst irgendwie als VRR oder auch als Vorbereitung dann für deine nächsten Spiele, dass du den Spieler auch besser einschätzen kann wahrscheinlich.

[00:54:24]

Oder er hat vor ein paar Jahren international angefangen. Ich muss jetzt überlegen, vor fünf Jahren, sechs Jahren. Das ist so ein System. Game Boy Scouts, was glaube ich auch Trainer und andere Nutzen, wo sozusagen die Spiele aufgezeichnet werden und aufbereitet werden. Nach gelben Karten, nach Standards, nach Spielverhalten, bei Ecken, bei Freistöße. Also wo du alles statistisch irgendwie anschauen kannst. Und das war zum Ende meiner Karriere schon ein Vorteil. Wenn du jetzt Mannschaften, die du lange nicht hattest oder die nicht so bekannt waren, konntest du dir schon anschauen.

[00:54:55]

Und wenn du da gesehen hast, da ist einer, der hat 16 gelbe Karten in 18 Spielen, dann weißt du okay, denen um denen solltest du ansonsten mal nicht aus den Augen lassen. Formulieren wir es mal so. Du darfst natürlich nicht trotzdem voreingenommen sein. Das ist auch ganz elementar. Du musst offen sein. Das ist auch gefährlich, deshalb habe ich das mit Weißkohl doch nicht übertrieben. Ich hab mir so einen ersten Eindruck verschafft. Aber mehr auch nicht.

[00:55:16]

Früher hat man es halt im Spiel auf sich zukommen lassen. Aber man war halt vielleicht manchmal bisschen überrascht, weil man gedacht hätte, wieso reagiert er jetzt so? Aber wenn man dann weiß, ich ist vom Spielertyp so, dann ist es. Natürlich ist man nicht voreingenommen, aber man ist vorbereitet. Und das war international schon ein entscheidender Schritt. Und das hat man jetzt vom DFB auch übernommen für die Bundesliga. So kann man sich jetzt auch auf jedes Spiel vorbereiten, auf die Mannschaften, auf Standards, auf Ecken, Varianten.

[00:55:42]

Wer steht am ersten Pfosten, spielen überhaupt mit Spielern, am Fußten? Nicht, dass da mal ein Handspiel ist und dann verabschiedet der Spieler sich schnell in der Masse. Und du weißt gar nicht, wer war das? Obwohl eigentlich immer zwei am ersten Pfosten steht. Also da kannst du dich schon vorbereiten. Aber jetzt in der Bundesliga für mich nach 20 Jahren, dann weißt du eigentlich im Großen über Systeme bereit, über Spielertypen Bescheid. Und ich check das manchmal noch vor, wenn ich sehe, da kommen neue Spieler oder von besonderen Spielen, gibt's da auch manchmal noch so eine Einstellung und Einstimmung drauf, aber sehr reduziert.

[00:56:13]

Mittlerweile muss ich sagen, aber man kann sich schon darauf auch intensiv vorbereiten. Aber man muss. Man darf aber auch nicht überziehen. Also nicht, dass man bestimmte Sachen erwartet, die dann doch anders kommen. Und dann ist man überrascht. Also gut vorbereitet, aber nicht voreingenommen. Das ist elementar.

[00:56:26]

Also sollte es zu einem Spiel kommen, wo du, Felix, nochmal pfeifen musst. Also da kann ich jederzeit nachfragen. Ich sagte dir die Wahrheit, aber ich könnte mir vorstellen, so Relegation, Relegation, vielleicht diese dieses Jahr Relegation.

[00:56:39]

Aber ganz gute Erfahrungen. Ja genau. Es ist ja möglich. Ja, ist ja möglich. Und Braunschweig aktuell Braunschweig aktuell 17 und nein, ich glaub 16 PlÃtze würden aktuell fast sogar unterschreiben. Relegation das sind ja so Spiele. Also ein Punkt weg. Ein Punkt ist auf jeden Fall. Ist auf jeden Fall möglich.

[00:56:55]

Aber ich hatte euch beide. Ja, oder? Also ich bin da. Wir sind eigentlich immer ganz gut ausgekommen. Ich kann mich jetzt irgendwie nicht an irgendetwas erinnern, ohne dass wir irgendwas mal hatten. Also du noch irgendwie bei Bayern und so. Aber trotzdem oder warum was? Also klärt mich auf. Jetzt ist die Stunde der Abrechnung.

[00:57:09]

Es ist richtig. Leider. Ich kann leider keine Story erzählen. Ich habe damals.

[00:57:17]

Ich weiß nicht. War das. Im ersten. Im ersten podcast. Und im zweiten. Hier. Ist jetzt auf jeden Fall schon ein paar Monate her, da hab ich schon eine Geschichte über dich erzählt. Und zwar war das aber nicht. Nicht mit mir. Es war ein Spiel, wo ich dabei war. Das war weiß. Ich hab das ja noch. Ändern kannst du. Es war irgendwann. Keine Ahnung, wann das war. Es war. Und da haben wir in Stuttgart gespielt.

[00:57:35]

Und da hat Mario Gomez, mit dem wir glaub ich auch ganz gut ausgekommen bist, glaub ich, die hinterhergerufen. Was? Du? Was du für ein scheiß Pfeife heute. Da hast du gesagt Das kann sein. Aber ihr spielt auch nicht besser, sondern das war schon wieder so gut. Und das war schon wieder so gut, dass er gesagt hat Ja, das stimmt auch wieder mal, dass wir das sind.

[00:57:56]

Bush Aber man muss auch aufpassen, mit wem man dann so einen Konter setzt. Dann gibt's noch Leute, die total, total.

[00:58:01]

Also das ist jetzt auch nicht oft so und es muss schon passen und man muss denjenigen auch kennen. Also du musst dann auch schon wissen, dass es nicht falsch versteht, sondern. Aber Mario ist ja ein intelligenter Bursche.

[00:58:11]

Nein, aber auf der anderen Seite weiß er ja auch wenn du da jetzt ein. Keine Ahnung, wenn du da jetzt ein 25 jährigen Schiedsrichter hast, der sein zweites Spiel macht, wenn der ihm Zuruf verspeiste für eine Scheiße, dann geht er zumindest nicht ohne Karte aus der aus. Aus der Nummer raus. Geschweige denn noch mit einem Spruch zurück. Und das ist dann sowas. Sowas. Sowas dann halt so zu lösen. Das sagt relativ viel, wo er dann auch dann sagt Ja, du hast auch wieder recht.

[00:58:38]

Und dann ist die Situation weiter und eine andere, die schmeißen sie dann mit rot runter, weil da wird dann in seinem Protokoll nachschreiben. So, der hat Scheiße gesagt zu mir und fertig und und und und richtige Entscheidung.

[00:58:51]

Aber man kann es halt eben auch für mich jetzt sehr schön ans Messer geliefert. Das ist wieder eine gelbe Karte steckt stecken lassen. Es ist verjährt. Das verjährt immer. Ein Klischee. Wird wieder bedient. Genauso gerne ist verjährt. Aber du hast es gerade angesprochen die Relegation. Da ist ja auch ein paar Erfahrungen gemacht. Das war glaube ich damals HSV gegen Karlsruhe in Karlsruhe, so wie es die Leitung war.

[00:59:14]

Das ist schlecht. Ich weiß es auch nicht. Ich finde das nicht mehr. Wir sind der Podcast. Wir sind der Podcast der Wahrheit. Haben wir uns das nicht so angekündigt? Naja, es geht mir. Es geht mir ehrlich gesagt weniger um die Entscheidung damals von dem von dem Freistoss, sondern eher wie du das erlebt hast und vor allem auch die Tage danach. Ja, wir hör mal kurz rein.

