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Shteyngart Smashing Briefing der Podcasts. Einen schönen guten Morgen allerseits! Mein Name ist Gabor Steingart, und wir starten jetzt gemeinsam in diesem neuen Tag. Heute ist Mittwoch, der 26. August. Jetzt wieder das Kleine nach hinten zurückweichen und dann der schnelle Anlauf. Jetzt wird er noch schneller. Der Anlauf, das Abdrücken, die Drehung. Das war der Triumph von Ulrike Meyfarth Gold für die damals 16-Jährige bei den Olympischen Spielen von München. Und dabei blieb es ja nicht. In München regnete es Gold.

[00:00:44]

Der deutsche Sport erlebte seinen bis dahin größten internationalen Auftritt. Doch die Geschichte von Olympia in Deutschland wäre nicht komplett ohne die Tragik, die dieses Ereignis bis heute überschattet. Eine Welle des palästinensischen Terrors ergoss sich zu jener Zeit über der Welt. Die Organisation Schwarzer September stattete dem Olympischen Dorf, genauer gesagt der israelischen Mannschaft im Olympischen Dorf im Morgengrauen des 5. September 1972 einen Besuch ab. In grausamste Absicht. Was als Geiselnahme begann, endete mit Mord.

[00:01:26]

In Fürstenfeldbruck waren noch neun Geiseln, wobei wir auch die Möglichkeit ins Auge fassen müssen, dass alle neun Geiseln ums Leben gekommen sind. Es besteht eine vage, geringe Hoffnung, dass eine maximal zwei noch in der Dunkelheit absetzen kann.

[00:01:48]

Ein Neuanfang ist nötig, auch in unseren Köpfen. Michael Mronz betreibt zwar seit Jahren der Veranstaltungs Manager und einstiger Ehemann von Guido Westerwelle, will Olympia wieder nach Deutschland holen. Eine große, aber eben keine größenwahnsinnige Idee, denn er will keine seelenlosen Spielstätten, sondern er will die Region zwischen Rhein und Ruhr nicht für den Sport, sondern durch den Sport beleben. Und er setzt dabei auf die Initiative der Menschen in NRW. Denn trotz der ernüchternden Volksbefragungen in München und Hamburg.

[00:02:26]

Sie erinnern sich, als man ja auch schon olympische Ideen hatte bauten Michael Mronz, der Unverwüstliche, auf eine Volksbefragung am liebsten schon im kommenden Jahr. Woher nimmt der Mann den Mut? Wollte ich von ihm wissen.

[00:02:39]

Ich bin überzeugt davon, dass die Menschen Lust haben, Lust und Freude daran haben, ja zu sagen, ja zu sagen, zu einer Idee, zu einer Vision, zu einem Projekt, das beflügelt unsere Demokratie ja zu sagen, zu einer Idee, wo es darum geht, nicht für, sondern durch Olympische und Paralympische Spiele zentrale Themen, die die Menschen heute beschäftigen, nach vorne zu bringen und diese mit einem Zieldatum zu versehen 2032. Das Thema Nachhaltigkeit, das Thema der vernetzten Mobilität, das Thema Smart City und das Thema Digitalisierung das sind die Chancen.

[00:03:13]

Ich glaube, dass die Menschen Lust haben, diese Chance zu nutzen.

[00:03:18]

Wir haben eine Chance, sagte er gestern. Wenn wir ehrlich sind. Ich wünsche diesen doppelten Projekt Olympia und Ehrlichkeit allen nur denkbaren Erfolg. Oder um es mit den Worten von Whitney Houston zu sagen Moment enteilen.

[00:04:00]

Unsere weiteren Themen heute Nachdem wir gestern mit den Augen des Mediziners auf das strittige Thema Coruña und Mundschutz geschaut haben, lassen wir heute die jungen Menschen selbst zu Wort kommen. Es spricht Slut Luisa dellarte, besonders die Menschen, die uns vorschreiben, die Maske zu tragen. Es wäre gut. Die sollten dann doch auch auf jeden Fall als gutes Beispiel vorangehen. Und ich spreche mit Miriam Schmitz. Sie ist Mutter zweier Kinder und hat eine Petition gegen die Masken Pflicht im Unterricht gestartet.

