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Ich wollte eigentlich immer anderen Menschen helfen. Pathologisch gesprochen würde man jetzt vom Helfersyndrom sprechen, da solche offenbar schon als Kind gab und in der Medizin bin ich halt gegangen, um man anderen Leuten zu helfen und das aus der Medizin sich dann in die Vorbeugung Medizin gekommen, von dort in die Politik. Das ist ein relativ klarer Weg und daher ist der Beruf für mich natürlich wichtig. Also ich brauche im Prinzip diese Aufgabe, um mir selbst das Gefühl zu geben, noch an dem weiterzuarbeiten, was ich eigentlich immer gewollt habe.

[00:00:31]

Also einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, dass wir besser miteinander leben. Willkommen im Hotel Matze, dem Interview Podcast war mit Vergnügen. Ich bin Matze und ich treffe mich hier mit den für mich besten der Besten, mit Künstlerinnen, Mitunternehmer in und mit schlauen Typen und versuche herauszufinden, wie die so ticken. Mich interessiert, was sie antreibt, was sie inspiriert. Ich will wissen, wie der Alltag aussieht. Ich will wissen, warum sie das machen, was sie machen, wie sie das machen.

[00:00:58]

Ich möchte von ihnen lernen. Ihr seid von ihr lernen und natürlich eine gute Zeit im Thema zu haben. Bevor ich mein heutigen Gast vorstelle, möchte ich euch zuerst den Supporter vorstellen.

[00:01:09]

Mein heutiger Supporter ist eine App, die ich sehr, sehr häufig nutze und vielen von euch schon bekannt sein dürfte. Es ist Blink ist Blink ist eine App, mit der man mehr als 3000 Sachbüchern je nach 15 Minuten lesen oder anhören kann. Es gibt neuste Ratgeber, zeitlose Klassiker oder vieldiskutierte Bestseller zu entdecken. Dabei könnt ihr aus Mertz 25 Kategorien wie z.B. Produktivität, Psychologie, Wissenschaft und persönliche Entwicklung wählen. Außerdem gibt es am Ende eines jeden Blinky Tipps und Tricks für den Alltag und Beruf.

[00:01:37]

Alle Titel stehen euch auf Deutsch oder Englisch zur Verfügung und jeden Monat kommt circa 40 50 minütige Titel hinzu. Flinkes ist ideal, um kurz in ein Buch rein zu hören oder zu lesen und den wesentlichen Inhalt mitzunehmen. Ich lese z.B. gerade Breed von James Nestor, was ein sehr, sehr faszinierendes Buch über das Atmen ist.

[00:01:54]

Es gibt mal wieder eine tolle Aktion exklusiv für heute Matze Höhrer auf blinkend Punkte e Slash Route Matze Halte dir 25 prozent Rabatt auf das Jahresabo blinkend Premium Vorher kann man das ganze natürlich kostenlos sieben Tage lang testen. Blink ist schreibt man b Ely entkam ist Punkte Slash Hotel Matze Da gibt's dann den Rabatt. Vielen herzlichen Dank an blinkend. Und nun zu meinem heutigen Gast.

[00:02:22]

Mein heutiger Gast ist Karl Lauterbach. Professor Dr. Karl Lauterbach ist Epidemiologe, SPD-Politiker und gerade einer der präsentes stimmen, wenn es um Corona geht. Im letzten Jahr saß niemand so oft in deutschen Talkshows. Wer seinen Twitter-Kanal, schätzt er die aktuelle Lage ein und interpretiert Studien. Zusammen mit anderen Wissenschaftlerinnen berät er die Regierung. Mir ist das schon vor ein paar Jahren durch seine Fliege aufgefallen und seine nicht so leicht zu fassen kriegen der Art und Weise, die vielleicht daran liegt, dass er eben Wissenschaftler und Politiker ist und damit irgendwie zwischen den Stühlen steht.

[00:02:53]

Denn was ist wichtiger? Die Wahrheit oder die Mehrheit? Darüber wollte ich mit ihm sprechen. Wir haben uns und das ist heute sehr sehr wichtig am 9.2. 2021 remote unterhalten, also einen Tag vor einer sehr wichtigen Ministerpräsidentenkonferenz, in der es um neueste Corona Beschlüsse geht. Und auf die beziehen wir uns auch während des Gesprächs. Ein ziemlich ungünstiger Tag, könnte man sagen, um ein ausgeruhten Hotel Matze Gespräch zu führen. Ich wollte es noch nicht verschieben, weil ich es sehr, sehr spannend fand, genau so einen Moment auch mal hinein zu summen.

[00:03:23]

Herr Lauterbach erklärt mir, wie er zu seinen Einschätzungen kommt, wer den Politiker und den Wissenschaftler Lauterbach unter einen Hut bekommt. Wir resilient bleibt und warum er das alles überhaupt macht. Anders als bei den anderen Gesprächen ist es wirklich um einiges hektischer. Herr Lauterbach spricht recht schnell, sein Telefon klingelt immer wieder und am Anfang war die Verbindung nicht ganz optimal. Ich habe aber das Gefühl, dass es sich lohnt. Denn ich habe wirklich mehr über die aktuellen Beschlüsse und wie sie zustande kommen erfahren.

[00:03:48]

Und ich habe auch ein bisschen verstanden, wie Karl Lauterbach so tickt. Und am Ende haben wir uns auch für eine zweite Runde verabredet. Natürlich, wenn es viel, viel ruhiger ist. Hier kommt erst mal die erste Runde. Ich wünsche euch viel Vergnügen im Hotel. Matze Karl Lauterbach.

[00:04:05]

Wie geht's? Heute Benimm auf am 9. 2 2021 ist ein wichtiger Tag. Heute glaube ich ja.

[00:04:11]

Heut ist viel wichtiger. Es jetzt so ein bisschen einen Wendepunkt in der Panamera auf der einen Seite es senkt die Fallzahl sehr stark. Auf der anderen Seite verbreiten sich im Hintergrund sehr gefährliche Mutationen aus England und insbesondere aus Südafrika. Und darüber versuche ich seit Tagen im politischen Umfeld an den Ministerpräsidenten Kanzler an. Also in allen möglichen Gremien aufzuklären, da bin ich nicht allein mit vielen anderen zusammen. Und ich versuche zu verhindern, dass wir jetzt Lockerungen beschließen. Die Bevölkerung will Lockerungen, weil die Bevölkerung sieht, die Fallzahlen sinken jetzt schon so lange im Shutdown.

[00:04:50]

Die Bevölkerung ist quasi wund gerieben und möchte also eher Ankündigungen von Lockerungen, aber sehr einfach epidemiologische wer ist. Nicht wirklich geboten. Und da findet derzeit also ein Gerangel statt, also sowohl hinter den Kulissen, aber auch vor den Kulissen, also auch in der öffentlichen Auseinandersetzung und in diesem, in diesem Prozess, so bin ich auf allen Ebenen mit eingebunden und naja, es ist halt ein Stress solcher Tag.

[00:05:20]

Ich habe in der Vorbereitung natürlich alles Mögliche angeguckt von ihnen. Und eine Sache ist mir aufgefallen auf Twitter da gibt es einen Header Bild und da ist eine grüne gemähte Wiese drauf. Da ist eine kleine Brücke zu sehen. Da sieht es wahnsinnig idyllisch aus und überhaupt nicht so wie die Bilder, die man gerade von ihnen hauptsächlich sieht. Darf ich fragen, wo dieses Bild entstanden ist und was darauf zu sehen ist?

[00:05:45]

Das ist quasi der Garten meines Elternhauses und ich besuche sehr regelmäßig am Wochenende meine noch lebende, fast 86 Jahre alte Mutter und wir sitzen dann dort auf der Terrasse und ich blicke quasi also vom Elternhaus weg, so wie ich von dort auch früher aufgebrochen bin. Und die Anfahrt ist mehr oder weniger seit Jahrzehnten unverändert. Das, was man da sieht.

[00:06:12]

Also das ist wirklich wo der kleine Kare sozusagen wenn er losgerannt ist über diese Brücke quasi Garant, die man dort sieht.

[00:06:19]

Über dieser Brücke bin ich zum Bus gerannt, um den Bus noch zu bekommen, in letzter Sekunde, um damit zum Gymnasium zu fahren.

[00:06:26]

Ach, das ist aber schön. Weil ich habe mich gefragt, wann sie zum letzten einen Moment der Idylle hatten. Eigentlich waren das zum letzten, wenn man sie wirklich sah. Das ist ja ein sehr, sehr, sehr idyllisches Bild, finde ich.

[00:06:38]

Also ich habe in der Tat regelmäßig auch Bilder der Idylle. Ich liebe die Landschaft, also Rheinland sehr. Meine Schwester wohnt im Rheinland hervor Eifel. Dort gehe ich auch häufig mit ihr spazieren und auch der Rest der Familie liebt diese Gegend sehr. Von daher. Die Idylle ist mir wertvoll. Im Moment wenig Zeit, das zu genießen. Bin aber immer wieder in der Lage, das noch anzusteuern, insbesondere bei den Besuchern meiner Mutter oder meiner meiner Schwester.

