Happy Scribe Logo

Transcript

Proofread by 0 readers
Proofread
[00:00:03]

Herzlich willkommen zu Handelsblatt Today. Wir sprechen in rund 20 Minuten über aktuelle Nachrichten und deren Bedeutung für die Finanzwelt. Heute ist Montag der 31. August, und ich bin Mari Abdel Asis D-Zug.

[00:00:22]

Wer sein Geld in Aktien investieren will, der braucht bekanntlich einen Broker. Und diesen Zwischenhändlern hat Coruña in Deutschland einen ordentlichen Schub gegeben. Zu dem Ergebnis kommt die Strategieberatung Oliver Wyman in einer aktuellen Studie. Gut also für das traditionelle Bankengeschäft für Direktbanken und für die sogenannten Neo Broker, die von Experten nicht umsonst als Börsen Zutritt für Privatanleger bezeichnet werden. Es geht hierbei konkret um eine neue Broker Generation. Die Bedienung ist leicht, die Gebühren niedrig. Anleger können schnell und flexibel handeln, spontan ein und aussteigen.

[00:01:00]

In Amerika gibt es diesen Trend schon etwas länger. Und da hat besonders die Trading Art Robin Hood einen richtigen Boom erlebt. Drei Millionen neue User seit Anfang des Jahres und die Hälfte davon handelt zum ersten Mal mit Aktien. Dass die Nutzung von New Brokern aber auch gefährlich sein kann, zeigt der Selbstmord eines 20 jährigen. Alex Korns hat mit komplexen Optionen experimentiert, bis dahin Kontostand offenbar ein Minus von über 700000 Dollar angezeigt hat. Das Wall Street Journal geht in einem Bericht auf den Abschiedsbriefe ein, den der Student hinterlassen hat.

[00:01:46]

Als Webseite Auf was müssen Anleger bei der Nutzung solcher Apps achten?

[00:01:57]

Wie beeinflussen Meo Broker die Volatilität an den Märkten? Und werden sie bald zur echten Konkurrenz für Banken? üBer all das sprechen wir gleich mit unserer Finanzexpertin Katharina Schneider. Außerdem schalten wir heute noch ins Silicon Valley zu. Alexander Dettling, unser Korrespondent vor Ort, hat sich am Wochenende mit Computerchips beschäftigt, die im Schädel eingepflanzt werden und Gedanken übertragung ermöglichen sollen. Ja, Sie haben richtig gehört. Nein, das ist keine Science-Fiction. Das ist der neue Plan von Elon Musk.

[00:02:32]

Aber jetzt gibt es erst mal einen kurzen Börsenchef und dafür schalten wir in unserer Frankfurter Redaktion und sprechen mit Carsten Herz erst einer unserer Finanz Redakteure vor Ort und weiß, was die Märkte zum Wochenstart bewegt. Carsten Die Aktien von Apple und Tesla notieren auf dem Kurszettel heute deutlich schlechter als letzte Woche. Warum?

[00:02:52]

Viele Apple und Tesla Aktionäre dürften heute Morgen eine kurze Schrecksekunde gehabt haben, weil ihre Papiere plötzlich ein Viertel oder bei Tesla sogar ein Fünftel weniger wert waren, als sie es bisher gewohnt waren. Der Grund ist einfach Es gab Aktiensplit, ist am Wochenende quasi vollzogen worden, und ab heute werden die Aktien dementsprechend gehandelt, das heißt in den Depots genauso wie vorher. Es sind jetzt mehr Aktien, die aber jeweils einzeln weniger wert sind. Perspektivisch könnte es sogar sein, dass die Aktionäre davon profitieren.

[00:03:23]

Die meisten Aktien, die einen Split durchgeführt haben, haben in den darauffolgenden zwölf Monaten deutlich zugelegt.

[00:03:31]

Jetzt gab es daneben auch noch Nachrichten von Warren Buffet. Der Investor hat in der Nacht zum Montag die Märkte ziemlich überrascht. Was steckt dahinter?