[00:04:36]

Eltern, die nicht anschreiben, die sehr verzweifelt sind und gesehen haben, dass ich diese Petition gestartet habe, halt einfach nicht mehr aus. Wirklich große Probleme haben außerdem unsere Börsen.

[00:04:49]

Reporterin Sophie Schimanski berichtet über den Umbau des Dow Jones. Wir beschäftigen uns mit der Berliner Bildungssenatorin, für die der Zug sprichwörtlich abgefahren ist. Sie hören, warum im Rosengarten des Weißen Hauses neuerdings weit und breit keine Rose mehr zu finden ist. Es war eine krachende Niederlage für Nordrhein-Westfalen Das Bundesland darf Schüler nicht einfach vom Unterricht ausschließen, nur weil sie sich weigern, eine Maske zu tragen. Während die Politik eher Angst gesteuert auf Korona schaut, bewahrte sich das Verwaltungsgericht in Düsseldorf den kühlen juristischen Blick.

[00:05:33]

Die Korona Verordnung von NRW bietet für ein Unterrichts Ausschluss keine Grundlage, sagen die Richter. Bildung zuerst Recht haben, später Die Maske ist in NRW für Schüler verpflichtend vorgeschrieben, und damit wurde sie zum Politikum. Fast 44 000 Menschen haben mittlerweile eine Online-Petition unterschrieben. Sie richtet sich gegen eine Masken Pflicht in den Schulen. Initiiert wurde diese Online-Petition von Miriam Schmitz, eine Frau, die hier zum ersten Mal die Arena des Politischen betritt. Ich spreche jetzt mit ihr darüber, warum sie weder Corona leugneten noch selbst die Maske verweigert.

[00:06:17]

Aber die Masken Pflicht im Unterricht für die Schülerinnen und Schüler und auch für ihre eigenen Kinder ablehnt.

[00:06:25]

Schönen guten Morgen Miriam Schmitz nach Willich! Guten Morgen! Sie haben eine bemerkenswerte Initiative gestartet. Eine Initiative, die sich dagegen wendet, dass Kinder in der Schule ab der fünften Klasse Masken Pflicht haben. Wie sind Sie auf diese Idee gekommen und wie ist die Resonanz bislang?

[00:06:46]

Ich war sehr erschrocken, weil über Monate noch keinen Alternativkonzept gesucht wurde. Und das hat mich sehr hilflos zurückgelassen. Daraufhin habe ich diese Petition gegründet Abschaffung der Massenflucht für Kinder ab der fünften Klasse. Und diese Petition läuft jetzt der dritte, achte. Mittlerweile haben fast 44 000 Menschen unterschrieben, die der gleichen Meinung sind wie ich.

[00:07:12]

Was ist das Argument, das Sie und die anderen Unterzeichnerinnen und Unterzeichner bekümmert und Sie persönlich dazu gebracht hat, hier politisch aktiv zu werden? Was genau hat Sie empört? Der Masken Pflicht ab der fünften Schulklasse?

[00:07:27]

Ich muss von vorneweg sagen Ich bin kein Coruna Leugner und auch kein Massen Verweigerer, bin auch kein Verschwörungstheoretiker. Für mich war es einfach undenkbar. Kinder im Unterricht mit Maske wirklich über konstant acht Stunden. Kinder dürfen zwar in einer Ganztagsschule jetzt acht Stunden die Maske auch nur kurz zum Trinken abnehmen oder nur beiseiteschieben. Und wenn du was essen möchten in der Pause, wobei es auch einzelne Schulen gibt, möchte ich nochmal hervorheben, bei denen die Kinder zum Beispiel gar nicht essen und trinken dürfen.

[00:07:59]

Das hab ich auch schon gehört. Ich kann nicht nachvollziehen, dass seitens der Landesregierung über sechs Monate, fünf, sechs Monate nichts passiert ist. Und das jetzt, so im Umkehrschluss Kinder die Leidtragenden sind, obwohl es so viele Möglichkeiten gegeben hätte, dort aktiv zu werden.