[00:07:10]

Ja, sie haben gerade schon gesagt, dass sie ja unsere Gesellschaft wund gerieben ist. Und mir ist es auch so ein bisschen aufgefallen, als ich mich mit dem beschäftigt habe, dass alle Videos, die man so eher vor der Pandemie gesehen hat, einen etwas lustigere Strahlen darin. Herr Lauterbach gesehen hat. Und natürlich ist es heute so ein besonderer Tag, aber wie wund gerieben fühlen Sie sich?

[00:07:35]

Ich weiß nicht, ob wund gerieben bei mir der richtige Ausdruck ist, aber es ist natürlich etwas, was keinen Spaß macht. Diese Arbeit ist fordernd und zwar deshalb, weil wir natürlich alle das bin nicht nur ich, sondern wir haben ja alle auch eine große Verantwortung. Also das, was wir sagen, muss zum einen richtig sein. Das heißt, die Studien, die ich jeden Tag lese und interpretiere, die muss ich richtig verstehen, richtig interpretieren und es mir nur möglich, indem ich halt mit vielen anderen Wissenschaftlern auch über die Studie entspreche, sodass es zu einer gemeinsamen Verständnis Grundlage überhaupt kommt, dass man aus den gleichen Studien, wenn man es gleich versteht, dann unterschiedliche Rückschlüsse nach 10 kann.

[00:08:14]

Das ist unbenommen. Aber erstmal muss man ja so sagen die Studien richtig tief gut verstehen. Das erfordert genaues Lesen und viele Absparen. Das ist kompliziert zu organisieren. Da darf kein Fehler passieren. Dazu muss man immer im politischen Umfeld aus mal ausdrücklich darauf achten, dass nicht so ausgedrückt wird, dass es gegen einen verwendet werden kann. Das, was verletzt werden kann. Diejenigen, die mit anderen Meinungen unterwegs sind, also achten zum Teil auch sehr darauf, dass etwas, was man gesagt hat, bewusst missverstanden werden kann.

[00:08:49]

Also im Volksmund nannte man es früher, dass einem die Worte im Mund herum gedreht werden. Und darauf sind heute Leute spezialisiert. Die schauen nach Lücken, nach Verletzbarkeit, Lücken, in denen man eindringen kann, um das Gegenüber zu diskreditieren. Darauf muss man achten. Das ist ein Steiß Aspekt. Und natürlich ist auch schwierig. Also zum Teil Positionen vertreten zu müssen, die unpopulär sind. Und indem man aber vertreten muss, weil man einfach eine bessere Datengrundlage hat oder ein besseres Verständnis der Situation.

[00:09:24]

Und der Überbringer der guten Nachricht ist natürlich immer deutlich beliebter als der Überbringer einer gemischten Nachricht oder einer Unsicherheit oder gar einer schlechten Nachricht. Und in der Situation finden sich derzeit viele Wissenschaftler. Und ich bin daher in den Welten der Politik und in der Welt der Wissenschaft parallel unterwegs, muss jeweils sehr genau darauf achten, was ich sage, wie fundiert das ist, wie es aussieht. Und das ist natürlich nicht ohne Streit.

[00:09:54]

Also Sie haben vor einer ganzen Weile ein Interview mit Gregor Gysi gemacht. Das hatte ich mir angeguckt und er sagte. Den schönen Satz In der Politik geht es nicht um die Wahrheit, sondern um die Mehrheit. Und da haben sie gar nicht so viel zugesagt. Ich habe mich gefragt, Sie sagen das ja auch gerade, wie das zusammengeht, also wie die Fakten eines Wissenschaftlers mit der Arbeit, mit denen sie arbeiten. Und eben dieses es geht ja um Mehrheiten, um Beliebtheit, um eher gute Nachrichten.

[00:10:23]

Wie? Wie sieht dieser Konflikt in Ihnen selbst aus?

[00:10:29]

Ich versuche, die Mehrheit von der Wahrheit zu überzeugen. In der Politik gibt es im Prinzip also wenn man so will, zwei Gruppen eine große Gruppe, die versucht, auf der Grundlage der Wahrheit die Mehrheit zu erreichen. Und es gibt eine kleinere Gruppe, die versucht, die Mehrheit zu erreichen, zum Teil ohne dass sie auf die Wahrheit viel achtet oder zum Teil auch mit der Unwahrheit. Mittlerweile ist es auch ein beliebtes und erfolgreiches politisches Geschäftsmodell geworden, mit gezielter Unwahrheit die Mehrheit zu erreichen.

[00:11:02]

Und das ist neu. Die Soziologen, die sozialen Medien machen das möglich. Wir ermöglichen also sehr viel besser als früher mit einer Lüge oder mit der Unwahrheit, Mehrheiten zu bilden, Mehrheiten zu erreichen. Somit sind diese sozialen Medien ein gutes Instrument, ein sehr wirksames Instrument, mit einem langen Hebel über Unwahrheit die Mehrheit zu erreichen oder zu verunsichern.

[00:11:29]

Das ist ja sehr das Außen, aber ich stell mir vor, dass es auch innerlich bei Ihnen selbst, also in Ihnen das Schlagen im Grunde, auch wenn ich das so richtig sehe, zwei, zwei Herzen sein ist das politische Herz und das andere ist natürlich auch das wissen schaftlichen Herz. Also gibt es da Konflikte? Gibt es manchmal Situationen, wo Sie sagen Also wenn ich das also wenn ich jetzt wieder derjenige bin, der das und das sagt, dann geht das auf Kosten der des einen Herzens oder auf Kosten des anderen Herzens.

[00:11:57]

Kennen Sie diese Konflikte?

[00:11:59]

Die Konflikte kenne ich, die löse ich aber immer so auf, dass ich tatsächlich in einer solchen Situation in der Pandemie Zeit, dass ich da wenig darum gebe, dass ich dann die ein oder andere politische Unterstützung verliere. Also wenn ich so etwas sage, was zwar unbelebte ist, aber was gesagt werden muss. Also tatsächlich war ich nie bereit. Also sagen wir sehr viel an, sagen wir Wahrheits. Treue aufzugeben, um politischen Landgewinn zu gewinnen, geht, sondern in einer solchen Notlage, in der sich die gesamte Bevölkerung befindet.

[00:12:36]

Also bin ich dazu noch weniger bereit. Was ist, wenn ich politisch Konsequenzen dafür zahlen muss, wenn ich z.B. durch die Positionen, die ich vertrete, die nicht bei jedem so beliebt ist und die auch oft Dinge verkündet, die man lieber nicht verkünden müsste, wenn es z.B. zur Folge hätte, dass ich das Bundestagsmandat nicht halten kann, z.B. nicht wiedergewählt werde, dann ist es ebenso. Aber ich bin jetzt nicht an dem Punkt. Also ich glaube nicht, dass das der Fall ist, sondern ich glaube, dass ich wiedergewählt werde.

[00:13:05]

Aber selbst wenn es eine politische Laufbahn kosten würde, dann würde ich das tun oder auch noch in Kauf nehmen. Wenn ich jetzt in einer solchen landesweiten Notlage, also mich dafür nicht verbiegen müsste. Hat sich das bei Ihnen verändert? Also hat diese Notlage das verändert?

[00:13:24]

Mehr Ich weiß es nicht. War also auch in der Vergangenheit schon zunehmend zu der Überzeugung gekommen, dass es in der Politik dieses Geschäftsmodell mit Unwahrheiten oder mit seichten Sprüchen oder ohne zur Sache zu sprechen. Weiter kommt uns, dass uns das nicht mehr viel weiterhilft. Ich hatte mich ja schon vor dieser Katastrophe hatte ich mich dafür sehr stark eingesetzt, in der eigenen Partei, der SPD den Klimaschutz sehr viel stärker in den Vordergrund zu stellen. Ich habe mir ja sogar angetreten als Parteivorsitzender, potentieller Parteivorsitzender mit Nina Scheer, um die SPD quasi neu zu erfinden als einer viel stärker Klimaschutz orientierte, umwelt orientierte Partei.

[00:14:07]

Und auch das war ein radikaler Neubeginn. Der hat mir viele Feinde auch in der Partei, leider also besorgt. Und auch da bin ich der Meinung, man kommt mit. Sage ja mal Halbwahrheiten oder Metall schälen Geschwindigkeiten bei großen Krisen einfach nicht weiter. Und ich glaube, dass die Zahl der Politiker, die das so sehen, wie ich das sehe, zunimmt, sodass wir mehr Wissenschaftler in die Politik bringen müssen. Wir müssen aber auch in der Politik uns angewöhnen, wissenschaftliche Erkenntnisse stärker zu integrieren.

[00:14:42]

Auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die jetzt nicht unbedingt populär in der Kommunikation sind.

[00:14:48]

Wie kann ich mir das vorstellen?