[00:59:36]

Die mit rechts oder Wanderfalke mit links, Mauer ungefähr einen Meter Kreis Elfmeterpunkt. Also man kann sicherlich über den Freistoss streiten. Vielleicht hat sie auch im Nachhinein nicht gegeben. Aber das ist gar nicht so das Thema, sondern sondern wie lange einem sowas nachgetragen wird und wie du. Wie du das auch in dem Moment erlebt hast. Ich meine, du hast selbst gesagt Relegation. Natürlich Spiele, die extrem im Fokus sind. Wie war das die Situation für dich damals?

[01:00:10]

Auch danach?

[01:00:10]

Ja, das Spiel war ja, ging ja um viel wie jedes Relegationsspiel oder ein schönes Spiel am letzten Spieltag. Und es lief eigentlich nur nach 10 Minuten super.

[01:00:18]

Und das hab ich als HSV-Fan auch gedacht. Ja, nee, aber das ist. Mir ist es schnuppe, wie es wirklich läuft. Also ich hätte das Carlsberg. Ich hätte es Hamburg gegönnt. Mir ist das wirklich egal. Aber das weiß ich nicht.

[01:00:30]

Ich war für Karlsruhe da, muss ich sagen.

[01:00:33]

Aber will sagen, was ich sehe, entscheide ich einfach.

[01:00:36]

Und es ist mir egal, ob sie nur das Letzte oder die fünfundneunzig und kam. Der quert, passt. Und er hätte halt aufs Tor geschossen. Und für mich war das keine natürliche Bewegung. Für mich war das eben, dass er den Arm rausgenommen hatte, um den Ball extra zu blockieren. Und so habe ich es auf dem Feld wahrgenommen. Und der hohen Hennigsdorf stand damals neben mir auf dem Fasten, auf meiner Position. Der hat es auch so gesehen.

[01:00:57]

Und dann war das zwar ein ganz kurzer Protest, aber so wild war das am Anfang gar nicht. Als dann zu Beginn der Verlängerung der von Sport auch noch sagte Jaja, war Hand so, dann waren wir so ein Haken dahinter. Okay, es ist halt Hand und war ja richtig. Auch wenn jetzt mit dafür Karlsruhe nochmal da ich ja selber gespielt habe, weiß ich, was sowas bedeutet. Also naja, kann da jegliche Enttäuschung verstehen. Der Spieler, der Vereine, der Mannschaften, der Fans.

[01:01:21]

So also wäre ich Fan von Karlsruhe gewesen, wäre ich auch stinksauer gewesen und hätte gemault ohne Ende. Aber ich muss das halt so entscheiden, wie ich es wahrnehme. Und ja und dann fing das eigentlich erst nach dem Spiel an, so dass auf einmal hieß Ja, aber das war ja keine Absicht, so nach dem Motto und dann hatten die auch nur so eine Kameraperspektive, die ich dann sah. Aber ich dachte Oh, das sieht aber wirklich nicht nach strafbaren Handspiel aus so.

[01:01:43]

Und dann dachte ich Okay, wenn du das jetzt hier falsch entschieden hast, das wär wirklich scheiße auf gut Deutsch. Und dann war das so eine besondere Situation. Auch nochmal in Karlsruhe die Kabine so eng beieinander. Also hörst du dann die Hamburg Spieler jubeln, die Karlsruher sind bedröppelt und du selber sitzt dazwischen und denkst Meine Güte. Also was war das? Wie konntest du dich so vertun? So nach dem Motto Du hattest doch genau die gleiche Perspektive und rufen Hennings hat das ja auch irgendwie nicht besonders moniert, sondern ganz am Anfang sogar noch indirekt bestätigt.

[01:02:14]

Und dann war das irgendwie so Ungläubigkeit, aber auch natürlich Enttäuschung. So, und da bekam ich ein, zwei Stunden später schon Bilder von Fotografen zugeschickt, die dann zeigt nehmen, das sehr wohl seinen Ellbogen Unterarm raus war und dass er eben da ging, ging nicht gegen den angelegten Oberarm. Aber das waren noch Zeiten vor Videobeweis. Der Videobeweis hätte da auch nicht geholfen, weil sowieso ein Freistoß außerhalb ist. Aber wenn der Videobeweis vielleicht einen Vorteil hat, dann heute, das eben so eine schnelle Entscheidung nicht so einfach ist und man die manchmal nicht aufgrund einer Perspektive oder Kamera entscheiden kann.

[01:02:44]

Also wie oft gibt es Szenen, wo du in drei Zeitlupen denkst faulen vierten siehst Oh doch, 20 Zentimeter Abstand Schwalbe so nee, also genau so war das da. Es gab halt schlechte Kameraeinstellungen, es gab welche, wo ich dann im Nachhinein sage, dann das definitiv nicht gepfiffen und auch würde ich nicht mehr pfeifen. Dann gibt's eben Bilder, wo ich sage Nein, der weiß schon, was er macht. Der überquere Pass kam, da wusste der zieht aufs Tor, den wollte er mit allen Mitteln verhindern und das hat er clever versucht.

[01:03:10]

Aber meiner Sachen hatte ich ihn dabei ertappt, sozusagen wie er die Hand draußen hatte. Und ja, ich hab damals auch sogar meinen Bewegungsprofil sogar nochmal angeschrieben aus Studienzeiten. Ob das für ihn natürliche Bewegung ist oder nicht. Der meinte dann auch vieles kennen natürliche Bewegungen. Dann hatte ich zumindest ein bisschen Verständnis. Aber letztendlich hilft das alles nichts. Ob es jetzt richtig oder falsch war, ist auch hinfällig. Das ist genau das, was ich nicht haben will.

[01:03:33]

Ich will nicht Teamspiel Spiel Thema sein. Und das ist dann so, wo ich, egal ob es jetzt richtig oder falsch war, wo ich einfach unzufrieden nach Hause fahre. Weil ich möchte nicht, dass eine Mannschaft durch eine schwierige Entscheidung entweder bevor oder benachteiligt wird, sondern ich möchte, dass die Mannschaften das selber klären. Aber man möge sich vorstellen, das Handspiel im Strafraum gewesen und ich nicht gepfiffen hätten. Genauso die Hamburger gemault hätte ich jetzt nicht gepfiffen, hätten auch die Hamburger gemault.

[01:03:55]

Also es war eine. Das war so eine typische Entscheidung. Egal wie du entscheidest, einer wird hinterher klar richtig unzufrieden sein. Und ich kann aber wirklich bis heute auch die Karlsruher verstehen und die Spieler und alle Beteiligten und auch die Fans. Aber das war meine Wahrnehmung. So wie ich es war, würde ich es eben wieder entscheiden. Aber das hat mich schon dann wirklich 24 beschäftigt. In einer Form wie keine andere Entscheidung in meinem Schiri leben. Und dann war es ja auch eine Sondersendung nach dem anderen.

[01:04:23]

Und es gibt ja diesen neuen Podcast nach Guineas Erben, die Schiedsrichter Themen aufgreifen. Und er war der erste, der so nochmal nach fast einem Tag bei N-TV auftrat. Hab ich mir auch angeschaut. Wenn dann sagt er ne, dass eine Entscheidung immer meistens Bereich kann man pfeifen, muss man nicht pfeifen. Es ist schließlich der überlassen. Das war mal so eine erste Einordnung, wo ich dachte okay, mal ein bisschen Sachlichkeit ins Thema.