[00:08:16]

Sie haben selber Kinder in der Schule. In diesem Alter?

[00:08:18]

Genau. Ich habe ein Kind auf dem Gymnasium in der fünften Klasse jetzt, und mein Kleiner ist ganz neu auf diese Schule gekommen und hätte gerne seine Klassenkameraden auch kennengelernt. Allerdings Mit dieser Massenflucht ist es nun mal so. Er hat die Hälfte seiner Klasse noch nie ohne Maske gesehen. Tatsächlich, weil die Kinder teilweise morgens mit Maske schon im Bus sitzen und auf dem Schulweg. Und auch dort, wo die Kinder normalerweise soziale Kontakte geknüpft hätten, zum Beispiel in der Pause oder in der Kantine, muss man sich vorstellen Dürfen die Kinder nicht mal sprechen, wenn sie denn überhaupt gehen dürfen?

[00:08:53]

Und das finde ich sehr bedenklich. Und die Rückmeldungen der Eltern hat leider gezeigt, dass die Kinder wirklich wirklich Schwierigkeiten haben. Kinder haben zum Beispiel Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsschwäche. Und das finde ich ganz schlimm.

[00:09:08]

Wenn uns der Ministerpräsident und auch die für die Schule zuständige Ministerin zuhören würden, würden die sagen Wir machen das ja nicht. Liebe Frau Schmidt, zum Sie und Ihren Sohn zu schikanieren, sondern wir machen das zum Schutz der Kinder und der Lehrer vor einer Infektion mit Coronavirus. Was würden Sie erwidern auf dieses Argument?

[00:09:30]

Natürlich möchten wir alle gerne, dass alle Menschen geschützt sind vom Coruña Virus, also vom Covic. Aber es hätte halt so viele andere Möglichkeiten gegeben, als einfach aus einer Kurzschlussreaktion den Kindern diese Massenflucht im Unterricht aufzuerlegen. Man muss sich das einfach mal vorstellen, wie das ist für ein heranwachsens Kind. Ich hab halt noch ein Kind, das ist fast 13 in der Pubertät, und die Kinder haben so viele andere Baustellen in dem Alter, in der Pubertät, und das ist einfach.

[00:10:00]

Ich finde es halt ganz schrecklich, dass ich da einfach ausgeruht wurde und keine alternativen Konzepte erarbeitet wurden. Obwohl ja von den ganzen Elternverbände oder Landesvertreter der Eltern im Prinzip ja auch Ideen kamen und die wurden. Das weiß ich aus sicherer Quelle nicht mit einbezogen oder vor vollendete Tatsachen gestellt.

[00:10:22]

Sind Sie denn auch eine wirklich breite Protestbewegung, die zum Teil hier in Berlin und anderswo auch protestiert hat? Sind Sie da auch dabei? Sind Sie auch demonstrieren gegangen, insgesamt gegen die Politik der Bundesregierung? Oder sagen Sie? Ihr Protest richtet sich gegen die Maske in der Schule.

[00:10:41]

Ausschließlich mein Protest richtet sich ausschließlich an die Markenpflege im Unterricht. Ich war auf und werde auch auf keiner Demonstration bei Leugner teilnehmen, weil ich eine ganz andere Intention habe. Ich mache mir einfach wirklich Gedanken und Sorgen um unsere Kinder, um unsere Zukunft.

[00:11:01]

Dann bedanke ich mich erstens für ihr zivilisatorisches Engagement und auch dafür, dass sie uns so bereitwillig Auskunft gegeben haben über ihr Tun und ihre Motive. Vielen Vielen Dank, Frau Schmitz, vielen Dank!

[00:11:14]

Ich danke Ihnen.

[00:11:18]

Nachdem wir die Mutter gehört haben, schauen wir jetzt auf die jungen Erwachsenen in unserem Land Menschen, sagen wir zwischen 20 und 35, wie fühlen die? Wie denken die? Was macht Corona mit diesen Menschen? Darüber spreche ich mit Luisa. Sie ist knapp 30 Jahre alt. Sie ist Unternehmerin, YouTubern und Influenzaviren mit um die 400 000 Followern bei Instagram.

