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Das Handelsblatt Morning Briefing von Sven Höppe. Guten Morgen allerseits! Heute ist Freitag der 28. August. Und das sind unsere Themen via Karts. Horror, Bilanz. Droht Amerika der Abstieg? Reich, reicher Basars.

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Wirecard Bilanz. Der ehemalige Dax-Konzern Wirecard steht nicht nur im Verdacht, für den größten Betrugsskandal der deutschen Börsengeschichte verantwortlich zu sein. Die Schlussbilanz des insolventen Unternehmens ist obendrein desaströs. Den Verbindlichkeiten von 3,2 Milliarden Euro stehen gerade einmal 26 Millionen Euro an frei verfügbaren Mitteln gegenüber. Die Zahlungsunfähigkeit von Wirecard manifestiert sich in einer Liquiditäts Lücke von 99 Prozent. So steht es im Bericht des Insolvenzverwalters Michael Jaffé, der dem Handelsblatt vorliegt. Am Ende war Wirecard kaum mehr als ein Scheinriesen mit krimineller Energie.

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Für die Gläubiger bedeutet via Kaz Horror Bilanz nichts Gutes. Selbst inklusive der Vermögenswerte bleibt ein bilanzielle Minus von 2,8 Milliarden Euro. Insolvenzverwalter Jaffé kommt in seinem Bericht deshalb zu einem klaren Ergebnis Die überschuldete Weia Kart AG hat keine Chance, in irgendeiner Form weitergeführt zu werden. Das Schlußkapitel des einstigen Börsen Stars Wirecard gehört zu den Unrühmliches der deutschen Wirtschaftsgeschichte.

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Delivery Hero Wirecard wurde im Dax von Delivery Hero abgelöst, der Essens Bring Dienst beansprucht wenige Tage nach dem Dax Aufstieg ebenfalls die Nerven der Anleger. Bisher hat das Unternehmen noch kein Geld verdient. Gestern musste Firmengründer Niklas öst Berg bei der Präsentation der Halbjahreszahlen einen Verlust von 460 Millionen Euro erklären. Das ist doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Die Delivery Hero Aktie beendete den Handel denn auch als Tages Verlierer mit einem Minus von mehr als vier Prozent. Die Geschichte vom bedingungslosen Wachstum überzeugt nicht alle Investoren.

[00:02:20]

Gewinne sind kein Wert an sich, aber auf Dauer unverzichtbar.

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Coruna ängste Angesichts der unverändert hohen Zahlen an täglichen Corona Neuinfektionen wächst in den politischen Chefetagen der Bundesrepublik die Sorge vor einer zweiten Welle. Kanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Bundesländer haben deshalb gestern die Maßnahmen im Kampf gegen die Epidemie verschärft. Unter anderem soll ein Mindest Bußgeld von 50 Euro bei Verstößen gegen die Masken Pflicht erhoben werden. Auch soll auf Reisen in ausgewiesene Risikogebieten verzichtet werden. Bei Verstößen gegen die Einhaltung der Quarantäne Pflichten wird künftig ein empfindliches Bußgeld drohen. Zudem sollen Großveranstaltungen bis zum Jahresende verboten werden.

[00:03:07]

Merkel sagte zur Verteidigung der zusätzlichen Maßnahmen, dass sie den jüngsten Anstieg der Infektionen Zahlen sehr ernst nehme. Wir müssen wachsam sein, mahnte die Kanzlerin. Bund und Länder seien sich einig, dass weitere öffnung Schritte vorerst nicht zu rechtfertigen seien. Bis zur Rückkehr zur Normalität bleibt es ganz erkennbar ein steiniger und schmerzhafter Weg für die wirtschaftliche Gesundung des Landes. Sind das keine guten Nachrichten?

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Aussicht auf Impfstoff Für einen Hoffnungsschimmer im Kampf gegen Corvey 19 sorgte gestern Abend Der Finanzchef des deutschen Biotech-Unternehmen Skywalk, Pierce Muller, sprach auf der erstmals virtuell veranstalteten Konferenz Investment Live von Handelsblatt und Deutsche Bank. Er kündigte an, dass Koubek bereits Mitte nächsten Jahres einen wirksamen Coruna Impfstoff anbieten könne. Hoffentlich stimmt die Prognose.

[00:04:03]

Amerika in Schwierigkeiten. Make America great again lautete das zentrale Versprechen von Donald Trump im Wahlkampf vor vier Jahren. Nach einer umfangreichen Deregulierung der Wirtschaft und einer historischen Steuersenkung sah es sogar danach aus, als ob der US-Präsident sein Versprechen einlösen könnte. Doch die Folgen des unerbittlich geführten Handelskrieg mit China und das Missmanagement der Corona Krise haben den Plan konterkariert. Aktuell kämpft die Supermacht mit wachsenden Schulden, einer hohen Arbeitslosigkeit und einer zutiefst gespaltenen Gesellschaft. Die Handelsblatt Titelgeschichte beschäftigt sich vor diesem Hintergrund mit der Frage Droht Amerika der Abstieg?

[00:04:47]

Martin Richenhagen ist einer der wenigen Deutschen, die einen US-Konzern leiten. Der scheidende Chef des amerikanischen Agrarkonzerne AKO zieht im Interview mit dem Handelsblatt nach vier Jahren Trump eine enttäuschende Bilanz. Sein Gesamturteil in Schulnoten ausgedrückt mangelhaft. Die außenpolitischen Auseinandersetzungen mit fast allen wichtigen Wirtschaftspartner hält Richenhagen für einen schweren Fehler. Innenpolitisch sei Trump ein Scharfmacher, ein Rassist. Man muss sich fragen Was hat der Mann für ethische Grundsätze?

[00:05:19]

Pflichtlektüre für alle Amerika Freunde.

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Und dann ist da noch Jeff Bezos Der Amazon-Gründer ist mit einem Vermögen von mehr als 200 Milliarden Dollar der mit Abstand reichste Mensch der Welt. Der Börsenwert des Online-Händlers ist in diesem Jahr um fast 90 Prozent auf 1,7 Billionen Dollar gestiegen, was mehr als die Wirtschaftsleistung ganzer Staaten ist. Wer bisher Zweifel hatte, ob die Marktmacht von Amazon ein ungesundes Ausmaß angenommen hat, sollte spätestens jetzt nachdenklich werden. Ich wünsche Ihnen ein erholsamen Wochenende. Herzliche Grüße Sven Hübl.

[00:06:01]

Ab 17 Uhr sprechen wir bei Handelsblatt Today über alle Themen, die die Finanzwelt bewegen. Das kann auch das Thema Nachhaltigkeit sein, das in allen Bereichen unseres Lebens immer wichtiger wird und längst auch in der Finanzwelt angekommen ist. Denn immer mehr Anleger achten bei ihren Investments auf Nachhaltigkeit und stellen höhere Anforderungen an Unternehmen. Dieses und andere Themen präsentiert von unserem Initiativ Partner, der Hypo-Vereinsbank Kriwet Banking. Sie hörten das Handelsblatt Morning Briefing von Sven Affair Opel, gesprochen von Peter Hoffmann.