[00:03:39]

Carsten ist richtig. Es gibt Neunzigjährige, die kaufen sich zum Geburtstag einen neuen Gehstock. Buffett hat sich zu seinem Neunzigsten am Sonntag einen milliardenschweren Anteil an japanischen Aktien gekauft. Und zwar hat seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway Anteile von jeweils mehr als fünf Prozent an fünf großen japanischen Energie und Rohstoffhändler erworben. Darunter sind Firmen wie Sumitomo. Insgesamt sind die Anteile mehr als sechs Milliarden Dollar wert. Die Nachricht vom Einstieg der Investoren Legende hat jetzt am Montag auch gleich die Aktien der betreffenden Firmen in die Höhe getrieben, teilweise bis auf neun Prozent.

[00:04:21]

Man merkt also Der Name Buffett gilt für Investoren noch immer als ein Gütesiegel, auch wenn es zuletzt bei burgstall nicht mehr ganz hervorragend lief.

[00:04:29]

Kurzer Blick auf den Dax casten der zeigt sich heute eigentlich ganz stabil. Oder?

[00:04:33]

Der Dax ist ganz stabil, baut seine Gewinne aus allerdings mit kleinen Trippelschritten. Optimistische Konjunkturaussichten haben den deutschen Aktienmarkt am Montag ein paar Impulse gegeben. Aber große Ausschläge sehen wir heute bisher nicht. Denn gleichzeitig drückt der starke Euro die Stimmung, weil die Exporte aus dem Euroraum darunter tendenziell leiden dürften. Der Dax ist mit einem Plus von 0,4 Prozent mehr oder weniger auf der Stelle tretend. Und auch der MDax liegt mit 0,6 Prozent kaum besser. Im europäischen Ausland gabs dagegen etwas größere Sprünge.

[00:05:11]

Gesprächsthema sorgte auf dem Parkett Die geplante milliardenschwere übernahme des französischen Wasser und Abfall Konzerns durch den Rivalen Veolia Seouls ist daraufhin um bis zu 18 Prozent in die Höhe gesprungen. Das war ein sechs Monat hoch und 14 Euro 6.15 Karten.

[00:05:32]

Besten Dank für dein Börsen! Update.

[00:05:41]

Was in den USA begann, setzt sich in Deutschland jetzt fort. Seit einiger Zeit drängen sich neue Broker wie Treat Republic oder skalierbare Capital in den Markt. Der Aktienhandel auf dem Smartphone ist unkompliziert und günstig, aber auch nicht ganz ungefährlich. Warum, das weiß unsere Fintech. Expertin Katharina Schneider Hallo Katharina! Die Vorteile solcher Apps sind klar Lass uns über die Risiken sprechen. Jetzt sind wir Menschen ja auch dafür bekannt, hin und wieder impulsiv auf Nachrichten zu reagieren. Verleiten Broker Privatanleger zum Zocken?

[00:06:16]

Einer der Vorteile ist ganz klar die einfache Bedienbarkeit. Und genau darin besteht aber auch die Gefahr. Denn im Vergleich zu klassischen Online-Broker kann man mit den Apps deutlich schneller Aktien und andere Wertpapiere kaufen und verkaufen. Und das könnte schön zum Zocken einladen.

[00:06:35]

So mit der Epple findet sich mehr oder weniger die ganze Börsenwelt in meiner Hosentasche. Ich meine jede neue Börsen Nachricht lässt sich sofort in einen Thread umsetzen. Also vor dem Handeln Informationen zu sammeln ist jetzt noch einfacher, oder?

[00:06:48]

Im Prinzip schon. Die Frage ist nur, ob die Nutzer das auch wirklich machen, denn die App selbst bietet häufig nur wenig Informationen. Wenn man aber Einzelaktien kaufen will, sollte man sich schon vorher gut über das Unternehmen informieren. Da reicht es nicht aus, nur den Kursverlauf anzuschauen. Da sollte man auch die neuesten Nachrichten über die Firma kennen. Man sollte Bewertungen von Analysten lesen und idealerweise auch mal einen Blick in die Bilanz werfen. Auch bei ETFs, also Fonds, die Indizes wie den Dax oder den Dow Jones abbilden, sollte man vor dem Kauf schauen, welche Aktien enthalten sind.