[01:04:43]

Klar, das ist sehr schwierig. Das war schwierig. Damals ging um zu viel. Ja, das war es. Es war so ein Gefühl, hatte ich den Eindruck, ganz Deutschland wollte irgendwie, dass Hamburg absteigt. So nach dem Motto Endlich mal, aber das ist mir egal. Und dann kommt halt da der blöde Graefe und gibt da so ein Freistoss für die. Aber auch das ist die Dorfis. Ich glaube von der Vaterbild, diese ganzen Sorgen. Kein Freistoß direkt verwandelt und dann wird der Direkte eingeschossen.

[01:05:08]

Aber macht nicht den, sondern diedas. Na und? Also das ist so, das ist so typisch Sport. Manchmal ja so Murphy's. Genauso wie eine Ecke, die man gibt, die vielleicht keine Ecke war. Dann doch mal ein Abstoß. So eine Ecke führt dann meist zum Tor, irgendwie als Schiri.

[01:05:19]

Das ist wirklich, das ist manchmal nervig. Aber dann hat mir BlÃttern ein riesen Gefallen getan. Der ist am nächsten Tag um 17 Uhr zurückgetreten. Das war seine beste Tat. Und dann war die Schlagzeile von mir endlich weg. Aber das war auch alles. Es war nicht so einfach, so muss ich ganz ehrlich sagen.

[01:05:35]

Und weil, genau das will ich ja nicht. Ich will das ja so machen, dass hinterher alle zufrieden sind. Ja, das war halt nicht möglich.

[01:05:43]

Du hast es ja richtig gesagt. Das Problem ist ja auch im Endeffekt nicht die Entscheidung, sondern a was aus dieser Entscheidung wurde und vor allem b die Wichtigkeit des Spiels. Aber damit hat ja deine Entscheidung nichts zu tun.

[01:05:55]

Deswegen ist es natürlich immer immer sag ich mal, wenn du das gibst und der HSV macht mit diesem Dings das 2.0, dann hat da keiner rum gemault. Genau so ist es.

[01:06:06]

Andererseits ist aber sowas bei Torhütern so, wenn das bei Tore schießt, ist es so, wenn die etwas machen, hat es dann oft diesen entscheidenden Charakter. Ich meine, es waren ja auch noch 30 Minuten nach Verlängerung und dieses Spiel ist nicht die ganze Relegation ist nicht eine Entscheidung. Aber so wird das natürlich dann gerne schnell dargestellt. Also es wird dann schnell gehen. Das war die eine Entscheidung. Aber Karlsruhe hat auch im Hinspiel schon das 2:0 machen können.

[01:06:28]

Sie hätten zu Hause anders spielen können, sie hätten mehr Tore schießen können, aber Hamburg hätte auch noch in den 5 Minuten danach ein Tor schießen können. Das weiß man halt nicht. Das ist eben Teil von Sport. Aber es ist halt nicht das, was ich will. Ich will nicht Thema sein und ich will meinen Job machen, was die Leute sagen Ja, gut gemacht und fährst mit nach Hause. Also den Schluss will keiner. Das war schon.

[01:06:45]

Das war so die negativste Erfahrung. Und beim Schiedsrichter leben so muss ich sagen. Aber es ist halt so. Also wenn du die Aufgabe übernimmst, dann musst du halt auch damit leben. Klar.

[01:06:54]

Klar. Ja, dann ist halt einfach auch die Verantwortung. Und dann ist es auch mal so geht es Spielern auch so..

[01:06:59]

Ja, kommen wir da mal weg. Vielleicht mal so allgemein gefragt. Gibt's vielleicht auch aktuell oder vielleicht in den letzten Monaten? Hast du mal irgendwie auf dem Platz eine Situation, wo du die aktuelle Regel nicht kanntest? Nee, das Kuriose ist nur, dass die Regeln sich immer hin und her ändern.

[01:07:14]

Und manchmal ändern sich Regeln nur einmal und dann muss es die einmal merken, dann ist es so. Aber es gibt auch Regeln, die sind zwei Jahre so, dann fünf Jahre so und dann wieder so und dann, irgendwann nach 20 Jahren fragst du Was ist denn jetzt gerade Stand der Dinge so, ne? Also da es. Da kommst du wirklich mal durcheinander. Aber eigentlich nicht. Also dafür werden wir ja auch wirklich gut vorbereitet. So muss man echt sagen.

[01:07:35]

Über die Trainingslager, über die Schulungen, dass man sozusagen sagt Okay, die Auslegung versucht man so einheitlich wie möglich zu gestalten, aber irgendwie ist halt nie eine Szene wie die andere. Also nehmen wir jetzt dieses Handspiel nicht wahr. Andere Handspiel oder nicht generell Handspiel. Das Nee. Die Entfernung ist anders. Die Bewegung ist anders. Die Körperhaltung ist anders. So abgefüllt, nicht gefälscht. Die Stärke ist anders. Die Position des Spielers ist anders. Du kannst nur ungefähre Kriterien und Auslegungen vorgeben.

[01:08:05]

Wobei man grundsätzlich sagen muss, dass immer wenn also ob ich in einem Spiel oder generell, wenn der Schiedsrichter Wesen zu sehr im Mittel im Mittelpunkt der ganzen Geschichte steht, dann kann das nie gut sein. Also dann muss man sich schon fragen Okay, ist das alles so optimal? Ob jetzt mit Abseits oder Handspiel. Aber letztendlich werden die Regeln von der FIFA gemacht und die gibt es dann. Je weiter die UEFA DFB und das war schon vor noch so 10 15 Jahren so.

[01:08:30]

Manchmal bei Handspiel hatte die FIFA eine Auslegung, die UEFA eine Auslegung und der DFB eine Auslegung. Und das gab es auch bei Notbremsung und so. Also das war schon manchmal sehr gewöhnungsbedürftig und da musste man sich innerhalb von drei Tagen wirklich umstellen. Das hat man eigentlich schon ein bisschen versucht zu vereinheitlichen. Aber dennoch gibt's manchmal auch minimale Unterschiede, auch nämlich zwischen den Landesverbänden, aber eben auch zwischen UEFA vielleicht und DFB. Aber das hat man eigentlich versucht zusammenzuführen. Und das ist, dann muss man da auch manchmal, wenn dann die Regeländerungen kommen, sich auch schon mal nach neuen Situationen, die dann auftreten.

[01:09:02]

Nehmen wir das Tor davon. Von Dortmund gegen Paderborn im Pokal, so dieses Bad Play. So, das hat sich halt erst vor sechs, sieben Jahren. Überhaupt kam es zu dieser Variante. Okay, wenn der Ball vom Verteidiger kommt und abgefüllt wird, so, dann kann man das auch als Spielen auslegen. Früher hieß es immer so okay, wenn das nicht wirklich ein richtig gezielter Patch ist, dann ist das immer vom Stürmer im Zweifelsfall der Ball. Dann kam irgendwann okay, wenn er versucht, den kontrollier zu spielen, es nicht schafft, dann sozusagen ist es noch abseits.

[01:09:33]

Und jetzt ja mittlerweile, sodass eine Berührung reicht mit dem Schiedsrichter, ist ja auch entscheidend. Der eine gibt vielleicht doch eher gelbe Karten, der andere weniger. Also habe ich vielleicht schneller als 6:0 meine gelbe als beim anderen. Was ist die Auslegung? Wofür bekomme ich jetzt aktuell Gelb? Wo vor forciere ich vielleicht eher ein Elfmeter gegen mich und so weiter. Es sind ja schon auch spannende Themen, oder nicht? Ja, das stimmt. Jetzt war es wirklich, dass man ein bisschen länger dabei ist.

[01:09:55]

Kennt man ja auch die meisten schon. Deswegen denke ich, glaube ich ja weiß man schon so ein bisschen, wie man sich verhalten hat. Ich will mein Verhalten auf dem Platz eigentlich auch gar nicht vom Schiedsrichter abhängig machen. Das ist eigentlich auch grundsätzlich, wo ich sage, da will ich mich gar nicht ändern.