[00:11:48]

Einen schönen Guten Morgen! Hallo, guten Morgen! Du bist Influenza-Viren Beruf?

[00:11:54]

Ja, auf jeden Fall. Ich habe so viel zu tun, dass ich gar nicht mehr weiß. Man nicht Wochenende, von daher definitiv Vollzeit-Job.

[00:12:01]

Blöde Frage. Ich wollte ich eigentlich fragen, wie in deiner Community und bei dir selbst diese Coruna Zeit sich auswirkt, was sie mit dem machen, was sie mit mir macht.

[00:12:11]

Die Anfangszeit. Da hat man irgendwie diese Nähe gesucht, die man halt nicht mehr hatte, weil man sich nicht mehr offline mit seinen Freunden treffen konnte. Und da war dann das Internet Social Media, ja, so ein digitaler Hackeschen Markt wie hier in Berlin, wo man sich dann getroffen hat und miteinander gesprochen hat. Und das war sehr schön, und es hat vielen Mut und Kraft gegeben.

[00:12:33]

Aber auf Dauer ist ja nach allem, was wir über das Leben wissen, den menschlichen Kontakt, auch den zwischenmenschlichen Kontakt.

[00:12:43]

Nee, auf gar keinen Fall. Man hat dann irgendwann gemerkt, dass die Leute wieder rausgegangen sind, die man gesehen hat. Da werden wieder mal Instagram Stories gepostet. Ich selbst hab auch gemerkt, ich möchte wenigstens wieder spazieren gehen, mit Abstand Leute treffen und wenigstens mal wieder austauschen, irgendwie zum Gesicht sehen. Und mir hat es total gefehlt, auch Menschen zu umarmen oder auch zu küssen.

[00:13:05]

Die Clubs sind ja fast ausnahmslos geschlossen, Konzerte finden fast ausnahmslos nicht statt. Theater, Ballett, Comedy. Wie hat das dein Leben verändert, dass das Kulturleben hier eigentlich zum Erliegen gebracht wurde?

[00:13:21]

Total traurig. Ich bin ein Kind der 80er Musik und bin hier in Berlin total gerne weggegangen und habe es total genossen, einfach tanzen zu gehen. Und jetzt findet das alles nicht mehr statt, und ich finde es auch traurig, dass schon Clubs zugemacht haben. Andererseits ist es dann auch schön. Man wird halt erfinderisch, sondern macht man irgendwie eine digitale Party mit seinen Freunden über irgendwelche Portale, dass man sich dann trifft und dann gemeinsam Musik hört und sich sieht.

[00:13:45]

Das ist nicht dasselbe. Aber es funktioniert irgendwie, dass man trotzdem noch ein bisschen Spaß haben kann. Und ich glaube, man kann das eine gewisse Zeit auch auf jeden Fall tolerieren, das dann so umzusetzen. Der falsche Weg wäre. Besonders für mich als Reichweiten starke Influenzaviren, jetzt irgendwie durch die Clubs zu gehen oder irgendwo hin zu reisen, wo dann vielleicht eine Party stattfindet. Das wäre nicht der Sinn der Sache.

[00:14:12]

Aber wie lange kann das gutgehen? Denn wir erleben ja jetzt schon der Staatsgewalt und Party und amüsiert willige Jugendliche aufeinanderstoßen. Nicht alle haben dieses Verantwortungsgefühl, und vielleicht leuchtet auch nicht allen jede Regel ein. Muss man ja auch sagen. Es ist ja nicht so, dass die Regeln von Gott gegeben wurden, sondern von den Ministerpräsidenten. Und auch sehr, sehr, sehr unterschiedlich ist der Druck im Kessel ja auf jeden Fall.

[00:14:37]

Das Thema ja, jetzt, hier, überall. Wenn wir unterwegs sind, das jetzt schon heimliche Partys irgendwie draußen stattfinden und auf Social Media natürlich auch der Unmut groß ist. Es gibt hier in Berlin ja oft Menschen, die am Wochenende auf die Straße gehen und demonstrativ keine Maske haben, weil sie sagen, sie haben da kein Bock mehr drauf. Andererseits finde ich, man muss eine Kommunikation vielleicht auch noch mal ein bisschen arbeiten und nochmal genauer erklären Warum tragen wir denn jetzt wirklich die Maske und besonders die Menschen, die uns vorschreiben, diese Maske zu tragen oder sagen Hey, es wäre gut.