[00:14:49]

Sie haben mir schon erzählt, dass Sie also um eine gute Entscheidung treffen zu können oder bzw. auch vor allen Dingen dann Empfehlungen, müssen Sie ganz viele Studien lesen. Ich kann ich mir Ihre Wissensarbeit vorstellen, auch vor allen Dingen in der Zeit wo jetzt sprechen wir gerade? Es gibt Termine. Das war jetzt auch nicht einfach, diese Stunde zu bekommen. Aber jetzt geht ja die ganze Zeit. Jeden Tag, kann ich mir vorstellen, haben Sie unendlich viele Termine.

[00:15:13]

Wann findet die Wissensarbeit statt?

[00:15:15]

Über den Tag verteilt? In der heutigen Zeit natürlich. Und sonst mache ich das in der Regel spät am Abend oder nachts muss man sagen, weil ich bin immer spät Abend oder Nachtarbeiter gewesen und habe auch an den ja, mittlerweile, also fast. Also wenn man die beratende ZAT mitzählt 15 16 Jahren Politik habe ich immer weiter auch zusätzlich die Studienlage, also sehr genau studiert in dem Bereich, in dem ich mein besonderes Interesse habe, nämlich in der Epidemiologie. Da habe ich ja auch einen Lehrstuhl.

[00:15:43]

Der Lehrstuhl, also an der Uni Köln ruht derzeit letzten Gesundheitsökonomie und klinische Epidemiologie. Die klinische Epidemiologie hat mich in den letzten Jahren mehr interessiert als die eigentliche Gesundheitsökonomie. Das muss ich offen sagen. Und da lese ich halt am späten Abend. Ich bin eingebunden in ein Netzwerk von Wissenschaftlern, mit denen ich auch zusammenarbeite, die mir helfen, relevante Studien zu erkennen und umgekehrt. Und daher ist das quasi eine eingeübte Routine. Die hat natürlich jetzt eine ganz andere Dimension gewonnen in der Covey Zeit, das ist ganz klar.

[00:16:18]

Aber mir hat geholfen und ist ja auch der Grund, weshalb ich als Politiker und als Wissenschaftler parallel auftreten kann. Mir hat geholfen, dass ich die wissenschaftliche Studienlage in der klinischen Epidemiologie, also welche Medikamente wirken. Wo sind Durchbrüche in der Bekämpfung von Krebs, Krankheiten, Demenz, Erkrankungen oder auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen? Wo sind diese durchfiel? Habe ich das seit Jahren? Mache in der Regel abends mache oder spät in der Nacht? Das hat mir auch viel geholfen, aus denen sie noch jetzt statt.

[00:16:46]

Und ist dieses dieser Verbund, dieses Netzwerk? Hat sich das erst gebildet oder gabs das schon die ganze Zeit? Ist das so ein. Es ist ein Netzwerk, wo man als Wissenschaftler einfach teilnehmen kann oder hat sich das?

[00:16:58]

Haben Sie das aufgebaut oder wie kann also wie kann ich mir diese Verbindung vorstellen, dass sie In der klinischen Epidemiologie gibt's das Netzwerk schon lange, insbesondere auch mit ein paar Kollegen aus den Vereinigten Staaten, weil ich zwar meine Professur an der Uniklinik in Köln ruhen lassen habe, aber die Gastprofessur Ende Baden oder Pfeilspitze Management an der Harvard School of Public heißt, weiter ausgeübt habe. Von daher habe ich da ein Netzwerk. Das war aber ein Netzwerk, was für die eigentliche covert Pandemie.

[00:17:26]

Keine Rolle spielt. Sind alles keine covert Experten. Das Netzwerk, was ich jetzt nutze, das hat sich in den Monaten aufgebaut, das sind alle Epidemiologen und also eine Virologen, aber auch Kliniker, die sich auf Kowatsch spezialisiert haben. Die sind in diese Thematik zum Teil so reingegangen wie ich auch. Und dann natürlich ein paar Virologen, die immer schon mit Coruña Viren gearbeitet haben, z.B. insbesondere Christian Roscoe. Dass es aus meiner Sicht derjenige, der in Deutschland, aber auch weltweit die größten Erfahrungen mit Kona Viren allgemeiner mit ihm arbeite ich eng stimme ich mich da ab, aber noch andere und die anderen sind zum Teil neu hinzugekommen, also quasi im Rahmen der Pandemie, der ja vorher entweder an anderen Viruserkrankung gearbeitet z.B. Melanie Brinkmann Herdfeuer bei Herpes Viren gearbeitet, es jetzt auch Kowatsch spezialisiert und Epidemiologen und Physiker und Mathematiker die modellieren, die ich vorher gar nicht kannte, mit denen ich aber jetzt so eng zusammenarbeite, das jetzt zum Teil sogar so etwas wie Freundschaften gebildet hat und sind das.

[00:18:30]

Also haben sie dafür einen Sinn, ein Auftrag erhalten. Also gesagt Ihnen jemand, Herr Lauterbach jetzt, Sie sehen es ja gerade hier covert, kommt, jetzt war ich vereinfache das mal! Kümmern Sie sich mal bitte drum, da Experte für zu werden. Vernetzen Sie sich mal oder ist das etwas, was Sie selbst angetreten haben?

[00:18:55]

Also Experte wird niemand, weil jemand dazu noch eine Aufforderung bekommt. Das ist ja ganz klar. Also Experte werden Sie nur für etwas, wenn Sie demonstrieren können, dass Sie das auch beherrschen, wofür Sie der Experte sein wollen. Wir haben Deutschland schon das Problem, dass viele als Experte gelten, aber in Wirklichkeit keine Experten sind. Für mich war das einfach naheliegend, weil ich habe hier also sagen wir, 20 Jahre Gesundheitspolitik gemacht. Von daher kenne ich die Abläufe sehr gut.

[00:19:23]

Ich habe sehr viele Jahre zusammen mit Jens Spahn, dem Gesundheitsminister, gearbeitet, war sehr viele Jahre gesundheitspolitischer Sprecher, Fraktions, Vorstand für Gesundheit in der SPD. Somit war ich ja quasi in die Bereiche schon weitgehend eingearbeitet. Aber dass ich mich in Covey so intensiv eingearbeitet habe, dass es einfach interessens bedingt gewesen. Als ich gesehen habe damals noch in Boston, als ich meine @gast Vorlesung, als mir klar wurde, dass so unwissend sein Jahr vielleicht zwei Jahre beschäftigen wird.

[00:19:53]

Da hab ich mich einfach so konzentriert und hab zur Bewältigung dieser schlechten Nachricht auch mir vorgenommen, dass ich mich da so intensiv einarbeiten wie ich kann und habe ein entsprechendes Netzwerk aufgebaut. Aber da hab ich mir nicht vorgenommen. Ich werde jetzt dafür der Experte. Also um irgendjemand zu beraten, sondern ich wollte einfach so viel über die Krankheit wissen. WG.

[00:20:16]

Also das heißt also, wir haben das gut, dass Sie das mit dem Expertentum nochmal erklärt. Das für mich finde ich ein sehr, sehr guten Hinweis, aber ich meinte, er beauftragt Sie jemand dafür oder beauftragen Sie sich selbst. Und wenn ich das richtig verstanden habe Sie haben sich im Grunde selbst beauftragt, wie vermutlich die meisten, die das jetzt machen.

[00:20:34]

Genau die Maassen, die das jetzt machen, sind quasi keine Beauftragten durch jemanden, sondern wir werden halt angefragt. Bei mir sind das also Kolleginnen und Kollegen, z.B. die Ministerpräsidenten der Bundesländer oder meinetwegen das Kanzleramt oder aus dieser Kanda Samen zu. Also tausch ich auch mit mit Merkel aus. Auch mit anderen, also sehr intensiv z.B. arbeite ich sehr intensiv zusammen mit Manuela Schwesig. Somit gibt's also diese politischen Anfragen. Es gibt aber auch Medienanfragen und Anfragen von anderen Wissenschaftlern und von ihm.

[00:21:13]

Also von Betroffenen. Somit Es gibt einfach sehr viele Anfragen und je mehr man Anfragen bearbeitet, je mehr man die Erkenntnisse, die man hat, teilt. Auch in den sozialen Medien oder in öffentlichen Auftritten, auch in Talkshows, desto mehr wird klar, wer sich auskennt und wer nicht. Und so wird man quasi Experte auf der Grundlage von sehr viel Arbeit. Man beauftragt sich aber selbst.

[00:21:40]

Also es gibt niemand im Grunde, der Ihnen sagt Herr Lauterbach, könnten Sie da mal einen Blick drauf werfen?

[00:21:48]

Also es gibt niemanden, der das gibt's auch das gibt's auf das beispielsweise jetzt mal wegen. Also die Frage Wie gefährlich ist eigentlich die Südafrika Variante im Vergleich zur britischen Variante? Also was wissen wir darüber, was dann also politische Kollegen also sagen Was kannst du uns dazu sagen? Kannst du dazu vortragen? Kannst du Ole und dazu beispielsweise uns mal einen Überblick geben oder kannst das mal zusammenschneiden? Oder kannst du mal in einem Papier darstellen, wie die Lage dazu genau oder was bringen Leuchtkäfer Nagler Kannst du mal auf Schaden?