[01:10:10]

Du machst sozusagen dein Spiel, sondern. Also genau. Versuch halt immer den Elfmeter zu schinden.

[01:10:18]

Nein.

[01:10:19]

Ich finde. Ich finde schon. Ich finde schon. Diese. Oft ist es so, dass diese Regelschulen. Die gibt es ja hier in spanien auch bei teilweise bei Sachen schon etwas bringen. Also es gibt da schon so Regeln, die du wissen musst. So wie jetzt. Keine Ahnung jetzt das du jetzt halt vom Tor anfangen kannst, sondern im 16er spielen kannst. So das ist ja schon was das Aufbauspiel betrifft.

[01:10:44]

Ein großer Unterschied zu damals finde ich. Also da hast du, hast du definitiv mehr Optionen als du, als du damals hattest. Das solltest du natürlich schon wissen und klar wissen. Andere Sachen wie wer Schiedsrichter ist, das weiß man einfach nach. Ja, das weiß man einfach nach einigen Jahren, wie man welchen Schiedsrichter einschätzen kann, wer eher mal eine gelbe Karte geht, wer nicht und was Regeln betrifft, ist einfach so beim Handspiel. Um mal bei dem Beispiel zu bleiben Da kommt ja wirklich vor jeder Saison einer und sagt dir, wie es ab jetzt ausgelegt wird.

[01:11:17]

Aber also da muss ich ehrlich sagen, kann ich auch nicht mal so, weil es mich immer bestätigt hat bisher das, dass es am Ende trotzdem Diskussionen gibt. Und trotzdem ist jeder anders auslegt, auch von den Schiedsrichtern in meinen Augen und deswegen und deswegen. Das sind dann Themen, die die da, wo ich wirklich sage nee, das ist mir zu viel. Am Ende versuchst du nicht mit der Hand am Ball zu kommen im eigenen 16er und und und.

[01:11:43]

Hoffst, dass er, wenn du, wenn er dran kommt, hoffst du, dass er nicht pfeift. Und auf der anderen Seite wird es immer so sein, egal welche, egal welche Regel es gibt. Sobald der Gegner am 16. den Ball mit der Hand berührt, wird es Proteste geben. Das wird sich nicht ändern. Das weißt du als Schiedsrichter am besten. Und deswegen und deswegen. Was das betrifft, nicht. Aber so allgemeine Regeln gibt's natürlich schon mal, die sich ändern, die man schon auch wissen sollte, finde ich.

[01:12:09]

Und die, die dann auch ein bisschen wichtiger sind als andere, das schon.

[01:12:13]

Ja, aber du hast gerade ein gutes Beispiel genannt. Das hab ich nie verstanden. In der Bundeswehr, als man noch nicht den Ball außerhalb des 16 annehmen musste, da haben ganz oft Spieler gewartet, bis der Ball den Strafraum verlassen hat, obwohl schon der Stürmer ankam zum Pressen und hat sich selber in Schwierigkeiten gebracht und hätte einfach mit einem Schritt im Strafraum rein den Ball annehmen können. Jetzt die Wiederholung Hier gibt's nicht mal eine gelbe Karte. Also da hat es manchmal Situationen geben, wo ich dachte Ja okay, dann kennt er anscheinend die Regeln nicht.

[01:12:40]

Einfach Schritt reinmachen gibt's so Wiederholungen feierabends? Also es ist so ganz banales Beispiel. Hab ich ganz oft in der Bundeswehr selbst eine Bundesliga erlebt, wo ich dachte Warum bringst du dich selber so unter Druck in einer Situation, wo du doch einfach ganz einfach das lösen könnte? Na ja, total. Also was gibt's schon noch so? Aber natürlich seid ihr jetzt auch erfahrener mittlerweile. Ist ja auch klar. Ist ja auch eine Frage wie Altlasten wie erfahren.

[01:13:01]

Du bist so naja. Na ja, klar, definitiv. Aber wie gesagt, ich finde es nicht unwichtig. Aber ich habe auch schon viele Sachen irgendwie vorne gehört, die dann irgendwie doch zu Diskussionen über die ganze Saison geführt haben. Deswegen ist es manchmal auch ein bisschen ein bisschen schwierig. Da wäre ich dann schon bei Felix. Aber wie jeder Schiedsrichter erkennt man schon einzuschätzen, da gibt er mal Gelb. Mit dem kannst du so reden. Mit dem so. Aber auch da bin ich eigentlich eher wie Felix.

[01:13:30]

Weil ich glaube, dass das ich nie große Probleme hatte mit einem Schiedsrichter. Außer wenn da wirklich einer einer rumläuft. Er denkt, er ist der Größte und das und das wird sich dann aber auch nicht ändern. Also da bin ich dann auch nicht bereit, mich auf den einzustellen, weißt du, weil ich eigentlich immer versuche, jemanden mit dem man sehr vernünftig zu reden.

[01:13:49]

Von daher ja sogar beide auf dem Platz kann ich ja mal zurückgeben. Also müssen wir die Zuhörer nicht. Ich weiß es. Aber ihr seid beide auch schon sehr anständig gewesen. Natürlich habe ich versucht zu gewinnen, Zweikämpfe zu gewinnen, mal was zu ziehen. Für euch ist ja auch normal. Aber ja klar, das war schon immer echt. Rechnet mit euch. Ja.

[01:14:06]

Wir wollen natürlich nochmal auf einen. Das ist ja wirklich auch ein interessantes Thema. Nochmal ein bisschen zum Videoschiedsrichter kommen und gar nicht so einfach.

[01:14:19]

Einfach im Allgemeinen. Wie hat er sich entwickelt? Wie hilft er? Was fehlt vielleicht noch? Ich glaube, wir sind uns alle irgendwie so ein bisschen einig, dass das schon eine gewisse Fairness reinbringen kann und das auch schon getan hat. Aber wir wollen mal auf eine Aussage von dir selbst reinhören. Jetzt nicht erschrecken. Hast du dich kurz selbst und dann mal nachfragen, ob du da immer noch der gleichen Meinung bist? Wir haben ja ganz so rein.

[01:14:43]

Ich möchte ihn gar nicht haben. Ehrlich gesagt, ich finde, das ist immer ein Nachteil, wenn ich auch einen Anspruch. Wir sind, glaube ich, bis jetzt durch die Saison gekommen, ohne Videobeweis oder vielleicht einmal bei UPS. Jetzt weiß ich gar nicht mehr, es ist mein Anspruch. Erst ist es ja eine schlechte Leistung eines Schiedsrichters, wenn ein Video es brauch. Das heißt, er hat sich klar geirrt und es muss ja das Ziel sein, dass du das eigentlich umgehst.

[01:15:01]

Und deshalb versuche ich immer mit den Jungs auch wir haben. Ich habe auch das Glück, wirklich sehr, sehr gut Tennyson gehabt zu haben. Sind wir wirklich jetzt gestern wieder beim 3:0? In Augsburg haben wir viele Entscheidungen knappe Entscheidung auch richtig getroffen. Und grundsätzlich versuche ich den immer zu umgehen. Aber wenn er dann kommt, ist das ein gutes Backup, ein gutes Netz. Aber es gibt nichts Schöneres, als wenn Bayern, Dortmund, Schalke, Dortmund oder Abstieg spielt oder Zuschusses Michelles League.