[00:15:08]

Die sollten dann doch auch auf jeden Fall konsequent in der öffentlichkeit zumindest die Maske tragen und dann als gutes Beispiel vorangehen.

[00:15:16]

Denn mir schreiben immer wieder Hörerinnen und Hörer, dass gerade Politiker, auch Wirtschaftsbosse, kaum Maske tragen und auf den Fotos von Vorstandssitzungen bis Kabinett, naja, gerade mal fürs Foto die Regeln einhalten. Und danach gibts sofort die anderen Bilder. Legendär, wie der Bundesgesundheitsminister in den Fahrstuhl stürmte. Wie hältst du diesen Widerspruch aus?

[00:15:41]

Hab ich auch gesehen, die Bilder. Es ist ja auch so im Bundestag, wenn du da grad rein gehst und Interviews führt. Ich hab, mir wurde nicht gesagt, du musst jetzt die Maske aufsetzen, so, ich hab da Leute rumlaufen sehen. Ohne Maske keine Masken, und das ist für mich so ein krasser Widerspruch. Ich meine, das muss ja der Ort sein, der als Vorbildfunktion irgendwie fungiert, in ganz, ganz vielen Sachen. Da müssen man nicht nur über die Maske reden, und das klappt ja irgendwie nicht.

[00:16:06]

Das verstehe ich nicht. Sollte das auch nicht nur Freiwilligkeit im Bundestag sein, sondern wirklich eine Pflicht, dass da auch die Masken getragen werden?

[00:16:13]

Du warst neulich erst dort richtig. Hättest du das Gefühl, dass eine neue Jugend? Vielleicht entsteht im Widerstand auch zu dem, was die Politik gerade den Jugendlichen auch an Lifestyle, ja praktisch verordnet wird das murrend, aber hingenommen, von einer Mehrheit murrend und auf jeden Fall sehr skeptisch.

[00:16:37]

Und es wird genau hingeschaut, und ich kann mir vorstellen, dass besonders meine Generation und auch die Jugend sich inzwischen immer mehr merkt. Noch einmal reflektiert und nochmal nachfragt. Und ich freue mich einfach schon auf die jungen Menschen, die irgendwann in der Politik hoffentlich bald stehen werden, weil die da auf jeden Fall frischen Wind reinbringen werden und viele Dinge noch mal ganz anders hinterfragen und ganz anders umsetzen würden.

[00:17:00]

Denn viele sagen auch ärzte aus ihrem Podcast sagen, dass die Jungen ja praktisch, wenn sie nicht zur Risikogruppe gehören und Asthma erkrankt sind, keinem Risiko ausgesetzt sind und auch als Verbreiter der Infektion kaum aktiv sind. Das heißt, dass man hier ein Exempel statuiert, zum Beispiel an Schülern und Schülerinnen, die, weil sie sich nicht wehren können, brav die Maske tragen, derweil alle anderen fast ausnahmslos in Ohne Maske zur Arbeit gehen.

[00:17:28]

Ich weiß ja auch nicht, wie das jetzt gerade mit den Lehrerinnen und Lehrern ist. Ob die auch immer dann die Maske tragen müssen? Nein. Ja, da fängt es ja eigentlich schon an. Wie will man das diesen jungen Menschen dann erklären? Warum sollen die eine Maske tragen? Heute Morgen war ich laufen, und da kam eine Schulklasse, und die hatten alle die Maske auf und alle anderen Menschen um die herum, die da zum Sport machen, waren und gerade ihre Sachen hingelegt haben oder gerade gegangen sind.

[00:17:50]

Da hatte niemand eine Maske auf. Nur die Schüler und Schülerinnen mussten diese Maske tragen.