[00:22:23]

Sind SP2 Masken wirklich wirksamer als schurkischen Maske? Lasar Andere medizinische Masken? Was spricht dafür, was spricht dagegen oder welche Impfstoffe haben wir bis wann? Diese Anfragen gibt es unentwegt und die, bei denen ich auch zum großen Teil.

[00:22:40]

Aber sie entscheiden am Ende, was sie, was sie davon annehmen und was nicht. Also sie entscheiden quasi hab ich die Zeit dafür? Kann ich mir das gerade? Ja, hab ich die Zeit dafür? Hab ich das Wissen.

[00:22:52]

Dafür habe ich die Expertise. Also Sie haben keinen Chef, der Ihnen in irgendeiner oder das schreibt, was Sie zu tun und zu lassen haben.

[00:23:01]

Nein, das hat niemand so in der Politik hat das niemand. Wir müssen unsere Funktion erfüllen. Aber die Bandbreite, wie wir das machen, worauf wir Schwerpunkte legen, was wir also intensiver machen, was wir weniger intensiv machen. Das entscheidet jeder von uns selbst.

[00:23:20]

Sie sind ja SPD-Mitglied. Gibt es dann eine Absprache innerhalb der Partei, was man dann macht? Oder ist das auch alles individuell?

[00:23:29]

Also gibt es auch sehr individuell also. Aber wir verstehen uns gut. Das läuft informell und man lässt den anderen Spielräume. Also somit, also informell läuft so etwas und da gibt es jetzt keine Absprache. Du sagst das, ich sage das oder sag du zuerst, dass du. Dann bestätige ich, was du gesagt hast und so. So etwas gibt's also schon zu Hitlers Zeiten nicht und erst recht nicht in der kurvig sein. Wie gesagt, wir sprechen ja heute am 9.

[00:23:57]

2. und morgen ist die Ministerpräsidentenkonferenz. Und heute morgen, da haben Sie getwittert Ich nimm das nur mal als ein Beispiel, um das ein bisschen zu verstehen, wie das so alles entsteht. Die politische schlechteste Lösung wäre Warten, bis die dritte Welle beginnt, weil dann die Bevölkerung reif für die schlechten Nachrichten wäre. Das wäre falsch, weil die verlorene Zeit nicht ein Hohlbein ist. Es bleiben nur Lockdown bis Ostern jetzt in Mut und Transparenz gefragt. Das haben Sie getwittert und ich frage mich Woran erkennen Sie, dass Sie mit einer Einschätzung richtig liegen?

[00:24:34]

Das ist ja schon sehr. Das ist ja eine sehr klare Empfehlung, was jetzt zu tun ist. Woher? Wann wissen Sie und woran erkennen Sie? Okay. Das kann ich jetzt. Wir sind ja quasi in der Nacht. Sie lesen die Studien. Sie machen sich Gedanken. Was ist der Moment, wo Sie sagen Jetzt kann ich eine Einschätzung abgeben?

[00:24:53]

Es ist sehr unterschiedlich. Jetzt, um diese spezifische Entscheidung oder Empfehlung zu besprechen. Dazu hatte ich schon seit einigen Wochen die Studien gelesen, dass sie jetzt gar nicht nur, die ich letzte Nacht gelesen habe. Ich beschäftige mich schon seit einigen Wochen mit der Ausbreitungsgeschwindigkeit und den Unterschieden der unterschiedlichen Varianten. Und am Wochenende habe ich dazu ein paar Berechnungen gemacht und die habe ich dann einem Cambridge Wissenschaftler, der auf B1 ein Siemens spezialisiert ist, aus England vorgetragen. Der hat eigene Berechnungen gemacht.

[00:25:24]

Wir haben das dann abgeglichen. Dann haben wir darüber noch heute wieder am Sonntagnachmittag darüber nochmal länger telefoniert, dass man geschaut hat und somit war das quasi abgeglichen mit. Also zum einen der Literatur, die es dazu gibt, aber zum anderen auch nochmal mit einem Austausch mit einem der vielleicht bekanntesten. Also B. an seinen sieben Corona Verus Epidemiologen Weltweisheit von der Universität in Cambridge, mit dem ich das noch einmal abgeglichen hatte. Das hab ich dann auch nochmal mit deutschen Spezialisten besprochen.

[00:25:58]

Also kann ich ja auch sagen, dass ich über diese Berechnungen auch mich zum Beispiel mit Christian draußen, aber nicht nur mit ihm ausgetauscht habe, sondern auch mit ein paar anderen. Mit der Brockman beispielsweise, einem Physiker von der Humboldt Universität, der sehr eingearbeitet in die Thematik ist, ein paar andere noch und war das ja eine weitere. Eine weitreichende Entscheidung ist eine weitreichende Empfehlung. Und danach hab ich das dann also am Sonntag. Erstmalig hab ich die Berechnungen also auf Twitter gestellt, hab dann Reaktionen bekommen darauf und hab das dann nachher politisch so übersetzt.

[00:26:31]

Und das ist dann in den Tweets gemündet, den Sie gerade zitiert haben von heute morgen.

[00:26:37]

Machen Sie das, damit Sie für Ihre Position, für Ihre Einschätzung quasi Sie Wind, dass diese Einschätzung Wind bekommt.

[00:26:47]

Das heißt, dass wenn morgen die Minister sich treffen, das dann vielleicht schon eine Öffentlichkeit da ist, dass sie vielleicht schon in der Talkshow waren oder wie auch immer, dass das sozusagen diese Position, diese Einschätzung, dass sie sich sicher sein können, dass die da mit einfließt. Oder warum gehen sie damit z.B. so sehr in die Öffentlichkeit? Also dem Ministerpräsidenten ist diese Einschätzung von mir bekannt. Es ist somit das Erfahrende nicht über die Öffentlichkeit oder fahren, die nicht über die über Twitter, sondern darüber rede ich mit den Betroffenen direkt.

[00:27:24]

Und das ist somit nicht. Das ist nichts Neues. Ich hab das intern auch schon. Also habe ich das von mir. Dass ich diese Position vertrete, ist bekannt und darüber ist auch gesprochen worden. Trotzdem muss man natürlich auch die Öffentlichkeit an diesen Prozessen, an diesen Entscheidungen beteiligen. Es kann ja nicht so sein, dass wir im Hintergrund hier Entscheidungen vorbereiten. Treten wir dann vor die Presse und sagen Das ist es jetzt, so war es uns weiter.

[00:27:50]

Das heißt, egal wie es entschieden wird, dann muss die Öffentlichkeit wissen Was waren die Argumente, die im Hintergrund eine Rolle gespielt. Das ist die Transparenz. Fummelte, dass die Transparenz genau das hab. Es ist ja sogar in dem Tweet danach angesprochen, dass die Transparenz der Herrndorfs. Man kann jetzt zum Beispiel sagen Okay, das ist eine Position, die man vertreten kann vertreten tatsächlich einige der Entscheidungsträger, die sagen, die Öffentlichkeit ist jetzt noch nicht bereit, nochmal also sei mal eine Runde Lockerungen aufzuschieben und im Lockdown zu bleiben.

[00:28:24]

Die Bevölkerung will ein Signal Wir müssen der Bevölkerung irgendetwas schenken, damit sie bei Laune bleibt. Wir öffnen beispielsweise die Friseurladen. Das ist dann ein Signal, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und wir warten, bis die Fallzahlen steigen. Und wenn die Fallzahlen dann steigen, dann sieht die Öffentlichkeit, wie gefährlich diese neuen Mutationen sind. Und dann ist die Bevölkerung quasi Barral. Dann nochmal mitzuziehen. So könnte man ja vorgehen. Und das ist so eine Möglichkeit.

[00:28:58]

Von daher kann es durchaus sein, dass man sich darauf morgen verständigt. Ich hielte das nicht für richtig. Aber trotzdem ist das eine Möglichkeit, die wir ja auch vollkommen legitim. Also es ist durchaus möglich, manchmal richtig zu sagen, die Bevölkerung müssen wir mitnehmen, wir müssen hier erst sehen, also wie gefährlich es wirklich ist. Dann ist man aber ein Epidemiologe. Ist natürlich immer der Entwicklung ein Stück weit hinterher. Ich halte das daher für inhaltlich falsch.

[00:29:23]

Aber es kann politisch durchaus die richtige Entscheidung sein.

[00:29:26]

Wenn Sie eine Entscheidung treffen, geht es dabei bei Ihnen nur um die epidemiologische Entscheidung Gottes.

[00:29:33]

Ist so ein schweres Wort, Entschuldigung. Also gucken Sie sich sozusagen die Virus Verbreitung an oder spielen da z.B. psychische Erkrankungen oder wirtschaftliche Lage. Spielt das in Ihren Berechnungen eine Rolle?