[00:07:21]

Und all diese Informationen bieten die Trading Apps meist noch nicht. Das könnte das Risiko für Impuls Käufe verstärken.

[00:07:29]

Wenn wir schon beim Thema Risiko sind bei Trade Republic zum Beispiel, werden ja auch High Yield Bond ETFs angeboten. Die Rendite geht hier linear mit dem Risiko einher. Ob das jetzt jedem, der mit einer neobarocken abhandelt, ein Begriff ist, sei mal dahingestellt. Jetzt kann man sagen Das Risiko geht jeder für sich selbst. Ein Jahr aber trotzdem. Catarina, wieviel muss ich eigentlich schon mitbringen an Wissen, um keine ungewollten Risiken einzugehen?

[00:07:54]

Wenn man als Kunde bei einem Dulce handeln kann, müssen die Anbieter abfragen, welche Kenntnisse und Erfahrungen man schon mit dem Wertpapierhandel hat. Das gilt für Neuburger genauso wie für klassische Broker. Falls man zum Beispiel angibt, dass man noch nie Aktien oder Anleihen gehandelt hat, dann müssen die Anbieter entsprechende Informationen bereitstellen. Grundsätzlich gilt aber Egal, welche Art von Borger man nutzt, man sollte sich auf jeden Fall vorher über die Produkte und die Funktionsweise der Märkte informieren und nicht einfach so drauflos kaufen.

[00:08:25]

Da ist man selber in der Pflicht, sich da Kenntnisse anzueignen. Informieren? Gutes Stichwort Katharina. Neben allen Tradern, die sich sicher intensiv mit der Aktienwert auseinandersetzen, gibt es auch ein paar, die sich mehr auf das Wissen anderer verlassen. Auf das von Influenza zum Beispiel, wie in dem Fall von Ondrej, einem YouTuber mit über 800000 Abonnenten.

[00:09:02]

Ja, genau.

[00:09:05]

Das Phänomen sehen wir in den USA. Dort haben die Neuburger insbesondere durch die Coruna Krise gerade sehr viele neue Kunden gewonnen. Und dort gibt es Trader, die teils direkt über die Apps ihre Markteinschätzung mit der Community teilen. Die werden teils zu regelrechten Stars hochgejubelt, und das ist natürlich auch riskant. Diese Trader handeln zum Teil nicht nur mit Aktien, sondern auch mit Optionen und mit komplexen Finanzprodukten, bei denen die Kunden dann schnell ihren gesamten Einsatz verlieren können oder sogar noch Geld nachschießen müssen.

[00:09:36]

Und solche Produkte sind natürlich überhaupt nicht für unerfahrene Laien geeignet, denn da sollte man auf keinen Fall blind irgendwelchen Influenza nacheifern.

[00:09:46]

Was sind denn eigentlich die schlimmsten Neo Broker Felds, die dir einfallen?

[00:09:50]

Ja, da gibts auch wieder Beispiele aus den USA. Das Schlimmste, was den Anbieter passieren kann, ist, wenn die App oder die Webseite nicht erreichbar ist und die Kunden nicht handeln können. Das ist im März gleich mehrfach bei dem amerikanischen Anbieter Robin Hood passiert. Und gegen den Laufen nun deshalb auch Klagen, weil die Kunden dabei einige Kunden durch technische Ausfälle zum Teil wohl viel Geld verloren haben. Im Juni gab es dann noch einen weiteren Vorfall in Zusammenhang mit Robin Hood.

[00:10:18]

Da soll ein 20 jähriger Nutzer Suizid begangen haben, nachdem er auf seinem Konto ein Minus von mehr als 700000 Dollar gesehen hat. Im Nachgang gab es Berichte, dass es vielleicht Fehler in der App gewesen sein könnte. Aber auch sowas darf natürlich auf keinen Fall passieren.