[01:15:24]

Und du hast dann noch drei Meter abseits. Und weil der vielleicht Hintermann statt hat, ist der Assistent nicht gesehen. Und nach zehn Sekunden sieht das jeder. Nur wir haben es nicht gesehen. Und dann ist der Aufschrei groß. Es hat schon zu mehr Gerechtigkeit geführt, aber er ist nicht perfekt. Vielleicht muss man es auch lernen zu akzeptieren, dass er nie perfekt sein tut.

[01:15:41]

Wie würde das heute mit knapp zwei Jahren mehr Erfahrung vom Videobeweis beurteilen? Du kannst das ja wie kein anderer beurteilen. Aktiv.

[01:15:51]

Ich sehe das eigentlich immer noch so. Also ich habe im Vorfeld ja mal damals schon im Sportstudio gesagt, ich sehe da eine spannende Aufgabe auf uns zukommen. Ich glaube, dass der in technischen Fragen sehr gut helfen wird und auch Sinnvolles bei Abseits. Bei Foul innerhalb außerhalb ist der Ball im Außerordentlichem. Aber alles was Bewertungs fragen sind wir das ja vorhin auch gesagt habt. Da gibt's die Regel Schulung vor der Saison. Wir machen unsere Trainingslager und doch ist es dann natürlich die Entscheidung des jeweiligen Schizo, dass auf dem Platz.

[01:16:21]

Und es kann auch sein, dass Entscheidungen, die im Graubereich sind, die nicht einer so und der andere so aus. Das gehört zum Fußball, finde ich dazu. Es gibt nicht immer nur schwarz oder weiß, sondern es gibt viele Szenen, die sind grau und das beides möglich. Und das kann dann mal in die Richtung oder mal in die Richtung kippen. Und vor dieser Problematik steht der Videobeweis immer noch und man muss halt versuchen, das zu vereinheitlichen, eben immer mehr.

[01:16:45]

Und je Fußball kompetenter Schiedsrichter ist, desto weniger braucht er den Videobeweis. Je weniger Fehler er macht, desto weniger braucht er den Videobeweis. Meiner Meinung nach. Und das ist halt auch so, wenn du so, wenn du klaren Fehler gemacht hast und wie du weißt, brauchst was erst einmal nicht gut. Das muss man mal sagen. Klar, wenn ich in Dortmund da erst in der zweiten Minute, dann auf dem Spielfeld bin, weil das Schloß nicht gesehen, aber gut war auch schwer von der Positionierung, aber ist ja mein Anspruch, dass ich das Foul selber erkennen möchte, dann war das erstmal nicht gut von mir, dass ich das Stoßen und Rücken übersehen habe.

[01:17:16]

Hätte ich mich schlecht anders positionieren müssen, um es dann doch zu erkennen, hätte ich mich stellen müssen. Positionsspiel für den Kister macht ganz viel aus, um die Sachen richtig zu bewerten. Klar, und das stehe ich immer noch zu umgehen. Hört sich jetzt vielleicht gerade ein bisschen komisch an. Also ich will Ihnen einfach nicht nutzen, weil ich am liebsten auf dem Feld alles richtig mache. Klar. Oder zumindest so, dass ich sage Das ist im Rahmen der Spielregeln.

[01:17:38]

Das passt zu meiner Spielleitung. Das habe ich bei der einen Mannschaft so gemacht, das machen bei der Mannschaft auch so. Aber ich finde immer noch, dass es ein gutes Netz ist, ein gutes Backup. Wenn es dann eben das krasse Handspiel. Nehmen wir mal wieder Beispiel im Strafraum kann das mal schnell sein, dass du bei 22 Spielern Handspiel übersiehst und das auch eindeutig absichtlich ist. Wenn du einen dann hast und dafür finde ich gut so als Backup für die wirklich krassen Fehler.

[01:18:02]

Aber ob er jetzt mehr Ball und dann Gegner oder ein bisschen Gegner und dann Ball. Das sind Sachen, die muss ein Schiedsrichter beurteilen. Und es gibt auch so natürlich eine Geschichte eines jeden Spiels. Also du hast übergeordnet das Regelwerk. Aber wo wir ja vorhin schon mal drüber gesprochen haben Wenn es auf der einen Seite für einen haltenden Strafstoß gab, dann ist es jetzt. Das ist ja für mich ein Unwort. Confessions Entscheidungen gibt's auf der anderen auch ein.

[01:18:27]

Das heißt ja nicht, dass es falsch ist, sondern dass der Schiedsrichter dem Augenblick den gleichen Maßstab anlegt. Er darf jetzt nicht ein minimales Zuckeln zum Halten machen. Das geht auch nicht. Aber man muss schon den gleichen Level anlegen und den gleichen Maßstab anlegen. Und da gibt es schon auch Spielräume für einen Schiedsrichter. Ist ein Unterschied, ob in einer zweiten Liga Abstieg Spiel pfeifst oder einer in der Bundesliga, weil es nicht die Top-Spieler, wo die Jungs Fußball spielen wollen.

[01:18:52]

Und dann lässt du vielleicht auch mal Sachen durchgehen, die du in einem zeitiger Spiel unten im Abstiegskampf nicht durchgehen lässt, weil vielleicht sonst wirklich das ein bisschen überhand nimmt an Härte und an sonstigen Problemen. Und so muss der Schiedsrichter muss den Spielraum haben. Das Wichtigste ist doch für den Schiedsrichter, dass er das Spiel gerecht und fair leitet und beide Mannschaften gleich behandelt. Und das ist elementar und natürlich im Rahmen der Regeln. Und das ist, finde ich, persönlich die wichtigste Aufgabe und das sollte er in der Regel selber schaffen.

[01:19:21]

Und wenn er es nicht schafft, dann ist dafür der Videobeweis da. Aber grundsätzlich versuche ich immer erst einmal, das natürlich so gut hinzubekommen, dass ich nicht brauche. Und bei diesen technischen Sachen, das muss ich einfach mal sagen, wenn das Knie im Abseits ist. Also ich habe wirklich gute Assistenten oder sehr, sehr gute Assistenten außer seinen Assistenten. Aber wenn mein Knie vorne ist, das ist dann irgendwann ja auch für menschliches Auge nicht mehr wahrnehmbar, dann ist das eben so.

[01:19:45]

Das soll die Technik detektieren und. Ist das faktisch so? Und dann hat damit auch niemand ein Problem. Also die Technik hat Einzug gehalten und das finde ich auch gut, weil es macht es ein bisschen gerechter. Mir fehlt halt so oft so eine differenziertere Betrachtung und Analyse zu dem Videobeweis. Es gibt Sachen, die sind gut und es gibt Sachen, die laufen eher so mittelmäßig oder verbesserungswürdig. Und es wird Sachen geben, die wahrscheinlich nie zu lösen sind.

[01:20:09]

Also sieh mal, Football ist schon seit den 80ern Football. Was hat man da die Regeln geändert, wann man Schillerschen kann, weil man nicht Schillerschen kann. Und dann gab es auch das eine Halbfinale Spiel, wo eine klare passend für uns nicht geworfen wurde. Im nächsten Jahr hat man die passend für uns dann hinzugenommen. Das führte zu einem Chaos und da hat man ein Jahr später wieder einen Rückzug gemacht. Hat dann doch wieder passender für uns rausgenommen. So hat es sind halt Prozesse und ich glaube vor dem Prozess steht der Fußball noch nicht zu sagen.

[01:20:37]

Wir haben einmal etwas eingeführt und es muss immer so bleiben, sondern dass man dann sich auch weiterentwickelt, anpasst. Aber das ist schon eine gute Teamleistung. Und nur wenn du in einem guten Team unterwegs bist, kannst du als Schiedsrichter auch sehr gut sein, dass es da hängen wir voneinander ab. Genau wie bei euch ja auch. Also du kannst ja beste Spieler sein. Wenn du kein gutes Team, was gewinnst du trotzdem? Nichts.