[00:29:47]

Ja, das spielt eine Rolle. Es wird ja immer unterstellt, Christian Rossen z.B. Da wird immer unterstellt, er würde nur auf die Viren schauen, auf die Zahl der Infizierten mit dem Virus. Andere, also sogar Kollegen sagen, würden nur auf die Virus oberflächlicher. Es ist vollkommen unsinnig und unverschämt. Eine Unterstellung. Natürlich schauen wir auch auf das, was da alles Contessa daran hängt, also auch die Lebensqualität der Menschen auf die Stimmung der Menschen, auf die vielen Kinder, die tatsächlich also nicht die Schulbildung bekommen, die sie benötigen.

[00:30:24]

Also wir schauen auf all diese Fragen und das tue ich auch. Von daher fließt da das Epidemiologische ein, aber das andere auch. Zum Beispiel hab ich jetzt eben um dann nochmal so ein Argument aufzugreifen, darauf hingewiesen. Es wird ja ausgesprochen. Also wenn wir die Lochner und jetzt weitermachen, dann gibt es viele depressive Jüngere. Ja, das stimmt. Das stimmt. Aber es gibt auch sehr viele depressive, jüngere Leute, die also kurvig gehabt haben und nicht mehr richtig gesund werden.

[00:30:51]

Also dieses chronische Erschöpfung Syndrom, was sich ausbildet bei bis zu 10 prozent der Infizierten also führt sehr häufig zu schweren Depressionen, zur Denkfähigkeit. Einschränkungen Merc Störungen ist oft nach vielen Jahren nicht weggegangen. Das wissen wir aus der Sah's 1 Pandemie 2002 2003. Diejenigen, die es gab, haben oft Jüngere in einer Studie, die ich dann heute getwittert habe, 31 Jahre alt. Im Durchschnitt ist das nach Jahren nicht weggegangen. Das sind auch depressive Menschen. Das sind auch Menschen, die eine hohe Suizidalität haben.

[00:31:24]

Das sind Menschen, die zum Teil nicht mehr in dem Beruf arbeiten können, in dem sie früher gearbeitet haben. Das ist bitter und daher bin ich davon überzeugt, dass wir beides beachten müssen. Also die Kosten, die jetzt sofort kommen durch Tod und schwerste Erkrankungen, aber die Kosten, die indirekt sind. Dazu zählen die ökonomischen Kosten, dazu zählen die Lebensqualität, kosten jetzt aber auch nach vorne gerechnet. Aber wir versuchen wirklich viele Aspekte mit zu berücksichtigen und diese mal Unterstellung.

[00:31:59]

Also mir ginge es nur um die reine Epidemiologie und Christan Rosten oder anderen Philologin. Wie gesagt die. Um die Viruslast in der Bevölkerung. Das ist natürlich abwegig und springt viel zu kurz. Aber man kann nicht, wenn man so eine Empfehlung ausspricht, an alles denken, oder es ist, so scheint mir, wahnsinnig kompliziert zu sein.

[00:32:21]

In der jetzigen Zeit mit all dem, was hier einfließt, wirklich zu sagen Okay, so machen wir das jetzt. Also das halte ich für sehr, sehr schwierig, oder?

[00:32:31]

Stimmt. Aber man kann versuchen, Fehler, Aspekte einfließen zu lassen. Und wir sind ja auch nicht allein. Also tatsächlich so! Wenn es also zusätzliche Argumente gibt, die wir zu wenig beachten, dann müssen andere die bringen, was passiert. Und niemand hier im politischen Berlin sieht alle relevanten Argumente gleichzeitig. Ich warne aber vor Verschwörungstheorien, die in die Richtung gehen, dass es hier eine hidden agenda gäbe. Das wären dann das Vorhätten mit der Bevölkerung oder dass wir also bestimmte Argumente ganz gezielt ausklammern würden.

[00:33:09]

Wir beschäftigen uns mit allen Argumenten, dass man da das ein oder andere übersieht oder auch zu spät sieht. Das stimmt. Das ist unbenommen. Aber hier gibt es keine systematische Unterdrückung von Argumenten, die gesehen werden müssten, zumindest in meiner Einschätzung der Lage.

[00:33:27]

Wie man eine klitzekleine Pause. Ich möchte euch zwei weitere Supporter vom Hotel Matze vorstellen. Mein heutiger Supporter ist wieder mal die Food for Future Reihe von Penny, dem Lebensmitteldiscounter. Egal ob den Tieren, dem Klima oder euch selbst zuliebe. Es gibt viele, viele gute Gründe, um sich wenn auch mal ab und zu vegetarisch oder vegan zu ernähren. Ich bin schon seit sehr, sehr vielen Jahren vegetarisch von reinen pflanzlichen Hack Reis, Marcks bis hin zu I oder Käse.

[00:33:52]

Bei den Produkten der Food for Future Eigenmarke kommt alles ganz ohne tierische Inhaltsstoffe. Aus Fleisch, Eier oder Milch werden z.B. durch Erbsen, Soja oder Lupine ersetzt. Dabei müsste auf gar nichts verzichten, z.B. wenn ich mal wieder Lust auf einen richtigen Burger hab. Gar kein Problem mit dem Bürger Pattys aus Erbsen Protein werden eure wildesten Bürger Träume wahr. Und auch die Extraportion Käse muss überhaupt nicht fehlen. Den gibt's nämlich auch in der vegan Version. Wenn ihr jetzt auch richtig Lust habt auf die Vegan Food for Future Bürger Pattys oder die vielen anderen Food for Future Produkte, dann schaut doch mal bei eurem Penny nebenan vorbei oder auf der Webseite Penny Punkte D Slash Food for future.

[00:34:28]

Da gibt's noch viel, viel mehr zum Appetizer, versprochen. Vielen herzlichen Dank an Penny.

[00:34:36]

Mein heutiger Supporter ist die Deutsche Bahn und ihr neuer Podcast unterwegs mit zwei Leute einer Abtei. Die perfekte Gelegenheit für ein Gespräch im Zug. Und ich kenne das auch. Ich habe schon viele, viele tolle Zugfahrten gemacht und habe schon ganz oft gedacht, das wäre doch jetzt schön, hätte man das mal aufgenommen. Und genau das macht der neue Podcast. Es ist nämlich kein üblicher Podcast über die Deutsche Bahn. Der Host Michel Abdullahi, ganz toller Typ, begleitet die unterschiedlichsten bekannten oder weniger bekannten Persönlichkeiten auf einer privaten oder beruflichen Reise im Zug.

[00:35:05]

Je nachdem, wo der Gast gerade hin reist, ist das Gespräch entweder kürzer oder auch mal länger. Die Gespräche sind mal lustig philosophisch, aber auf jeden Fall sehr, sehr unterhaltsam. Es geht um Technologie, Reisen, Gesellschaft, Zukunft, Nachhaltigkeit. Immer eingebettet in die spannenden Lebensgeschichten des Gastes. Alle 14 Tage erscheint eine neue Folge. Es waren bereits Carolin Kebekus, den Jörg Maria, Mutter Ina Müller, der auch immer im Hotel Clouseau. Der war schon hier.

[00:35:29]

Und Schauspieler Clemens Schick zu Gast. Und am 5. März bekleidet dann zuviel Passah. Michel Abdollahi oder anderswo. Michel Abdollahi bekleidet, so viel passt man auf ihrer Reise. Also ich denke, Benjy Hotel immer gut findet, dann werdet ihr diesen Podcast auch sehr sehr gut finden. Unterwegs mit könnte überall hören wo es Podcast gibt. Außerdem auf Audio nah im ICE Portal und natürlich auch unter DB Mobil Punkte E Slash Podcast Ilana Vielen Dank an die Deutsche Bahn und nur zurückzukehren.

[00:35:55]

Lauterbach gibt es in Ihrem Umfeld, also in ihrem näheren Umfeld, ob das Freunde oder Familien sind. Gibt es Menschen, die das alles für eine Verschwörung halten? Also in meinem Umfeld, kann ich sagen, kenne ich das nicht. Aber ich kenne im erweiterten Freundeskreis auch Familien, wo die Eltern bei einer Freundin irgendwie einfach glauben, dass das alles das ist Bill Gates dahinter steckt. Haben Sie in Ihrem Bekanntenkreis so einen Fall, wo Sie merken, der oder die glaubt an etwas völlig anderes?

[00:36:25]

Ein Fall, ein Fall ist mir tatsächlich bekannt. Also hat hat sie ja eine Freundin von mir, gute bekannte Freundin. Die haben mich einfach gebeten, ich könne ihr ja die Wahrheit sagen. In einer Situation, die gelöst war, meinte sie Jetzt könnte ich doch die Wahrheit sagen, was wir vorher für mich war. Die Situation tatsächlich alles andere als angehen, war befremdlich. Es war also Scannern plötzlich raus, dass sie dort so sich Vorstellungen gemacht hatte. Eine hoch intelligente Person, die sich vorgestellt hatte, dass wir da irgendeinen Reset oder was auch immer ich wusste es gar nicht, worüber sie spricht.