[00:10:35]

Aber bei aller Kritik Die Apps kommen bei vielen gut an. Und das liegt. Dass sie günstig sind und dass es einfach ist, damit zu handeln. Was heißt das jetzt wiederum für den Investmentbanking Bereich traditioneller Banken und vor Online-Banken? Werden mehr Broker zur ernsthaften Konkurrenz?

[00:10:52]

Momentan ist es noch so, dass die New Yorker im Vergleich zu den klassischen Brokern eher wenige Funktionen bieten. Können weniger Produkte gehandelt werden? Es gibt weniger Order Typen, und den Handelsplatz kann man meistens auch nicht frei auswählen. Aber die günstigen Gebühren sind natürlich schon ein Kriterium, das die Kunden dahin treibt. Und da ist schon zu erwarten, dass die Anbieter zu einer ernsthaften Konkurrenz werden und verbessern, sich fügen, neue Funktionen hinzufügen, Produkte hinzu. Deshalb ist auch zu erwarten, dass die klassischen Anbieter mit ihren Preisen runtergehen werden.

[00:11:29]

Ein Unternehmen, das eine New Yorker App anbietet, ist das globale Kapital. Hier wird mit Aktien Flatrates für monatlich 2 99 geworben. Wie kann sich dieses Geschäftsmodell lohnen?

[00:11:41]

Allein über die Flatrate Gebühr könnte das natürlich nicht finanzieren. Man kann über den Broker ja nicht nur Aktien, sondern auch Fonds und ETFs handeln. Und wenn die Kunden solche Produkte kaufen, dann bekommt es Geld von den Fondsgesellschaften, eine Produkt Vergütung.

[00:11:57]

Wie viele Menschen nutzen solche Apps eigentlich?

[00:12:01]

Da sind die USA einen großen Schritt voraus, war der erste auf dem Markt und ist sehr erfolgreich. Das Unternehmen hat momentan mehr als 13 Millionen Nutzer, ist allerdings auch schon 2013 gegründet worden und allein in diesem Jahr? In den ersten Monaten kamen drei Millionen Nutzer dazu. Die deutschen Anbieter sind erst im vergangenen Jahr gestartet und publique im April von mehr als 150 000 Kunden gesprochen. Und bei Smart Worker waren es noch 37000 auf einem deutlich niedrigeren Niveau sind wir da in Deutschland ein niedrigeres Niveau?

[00:12:41]

Tendenz steigend. Wenn durch die Absitzt noch mehr Menschen ihr Geld in Aktien investieren. Wie stark, glaubst du, wird sich das auf das Gesamtvolumen im Aktienmarkt auswirken?

[00:12:51]

Naja, grundsätzlich wäre es schon positiv, wenn mehr Deutsche in Aktien investieren würden. Experten beklagen schon lange, dass die Deutschen Aktien sind und ihr Geld auf dem Sparbuch liegen lassen, wo es durch Niedrigzinsen und die Inflation stetig an Wert verliert. Wichtig wäre aber, dass die Deutschen jetzt nicht von ganz risikoloser Anlage in hochschulsektor umschwenken. Und sie sollten schon langfristig anlegen und nicht zocken. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie Geld verlieren. Und Sie wollen ja genau das Gegenteil.

[00:13:22]

Sie wollen ja Vermögen für die Zukunft aufbauen.

[00:13:25]

Und es gibt tatsächlich noch eine weitere Gefahr Stichwort Volatilität. Wie sieht es damit aus? Katharina Wird die Volatilität an den Märkten durch diesen Neo Broker nochmal gepusht?

[00:13:36]

In den USA kann das durchaus passieren. Wenn dort Hunderttausende Anleger den Vorschlägen dieser Influencer folgen, dann kann das schon Einfluss auf die Kurse haben und einige ungewöhnliche Kursanstiege zum Beispiel bei den Aktien des insolventen Autovermieter Hertz wurden tatsächlich auch schon so erklärt. Da ging die Aktie plötzlich um 800 Prozent in die Höhe. Und da hat man auf die New Yorker Quinten zurückgeführt. In Deutschland aber, wie schon gesagt, die Nutzerzahlen noch so gering. Die Anleger können die Marktpreise noch nicht bewegen.