[01:20:58]

Klar, du hast es eben schon angesprochen, dass man mit Sicherheit noch das eine oder andere verbessern kann. Ich weiß nicht, ob du jetzt die Szene vor Augen hast, wo, wo, wo es danach auch ein bisschen Diskussion gab. Von Dortmund gegen Paderborn zuletzt das 3:2 in der Verlängerung. Woher sich Steffen Baumgart ungefähr so geäußert hat?

[01:21:20]

Ich finde, dass man, gerade wenn es um so viel geht und so eine Situation ist, wie die Möglichkeiten des Fernsehens, uns das anzugucken. Wenn man das mal kurz machen könnte man auflassen. Hab ich zumindest erwartet, dass er guckt unabhängig, weil ich noch nicht weiß, ob das jetzt richtig oder falsch ist. Wie gesagt, es ist keine Veränderung des Balles, es ist keine Berührung des Balles und er rutscht durch. Es ist nur eine Vermutung und ich finde, das muss ich ganz ehrlich sagen, das finde ich schwierig.

[01:21:44]

Wir sehen das. Ist das eine Frechheit. Das eine absolute Frechheit. Muss ich ganz ehrlich sagen. Um mir dann zu erklären er hat eine Wahrnehmung gehabt und sein Ding auch. Wo ich sage immer wir haben die Bilder, wir haben das, was ich gerade sehe. Kann er sich 20 mal angucken und so ein Spiel so abzugeben. Nochmal ich glaube es war ein riesen Spiel. Ich glaube auch beide Mannschaften haben alles rausgehauen. Aber daraus eine Berührung des Balles zu machen finde ich frech.

[01:22:06]

Muss ich ganz ehrlich sagen. Find ich eine absolute Frechheit und das hab ich immer auch gesagt, dass ich das denn auch öffentlich mache. Langsam wirds lächerlich. Also ganz ehrlich muss man sich wundern, wenn wir jedes Mal darüber reden. Damit das klar ist. Ich finde die Videoschiedsrichter richtig gut. Ich finde es wichtig. Es macht viel Fairness rein, aber nicht raus zu gehen und sich das nicht anzugucken. Alles was ich erwartet habe, wenn er dann entscheidet, das ist so und mir zu sagen, dass seine Wahrnehmung wichtiger ist als das, was dann gesagt wird.

[01:22:29]

Also wir machen uns langsam lächerlich und da muss ich sagen, das ärgert mich, das ärgert mich für meine Jungs, für die Leistung und das hat auch keiner verdient, weil dann muss man sich wundern, dass wir jeden Tag Diskussionen führen, weil da machen wir uns zum Affen. Und das ist ganz ehrlich, das muss ich oft machen, das die Worte nicht zu doll werden, bevor mir wieder irgendeiner erklärt. Wir müssen sauber und respektvoll miteinander umgehen, weil Respekt bedeutet auch diesen Scheiß anzugucken und dann eine Entscheidung zu treffen.

[01:22:52]

Das ist respektvoller Umgang mit dem Gegner und nicht mit den Kleinen, die wir wieder nachgetreten haben.

[01:22:57]

Wie würdest du das grundsätzlich mal vom Weil ich hab danach auch gelesen, dass es jetzt von den Regeln her konform war, sag ich mal, weil. Wahrscheinlich weil wahrscheinlich weiß nicht der Schiri gesagt hat okay, ja, war abseits und er sagt Nee, ich da war ein Kontakt. Das heißt Abseits weg. Mir geht es auch gar nicht darum, wer was gepfiffen wird, oder weil wir sind ja bei dem Thema. So ein bisschen was kann man verbessern.

[01:23:23]

Ist es dann, wenn das regelkonform ist, dass er sich das nicht anguckt oder auch nicht angucken muss? Ist das dann vielleicht in deinen Augen auch ein Fehler? In der Regel, weil es sich eigentlich für alle anderen drumherum falsch anfühlt, dass er sich nicht anschaut?

[01:23:37]

Also der Schiri kann grundsätzlich sich jeder Szene anschauen, wenn er möchte. Also da gibt es jetzt nicht so einen. Also es gibt klares Protokoll, wann sozusagen ein Videospiele eingreifen darf, weshalb der Schiedsrichter rausgeht. Aber der Schiri hat trotzdem nach Protokoll Protokoll die Möglichkeit immer zu sagen das hab ich nicht klar wahrgenommen, das will ich mir nochmal anschauen. Das ist glaube ich gar nicht so richtig publik bis jetzt aber und wird auch selten genutzt. Aber die Möglichkeiten gebe es trotzdem auch immer nochmal selber zu sagen ich schaue es mir mal an, aber dem gegenüber standen sonst immer zwei andere Argumente, nämlich das Argument, dass man möglichst wenig Unterbrechungen wegen dem Videobeweis haben will und dass auch der Schiedsrichter auf dem Feld irgendwie mehr entscheiden soll und nicht irgendwie der Kölner Keller.

[01:24:19]

Und das spielt jetzt so ein bisschen aneinander reihen. Und grundsätzlich glaube ich, es ist immer gut, wenn nach umstrittenen Entscheidungen man sich das selber anschaut. Aber wenn man das klar wahrgenommen hat, dann kann ich auch verstehen, wie man in dem Augenblick dann vielleicht nicht darauf kommt, dass es dem Gegenüber aber so wichtig und warum, das hat das ja formuliert. Er hätte sogar mit der Entscheidung leben können, wenn er sich genau angeschaut hätte. Das würde ich jetzt nochmal sagen.

[01:24:44]

Das ist auch mein Feedback, was ich. Woche für Woche bekomme auch in Gladbach Dortmund Szene ging es dann darum voll oder nicht voll, aber dann kam von draußen Schaust dir wenigstens an, das hörst du jetzt ja an im leeren Stadion. Und dann kam für mich auch so ein Input. Der Ball ist nicht so klar gespielt und muss klÃren stoßen. Dann hab ich es mir selber angeschaut. Ich kann aber auch verstehen, wenn man wirklich überzeugt ist. So und es gab ja hinterher eine Tonspur, die da den Ballkontakt angeblich wiedergibt.

[01:25:10]

Ob es jetzt der Ball war oder nicht, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, was Tobias Stieler und Bongartz wirklich besprochen haben miteinander. Es ist immer schwer über irgendetwas zu urteilen, wo man nicht wirklich mit dabei war. Regeltechnisch wäre es so, wenn er den Ball berührt hat, dann ist das Spiel versucht, das Spielen des Balles, aber halt schlechtes Spielen des Balles, nicht gelungenes Spielen des Waldes. Das meinte ich ja vorhin mit Absatz. Es hat sich halt geändert.

[01:25:30]

Den letzten Jahren. So ein bisschen, das halt jetzt diese minimale Berührung schon ausreicht. Es ist halt auch für Abwehrspieler elementar. Man muss sich halt überlegen gehe ich noch irgendwie hin und erreicht ihn vielleicht minimal und er kommt trotzdem zum Stürmer durch und der steht aber eigentlich abseits. Gehe ich nicht hin und steht da im Abseits, steht der Treffer nicht. Das ist schon für Abwehrspieler in letzten Jahren immer schwerer geworden. Aber es ist natürlich das Ziel der FIFA, auch immer mehr Tore zu kreieren.

[01:25:53]

Immer mehr Spektakel. Das ist ja Teil dieser Regeländerung. Ob früher die Zuspiel Regelungen kam, dass man den Ball nicht mehr aufnimmt, dieses Abseits, das alles soll ja sozusagen zu mehr offensive Spektakel einladen und zu einer größeren Attraktivität. Und jetzt? In dem Fall wäre es, glaube ich, für Baumgart wichtig gewesen, da rauszugehen. Das war ihm glaube ich eine Herzensangelegenheit. Letztendlich, so wie er selber sagt, wäre das Ergebnis ja aber trotzdem das gleiche gewesen.