[00:37:05]

Also vorbereitet hätten. Und da. Sie wollte jetzt von mir hören. Jetzt, wo wir so vertraut wieder wollen, ich solle doch sagen, was würden wir planen, was unsere Pläne wären. Und da war ich wirklich tatsächlich überrascht, dass selbst jemand, der sehr intelligent ist, dann quasi so ein verschwörungstheoretischen Nonsens Sclaven kann. Aber ich muss sagen, ich kenne sehr wenige und das hängt aber auch wahrscheinlich damit zusammen, dass mein Bekanntenkreis halt aus also Politikern, Wissenschaftlern besteht, aber aus Menschen, die sehr, sehr geerdet sind.

[00:37:40]

Meine Familie beispielsweise sind keine, also die Kinder sind jetzt quasi also auch studieren, sind Akademiker, aber die Generation davor war sehr bodenständig, das waren Arbeitslose Handwerker und so weiter. Und da findet so etwas auch nicht statt. Muss ich sagen. Von daher ist mein eigener also in meine eigene Expositionen zu solchen Positionen sehr eingeschränkt gewesen. Aber einmal ist es tatsächlich passiert, dass ich aus dem Staunen nicht herauskam, wo jemand tatsächlich das also mir tatsächlich unterstellte, dass wir hier eine, dass wir hier etwas planen und worüber wir öffentlich nicht sprechen könnten.

[00:38:18]

Aber hier könnte ich es jetzt mal kann ich mal die Katze aus dem Sack lassen, Herr Lauterbach, kann ich Sie ganz kurz bitten, das Handy auf stumm zu stellen, weil die ganze Zeit hier sozusagen so Nachrichten rein pingen wird? Wäre das möglich?

[00:38:30]

Ich versuche das mal ein anderes Gerät, wo ich also auf Fragen reagieren musste, merke, wie es mir dürften die Zwischentöne erst einmal gesperrt.

[00:38:40]

Hab nicht wenig. Dankeschön. Ich habe zu dieser Freundin nochmal eine kurze Nachfrage Was machen Sie in so einem Moment? Also wenn genau das passiert, dass es a interessiert mich sind sie mit dieser Freundin noch befreundet und b wie? Ja was? Was. Was kann man dann machen?

[00:38:59]

Ich hab zuerst versucht zu argumentieren und als ich dann gesehen habe, dass es keinen Zweck hat. Also habe ich das Gespräch beendet und irgendwann gebeten, sie möge gehen. Und sind Sie noch befreundet? Mich nicht aus der Schule plaudern. Aber tatsächlich, so war das. Ist es war. Seitdem habe ich sie nicht mehr gesehen.

[00:39:21]

Ist Ihnen der Einfluss, den Sie gerade haben? Also wenn Sie in einer Talkshow sitzen, ist ja schon oft darüber geschrieben worden, wie wie viele Talkshows im letzten Jahr waren und so weiter.

[00:39:30]

Ist Ihnen bewusst, welchen Einfluss Sie da gerade haben, also was Ihre Worte im Positiven wie im Negativen machen?

[00:39:40]

Ja. Ich bin mir natürlich darüber bewusst, dass das sehr viele Menschen sehen, dass das auch viele Menschen auf meine Position Wert legen. Ich bin auch mit mir darüber im Klaren, dass es sehr viele Menschen gibt, die meine Positionen ablehnen. Aber das ist für mich nicht unbedingt neu. Ich bin ja quasi, also politisch exponiert, seit fast 20 Jahren. Ich war schon relativ, also exponiert im Rahmen von wissenschaftlicher Arbeit, noch bevor ich im Bundestag war.

[00:40:08]

Ich war ja Mitglied der Rürup-Kommission Apparats. Das Konzept der Bürgerversicherung versucht durchzusetzen. Ich glaube, kein Politiker ist sich nicht darüber im Klaren, dass das, was er sagt, Bedeutung hat und sehr ernst genommen wird. Und damit muss man umgehen. Ich gehe damit damit um, indem ich mir wirklich genau überlege, was kann ich sagen, was also also gut, so gut wie irgend geht, gerade in der jetzigen Zeit der Studien gedeckt ist. Und ich versuche es auch so darzustellen, dass es ungefähr also dem entspricht, was ich auch denke.

[00:40:42]

Ich versuche also so authentisch zu sagen, wie es mir möglich ist gegeben, dass die Umstände natürlich immer durch also naja, Zeit, Begrenzungen oder durch auch zum Teil Emotionalität überlagert werden.

[00:40:55]

Mussten sie sich erst überwinden, zu ihren Fehlern zu stehen? Nein, zu Fehlern zu stehen macht mir wenig aus. Also im Rahmen dessen, was man an Fehlern passiert ist. Es gibt aber trotzdem Fehler, die tun einem mehr weh und andere nicht so weh. Also ich habe z.B. im Jahr und Tana vertan. Ich habe also beispielsweise die Situation bei den Geisterspiel, beim Fußball, bei der Bundesliga vollzählig falsch eingeschätzt. Ich habe immer gedacht, dass die Spieler größere Gefahren tragen.

[00:41:28]

Tuna Standards auf der Grundlage der Studien auch ein bisschen aussah. Das hat sich aber nicht bestätigt. Und dass die Fahnen so gemahnenden Garo viel weniger verantwortlich sind. Ich habe auch nicht geglaubt, dass dieses Konzept funktioniert. Habe ich ja nachher auch eingeräumt. Badischer 9 scheint mit Rudi Völler dadran Völler Rudi Völler Recht gab. Ich hatte Unrecht, dann ist das eben so. Aber es ist auch manchmal so, dass ich Recht habe und hätte mir nachträglich gewünscht, hätte Unrecht gehabt z.B. habe ich damals im August schon gesagt, als ich vor der zweiten Welle gewarnt habe, dass wir im Januar zwei impfen können und dass wir dann aber zu wenig Impfstoff haben.

[00:42:02]

Und es gab damals viele Wissenschaftler und ein paar Wissenschaftler zumindest, die sehr prominent waren. Die haben gesagt, es wird keine zweite Welle geben. Das war falsch. Wir haben gesagt, es wird keine Impfstoffe geben. Das war falsch. Es gab Impfstoffe und sie haben, wenn es Impfstoffe gibt, die Knappheit nicht gesehen. Das war ebenfalls Fallschirme. Hätte ich in allen drei Punkten Unrecht gehabt und die anderen hätten Recht hat, gebe ich Ihnen mein Wort. Darauf wäre ich heute froh und wäre zufrieden.

[00:42:29]

Mir wäre es lieber anders gekommen und ich hätte Unrechtstaat, als wäre es dann gewesen. Ist im Übrigen das jedoch für das, was wir eben besprochen haben. Also wenn es so ist, dass mal die Mutation, die wir jetzt haben, die Südafrika Mutation und IWB an seinen sieben Mutationen, vor der ich derzeit vana als Pandemie in der Wand weg. Wenn es so ist, dass die sich nachher nicht als so gefährlich herausstellen, wie ich das darstelle. Auf der Grundlage der Studien, Interpretation und der Gespräche mit Kollegen, die ich derzeit habe, wenn das sich als harmlos herausstellen sollte und wir nachher sehen, das war dann doch nicht ganz anders, da war nicht viel anders, als was wir schon kannten.

[00:43:05]

Dann bin ich froh, dass ich mich geirrt habe. Ich glaube das zwar nicht. Ich befürchte, dass ich recht haben werde, aber also, wenn ich Unrecht habe. Und umso besser.

[00:43:13]

Also Sie freuen sich tatsächlich, gerade wenn Sie nicht recht haben mit Ihrer pessimistischen. Einschaetzung sozusagen. Genau an dem Punkt, wo wir jetzt sind. B. an seinen 7b eins null fünf eins. Wenn ich da Unrecht habe und das ist tatsächlich nicht so gefährlich, wie ich das gedacht habe und breitet sich nicht so schnell aus. Das ist ja auch nicht ganz ausgeschlossen, dass dann doch nicht so gefährlich ist, wie ich das jetzt unterstelle. Und dann würde ich mich sehr freuen.

[00:43:44]

Und wer zuvor das ist sehr, sehr und Frau ich, das ist sehr sehr ungewöhnlich, dass man das hört.

[00:43:50]

So, tatsächlich so. Es ist einfach schlicht so Ich hoffe, ich hoffe einfach, dass ich in diesem Punkt Unrecht habe.

[00:43:56]

Was mussten Sie als Politiker erst lernen bzw. vielleicht anders?