[00:14:10]

Letzte Frage Katharina Was denkst du, sind Neo Broker die Zukunft oder endet dieser Trend mit Coruna?

[00:14:16]

Ja, man muss schon sagen, dass karuna den New Yorker einen enormen Aufschwung gegeben hat. Und ich glaube auch nicht, dass das irgendwann die Pandemie mal überstanden sein sollte. Einfach weggehen werde. Ich glaube, die sind ja gekommen, um zu bleiben, und haben auch wirklich das Potenzial, den gesamten Markt zu beeinflussen.

[00:14:36]

Katharina Herzlichen Dank für das Gespräch? Sehr gerne.

[00:14:42]

Ein Fitbit für den Schädel so nennt Elon Musk den acht Millimeter dicken Chip, der per Operation im Kopf platziert werden soll.

[00:15:06]

Und nicht nur das. Wenn alles klappt wie gewünscht, könnte der Chip irgendwann Depressionen und Schmerzen bekämpfen und Querschnittsgelähmten wieder das Laufen ermöglichen. Und das war nur der Anfang. Allein die Vorstellung lässt viele Herzen höher schlagen. Uns wirft jede Menge Fragen auf, und die stellen wir jetzt unserem Correspondent Alexander Dettling in Kalifornien. Alexander Zuallererst. Wie soll das funktionieren? Und wie bitte soll das aussehen?

[00:15:32]

Ein Chip im Schädel Schädel einzusetzen ist nicht so außergewöhnlich. Das wird schon lange. Bei Affen zum Beispiel. Es ist eine, wie gesagt Es ist eine kleine Operation, wo man direkt unter der Schädeldecke einen kleinen, etwa einen Euro großen Chip einsetzt. Solche Geräte können heute schon zum Beispiel bei einem Parkinson-Patienten, dessen Krankheit dieses Zittern ein bisschen ausgleichen. Das war alles, was ihre Macht verspricht. Kann so ein Chip natürlich heute noch nicht.

[00:16:05]

Der Chip wurde ja bereits am Schwein getestet. Was waren denn da, oder was sind da im Moment die zentralen Ergebnisse?

[00:16:12]

Die zentralen Ergebnisse waren zweierlei. Zum einen. Es war quasi so eine Art Echtzeit EEG. Man konnte die Hirnaktivität des Schweins in Echtzeit sehen. Zumindest war das, was demonstriert wurde. Das andere war Jahrelang hat das Schwein auf ein Laufband gestellt. Da konnte der Chip dann quasi ziemlich genau voraussagen, wo sich das Bein des Schweins befinden wird. Also so eine Vorhersage der Stellungen aus denen aus den Hirnaktivitäten? Das sind natürlich, das ist noch keine Krankheit, die bekämpft wird oder so, sondern das sind Voraussetzungen dafür, dass man mit diesem Chip irgendwann mal was machen kann.

[00:16:52]

Angenommen, es gelingt. Was soll der Chip im Best Case alles leisten können?

[00:16:57]

Da war die Liste von Dingen, die Elon Musk gesagt hat, war unheimlich lang und klang ziemlich verrückt. Das fängt davon an, sehr viele Nerven, Krankheiten heilen zu können. Blinde sehen lassen zu können, Depressionen zu heilen, aber auch zum Beispiel einem Menschen binnen einer Sekunde eine komplette neue Fremdsprache quasi ins Gehirn zu spielen. Das sind dann schon Dinge aus dem Science-Fiction-Film.

[00:17:22]

Und Elon Musk hat ja auch eine klare Vorstellung davon, was passiert, wenn wir uns nicht darauf einlassen.