[00:17:54]

Da dachte ich auch Wie willst du denen das erklären, ohne dass sie auch mit dem Kopf schütteln? Und irgendwann sagen mir Da hab ich kein Bock drauf, weil die Erwachsenen tragen die doch auch nicht. Ja, das ist irgendwie ein Widerspruch, auf jeden Fall da. Und da verstehe ich auch nicht, warum da nicht viel früher schon irgendwie drüber gesprochen wurde. Und dieser Widerspruch jetzt auch irgendwie politisch probiert wird aufzulösen. Es dauert ja immer alles. Nun besteht ja ein Teil der Jugend auch gerade darin, sich näher zu kommen dem anderen Geschlecht.

[00:18:26]

Erotik ist Teil von Jugend. Auch das wird ja enorm erschwert, nicht nur durch die Clubs, sondern auch durch die Diskriminierung von Nähe. Gar nicht zu reden. Küssen ist auf einmal ja nicht eine schöne Sache, sondern auf einmal ein übertragungsweg. Wie kann man damit eigentlich umgehen?

[00:18:43]

Tatsächlich war es jetzt während Coruna so Ich als Influenzaviren bekommen ja auch Kooperations, Anfragen und die Kooperations anfragen, was Online-Dating Plattform angeht und auch Pornoseiten. Die sind wirklich wöchentlich rein geschossen und so ein bisschen gezeigter bewiesen. Scheint es da so dumm da, dass die Leute digital jetzt probieren, irgendwie diese Nähe aufzubauen?

[00:19:07]

Ich glaube, das wird doch noch ein Geschäft zu machen. Aus dem Mangel, den wir im Alltag erleben?

[00:19:12]

Wahrscheinlich ja, wahrscheinlich schon. Allerdings auch meiner Meinung nach eine schöne Art und Weise, online mäßig, vielleicht jemanden kennenzulernen, dort auch vielleicht irgendwie digital zu sehen zu Facetime, ohne dass man seine persönlichen Daten herausgeben muss. Das alles ist eine Möglichkeit, aber auf Dauer auch nicht der Weg, weil gerade diese Nähe, die braucht man ja. Ich finde aber, das ist eine besondere Situation, die wir jetzt gerade haben. Das haben wir ja nicht jedes Jahr.

[00:19:38]

Das ist jetzt auch für uns, für unsere Generation einfach das erste Mal. Und ich glaube, wir können noch ein bisschen aushalten, um danach dann so richtig miteinander knutschen zu können und uns einfach mal wieder zu machen.

[00:19:50]

Du würdest auch jetzt sagen Jetzt hast du dir selbst sozusagen ein Gelübde auf erlegt.

[00:19:56]

Küssen verboten nicht. Aber ich habe gerade niemanden zum Küssen. Also kann ich es auch gar nicht machen. Und Umarmungen finden nicht bei meiner Oma statt, finde ich mal beim Papa statt und auch nicht mit meinen Freunden.

[00:20:06]

Aber du könntest einen Partner suchen.

[00:20:07]

Ich könnte mir einen Partner suchen. Ich bin auch online unterwegs, aber dann ist das eher so spazieren, miteinander gehen. Aber doch irgendwie eine verrückte Zeit, dass Menschen die Partner suchen und eigentlich auch berechtigterweise ein Anrecht darauf haben. Nicht suchen können oder nur ONLINE oder Gabo es gibt ja auch die Möglichkeit, dass Sie jemanden kennen und finde so Knokke. Dann gehe ich einfach mal 14 Tage mit dem oder derjenigen in Quarantäne. Dann kann ich knutschen, dann können wir miteinander schlafen und danach gucken, ob das jetzt funktioniert hat oder nicht.

[00:20:44]

Eigentlich eine ganz schöne Maßnahme, wird das die Generation Corona formen gar nicht verändern, sondern über Formen. Eine eigenständige neue Generation, die diesen Namen tatsächlich deshalb trägt, weil sie ein paar Charaktereigenschaften hat, die wir nicht haben. Das ist eine sehr gute Frage, die ich mir auch schon gestellt habe. Ich weiß nicht, ob Coruna so krass in unseren Köpfen und in uns drin bleibt, dass wir bestimmte Verhaltensmuster, die wir vielleicht vorher an den Tag gelegt haben, jetzt wirklich aufbrechen und danach sagen Okay.