[00:44:01]

Was mussten Sie als Wissenschaftler erst verlernen, um als Politiker erfolgreich zu sein? Also als Wissenschaftler spricht man in der Regel schon viel zu lange, man erklärt ausführlich man also bringt unfassbar viele Studien mit ins Spiel und so weiter und so fort. Das musste ich als Wissenschaftler erst mal lernen. Ich hatte mal da, mal eine. Argumentationen geführt also im Gesundheitsausschuss, die bedeutsam war aus meiner Sicht, und ich war auch ganz sicher im Recht zu sein. Wenn dann aber abgefeiert worden von der damaligen Sprecherin der Union, die einfach sagte, der Gesundheitsausschuss sei hier nicht mehr ein Seminarraum, da haben alle gelacht.

[00:44:43]

Und damit war mein Punkt verloren. Das ist mir nicht ein zweites Mal passiert.

[00:44:47]

Verstehe.

[00:44:49]

Haben Sie ein Bild von einer gesunden Gesellschaft? Also haben Sie ein Leitbild, wo Sie sagen Das ist also so stelle ich mir eine gesunde Gesellschaft vor?

[00:44:58]

Nein, habe ich nicht. Und ich glaube, dass es auch so eine Art Torn hafte Gesellschaft wäre, die nur auf die Gesundheit achtet. Das tue ich für uns selbst auch nicht. Es wird mir ja immer unterstellt, ich würde komplett freudlos leben, weil ich als Epidemiologe nur daran denke, nicht krank zu werden. Das wäre ein Horror eines Lebens. Ein paar Sachen mache ich, also sage ich immer, wo ich vorsichtig bin, z.B. ernähre ich mich weitestgehend Salsa und seit Jahrzehnten Maidans, das also über Saatchi Gefäße beschädigt und im Wesentlichen von der Evolution her kommend nicht auf den Ohren Salzborn so unvorbereitet sind, den wir derzeit pflegen.

[00:45:40]

Schau, ich mache auch Fehler. Sachen, die nicht so gesund sind. Ich mache z.B. viele Sportarten, die die Gelenke stark belasten, obwohl die bei mir schon voll geschädigt sind. Somit riskiere ich im Alter also Gelenke Sats, oder? Also ich denke auch, weil regelmäßig so. Oder ich mache Dinge DJane. Ich bin jetzt z.B. auch nicht vorsichtig dahingehend. Ich habe sehr viele öffentliche Termine. Ich bin sehr viel unterwegs. Ich reise sehr viel. Daher riskiere ich auch die Corvey Erkrankung.

[00:46:08]

Es ist tatsächlich so, dass mein eigenes persönliches Risiko zu erkranken hoch ist, weil ich halt sehr viele beruflich unvermeidbarer Kontakt habe. Ich will mich da aber nicht einschränken, weil ich etwas erreichen will. Ich schon, nämlich dann nicht von einer Gesellschaft, die nur im Schongang lebt, um Arzt zu werden und besonders gesund ist, aber sonst keine Lebensfreude empfindet, ist für mich ein Albtraum ohne ein solches Bild, wo die Gesellschaft, was die Gesundheit angeht, hingehen soll, da hab ich nicht im Kopf.

[00:46:38]

Wieso sind sie noch nicht geimpft? Weil ich noch nicht zu den 5 Gruppen gehöre, die Priorität haben und daher bin ich wohl nicht geben. Haben Sie Angst vor dem Virus?

[00:46:52]

Nein, Angst ist zuviel gesagt, aber Respekt. Also wir, die wir uns damit beschäftigen, wissen natürlich, wie schwer die Verläufe zum Teil sein können und dass der eine es besser überwindet, der andere weniger gut. Und da muss man sehr viel Glück haben. Das heißt, ich kenne keinen Wissenschaftler, der sich damit beschäftigt hat, der nicht auch vorsichtig wäre. Das gilt auch für mich. Und trotzdem ist Angst hier zu viel gesagt. Wenn ich wirklich Angst hätte, würde ich anders leben als ich derzeit.

[00:47:19]

Sie haben im Interview mit der SZ gesagt Ich bin mit sehr guten Psychiatern, Psychologen und Psychotherapeuten befreundet. Die frage ich manchmal Macht das mit mir irgendwas, was mir nicht auffällt? Und sie meinten, ich wäre einigermaßen resilient. Und das ist auch etwas, was mir total auffällt. Wird man sie so sieht ich. Man sieht sie ein bisschen müder als vor einem Jahr. Aber sie wüten tut. Sie wirken total Reseller resilient.

[00:47:46]

Wie pflegen Sie das? Wie pflegen Sie sich? Wie. Wie schaffen Sie diese Resilienz zu halten?

[00:47:53]

Also habe ich wirklich Resilienz bin. Kann ich ja selbst nicht einschätzen. Aber wie gesagt, ich bin mit wirklich sehr, sehr guten Psychiatern und Psychotherapeuten sehr viel Wissenschaft machen befreundet. Das ist Arashi einfach so ergeben über die Jahre. Das sind sehr interessante, nette Leute und so die frage ich dann die die, die sagen, es wäre einigermaßen okay. Aber wie es so wie ich das mache ich ja sagen. Ich habe große Agave, großen Freundeskreis. Gott sei Dank.

[00:48:20]

Darüber bin ich auch sehr dankbar. Also das ist keine Kleinigkeit, das weiß er zu schätzen. Also Freundschaften sind zum Teil also mehr wert als Geld oder Vermögen. Und ich mache auch immer mein ganzes Leben, also viel Sport. Also ich hatte eben genau darauf hingewiesen, dass ich in der Jugend sehr viel Ballsport gemacht habe, ich einen Fußballverein gespielt habe und verschiedenen anderen Vereinen. Habe in der Jugend auch Tischtennis gespielt. Später habe ich sehr viele Jahre Kampfsport gemacht, das habe ich schon aufgegeben.

[00:48:47]

Und jetzt spiele ich wieder aktiv Tischtennis und also nach viel Sport in dem Sinne. Und ich versuche halt auch so gut wie ich kann, also mein Familienleben so zu pflegen. Somit. Also ich, ich mache das, was ich auch jedem rate, sich breiter aufzustellen und auch darüber nachzudenken. Der Beruf ist wichtig, gerade für jemanden wie mich. Aber es ist nicht alles.

[00:49:09]

Was. Was meinen Sie gerade mit jemandem? Für Sie ist der wichtig? Naja, ich will natürlich im Beruf etwas erreichen. Muss man ja offen sagen das ich bin ja also aus einem persönlichen Motiv, also also aus einer persönlichen Motivlage in die Medizin gegangen. Also ich wollte eigentlich also immer anderen Menschen helfen. Also pathologisch gesprochen würde man jetzt vom Helfersyndrom sprechen, das hab ich auch offenbar schon als Kind gab war immer sehr. Also also war immer sehr, also sagen wir bestimmten Idealen verpflichtet.

[00:49:48]

Habe sehr früh z.B. aufgehört Fleisch zu essen, weil ich das aus der Nahrungsketten Forschung heraus schon damals gesehen habe, dass es also nicht richtig ist, dass wir soviel viel Fleisch essen. derWahl Also damals in Afrika noch weitestgehend Hunger. Also Bestand. Lass dir Zeit, was besser geworden ist und so. Und in der Medizin bin ich halt gegangen, um anderen Leuten zu helfen. Und das aus der Medizin, die dann in die Vorlage Medizin gekommen, von dort in die Politik.

[00:50:14]

Das ist also ein relativ klarer Weg und daher ist der Beruf für mich natürlich wichtig. Also ich brauche im Prinzip diese Aufgabe, um mir selbst das Gefühl zu geben, noch an dem weiterzuarbeiten, was ich eigentlich immer gewollt habe. Also also einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, dass wir besser miteinander leben.

[00:50:37]

Und da hab ich das richtig verstanden, dass sie Resilienz vor allen Dingen durch Tischtennis spielen aufrechterhalten.

[00:50:45]

Nee, nicht? Also dafür spiele ich so schlecht. Also wie als Dichter. Ich spiele seine gemischte Angelegenheit, gemischtes Vergnügen, spiele sehr ehrgeizig und also in der Regel auch mit also Spielern höherer Klassen, die dann auch deutlich jünger sind. Somit ist das also ist da oftmals die Niederlage programmiert und dann ist das ein zweifelhaftes Vergnügen. Jetzt kann ich Ihnen versichern Nein, nein, zur Resilienz tragen auch gute Freundschaften bei. Das sehr gute Verhältnis habe ich z.B. zu meiner Schwester und ihren Kindern, aber auch zu den eigenen Kindern.

[00:51:18]

Und somit ist das also eine eine Mischung. Aber ich glaube, das unterscheidet sich nicht so stark von den Mischungen, die anderer Leute haben, macht mich aber Asana sehr aufmerksam für die Menschen, denen es derzeit nicht gut geht. Ich sehe sehr klar, was wir derzeit durch die Pandemie laut zurücklassen. Die alleine sind schon Asamer wenig Resilienz, Reserven, Unterstützung, wenig soziales Netzwerk gehabt haben vor der Bande die Leute, die nicht wirtschaftlich abgesichert sind, so wie ich das bin, die nicht diesen powern des KSH.