[00:17:28]

Ja, die ganze Idee dahinter, Nouriel Link zu finanzieren von Elon Musk, ist, dass er glaubt, dass künstliche Intelligenz die Menschen schon in ein paar Jahren quasi überholen wird und dass wir als Menschheit dann vor der Frage stehen Wie können wir verhindern, dass quasi künstliche Intelligenz uns zu ihren Sklaven macht? Und da ist die Idee Wir müssen quasi unser Gehirn mit künstlicher Intelligenz fusionieren, um überhaupt eine Chance zu haben, die Kontrolle zu behalten. Das ist aber auch eine sehr weit hergeholt.

[00:18:01]

Ansicht aus aus meiner Sicht die künstliche Intelligenz Community eigentlich keiner teilt, dass das alles so schnell gehe. Ich meine, wenn wir, wenn wir uns angucken, wenn wir mit Siri reden, wie häufig wir da noch nicht verstanden werden. Das ist eher der Stand von künstlicher Intelligenz als der Overlord, der uns alle kontrollieren kann.

[00:18:21]

Alex, du hast es gerade schon angesprochenen nera. LINK Ist das Unternehmen, das diese Idee umsetzen soll? Wie sieht es denn im Inneren dieses Startups aus? Wie ist die Stimmung unter den Mitarbeitern?

[00:18:32]

Es gab da einen Bericht kürzlich von einem Wissenschaftsmanager in den USA, der aber in Teilen von jahrelang dementiert wurde. Aber es ist ein sehr Newson Medium mit einer guten Reputation. Und da wurde eben beschrieben, dass das dort sehr viel Druck auf die Forscher gemacht wird. Dass Elon Musk die Ergebnisse nie schnell genug gehen, das auch z.B. überlegt wird, weil in westlichen Ländern eben sehr strikte Regeln herrschen, wie man Tests an mehr medizinische Geräte an Menschen testen darf, dass sie überlegen, dass in China und Russland zu machen, wo die Standards laxer sind.

[00:19:10]

Das sind alles, wie gesagt, Sachen, die, die nicht von dem Unternehmen bestätigt werden und deswegen mit Vorsicht zu genießen sind. Aber es ist schon ein Muster, das man da erkennen kann. Beim Unternehmen von Elon Musk von SpaceX reden, ob wir von Tesla reden, dass es ihm, dass er sehr ungeduldig ist mit denen, mit dem Fortschritt und dass er eben sehr viel, sehr viel Zeitdruck auf die Forscher macht. Dass auch viele Leute gehen, weil sie irgendwie mit dieser Mission nicht übereinstimmen.

[00:19:38]

Alexander, für wie gefährlich hältst du das Projekt? Kurzfristig halte ich es erstmal für nicht gefährlich. Denn das ist eine Technologie, an der viele Unternehmen entwickeln, die es in Ansätzen Thema Hirnschrittmacher auch schon schon lange gibt. Wenn diese ganzen Versprechungen von Elon Musk wahr werden, was, was? Ein ganz großes. Wenn es, wie gesagt, dann ist das natürlich sehr gefährlich und riesige ethische Fragen auf. Wenn man jeden Gedanken, den irgendwie ein Mensch hat, quasi auslesen kann, gibts dann überhaupt noch eine Privatsphäre?

[00:20:12]

Können wir dann nicht doch irgendwie von künstlicher Intelligenz gesteuert werden, wenn sie direkten Zugriff auf unser Gehirn hat? Also langfristig, glaube ich, wirft eine Technologie viele Fragen auf. Kurzfristig will ich erst einmal sehen, was da eigentlich wirklich entwickelt wird und was dieser Chip eigentlich wirklich kann.

[00:20:27]

Alexander Besten Dank für deine Information und liebe Grüße nach Kalifornien, liebe Grüße nach Düsseldorf.

[00:20:41]

Und wir sind am Ende unserer Folge angelangt. Redaktionsschluss war wie immer 16 Uhr. Wenn Sie Fragen haben oder wenn Sie uns einfach nur mal Feedback geben wollen, dann schreiben Sie uns gerne per E-Mail an Today Handelsblatt.com. Und jetzt einen schönen Feierabend für Sie. Machen Sie es gut bis morgen.