[01:26:18]

Tobias Stieler hatte da Kontakt wahrgenommen und im Fernsehbild sieht man nicht, dass da jetzt 10 Zentimeter Abstand sind zwischen Ball und Schienbein. Man sieht aber auch nicht, dass er ihn klar spielt. Und das war ja auch das, was ich vorhin meinte. Jede Kameraperspektive bietet manchmal eine andere Wahrheit. Also das weiß du, das bist du ja auch selber. Manchmal denkt ja vielleicht auch er. Das war doch gar kein Foul. Dann sieht er das im Fernsehen und denkt So, das habe ich aber selber ganz anders wahrgenommen auf dem Platz.

[01:26:46]

Und das heißt nicht immer das Fernsehen auch der Weisheit letzter Schluss ist. Und ich sage aber nicht als Entschuldigung für Schiedsrichter. Ich habe auch manchmal schon den Eindruck gehabt, ich habe falsch gelegen und das Fernsehen hat mich bestätigt, wo ich dann dachte Naja, aber vom Spieler feilten, dachte ich glaube, ich war ja anders. Und manchmal dachte ich, ich war total sicher, das ist richtig. Und dann wurde vom Fernsehen suggeriert Das ist falsch. Aber das ist die Macht der Bilder und der verschiedenen Perspektiven.

[01:27:08]

Und das meinte ich vorhin ja auch so, dass es Grenzen des Videobeweises gibt und das im Zweifel dann auch der Schiedsrichter natürlich auch irgendwann sagen muss Ja, ich hab das halt so wahrgenommen. Es gibt keine klaren Bilder, die das widerlegen. Man sieht halt da in Dortmund nicht, dass er den Ball berührt. Insofern wäre es vielleicht für die meisten naheliegender gewesen zu sehen. Der dachte vielleicht berührt, ihn aber dann doch nicht berührt. Wichtig ist ich nur für uns alle Schiedsrichter, für mich selber und für alle anderen.

[01:27:33]

Wenn es in wichtigen Spielen um etwas geht, sollten wir rausgehen und uns selber unsere Meinung bilden. Das ist, glaube ich nochmal elementar, weil es den Verein wichtig. Dann hat man seine Wahrnehmung auf dem Feld und außerhalb abgeglichen. Und ich glaube, dann ist das auch okay so. Und wenn dann immer noch der Trainer Manager anderer Meinung ist, dann muss man sich ja fachlich austauschen, dann ist es eben so. Aber das glaube ich nochmal so eine Lehre auch aus diesem Beispiel gewesen.

[01:28:00]

Vielleicht irgendwie unglücklich zwischen denen gelaufen in der Kommunikation, vielleicht auch in der Emotion von Steffen Baumgart. Vielleicht falsch verstanden, ja vielleicht nicht glücklich formuliert. Vielleicht eine Mischung aus beidem. Aber da ich nicht dabei war, möchte ich das auch nicht beurteilen. Aber er war sich sicher. Und dann muss er halt auch zu seiner Entscheidung stehen. Dafür ist er der Schiedsrichter. Also definitiv. Oder wie seht ihr das? Werdet ihr das? Wie würdet ihr euch das als Spieler sagt?

[01:28:22]

Ja, in dem Fall. All diese Unterbrechungen nerven ja schon, auch wenn der Schiene dann immer alle, nicht alle 10 Minuten damit nicht ins andere Extrem. Aber es nervt schon, auch wenn dann immer das Spielfluss unterbrochen wird und oder rausgehst oder stört euch das nicht?

[01:28:32]

Gefallen. Also ich finde also solange die Entscheidung positiv ausfällt, nervt es nicht. Aber nein, es ist schon alles schon.

[01:28:40]

Es stimmt zwar natürlich, hast recht, mich manchmal so nervt mich deshalb, wo du auch als Spieler selbst das Gefühl am Platz, die Entscheidungen wie sie jetzt war es richtig. Du musst jetzt noch zehnmal nachfragen und zehn Minuten warten, um die Bestätigung zu holen. Also ist ja ganz oft nach Toren glaube ich würde immer irgendwie etwas kontrollieren. Also Tore würde mir nochmal genau angeguckt. Ja, genau, jedes Tor. Und du denkst, dabei war ich einmal ein Gegentor bekommen und da war irgendwie gefühlt gar nix irgendwie zu erkennen, was man kontrollieren muss, sondern es hat noch zwei Minuten gedauert und dann wird das Tor gegeben und vielleicht entscheidet dann wann Tor und fertig.

[01:29:13]

So, das ist das und das nervt manchmal so, aber sonst glaube ich dann lieber ne halbe Minute mehr nehmen, damit die Entscheidung richtig ist, als dann irgendwie unter Zeitdruck zu stehen.

[01:29:23]

Ich glaube auch, weil gerade bei Tor Elfmeter und sowas. So wie du gesagt, das wird ja sowieso geguckt und mit ein bisschen Gefühl sag ich mal Kocsis dir halt einfach nochmal an. In dem Fall hätte ja sein können, dass die Bilder zeigen Okay, der Fuß ist wirklich vom Ball zehn Zentimeter weg. Das heißt, er hat ihn definitiv nicht berührt, er falsch wahrgenommen. Aber die, die die Bilder haben. Na ja. Weder widerlegt noch bestätigt. Er hat einfach bei seiner Entscheidung bleiben können und fertig.

[01:29:52]

Ich glaube, dass es wichtig gewesen wäre. Ich hatte es auch schon. Ich habe es auch schon andersherum, wo man einfach manchmal denkt, wir hatten es jetzt irgendwie vor. Vor einem Monat, da Heimspiel gegen Levante, da gab's einen, gab's einen Elfmeter. Und da war die Frage drinnen oder draußen. So, und dann war halt wirklich. Ich hab dann auch jetzt natürlich im Nachhinein gesehen. Der Schiri gibt Elfmeter. Also der war. Er hat Freistoß gegeben, der war, hat gesagt Nein, da hat mit der Hacke irgendwie den, den die Linie berührt, sondern das ist ja das Gute an den leeren Stadion.

[01:30:25]

Dann merkst du so wie unser Banken und alles dann nochmal richtig unruhig wurde kurz vor Elfmeter, weil die es gesehen haben und der Meinung waren Nein, da war klar draußen und da bin ich auch dem Schiri und habe gesagt Ach, schaust dir doch einfach nochmal an! Geh doch mal raus, schau doch, schau doch mal selbst drauf. Dann hat er und dann sagte er Nee, das ist nicht sein Job. Fand ich ja gut. Alles klar dann.

[01:30:47]

Und das. Das hat dann irgendwie manchmal auch bei einigen Schiedsrichtern so ein bisschen so einen Spruch bestätigt von Mourinho. Manchmal, dass das einige Schiedsrichter auch im Endeffekt nur Assistent vom Videoschiedsrichter sind, so dass sie dann wirklich sich nur noch darauf und darauf konzentrieren. Und da bei jedem Mal nachfragen und das eben nix selbst mehr machen, weiß er ja nicht diese eigene Überzeugung haben oder einfach nochmal sich selbst anzuschauen. Und das finde ich dann in gewissen Situationen manchmal schwierig den Spielern gegenüber zu erklären oder eben dem Trainer.