[00:51:51]

Vielleicht krank sind oder die andere Probleme haben und daher kann ich sehr klar erkennen, was die Kabas diese Herausforderung bedeutet für Menschen, die nicht so privilegiert sind wie ich selbst.

[00:52:03]

Aber das ist ja so eine Frage von Gibt man der Sache genügend Raum also gerade für Sie? Wo ist jetzt so viel zu tun gibt und es gibt. Also für jemanden, der vielleicht auch noch ein Helfersyndrom hat, dann gerade jetzt noch noch mehr zu tun. Also haben Sie dann die Tischtennis Termine oder die Familien Anrufe haben Sie im Kalender, damit sie dem auch wirklich Priorität einräumen. Es könnte ja jeden Tag eigentlich bei Ihnen. Also der Tag könnte wahrscheinlich 80 Stunden haben und es wäre noch nicht genügend bei Ihnen.

[00:52:31]

Ich integriere das, was mir wichtig ist, irgendwie in den Tagesablauf. Das muss funktionieren und das habe ich auch geübt in dem Sinne. Ich glaube auch, dass der gesamte Begriff Helfersyndrom falsch ist. Ich glaube, das Helfersyndrom ist ja, ich habe es ja auch ironisch gemeint. Aber ich glaube tatsächlich, dass wir in unserer Zeit so ein bisschen in einer Zeit leben, wo Idealismus und das Bemühen, also die Welt besser zu machen, belächelt wird. Mich freut, dass das bei den jungen Kindern, bei denen bei den Jüngeren, dass es Gott sei Dank sich wieder ändert.

[00:53:06]

Gott sei Dank ist es so, dass da tatsächlich Idealismus, also wieder viel höher im Kurs steht. Und ich gehe. Mit großer Freude beobachte ich zum Beispiel bei meiner eigenen, also jetzt gerade vierzehn geborenen Tochter, dass sie das die Idee, Kinder, die sich jetzt beispielsweise Verfallenes für Future einsetzen oder die den Welthunger wieder klar im Blick haben, also dass sich da eine Generation aufbaut, die von einem enormen Idealismus geprägt ist. Und das stimmt mich positiv.

[00:53:37]

Das trägt mehr zur Resilienz bei als also noch so viele Tischtennis Mädchens nicht verloren.

[00:53:43]

Also die Hoffnung quasi. Ich hab auf Instagram bei mir gefeiert. Ich habe gesagt, dass ich sie treffen werde und habe gefragt, ob sie Fragen gebe, die man ihnen stellen könnte. Und eine Sache, die ich ihn unbedingt noch mitgeben will, ist, dass ganz viele gesagt haben Nee, keine Frage. Nur Danke eigentlich. Also dass erstmal dieses Danke möchte ich einmal weitergeben. Und eine Frage, die ich ganz schön fand, war Wann wird es wieder laute Nächte am Brüsseler Platz geben?

[00:54:09]

Da zählen also die Brüsseler Platz, laute Nächte. Ich habe ja auch immer sehr genossen. Eine sehr gute Frage. Ich glaube, im nächsten Jahr könnte das wieder so weit sein. Also 2022. Genau. Ich glaube, dass die lauten Nächte am Brüsseler Platz, die ich selbst auch sehr genossen habe, immer, dass diese in diesem Jahr noch nicht stattfinden werden.

[00:54:30]

Was denken andere über sie? Was vielleicht gar nicht stimmt, dass ich keinen Humor habe. Und wie beweisen Sie Ihren Humor?

[00:54:40]

Also kann eben nur beweisen Im Humor lässt sich nur beweisen. Also wenn Gelegenheit besteht und in der Pandemie, also sagen wir dafür der Rahmen nur eingeschränkt möglich. Aber ich glaube, dass Leute, die mich näher kennen, also da Zeugnis ablegen können.

[00:54:55]

Wir haben ganz am Anfang ja über Mama gesprochen. Diese besuchen im Garten und macht sich die Mama manchmal Sorgen um sie?

[00:55:01]

Meine Mutter war immer schon besorgt. Sehr, sehr genau. Meine Mutter ist also meine Mutter ist die Spezialistin darin. Also sage ich mal das Schlechteste, was passieren kann, vorherzusehen. Von daher muss ich stetig beruhigt werden. Darauf sind meine Schwester und ich spezialisiert. Aber im Großen und Ganzen weiß sie dann aber auch, dass es zum Schluss immer gut gegangen ist und von daher ist alles gut. Sie ist also sie lebt quasi, also nicht in Panik vor der Pandemie, ist selbst eigentlich relativ robust unterwegs.

[00:55:30]

Und ja, mir kann man natürlich sagen, aber macht sie sich Sorgen um ihren Sohn? Hoffe ich doch wenigstens.

[00:55:37]

Und die letzte Frage? Das ist immer die letzte Frage. Stellen Sie sich vor, ich habe eine große Plakatwand am Alexanderplatz und alle Berliner können sehen, was Karl Lauterbach dort drauf geschrieben hat. Was würden Sie draufschreiben?

[00:55:51]

Seite im Moment noch Vorsichtiges lohnt sich. Dann leben wir demnächst wieder so wie wir immer gelebt haben. Das Leben, was wir leben.

[00:55:58]

Das ist ein langer Satz. Aber dann ist es an so einer großen Plakatwand. Es ist eine große Plakatwand. Stimmt, Herr Lauterbach, vielen finanziellen Dank, dass Sie sich Zeit genommen an diesen Tag. Ich freue mich und hoffe, dass wir uns irgendwann mal nochmal einen etwas ruhigeren Momenten treffen können, weil ich gerne noch viel, viel mehr über Ihren Werdegang wissen hätte wollen. Und natürlich auch über Ihre großen, das große Thema soziale Ungerechtigkeit. Das haben wir schon so ein bisschen angeschnitten.

[00:56:26]

Da hätte ich gern noch mehr gehört. Aber ich glaube, ich gucke mal, ich frage bei Ihnen im Büro nochmal an, ob es vielleicht im nächsten Jahr nochmal einen Termin gibt oder vielleicht im Sommer es vielleicht hoffentlich ein bisschen ruhiger ist und Sie vielleicht sogar was ja sehr schön wäre, auch ein bisschen Unrecht haben.

[00:56:40]

Mit der aktuellen Einschätzung würde ich mich sehr freuen.

[00:56:42]

Vielen Dank für die Gelegenheit und sehr gerne stehe ich Ihnen nochmals zur Verfügung. Und als Kanzler gut, freut mich. Da gehen bis bald. Das war Karl Lauterbach vielen, vielen herzlichen Dank fürs Zuhören, vermutlich das hektische Gespräch, was es bisher im Hotel Matze gab für mich auch mal eine ganz, ganz andere Gangart. Ich hoffe, ihr fand das auch in Ordnung. Ich freue mich auf jeden Fall auf eine zweite Runde mit Ihnen, denn Herr Lauterbach hat neben koronare merkt man ja auch schon an vielen Ständen noch ganz, ganz viel mehr, ganz viele andere Themen und Ideen.

[00:57:16]

Bedingungsloses Grundeinkommen ist ein Thema, was ihn sehr umtreibt und da würde ich gerne ein bisschen mehr von ihm hören. Natürlich ist seine Lebensgeschichte auch wahnsinnig interessant, wie dieser kleine Junge, der da losgerannt ist über die Brücke.

[00:57:29]

Erinnert euch an das Bild vom Anfang. Dann nach Amerika, ist dort studiert hat, dann wieder zurückgekommen, ist Politik. Und jetzt diese Rolle, die er jetzt eingenommen hat. Und wahrscheinlich ist auch im Rückblick dieses Jahr oder die Jahre. Wir werden ja mal sehen, sehr, sehr spannend noch einmal zu beleuchten. Ich freue mich auf jeden Fall auf eine zweite Runde wie immer. Am Ende gibt's eine kleine Danksagung Runde an die Deutsche Bahn, an Blink ist und an Penny für den Support, an Maximilian Frisch für den Schnitt und den Mix und an Jan Köppen für die Musik.

[00:57:55]

Normalerweise gibt es eine Podcast Empfehlung auch noch zum direkten weiteren. Ich habe euch aber heute schon den Unterwegs mit Podcast von der Deutschen Bahn empfohlen. Wirklich super super Podcast und deswegen empfehle ich euch einfach nochmal meine Newsletter High-Five. Den schicke ich immer freitags raus mit 5 Sachen, die mich in der Woche so begeistert haben, dass können Bücher Podcast sein, Zitate, Ideen, alles was mir so durch das Studio durch das Auge fällt. Das kommt dann in diesen Newsletter rein.

[00:58:19]

Den Link dazu packe ich wie alle anderen Links in die Shownotes. Ich wünsche euch noch einen schönen Tag. Bleibt auf Abstand, setzt euch eine Maske auf. Freut sich auf jeden Fall. Karl Lauterbach Bis nächste Woche. Mittwoch Matcha.