[00:21:22]

Corona hat sich etwas bei mir verändert. Ich glaube, das wird eine Zeitlang so ganz gut gehen. Aber nachhaltig werden wir alle wieder in unserem Alltag ankommen. Wir werden alle wieder die Vorteile nutzen, die wir vor Coruna auch genutzt haben. Und es ist ja oft so, dass man auch schnell vergisst. Und ich glaube, dass es, egal in welcher Generation man es überwiegend probiert, wieder jeder dann sein Leben zu leben, so wie er das gerne hätte.

[00:21:50]

Das heißt, du bist nicht negativ gestimmt, sondern zuversichtlich, zuversichtlich und positiv?

[00:21:55]

Auf jeden Fall. Ich glaube, das wuppen wir alle. Man kann aus jeder Situation pessimistisch sein, oder man kann irgendwas Positives daraus mitnehmen. Und so bin ich irgendwie gestrickt, und deswegen geht es uns auch hier gut. Und es ist ja wichtig, dass wir alle gesund sind letztendlich. Und Coruña? Das kriegen wir hin und mal weg sein.

[00:22:15]

Und dann können wir auch wieder reisen, wenn wir möchten, dass das Wort zum Sonntag heute von. Vielen Dank für das Gespräch.

[00:22:25]

Und was ist eigentlich heute in der Hauptstadt los? Heute Nacht hat der Koalitionsausschuss unter Leitung der Bundeskanzlerin getagt. Zwei Themen standen im Vordergrund Zum einen ging es um die Wahlrechtsreform, eine Wahlrechtsreform, die verhindern soll, dass der Bundestag ständig wächst und wächst und bald größer ist als der Volkskongress in China. Und dann ging es natürlich auch noch um Corona. Mein Kollege Michael Bröcker, der Chefredakteur unserer neuen medienmarke, hat wie ein Hofhund heute Nacht gewarnt. Und er kennt jetzt die Details.

[00:23:05]

Die große Koalition hat in diesen acht Stunden der Verhandlungen im Kanzleramt gezeigt, dass sie kaum noch regiert, aber des Regierens müde geworden ist. Im Wahljahr natürlich alles tun, um aus der Krise in der Krise am Arbeitsmarkt zu machen. Deswegen war die Verlängerung der Kurzarbeit für die Beschäftigten und zugleich die Entlastung bei den Sozialversicherungsbeiträgen bei den Firmen ein schneller Konsens für zwei Wahlkämpfende der Volkspartei. Das wird teuer für die Beitragszahler. Aber der Arbeitsmarkt soll geschont werden. Enttäuschend für mich ist allerdings die fast armseliger Reform, die beim Wahlrecht nun kommen soll 2021.

[00:23:49]

Naja, man muss sagen fast gar nichts homöopathischer Reform bei der Zuteilung von überhangmandaten. Und erst 2025 soll es zu einer echten Reform gehen. Nach unzähligen Gremien, runden Kommissionen und Vorschlägen ist das ein Armutszeugnis. Aber dort, wo es die Politik schmerzhaft treffen könnte, bei den eigenen Mandaten, zeigt sich diese Koalition leider wie so oft ambitioniert.

[00:24:16]

Und was war heute Nacht an der Wall Street los?

[00:24:20]

Es wird umgebaut an der Wall Street, nicht auf der Straße, wohl aber auf dem Parkett. In der Struktur des bekanntesten Börsenindex der Welt, dem Dow Jones. Mehr dazu, was unsere Börsen Reporterin in New York Einen wunderschönen guten Morgen sowie einen schönen guten Morgen.

[00:24:39]

Was genau ändert sich im Dow Jones Sofi? Und warum eigentlich?