[01:31:20]

Und damit erzeugt man halt auch mal so ein bisschen Frust, weil so eine Aussage, auch wenn es in dem Fall vielleicht begründet ist zu sagen Okay, die hier, die Technik, die Linien sehen besser. Ob da jemand noch eine Linie berührt oder nicht. Aber aber vom Allgemeinen her geh nochmal raus, guck dir das an. Es sei denn Elfmeter, entscheidende Situationen geht nicht um. Einfach ein Foul im Mittelfeld und dann komm wieder und lass es bei Elfmeter.

[01:31:44]

Aber aber so ein Satz dem Spieler gegenüber nenne, das ist hier das ist nicht mein Job, das muss ich nicht machen. Das ist so nach der Art Du bist der Schiedsrichter. Verdammt nochmal, weißt du. Was ist passiert? Das ist ein Elfmeter Entscheidung. Und das ist dann manchmal ein bisschen.

[01:31:58]

Es ist halt so, dass das Faktische das Faktische ist halt nach Protokoll in dem Video Assistenten so übermittelt. Also nach dem Motto man will halt nicht, dass die so oft rausgehen, weil man den eigentlichen Spielfluss nicht unterbrechen will und das Spiel nicht im Grundsatz so verändern will. Und dann sagt man halt alles was faktisch ist. Was. Was ich ja vorhin schon mal sagte, ist der Ball im Aus und nicht im Aus ist. Er ist voll im Strafraum oder außerhalb.

[01:32:19]

Es ist abseits. Ja oder nein. Das sind Entscheidungen, die eigentlich der Videospiele alleine treffen soll. So ist erst einmal die Auslegung so. Aber ich merke ja auch bei dir, dass du den Wunsch hast, du willst irgendwie, dass du weißt, dass der Schiri, der auf dem Feld das entschieden hat, das entschieden hat und nicht irgendwo Minütchen und im Hintergrund. Na klar. Das meine ich eben so. Aber das ist vielleicht aber bei anderen wieder anders.

[01:32:38]

Andere wollen es vielleicht nicht so. Es ist natürlich auch so, die Wünsche der Leute sind auch manchmal unterschiedlich. Aber sowas was ich sollte, bekommen wir auch von Spielern und Trainern ist genau das Gleiche. Auch sie wollen dann, wenn schon etwas so Elementares ist, dass man sich lieber einmal mehr anschaut, so persönlich halt auch. Also nicht, dass man sich auf irgendjemanden in Köln verlässt, auf denen man im Zweifel dann sagen kann Ich habe ja nicht einmal Köln, sondern diese Altersgrenze, die liegt ja bei 47 Jahren.

[01:33:03]

Du bist jetzt 47. Das bedeutet also, dieses Jahr ist vorbei?

[01:33:06]

Ja, eigentlich schon. Also so ist mein Plan. So ist der Plan vom DFB. Sie wollen, so haben diese Regeln irgendwann aufgestellt. Früher war mal 50. Dann haben sie auf 47 reduziert. Es ist auch verständlich. Weil sonst würden irgendwann die Schiedsmann immer älter werden und würde gar keiner mehr nachkommen. Also so braucht es ja auch eine gewisse Fluktuation. Trotzdem finde ich, dass diese Altersgrenze sehr willkürlich gesetzt hätte, auch 46 48 sein können. Grundsätzlich bin ich halt eher der Meinung, dass Leistung über allem zählt in der Bundesliga und dass die besten der Bundesliga pfeifen sollen.

[01:33:36]

Und solange ich wie in der Hinrunde noch Bayern, Dortmund und Gladbach Dortmund den Spielern folgen kann, auch noch in der 90. Minute, sollte es eigentlich das Problem sein. Aber ich konnte mich jetzt jahrelang darauf vorbereiten und das ist auch jetzt so mein Plan. Es sind jetzt generell nochmal Gespräche mit dem DFB avisiert. Vieles möglich ab Sommer. Ich schaue mir das an. Ich gehe da echt ergebnisoffen rein. Und ein bisschen schade wäre es jetzt, wenn gar keine Zuschauer mehr kommen.

[01:33:59]

Muss ich ganz ehrlich sagen. So aufzuhören wäre schon ein bisschen schade. Ehrlich gesagt glaube ich Fanta, dass sie bei BB auch eine gute Lösung gefunden haben, dass sie hier nochmal dieses Liga Pokalfinale Spiel gegeben haben.

[01:34:09]

Das ist genau das gleiche, als wenn du sagst okay, ab 33 darf man auch nicht mehr Nationalspieler sein, obwohl da eigentlich noch viel besser ist als die 23-Jährigen. Also das was wir aus Spieler Sicht können, das glaube ich und ich glaube, da spreche ich für sehr sehr viele Spieler oder nicht. Ich nicht. Ich glaube, ich weiß das.

[01:34:27]

Wir finden das natürlich eine absolute Quatsch Regel. Also es sollen die besten pfeifen. Es gibt zwar viele gute Schiedsrichter, aber die fallen jetzt auch nicht vom Himmel. Und das heißt auch nicht, dass der 20-Jährige direkt top ist. Und ich bin bei dir, dass man natürlich wie auch bei den Spielern immer wieder auch Junge braucht, die hinterherkommen. Aber am Ende des Tages müssen einfach die Schiedsrichter, die am besten sind und da ist ganz klar, dass du dazu gehörst.

[01:34:53]

Und dass das wegen einer Altersgrenze dann irgendwie die guten Schiedsrichter, die wir noch haben, da irgendwie dann mit einer Altersgrenze irgendwie rauszubekommen. Das ja. Also das ist glaube ich mehr, mehr als unverständlich. Und von daher mal schauen, was da rauskommt. Aber ich bin mir sicher, dass viele Spieler, die ich gerne noch dabei hätten, weil weil es einfach gut funktioniert und trotzdem alles natürlich komplett unparteiisch ist. Und genau so war das jetzt auch heute.

[01:35:28]

Manuel Das großen Spaß gemacht. Ich glaube nicht, Felix. Ich glaube, Felix auch. Wir sind jetzt auf jeden Fall sind jetzt am Ende.

[01:35:35]

Und ja, ich würde sagen, dir auf jeden Fall. Egal was kommt ab Sommer. Alles Gute. Und wer hat hier heute großen Spaß gemacht? Und ich bin mir sicher, dass das das eine eine tolle Sichtweise ist, auch auf dem Fußball für für für alle, die uns zuhören. Von daher von meiner Seite aus aus Madrid ein herzliches Danke! Felix kann das hier noch gleich schließen, denn den Laden und ja, wir hören uns dann nächste Woche wieder.

[01:36:02]

Ja, danke euch! Vielen Dank für die für die Einladung zu diesem Gespräch. Im Podcast hat mir auch viel Spaß gemacht. Ist ja dann irgendwie auch mal ganz anders. So persönlich über die Dinge zu sprechen war ja sozusagen meine Premiere. Ich hoffe, es war nicht zu theoretisch manchmal oder so, sondern hat irgendwie den Zuhörern Spaß gemacht und gefallen. Vielen Dank nochmal. Wirklich und euch viel Erfolg und Feliks sehe ich ja vielleicht noch einmal.

[01:36:26]

Es würde mich freuen, würde mich freuen. Also mir hat's auch Spaß gemacht, hier nochmal aus Braunschweig herauszulösen statt nochmal vielen Dank. Hat echt Spaß. Schön, dass du dabei warst. Und dann haben wir doch am besten darauf ne Entschlusse.

[01:36:38]

Sag ich mal danke. Es ist einfach.

[01:36:44]

Meinen Lippen ist eine Studiobühne Produktion mit freundlicher Unterstützung der Florida Entertainment. Neue Folgen gibt's alle zwei Wochen. Immer mittwochs, überall wo es Podcasts gibt.