[00:24:44]

Der Wert ist ja aus 30 Unternehmen zusammengestellt, und die werden jetzt teilweise ausgetauscht. Einfach, damit die Gewichtung sinnvoll den Markt wiedergibt. Und die Wirtschaft des Klout Unternehmens Salesforce wird zum Beispiel die älteste Komponente ersetzen den Energiekonzern Exxon Mobil. Amgen wird statt Preiser drin sein, und Honeywell International wird reinkam statt Rüstungskonzerns Technologies. Die änderungen werden wirksam am Montag in einer Woche. Der Grund dafür oder der Auslöser ist, dass die bislang größte Komponente Apple einen Aktiensplit vornimmt. Das heißt, Apple wird in Zukunft weniger schwer gewogen werden.

[00:25:26]

Eben weil eben der Wert einer Aktie nur noch ein Viertel ist. Die Gewichtung von Teck geht damit von 28 Prozent auf 20 zurück. Und da sagen Marktbeobachter Das ist schon deutlich und das Hinzufügen von Salesforce. Das führt dazu, dass diese Gewichtung auf 23 zumindest hoch geht, nachdem Apple diesen Speth durchgeführt hat.

[00:25:50]

Und was geht eigentlich gar nicht? Dass die Berliner Schulsenatorin Sandra Scheeres SPD ihr Name offenbar mit dem Schienennetz der Deutschen Bahn nicht so wirklich auskennt Frau Scheeres.

[00:26:03]

Beim Bundesrat eine Bahncard 100 für die erste Klasse der Bahn beantragt und auch bekommen. Ist ja ganz praktisch komfortabel. Um zu den wichtigen Sitzungen anzureisen. Nur ein einfacher Blick in den Berliner Stadtplan hätte genügt, um zu sehen, dass der Bundesrat von ihrem eigenen Dienstsitz in Berlin gerade mal drei Kilometer entfernt ist und auf diesen drei Kilometern auch kein ICE der Bahnverkehrs, sondern die U2 der BVG.

[00:26:34]

Zudem kam jetzt auf Anfrage auch noch heraus, dass Frau Scheeres in den Jahren, in denen sie diese Bahncard 100 besitzt, keine einzige Sitzung des Bundesrates besucht hat.

[00:26:47]

Wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass sie das Rundum sorglos quer durchs Land, erste Klasse Ticket nicht privat genutzt hat. Aber auch so scheint der Zug für Sie gerade abgefahren. Sandra Scheeres hat angekündigt, nicht mehr bei der nächsten Wahl zum Abgeordnetenhaus zu kandidieren. Klingt nach Abstellgleis. Nicht schön, aber in diesem Fall wahrscheinlich klug.

[00:27:10]

Information zu Berlin fällt heute aus.

[00:27:19]

Was hatte ich heute Morgen wirklich überrascht, das nicht der Bock, sondern die First Lady zum Gärtner gemacht wurde? Mit der Umgestaltung des berühmten Rosengarten vom Weißen Haus zieht die Ehefrau des amerikanischen Präsidenten Melanie H. Trump gerade sehr viel Zorn auf sich. Zu Recht? Der Garten ist bzw. war eine grüne Oase direkt vor dem Oval Office, und er wird gerne für Pressekonferenzen und auch für Reden genutzt. Ich selbst war zu meiner Zeit als Korrespondent für den SPIEGEL gern an diesem wirklich schönen Ort.

[00:27:55]

Hier treffen die oft harte amerikanische Politik und die Romantik der Floristik aufeinander. Jedenfalls bisher. Jetzt ist davon nicht mehr viel übrig. Die Kirschbäume abgeholzt? Dafür gibt es jetzt einen Gehweg und von Blumen und Rosen Pracht. Weit und breit nichts mehr zu sehen.

[00:28:18]

Donald Trump will dort am Donnerstag morgen seine große Rede für die republikanische Convention halten. Das Volk ist empört. Es gibt Spott, Gesänge im Netz Melanies. Trump habe den Rosengarten ruiniert.

[00:28:43]

Amtszeit der Familie Trump hinterlässt tiefe Spuren.

[00:28:48]

Naja, immerhin, Trump hatte dem amerikanischen Volk ja vor allem Jobs versprochen und kein Rosengart.

[00:29:14]

Ich wünsche Ihnen einen vergnügten Start in diesen neuen Tag bleiben Sie mir gebogenes, grüßt Sie auf das Herzlichste. Gabor Steingart.